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Rechtsprechung
   BFH, 19.07.1961 - II 260/58 U   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1961,1015
BFH, 19.07.1961 - II 260/58 U (https://dejure.org/1961,1015)
BFH, Entscheidung vom 19.07.1961 - II 260/58 U (https://dejure.org/1961,1015)
BFH, Entscheidung vom 19. Juli 1961 - II 260/58 U (https://dejure.org/1961,1015)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Nachforderung von Gesellschaftssteuer bei gleichbleibendem Sachverhalt aufgrund einer anderen rechtlichen Beurteilung nach einem infolge eines Einspruchs erlassenen Abhilfebescheides

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BFHE 73, 471
  • DB 1961, 1312
  • BStBl III 1961, 438
 
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Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (5)

  • BFH, 06.02.1957 - II 186/55 S

    Anfallen einer Verhandlungsgebühr bei Erledigung des Rechtsstreites - Berechnung …

    Auszug aus BFH, 19.07.1961 - II 260/58 U
    Der erkennende Senat hat in der Begründung des Urteils II 186/55 S vom 6. Februar 1957 (BStBl 1957 III S. 118, Slg. Bd. 64 S. 312) unter anderem unter Bezugnahme auf das Urteil des Bundesfinanzhofs IV 554/53 U vom 28. Januar 1954 (BStBl 1954 III S. 90, Slg. Bd. 58 S. 470) ausgeführt, daß es sich bei der Abwicklung eines Rechtsstreits im Wege des § 94 AO um eine, wenn auch in besonderen Formen ergehende Entscheidung über ein Rechtsmittel handelt.
  • BFH, 16.07.1958 - II 160/57 U

    Anwendbarkeit der Vorschrift des §222 Abs. 1 Ziff. 2 der Reichsabgabenordnung …

    Auszug aus BFH, 19.07.1961 - II 260/58 U
    Es entspricht der Rechtsprechung des erkennenden Senats, daß Gesellschaftsteuerbescheide mit Rücksicht auf die ausdrückliche Vorschrift des § 6 Abs. 2 Satz 1 KVStDB unbeschadet ihrer schriftlichen Erteilung (…Satz 2 a.a.O.) als formlose Bescheide im Sinne des § 212 AO gelten, deshalb nicht den Vertrauensschutz des § 222 Abs. 1 AO genießen, vielmehr Nachforderungen nach § 223 AO innerhalb der Verjährungsfrist grundsätzlich ohne das Vorliegen der Voraussetzungen des § 222 Abs. 1 AO zulässig sind (vgl. außer der schon erwähnten Entscheidung II 97/55 U vom 18. Mai 1955 unter anderem das Urteil des Bundesfinanzhofs II 160/57 U vom 16. Juli 1958, BStBl 1958 III S. 426, Slg. Bd. 67 S. 398).
  • BFH, 18.09.1957 - II 195/56 U

    Fehlerberichtigung bei Steuerbescheiden - Möglichkeit einer Fehlerberichtigung …

    Auszug aus BFH, 19.07.1961 - II 260/58 U
    Das zur Grunderwerbsteuer ergangene Urteil des Senats II 195/56 U vom 18. September 1957 (BStBl 1957 III S. 423, Slg. Bd. 65 S. 495) steht dieser Auslegung nicht entgegen, da es sich mit der - im Streitfall nicht gegebenen - Fehleraufdeckung durch die Aufsichtsbehörde nach § 222 Abs. 1 Ziff. 3 AO gegenüber rechtskräftigen Einspruchsbescheiden befaßt.
  • BFH, 02.08.1956 - IV 587/55 U

    Anwendbarkeit von Befreiungsvorschriften für Weihnachtsgratifikationen und …

    Auszug aus BFH, 19.07.1961 - II 260/58 U
    Nachdem danach das Finanzamt nach Prüfung des Sachverhalts gemäß einer Entscheidung des Vorstehers des Finanzamts die Herabsetzung des Steuerbetrages in dem Abhilfebescheid nach § 94 AO verfügte, verstößt es in der Tat im Sinne der Ausführungen der Vorinstanz gegen Treu und Glauben, daß das Finanzamt fünf Jahre später auf Grund einer Kapitalverkehrsteuerprüfung, bei der unstreitig keine neuen Tatsachen festgestellt wurden, lediglich entsprechend einer nunmehr geänderten Rechtsauffassung den in Frage stehenden Betrag erneut anforderte (vgl. dazu unter anderem das Urteil des Bundesfinanzhofs IV 587/55 U vom 2. August 1956 - BStBl 1956 III S. 340, Slg. Bd. 63 S. 375 -, nach dem die Nichtbeanstandung eines bei einer Lohnsteuerprüfung überprüften Sachverhalts nach dem Grundsatz von Treu und Glauben eine Nachforderung hinsichtlich desselben Sachverhalts auf Grund einer späteren Lohnsteuerprüfung ausschließen kann).
  • BFH, 18.05.1955 - II 97/55 U

    Zulässigkeit von Nachforderungen von Gesellschaftsteuer bis zum Ablauf der …

    Auszug aus BFH, 19.07.1961 - II 260/58 U
    Das Finanzgericht wendet sich - insbesondere unter Bezugnahme auf seine Ausführungen in dem in "Entscheidungen der Finanzgerichte" 1958 S. 134 veröffentlichten Urteil II 61/56 (1) vom 25. Oktober 1957 - auch gegen die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, nach der Gesellschaftsteuerbescheide nicht den Vertrauensschutz des § 222 AO genießen und daher Nachforderungen von Gesellschafsteuer nach § 223 AO grundsätzlich bis zum Ablauf der Verjährungsfrist zulässig sind (vgl. besonders das Urteil des erkennenden Senats II 97/55 U vom 18. Mai 1955, BStBl 1955 III S. 208, Slg. Bd. 61 S. 27).
  • BFH, 21.05.1963 - VII 175/61 U

    Umfang der Abänderung von Bescheiden im Sinne der Abgabenordnung - Entstehung des …

    Das Urteil des Bundesfinanzhofs II 260/58 U vom 19. Juli 1961 (BStBl 1961 III S. 438, Slg. Bd. 73 S. 471) habe einen dem Streitfall sehr nahekommenden Sachverhalt zum Gegenstand, doch sei es dort um eine Berichtigung nach § 94 Abs. 1 Nr. 2 AO gegangen, wobei die Verwaltung stärker gebunden sei.

    In einem ähnlichen Fall hat der II. Senat in seinem Urteil II 260/58 U vom 19. Juli 1961 (BStBl 1961 III S. 438, Slg. Bd. 73 S. 471) entschieden, daß es, wenn das Finanzamt auf einen Einspruch gegen einen Gesellschaftsteuerbescheid nach Darlegung und Prüfung des Sachverhalts dem Einspruchsantrag durch einen gemäß § 94 AO erlassenen Abhilfebescheid entsprochen hat, gegen den bei Nachforderungen nach § 223 AO zu berücksichtigenden Grundsatz von Treu und Glauben verstößt, später bei unveränderter Sachlage auf Grund einer anderen rechtlichen Beurteilung die Gesellschaftsteuer nachzufordern.

  • BFH, 22.03.1988 - VII R 8/84

    Verbrauchsteuerbescheid - Günstige Einspruchsentscheidung - Nachteilige Änderung

    Auch in der früheren Rechtsprechung des BFH ist eine - erneute - Inanspruchnahme eines Steuerschuldners aus Gründen des Vertrauensschutzes - lediglich - in Fällen abgelehnt worden, in denen der Streit um einen Bescheid durch dessen Aufhebung zum Abschluß gelangt war (eine "Erledigung" gefunden hatte) und ein erneuter Bescheid zur "Wiederaufrollung" des Falles geführt hatte (vgl. Urteile vom 19. Juli 1961 II 260/58 U, BFHE 73, 471, BStBl III 1961, 438; vom 16. März 1965 I 54/64 S, BFHE 82, 387, BStBl III 1965, 388; vom 21. Mai 1963 VII 175/61 U, BFHE 77, 201, BStBl III 1963, 390, und vom 30. März 1971 VII R 38/68, BFHE 102, 27, BStBl II 1971, 450).
  • BFH, 15.10.1968 - II 53/63

    Rechtsgrundlage für die Änderung von Gesellschaftssteuerbescheiden zum Nachteil …

    § 6 Abs. 2 Satz 1 KVStDV hat der BFH in seiner vom FG angegriffenen Rechtsprechung als gültig angesehen (vgl. Urteile II 97/55 U vom 18. Mai 1955, BFH 61, 27, BStBl III 1955, 208; II 160/57 U vom 16. Juli 1958, BFH 67, 398, BStBl III 1958, 426; III 260/58 U vom 19. Juli 1961, BFH 73, 471, BStBl III 1961, 438; II 265/59 U vom 14. November 1962, BFH 76, 172, BStBl III 1963, 62).
  • BFH, 16.03.1965 - I 54/64 S

    Bindung des Finanzamtes an die im vorausgegangenen Rechtsmittelverfahren …

    Wie der II. Senat im Urteil II 260/58 U vom 19. Juli 1961, BStBl 1961 III S. 438, Slg. Bd. 73 S. 471, zu Recht ausgeführt hat, kann es keinen Unterschied machen, ob das Finanzamt das Rechtsmittelverfahren durch eine förmliche Einspruchsentscheidung oder durch einen Abhilfebescheid gemäß § 94 Abs. 1 Ziff. 2 AO beendet hat.
  • BFH, 16.12.1964 - II 165/61 U

    Nachforderung von Versicherungsteuer als Verstoß gegen Treu und Glauben

    Die Versicherungsteuer wird gemäß § 15 der Durchführungsbestimmungen zum Versicherungsteuergesetz (VersStDB) durch formlosen Steuerbescheid im Sinne des § 212 AO festgesetzt, so daß Nachforderungen nach § 223 AO, wie der Senat in ständiger Rechtsprechung entschieden hat, innerhalb der Verjährungsfrist grundsätzlich ohne das Vorliegen der Voraussetzungen des § 222 Abs. 1 AO zulässig sind (Urteil II 260/58 U vom 19. Juli 1961, BStBl 1961 III S. 438, 439 rechte Spalte unten, Slg. Bd. 73 S. 471, 475).
  • BFH, 25.09.1969 - IV 297/64

    Zulässigkeit einer Fehlerberichtigung anläßlich eines aus anderen Gründen …

    In dem Urteil II 260/58 U vom 19. Juli 1961 (BFH 73, 471, BStBl III 1961, 438) dagegen stellte er sich für den Fall eines Nachforderungsbescheids nach § 223 AO auf den gegenteiligen Standpunkt.
  • BFH, 14.11.1962 - II 265/59 U

    Gesellschaftssteuerliche Behandlung des Testamentsvollstreckers als …

    Es entspricht der Rechtsprechung des erkennenden Senats, daß Gesellschaftsteuerbescheide mit Rücksicht auf die ausdrückliche Vorschrift des § 6 Abs. 2 Satz 1 der Durchführungsbestimmungen zum Kapitalverkehrsteuergesetz (KVStDB) 1934 unbeschadet ihrer schriftlichen Erteilung (…Satz 2 a.a.O.) als formlose Steuerbescheide im Sinne des § 212 AO gelten (vgl. unter anderem Urteil des Bundesfinanzhofs II 260/58 U vom 19. Juli 1961, BStBl 1961 III S. 438, Slg. Bd. 73 S. 471).
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