Rechtsprechung
| BFH, 21.07.1966 - I 293/61 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Steuerrechtliche Behandlung der Abführung von Sparanteilen einer Lebensversicherung an die Rückversicherer
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 69, 279
- BFHE 89, 279
- BStBl III 1967, 631
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (1)
- RFH, 26.11.1943 - I D 1/43
Auszug aus BFH, 21.07.1966 - I 293/61
Es kann dahingestellt bleiben, ob der Deckungsstock wirtschaftlich aus dem Betriebsvermögen ausscheidet - wie der Reichsfinanzhof (RFH) im Gutachten I D 1/43 vom 26. November 1943, RStBl 1944, 171, angenommen hat - er ist jedenfalls ein Sondervermögen, das durch die §§ 65 bis 78 VAG zugunsten der Versicherungsnehmer gegen jeden Zugriff Dritter abgesichert ist; § 77 VAG verbietet die Auszahlung der im Deckungsstock angesammelten Spar- oder Reserveprämienanteile an jeden.Der Senat tritt dem RFH (Gutachten I D 1/43 a.a.O.) in der Rechtsansicht bei, daß die Deckungsrückstellung der Lebensversicherungsunternehmen keine Dauerschuld im Sinne des GewStG ist; denn die ihr auf der Aktivseite gegenüberstehenden Mittel (Deckungsstock) verstärken nicht das Betriebskapital.
- BFH, 21.05.2025 - III R 32/22
Hinzurechnung von Zinsen auf Depotverbindlichkeiten im Retrozessionsgeschäft (§ 8 …
Rückversicherungsunternehmen unterliegen nicht der für bestimmte Erstversicherungsunternehmen geltenden Verpflichtung, ein dem Zugriff Dritter entzogenes Sondervermögen zu bilden, und können sich schon deshalb nicht auf die darauf gestützte Ausnahme von der Hinzurechnung der auf Bardepots gezahlten Zinsen (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 21.07.1966 - I 293/61, BStBl. III 1967, 631 zu § 8 Nr. 1 des Gewerbesteuergesetzes --GewStG-- a.F.) berufen.Rn. 23 So geht die Verwaltung, gestützt auf eine langjährige Rechtsprechung zur Rechtslage vor dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008, für Lebensversicherungsunternehmen in Bezug auf Zinsen auf Depotverbindlichkeiten, die ein Erstversicherer einem Rückversicherer zahlt, von einer (Bereichs-)Ausnahme von § 8 Nr. 1 Buchst. a Satz 1 GewStG i.d.F. des UntStRefG 2008 aus (R 8.1 Abs. 1 Satz 10 GewStR 2009; Gleichlautende Ländererlasse vom 02.07.2012, BStBl I 2012, 654, hier Bayerisches Staatsministerium der Finanzen 33-G 1422-108-24128/12, Rz 24; Anwendungsfragen zur Hinzurechnung von Finanzierungsanteilen nach § 8 Nr. 1 GewStG i.d.F. des UntStRefG 2008 vom 14.08.2007 - 3 G 1422/42, Der Betrieb 2008, 1655, Rz 24; vgl. BFH-Urteile vom 30.07.1997 - I R 55/96, BFHE 183, 219, BStBl II 1997, 824, Rz 24 f.; vom 11.04.1984 - I R 56/80, BFHE 141, 163, BStBl II 1984, 598, Rz 21 ff.; vom 16.06.1971 - I R 85/69, BFHE 102, 512, Rz 16; vom 21.07.1966 - I 293/61, BFHE 89, 279, BStBl III 1967, 631, Rz 9 ff.; vom 04.04.1963 - I 3/62 U, BFHE 76, 723, BStBl III 1963, 264, Leitsatz; vom 26.04.1960 - I 177/58 U, BFHE 71, 168, BStBl III 1960, 311, Rz 32; Gutachten des Reichsfinanzhofs --RFH-- vom 26.11.1943 - I D 1/43, RFHE 54, 29, RStBl 1944, 171).
- FG München, 25.07.2022 - 7 K 361/21
Unterscheidung zwischen Erst- und Rückversicherungsunternehmen im Hinblick auf …
Bereits der Reichsfinanzhof - RFH - (Gutachten vom 26. November 1943 I D 1/43, RStBl 1944, 171) und im Anschluss daran in ständiger Rechtsprechung der BFH (Urteile vom 4. April 1963 I 3/62 U, BStBl III 1963, 264; vom 16. Juni 1971 I R 85/69, BFHE 102, 512; vom 21. Juli 1966 I 293/61, BStBl III 1967, 631; vom 12. Juni 1968 I 278/63, BStBl II 1968, 715) haben entschieden, dass den versicherungstechnisch gebotenen Rückstellungen, sofern sie mit Werten des Deckungsstocks i.S. von § 66 VAG a.F. belegt sind, kein Dauerschuldcharakter zukomme, weil der Deckungsstock gebundenes Sondervermögen der Versicherungsunternehmen darstellt (…BFH-Urteil vom 30. Juli 1997 I R 55/96, BStBl II 1997, 824, Rn. 24 - 25).Aufgrund der Besicherung durch Werte des Deckungsstocks handle es sich um ein Sondervermögen, das durch die §§ 65 bis 78 VAG a.F. zugunsten der Versicherungsnehmer gegen jeden Zugriff Dritter abgesichert ist (BFH in BStBl III 1967, 631).
Vielmehr verstärken die den Depotverbindlichkeiten auf der Aktivseite gegenüberstehenden Mittel (Depotforderungen) ihr Betriebskapital (vgl. BFH - Urteil vom 2. August 1989 I R 200/84, Rn. 31, juris unter Verweis auf BFH in BStBl III 1967, 631).
- BFH, 30.07.1997 - I R 55/96
Dauerschulden bei Beitragsdepots
Soweit bereits der Reichsfinanzhof - RFH - (Gutachten vom 26. November 1943 I D 1/43, RStBl 1944, 171) und im Anschluß daran in ständiger Rechtsprechung der BFH (Urteile vom 4. April 1963 I 3/62 U, BFHE 76, 723, BStBl III 1963, 264; vom 16. Juni 1971 I R 85/69, BFHE 102, 512; vom 21. Juli 1966 I 293/61, BFHE 89, 279, BStBl III 1967, 631; vom 12. Juni 1968 I 278/63, BFHE 93, 154, BStBl II 1968, 715) entschieden haben, daß den versicherungstechnisch gebotenen Rückstellungen, sofern sie mit Werten des Deckungsstocks i. S. von § 66 VAG belegt sind, kein Dauerschuldcharakter zukomme, weil der Deckungsstock gebundenes Sondervermögen der Versicherungsunternehmen darstellt, liegt dies auf der Linie der vom erkennenden Senat für die gewerbesteuerrechtliche Beurteilung des Beitragsdepots vertretenen Ansicht.
- FG Hamburg, 11.06.1996 - II 70/94
Streit um die Bewertung verzinslicher Vorauszahlungen für …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BFH, 19.01.1972 - I 115/65
Zur Anwendung der Kürzungsvorschriften für den Gewerbeertrag und das …
Der Senat hat in dem Urteil I 293/61 vom 21. Juli 1966, (BFH 89, 279, BStBl III 1967, 631) offengelassen, ob es richtig sei, daß der Deckungsstock wirtschaftlich aus dem Betriebsvermögen ausscheide. - BFH, 16.06.1971 - I R 85/69 Indes sei auch das BFH-Urteil I 293/61 vom 21. Juli 1966 (BFH 89, 279, BStBl III 1967, 631) auf den vorliegenden Streitfall insofern anwendbar, als der Deckungsstock (als das Ergebnis abgeschlossener oder durchgeführter Verträge) das Betriebskapital des Unternehmens nicht verstärke.
- BFH, 12.06.1968 - I 278/63
Einordnung derSchadensrückstellungen eines Versicherungsunternehmens als …
Aus dem BFH-Urteil I 293/61 vom 21. Juli 1966 (BFH 89, 279, BStBl III 1967, 631) kann nichts anderes hergeleitet werden. - BFH, 02.08.1989 - I R 200/84
Berücksichtigung von Schuldzinsen bei der Ermittlung des Gewinns aus …
Die Ausführungen des Senats stehen nicht in Widerspruch zu dem Urteil vom 21. Juli 1966 I 293/61 (BFHE 89, 279, BStBl III 1967, 631). - BFH, 12.12.1969 - VI R 289/67
Behandlung eines Pfandleihnunternehmens als Kreditinstitut - Behandlung von durch …
Um laufende Geschäfte handelt es sich aber in der Regel dann nicht, wenn die eingegangenen Verbindlichkeiten der Beschaffung des für das Unternehmen erforderlichen Anlagevermögens dienen oder wenn ein allgemeiner Geschäftskredit vorliegt (vgl. das Urteil des BFH I 131/64 vom 7. Dezember 1965, Steuerrechtsprechung in Karteiform - StRK -, Gewerbesteuergesetz, § 12, Rechtsspruch 71), d.h. wenn die Fremdmittel eigenes Kapital des Gewerbetreibenden ersetzen (vgl. das Urteil des BFH I 293/61 vom 21. Juli 1966, BFH 89, 279, BStBl III 1967, 631). - BFH, 26.01.1972 - I R 145/69
Zur Frage der Behandlung der sog. Bardepots im Sachversicherungsgeschäft als …
Das FG hat sich für seine abweichende Ansicht auf das einen Lebensversicherer betreffende Urteil des BFH I 293/61 vom 21. Juli 1966 (BFH 89, 279, BStBl III 1967, 631) berufen und sie entscheidend auf die Erwägung gestützt, daß das Bardepot und das Wertpapierdepot im Sachversicherungsgeschäft ein Sondervermögen darstellten, das hauptsächlich im Interesse der Versicherten angesammelt werde; da die Mittel der Depots in erster Linie den Versicherten als Garantiekapital und nicht zuerst der Stärkung des Betriebskapitals dienten, handele es sich für die Klägerin nicht um Fremdmittel, die eigenes Kapital ersetzten. - BFH, 10.12.1969 - I R 59/67
Unterstützungskasse - Eingetragener Verein - Kassenvermögen - Trägerunternehmen - …
- FG Niedersachsen, 18.12.1979 - VI 189/76
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Rechtsprechung
| BFH, 04.06.1959 - IV 186/58 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Verjährbarkeit der Veranlagungsberechtigung eines Steuerpflichtigen zur Erstattung von Vorauszahlungen
- datenbank.nwb.de
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 69, 279
- BFHE 89, 279
- BStBl III 1959, 367
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (5)
- BFH, 12.06.1958 - IV 36/58 U
Erstattung von Vorauszahlungen, die an die Finanzämter der ehemaligen …
Auszug aus BFH, 04.06.1959 - IV 186/58 U
Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats hat der Bg. nach den §§ 47 Abs. 3 EStG, 150 und 153 AO an das für ihn zuständige Wohnsitzfinanzamt einen Anspruch auf Erstattung der von ihm behaupteten Einkommensteuervorauszahlungen im Verhältnis 10 RM = 1 DM, wenn er diese Vorauszahlungen tatsächlich in der von ihm geltend gemachten Höhe geleistet hat und wenn weiter festgestellt wird, daß ihnen kein entsprechender Steueranspruch gegenübersteht (Urteile des Bundesfinanzhofs IV 439/51 S vom 21. Februar 1952, a.a.O., IV 36/58 U vom 12. Juni 1958, BStBl 1958 III S. 354, Slg. Bd. 67 S. 212). - BFH, 11.03.1958 - IV 27/58 U
Prüfung einer getrennten Veranlagung von Ehegatten durch die Berufungsinstanz
Auszug aus BFH, 04.06.1959 - IV 186/58 U
Abgesehen hiervon sei das Finanzgericht, wie sich aus der Entscheidung des erkennenden Senats IV 27/58 U vom 11. März 1958 (BStBl 1958 III S. 212, Slg. Bd. 66 S. 556) ergebe, auch nicht zur Zurückverweisung berechtigt gewesen, da es bei entsprechender Mitwirkung des Bg. ebenso wie das Finanzamt zur Feststellung des Steueranspruchs für den Veranlagungszeitraum 1944 und eines sich danach etwa ergebenden Erstattungsanspruchs in der Lage sei. - BFH, 10.12.1953 - IV 353/52 U
Vorliegen eines berechtigten Interesses eines Arbeitnehmers an einer Veranlagung …
- BFH, 11.06.1958 - II 221/56 U
Verwirkung von Anfechtungsrechten - Voraussetzungen einer vorläufigen Zurücknahme …
Auszug aus BFH, 04.06.1959 - IV 186/58 U
Der Bg. hat - wie die Vorentscheidung zutreffend ausführt - nichts getan, was etwa vom Finanzamt zwangsläufig im Sinne eines Verzichts zu deuten wäre (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs II 221/56 U vom 11. Juni 1958, BStBl 1958 III S. 352, Slg. Bd. 67 S. 208). - BFH, 21.02.1952 - IV 439/51 S
Anrechnung früher geleisteter Steuerzahlungen außerhalb der vier Besatzungszonen …
Auszug aus BFH, 04.06.1959 - IV 186/58 U
Nach der Entscheidung des Bundesfinanzhofs IV 439/51 S vom 21. Februar 1952 (BStBl 1952 III S. 128, Slg. Bd. 56 S. 324) dürfe den aus den Gebieten östlich der Oder-Neiße-Linie vertriebenen Steuerpflichtigen eine Veranlagung und gegebenenfalls die Erstattung der an die Finanzämter der ehemaligen Reichsfinanzverwaltung geleisteten Vorauszahlungen nicht mit der Begründung abgelehnt werden, daß es sich um Veranlagungszeiträume aus der Zeit vor dem Zuzug in ein Land der Bundesrepublik Deutschland handle, wobei es auch unerheblich sei, ob der Zuzug vor oder nach dem 8. Mai 1945 erfolgt sei.
- OVG Sachsen, 01.04.2003 - 5 B 115/01
Grundsteuer, Vorauszahlung, Verjährung, Festsetzungsverjährung, …
Daher scheidet die Konstruktion eines auf § 30 Abs. 2 GrStG gestützten Anspruchs auf Erstattung des positiven Differenzbetrags zwischen den Vorauszahlungen und der festgesetzten Steuer aus (…wie hier FG Hamburg, aaO, S. 577; generell anders für die Rechtslage nach der Reichsabgabenordnung BFH, Urt. v. 4.6.1959, BFHE 69, 279 [281 f.];… Urt. v. 4.7.1969, BFHE 96, 337 [339];… Urt. v. 13.3.1997, aaO, S. 554). - BFH, 12.03.1970 - IV 7/65
Gegen die Vornahme einer einheitlichen Gewinnfeststellung gerichtete …
Der BFH hat im übrigen schon unter der Herrschaft des vor Erlaß der FGO geltenden Verfahrrensrechts für den mit dem vorliegenden Falle gleichliegenden Fall der Ablehnung einer Veranlagung entschieden, daß das FG die Veranlagung nicht selbst durchzuführen hat (Urteil IV 186/58 U vom 4. Juni 1959, BFH 69, 279, BStBl III 1959, 367). - BFH, 04.07.1969 - III B 6/69
Verbot der Schlechterstellung - Beschwerde - Aussetzung der Vollziehung
Ein Vermögensteuerbescheid auf den 1. Januar 1957 ist bisher nicht ergangen, obwohl die Steuerpflichtige auf Erlaß eines solchen Bescheids zum Zwecke der Erstattung von Vorauszahlungen einen unverjährbaren Rechtsanspruch hat (vgl. BFH-Urteile IV 186/58 U vom 4. Juni 1959, BFH 69, 279, BStBl III 1959, 367, und I 232/63 vom 30. September 1964, StRK, Reichsabgabenordnung, § 73, Rechtsspruch 8, sowie Tipke-Kruse, Reichsabgabenordnung/Finanzgerichtsordnung, 2. und 3. Aufl., § 210 AO Anm. 7 Abs. 2 und 5). - BFH, 25.10.1989 - V R 11/84
Voraussetzungen für die Änderung eines Umsatzsteuerbescheids
Ansprüche des Steuerpflichtigen auf Festsetzung einer negativen Steuerschuld oder auf Änderungsveranlagung, um dadurch die Voraussetzungen zur Erstattung des überzahlten Steuerbetrages zu schaffen, unterliegen keiner Verjährung nach Vorschriften der AO (vgl. dazu Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 4. Juni 1959 IV 186/58 U, BFHE 69, 279, BStBl III 1959, 367; Oberfinanzdirektion - OFD - Bremen, Verfügung vom 10. August 1977, Steuererlasse in Karteiform, § 164, Abgabenordnung, Nr. 2;… Kühn/Kutter/Hofmann, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 15. Aufl., Art. 97 § 10 EGAO 1977 Anm. 2). - BFH, 29.10.1965 - VI 52/65 U
Zulässikeit des Berufungsverfahren gegen den ablehnenden Bescheid einer …
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