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Rechtsprechung
   BFH, 01.07.1959 - II 99/56 U   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1959,545
BFH, 01.07.1959 - II 99/56 U (https://dejure.org/1959,545)
BFH, Entscheidung vom 01.07.1959 - II 99/56 U (https://dejure.org/1959,545)
BFH, Entscheidung vom 01. Juli 1959 - II 99/56 U (https://dejure.org/1959,545)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Verweigerung eines Auskunftsverlangens unter Berufung auf ein Chiffre-Geheimnis

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BFHE 69, 409
  • NJW 1960, 597
  • BStBl III 1959, 413
 
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Wird zitiert von ... (6)Zitiert selbst (7)

  • BFH, 07.02.1952 - IV 430/51 S

    Verweigerung einer Auskunft unter Berufung auf das Chiffre-Geheimnis - Umfassende …

    Auszug aus BFH, 01.07.1959 - II 99/56 U
    Der II. Senat tritt dem Rechtssatz 2 des Beschlusses IV 430/51 S vom 7. Februar 1952 (BStBl 1952 III S. 52, Slg. Bd. 56 S. 122) bei.

    Der II. Senat tritt dem Rechtssatz 2 des Beschlusses IV 430/51 S vom 7. Februar 1952 (BStBl 1952 III S. 52, Slg. Bd. 56 S. 122) bei.

    In dem Beschluß IV 430/51 S vom 7. Februar 1952 (BStBl 1952 III S. 52, Slg. Bd. 56 S. 122) hat der Bundesfinanzhof die in dem vorgenannten Beschluß IV 337/50 U aufgestellten Grundsätze bezüglich der Zulässigkeit und Durchführung der Steueraufsicht aufrechterhalten.

  • RFH, 24.04.1936 - IV A 17/36
    Auszug aus BFH, 01.07.1959 - II 99/56 U
    insoweit mit Recht Bezug nimmt, ausgeführt: "Die Finanzämter dürfen auf Grund von § 201 AO Steueraufsichtsmaßnahmen nur ergreifen, wenn nach den Gesamtumständen des Falles ein begründeter Anhalt dafür besteht, daß durch Steuerflucht oder in sonstiger Weise zu Unrecht Steuereinnahmen verkürzt werden oder verkürzt worden sind." Diese Beschränkung ließ der Reichsfinanzhof im Urteil IV A 17/36 vom 24. April 1936 (RStBl 1936 S. 536, Slg. Bd. 39 S. 228), besonders unter Bezugnahme auf den Wortlaut des § 201 AO und die Aufgaben der Steueraufsicht, mit eingehender Begründung fallen; er hat anschließend in ständiger Rechtsprechung daran festgehalten, daß es für die Ausübung der Steueraufsicht eines begründeten Anlasses nicht bedarf (vgl. insoweit im einzelnen für die Entwicklung der Rechtsprechung, Herbert Kuehn, Steuer und Wirtschaft 1949 Spalten 569 ff., in dem alle wesentlichen Entscheidungen und Gutachten des Reichsfinanzhofs inhaltlich wiedergebenden Aufsatz "Die Steueraufsicht des § 201 Abs. 1 AO nach Urteilen und Gutachten des Reichsfinanzhofs").

    Für diese Ansicht könnte sprechen, daß in der Begründung des Urteils des Reichfinanzhofs IV A 17/36 ausdrücklich auf den erwähnten Aufsatz des damaligen Staatssekretärs (Deutsche Steuer-Zeitung 1935 S. 11, 17) Bezug genommen ist.

    Abgesehen davon, daß das Urteil IV A 17/36 und die nachfolgenden Entscheidungen bzw. Gutachten des Reichsfinanzhofs maßgebend durch andere rechtliche Erwägungen getragen werden, kann es für die heutige Entscheidung nur darauf ankommen, ob nach heutigen rechtsstaatlichen Grundsätzen die Auslegung, daß ein Auskunftsverlangen nach den §§ 175, 201 AO ohne konkreten Anhalt für eine Steuerverkürzung begründet sein kann, gerechtfertigt erscheint oder nicht.

  • BVerfG, 11.06.1958 - 1 BvR 596/56

    Apotheken-Urteil

    Auszug aus BFH, 01.07.1959 - II 99/56 U
    Allerdings ist, wie das Bundesverwaltungsgericht im Urteil VII C 34.57 vom 19. Dezember 1958 (Sammlung der Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Bd. 8 S. 78 ff.) unter Bezugnahme auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts - 1 BvR 596/56 - vom 11. Juni 1958 (Sammlung der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Bd. 7 S. 377 ff.) ausführt, für die im Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG vorgesehene gesetzliche Regelung der Berufsausübung erforderlich, daß jede gesetzliche Einschränkung der freien Berufsausübung durch vernünftige Erwägungen des Gemeinwohls gerechtfertigt, nicht übermäßig belastend und zumutbar ist.
  • BVerwG, 19.12.1958 - VII C 34.57
    Auszug aus BFH, 01.07.1959 - II 99/56 U
    Allerdings ist, wie das Bundesverwaltungsgericht im Urteil VII C 34.57 vom 19. Dezember 1958 (Sammlung der Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Bd. 8 S. 78 ff.) unter Bezugnahme auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts - 1 BvR 596/56 - vom 11. Juni 1958 (Sammlung der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Bd. 7 S. 377 ff.) ausführt, für die im Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG vorgesehene gesetzliche Regelung der Berufsausübung erforderlich, daß jede gesetzliche Einschränkung der freien Berufsausübung durch vernünftige Erwägungen des Gemeinwohls gerechtfertigt, nicht übermäßig belastend und zumutbar ist.
  • BFH, 27.04.1955 - II 27/54 S

    Androhung und Festsetzung von Zwangsmitteln durch Finanzämter - Begründung von …

    Auszug aus BFH, 01.07.1959 - II 99/56 U
    in der mündlichen Verhandlung hat das Finanzamt sein Auskunftsbegehren ausreichend durch die Bezugnahme auf die §§ 175, 201 Abs. 1 AO begründet (vgl. dazu das Urteil des erkennenden Senats II 27/54 S vom 27. April 1955, BStBl 1955 III S. 178, Slg. Bd. 60 S. 468).
  • BFH, 17.04.1951 - GrS D 1/51
    Auszug aus BFH, 01.07.1959 - II 99/56 U
    Andererseits hat der Bundesfinanzhof in den beiden angeführten Entscheidungen hervorgehoben, daß jedes Auskunftsverlangen als Maßnahme der Steueraufsicht sowohl dem Grunde nach wie auch hinsichtlich der Durchführung den für Ermessensentscheidungen maßgebenden Grundsätzen von Recht und Billigkeit entsprechen muß (vgl. dazu § 2 Abs. 2 des Steueranpassungsgesetzes in der an das Gutachten des Großen Senats Gr. S. D 1/51 S vom 17. April 1951 - BStBl 1951 III S. 107, Slg. Bd. 55 S. 277 - anknüpfenden einheitlichen Auslegung durch alle Senate des Bundesfinanzhofs).
  • BFH, 22.11.1951 - IV 337/50 U

    Auskunftverlangung im Steueraufsichtsverfahren durch Finanzämter - …

    Auszug aus BFH, 01.07.1959 - II 99/56 U
    Nach dem Beschluß des Bundesfinanzhofs IV 337/50 U vom 22. November 1951 (BStBl 1952 III S. 27, Slg. Bd. 56 S. 65) können die Finanzämter im Steueraufsichtsverfahren auf Grund der §§ 201 Abs. 1, 175 Absätze 1 und 2 AO Auskunft verlangen, ohne daß ein begründeter Anlaß vorliegt oder eine bestimmte Person in Betracht kommt.
  • BFH, 29.10.1986 - VII R 82/85

    Auskunft - Steuerfahndung - Anforderungen - Rechtsweg - Objektive …

    Der BFH hat zum Recht der Reichsabgabenordnung mehrfach entschieden, daß Verleger von Presseerzeugnissen zur Auskunft über die Aufgeber von Chiffre- Anzeigen verpflichtet sind, wenn das FA dieses Ersuchen zur Ermittlung unbekannter Steuerfälle gestellt hat (vgl. neben der zitierten Entscheidung in BFHE 91, 351, BStBl II 1968, 365, die Urteile vom 7. Februar 1952 IV 430/51 S, BFHE 56, 122, BStBl III 1952, 52; vom 1. Juli 1959 II 99/56 U, BFHE 69, 409, BStBl III 1959, 413; vom 25. Oktober 1973 VII R 113/69, BFHE 110, 468, BStBl II 1974, 172).
  • BFH, 13.02.1968 - GrS 5/67

    Vorstand - Aufsichtsrat - Protokolle über Sitzungen - AG - Betriebsprüfung - …

    Die Rechtsfragen sind vom BFH in den Entscheidungen IV 337/50 U vom 22. November 1951 (BFH 56, 65, BStBl III 1952, 27), IV 430/51 S vom 7. Februar 1952 (BFH 56, 122, BStBl III 1952, 52) und II 99/56 U vom 1. Juli 1959 (BFH 69, 409, BStBl III 1959, 413) behandelt worden.
  • BFH, 26.08.1980 - VII R 42/80

    Unbefugte Hilfeleistung in Steuersachen - Auskunftsverweigerungsrecht - Auskunft …

    Die Klägerin kann also nicht unter Berufung auf das sog. Chiffregeheimnis die Auskunft verweigern (vgl. zur Rechtslage vor der Änderung des § 177 Abs. 1 Nr. 4 AO - dem Rechtsvorgänger des im Wortlaut gleichen § 102 Abs. 1 Nr. 4 AO 1977 - die Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 7. Februar 1952 IV 430/51 S, BFHE 56, 122, BStBl III 1952, 52; vom 1. Juli 1959 II 99/56 U, BFHE 69, 409, BStBl III 1959, 413, und vom 25. Oktober 1973 VII R 113/69, BFHE 110, 468, BStBl II 1974, 172).
  • FG München, 25.01.2021 - 7 K 2456/19

    Verspätungszuschlag zur Körperschaftsteuer - gesonderte Feststellung von …

    Bei der Ausübung der Steueraufsicht muss im Rahmen dieser Grundsätze ein gerechter Ausgleich von Gesamt- und Einzelinteressen stattfinden (vgl. BFH-Urteil vom 1. Juli 1959 II 99/56 U, BFHE 69, 409, Rn. 25).
  • BFH, 25.10.1973 - VII R 113/69

    Pressefreiheit - Abwägungserfordernis - Maßnahmen gegen die Presse - …

    Das hat der BFH in seinen Entscheidungen vom 22. November 1951 IV 337/50 U (BFHE 56, 65, BStBl III 1952, 27), vom 7. Februar 1952 IV 430/51 S (BFHE 56, 122, BStBl III 1952, 52) und vom 1. Juli 1959 II 99/56 U (BFHE 69, 409, BStBl III 1959, 413) betont.
  • BFH, 17.12.1963 - VII 182/60 U

    Zulässigkeit eines Auskunftsersuchens nach Abschluss des Veranlagungsverfahren

    Solche Auskunftsersuchen müssen, um wirksam zu sein, rechtlich zulässig sein und den Grundsätzen von Recht und Billigkeit entsprechen (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs IV 81/50 S vom 23. Februar 1951, BStBl 1951 III S. 77, Slg. Bd. 55 S. 204; IV 120/52 U vom 18. September 1952, BStBl 1952 III S. 275, Slg. Bd. 56 S. 716, und II 99/56 U vom 1. Juli 1959, BStBl 1959 III S. 413, 414, Slg. Bd. 69 S. 409).
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