Rechtsprechung
| BFH, 29.07.1976 - VIII B 6/75 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Berichtigung eines Einkommensteuerbescheides - Finanzamt - Feststellungsbescheid - Nichtanerkennung eines Verlustes - Kommanditbeteiligung - Erledigung der Hauptsache - Kostenentscheidung
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- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 120, 9
- BStBl II 1977, 119
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (12)
- BFH, 01.08.1973 - I B 29/73
Durchführung eines Gewinnfeststellungsverfahren - Aussetzung der Vollziehung - …
Auszug aus BFH, 29.07.1976 - VIII B 6/75
Wenn aus dem Beschluß des BFH vom 1. August 1973 I B 29/73 (BFHE 110, 177, BStBl II 1973, 854) die gegenteilige Auffassung entnommen werden müßte, würde es dem nicht folgen können.Der BFH hat zwar in einem Verfahren zur Aussetzung der Vollziehung eines angefochtenen Einkommensteuerbescheides ausgesprochen, daß Rechtsschutz nur insoweit gewährt werden könne, als ein im Einkommensteuerbescheid enthaltener Vorgriff auf das Ergebnis einer einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellung vorläufig wieder beseitigt wird (Beschluß vom 1. August 1973 I B 29/73, BFHE 110, 177, BStBl II 1973, 854).
Der erkennende Senat könnte sich nicht der Meinung des I. Senats in seinem Beschluß I B 29/73 anschließen, daß ein noch nicht im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellung festgestellter Verlust, wenn dieser bei der Einkommensteuerveranlagung nicht berücksichtigt wird, keine vorgreifliche Regelung darstelle.
- BFH, 03.02.1970 - VII K 13/68
Kostenentscheidung bei Erledigung der Hauptsache durch Änderung des …
Auszug aus BFH, 29.07.1976 - VIII B 6/75
Hiervon abweichend hat aber die Rechtsprechung des BFH Abs. 1 des § 138 FGO angewandt, wenn dem Antrag des Steuerpflichtigen zwar entsprochen wurde, der angefochtene Bescheid aber nur deshalb geändert worden ist, weil der Grundlagenbescheid geändert wurde oder weil nach Klageerhebung ein für den Steuerpflichtigen günstiges Merkmal rückwirkend eingetreten ist (BFH-Beschlüsse vom 13. September 1968 VI B 101/67, BFHE 93, 298, BStBl II 1968, 780; vom 3. Februar 1970 VII K 13/68, BFHE 98, 328, BStBl II 1970, 328, und vom 7. Juli 1972 III B 49/71, BFHE 106, 416, BStBl II 1972, 955).Ähnlich verhielt es sich in dem Beschluß VII K 13/68, in welchem ausgesprochen wurde, daß § 138 Abs. 2 Satz 1 FGO nicht anwendbar sei, wenn und soweit die Behörde einen Verwaltungsakt aus Gründen ändert, die mit der vom Kläger erhobenen Anfechtungsklage nicht geltend gemacht werden konnten.
- BFH, 10.11.1971 - I B 14/70
Erheblicher Spielraum des Gerichts - Mögliche Verhaltensweisen - Wahlrecht - …
Auszug aus BFH, 29.07.1976 - VIII B 6/75
Denn das Verfahren nach § 138 FGO soll nicht dazu dienen, Rechtsfragen grundsätzlich zu klären (vgl. BFH-Beschluß vom 10. November 1971 I B 14/70, BFHE 104, 39, BStBl II 1972, 222).Die nach billigem Ermessen - auch bei der Entscheidung nach § 138 Abs. 2 Satz 1 FGO - zu treffende Kostenentscheidung hat vielmehr bei Beachtung des allgemeinen Gerechtigkeitsempfindens Bedenken gegen eine bestehende Rechtsprechung zu berücksichtigen, ohne daß hierbei die Rechtsfrage abschließend zu klären oder etwa der Große Senat anzurufen wäre (vgl. BFH-Beschluß I B 14/70).
- BFH, 07.07.1972 - III B 49/71
Finanzgerichtliches Verfahren - Erledigung der Hauptsache - Anträge des …
Auszug aus BFH, 29.07.1976 - VIII B 6/75
Hiervon abweichend hat aber die Rechtsprechung des BFH Abs. 1 des § 138 FGO angewandt, wenn dem Antrag des Steuerpflichtigen zwar entsprochen wurde, der angefochtene Bescheid aber nur deshalb geändert worden ist, weil der Grundlagenbescheid geändert wurde oder weil nach Klageerhebung ein für den Steuerpflichtigen günstiges Merkmal rückwirkend eingetreten ist (BFH-Beschlüsse vom 13. September 1968 VI B 101/67, BFHE 93, 298, BStBl II 1968, 780; vom 3. Februar 1970 VII K 13/68, BFHE 98, 328, BStBl II 1970, 328, und vom 7. Juli 1972 III B 49/71, BFHE 106, 416, BStBl II 1972, 955).In dem Beschluß III B 49/71 wandte der BFH den § 138 Abs. 2 Satz 1 FGO deshalb nicht an, weil das FA mit der Abänderung eines angefochtenen Aufteilungsbescheides nicht die geltend gemachte Rechtswidrigkeit anerkannt hatte, sondern die Änderung auf dem Wegfall des Aufteilungsantrages beruhte und das FA damit nur der veränderten Sachlage Rechnung tragen wollte.
- BFH, 13.09.1968 - VI B 101/67
Folgebescheid - Grundlagenbescheid - Gesetzliche Kostenregelung
Auszug aus BFH, 29.07.1976 - VIII B 6/75
Hiervon abweichend hat aber die Rechtsprechung des BFH Abs. 1 des § 138 FGO angewandt, wenn dem Antrag des Steuerpflichtigen zwar entsprochen wurde, der angefochtene Bescheid aber nur deshalb geändert worden ist, weil der Grundlagenbescheid geändert wurde oder weil nach Klageerhebung ein für den Steuerpflichtigen günstiges Merkmal rückwirkend eingetreten ist (BFH-Beschlüsse vom 13. September 1968 VI B 101/67, BFHE 93, 298, BStBl II 1968, 780; vom 3. Februar 1970 VII K 13/68, BFHE 98, 328, BStBl II 1970, 328, und vom 7. Juli 1972 III B 49/71, BFHE 106, 416, BStBl II 1972, 955).Das war der Grund, weshalb der BFH in seinem Beschluß VI B 101/67 die Kosten des Verfahrens dem Kläger nach § 138 Abs. 1 FGO auferlegte, da eine von Amts wegen vorzunehmende Änderung des Folgebescheides nur deshalb erfolgte, weil der Grundlagenbescheid geändert worden war und der Erfolg des Klägers insoweit nicht auf der Stattgabe seines Antrages beruhte.
- BFH, 04.12.1969 - IV 120/64
Änderung eines rechtskräftigen Veranlagungsbescheids aufgrund eines erstmals …
Auszug aus BFH, 29.07.1976 - VIII B 6/75
Nach der Rechtsprechung des BFH (Hinweis auf das Urteil vom 4. Dezember 1969 IV 120/64, BFHE 98, 310, BStBl II 1970, 778) könne ein Folgebescheid geändert werden, auch wenn der Grundlagenbescheid später ergehe.Das entspricht der ständigen Rechtsprechung des BFH, wonach eine erweiternde Auslegung des § 218 Abs. 2 und 4 AO geboten ist (Entscheidungen vom 6. November 1964 VI 210/63 U, BFHE 81, 147, BStBl III 1965, 52; vom 12. Januar 1968 VI R 206/66, BFHE 91, 406, BStBl II 1968, 396; vom 4. Dezember 1969 IV 120/64, BFHE 98, 310, BStBl II 1970, 778, und vom 29. Oktober 1970 IV 247/64, BFHE 101, 34, BStBl II 1971, 150).
- BFH, 27.09.1972 - I B 27/72
Einkommensteuerbescheid - Folgebescheid - Klage - Einheitliche …
Auszug aus BFH, 29.07.1976 - VIII B 6/75
Dem erkennenden Senat erscheint diese Rechtsauffassung schon im Hinblick auf den Beschluß vom 27. September 1972 I B 27/72 (BFHE 107, 8, BStBl II 1973, 24) für nicht unbedenklich. - BFH, 18.09.1974 - II B 11/74
Gerichtliches Ermessen - Kostenregelung - Billigkeitserwägungen - Bisheriger …
Auszug aus BFH, 29.07.1976 - VIII B 6/75
Ausgangspunkt der Überlegungen für die Anwendung des § 138 Abs. 1 FGO in diesen Fällen ist der diese Vorschrift beherrschende Rechtsgedanke, daß über die Kosten des Verfahrens nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstandes zu entscheiden ist; d. h., daß der mutmaßliche Ausgang des Verfahrens mitzuberücksichtigen ist, wenn keine Erledigung der Hauptsache eingetreten wäre (vgl. insoweit den BFH-Beschluß vom 18. September 1974 II B 11/74, BFHE 113, 352, BStBl II 1975, 41). - BFH, 12.01.1968 - VI R 206/66
Personengesellschaft - Beteiligung zusammenveranlagter Personen - Beteiligung …
Auszug aus BFH, 29.07.1976 - VIII B 6/75
Das entspricht der ständigen Rechtsprechung des BFH, wonach eine erweiternde Auslegung des § 218 Abs. 2 und 4 AO geboten ist (Entscheidungen vom 6. November 1964 VI 210/63 U, BFHE 81, 147, BStBl III 1965, 52; vom 12. Januar 1968 VI R 206/66, BFHE 91, 406, BStBl II 1968, 396; vom 4. Dezember 1969 IV 120/64, BFHE 98, 310, BStBl II 1970, 778, und vom 29. Oktober 1970 IV 247/64, BFHE 101, 34, BStBl II 1971, 150). - BFH, 29.10.1970 - IV 247/64
Rechtskräftiger Veranlagungsbescheid - Feststellungsbescheid - Gesonderter …
Auszug aus BFH, 29.07.1976 - VIII B 6/75
Das entspricht der ständigen Rechtsprechung des BFH, wonach eine erweiternde Auslegung des § 218 Abs. 2 und 4 AO geboten ist (Entscheidungen vom 6. November 1964 VI 210/63 U, BFHE 81, 147, BStBl III 1965, 52; vom 12. Januar 1968 VI R 206/66, BFHE 91, 406, BStBl II 1968, 396; vom 4. Dezember 1969 IV 120/64, BFHE 98, 310, BStBl II 1970, 778, und vom 29. Oktober 1970 IV 247/64, BFHE 101, 34, BStBl II 1971, 150). - BFH, 06.11.1964 - VI 210/63 U
Zulässigkeit nachträglicher Gewinnfeststellungen nach vorgenommener …
- BFH, 26.06.1958 - IV 39/58 U
Durchführung des Feststellungsverfahrens bei getrennt veranlagten Ehegatten
- FG Baden-Württemberg, 16.10.2025 - 8 K 626/24
Kosten eines Verkehrswertgutachtens für Zwecke der Grundsteuer gemäß § 38 Abs. 4 …
§ 138 Abs. 2 FGO findet jedoch keine Anwendung, wenn die Änderung des angefochtenen Verwaltungsaktes auf einem anderen Grund beruht als dem, dass die Behörde eine mit der Anfechtungsklage geltend gemachte Rechtswidrigkeit des Verwaltungsaktes erkennt und dem drohenden Unterliegen im Rechtsstreit zuvorkommt.§ 138 Abs. 1 FGO ist deshalb dann anzuwenden, wenn das Klagebegehren ursprünglich unbegründet war und die Behörde den angefochtenen Verwaltungsakt nur ändert, weil er infolge zwischenzeitlich eingetretener Änderungen des Sachverhalts oder der Rechtslage sachlich nicht mehr gerechtfertigt ist (BFH-Beschlüsse vom 13.09.1968 - VI B 101/67, BStBl II 1968, 780; vom 29.07.1976 - VIII B 6/75, BStBl II 1977, 119;… vom 21.06.2007 - II B 169/05, BFH/NV 2007, 1707 …und vom 22.07.2013 - I B 158/12, BFH/NV 2013, 1807;… BFH-Urteile vom 30.04.2009 - VII R 32/08, BFH/NV 2009, 1463;… vom 10.12.2009 - VII R 40/07, BFH/NV 2010, 909 …und vom 29.08.2012 - X R 5/12, BFH/NV 2013, 53; Brandis in Tipke/Kruse, § 138 FGO Rz 62;… Gräber/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 9. Aufl., § 138 FGO Rz 54; Böwing-Schmalenbrock in Gosch, FGO § 138 Rz 228). - BFH, 17.05.1978 - I R 50/77
Es ist ernstlich zweifelhaft, ob die in ihrer Höhe von gesondert festzustellenden …
Die Rechtsprechung (z. B. Urteil des Reichsfinanzhofs - RFH - vom 26. August 1931 VI A 1565/30, RFHE 29, 297, RStBl 1932, 10, dort nur Leitsatz; BFH-Urteil vom 20. April 1977 I R 147/76, Der Betriebs-Berater 1977 S. 935 [BB 1977, 935] - amtlich nicht veröffentlicht -, und BFH-Beschluß vom 29. Juli 1976 VIII B 6/75, BFHE 120, 9, BStBl II 1977, 119) sei der Ansicht, daß eine Einkommensteuerveranlagung nicht deshalb ausgeschlossen sei, weil der Grundlagenbescheid noch ausstehe.Im Hinblick auf die Aussetzung der Vollziehung von Einkommensteuerbescheiden hat sich die neuere Rechtsprechung - die vorwiegend zur Frage der Berücksichtigung noch nicht gesondert festgestellter Verlustanteile ergangen ist - auf den Standpunkt gestellt, daß zwar der Einspruch gegen einen Steuerbescheid nicht schon deshalb unzulässig ist, weil er auf Gründe gestützt wird, über die verbindlich nur im Verfahren der gesonderten Feststellung zu entscheiden ist (BFH-Beschlüsse vom 27. September 1972 I B 27/72, BFHE 107, 8, BStBl II 1973, 24, und I B 29/73); jedoch ist die Möglichkeit, die Vollziehung eines Einkommensteuerbescheides wegen solcher Einwendungen auszusetzen, über die im Verfahren der gesonderten Feststellung zu entscheiden ist, grundsätzlich verneint worden (BFH-Beschlüsse IV B 14/69 und I B 29/73; BFH-Urteil I R 147/76; Bedenken hiergegen - allerdings nicht entscheidungserheblich - im BFH-Beschluß vom 29. Juli 1976 VIII B 6/75, BFHE 120, 9, BStBl II 1977, 119).
- BFH, 17.11.2011 - IV S 15/10
Streitwert für Klage wegen dem Fünftelsteuersatz unterliegenden Gewinns - Keine …
Denn eine Abweichung in einer Rechtsfrage kommt insoweit nicht in Betracht, als das Gericht im Rahmen des ihm durch die Vorschrift eingeräumten Spielraums auf der Grundlage zur Ermessensentscheidung tauglicher Gesichtspunkte entscheidet (BFH-Beschluss vom 10. November 1971 I B 14/70, BFHE 104, 39, BStBl II 1972, 222; zustimmend insoweit BFH-Beschluss vom 29. Juli 1976 VIII B 6/75, BFHE 120, 9, BStBl II 1977, 119;… Bartone in: Kühn/v. Wedelstädt, 19. Aufl., FGO, § 11 Rz 4; Sunder-Plassmann in Hübschmann/Hepp/Spitaler, § 11 FGO Rz 58).
- BFH, 12.01.2011 - I K 1/10
Zulässigkeit einer Nichtigkeitsklage - Kostenbeschluss nach § 138 FGO keine …
Ist der Vorwurf eines willkürlichen Verhaltens schon von daher ungerechtfertigt, kann offenbleiben, ob --zum weiteren-- eine Anrufung des Großen Senats des BFH wegen einer etwaigen Divergenz unter den Gegebenheiten des Streitfalles nicht ohnehin ausscheidet, weil der Beschluss des X. Senats als bloßer Kostenbeschluss ohne abschließende Sachprüfung keine "Entscheidung" i.S. des § 11 Abs. 2 FGO darstellt (vgl. dazu z.B. einerseits BFH-Beschluss vom 29. Juli 1976 VIII B 6/75, BFHE 120, 9, BStBl II 1977, 119; andererseits BFH-Beschluss vom 29. April 1999 IV R 40/97, BFHE 188, 374, BStBl II 1999, 828). - BFH, 24.02.1981 - VIII B 14/78
Verwaltungsentscheidung - Gesetzesänderung - Grundlagenbescheid
Es entspreche der ständigen Rechtsprechung des BFH, daß der Erlaß eines Folgebescheides vor der Erteilung eines Grundlagenbescheides nicht gegen die Vorschriften des § 180 Abs. 1 Nr. 2a der Abgabenordnung (AO 1977) verstoße (Hinweis auf BFH-Beschluß vom 29. Juli 1976 VIII B 6/75, BFHE 120, 9, BStBl II 1977, 119).Der Senat kann offenlassen, ob er an seiner Meinung im Beschluß in BFHE 120, 9, BStBl II 1977, 119, der sich die FG überwiegend angeschlossen haben und die auch im Schrifttum überwiegend geteilt wird (vgl. die o. a. Hinweise), festhalten oder ob er die Meinung im Beschluß des I. Senats des BFH in BFHE 110, 177, BStBl II 1973, 854 teilen würde.
- FG Hamburg, 31.01.1996 - II 4/95
Kosten eines übereinstimmend für erledigt erklärten Verfahrens, nach Zusage der …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BFH, 28.04.1988 - V R 202/83
Erklärung nichtsteuerbarer Umsätze aus der Vermietung von Yachten
Zwar hat die nach billigem Ermessen zu treffende Kostenentscheidung nach § 138 Abs. 1 FGO Bedenken gegen eine bestehende Rechtsprechung zu berücksichtigen, ohne daß hierbei aber die Rechtsfrage abschließend zu klären ist (vgl. BFH-Beschluß vom 29. Juli 1976 VIII B 6/75, BFHE 120, 9, BStBl II 1977, 119).Da das Gericht bei der Entscheidung über die Kosten eines in der Hauptsache erledigten Verfahrens die Prüfung des mutmaßlichen Ausgangs des Prozesses nur summarisch durchzuführen hat und die Prüfung im Rahmen des § 138 FGO nicht dazu dienen soll, Rechtsfragen grundsätzlich zu klären (vgl. Beschlüsse in BFHE 120, 9, BStBl II 1977, 119, und vom 10. November 1971 I B 14/70, BFHE 104, 39, BStBl II 1972, 222), braucht die Entscheidung des EuGH nicht abgewartet oder gar der EuGH angerufen zu werden (vgl. in diesem Zusammenhang BFH-Beschluß in UR 1984, 122, m. w. N.).
- BFH, 19.10.1978 - IV B 34/77
Grundlagenbescheid - Einkommensteuerbescheid - Einkommensteuererklärung - …
a) Die Vorschrift des § 218 Abs. 4 AO a. F., wonach ein Steuerbescheid, der auf einem Feststellungsbescheid beruht, von Amts wegen zu ändern ist, wenn der Feststellungsbescheid geändert wird, ist nach der ständigen Rechtsprechung des BFH über ihren Wortlaut hinaus dahin zu verstehen, daß sie auch Steuerbescheide erfaßt, die vor Erlaß eines erstmaligen Grundlagenbescheids ergangen sind (vgl. zuletzt Urteile vom 4. Dezember 1969 IV 120/64, BFHE 98, 310, BStBl II 1970, 778; vom 29. Oktober 1970 IV 247/64, BFHE 101, 34, BStBl II 1971, 150; vom 20. April 1978 IV R 83/74, nicht veröffentlicht; Beschluß vom 29. Juli 1976 VIII B 6/75, BFHE 120, 9, BStBl II 1977, 119). - BFH, 14.05.1985 - VII R 35/82
Kostenentscheidung bei übereinstimmender Erledigungserklärung der Parteien
Es ist indessen anerkannt, daß ein Fall dieser Art nur vorliegt, wenn durch die Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Verwaltungsakts dem mit der Klage erhobenen Einwand der Rechtswidrigkeit abgeholfen wird, und daß § 138 Abs. 2 Satz 1 FGO nicht anwendbar ist, soweit die Behörde den Verwaltungsakt aus Gründen ändert, die mit der vom Steuerpflichtigen erhobenen Anfechtungsklage nicht geltend gemacht werden konnten (Beschluß des Senats vom 3. Februar 1970 VII K 13/68, BFHE 98, 328, 330, BStBl II 1970, 328; Beschlüsse des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 7. Juli 1972 III B 49/71, BFHE 106, 416, 418, BStBl II 1972, 955, und vom 29. Juli 1976 VIII B 6/75, BFHE 120, 9, 11, BStBl II 1977, 119). - BFH, 30.07.1986 - V R 181/83
Kostenentscheidung bei Erledigung der Hauptsache
Beruht die Änderung des angefochtenen Verwaltungsakts jedoch auf Gründen, die nicht in der Rechtswidrigkeit des angefochtenen Verwaltungsakts liegen, so ist die Kostenentscheidung nach § 138 Abs. 1 FGO zu treffen (Beschluß des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 29. Juli 1976 VIII B 6/75, BFHE 120, 9, BStBl II 1977, 119). - FG München, 02.07.1998 - 1 K 1286/98
- BFH, 13.04.1983 - I R 151/79
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