Rechtsprechung
| BFH, 28.07.1982 - V R 64/82 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Simons & Moll-Simons
Art. 1 Nr. 1 Satz 1 BFH-EntlastG
- Wolters Kluwer
Revisionsbegründungsschrift - Unterschrift - Assessor
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz und Auszüge)
BFH-EntlastG Art 1 Nr. 1 Satz 1
Papierfundstellen
- BFHE 136, 199
- NJW 1982, 2840 (Ls.)
- BStBl II 1982, 641
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (16)
- BGH, 19.02.1976 - VII ZB 1/76
Berufungsschrift - Ordnungsmäßige Unterschrift - Im Auftrag
Auszug aus BFH, 28.07.1982 - V R 64/82
Ebenso wie zu § 78 Abs. 1 ZPO folgt daraus die Unwirksamkeit der von einer nicht postulationsfähigen Person vorgenommenen Prozeßhandlungen (vgl. Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 19. Februar 1976 VII ZB 1/76, Leitsatz in der Neuen Juristischen Wochenschrift - NJW - 1976, 1268), soweit nicht für bestimmte Prozeßhandlungen - wie im Zivilprozeß gemäß § 78 Abs. 2 ZPO - Abweichendes gilt.Die Unterschrift eines nicht Postulationsfähigen kann aber die Unterschrift des postulationsfähigen Rechtsanwalts nicht ersetzen (Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 19. Februar 1976 VII ZB 1/76, Leitsatz in NJW 1976, 1268).
- BFH, 24.07.1973 - IV R 204/69
Telegraphische Klageerhebung - Juristische Person - Angabe des Firmennamens - …
Auszug aus BFH, 28.07.1982 - V R 64/82
Ebenso können zur Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zufolge § 56 Abs. 2 FGO nur die Tatsachen berücksichtigt werden, welche dem Gericht innerhalb der Antragsfrist vorgetragen (§ 56 Abs. 2 Satz 1 FGO) oder amtskundig geworden (§ 56 Abs. 1 Satz 4 FGO) sind (Beschluß des Bundesfinanzhofs vom 24. Juli 1973 IV R 204/69, BFHE 110, 232, BStBl II 1973, 823).Die Nachholungsbefugnis des § 56 Abs. 2 Satz 2 FGO bezieht sich nicht auf den Vortrag der die Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen (BFHE 110, 232), sondern nur auf deren Glaubhaftmachung.
- GemSOGB, 30.04.1979 - GmS-OGB 1/78
Revisionsbegründung einer Behörde - § 81 Abs. 1 Satz 1 VwGO, § 164 Abs. 2 Satz 1 …
Auszug aus BFH, 28.07.1982 - V R 64/82
Der Beschluß des Gemeinsamen Senats der Obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 30. April 1979 - GmS-OGB 1/78 (NJW 1980, 172), auf den sich die Klägerin ebenfalls beruft, hat ausdrücklich hervorgehoben, die ihm gestellte und von ihm beantwortete Frage berühre nicht den Anwaltsprozeß im Sinne des § 78 ZPO und nicht das Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Entlastung des Bundesfinanzhofs vom 8. Juli 1975.
- BGH, 25.06.1975 - VIII ZR 254/74
Heilung der Nichtunterzeichnung der Klageschrift
Auszug aus BFH, 28.07.1982 - V R 64/82
Zwar kann bei nicht fristgebundenen Klagen des Zivilprozesses das Fehlen der Unterschrift durch deren Nachholung geheilt werden, aber nicht bei Rechtsmitteln (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 25. Juni 1975 VIII ZR 254/74, NJW 1975, 1704), es sei denn innerhalb der für das Rechtsmittel oder dessen Begründung vorgeschriebenen Frist. - BFH, 14.01.1972 - III R 88/70
Revisionsschrift - Revisionsbegründungsschrift - Rechtsmittelführer - …
Auszug aus BFH, 28.07.1982 - V R 64/82
Dies erfordert die eigenhändige Unterzeichnung des Schriftsatzes (Beschluß des Bundesfinanzhofs vom 14. Januar 1972 III R 88/70, BFHE 104, 497, BStBl II 1972, 427) oder zumindest des Schreibens, mit dem die Revisionsbegründung vorgelegt (Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 26. Januar 1976 2 AZR 506/74, NJW 1976, 1285) oder innerhalb der Revisionsbegründungsfrist bestätigt wird (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 25. September 1979 VI ZR 79/79, Lindenmaier-Möhring, Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs - LM - ZPO § 519 Nr. 71). - BVerwG, 26.05.1978 - 4 C 11.78
Widerspruchsschrift - Eigenhändige Unterschrift - Erfordernis der Schriftform
Auszug aus BFH, 28.07.1982 - V R 64/82
Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Mai 1978 - 4 C 11/78 (NJW 1979, 120), auf das sich die Klägerin beruft, betrifft einen Widerspruch (§ 69 der Verwaltungsgerichtsordnung) und damit das Verwaltungsverfahren und nicht das gerichtliche Verfahren, im besonderen nicht ein solches gerichtliches Verfahren, das - wie zufolge Artikel 1 Nr. 1 Satz 1 BFH-EntlastG das Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof - unter dem Zwang qualifizierter Prozeßvertretung steht. - BGH, 25.09.1979 - VI ZR 79/79
Anforderungen an die Unterzeichnung der Klageschrift
Auszug aus BFH, 28.07.1982 - V R 64/82
Dies erfordert die eigenhändige Unterzeichnung des Schriftsatzes (Beschluß des Bundesfinanzhofs vom 14. Januar 1972 III R 88/70, BFHE 104, 497, BStBl II 1972, 427) oder zumindest des Schreibens, mit dem die Revisionsbegründung vorgelegt (Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 26. Januar 1976 2 AZR 506/74, NJW 1976, 1285) oder innerhalb der Revisionsbegründungsfrist bestätigt wird (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 25. September 1979 VI ZR 79/79, Lindenmaier-Möhring, Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs - LM - ZPO § 519 Nr. 71). - BGH, 09.03.1982 - 1 StR 817/81
Anforderungen an strafrechtlichen Revisionsantrag und dessen Begründung - …
Auszug aus BFH, 28.07.1982 - V R 64/82
Die exceptionelle Zulassung der Rechtsmitteleinlegung und Rechtsmittelbegründung durch Telegramm oder Fernschreiben (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 9. März 1982 - 1 StR 817/81 -, Monatsschrift für Deutsches Recht 1982, 509; Urteil des Bundesfinanzhofs vom 10. März 1982 I R 91/81, demnächst veröffentlicht) hat das Erfordernis eigenhändiger Unterschrift nicht generell beseitigt (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 18. Dezember 1975 VII ZR 123/75, NJW 1976, 966). - BGH, 18.12.1975 - VII ZR 123/75
Verpflichtung des Rechtsanwalts zur Unterzeichnung des für seine Akten bestimmten …
Auszug aus BFH, 28.07.1982 - V R 64/82
Die exceptionelle Zulassung der Rechtsmitteleinlegung und Rechtsmittelbegründung durch Telegramm oder Fernschreiben (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 9. März 1982 - 1 StR 817/81 -, Monatsschrift für Deutsches Recht 1982, 509; Urteil des Bundesfinanzhofs vom 10. März 1982 I R 91/81, demnächst veröffentlicht) hat das Erfordernis eigenhändiger Unterschrift nicht generell beseitigt (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 18. Dezember 1975 VII ZR 123/75, NJW 1976, 966). - BFH, 10.03.1982 - I R 91/81
Telefax - Revisionsbegründung
Auszug aus BFH, 28.07.1982 - V R 64/82
Die exceptionelle Zulassung der Rechtsmitteleinlegung und Rechtsmittelbegründung durch Telegramm oder Fernschreiben (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 9. März 1982 - 1 StR 817/81 -, Monatsschrift für Deutsches Recht 1982, 509; Urteil des Bundesfinanzhofs vom 10. März 1982 I R 91/81, demnächst veröffentlicht) hat das Erfordernis eigenhändiger Unterschrift nicht generell beseitigt (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 18. Dezember 1975 VII ZR 123/75, NJW 1976, 966). - BAG, 26.01.1976 - 2 AZR 506/74
Arbeitsgerichtsverfahren: Ordnungsgemäßheit der Klageschrift
- BFH, 14.05.1982 - VI R 197/81
Revisionsbegründungsschrift - Verantwortungsübernahme
- BAG, 21.03.1973 - 4 AZR 225/72
Änderung des Geltungsbereichs
- BFH, 20.02.1970 - VI R 230/68
Revision - Schriftliche Begründung - Handschriftliche Unterzeichnung
- BGH, 05.03.1954 - VI ZB 21/53
Rechtsmittel
- BFH, 16.08.1979 - I R 74/79
Vertretungszwang - Vertretung durch einen Angehörigen - Berufsgruppe - Revision - …
- BFH, 28.08.1991 - I R 37/91
Zulässigkeit der Revisionseinlegung durch Steuerberater unter dem Briefkopf einer …
Art. 1 Nr. 1 BFHEntlG gilt zwar auch für die Revisionsbegründungsschrift (vgl. BFH-Beschluß vom 28. Juli 1982 V R 64/82, BFHE 136, 199, BStBl II 1982, 641). - BFH, 11.04.2001 - I R 30/00
Revisionsbegründung; Unterzeichnung
Das gilt auch für die Revisionsbegründungsschrift (BFH-Urteil vom 28. Juli 1982 V R 64/82, BFHE 136, 199, BStBl II 1982, 641;… BFH-Beschluss vom 22. Oktober 1998 VIII R 31/96, BFH/NV 1999, 354). - OLG Karlsruhe, 25.04.2005 - 9 U 159/04
Mangelhafte Bauplanung und Aufsicht des Architekten
Dies ist jedoch unschädlich (vgl. BGHZ 92, 251; BFHE 136, 199; BGH VersR 1993, 459).
- BFH, 11.06.1987 - IX B 17/87
Erfordernis der Vertretung jeder Partei durch einen Rechtsanwalt, Steuerberater …
Auch die Qualifikation des Klägers als Diplomvolkswirt genügt den genannten Anforderungen nicht (vgl. BFH-Beschluß vom 28. Juli 1982 V R 64/82, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Gesetz zur Entlastung des Bundesfinanzhofs, Rechtsspruch 89). - BFH, 08.03.1988 - IX B 124/87 Anschluß an BFH-Beschlüsse v. 28.7.1982 V R 64/82, StRK BFHEntlG R. 89 und v. 11.6.1987 IX B 17/87, BFH/NV 1987, 731.
- BFH, 23.05.1986 - III R 10/85
Revisionsbegründung durch eine Steuerberatungsgesellschaft
Daraus folgt, daß die Revisionsbegründung von einem Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer unterzeichnet sein muß (BFH-Beschluß vom 28. Juli 1982 V R 64/82, BFHE 136, 199, BStBl II 1982, 641). - BFH, 11.12.1985 - I R 167/85
Zulässigkeit einer Revision
Ebenso wie zu § 78 Abs. 1 ZPO folgt daraus die Unwirksamkeit der von einer nichtpostulationsfähigen Person vorgenommenen Prozeßhandlungen oder abgegebenen Prozeßerklärungen (BFH-Beschluß vom 28. Juli 1982 V R 64/82, BFHE 136, 199, BStBl II 1982, 641). - BFH, 27.05.1986 - VII R 83/85
Genügen der Revisionsbegründungspflicht durch Verweis der Prozeßbevollmächtigten …
Diese Begründung ist aber ohne Wirkung, da sie unter Verletzung des Vertretungszwangs des Art. 1 Nr. 1 des Gesetzes zur Entlastung des Bundesfinanzhofs (BFHEntlG) nicht von einem Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer unterzeichnet worden ist (vgl. auch BFH-Beschluß vom 28. Juli 1982 V R 64/82, BFHE 136, 199, BStBl II 1982, 641).
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