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Rechtsprechung
   BFH, 01.12.2021 - II R 44/18   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2021,63250
BFH, 01.12.2021 - II R 44/18 (https://dejure.org/2021,63250)
BFH, Entscheidung vom 01.12.2021 - II R 44/18 (https://dejure.org/2021,63250)
BFH, Entscheidung vom 01. Dezember 2021 - II R 44/18 (https://dejure.org/2021,63250)
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Volltextveröffentlichungen (12)

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  • openjur.de
  • Bundesfinanzhof

    GrEStG § 1 Abs 2a, GrEStG § 6 Abs 3 S 2, GrEStG § 23, FGO § 120, AO § 39
    Zurechnung von Grundstücken einer Untergesellschaft

  • rechtsinformationen.bund.de

    Zurechnung von Grundstücken einer Untergesellschaft

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 1 Abs 2a GrEStG 1997 vom 24.03.1999, § 6 Abs 3 S 2 GrEStG 1997, § 23 GrEStG 1997, § 120 FGO, § 39 AO
    Zurechnung von Grundstücken einer Untergesellschaft

  • IWW

    § 164 Abs. 1 der Abgabenordnung, § 1 Abs. 2a d... es Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG), § 6 Abs. 3 Satz 1 GrEStG, § 164 Abs. 2 AO, § 1 Abs. 2a GrEStG, § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG, § 23 Abs. 6 Satz 2 GrEStG, § 6 Abs. 3 Satz 2 GrEStG, § 90 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung, § 120 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. a FGO, § 126 Abs. 2 FGO, § 39 AO, § 1 Abs. 3 GrEStG, § 1 Abs. 1 bis 3a GrEStG, § 1 Abs. 2b bis 3a GrEStG, § 1 Abs. 2 GrEStG, § 1 Abs. 2a bis 3a GrEStG, § 135 Abs. 2 FGO, § 90 Abs. 2 FGO

  • Wolters Kluwer

    Bescheid über die gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlagen für Grunderwerbsteuer; Grunderwerbsteuerrechtliche Zurechnung; Grundstück als Vermögen einer Gesellschaft

  • Betriebs-Berater

    Zurechnung von Grundstücken einer Untergesellschaft

  • Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)

    GrEStG § 1 Abs. 2a; GrEStG § 6 Abs. 3 S. 2; GrEStG § 23
    Zurechnung von Grundstücken einer Untergesellschaft

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zurechnung von Grundstücken einer Untergesellschaft

  • rechtsportal.de

    Zurechnung von Grundstücken einer Untergesellschaft

  • datenbank.nwb.de

    Zurechnung von Grundstücken einer Untergesellschaft

Kurzfassungen/Presse (3)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Die Grundstücke einer Untergesellschaft - und ihre Zurechnung bei der Grunderwerbsteuer

  • die-aktiengesellschaft.de (Leitsatz)

    Zurechnung von Grundstücken einer Untergesellschaft

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Grunderwerbssteuerpflicht des Übergangs von Anteilen am Gesellschaftsvermögen bei Eigentum der Gesellschaft an einem inländischen Grundstück zum Zeitpunkt der Übertragung

In Nachschlagewerken

  • smartsteuer.de | Lexikon des Steuerrechts
    Grunderwerbsteuer durch Änderung des Gesellschafterbestandes
    Gesellschafterwechsel: Steuerpflichtige Erwerbsvorgänge nach § 1 Abs. 2a GrEStG
    Inländischer Grundbesitz § 2 GrEStG

Sonstiges (2)

  • IWW (Verfahrensmitteilung)

    GrEStG § 1 Abs 3 Nr 1, GrEStG § 1 Abs 2a, GrEStG § 23 Abs 6 S 2, GrEStG § 6 Abs 3 S 2, GrEStG § 13 Nr 6
    Grunderwerbsteuer, Steuerbefreiung, Anteilsvereinigung, Zurechnung, Steuerschuldner

  • Bundesfinanzhof (Verfahrensmitteilung)

    GrEStG § 1 Abs 3 Nr 1 ; GrEStG § 1 Abs 2a ; GrEStG § 23 Abs 6 S 2 ; GrEStG § 6 Abs 3 S 2 ; GrEStG § 13 Nr 6

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BFHE 275, 373
  • DB 2022, 1688
  • BStBl II 2023, 1009
  • NZG 2022, 1309
 
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Wird zitiert von ... (13)Zitiert selbst (7)

  • BFH, 11.12.2014 - II R 26/12

    Zurechnung von Grundstücken bei Erwerbsvorgängen nach § 1 Abs. 3 GrEStG

    Auszug aus BFH, 01.12.2021 - II R 44/18
    Rn. 22 b) Ob ein Grundstück i.S. des § 1 Abs. 2a GrEStG zum Vermögen der Gesellschaft "gehört", richtet sich weder nach Zivilrecht noch nach § 39 AO; maßgebend ist vielmehr die grunderwerbsteuerrechtliche Zurechnung (vgl. BFH-Urteil vom 11.12.2014 - II R 26/12, BFHE 247, 343, BStBl II 2015, 402, Rz 18;… Viskorf/Meßbacher-Hönsch, 20. Aufl., GrEStG § 1 Rz 736, 863;… Pahlke, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 6. Aufl., § 1 Rz 277;… Hofmann, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 11. Aufl., § 1 Rz 98; Behrens in Behrens/Wachter, Grunderwerbsteuergesetz, § 1 Rz 330).

    Rn. 23 c) Danach "gehört" ein inländisches Grundstück der Gesellschaft, wenn es ihr im Zeitpunkt der Entstehung der Steuerschuld für den nach § 1 Abs. 2a GrEStG der Grunderwerbsteuer unterliegenden Vorgang aufgrund eines unter § 1 Abs. 1 bis 3a GrEStG fallenden und verwirklichten Erwerbsvorgangs grunderwerbsteuerrechtlich zuzurechnen ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 247, 343, BStBl II 2015, 402, Rz 18, m.w.N.).

    Rn. 24 Ein Grundstück "gehört" nicht (mehr) zum Vermögen der Gesellschaft, wenn es zwar noch in ihrem Eigentum steht, es aber vor dem Übergang der Anteile am Gesellschaftsvermögen Gegenstand eines Veräußerungsvorgangs i.S. des § 1 Abs. 1 bis 3a GrEStG war (vgl. BFH-Urteile vom 15.12.2010 - II R 45/08, BFHE 232, 218, BStBl II 2012, 292, Rz 12, und in BFHE 247, 343, BStBl II 2015, 402, Rz 18).

  • FG München, 24.10.2018 - 4 K 1101/15

    Feststellung der Besteuerungsgrundlagen für die Grunderwerbsteuer

    Auszug aus BFH, 01.12.2021 - II R 44/18
    Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts München vom 24.10.2018 - 4 K 1101/15 wird als unbegründet zurückgewiesen.

    Rn. 8 Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2019, 65 veröffentlicht.

  • BFH, 07.06.2018 - IV R 11/14

    Revisionsbegründung zu allen kumulativ entscheidungserheblichen Streitfragen …

    Auszug aus BFH, 01.12.2021 - II R 44/18
    Die Begründungspflicht soll das Revisionsgericht entlasten und bei seiner Arbeit unterstützen (Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 07.06.2018 - IV R 11/14, BFH/NV 2018, 963, Rz 20, m.w.N.).

    Da in einem solchen Fall eine Auseinandersetzung mit dem Urteil des FG in Bezug auf die nicht erörterten Streitfragen allerdings nicht in Betracht kommt, können insoweit Bezugnahmen auf früheres Vorbringen ausreichen, wenn dieses schlüssige Ausführungen zu den betreffenden Rechtsfragen beinhaltet (vgl. dazu BFH-Beschluss in BFH/NV 2018, 963, Rz 22).

  • BFH, 20.04.2016 - II R 54/14

    Verwertungsbefugnis bei Treuhandverhältnissen

    Auszug aus BFH, 01.12.2021 - II R 44/18
    Das folgt aus der Systematik des Grunderwerbsteuerrechts, das Gesamthandsgemeinschaften und Kapitalgesellschaften als eigene Rechtssubjekte behandelt (BFH-Urteil vom 20.04.2016 - II R 54/14, BFHE 253, 276, BStBl II 2016, 715, Rz 13, m.w.N.;… Viskorf/Meßbacher-Hönsch, a.a.O., § 1 Rz 649).
  • BFH, 04.03.2020 - II R 35/17

    Notwendiger Inhalt eines Feststellungsbescheids nach § 17 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 …

    Auszug aus BFH, 01.12.2021 - II R 44/18
    Rn. 30 a) Dabei kann letztlich dahinstehen, ob der angefochtene Feststellungsbescheid bereits deshalb rechtswidrig ist, weil er mit dem xx.xx.2011 ein falsches Datum für den Erwerbsvorgang benennt oder ob er auch dahingehend ausgelegt werden könnte, dass er den für die Besteuerung nach § 1 Abs. 2a GrEStG a.F. maßgeblichen dinglichen Übergang der Anteile am yy.yy.2011 erfasst (zur Bedeutung des Stichtags in Fällen gesonderter Feststellung vgl. BFH-Urteil vom 04.03.2020 - II R 35/17, BFHE 268, 545, BStBl II 2020, 514).
  • BFH, 23.03.1977 - II R 18/74

    Beteiligung an Gesellschaft - Erwerb eines Grundstücks - Berlin - …

    Auszug aus BFH, 01.12.2021 - II R 44/18
    War die Grenze von 95 % bereits vorher überschritten, führt der Zuerwerb weiterer Anteile nach dem Wortlaut und Wortsinn des § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG a.F. nicht zu einer Tatbestandsverwirklichung, weil es durch den Erwerb nicht "erstmalig" zu einer Anteilsvereinigung kommt (absolut h.M., beruhend auf BFH-Urteil vom 23.03.1977 - II R 18/74, BFHE 122, 162-, BStBl II 1977, 565, zu § 1 Abs. 3 GrEStG Berlin; Gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder zur Anwendung des § 1 Abs. 3 GrEStG in der Fassung der Bekanntmachung des Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 vom 02.12.1999, BStBl I 1999, 991;… vgl. ferner Pahlke, a.a.O., § 23 Rz 28;… Hofmann, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 8. Aufl., § 23 Rz 17;… Behrens in Behrens/Wachter, a.a.O., § 1 Rz 488, jeweils m.w.N.).
  • BFH, 15.12.2010 - II R 45/08

    Anfall von Grunderwerbsteuer bei mittelbarer Anteilsvereinigung trotz …

    Auszug aus BFH, 01.12.2021 - II R 44/18
    Rn. 24 Ein Grundstück "gehört" nicht (mehr) zum Vermögen der Gesellschaft, wenn es zwar noch in ihrem Eigentum steht, es aber vor dem Übergang der Anteile am Gesellschaftsvermögen Gegenstand eines Veräußerungsvorgangs i.S. des § 1 Abs. 1 bis 3a GrEStG war (vgl. BFH-Urteile vom 15.12.2010 - II R 45/08, BFHE 232, 218, BStBl II 2012, 292, Rz 12, und in BFHE 247, 343, BStBl II 2015, 402, Rz 18).
  • FG Baden-Württemberg, 26.04.2024 - 5 K 2022/23

    Anwendbarkeit des § 1 Abs. 2b GrEStG im Fall einer Verkürzung der …

    Gehören im Sinne der Norm sei nicht zivilrechtlich oder wirtschaftlich im Sinne des § 39 AO zu verstehen; es sei die grunderwerbsteuerliche Zuordnung maßgebend (BFH, Urteil vom 1.12.2021, II R 44/18, BStBl II 2023, 1009, Rn. 22 m.w.N.;… Gleich lautende Ländererlasse vom 16.10.2023, Rn. 2).

    Der gleich lautende Ländererlass vom 16.10.2023 weiche nicht von der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zur grunderwerbsteuerlichen Zurechnung von Grundbesitz in den Fällen der § 1 Abs. 2a bis 3a GrEStG (BFH, Urteile vom 01.12.2021, II R 44/18 und vom 14.12.2022, II R 40/20) ab, sondern gebe diese Rechtsprechung wieder.

    Aus den von der Klägerseite in Bezug genommenen BFH-Entscheidungen vom 01.12.2021 - II R 44/18 (BStBl II 2023, 1009) und vom 14.12.2022 - II R 40/20 (BStBl II 2023, 1012) ergibt sich nichts Gegenteiliges.

    Ein inländisches Grundstück gehört danach der Gesellschaft, wenn es ihr im Zeitpunkt der Entstehung der Steuerschuld für den nach § 1 Abs. 2b GrEStG der Grunderwerbsteuer unterliegenden Vorgang aufgrund eines unter § 1 Abs. 1 oder Abs. 2 GrEStG fallenden und verwirklichten Erwerbsvorgang grunderwerbsteuerlich zuzurechnen ist (vgl. BFH-Urteil vom 01.12.2021 - II R 44/18, BStBl II 2023, 1009 sowie BFH-Urteil vom 14.12.2022 - II R 40/20, BStBl 2023, 1012, dort Rz. 25;… vgl. auch Meßbacher-Hönsch in Viskorf, 21. Auflage, § 1 Rz. 890, 890a).

    Die insoweit aufgestellten Rechtsgrundsätze gelten auch im Rahmen des § 1 Abs. 2b GrEStG (vgl. vorg. BFH-Urteile vom 01.12.2021 - II R 44/18, a.a.O., Rz. 26, 28 …und vom 14.12.2022 - II R 40/22, BStBl II 2023, 1012, Rz. 27, 28).

    Rn. 65 Den zitierten BFH-Entscheidungen vom 01.12.2021 - II R 44/18 und vom 14.12.2022 - II R 40/20 ist nach Auffassung des erkennenden Gerichts nicht zu entnehmen, dass im Zuge der im Jahr 2019 gemäß § 1 Abs. 3 GrEStG verwirklichten steuerbaren mittelbaren Anteilsvereinigung bei der F GmbH erfolgten Zurechnung, die Grundstücke fortan (dauerhaft) dieser, jedoch nicht mehr der Klägerin zuzurechnen sind.

    Vielmehr hat der BFH ausgeführt, dass Grundstücke einer Gesellschaft - im dortigen Streitfall der Obergesellschaft - nicht automatisch, sondern nur dann zuzurechnen sind, wenn die jeweiligen Erwerbstatbestände aufgrund von Vorgängen des Rechtsverkehrs erfüllt sind (BFH-Urteil vom 01.12.2021 - II R 44/18, a.a.O., Rz. 26).

  • BFH, 14.12.2022 - II R 40/20

    Zurechnung von Grundstücken nach Abschluss einer Vereinbarungstreuhand

    Maßgebend ist vielmehr die grunderwerbsteuerrechtliche Zurechnung (vgl. BFH-Urteile vom 11.12.2014 - II R 26/12, BFHE 247, 343, BStBl II 2015, 402, Rz 18, und vom 01.12.2021 - II R 44/18, BFHE 275, 373, Rz 22).

    Das bloße Halten einer Beteiligung in einer bestimmten Höhe stellt selbst keinen grunderwerbsteuerbaren Erwerbsvorgang dar (BFH-Urteil in BFHE 275, 373, Rz 25).

  • BFH, 15.06.2023 - IV R 30/19

    Mitunternehmerschaft und sachliche Gewerbesteuerpflicht für eine juristische …

    Eine Einbeziehung früheren Vorbringens in einer Einspruchsentscheidung kann bereits dadurch erfolgen, dass der Revisionskläger auf ein FG-Urteil verweist, das seinerseits auf die Einspruchsentscheidung verweist (BFH-Urteil vom 01.12.2021 - II R 44/18, BFHE 275, 373, Rz 17 f.).

    Der erkennende Senat bejaht in Übereinstimmung mit dem II. Senat in dessen Urteil vom 01.12.2021 - II R 44/18 (BFHE 275, 373) die Einbeziehung früheren Vorbringens durch Verweisung in einem FG-Urteil.

  • BFH, 14.12.2022 - II R 33/20

    Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 14.12.2022 II R 40/20 - …

    NV: Grundstücke inländischer Untergesellschaften sind auch einer ausländischen Obergesellschaft grunderwerbsteuerrechtlich nur zuzurechnen, wenn die ausländische Obergesellschaft selbst sie aufgrund eines Erwerbsvorgangs nach § 1 Abs. 1, Abs. 2, Abs. 3 oder Abs. 3a GrEStG erworben hat (Fortführung der Senatsrechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 01.12.2021 - II R 44/18, BFHE 275, 373).

    Maßgebend ist vielmehr die grunderwerbsteuerrechtliche Zurechnung (vgl. BFH-Urteile vom 11.12.2014 - II R 26/12, BFHE 247, 343, BStBl II 2015, 402, Rz 18, und vom 01.12.2021 - II R 44/18, BFHE 275, 373, Rz 22).

    Das bloße Halten einer Beteiligung in einer bestimmten Höhe stellt selbst keinen grunderwerbsteuerbaren Erwerbsvorgang dar (BFH-Urteil in BFHE 275, 373, Rz 25).

  • BFH, 16.03.2022 - II R 24/20

    Anteilsvereinigung bei einer grundbesitzenden GmbH

    Ein Grundstück "gehört" der Gesellschaft i.S. des § 1 Abs. 3 GrEStG, wenn es ihr im Zeitpunkt der Entstehung der Steuerschuld für den nach § 1 Abs. 3 GrEStG der Grunderwerbsteuer unterliegenden Vorgang aufgrund eines unter § 1 Abs. 1, 2 oder 3 oder nunmehr auch 3a GrEStG fallenden Erwerbsvorgangs grunderwerbsteuerrechtlich zuzurechnen ist (BFH-Urteile vom 11.12.2014 - II R 26/12, BFHE 247, 343, BStBl II 2015, 402, Rz 18; vom 01.12.2021 - II R 44/18, BFHE 275, 373, Rz 20).
  • FG Münster, 16.01.2025 - 8 K 2744/21

    Grunderwerbsteuer - Erwerbsvorgang bei Verschmelzung mehrerer …

    Im Hinblick auf das im Verlauf des Klageverfahrens ergangene Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 01.12.2021 II R 44/18 macht die Klägerin nunmehr geltend, dass ein Erwerbsvorgang nach § 1 Abs. 3 Nr. 4 GrEStG nicht vorliege.

    Umgekehrt folgt daraus, dass ein Grundstück nicht mehr zum Vermögen der Gesellschaft "gehört", wenn es zwar noch in ihrem Eigentum steht bzw. ihr bewertungsrechtlich zuzurechnen ist, es aber vor Entstehung der Steuerschuld Gegenstand eines Veräußerungsvorgangs i.S.d. § 1 Abs. 1, 2, 3 oder 3a GrEStG war (…BFH Urteil vom 11.12.2014 II R 26/12, BFHE 247, 343, BStBl. II 2015, 402, Rn. 18; BFH Urteil vom 01.12.2021 II R 44/18, BFHE 275, 373, BStBl. II 2003, 1009, Rn. 24).

    Erwerbsvorgänge nach § 1 Abs. 3 GrEStG werden jedoch nicht ausgeschlossen (vgl. auch Kugelmüller-Pugh Urteilsanmerkung, DStR 2023, 700: "Umgekehrt kann ein Grundstück der streitgegenständlichen Gesellschaft, der es nach § 1 Abs. 1, Abs. 2, Abs. 3 oder Abs. 3a GrEStG zuzurechnen war, im Steuerentstehungszeitpunkt nicht mehr zuzurechnen sein, weil eine andere Person/Gesellschaft (…) Anteile an einer grundbesitzenden Gesellschaft (§ 1 Abs. 3 und 3a GrEStG) erworben hat"; s. auch Loose juris-Anm. zum Urteil des BFH v. 01.12.2021 II R 44/18: "Nach der Systematik des BFH kann ein Grundstück für Zwecke der Ergänzungstatbestände § 1 Abs. 2a bis 3a GrEStG eigentlich nur jeweils einer Gesellschaft in einer mehrstöckigen Beteiligungskette "gehören").

  • FG Hessen, 30.09.2020 - 5 K 2390/17

    Gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlagen für die Grunderwerbsteuer …

    Im Übrigen sei im Hinblick auf das Urteil des FG München vom 24. Oktober 2018 (4 K 1101/15, EFG 2019, 65) und das dagegen beim Bundesfinanzhof anhängige Revisionsverfahren II R 44/18 zumindest unklar, ob der Klägerin die Grundstücke der Enkelgesellschaften auch für Zwecke der Ergänzungstatbestände in § 1 Abs. 3 und 3a GrEStG mittelbar zuzurechnen seien.

    Die Revision war im Hinblick auf das anhängige Revisionsverfahren II R 44/18 und im Hinblick auf die Einordnung eines Umstrukturierungsvorgangs nach der Rechtskonzeption des § 251 (g) DGCL als Anteilsübertragung wegen grundsätzlicher Bedeutung und zur Fortbildung des Rechts zuzulassen, § 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2 FGO.

  • BFH, 23.07.2024 - II R 11/22

    Zurechnung von Grundstücken bei einer Anteilsvereinigung nach § 1 Abs. 3 GrEStG …

    Das bloße Halten einer Beteiligung in einer bestimmten Höhe stellt selbst keinen grunderwerbsteuerbaren Erwerbsvorgang dar (BFH-Urteile vom 01.12.2021 - II R 44/18, BFHE 275, 373, BStBl II 2023, 1009, Rz 25; vom 14.12.2022 - II R 40/20, BFHE 279, 290, BStBl II 2023, 1012, Rz 30).
  • FG Baden-Württemberg, 16.05.2025 - 5 V 846/25

    Ablehnung der Aussetzung der Vollziehung eines Grunderwerbsteuerbescheids - …

    Umgekehrt folgt daraus, dass ein Grundstück nicht mehr zum Vermögen der Gesellschaft "gehört", wenn es zwar noch in ihrem Eigentum steht bzw. ihr bewertungsrechtlich zuzurechnen ist, es aber vor Entstehung der Steuerschuld Gegenstand eines Veräußerungsvorgangs i.S.d. § 1 Abs. 1, 2, 3 oder 3a GrEStG war (BFH…, Urteil vom 11. Dezember 2014 II R 26/12, BFHE 247, 343, BStBl. II 2015, 402, Rn. 18; BFH, Urteil vom 01. Dezember 2021 II R 44/18, BFHE 275, 373, BStBl. II 2003, 1009, Rn. 24; FG Münster…, Urteil vom 16. Januar 2025 - 8 K 2744/21 GrE -, Rn. 19, juris).
  • FG München, 08.02.2023 - 4 K 1671/20

    Verspätungszuschlag und Ermessen

    Ein Grundstück "gehört" der Gesellschaft i.S. des § 1 Abs. 3 GrEStG, wenn es ihr im Zeitpunkt der Entstehung der Steuerschuld für den nach § 1 Abs. 3 GrEStG der Grunderwerbsteuer unterliegenden Vorgang aufgrund eines unter § 1 Abs. 1, 2 oder 3 oder nunmehr auch 3a GrEStG fallenden Erwerbsvorgangs grunderwerbsteuerrechtlich zuzurechnen ist (BFH-Urteile vom 11. Dezember 2014 IIR 26/12, BStBl II 2015, 402; vom 1. Dezember 2021 II R 44/18, BFH/NV 2022, 996).
  • FG Sachsen, 29.08.2024 - 2 K 40/22

    Keine mehrfache Besteuerung eines Rechtsvorgangs im Rahmen des § 1 Abs. 2a GrEStG …

  • FG Baden-Württemberg, 26.04.2024 - 5 K 2540/23

    Grunderwerbsteuer nach § 1 Abs. 2a GrEStG bei zeitgleichem Abschluss eines …

  • FG Baden-Württemberg, 29.01.2025 - 5 V 846/25
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