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Rechtsprechung
   BSG, 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2023,25559
BSG, 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R (https://dejure.org/2023,25559)
BSG, Entscheidung vom 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R (https://dejure.org/2023,25559)
BSG, Entscheidung vom 27. September 2023 - B 7 AS 17/22 R (https://dejure.org/2023,25559)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • rechtsinformationen.bund.de

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - abschließende Entscheidung nach vorläufiger Leistungsbewilligung - Ablauf der Jahresfrist des § 41a Abs 5 SGB 2 - Antrag des Leistungsberechtigten auf abschließende Entscheidung - Einreichung von Unterlagen - Umdeutung der abschließenden ...

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 41a Abs 1 S 1 SGB 2, § 41a Abs 3 S 1 SGB 2, § 41a Abs 3 S 2 SGB 2, § 41a Abs 6 S 1 SGB 2, § 41a Abs 6 S 3 SGB 2 vom 26.07.2016
    Grundsicherung für Arbeitsuchende - abschließende Entscheidung nach vorläufiger Leistungsbewilligung - Ablauf der Jahresfrist des § 41a Abs 5 SGB 2 - Antrag des Leistungsberechtigten auf abschließende Entscheidung - Einreichung von Unterlagen - Umdeutung der abschließenden ...

  • datenbank.nwb.de

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - abschließende Festsetzung und Erstattung von Leistungen nach § 41a SGB 2 - Ablauf der Jahresfrist des § 41a Abs 5 SGB 2 - Antrag des Leistungsberechtigten auf abschließende Entscheidung - Einreichung von Unterlagen

Kurzfassungen/Presse

  • Bundessozialgericht (Terminbericht)

    G. K. ./. Jobcenter Lippe

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - vorläufige Bewilligung - Fiktionswirkung - Antrag auf abschließende Entscheidung

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZS 2024, 308
 
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Wird zitiert von ... (13)Zitiert selbst (16)

  • BSG, 18.05.2022 - B 7/14 AS 1/21 R

    Arbeitslosengeld II - Erledigung der vorläufigen Leistungsbewilligung durch …

    Auszug aus BSG, 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R
    Unerheblich ist insoweit, dass der Beklagte sich bei Erlass des Bescheids vom 7.5.2018 teilweise - nämlich im Hinblick auf die Vorläufigkeit der Bewilligungsverfügung (hierzu BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 1/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 4 RdNr 26) - im Irrtum befand über den Regelungsgegenstand des Bescheids vom 4.7.2016, indem er den inzwischen erfolgten Eintritt der Fiktionswirkung (§ 41a Abs. 5 Satz 1 SGB II) unberücksichtigt gelassen hat (vgl hierzu sogleich Ziffer 4.).

    Die vorläufige Bewilligung vom 4.7.2016 wurde zudem nicht bereits ihrerseits durch einen (fiktiven) Verwaltungsakt ersetzt (BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 1/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 4 RdNr 25).

    Der Wille, mit einem eigenen Antrag gemäß § 41a Abs. 5 Satz 2 Nr. 1 SGB II eine abschließende Entscheidung herbeizuführen (vgl zur Funktion des Antrags BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 1/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 4 RdNr 18) oder auch nur höhere Leistungen zu beanspruchen als vorläufig bewilligt, wird mit dieser Erklärung nicht erkennbar.

    Dies steht dem Eintritt der Fiktionswirkung nicht entgegen, wie der Senat inzwischen entschieden hat (BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 1/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 4 RdNr 15 ff).

    § 41a Abs. 5 Satz 1 SGB II fingiert bereits nach seinem Wortlaut allein die abschließende Festsetzung, wodurch sich der auf die Vorläufigkeit der Leistungsbewilligung beziehende Teil der Bewilligungsverfügung erledigt (BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 1/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 4 RdNr 26).

  • BSG, 02.04.2014 - B 4 AS 29/13 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Antrag auf Arbeitslosengeld nach dem SGB 3 …

    Auszug aus BSG, 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R
    Maßgebend für die Auslegung eines Antrags ist daher - unter Berücksichtigung aller Umstände - der erkennbare wirkliche Wille des Antragstellers (stRspr; vgl nur BSG vom 2.4.2014 - B 4 AS 29/13 R - BSGE 115, 225 = SozR 4-4200 § 37 Nr. 6, RdNr 16;… BSG vom 24.4.2015 - B 4 AS 22/14 R - SozR 4-4200 § 11 Nr. 71 RdNr 19;… BSG vom 24.10.2018 - B 6 KA 45/17 R - SozR 4-2500 § 135 Nr. 28 RdNr 46).

    Das Revisionsgericht darf die Würdigung einer Willenserklärung durch ein Tatsachengericht deshalb nur daraufhin prüfen, ob dieses Gericht auf Grundlage seiner Feststellungen die Auslegungsregeln (§§ 133, 157 BGB) beachtet und nicht gegen anerkannte Auslegungsgrundsätze, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verstoßen hat (stRspr;… vgl nur BSG vom 5.9.2019 - B 8 SO 20/18 R - SozR 4-3500 § 18 Nr. 5 RdNr 14;… BSG vom 4.11.2021 - B 6 KA 14/20 R - SozR 4-5540 Anl 9.1 Nr. 16 RdNr 29;… BSG vom 18.8.2022 - B 1 KR 30/21 R - BSGE 134, 283 = SozR 4-2500 § 129a Nr. 3, RdNr 33; vgl auch BSG vom 2.4.2014 - B 4 AS 29/13 R - BSGE 115, 225 = SozR 4-4200 § 37 Nr. 6, RdNr 15).

  • BSG, 18.08.2022 - B 1 KR 30/21 R

    Krankenversicherung - Krankenhausapotheke - Arzneimittelpreisvereinbarung …

    Auszug aus BSG, 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R
    Das Revisionsgericht darf die Würdigung einer Willenserklärung durch ein Tatsachengericht deshalb nur daraufhin prüfen, ob dieses Gericht auf Grundlage seiner Feststellungen die Auslegungsregeln (§§ 133, 157 BGB) beachtet und nicht gegen anerkannte Auslegungsgrundsätze, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verstoßen hat (stRspr;… vgl nur BSG vom 5.9.2019 - B 8 SO 20/18 R - SozR 4-3500 § 18 Nr. 5 RdNr 14;… BSG vom 4.11.2021 - B 6 KA 14/20 R - SozR 4-5540 Anl 9.1 Nr. 16 RdNr 29; BSG vom 18.8.2022 - B 1 KR 30/21 R - BSGE 134, 283 = SozR 4-2500 § 129a Nr. 3, RdNr 33;… vgl auch BSG vom 2.4.2014 - B 4 AS 29/13 R - BSGE 115, 225 = SozR 4-4200 § 37 Nr. 6, RdNr 15).

    Zu den das Revisionsgericht grundsätzlich bindenden Tatsachen zählen danach nicht nur Form und Wortlaut der Erklärung, sondern auch der Wille des Erklärenden (…vgl BSG vom 24.11.1976 - 1 RA 151/75 - BSGE 43, 37 = SozR 2200 § 1265 Nr. 24, juris RdNr 13;… BSG vom 11.9.2001 - B 2 U 41/00 R - SozR 3-2200 § 1150 Nr. 5, juris RdNr 25;… May, Die Revision, 2. Aufl 1997, Kap VI RdNr 271; zuletzt zB BSG vom 18.8.2022 - B 1 KR 30/21 R - BSGE 134, 283 = SozR 4-2500 § 129a Nr. 3, RdNr 33)..

  • BSG, 11.07.2019 - B 14 AS 44/18 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - abschließende Entscheidung über zunächst …

    Auszug aus BSG, 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R
    Hierum geht es bei der abschließenden Entscheidung nach § 41a SGB II gerade nicht, weil die vorläufige Entscheidung ihrem Wesen nach auf Ersetzung durch einen abschließenden Verwaltungsakt angelegt ist, ohne dass von ihr Bindungswirkungen ausgehen oder der Leistungsempfänger - außerhalb der Fiktionswirkung des § 41a Abs. 5 Satz 1 SGB II - auf ihren Inhalt vertrauen kann (vgl nur BSG vom 11.7.2019 - B 14 AS 44/18 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 2 RdNr 33 mwN;… Kemper in Eicher/Luik/Harich, SGB II, 5. Aufl 2021, § 41a RdNr 3;… vgl zur nicht möglichen Umdeutung eines Aufhebungsbescheids in eine abschließende Entscheidung BSG vom 29.4.2015 - B 14 AS 31/14 R - SozR 4-4200 § 40 Nr. 9 RdNr 30).
  • BSG, 29.04.2015 - B 14 AS 31/14 R

    Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - Aufhebung eines Verwaltungsakts mit …

    Auszug aus BSG, 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R
    Hierum geht es bei der abschließenden Entscheidung nach § 41a SGB II gerade nicht, weil die vorläufige Entscheidung ihrem Wesen nach auf Ersetzung durch einen abschließenden Verwaltungsakt angelegt ist, ohne dass von ihr Bindungswirkungen ausgehen oder der Leistungsempfänger - außerhalb der Fiktionswirkung des § 41a Abs. 5 Satz 1 SGB II - auf ihren Inhalt vertrauen kann (…vgl nur BSG vom 11.7.2019 - B 14 AS 44/18 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 2 RdNr 33 mwN;… Kemper in Eicher/Luik/Harich, SGB II, 5. Aufl 2021, § 41a RdNr 3; vgl zur nicht möglichen Umdeutung eines Aufhebungsbescheids in eine abschließende Entscheidung BSG vom 29.4.2015 - B 14 AS 31/14 R - SozR 4-4200 § 40 Nr. 9 RdNr 30).
  • BSG, 25.06.2015 - B 14 AS 30/14 R

    Sozialgerichtliches Verfahren - Untersuchungsgrundsatz - sozialrechtliches …

    Auszug aus BSG, 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R
    Dies setzt voraus, dass der Verwaltungsakt, in den umgedeutet wird, die gleiche materiell-rechtliche Tragweite hat, wie sie dem fehlerhaften Verwaltungsakt zukommen sollte (BT-Drucks 7/910 S 67) und Regelungszweck und Regelungswirkungen im Wesentlichen gleichartig sind (…Schütze in Schütze, SGB X, 9. Aufl 2020, § 43 RdNr 7 mwN; ähnlich im Hinblick auf ein sog "Nachschieben von Gründen" BSG vom 25.6.2015 - B 14 AS 30/14 R - SozR 4-4200 § 60 Nr. 3 RdNr 23 mwN).
  • BSG, 24.02.2011 - B 14 AS 87/09 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Auskunftsverlangen des Grundsicherungsträgers …

    Auszug aus BSG, 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R
    Dabei kann dahinstehen, ob die Umdeutung der abschließenden Entscheidung in eine Aufhebungsentscheidung der erkennbaren Absicht des Beklagten widerspräche (§ 43 Abs. 2 Satz 1 SGB X; vgl hierzu BSG vom 24.2.2011 - B 14 AS 87/09 R - BSGE 107, 255 = SozR 4-4200 § 60 Nr. 1, RdNr 21).
  • BSG, 29.11.2022 - B 4 AS 64/21 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - endgültige Entscheidung nach vorläufiger …

    Auszug aus BSG, 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R
    Zum anderen kommt es im Hinblick auf den Eintritt der Fiktion nicht darauf an, ob das Jobcenter sich um die vollständige Aufklärung des leistungserheblichen Sachverhalts hinreichend bemüht oder die leistungsberechtigte Person die fehlende Aufklärung verschuldet hat (Hengelhaupt in Hauck/Noftz, § 41a SGB II RdNr 429, Stand Juni 2022; Kallert in BeckOGK, § 41a SGB II RdNr 214 f, Stand März 2022). Verletzt die leistungsberechtigte Person ihre Auskunfts- und Nachweispflichten (vgl § 41a Abs. 3 Satz 2 SGB II), setzt das Jobcenter den Leistungsanspruch für diejenigen Kalendermonate nur in der Höhe abschließend fest, in welcher seine Voraussetzungen ganz oder teilweise nachgewiesen wurden und stellt im Übrigen fest, dass ein Leistungsanspruch nicht bestand (§ 41a Abs. 3 Satz 3 und 4 SGB II; hierzu zuletzt BSG vom 29.11.2022 - B 4 AS 64/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 7 RdNr 15 ff, vorgesehen auch für BSGE).
  • BSG, 11.11.2021 - B 14 AS 41/20 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - Fahrkostenersatz …

    Auszug aus BSG, 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R
    Einer Verpflichtungsklage, gerichtet auf die Verurteilung zur abschließenden Festsetzung ihr vorläufig bewilligter Leistungen (vgl hierzu - sowie zu weiteren prozessualen Konstellationen im Zusammenhang mit der vorläufigen Entscheidung nach § 41a SGB II - BSG vom 11.11.2021 - B 14 AS 41/20 R - SozR 4-4200 § 11b Nr. 14 RdNr 11 mwN), bedarf es nach Eintritt der Fiktionswirkung nicht mehr.
  • BSG, 24.04.2015 - B 4 AS 22/14 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - frühzeitiger Antrag auf Arbeitslosengeld II …

    Auszug aus BSG, 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R
    Maßgebend für die Auslegung eines Antrags ist daher - unter Berücksichtigung aller Umstände - der erkennbare wirkliche Wille des Antragstellers (stRspr;… vgl nur BSG vom 2.4.2014 - B 4 AS 29/13 R - BSGE 115, 225 = SozR 4-4200 § 37 Nr. 6, RdNr 16; BSG vom 24.4.2015 - B 4 AS 22/14 R - SozR 4-4200 § 11 Nr. 71 RdNr 19;… BSG vom 24.10.2018 - B 6 KA 45/17 R - SozR 4-2500 § 135 Nr. 28 RdNr 46).
  • BSG, 05.09.2019 - B 8 SO 20/18 R

    Sozialhilfe - Hilfe zur Pflege - Verzicht auf Leistungen - Rücknahme des …

  • BSG, 24.10.2018 - B 6 KA 45/17 R

    Vertragsärztliche Versorgung - Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial-Labor auch …

  • BSG, 11.09.2001 - B 2 U 41/00 R

    Übergangsrecht - ehemalige DDR - Arbeitsunfall - Antrag auf Weiterzahlung einer …

  • BSG, 04.11.2021 - B 6 KA 14/20 R

    Vertragsärztliche Versorgung - Erklärung eines Vertragsarztes zur Betreuung von …

  • BSG, 17.05.1988 - 10 RKg 3/87

    Stattgeben der Klage - Anschlussberufung - Hilfsweise Klage - Verpflichtungsklage …

  • BSG, 24.11.1976 - 1 RA 151/75

    Gerichtliche Vereinbarung - Sachlich-rechtlicher Inhalt - Bindung des BSG - …

  • BSG, 13.12.2023 - B 7 AS 24/22 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - abschließende Entscheidung nach vorläufiger …

    Einer isolierten Anfechtung der abschließenden Entscheidung mit dem Ziel, die vorläufig bewilligten Leistungen weiter behalten zu dürfen, fehlt im Grundsatz (zur Ausnahme für den Fall, dass die Fiktionswirkung eingetreten ist, vgl BSG vom 27.9.2023 - B 7 AS 17/22 R - RdNr 13 f, zur Veröffentlichung in BSGE und SozR vorgesehen) das Rechtsschutzbedürfnis, weil das Verfahren zur abschließenden Feststellung der Leistungshöhe nach vorläufiger Bewilligung durch einen entsprechenden Leistungsbescheid abzuschließen ist.

    Rn. 19 § 41a Abs. 3 Satz 1 SGB II setzt voraus, dass zum Zeitpunkt der abschließenden Entscheidung noch eine vorläufige Bewilligung besteht, die ersetzt werden kann (BSG vom 27.9.2023 - B 7 AS 17/22 R - RdNr 15, zur Veröffentlichung in BSGE und SozR vorgesehen).

    Weder liegen Anhaltspunkte für eine der gesetzlich vorgesehenen Ausnahmen vom Eintritt der Fiktionswirkung (§ 41a Abs. 5 Satz 2 Nr. 1 oder 2 SGB II) vor noch kann der Widerspruchsbescheid nach seinem Inhalt im vorliegenden Fall als Aufhebungsentscheidung (§§ 45, 48 SGB X) ausgelegt oder generell in eine solche umgedeutet werden (vgl zum Ganzen nur BSG vom 27.9.2023 - B 7 AS 17/22 R - RdNr 26 f, zur Veröffentlichung in BSGE und SozR vorgesehen).

    Die als abschließend festgestellt geltende Bewilligung bildet den Rechtsgrund für das Behaltendürfen der zunächst nur vorläufig bewilligten Leistungen; ein Verfahrensabschluss ist damit auch ohne gesonderte bescheidmäßige Feststellung erfolgt (vgl zum Ganzen BSG vom 27.9.2023 - B 7 AS 17/22 R - RdNr 13 f, zur Veröffentlichung in BSGE und SozR vorgesehen).

    Strukturell ist die Bewilligung vorläufiger Leistungen von vornherein auf eine abschließende Entscheidung über die Höhe der Leistungen angelegt (BSG vom 27.9.2023 - B 7 AS 17/22 R - zur Veröffentlichung in BSG und SozR vorgesehen), die Höhe der abschließend festzustellenden Leistungen hängt von dem tatsächlich erzielten Einkommen im Bewilligungszeitraum ab.

  • BSG, 16.07.2025 - B 7 AS 19/24 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Aufhebung einer nach § 41a SGB 2 wegen der …

    Weder kommt der vorläufigen Entscheidung Bindungswirkung für die abschließende Entscheidung zu (so auch die Ausführungen in BT-Drucks 18/8041 S 53;… zu § 328 SGB III vgl nur BSG vom 29.4.2015 - B 14 AS 31/14 R - SozR 4-4200 § 40 Nr. 9 RdNr 23 mwN;… aus jüngerer Zeit zum Verhältnis vorläufiger und abschließender Entscheidung BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 1/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 4 RdNr 26) noch kann der Leistungsempfänger auf ihren Inhalt vertrauen (vgl zuletzt und auch zur Anwendbarkeit der §§ 44 ff SGB X auf fiktive abschließende Entscheidungen BSG vom 27.9.2023 - B 7 AS 17/22 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 10 RdNr 29)..

    Durch den Fiktionseintritt können diese nicht durch eine abschließende Entscheidung, sondern nur durch die Anwendung der §§ 44 ff SGB X in Bezug auf die abschließende Entscheidung "korrigiert" werden (BSG vom 27.9.2023 - B 7 AS 17/22 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 10 RdNr 29 mwN). Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch die in § 41a Abs. 5 Satz 2 Nr. 2 SGB II enthaltene Voraussetzung, dass nur andere Gründe (als die des § 41a Abs. 2 Satz 1 SGB II) dem Eintritt der Fiktionswirkung entgegenstehen können.

    Er mag dabei ggf nicht bedacht haben, dass auch fiktive abschließende Entscheidungen einer Korrektur über die §§ 44 ff SGB X zugänglich sind und die Überprüfung ihrer inhaltlichen Richtigkeit nicht darauf beschränkt ist, ob die Voraussetzungen für eine Fiktion der abschließenden Entscheidung vorliegen (BSG vom 27.9.2023 - B 7 AS 17/22 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 10 RdNr 29 mwN).

  • BSG, 05.03.2026 - B 7 AS 15/24 R

    Zum Anwendungsbereich von § 212 Absatz 1 Nummer 1 BGB (Neubeginn der Verjährung) …

    Diese Beurteilung ist indessen im sozialgerichtlichen Verfahren - ebenso wie im Zivilprozess (BGH vom 27.1.2015 - VI ZR 87/14, NJW 2015, 1589 RdNr 9; BGH vom 24.1.2019 - IX ZR 233/17 - NJW 2019, 1219 RdNr 15) - als Frage der tatrichterlichen Auslegung im Einzelfall revisionsrechtlich nur beschränkt überprüfbar auf die Verletzung von Auslegungsregeln, Denkgesetzen, Erfahrungssätzen und Verfahrensvorschriften, wenn wie hier keine zulässigen und begründeten Verfahrensrügen vorgebracht sind (vgl nur BSG vom 25.10.2016 - B 1 KR 6/16 R - SozR 4-2500 § 109 Nr. 59 RdNr 19; BSG vom 25.6.2020 - B 10 EG 1/19 R - SozR 4-7837 § 2c Nr. 9 RdNr 34; BSG vom 15.2.2023 - B 11 AL 37/21 R - BSGE 135, 245 = SozR 4-4300 § 170 Nr. 4, RdNr 24; BSG vom 27.9.2023 - B 7 AS 17/22 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 10 RdNr 19; Hauck in Hennig, SGG, § 163 RdNr 51 ff, Stand Dezember 2018; Meßling in Krasney/Udsching/Groth/Meßling, Handbuch des sozialgerichtlichen Verfahrens, 8. Aufl 2022, 1X.
  • BSG, 02.12.2025 - B 7 AS 20/24 R

    Arbeitslosengeld II - Verfassungsmäßigkeit der Höhe des Regelbedarfs nach der …

    Mit dem Eintritt der Fiktionswirkung hat sich lediglich der auf die Vorläufigkeit der Leistungsbewilligung bezogene Teil der Verfügung erledigt (BSG vom 27.9.2023 - B 7 AS 17/22 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 10 RdNr 27).
  • LSG Sachsen, 19.09.2024 - L 7 AS 891/20

    Abschließende Ablehnung vorläufig bewilligter Leistungen zur Sicherung des …

    Dieses Ziel kann der Kläger abweichend vom eingangs genannten Grundsatz mit einer isolierten bzw. reinen Anfechtungsklage erreichen (zur statthaften Anfechtungsklage bei Eintritt der Fiktionswirkung ohne Begehren auf höhere Leistungen als vorläufig bewilligt vgl. z.B. BSG v. 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R - Rn. 12 f.).

    Dem steht auch nicht die erstinstanzlich zitierte Entscheidung (BSG v. 25.06.2015 - B 14 AS 30/14 R) entgegen, da sie das sog. "Nachschieben" einer entscheidenden Voraussetzung für die Rücknahme eines Verwaltungsakts, die sein Wesen ändern und die Rechtsverteidigung des Betroffenen beinträchtigen würde, betrifft (zu diesen Einschränkungen bei einer Umdeutung einer abschließenden Entscheidung in eine Aufhebungsentscheidung und umgekehrt vgl. z.B. BSG v. 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R - Rn. 22).

    SGB II a.F.), da diese Frist hier erst am 01.08.2016 begann (§ 80 Abs. 2 Nr. 1 SGB II a.F.) und der Kläger vor der am 31.07.2017 endenden (Jahres-) Frist (zur Berechnung vgl. § 40 Abs. 1 Satz 1 SGB II i.V.m. § 26 SGB X und §§ 187 bis 193 BGB; siehe z.B. BSG v. 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R - Rn. 16) am 02.06.2017 (Schreiben v. 01.06.2017) eine abschließende Entscheidung beantragt hat.

    Damit hat er nicht nur die vom Beklagten angeforderten Unterlagen (vgl. Schreiben v. 15.12.2015, 29.06.2016 und 10.02.2017) vorgelegt (zur Übersendung von Unterlagen, einschließlich der Anlage EKS, mit der angekreuzten Option "abschließende Angaben", und der Angabe "ja jetzt [könne] endlich die abschließende Bearbeitung vorgenommen werden", als mangelnden Antrag i.S.d. § 41a Abs. 5 Satz 1 SGB II vgl. z.B. BSG v. 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R - Rn. 4, 18 ff.), sondern darüberhinausgehend "um schnellstmögliche Neuberechnung für meinen Anspruch auf Leistungen Rückwirkend für 07/15 - 12/15)" ersucht, da der Beklagte ihm "für den Zeitraum 07/15 - 12/15 nicht die vollen Leistungen bewilligt" habe, womit er höhere Leistungen als vorläufig bewilligt begehrte (vgl. bereits oben;… s. auch BSG, a.a.O., Rn. 22 a.E. als Abgrenzungskriterium).

  • LSG Sachsen, 15.07.2026 - L 10 AS 180/24
    Das BSG hat zur fingierten endgültigen Festsetzung gemäß § 41a Abs. 5 SGB II in seinem Urteil vom 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R - juris Rn. 27 folgendes ausgeführt:.
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 13.03.2025 - L 6 AS 2091/19
    Rn. 55 a) Denn es ist weder aus den Akten ersichtlich noch vorgetragen, dass die Kläger einen Antrag auf abschließende Festsetzung bei dem Beklagten gestellt haben (§ 41a Abs. 5 Satz 2 Nr. 1 SGB II;… vgl. zu dieser Regelung im Einzelnen bereits Urteil des erkennenden Senats vom 03.02.2022, L 6 AS 1867/20, juris Rn. 37 ff.; nachfolgend BSG, Urteil vom 27.09.2023, B 7 AS 17/22, juris Rn. 18 ff., Rn. 24 ff.).

    Rn. 56 b) Weitere den Eintritt der Fiktionswirkung hindernde Umstände (vgl. zu diesem Prüfungspunkt BSG, Urteil vom 27.09.2023, B 7 AS 17/22, juris Rn. 25) sind nicht ersichtlich.

    Rn. 57 aa) Ein laufendes Klageverfahren gegen die vorläufigen Bewilligungen hindert den Eintritt der Fiktionswirkung nicht (vgl. BSG, Urteil vom 27.09.2023, B 7 AS 17/22, juris Rn. 25 unter Hinweis auf BSG…, Urteil vom 18.05.2022, B 7/14 AS 1/21 R, juris Rn. 15 ff. m. w. N.).

  • LSG Sachsen, 16.05.2024 - L 7 AS 938/21

    Eintritt der Fiktionswirkung nach einer vorläufigen Festsetzung von Leistungen im …

    Erfolgt dies nicht innerhalb der Jahresfrist, gelten die vorläufig bewilligten Leistungen gleichwohl als abschließend festgesetzt (BSG Urteil vom 27.09.2023 - B 7 AS 17/22 R, BeckRS 2023, 41153 Rn. 25, beck-online), mit den oben beschriebenen Folgen.

    Eine Auslegung oder Umdeutung der vom Beklagten mit Bescheiden vom 20.02.2018 getroffenen abschließenden Festsetzung und Erstattung in eine Rücknahme- oder Aufhebungsentscheidung nach §§ 45, 48 SGB X ist nicht möglich (BSG, Urteil vom 27.09.2023- B 7 AS 17/22 R - juris, RdNr. 26-29), weil die Institute auf unterschiedliche Rechtsfolgen gerichtet sind und dem Beklagten im vorliegenden Fall (erkennbar) gerade nicht bewusst war, dass die ursprünglich vorläufige Bewilligung im Entscheidungszeitpunkt (20.02.2018) bereits als abschließend festgesetzt galt.

  • LSG Hessen, 27.03.2026 - L 9 AS 275/24

    SGB II

    (1) § 41a Abs. 3 Satz 1 SGB II setzt voraus, dass im Zeitpunkt der abschließenden Entscheidung noch eine vorläufige Entscheidung besteht, die ersetzt werden kann, was dann nicht der Fall ist, wenn die vorläufig bewilligten Leistungen als abschließend festgesetzt gelten, § 41a Abs. 5 Satz 1 SGB II (BSG vom 27. September 2023, B 7 AS 17/22 R, juris Rn. 15).
  • LSG Sachsen-Anhalt, 27.09.2023 - L 4 AS 29/21

    Beziehungspflege; Näheverhältnis; unabweisbarer Bedarf; unabweisbarer Mehrbedarf; …

    Rn. 82 Im konkreten Fall liegen die Voraussetzungen einer Umdeutung nach § 43 Abs. 1 SGB X nicht vor (so im Ergebnis auch: BSG, Urteil vom 27. September 2023, B 7 AS 17/22 R; bislang nur als Terminbericht vorliegend).
  • LSG Berlin-Brandenburg, 16.10.2025 - L 3 AS 424/22

    Ernährungsbedingter Mehrbedarf - Vorläufige Bewilligung - Umfang der …

  • LSG Hessen, 10.12.2025 - L 6 AS 461/22

    SGB II

  • LSG Hamburg, 19.02.2025 - L 2 EG 2/23
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