Rechtsprechung
| BFH, 19.10.1966 - II S 54/66 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Verfahrensaussetzung bei Erlass eines Berichtigungsbescheides bis zur Entscheidung über diesen
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 86, 727
- DB 1966, 1836
- BStBl III 1966, 655
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (1)
- BFH, 30.05.1963 - V 86/60 U
Folgen einer nichtzulässigen Berichtigungsveranlagung duch das Finanzamt
Auszug aus BFH, 19.10.1966 - II S 54/66
Bekommt der Kläger mit seiner Behauptung recht, die gesetzlichen Voraussetzungen für den Erlaß eines Berichtigungsbescheids hätten nicht vorgelegen und wird der Berichtigungsbescheid aufgehoben, so erhält der ursprüngliche Bescheid seine formelle und materielle Bestandskraft zurück (vgl. Urteile des BFH III 226, 227/60 vom 22. November 1963, Steuerrechtsprechung in Karteiform -- StRK --, Reichsabgabenordnung, § 222, Rechtsspruch 170; V 86/60 U vom 30. Mai 1963, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Bd. 77 S. 68 -- BFH 77, 68 --, BStBl III 1963, 342; Tipke-Kruse, Kommentar zur Reichsabgabenordnung, § 222 Anm. I 3; Mattern-Meßmer, Kommentar zur Reichsabgabenordnung, § 222 Anm. 1644).
- BFH, 25.10.1972 - GrS 1/72
Steuerbescheid - Gegenstand des Revisionsverfahrens - Berichtigungsbescheid - …
a) durch den Beschluß des II. Senats vom 19. Oktober 1966 II S 54/66 (BFHE 86, 727, BStBl III 1966, 655), der sich, solange der Berichtigungsbescheid Bestand hat, nicht für befugt hält, ein hinsichtlich des ursprünglichen Bescheides anhängiges Verfahren sachlich abzuschließen,.Der Rechtssatz des Beschlusses II S 54/66 lautet allerdings dahin, daß der BFH in einem solchen Falle das Verfahren gemäß § 74 FGO aussetzen kann.
Der ursprüngliche Bescheid tritt jedoch wieder in Kraft, wenn der Berichtigungsbescheid aufgehoben wird (BFH-Entscheidungen vom 30. Mai 1963 V 86/60 U, BFHE 77, 68, BStBl III 1963, 342; II S 54/66).
- BFH, 29.01.1970 - IV 162/65
Berichtigungsbescheid als Grundlage für die Steuererhebung
Er kann ihn anfechten und im Verfahren gegen den berichtigten Bescheid entweder die Hauptsache mit der Folge des § 138 FGO für erledigt erklären oder die Aussetzung des Verfahrens bis zum Abschluß des Verfahrens gegen den zweiten Bescheid beantragen, wenn er beispielsweise bestreitet, daß die Behörde befugt war, den zweiten Bescheid zu erlassen (vgl. BFH-Beschluß II S 54/66 vom 19. Oktober 1966, BFH 86, 727, BStBl III 1966, 655).Denn der Erstbescheid ist beseitigt und durch den rechtskräftigen Berichtigungsbescheid ersetzt (vgl. BFH-Beschluß II S 54/66, a.a.O.).
- BFH, 23.03.1972 - V R 35/68
Revision im Anfechtungsverfahren - Steuerbescheid - Abschließende Enrscheidung - …
Der V. Senat des BFH ruft wegen beabsichtigter Abweichung von dem Beschluß des II. Senats II S 54/66 vom 19. Oktober 1966 (BFH 86, 727, BStBl III 1966, 655) und von dem Urteil des IV. Senats IV 162/65 vom 29. Januar 1970 (BFH 99, 157, BStBl II 1970, 623) den Großen Senat des BFH gemäß § 11 Abs. 3 FGO zur Entscheidung folgender Rechtsfragen an:.
- BFH, 28.05.1968 - IV R 110/67
Verwaltungsakt - Gegenstand des Verfahrens - Rechtsbehelfsfrist - …
Es wird sich dann in der Regel empfehlen, das Verfahren über den ersten Bescheid bis zur rechtskräftigen Entscheidung über den zweiten Bescheid nach § 74 FGO auszusetzen (vgl. Beschluß des BFH II S 54/66 vom 19. Oktober 1966, BFH 86, 727, BStBl III 1966, 655). - BFH, 25.04.1969 - III R 111/66
Besondere Körperschaftsteuerschuld - Einheitswertfeststellung des …
Eine Aussetzung nach § 74 FGO, wie sie der II. Senat in dem Beschluß II S 54/66 vom 19. Oktober 1966 (BFH 86, 727, BStBl III 1966, 655) ausgesprochen hat, hält der Senat im vorliegenden Fall deswegen nicht für angebracht, weil das FA die Entscheidung über den Einspruch gegen den nach § 125 AO geänderten Bescheid ausgesetzt hat. - BFH, 18.04.1969 - III R 58/66
Beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer - Abfindung - Verzicht auf …
Eine Aussetzung nach § 74 FGO, wie sie der II. Senat in dem Beschluß II S 54/66 vom 19. Oktober 1966 (BFH 86, 727, BStBl III 1966, 655) ausgesprochen hat, hält der Senat im vorliegenden Fall nicht für angebracht.
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