Rechtsprechung
| BFH, 29.10.1997 - II R 60/94 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Simons & Moll-Simons
ErbStG § 7 Abs. 1; BGB § 150 Abs. 2
- Wolters Kluwer
Merkmal der Freigebigkeit - Unentgeltlicher Vorgang
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
Verbilligter Anteilsverkauf als Schenkung?
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 150 Abs. 2; ErbStG § 7 Abs. 1
Zuwendungen bei Geschäftsbeziehungen - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§ 7 Abs. 1 ErbStG 1974
Erbschaftsteuer; Freigebigkeit bei objektiv unentgeltlichen Vorgängen im Bereich geschäftlicher Beziehungen
In Nachschlagewerken
- smartsteuer.de | Lexikon des Steuerrechts
- Geschenke
- Einkommensteuerrechtliche Behandlung
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG Köln, 09.11.1993 - 9 K 3669/87
- BFH, 29.10.1997 - II R 60/94
Papierfundstellen
- BFHE 183, 253
- BB 1997, 2629
- DB 1997, 2585
- BStBl II 1997, 832
Wird zitiert von ... (51) Zitiert selbst (12)
- BFH, 02.03.1994 - II R 59/92
Schenkungsteuerpflicht unbenannter Zuwendungen an Ehegatten (§ 7 ErbStG )
Auszug aus BFH, 29.10.1997 - II R 60/94
Ein auf die Bereicherung des Empfängers gerichteter Wille im Sinne einer Bereicherungsabsicht ("animus donandi") ist nicht erforderlich (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 5. März 1980 II R 148/76, BFHE 130, 179, BStBl II 1980, 402, 403; vom 10. September 1986 II R 81/84, BFHE 148, 69, BStBl II 1987, 80, 81;… vom 27. April 1988 II R 53/82, BFH/NV 1989, 168, 169; vom 1. Juli 1992 II R 70/88, BFHE 168, 380, BStBl II 1992, 921, 923; vom 1. Juli 1992 II R 12/90, BFHE 168, 390, BStBl II 1992, 925, 927, und vom 2. März 1994 II R 59/92, BFHE 173, 432, BStBl II 1994, 366).Anders ausgedrückt ist der Wille zur Unentgeltlichkeit dann gegeben, wenn der Zuwendende in dem Bewußtsein handelt, zu der Vermögenshingabe weder rechtlich verpflichtet zu sein noch dafür eine mit seiner Leistung in einem sygnallagmatischen, konditionalen oder kausalen Zusammenhang stehende (gleichwertige) Gegenleistung zu erhalten (Urteil in BFHE 173, 432, BStBl II 1994, 366).
Für die zutreffende - ggf. irrtumsausschließende - Vorstellung des Zuwendenden von dem Begriff der (Un-) Entgeltlichkeit genügt es, wenn er dessen rechtlich-sozialen Bedeutungsgehalt "nach Laienart" zutreffend erfaßt ("Parallelwertung in der Laiensphäre";… vgl. Mösslang in NWB, Fach 10, S. 479, 480; s. auch BFH-Urteile vom 12. Juli 1979 II R 26/78, BFHE 128, 266, BStBl II 1979, 631, 632; in BFHE 148, 69, BStBl II 1987, 80, 81;… in BFH/NV 1989, 168, 169; Schulze-Osterloh, Steuer und Wirtschaft 1977, 122, 135); eine exakte juristische Subsumtion ist nicht erforderlich (vgl. Urteil in BFHE 173, 432, BStBl II 1994, 366).
- BFH, 10.09.1986 - II R 81/84
Freigebige Zuwendung bei auffälligem Mißverhältnis von Leistung und Gegenleistung
Auszug aus BFH, 29.10.1997 - II R 60/94
Ein auf die Bereicherung des Empfängers gerichteter Wille im Sinne einer Bereicherungsabsicht ("animus donandi") ist nicht erforderlich (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 5. März 1980 II R 148/76, BFHE 130, 179, BStBl II 1980, 402, 403; vom 10. September 1986 II R 81/84, BFHE 148, 69, BStBl II 1987, 80, 81;… vom 27. April 1988 II R 53/82, BFH/NV 1989, 168, 169; vom 1. Juli 1992 II R 70/88, BFHE 168, 380, BStBl II 1992, 921, 923; vom 1. Juli 1992 II R 12/90, BFHE 168, 390, BStBl II 1992, 925, 927, und vom 2. März 1994 II R 59/92, BFHE 173, 432, BStBl II 1994, 366).Für die zutreffende - ggf. irrtumsausschließende - Vorstellung des Zuwendenden von dem Begriff der (Un-) Entgeltlichkeit genügt es, wenn er dessen rechtlich-sozialen Bedeutungsgehalt "nach Laienart" zutreffend erfaßt ("Parallelwertung in der Laiensphäre";… vgl. Mösslang in NWB, Fach 10, S. 479, 480; s. auch BFH-Urteile vom 12. Juli 1979 II R 26/78, BFHE 128, 266, BStBl II 1979, 631, 632; in BFHE 148, 69, BStBl II 1987, 80, 81;… in BFH/NV 1989, 168, 169; Schulze-Osterloh, Steuer und Wirtschaft 1977, 122, 135); eine exakte juristische Subsumtion ist nicht erforderlich (vgl. Urteil in BFHE 173, 432, BStBl II 1994, 366).
Dabei ist die Kenntnis des Zuwendenden hinsichtlich der Umstände, aus denen sich die objektive Bereicherung des Zuwendungsempfängers ergibt, regelmäßig prima facie zu unterstellen (vgl. Senatsurteile in BFHE 148, 69, BStBl II 1987, 80, und vom 5. Dezember 1990 II R 109/86, BFHE 163, 223, BStBl II 1991, 181).
- BFH, 01.07.1992 - II R 70/88
Gesellschaftsanteilsübertragung durch Verfügung
Auszug aus BFH, 29.10.1997 - II R 60/94
Ein auf die Bereicherung des Empfängers gerichteter Wille im Sinne einer Bereicherungsabsicht ("animus donandi") ist nicht erforderlich (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 5. März 1980 II R 148/76, BFHE 130, 179, BStBl II 1980, 402, 403; vom 10. September 1986 II R 81/84, BFHE 148, 69, BStBl II 1987, 80, 81;… vom 27. April 1988 II R 53/82, BFH/NV 1989, 168, 169; vom 1. Juli 1992 II R 70/88, BFHE 168, 380, BStBl II 1992, 921, 923; vom 1. Juli 1992 II R 12/90, BFHE 168, 390, BStBl II 1992, 925, 927, und vom 2. März 1994 II R 59/92, BFHE 173, 432, BStBl II 1994, 366).Der "Wille zur Unentgeltlichkeit" liegt nach der Rechtsprechung des Senats vor, wenn sich der Zuwendende der Unentgeltlichkeit der Zuwendung derart bewußt ist, daß er seine Leistung ohne Verpflichtung (und sei es auch nur in bezug auf eine Naturalobligation) und ohne rechtlichen Zusammenhang mit einer Gegenleistung (oder einem Gemeinschaftszweck) erbringt (vgl. z. B. BFH-Urteile in BFHE 168, 380, BStBl II 1992, 921, 923, und in BFHE 168, 390, BStBl II 1992, 925, 927;… Mösslang, Neue Wirtschafts-Briefe - NWB - Fach 10, S. 479, 480).
- BFH, 01.07.1992 - II R 12/90
Tatbestandsmerkmale des § 7 Abs. 7 ErbStG
Auszug aus BFH, 29.10.1997 - II R 60/94
Ein auf die Bereicherung des Empfängers gerichteter Wille im Sinne einer Bereicherungsabsicht ("animus donandi") ist nicht erforderlich (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 5. März 1980 II R 148/76, BFHE 130, 179, BStBl II 1980, 402, 403; vom 10. September 1986 II R 81/84, BFHE 148, 69, BStBl II 1987, 80, 81;… vom 27. April 1988 II R 53/82, BFH/NV 1989, 168, 169; vom 1. Juli 1992 II R 70/88, BFHE 168, 380, BStBl II 1992, 921, 923; vom 1. Juli 1992 II R 12/90, BFHE 168, 390, BStBl II 1992, 925, 927, und vom 2. März 1994 II R 59/92, BFHE 173, 432, BStBl II 1994, 366).Der "Wille zur Unentgeltlichkeit" liegt nach der Rechtsprechung des Senats vor, wenn sich der Zuwendende der Unentgeltlichkeit der Zuwendung derart bewußt ist, daß er seine Leistung ohne Verpflichtung (und sei es auch nur in bezug auf eine Naturalobligation) und ohne rechtlichen Zusammenhang mit einer Gegenleistung (oder einem Gemeinschaftszweck) erbringt (vgl. z. B. BFH-Urteile in BFHE 168, 380, BStBl II 1992, 921, 923, und in BFHE 168, 390, BStBl II 1992, 925, 927;… Mösslang, Neue Wirtschafts-Briefe - NWB - Fach 10, S. 479, 480).
- BFH, 21.10.1981 - II R 176/78
Zur steuerrechtlichen Behandlung einer gemischten Schenkung
Auszug aus BFH, 29.10.1997 - II R 60/94
Sie ist dann gegeben, wenn einer höherwertigen Leistung eine Leistung von geringerem Wert gegenübersteht und die höherwertige Zuwendung neben Elementen der Freigebigkeit auch Elemente eines Austauschvertrages enthält, ohne daß sich die höherwertige Leistung in zwei selbständige Leistungen aufteilen läßt (vgl. Senatsurteile vom 14. Juli 1982 II R 125/79, BFHE 136, 303, BStBl II 1982, 714, und vom 21. Oktober 1981 II R 176/78, BFHE 134, 357, BStBl II 1982, 83).Bei Unausgewogenheit gegenseitiger Verträge reicht deshalb regelmäßig das Bewußtsein des einseitig benachteiligten Vertragspartners über den Mehrwert seiner Leistung aus; auf die Kenntnis des genauen Ausmaßes des Wertunterschieds kommt es hingegen nicht an (vgl. Senatsurteil in BFHE 134, 357, BStBl II 1982, 83).
- BFH, 27.04.1988 - II R 53/82
Bewertung einer teilweise unentgeltliche Zuwendung von Gesellschaftsanteilen als …
Auszug aus BFH, 29.10.1997 - II R 60/94
Ein auf die Bereicherung des Empfängers gerichteter Wille im Sinne einer Bereicherungsabsicht ("animus donandi") ist nicht erforderlich (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 5. März 1980 II R 148/76, BFHE 130, 179, BStBl II 1980, 402, 403; vom 10. September 1986 II R 81/84, BFHE 148, 69, BStBl II 1987, 80, 81; vom 27. April 1988 II R 53/82, BFH/NV 1989, 168, 169; vom 1. Juli 1992 II R 70/88, BFHE 168, 380, BStBl II 1992, 921, 923; vom 1. Juli 1992 II R 12/90, BFHE 168, 390, BStBl II 1992, 925, 927, und vom 2. März 1994 II R 59/92, BFHE 173, 432, BStBl II 1994, 366).Für die zutreffende - ggf. irrtumsausschließende - Vorstellung des Zuwendenden von dem Begriff der (Un-) Entgeltlichkeit genügt es, wenn er dessen rechtlich-sozialen Bedeutungsgehalt "nach Laienart" zutreffend erfaßt ("Parallelwertung in der Laiensphäre";… vgl. Mösslang in NWB, Fach 10, S. 479, 480; s. auch BFH-Urteile vom 12. Juli 1979 II R 26/78, BFHE 128, 266, BStBl II 1979, 631, 632; in BFHE 148, 69, BStBl II 1987, 80, 81; in BFH/NV 1989, 168, 169; Schulze-Osterloh, Steuer und Wirtschaft 1977, 122, 135); eine exakte juristische Subsumtion ist nicht erforderlich (vgl. Urteil in BFHE 173, 432, BStBl II 1994, 366).
- BFH, 12.07.1979 - II R 26/78
Schenkungssteuerpflicht für unentgeltliches Darlehen
Auszug aus BFH, 29.10.1997 - II R 60/94
Für die zutreffende - ggf. irrtumsausschließende - Vorstellung des Zuwendenden von dem Begriff der (Un-) Entgeltlichkeit genügt es, wenn er dessen rechtlich-sozialen Bedeutungsgehalt "nach Laienart" zutreffend erfaßt ("Parallelwertung in der Laiensphäre";… vgl. Mösslang in NWB, Fach 10, S. 479, 480; s. auch BFH-Urteile vom 12. Juli 1979 II R 26/78, BFHE 128, 266, BStBl II 1979, 631, 632; in BFHE 148, 69, BStBl II 1987, 80, 81;… in BFH/NV 1989, 168, 169; Schulze-Osterloh, Steuer und Wirtschaft 1977, 122, 135); eine exakte juristische Subsumtion ist nicht erforderlich (vgl. Urteil in BFHE 173, 432, BStBl II 1994, 366). - BFH, 14.07.1982 - II R 125/79
Zur gemischten Schenkung bei Erbauseinandersetzung
Auszug aus BFH, 29.10.1997 - II R 60/94
Sie ist dann gegeben, wenn einer höherwertigen Leistung eine Leistung von geringerem Wert gegenübersteht und die höherwertige Zuwendung neben Elementen der Freigebigkeit auch Elemente eines Austauschvertrages enthält, ohne daß sich die höherwertige Leistung in zwei selbständige Leistungen aufteilen läßt (vgl. Senatsurteile vom 14. Juli 1982 II R 125/79, BFHE 136, 303, BStBl II 1982, 714, und vom 21. Oktober 1981 II R 176/78, BFHE 134, 357, BStBl II 1982, 83). - BFH, 05.12.1990 - II R 109/86
Zur Frage, wann eine Schenkung auf den Todesfall vorliegt; Bereicherung und …
Auszug aus BFH, 29.10.1997 - II R 60/94
Dabei ist die Kenntnis des Zuwendenden hinsichtlich der Umstände, aus denen sich die objektive Bereicherung des Zuwendungsempfängers ergibt, regelmäßig prima facie zu unterstellen (vgl. Senatsurteile in BFHE 148, 69, BStBl II 1987, 80, und vom 5. Dezember 1990 II R 109/86, BFHE 163, 223, BStBl II 1991, 181). - BFH, 06.03.1985 - II R 19/84
Schenkung eines zu errichtenden Gebäudes
Auszug aus BFH, 29.10.1997 - II R 60/94
Kennzeichnend für die (steuerpflichtige) Schenkung ist die Vermögensverschiebung, d. h. eine Vermögensminderung auf der Seite des Schenkenden und eine Vermögensmehrung auf der Seite des Beschenkten (vgl. Senatsurteil vom 6. März 1985 II R 19/84, BFHE 143, 291, BStBl II 1985, 382). - BFH, 05.03.1980 - II R 148/76
Feststellungslast - Beweislast - Beweiswürdigung - Glaubhaftigkeit - …
- FG Köln, 09.11.1993 - 9 K 3669/87
- BFH, 07.11.2007 - II R 28/06
Schenkungsteuer bei verdeckter Gewinnausschüttung
Sie ist dann gegeben, wenn einer höherwertigen Leistung eine Leistung von geringerem Wert gegenübersteht und die höherwertige Zuwendung neben Elementen der Freigebigkeit auch Elemente eines Austauschvertrags enthält, ohne dass sich die höherwertige Leistung in zwei selbständige Leistungen aufteilen lässt (BFH-Urteil vom 29. Oktober 1997 II R 60/94, BFHE 183, 253, BStBl II 1997, 832). - FG Köln, 27.11.2003 - 9 K 3304/02
Inhaltliche Bestimmtheit und ordnungsgemäße Begründung von Steuerbescheiden; …
Für den "Willen zur (teilweisen) Unentgeltlichkeit" genügt es, wenn sich der Zuwendende der (teilweisen) Unentgeltlichkeit der Zuwendung derart bewusst ist, dass er seine Leistung (teilweise) ohne Verpflichtung - und sei es auch nur in Bezug auf eine Naturalobligation - und ohne rechtlichen Zusammenhang mit einer Gegenleistung oder einem Gemeinschaftszweck erbringt (…BFH-Urteil vom 1.7. 1992 II R 12/90, BStBl. II 1992, 925, 927, BFH in BStBl. II 1994, 366, 369, und in BFH/NV 1995, 70, m.w.N.), d.h. wenn er in dem Bewusstsein handelt, zu der Vermögenshingabe weder rechtlich verpflichtet zu sein noch dafür eine mit seiner Leistung in einem synallagmatischen, konditionalen oder kausalen Zusammenhang stehende (gleichwertige) Gegenleistung zu erhalten (BFH-Urteil vom 29.10.1997 II R 60/94, BStBl. II 1997, 832, 834, BFH in BStBl. II 1994, 366, 369, und in BFH/NV 1995, 70).Dabei reicht es für die richtige - ggf. irrtumsausschließende - Vorstellung des Zuwendenden von dem Begriff der (teilweisen) Unentgeltlichkeit aus, wenn er dessen rechtlich-sozialen Bedeutungsgehalt "nach Laienart" zutreffend erfasst (BFH in BStBl. II 1997, 832, 834, in BStBl. II 1994, 366, 369, und in BFH/NV 1995, 70).
Bei Unausgewogenheit gegenseitiger Verträge genügt deshalb regelmäßig das Bewusstsein des einseitig benachteiligten Partners über den Mehrwert seiner Leistung; auf die Kenntnis des genauen Ausmaßes der Wertdifferenz kommt es nicht an (BFH in BStBl. II 1982, 83, und in BStBl. II 1997, 832, 834 f).
Stehen bei einer Vermögensübertragung die bei verständiger und den Umständen nach vertretbarer Würdigung zugrunde zu legenden Werte von Leistung und Gegenleistung in einem auffallenden Missverhältnis zueinander, ist die Kenntnis des Zuwendenden hinsichtlich der Tatsachen, aus denen sich die objektive Bereicherung des Zuwendungsempfängers ergibt, regelmäßig prima facie zu unterstellen (BFH-Urteil vom 1. Juli 1992 II R 70/88, BStBl. II 1992, 921, sowie BFH in BStBl. II 1987, 80, und in BStBl. II 1997, 832, 835).
Im Bereich geschäftlicher Beziehungen kann jedoch bei einem objektiv (teil-) unentgeltlichen Vorgang das subjektive Merkmal der Freigebigkeit i.S. von § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG trotz vorliegender Kenntnis des Zuwendenden hinsichtlich der Umstände, die seine Leistung zu einer objektiv (teil-)unentgeltlichen machen, entfallen, soweit der Steuerpflichtige in objektiv nachvollziehbarer Weise dartut, dass die Bereicherung des Zuwendungsempfängers der Förderung des Geschäfts des Zuwendenden diente, d.h. objektiv und nahezu ausschließlich auf die Erzielung geschäftlicher Vorteile des Zuwendenden gerichtet war (BFH in BStBl. II 1997, 832, 835).
Eine andere Beurteilung ist auch nicht mit Rücksicht auf das BFH-Urteil vom 29.10.1997 (II R 60/94, BStBl. II 1997, 832) geboten.
- BFH, 09.12.2009 - II R 22/08
Schenkungsteuerpflicht bei Zustiftung an eine (Familien-) Stiftung
Für die zutreffende - ggf. irrtumsausschließende - Vorstellung des Zuwendenden von dem Begriff der (Un-) Entgeltlichkeit genügt es, wenn er dessen rechtlich-sozialen Bedeutungsgehalt "nach Laienart" zutreffend erfasst ("Parallelwertung in der Laiensphäre"); eine exakte juristische Subsumtion ist nicht erforderlich (BFH-Urteil vom 29. Oktober 1997 II R 60/94, BFHE 183, 253, BStBl II 1997, 832).
- BFH, 12.07.2005 - II R 8/04
Einbringung eines Einzelunternehmens in eine mit Angehörigen neu gegründete GmbH …
Ein auf die Bereicherung des Empfängers gerichteter Wille im Sinne einer Bereicherungsabsicht ("animus donandi") ist nicht erforderlich (BFH-Urteil vom 29. Oktober 1997 II R 60/94, BFHE 183, 253, BStBl II 1997, 832, m.w.N.). - FG Düsseldorf, 26.11.2003 - 4 K 1210/02
Schenkungsteuer; Zuwendung; Kapitalgesellschaft; Anteilswert; Bereicherung; …
Eine solche liegt vor, wenn einer höherwertigen Leistung eine Leistung von geringerem Wert gegenübersteht und die höherwertige Zuwendung neben Elementen der Freigebigkeit auch Elemente eines Austauschvertrags enthält, ohne dass sich die höherwertige Leistung in zwei selbständige Leistungen aufteilen lässt (vgl. etwa: BFH, Urteil vom 29. Oktober 1997 - II R 60/94 - BStBl II 1997, 832 (834)).Ein auf die Bereicherung gerichteter Wille im Sinne einer Bereicherungsabsicht ist demgegenüber nicht erforderlich (vgl. etwa: BFH…, Urteil vom 30. März 1994 - II R 105/93 - BFH/NV 1995, 70 (73); Urteil vom 29. Oktober 1997 - II R 60/94 - BStBl II 1997, 832 (834)).
Der "Wille zur Unentgeltlichkeit" liegt vor, wenn sich der Zuwendende der Unentgeltlichkeit seiner Zuwendung derart bewusst ist, dass er seine Leistung ohne Verpflichtung und ohne rechtlichen Zusammenhang mit einer Gegenleistung erbringt (vgl. BFH, Urteil vom 29. Oktober 1997 - II R 60/94 - a.a.O.).
Dieser "Wille zur Unentgeltlichkeit" ist auf der Grundlage der dem Zuwendenden bekannten Umstände nach den Maßstäben des allgemein Verkehrsüblichen festzustellen (vgl. BFH…, Urteil vom 30. März 1994 - II R 105/93 - a.a.O.; Urteil vom 29. Oktober 1997 - II R 60/94 - a.a.O.; Urteil vom 20. Dezember 2000 - II R 42/99 - BStBl II 2001, 454 (455)).
Bei einer gemischten freigebigen Zuwendung reicht in der Regel das Bewusstsein des einseitig Benachteiligten über den Mehrwert seiner Leistung aus; auf die Kenntnis des genauen Ausmaßes des Wertunterschieds kommt es nicht an (vgl. BFH, Urteil vom 29. Oktober 1997 - II R 60/94 - a.a.O. (835)).
Dabei ist bei einem auffälligen Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung regelmäßig davon auszugehen, dass dies dem Zuwendenden bekannt gewesen ist (vgl. BFH, Urteil vom 10. September 1986 - II R 81/84 - BStBl II 1987, 80 (81); Urteil vom 5. Dezember 1990 - II R 109/86 - BStBl II 1991, 181 (183); Urteil vom 29. Oktober 1997 - II R 60/94 - a.a.O.).
- FG Niedersachsen, 21.01.1998 - III 120/92
Kapitalquotenverändernde Kapitalerhöhung bei einer GmbH zugunsten eines …
Eine kapitalquotenverändernde Kapitalerhöhung bei einer GmbH zugunsten eines Angehörigen gegen ein zu geringes Aufgeld unterliegt der Schenkungsteuer auch dann, wenn der Zuwendende mit der Zuwendung eigene geschäftliche Vorteile anstrebt (Abgrenzung zu BFH-Urteil vom 29. Oktober 1997 II R 60/94 DStR 1197 S. 2018).Für die zutreffende - ggf. irrtumsausschließende - Vorstellung des Zuwendenden von dem Begriff der (Un-)entgeltlichkeit genügt es, wenn er dessen rechtlichsozialen Bedeutungsgehalt "nach Laienart" zutreffend erfaßt; eine exakte juristische Subsumtion ist nicht erforderlich (vgl. zuletzt BFH-Urteil vom 29. Oktober 1997 II R 60/94, DStR 1997 S. 2018 m.w.N.).
Die Kenntnis des Zuwendenden hinsichtlich der Umstände, aus denen sich die objektive Bereicherung des Zuwendungsempfängers ergibt, ist mithin regelmäßig prima facie zu unterstellen (BFH-Urteil vom 29. Oktober 1997, a.a.O., m.w.N.).
Denn nach der Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 29. Oktober 1997, a.a.O.; vom 2. März 1994 II R 59/92, BStBl II 1994 S. 366; vom 1. Juli 1992 II R 70/88, BStBl II 1992 S. 921) erfordert der subjektive Tatbestand des § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG neben dem erforderlichen - und hier, wie dargelegt, zu bejahenden - willen zur Unentgeltlichkeit nicht auch noch das zusätzliche subjektive Merkmal des willens zur schenkweisen Zuwendung.
Der BFH hat allerdings mit Urteil vom 29. Oktober 1997 (a.a.O.) für den Bereich geschäftlicher Beziehungen entschieden, daß das subjektive Merkmal der Freigebigkeit trotz Vorliegens der Kenntnis des Zuwendenden hinsichtlich der Umstände, die seine Leistung zu einer objektiv (teil-)unentgeltlichen machen, entfallen kann, soweit der Steuerpflichtige in nachvollziehbarer weise darzutun vermag, daß die Bereicherung des Zuwendungsempfängers der Förderung des Geschäfts des Zuwendenden diente, d.h. objektiv und nahezu ausschließlich auf die Erzielung geschäftlicher Vorteile des Zuwendenden gerichtet war.
Die Rechtssache hat im Hinblick auf die aus dem BFH-Urteil vom 29. Oktober 1997 (a.a.O.) zu ziehenden Folgerungen für verdeckte Zuwendungen im familiären Bereich, die (auch) der Erzielung geschäftlicher Vorteile des Zuwendenden dienen, grundsätzliche Bedeutung.
- FG Düsseldorf, 25.07.2007 - 4 K 2880/03
Ermittlung des Wertes eines eingeräumten Nießbrauchs an Anteilen an einer GmbH; …
Die Klägerin handelte nicht nur hinsichtlich der von ihr auf ihre Tochter übertragenen Anteile an den Gesellschaften, sondern auch bezüglich der Bestellung der hier streitigen Nießbrauchsrechte mit dem nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung erforderlichen Willen zur Freigebigkeit/Unentgeltlichkeit (vgl. BFH, Urteile vom 14. Juli 1982 II R 125/79, BStBl. II 1982, 714 undvom 29. Oktober 1997 II R 60/94, BStBl. II 1997, 842; ständige Rechtsprechung). - FG München, 02.05.2018 - 4 K 3181/16
Einordnung einer Zahlung aufgrund einer vor der Ehe abgeschlossenen …
Rn. 20 (3) In subjektiver Hinsicht verlangt eine freigebige Zuwendung, dass der Zuwendende in dem Bewusstsein handelt, die Zuwendung unentgeltlich vorzunehmen (BFH-Urteil vom 29. Oktober 1997 II R 60/94, BStBl II 1997, 832).Rn. 37 (11) Schließlich vermag das von der Klägerin zitierte BFH-Urteil vom 29. Oktober 1997 II R 60/94, BFHE 183, 253, BStBl. II 1997, 832 der Klage nicht zum Erfolg verhelfen.
- FG Berlin-Brandenburg, 22.04.2008 - 14 V 14016/08
Verfahren der Aussetzung der Vollziehung - Keine Rückgängigmachung …
Eine gemischte freigebige Zuwendung liegt hier vor, denn einer höherwertigeren Leistung (Grundstück) stand eine Leistung von geringerem Wert (Kaufpreis) gegenüber und die höherwertigere Zuwendung enthielt neben Elementen der Freigebigkeit auch Elemente eines Austauschvertrages, ohne dass sich die höherwertige Leistung in zwei selbstständige Leistungen aufteilen ließ (vgl. BFH, Urteil vom 14. Juli 1982 II R 125/79, BStBl II 1982, 714; BFH, Urteil vom 29. Oktober 1997 II R 60/94, BStBl II 1997, 832).Letzter hat nach Auffassung des Senats zusätzlich auch in dem Bewusstsein gehandelt, die Zuwendung nur teilentgeltlich vorzunehmen (vgl. z.B. BFH, Urteil vom 29. Oktober 1997 II R 60/94, BStBl II 1997, 832).
- FG Düsseldorf, 06.01.2003 - 4 V 5814/02
Schenkungsteuer; Grundstücksveräußerung unter Verkehrswert; Freigebige Zuwendung; …
Rn. 54 Zwar unterfällt auch die sog. gemischte Schenkung - also vereinfacht der Fall der Vermögensübertragung ohne gleichwertige oder ausgewogene Gegenleistung - dieser Vorschrift (vgl. etwa BFH, Urteil vom 20.10.1997 II R 60/94, BStBl. II 1997, 832).In subjektiver Hinsicht ist zwar nicht ein Bereicherungswille oder gar eine Bereicherungsabsicht auf seiten des/der Zuwendenden erforderlich, wohl aber ein "Wille zur Unentgeltichkeit" (BFH II R 60/94, a. a. O. m. w. N. aus der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung).
Rn. 59 Schon in dem vom Ag. selbst zitierten BFH-Urteil vom 29.10.1997 II R 60/94, a. a. O. heißt es insoweit ausdrücklich, daß eine entsprechende Kenntnis des Zuwendenden regelmäßig prima facie zu unterstellen ist.
Mit den Begriffen zunächst (in der Sache II R 81/84) und prima facie (in der Sache II R 60/94) sind die Grundsätze des sog. Anscheinsbeweises (auch Prima-facie-Beweises) angesprochen.
- FG Düsseldorf, 23.02.2005 - 4 K 959/01
Zulässigkeit der Erhebung von Schenkungssteuer wegen des Erwerbs von …
- BFH, 19.06.2024 - II R 40/21
Forderungsverzicht zwischen Gesellschaftern einer GmbH als freigebige Zuwendung
- BFH, 19.12.2007 - II R 22/06
Keine gemischte Schenkung bei Übertragung von Geschäftsanteilen aufgrund …
- FG Rheinland-Pfalz, 23.03.2007 - 4 K 2892/04
Berücksichtigung einer im Rahmen einer Grundstücksübertragung eingegangenen …
- FG Nürnberg, 28.05.2003 - IV 422/01
Freigebige Zuwendung durch Zahlung für vor der Eheschließung erklärten Verzicht …
- FG Mecklenburg-Vorpommern, 27.04.2022 - 3 K 273/20
Gemischte Schenkung bei teilentgeltlicher Darlehensgewährung - Bemessung des …
- BFH, 07.07.2008 - II B 9/07
Steuergeheimnis: Offenbarungsbefugnis wegen Durchführung eines …
- BFH, 20.09.2010 - II B 7/10
Gewährung der Kapitalnutzungsmöglichkeit durch zinsloses Darlehen als freigebige …
- BFH, 28.10.2009 - II R 32/08
(Freigebige Zuwendung des Erben bei wesentlicher Änderung des vom Erblasser …
- FG Düsseldorf, 17.11.1999 - 4 K 631/96
Schenkungssteuer für unentgeltliche, objektiv freigebige Zuwendungen ; Der …
- FG Münster, 26.07.2012 - 3 K 4434/09
Festsetzungsverjährung bei widerstreitender Steuerfestsetzung nach § 174 Abs. 3 …
- FG Münster, 23.05.2024 - 3 K 2585/21
Verwirklichung eines Schenkungssteuertatbestandes durch die Übertragung von …
- FG Düsseldorf, 30.11.2016 - 4 K 1680/15
Verkauf und Erwerb von Aktien als gemischte freigebige Zuwendung; Festsetzung der …
- FG Düsseldorf, 30.10.2002 - 4 K 5526/01
Schenkungsteuer; Zinsloses Darlehen; Gegenleistung; Ankaufsrecht; Vorkaufsrecht; …
- FG Köln, 04.06.2002 - 9 K 2513/98
Beendigung der Zugewinngemeinschaft durch notariellen Ehevertrag; Entstehung …
- FG München, 23.01.2008 - 4 K 4101/05
Wert einer gemischten Schenkung bei Ablösung eines Nießbrauchsrechts gegen …
- FG Düsseldorf, 30.10.2002 - 4 K 5527/01
Schenkungsteuer; Zinsloses Darlehen; Gegenleistung; Ankaufsrecht; Vorkaufsrecht; …
- BFH, 14.11.2001 - II B 29/00
NZB; Verstoß gegen den klaren Inhalt der Akten; Verletzung der …
- FG Köln, 28.11.2000 - 9 K 2480/94
Freigebige Zuwendung bei ungeklärten Vermögenszuwächsen?
- FG Rheinland-Pfalz, 15.09.2005 - 4 K 2436/02
Zur Schenkungsteuerpflicht eines Verzichts auf eine wertlose Darlehensforderung …
- FG Düsseldorf, 08.07.1998 - 4 K 30/95
Beteiligung an einer GmbH im Rahmen einer Kapitalerhöhung als …
- BFH, 19.06.2024 - II R 41/21
Inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 19.06.2024 II R 40/21 - Forderungsverzicht …
- FG Düsseldorf, 25.04.2017 - 4 K 1652/16
Rechtmäßige Festsetzung der Schenkungssteuer bei einer Verfügung über Geldbeträge …
- FG Münster, 01.12.2006 - 3 K 2910/04
Steuerliche Einordnung der Übertragung eines Anteils an einer …
- FG Rheinland-Pfalz, 05.11.2009 - 4 K 1338/05
Freigebige Zuwendung durch zinsloses Darlehen für Zwecke der Nachlasssanierung - …
- FG Thüringen, 16.06.2004 - I 1401/01
Grunderwerbsteuer bei symbolischem Kaufpreis von 1 DM; Ausschluss einer Schenkung …
- FG Mecklenburg-Vorpommern, 08.06.2022 - 3 K 273/20
Festsetzung der Schenkungsteuer für eine gemischte freigebige Zuwendung unter …
- FG München, 25.05.2022 - 4 K 2064/21
Verfassungswidrigkeit eines Zinssatzes
- FG Nürnberg, 20.07.2023 - 4 K 1222/21
Steuerliche Bewertung einer Ankaufsrechtseinräumung an einem …
- FG Niedersachsen, 16.10.2012 - 3 K 251/12
Schenkungssteuerpflichtige Zuwendung eines Komplementärs an die anderen …
- BFH, 05.02.2004 - II B 115/02
Maßgebende Kenntnis für eine Anlaufhemmung nach § 170 Abs. 5 Nr. 2 AO
- FG Düsseldorf, 05.04.2006 - 4 K 3585/02
Gemischte freigebige Zuwendung; Verzicht; Vorerwerb; Nießbrauch; Freibetrag; …
- FG Nürnberg, 24.06.2004 - IV 192/03
Streit über die Behandlung ertragsteuerlich als überhöhte Bezüge behandelter …
- FG Niedersachsen, 14.04.2004 - 3 K 198/02
Voraussetzungen der Annahme einer Schenkung unter Lebenden; Erfordernis eines auf …
- FG Berlin-Brandenburg, 28.05.2025 - 14 K 14153/24
Verzicht auf eine Auflassungsvormerkung gegen Beteiligung am Erlös aus dem …
- FG Niedersachsen, 20.01.2010 - 3 K 449/06
Qualifikation einer disquotalen Kapitalerhöhung durch eine erheblich werthaltige …
- FG Niedersachsen, 20.01.2010 - 3 K 450/06
Umfang einer freigebigen Zuwendung bei einer disquotalen Kapitalerhöhung durch …
- FG Niedersachsen, 20.01.2010 - 3 K 451/06
Erhaltung einer freigiebigen Zuwendung nach § 7 Abs. 1 Nr. 1 Erbschaftsteuer- und …
- FG Düsseldorf, 16.12.2004 - 4 V 3259/04
Zigarettenbezug; Tabaksteuer; NATO-Hauptquartier; Höchstmengenüberschreitung; …
- FG Nürnberg, 28.06.2001 - IV 49/99
Zinslose Darlehensgewährung zum Zwecke der Sanierung als freigebige Zuwendung
- FG München, 11.09.2000 - 4 K 5280/97
Schuldübernahme bei beabsichtigter Betriebsaufgabe
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".