Rechtsprechung
| BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R |
Volltextveröffentlichungen (8)
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Krankenversicherung
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- rechtsinformationen.bund.de
Kranken- und Pflegeversicherung - Beitragspflicht einer Rente wegen dauerhafter Flugdienstuntauglichkeit nach § 2 Abs 4 des Tarifvertrages Übergangsversorgung für Flugbegleiter (TV ÜV) - Versorgungsbezug
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 226 Abs 1 S 1 Nr 3 SGB 5, § 229 Abs 1 S 1 Nr 5 SGB 5, § 232a Abs 3 SGB 5, § 43 SGB 6, § 240 SGB 6
Kranken- und Pflegeversicherung - Beitragspflicht einer Rente wegen dauerhafter Flugdienstuntauglichkeit nach § 2 Abs 4 des Tarifvertrages Übergangsversorgung für Flugbegleiter (TV ÜV) - Versorgungsbezug - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Beitragspflicht einer monatliche Firmenrente wegen dauerhafter Flugdienstuntauglichkeit als Rente der betrieblichen Altersversorgung in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung; Anforderungen an Rentenleistungen "wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit"
- datenbank.nwb.de
Kranken- und Pflegeversicherung - Beitragspflicht einer Rente wegen dauerhafter Flugdienstuntauglichkeit nach § 2 Abs 4 des Tarifvertrages Übergangsversorgung für Flugbegleiter (TV ÜV) - Versorgungsbezug
Kurzfassungen/Presse
- Bundessozialgericht (Terminbericht)
C. L. ./. 1. Handelskrankenkasse (hkk), 2. Pflegekasse der hkk
Beitragspflicht - Beitragsfreiheit - Kranken- und Pflegeversicherung - Firmenrente - Flugdienstuntauglichkeit
Verfahrensgang
- SG Freiburg, 27.02.2019 - S 10 KR 2478/18
- LSG Baden-Württemberg, 15.10.2019 - L 11 KR 857/19
- BSG, 12.01.2022 - B 12 KR 39/19 R
- BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R
Papierfundstellen
- BSGE 133, 252
- NZS 2022, 790
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (14)
- BSG, 20.07.2017 - B 12 KR 12/15 R
Krankenversicherung - Beitragspflicht - betriebliches Ruhegeld - Leistungen eines …
Auszug aus BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R
Rn. 23 Der Senat hat die Eigenschaft einer Leistung als beitragspflichtigen Versorgungsbezug bislang verneint, wenn bei der Zusage von "Überbrückungsgeldern", "Überbrückungshilfen", "Übergangsleistungen" usw nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für den Leistungsbeginn auf ein Lebensalter abgestellt wird, das nach der Verkehrsanschauung typischerweise nicht schon als Beginn des Ruhestands gelten kann (BSG Urteil vom 20.7.2017- B 12 KR 12/15 R - BSGE 124, 20 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 21, RdNr 13 ff mwN).Der Charakter einer Leistung kann sich ändern, wenn sich ab einem bestimmten Zeitpunkt deren Funktion, dh der Zweck der Leistung ändert (vgl BSG Urteil vom 20.7.2017 - B 12 KR 12/15 R - BSGE 124, 20 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 21, RdNr 15).
- BSG, 23.07.2014 - B 12 KR 28/12 R
Krankenversicherung - Beitragspflicht von Rentenzahlungen einer Pensionskasse in …
Auszug aus BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R
Der Senat hat den Begriff der betrieblichen Altersversorgung im Sinn des Beitragsrechts wegen der zum BetrAVG unterschiedlichen Zielsetzung seit jeher eigenständig und unabhängig von der Legaldefinition in § 1 Abs. 1 Satz 1 BetrAVG verstanden (vgl BSG Urteil vom 23.7.2014 - B 12 KR 28/12 R - BSGE 116, 241 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 18, RdNr 11 mwN).Rn. 27 5. Die Beitragspflicht von Versorgungsbezügen - einschließlich der Bezüge aus betrieblicher Altersversorgung - begegnet im Grundsatz keinen verfassungsrechtlichen Bedenken (vgl ua BSG Urteil vom 23.7.2014 - B 12 KR 28/12 R - BSGE 116, 241 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 18, RdNr 10 ff mwN;… BVerfG Beschluss vom 6.12.1988 - 2 BvL 18/84 - BVerfGE 79, 223 = SozR 2200 § 180 Nr. 46 <zu § 180 Abs. 8 Satz 2 Nr. 1 RVO = § 229 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB V>).
- BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 22/18 R
Kranken- und Pflegeversicherung - Beitragspflicht von Kapitalleistungen aus einer …
Auszug aus BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R
Wegen dieser Unterhaltsersatzfunktion unterliegen Leistungen der betrieblichen Hinterbliebenenversorgung an einen Ehegatten aufgrund des dauerhaft uneingeschränkten, am Lebensstandard orientierten gesetzlichen Unterhaltsanspruchs der Ehegatten untereinander grundsätzlich der Beitragspflicht in der GKV und sPV ( BSG Urteil vom 12.5.2020 - B 12 KR 22/18 R - BSGE 130, 116 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 29, RdNr 23 ff).Rn. 20 Ungeachtet dessen wäre es im Hinblick auf die Gleichstellung von betrieblichen und gesetzlichen Rentenleistungen nicht sachgerecht, die Beitragspflicht einer betrieblichen Altersversorgung im Einzelfall vom gleichzeitigen Vorliegen der Voraussetzungen eines gesetzlichen Rentenanspruchs abhängig zu machen (vgl insoweit zum Witwen- oder Witwerrentenanspruch BSG Urteil vom 12.5.2020 - B 12 KR 22/18 R - BSGE 130, 116 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 29, RdNr 26), oder grundsätzlich auf betriebliche Renten zu beschränken, die erst unter den Bedingungen einer gesetzlichen Erwerbsminderungsrente gezahlt werden.
- BSG, 23.02.2021 - B 12 KR 32/19 R
Kranken- und Pflegeversicherung - Beitragspflicht von überobligatorischen …
Auszug aus BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R
Da eine völlige Identität der Leistungsmerkmale in- und ausländischer Renten - auch hinsichtlich der verwendeten Begrifflichkeiten - kaum denkbar ist, liegt nach der Senatsrechtsprechung Vergleichbarkeit vor, wenn die ausländische Leistung in ihrem "Kerngehalt", dh nach Motivation und Funktion der inländischen Leistung gleichwertig ist (BSG Urteil vom 23.2.2021 - B 12 KR 32/19 R - SozR 4-2500 § 229 Nr. 30 RdNr 13).Sie werden ihrer Funktion, die daraus bezogenen oder zu erwartenden Leistungen zu ersetzen oder zu ergänzen (vgl BSG Urteil vom 23.2.2021 - B 12 KR 32/19 R - SozR 4-2500 § 229 Nr. 30 RdNr 20), insbesondere dann gerecht, wenn sie bereits bei Vorliegen geringerer Leistungsvoraussetzungen greifen.
- BSG, 11.12.2019 - B 13 R 7/18 R
Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit aus der gesetzlichen Rentenversicherung …
Auszug aus BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R
Das Risiko, mit gesundheitlichen Leistungseinschränkungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine zumutbare Tätigkeit zu finden, ist sozialversicherungsrechtlich grundsätzlich dem Aufgabenbereich der Arbeitslosenversicherung zugewiesen (stRspr; vgl zB BSG Urteil vom 11.12.2019 - B 13 R 7/18 R - BSGE 129, 274 = SozR 4-2600 § 43 Nr. 22, RdNr 19, 23). - BVerfG, 06.12.1988 - 2 BvL 18/84
Rentner-Pensionäre
Auszug aus BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R
Rn. 27 5. Die Beitragspflicht von Versorgungsbezügen - einschließlich der Bezüge aus betrieblicher Altersversorgung - begegnet im Grundsatz keinen verfassungsrechtlichen Bedenken (…vgl ua BSG Urteil vom 23.7.2014 - B 12 KR 28/12 R - BSGE 116, 241 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 18, RdNr 10 ff mwN; BVerfG Beschluss vom 6.12.1988 - 2 BvL 18/84 - BVerfGE 79, 223 = SozR 2200 § 180 Nr. 46 <zu § 180 Abs. 8 Satz 2 Nr. 1 RVO = § 229 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB V>). - BVerfG, 28.09.2010 - 1 BvR 1660/08
Stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung von Art 3 Abs 1 GG durch Statuierung …
Auszug aus BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R
Daran hat der Beschluss des BVerfG vom 28.9.2010 (1 BvR 1660/08 - SozR 4-2500 § 229 Nr. 11 RdNr 13) nichts geändert (…BSG Urteil vom 25.5.2011 - B 12 P 1/09 R - SozR 4-2500 § 229 Nr. 14 RdNr 13). - BSG, 29.07.2015 - B 12 KR 4/14 R
Krankenversicherung - Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder - keine …
Auszug aus BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R
Eine Leistungsbefristung kann zwar einem Altersversorgungszweck entgegenstehen (vgl BSG Urteile vom 29.7.2015 - B 12 KR 4/14 R - SozR 4-2500 § 229 Nr. 19 Leitsatz und RdNr 21 sowie - B 12 KR 18/14 R - juris RdNr 19), schließt aber den Leistungsgrund der Einschränkung der Erwerbsfähigkeit nicht aus. - BSG, 29.07.2015 - B 12 KR 18/14 R
Krankenversicherung - keine Beitragspflicht von gewährtem Überbrückungsgeld nach …
Auszug aus BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R
Eine Leistungsbefristung kann zwar einem Altersversorgungszweck entgegenstehen (vgl BSG Urteile vom 29.7.2015 - B 12 KR 4/14 R - SozR 4-2500 § 229 Nr. 19 Leitsatz und RdNr 21 sowie - B 12 KR 18/14 R - juris RdNr 19), schließt aber den Leistungsgrund der Einschränkung der Erwerbsfähigkeit nicht aus. - BSG, 26.02.2019 - B 12 KR 17/18 R
Kranken- und Pflegeversicherung - keine Auswirkungen der beitragsrechtlichen …
Auszug aus BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R
Rn. 10 Wesentliche Merkmale einer Rente der betrieblichen Altersversorgung als einer mit einer Rente der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) vergleichbaren Einnahme im Sinn des Beitragsrechts der GKV und sPV sind - wenn ihr Bezug nicht schon institutionell (Versorgungs- oder Versicherungseinrichtung und -typ) vom Betriebsrentenrecht erfasst wird - ein Zusammenhang zwischen dem Erwerb dieser Rente und der früheren Beschäftigung sowie ihre Entgeltersatzfunktion (stRspr; vgl BSG Urteil vom 26.2.2019 - B 12 KR 17/18 R - BSGE 127, 254 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 24, RdNr 14 mwN). - BAG, 28.10.2008 - 3 AZR 317/07
Abgrenzung Betriebsrenten - Übergangsgelder
- BSG, 26.02.2019 - B 12 KR 12/18 R
Kranken- und Pflegeversicherung - Versorgungsbezug - Beitragspflicht bzw …
- BSG, 25.05.2011 - B 12 P 1/09 R
Kranken- und Pflegeversicherung - Beitragspflicht von "Altersrenten" einer …
- EuGH, 20.06.1991 - C-356/89
Newton / Chief Adjudication Officer
- LSG Baden-Württemberg, 25.02.2026 - L 5 KR 3485/25
Kranken- und Pflegeversicherung - Flugbegleiterin - Firmenrente - vor Vollendung …
Sie werde wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit und nicht als beitragsfreie Leistung zur Überbrückung von Arbeitslosigkeit erzielt (vgl. hierzu ausführlich BSG, Urteile vom 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R - und - B 12 KR 40/19 R -, jeweils in juris).Für die Beurteilung, ob Einnahmen "wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit" erzielt würden, sei ein zweckorientiertes Verständnis maßgeblich (unter Verweis auf BSG, Urteil vom 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R -, in juris, Rn. 13).
Für diese Betrachtungsweise, die am Leistungszweck orientiert zwischen der Phase der vorgezogenen Firmenrente und der Phase des Rentenbezugs ab dem Monat nach Vollendung des 55. Lebensjahres unterscheide, sprächen auch die Ausführungen des BSG unter den Randnummern 26 (B 12 KR 39/19 R) und 28 (B 12 KR 40/19 R) der Urteile vom 01.02.2022 (in juris).
Der für die Charakterisierung einer Leistung als Versorgungsbezug "wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit" i.S.v. § 229 Abs. 1 Satz 1 SGB V entscheidende Leistungszweck könne bei verschiedenen und auf unterschiedlichen Anspruchsvoraussetzungen beruhenden Leistungen durchaus auch dann unterschiedlich zu bewerten sein, wenn beide Leistungen einheitlich bezeichnet würden (unter Verweis auf BSG, Urteil vom 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R -, juris, Rn. 26).
Rn. 23 Sie bezieht sich auf ihr bisheriges Vorbringen und stellt noch einmal heraus, dass sich die Entscheidungen des BSG vom 01.02.2022 (B 12 KR 39/19 R und B 12 KR 40/19 R) auf die von der L bezahlten Firmenrente wegen dauernder Flugdienstuntauglichkeit nach § 2 Abs. 4 TV ÜV, also im Alter zwischen 45 und 55 Jahren, bezogen habe.
Eine Leistung der betrieblichen Altersversorgung wird wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit erzielt, wenn sie aufgrund einer nicht nur vorübergehenden körperlichen seelischen oder geistigen Einschränkung, die zu einem (mindestens teilweisen) Wegfall des beruflichen Leistungsvermögens führt, geleistet wird und rententypisch entfallendes Arbeitsentgelt ausgleicht (…Klaus Peters in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB V, 5. Aufl., § 229 SGB V, Stand: 10.09.2025, Rn. 53 f. mit Verweis auf BSG, Urteil vom 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R -, in juris).
Danach ist die vor dem 55. Lebensjahr von der L gezahlten Rente wegen dauerhafter Flugdienstuntauglichkeit nach § 2 Abs. 4 des TV LH ÜV zweifelsohne eine beitragspflichtige betriebliche Altersversorgung i.S.v. § 229 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 HS 1 SGB V. Dies hat das BSG in seinen Urteilen vom 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R - und - B 12 KR 40/19 R -, beide in juris bereits entschieden.
Insoweit hat das BSG ausdrücklich ausgeführt, dass sich der Charakter einer Leistung ändern könne, wenn sich ab einem bestimmten Zeitpunkt deren Funktion, d.h. der Zweck der Leistung ändere (BSG, Urteil vom 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R -, in juris Rn. 26 unter Bezugnahme auf BSG, Urteil vom 20.07.2017 - B 12 KR 12/15 R -, in juris).
Der GKV-Spitzenverband referiert in dieser Info bzw. dem Hinweis die Entscheidungen des BSG vom 01.02.2022 (B 12 KR 39/19 R und B 12 KR 40/19 R) nur im Hinblick auf das Tatbestandsmerkmal "wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit".
- LSG Berlin-Brandenburg, 19.07.2023 - L 9 KR 60/22
Flugbegleiter - Flugdienstuntauglichkeit - Firmenrente - Versorgungsbezug - …
Rn. 31 Die Beklagten verweisen zur Begründung der Berufung auf die Urteile des Bundessozialgerichts vom 1. Februar 2022 zu den Aktenzeichen B 12 KR 39/19 R und B 12 KR 40/19 R.Rn. 51 Das Bundessozialgericht hat mit zwei Urteilen vom 1. Februar 2022, B 12 KR 39/19 und B 12 KR 40/19, entschieden, dass es sich bei der wegen Flugdienstuntauglichkeit gewährten Firmenrente um Versorgungsbezüge i.S.d. § 229 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 SGB V handelt, die - im vorliegenden Fall über § 237 Satz 1 Nr. 2, Satz 4, § 57 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch Elftes Buch (SGB XI) - der Beitragspflicht unterliegen.
Ebenso wenig steht der Qualifizierung der wegen Flugdienstuntauglichkeit gewährten Leistungen als Versorgungsbezüge entgegen, dass diese bis zur Vollendung des 63. Lebensjahrs befristet sind (vgl. zum Ganzen BSG, Urteil vom 1. Februar 2022, B 12 KR 39/19, zitiert nach juris, Rn. 9 ff.).
Rn. 59 Für die Beurteilung, ob Einnahmen "wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit" erzielt werden, ist ein zweckorientiertes Verständnis maßgeblich (vgl. BSG, Urteil vom 1. Februar 2022, B 12 KR 39/19 R, zitiert nach juris, Rn. 13).
Rn. 60 Für diese Betrachtungsweise, die am Leistungszweck orientiert zwischen der Phase der vorgezogenen Firmenrente und der Phase des Rentenbezugs ab dem Monat nach Vollendung des 55. Lebensjahres unterscheidet, sprechen auch die Ausführungen des Bundessozialgerichts unter den Randnummern 26 (B 12 KR 39/19 R) und 28 (B 12 KR 40/19 R) der Urteile vom 1. Februar 2022 (jeweils zitiert nach juris).
Der für die Charakterisierung einer Leistung als Versorgungsbezug "wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit" i.S.v. § 229 Abs. 1 Satz 1 SGB V entscheidende Leistungszweck könne bei verschiedenen und auf unterschiedlichen Anspruchsvoraussetzungen beruhenden Leistungen durchaus auch dann unterschiedlich zu bewerten sein, wenn beide Leistungen einheitlich bezeichnet würden, in Bezug auf eine Leistung von einem vorzeitig entstehenden Anspruch die Rede sei und etwa hinsichtlich der Höhe oder sonstiger Bestimmungen für beide Leistungen die gleichen Regelungen gelten würden (vgl. BSG, Urteil vom 1. Februar 2022, B 12 KR 39/19 R, zitiert nach juris, Rn. 26).
Es ist bisher höchstrichterlich nicht ausreichend geklärt, ob betriebliche Renten, die vorgezogen wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit erzielt werden und deshalb gemäß § 229 SGB V der Beitragspflicht unterliegen (vgl. BSG, Urteile vom 1. Februar 2022, B 12 KR 39/19 und B 12 KR 40/19, zitiert nach juris), beitragsfrei werden, wenn diese Renten ab dem Monat nach Vollendung des 55. Lebensjahres auch unabhängig vom Vorliegen einer (konkreten) Einschränkung der Erwerbsfähigkeit gewährt werden.
- LSG Berlin-Brandenburg, 11.12.2024 - L 16 KR 55/22
Firmenrente - Betriebsrente - Erwerbsfähigkeit - Flugdienstuntauglichkeit - …
Die Beklagten führen im Berufungsverfahren aus: Auch nach den Entscheidungen des Bundessozialgerichts (Urteile vom 1. Februar 2022 - B 12 KR 39/19 R -, und B 12 KR 40/19 R -, juris) sei an der Berufung festzuhalten, weil der Umstand, ob sich der Charakter der Übergangsversorgung mit Abschluss des 55. Lebensjahres ändere, bislang höchstrichterlich nicht geklärt sei.In den Urteilen vom 1. Februar 2022 (B 12 KR 39/19 R - und B 12 KR 40/19 R -, juris) hat das BSG entschieden, dass es sich bei der wegen Flugdienstuntauglichkeit gewährten Firmenrente der DL um Versorgungsbezüge iSd § 229 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 SGB V handelt, die der Beitragspflicht unterliegen.
Ebenso wenig steht der Qualifizierung der wegen Flugdienstuntauglichkeit gewährten Leistungen als Versorgungsbezüge entgegen, dass diese bis zur Vollendung des 63. Lebensjahrs befristet sind (vgl. zum Ganzen BSG, Urteil vom 1. Februar 2022 - B 12 KR 39/19 - , juris Rn. 9 ff.).
Für die Beurteilung, ob Einnahmen "wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit" erzielt werden, ist ein zweckorientiertes Verständnis maßgeblich (vgl. BSG, Urteil vom 1. Februar 2022, B 12 KR 39/19 R, zitiert nach juris, Rn. 13).
Für diese Betrachtungsweise, die am Leistungszweck orientiert zwischen der Phase der vorgezogenen Firmenrente und der Phase des Rentenbezugs ab dem Monat nach Vollendung des 55. Lebensjahres unterscheidet, sprechen auch die Ausführungen des Bundessozialgerichts unter den Randnummern 26 (B 12 KR 39/19 R) und 28 (B 12 KR 40/19 R) der Urteile vom 1. Februar 2022 (jeweils zitiert nach juris).
Der für die Charakterisierung einer Leistung als Versorgungsbezug "wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit" i.S.v. § 229 Abs. 1 Satz 1 SGB V entscheidende Leistungszweck könne bei verschiedenen und auf unterschiedlichen Anspruchsvoraussetzungen beruhenden Leistungen durchaus auch dann unterschiedlich zu bewerten sein, wenn beide Leistungen einheitlich bezeichnet würden, in Bezug auf eine Leistung von einem vorzeitig entstehenden Anspruch die Rede sei und etwa hinsichtlich der Höhe oder sonstiger Bestimmungen für beide Leistungen die gleichen Regelungen gelten würden (vgl. BSG, Urteil vom 1. Februar 2022, B 12 KR 39/19 R, zitiert nach juris, Rn. 26).
Angesichts der zurückgenommenen Revision gegen das Urteil des 9. Senats des LSG Berlin-Brandenburg vom 19. Juli 2023 (…aaO) ist bisher höchstrichterlich nicht abschließend geklärt, ob betriebliche Renten, die vorgezogen wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit gewährt werden und deshalb gemäß § 229 SGB V der Beitragspflicht unterliegen (vgl. BSG, Urteile vom 1. Februar 2022 - B 12 KR 39/19 und B 12 KR 40/19 -, juris), beitragsfrei werden, wenn diese Renten ab dem Monat nach Vollendung des 55. Lebensjahres auch unabhängig vom Vorliegen einer (konkreten) Einschränkung der Erwerbsfähigkeit gewährt werden.
- BSG, 18.10.2022 - B 12 KR 6/20 R
Krankenversicherung - freiwilliges Mitglied - Beitragsbemessung - Verteilung …
Ihnen liegt regelmäßig ein dauerhaftes altersbedingtes oder auf eine Erwerbsminderung zurückgehendes Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zugrunde (vgl BSG Urteil vom 1.2.2022 - B 12 KR 39/19 R - juris RdNr 13, zur Veröffentlichung in BSGE 133, 252 und SozR 4-2500 § 229 Nr. 31 vorgesehen). - BSG, 23.04.2024 - B 12 KR 4/22 R
Krankenversicherung - Beitragspflicht - Versorgungsbezug - Kapitalleistung aus …
Durch diese rententypische Zwecksetzung unterscheidet sich die betriebliche Altersversorgung von sonstigen Zuwendungen des Arbeitgebers, etwa solchen zur Überbrückung von erwarteter Arbeitslosigkeit oder Abfindungen für den Verlust des Arbeitsplatzes (…vgl ua BSG Urteil vom 26.2.2019 - B 12 KR 17/18 R - BSGE 127, 254 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 24, RdNr 14; BSG Urteil vom 1.2.2022 - B 12 KR 39/19 R - BSGE 133, 252 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 31, RdNr 14;… BSG Urteil vom 20.7.2017 - B 12 KR 12/15 R - BSGE 124, 20 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 21, RdNr 13; BSG Urteil vom 29.7.2015 - B 12 KR 18/14 R - juris RdNr 18, jeweils mwN). - SG Würzburg, 27.09.2022 - S 11 KR 598/19
Beitragspflicht einer Firmenrente nach § 2 Tarifvertrag, Übergangsversorgung für …
Sie wird wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit und nicht als beitragsfreie Leistung zur Überbrückung von Arbeitslosigkeit erzielt (vgl. hierzu ausführlich BSG, Ue.v. 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 - und B 12 KR 40/19 - jeweils juris).Insbesondere bestimmt sich der Charakter einer Leistung nicht nach deren Bezeichnung im zugrundeliegenden (Tarif-) Vertrag (BSG, U.v. 1.2.2022 - B 12 KR 39/19 R - juris, Rn. 26, m.w.N.).
- BSG, 05.03.2026 - B 12 KR 2/24 R
Unterliegt der Anteil einer ausgezahlten Kapitalleistung aus einem von dem …
Rn. 14 1. Der Senat hat in ständiger Rechtsprechung den Begriff der betrieblichen Altersversorgung iS des Beitragsrechts der GKV - sowohl unter Geltung der RVO (§ 180 Abs. 8 Satz 2 Nr. 5 RVO) als auch unter Geltung des SGB V (§ 229 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 SGB V) eigenständig und unabhängig von der Legaldefinition in § 1 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) ausgelegt (…vgl BSG vom 23.7.2014 - B 12 KR 28/12 R - BSGE 116, 241 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 18, RdNr 11 mwN; BSG Urteil vom 1.2.2022 - B 12 KR 39/19 R - BSGE 133, 252 = SozR 4-2500 § 229 Nr. 31, RdNr 12 mwN). - LSG Nordrhein-Westfalen, 28.09.2022 - L 11 KR 531/21 Rn. 65 Die streitrelevanten Rechtsfragen sind im Übrigen jüngst durch das BSG und auch das BVerfG wiederholt bestätigt worden (zuletzt BSG, Urteil vom 1. Februar 2022 - B 12 KR 39/19 R; BSG, Beschluss vom 10. Januar 2022 - B 12 KR 44/21 B; BSG, Beschluss vom 11. März 2021 - B 12 KR 80/20 B; BSG, Urteil vom 23. Februar 2021 - B 12 KR 32/19 R; BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 17. Juni 2020 - 1 BvR 1134/15; BSG, Urteil vom 8. Juli 2020 - B 12 KR 1/19 R; Beschluss vom 20. August 2020 - B 12 KR 15/20 B; Beschluss vom 18. Juni 2020 - B 12 KR 18/20 B; Beschluss vom 3. Juni 2020 - B 12 KR 12/20 B; Urteil vom 12. Mai 2020 - B 12 KR 22/18 R; Beschlüsse vom 8. April 2020 - B 12 KR 94/19 B, B 12 KR 90/19 B; Beschluss vom 3. April 2020 - B 12 KR 81/19 B; Beschluss vom 17. März 2020 - B 12 KR 91/19 B; Beschluss vom 13. Februar 2020 - B 12 KR 79/19 B; Beschluss vom 21. Januar 2020 - B 12 KR 64/19 B).
Renten, die wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit gezahlt werden, sind solche der betrieblichen Altersversorgung, soweit sie im Rahmen einer Direktversicherung abgeschlossen worden sind (vgl. BSG, Urteil vom 1. Februar 2022 - B 12 KR 39/19 R - BSGE 133, 252 ff.; LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 25. Juni 2021 - L 4 KR 2341/20 - juris).
- LSG Baden-Württemberg, 22.01.2025 - L 5 KR 2755/24 Der Kläger wendet sich im Rahmen eines Zugunstenverfahrens gegen die Verbeitragung einer ihm von seinem ehemaligen Arbeitgeber wegen dauernder Flugdienstuntauglichkeit gewährten Firmenrente, nachdem bereits das Bundessozialgericht (BSG) im zwischen den Beteiligten ergangenen Urteil vom 01.02.2022 (- B 12 KR 39/19 R -, in juris) die Rechtmäßigkeit des Ausgangsbescheides bestätigt hat und das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil nicht zur Entscheidung angenommen hat (Beschluss vom 14.02.2023 - 1 BvR 895/22 -, n.v.).
Die vom LSG Baden-Württemberg zugelassene Revision des Klägers gegen dieses Urteil hatte das BSG, bei dem nach teilweiser Erledigung des Rechtsstreits im Wege eines Vergleichs nur die Zeit vom 15.09.2017 bis 02.05.2018 im Streit stand, zurückgewiesen (Urteil vom 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R -, in juris).
Insoweit wird auf das zwischen den Beteiligten ergangene Urteil des BSG vom 01.02.2022 (B 12 KR 39/19 R, in juris) verwiesen.
- LSG Baden-Württemberg, 27.06.2023 - L 11 KR 2409/22
Kranken- und Pflegeversicherung - Beitragspflicht einer Kapitalleistung als …
Wesentliche Merkmale einer Rente der betrieblichen Altersversorgung als einer mit der Rente aus der gesetzlichen Rente vergleichbaren Einnahme im Sinn des Beitragsrechts der gesetzlichen Kranken- und sozialen Pflegeversicherung sind ein Zusammenhang zwischen dem Erwerb dieser Rente und der früheren Beschäftigung sowie ihre Entgeltersatzfunktion (vgl. nur BSG 01.02.2022, B 12 KR 39/19 R, BSGE 133, 252 m.w.N.).Rn. 31 c. Die Beitragspflicht von Versorgungsbezügen - einschließlich der Bezüge aus betrieblicher Altersversorgung - begegnet im Grundsatz keinen verfassungsrechtlichen Bedenken (…vgl. z.B. BSG 13.12.2022, B 12 KR 10/20 R, SozR 4 ; BSG 01.02.2022, B 12 KR 39/19 R, BSGE 133, 252;… BSG 08.07.2020, B 12 KR 1/19 R, Rn. 29 ff., juris; BSG 12.05.2020, B 12 KR 22/18 R, BSGE 130, 116;… BSG 08.10.2019, B 12 KR 2/19 R, SozR 4-2500 § 229 Nr. 28; BSG 26.02.2019, B 12 KR 17/18 R, BSGE 127, 254, jeweils m.w.N.).
- BSG, 11.08.2025 - B 12 KR 29/24 B
- SG Münster, 31.01.2024 - S 7 KR 1762/22
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Rechtsprechung
| BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Feststellung einer Sozialversicherungsbeitragspflicht; Tätigkeit als Minderheitsgesellschafterin-Geschäftsführerin in einer GmbH; Grundsatzrüge im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren
- rechtsportal.de
SGG § 160 Abs. 2 Nr. 1
Feststellung einer Sozialversicherungsbeitragspflicht - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- SG Dresden, 17.08.2016 - S 18 KR 824/13
- LSG Sachsen, 18.04.2019 - L 2 KR 237/16
- BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (14)
- BSG, 06.10.2016 - B 5 R 45/16 B
Nichtzulassungsbeschwerde - sozialgerichtliches Verfahren - Gewährung der …
Auszug aus BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B
Die Klägerin rügt als verfahrensfehlerhaft bzw als Abweichung von einer Entscheidung des BSG (Beschluss vom 6.10.2016 - B 5 R 45/16 B - juris) , dass das LSG in der Sache entschieden habe, anstelle die Berufung der Beklagten als unzulässig zu verwerfen.Dies genügt auch den Anforderungen der von der Klägerin angeführten Entscheidung des BSG (Beschluss vom 6.10.2016 - B 5 R 45/16 B - juris) .
- BSG, 14.03.2018 - B 12 KR 13/17 R
Sozialversicherungspflicht bzw -freiheit - GmbH-Geschäftsführer - Sperrminorität …
Auszug aus BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B
Die Klägerin macht geltend, die angefochtene Entscheidung weiche von der Entscheidung des BSG (Urteil vom 14.3.2018 - B 12 KR 13/17 R - BSGE 125, 183 = SozR 4-2400 § 7 Nr. 35) ab und beruhe auf dieser Abweichung. - BSG, 19.09.2019 - B 12 R 25/18 R
Sozialversicherungspflicht bzw -freiheit - Geschäftsführer einer …
Auszug aus BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B
Denn der erkennende Senat hat mit Urteilen vom 19.9.2019 (B 12 R 25/18 R - SozR 4-2400 § 7 Nr. 43, zur Veröffentlichung in BSGE vorgesehen; B 12 KR 21/19 R - zur Veröffentlichung in BSGE und SozR 4 vorgesehen; B 12 R 7/19 R - juris;.
- BSG, 19.09.2019 - B 12 KR 21/19 R
Versicherungspflicht bzw -freiheit - Geschäftsführer von Familiengesellschaften - …
Auszug aus BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B
Denn der erkennende Senat hat mit Urteilen vom 19.9.2019 (B 12 R 25/18 R - SozR 4-2400 § 7 Nr. 43, zur Veröffentlichung in BSGE vorgesehen; B 12 KR 21/19 R - zur Veröffentlichung in BSGE und SozR 4 vorgesehen; B 12 R 7/19 R - juris;. - BSG, 19.09.2019 - B 12 R 7/19 R
Sozialversicherungspflicht von Geschäftsführern einer Familiengesellschaft
Auszug aus BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B
Denn der erkennende Senat hat mit Urteilen vom 19.9.2019 (B 12 R 25/18 R - SozR 4-2400 § 7 Nr. 43, zur Veröffentlichung in BSGE vorgesehen; B 12 KR 21/19 R - zur Veröffentlichung in BSGE und SozR 4 vorgesehen; B 12 R 7/19 R - juris;. - BSG, 12.05.2005 - B 3 P 13/04 B
Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung im sozialgerichtlichen Verfahren
Auszug aus BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B
Sie liegt daher nicht schon dann vor, wenn das angefochtene Urteil nicht den Kriterien entsprechen sollte, die das BSG , der GmSOGB oder das BVerfG entwickelt hat, sondern erst dann, wenn das LSG diesen Kriterien auch widersprochen, also andere rechtliche Maßstäbe bei seiner Entscheidung herangezogen hat (vgl BSG Beschluss vom 12.5.2005 - B 3 P 13/04 B - SozR 4-1500 § 160 Nr. 6 RdNr 5 und BSG Beschluss vom 16.7.2004 - B 2 U 41/04 B - SozR 4-1500 § 160a Nr. 4 RdNr 6, jeweils mwN) . - BSG, 17.04.2012 - B 13 R 347/11 B
Nichtzulassungsbeschwerde - grundsätzliche Bedeutung - Vergleichsberechnung einer …
Auszug aus BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B
Hierzu muss die Beschwerdebegründung ausführen, welche Rechtsfrage sich ernsthaft stellt, deren Klärung über den zu entscheidenden Einzelfall hinaus aus Gründen der Rechtseinheit oder Rechtsfortbildung im allgemeinen Interesse erforderlich (Klärungsbedürftigkeit) und durch das Revisionsgericht zu erwarten (Klärungsfähigkeit) ist (stRspr; vgl nur BSG Beschluss vom 17.4.2012 - B 13 R 347/11 B - SozR 4-2600 § 72 Nr. 5 RdNr 17 mwN) . - BSG, 16.07.2004 - B 2 U 41/04 B
Unzulässigkeit der Nichtzulassungsbeschwerde
Auszug aus BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B
Sie liegt daher nicht schon dann vor, wenn das angefochtene Urteil nicht den Kriterien entsprechen sollte, die das BSG , der GmSOGB oder das BVerfG entwickelt hat, sondern erst dann, wenn das LSG diesen Kriterien auch widersprochen, also andere rechtliche Maßstäbe bei seiner Entscheidung herangezogen hat (vgl BSG Beschluss vom 12.5.2005 - B 3 P 13/04 B - SozR 4-1500 § 160 Nr. 6 RdNr 5 und BSG Beschluss vom 16.7.2004 - B 2 U 41/04 B - SozR 4-1500 § 160a Nr. 4 RdNr 6, jeweils mwN) . - BSG, 26.01.2005 - B 12 KR 62/04 B
Entscheidungsbefugnis des BSG bei Zulassung der Revision wegen eines …
Auszug aus BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B
Die Behauptung, das Berufungsurteil sei inhaltlich unrichtig, kann jedoch nicht zur Zulassung der Revision führen (vgl BSG Beschluss vom 26.1.2005 - B 12 KR 62/04 B - SozR 4-1500 § 160a Nr. 6 RdNr 9) . - BSG, 30.04.2015 - B 10 EG 17/14 B
Elterngeld - Einkommensermittlung - Nichtberücksichtigung der jährlichen …
Auszug aus BSG, 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B
Die Beschwerdebegründung darf sich im Fall einer aufgeworfenen verfassungsrechtlichen Frage nicht darauf beschränken, die Verfassungswidrigkeit zu behaupten und die als verletzt angesehenen Normen des Grundgesetzes zu benennen ( BSG Beschluss vom 30.4.2015 - B 10 EG 17/14 B - juris RdNr 5 mwN) . - BSG, 02.06.2009 - B 12 KR 65/08 B
Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde im sozialgerichtlichen Verfahren; …
- BSG, 16.05.2007 - B 11b AS 61/06 B
Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache im Verfahren der …
- BSG, 22.08.1975 - 11 BA 8/75
Revision - Grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache - Verfassungsmäßigkeit - …
- BSG, 25.10.1978 - 3 BK 28/77
- LSG Berlin-Brandenburg, 20.06.2022 - L 1 BA 77/20
Sozialversicherungspflicht - Gesellschafter - Geschäftsführer - …
Rn. 36 Das BSG hat bereits entschieden, dass im Hinblick auf Familiengesellschaften kein Vertrauensschutz in die so genannte "Kopf und Seele"-Rechtsprechung besteht (…BSG, Urteile vom 19.09.2019 B 12 R 25/18 R - juris Rn. 19 ff., - B 12 KR 21/19 R - juris Rn. 21 ff., - B 12 R 7/19 R - juris Rn. 20 ff. und B 12 R 9/19 R - juris Rn. 20 ff.; Beschluss vom 12.02.2020 - B 12 KR 39/19 B - juris Rn. 14). - BSG, 20.06.2025 - B 9 V 18/24 B Vielmehr genügt es, wenn deren Identität durch einen individuellen Schriftzug zum Ausdruck kommt, der charakteristische Merkmale aufweist (siehe BSG Beschluss vom 12.5.2020 - B 12 KR 39/19 B - juris RdNr 7).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 07.08.2024 - L 3 R 789/23
Überprüfungsverfahren nach Ablehnung der Gewährung von Rente wegen verminderter …
Rn. 34 Die eigenhändige Unterschrift muss nicht unbedingt lesbar (BSG 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 B Rn. 7; BGH 29.11.2016 - VI ZB 16/16, NJW-RR 2017, 445; BAG AP Nr. 46 zu § 518 ZPO; BFHE 147, 199), aber ein die Identität des Unterschreibenden kennzeichnender individueller Schriftzug sein, der charakteristische Merkmale aufweist (BSG…, Urteil vom 30.06.1970 - 7/2 RU 35/68 -, Rn. 16; BSG, Beschluss vom 12.05.2020 - B 12 KR 39/19 - Rn. 7; BGH…, Beschluss vom 17.12.2020 - III ZB 14/20 -, Rn. 9; BFH…, Beschluss vom 25.03.1983 - III R 64/82 -, Rn. 3).
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Rechtsprechung
| BSG, 12.01.2022 - B 12 KR 39/19 R |
Verfahrensgang
- SG Freiburg, 27.02.2019 - S 10 KR 2478/18
- LSG Baden-Württemberg, 15.10.2019 - L 11 KR 857/19
- BSG, 12.01.2022 - B 12 KR 39/19 R
- BSG, 01.02.2022 - B 12 KR 39/19 R
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