Rechtsprechung
| BFH, 10.06.1953 - II 113/53 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Berichtigungsmöglichkeiten von Freistellungsbescheiden - Folgen der Möglichkeit eines Rechtsirrtums auf den Handlungsspielraum des Finanzamtes
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 57, 558
- DB 1953, 748
- BStBl III 1953, 214
Wird zitiert von ... (17)
- BFH, 20.08.1971 - VI R 176/69
Erhebung von Kirchensteuern - Einspruchsentscheidung - Zuständige Stelle - …
Denn der Freistellungsbescheid steht dem typischen Steuerbescheid gleich (vgl. BFH-Entscheidungen IV 173/52 U vom 30. Oktober 1952, BFH 57, 75, BStBl III 1953, 30; II 113/53 U vom 10. Juni 1953, BFH 57, 558, BStBl III 1953, 214). - BFH, 05.06.1962 - I 95/60 S
Neues Aufrollen eines rechtskräftig abgeschlossenen Steuerfalls bei Feststellung …
Von Bedeutung ist auch, daß der Bundesfinanzhof der Rechtskraft und der Rechtssicherheit eine größere Bedeutung zugemessen hat als der Reichsfinanzhof (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs II 113/53 U vom 10. Juni 1953, BStBl 1953 III S. 214, Slg. Bd. 57 S. 558, und Hübschmann-Hepp-Spitaler, Kommentar zur Reichsabgabenordnung, § 92, Anm. 5 ff.); darum soll eine rechtskräftige Veranlagung nach § 222 Abs. 1 Ziff. 1 und 2 AO nicht geändert werden, wenn die festgestellten neuen Tatsachen relativ von untergeordneter Bedeutung sind. - BFH, 13.12.1963 - VI 105/63 U
Auslegung von Erklärungen der Finanzbehörden gegenüber Steuerpflichtigen
Die Rechtsprechung habe allerdings Freistellungsbescheide hinsichtlich der Rechtsfolgen weitgehend den Steuerbescheiden gleichgestellt (Urteile des Bundesfinanzhofs IV 173/52 U vom 30. Oktober 1952, BStBl 1953 III S. 30, Slg. Bd. 57 S. 75; II 113/53 U vom 10. Juni 1953, BStBl 1953 III S. 214, Slg. Bd. 57 S. 558).
- BFH, 19.12.1959 - I 44/59 U
Personengesellschaften, deren Gesellschafter nur zwei zusammen lebende Ehegatten …
Wenn demnach wie im Streitfall in einem Gewinnfeststellungsbescheid nach § 215 Abs. 2 AO die Gewinnanteile von Ehegatten zusammengefaßt dem Ehemann allein zugerechnet wurden, so handelte es sich um eine rechtliche Entscheidung, nicht um eine offenbare Unrichtigkeit im Sinne des § 92 Abs. 3 AO (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs II 113/53 U vom 10. Juni 1953, BStBl 1953 III S. 214, Slg. Bd. 57 S. 558; IV 320/53 U vom 18. Februar 1954, BStBl 1954 III S. 133, Slg. Bd. 58 S. 585; IV 486/53 U vom 18. November 1954, BStBl 1955 III S. 19, Slg. Bd. 60 S. 52;… Kühn, 5. Auflage, 1958, Anmerkung 2 zu § 92 AO). - BFH, 26.03.1969 - I R 38/67
Einordnung der Verfügung eines Finanzamtes über die Freistellung von der …
Ob eine vom FA schriftlich abgesetzte Verfügung, die auch dem Steuerpflichtigen schriftlich zugegangen ist, einen Freistellungsbescheid darstellt, ist im Zweifel in Ansehung ihres Inhalts zu entscheiden (siehe BFH-Urteile II 113/53 U vom 10. Juni 1953, BFH 57, 558, BStBl III 1953, 214, für Bescheide, die auf eine Steuer von 0 DM lauten; I 131/58 U vom 27. Oktober 1959, BFH 73, 49, BStBl III 1961, 286, für vorläufige Bescheide, die auf eine Steuer von 0 DM lauten; VI 311/60 vom 7. Juli 1961, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Reichsabgabenordnung, § 210, Rechtsspruch 11, für interne "NV"-Vermerke; VI 105/63 U vom 13. Dezember 1963, BFH 78, 434, BStBl III 1964, 167, für "NV"-Verfügungen unter gleichzeitiger Mitteilung über "Freistellung" von der Steuer für einen bestimmten Veranlagungszeitraum). - BFH, 05.10.1967 - IV R 84/67
Voraussetzungen für das Vorliegen einer offenbaren Unrichtigkeit
Dem FG ist darin zuzustimmen, daß schon die Möglichkeit eines Rechtsirrtums die Anwendung des § 92 Abs. 2 AO ausschließt (Urteile des erkennenden Senats IV 486/53 U vom 18. November 1954, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Bd. 60 S. 52 - BFH 60, 52 -, BStBl III 1955, 19, und IV 310/63 vom 16. Juli 1964, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Rechtsspruch 37 zu § 92 AO; Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - II 113/53 U vom 10. Juni 1953, BFH 57, 558, BStBl III 1953, 214, und II 137/55 U vom 14. März 1956, BFH 62, 372, BStBl III 1956, 137). - BFH, 04.09.1959 - III 286/57 U
Unterlassung eines Hinweises an den Steuerpflichtigen auf die Verböserungsabsicht …
Daß der Bundesfinanzhof dieses Prinzip nicht gering achtet, hat er in seiner Rechtsprechung zu § 92 Abs. 3 AO (vgl. u.a. Urteil II 113/53 U vom 10. Juni 1953, BStBl 1953 III S. 214, Slg. Bd. 57 S. 558) deutlich zum Ausdruck gebracht. - BFH, 03.08.1967 - IV 111/63
Schätzung der Besteuerungsgrundlagen wegen Verletzung der Buchführungspflicht
Ist auch nur die Möglichkeit eines Rechtsirrtums gegeben, so ist die Anwendbarkeit des § 92 Abs. 3 AO a. F. ausgeschlossen (BFH-Urteil II 113/53 U vom 10. Juni 1953, BFH 57, 558, BStBl III 1953, 214; Urteile des erkennenden Senats IV 486/53 U vom 18. November 1954, BFH 60, 52, BStBl III 1955, 19, und IV 310/63 vom 16. Juli 1964, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Reichsabgabenordnung, § 92, Rechtsspruch 31 sowie Urteil II 137/55 U vom 14. März 1956, BFH 62, 372, BStBl III 1956, 137). - BFH, 11.05.1966 - II 73/62 Eine Nichterhebungs- (Erstattungs) verfügung im Sinne des § 17 GrEStG ist kein Freistellungsbescheid der Art, daß eine Steuer auf O DM festgesetzt wird, weil etwa eine besimmte Steuerschuld mangels Vorliegens einer (subjektiven oder objektiven) Steuerpflicht oder wegen Eingreifens einer Befreiungsvorschrift nicht besteht oder zu Unrecht bejaht worden war (vgl. Urteile des BFH II 113/53 U vom 10 Juni 1953, BStBl 1953 III S. 214, Slg. Bd. 57 S. 558; I 131/58 U vom 27. Oktober 1959, BStBl 1961 III S. 286, Slg. Bd. 73 S. 49).
- BFH, 05.06.1962 - I 95/60 Von Bedeutung ist auch, daß der Bundesfinanzhof der Rechtskraft und der Rechtssicherheit eine größere Bedeutung zugemessen hat als der Reichsfinanzhof (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs II 113/53 U vom 10. Juni 1953, BStBl 1953 III S. 214, Slg. Bd. 57 S. 558, und Hübschmann--Hepp--Spitaler, Kommentar zur Reichsabgabenordnung, § 92, Anm. 5 ff.); darum soll eine rechtskräftige Veranlagung nach § 222 Abs. 1 Ziff. 1 und 2 AO nicht geändert werden, wenn die festgestellten neuen Tatsachen relativ von untergeordneter Bedeutung sind.
- BFH, 17.01.1961 - I 270/60 U
Offensichtliche Berechnungsfehler eines Veranlagungsbeamten im Rahmen eines …
- BFH, 06.05.1960 - VI 228/59 S
Voraussetzungen der Rückforderung bereits erstatteter Lohnsteuer
- BFH, 04.09.1961 - I 61/61 U
Behandlung von Ermittlungsfehlern hinsichtlich des GEwinns bei Veranlagung - …
- BFH, 20.02.1959 - III 66/58 U
Voraussetzungen für Bindungswirkung einer unrichtigen Auskunft eines …
- BFH, 14.03.1956 - II 137/55 U
Auswirkungen einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes (BFH) entgegen der …
- BFH, 27.10.1959 - I 131/58 U
Aufhebbarkeit und rechtliche Einordnung eines auf 0 DM lautenden Steuerbescheids …
- BFH, 14.02.1958 - III 45/57 U
Möglichkeit der Berichtigung der Feststellungen vom Einheitswert des …
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