Rechtsprechung
| BFH, 29.04.1981 - IV R 131/78 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Simons & Moll-Simons
EStG § 15 (Abs. 1) Nr. 2, § 20 Abs. 1 Nr. 4, § 4 Abs. 4
- Wolters Kluwer
Kommanditist - Buchwert - Betriebsausgaben - Stiller Gesellschafter
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Zur Frage der Mitunternehmerschaft von Kommanditisten, die ohne weiteres zum Buchwert aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden können
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 133, 392
- BStBl II 1981, 663
Wird zitiert von ... (40) Zitiert selbst (16)
- BFH, 08.02.1979 - IV R 163/76
Zur Mitunternehmereigenschaft von schenkweise als Kommanditisten aufgenommenen …
Auszug aus BFH, 29.04.1981 - IV R 131/78
Kommt es aber bei der Anteilsveräußerung darauf an, ob der Kommanditist auch Mitunternehmer war, so muß wegen des engen Zusammenhangs beider Bestimmungen Gleiches auch für den laufenden Gewinn gelten (BFH-Entscheidungen vom 21. Februar 1974 IV B 28/73, BFHE 112, 51, BStBl II 1974, 404; vom 8. Februar 1979 IV R 163/76, BFHE 127, 188, BStBl II 1979, 405).Auch hieraus folgt, daß ein Kommanditist nur dann gewerbliche Einkünfte erzielt, wenn er zugleich die Eigenschaft eines Mitunternehmers besitzt (vgl. BFHE 127, 188, BStBl II 1979, 405).
b) Ob ein Kommanditist Mitunternehmer ist, hängt davon ab, ob er wenigstens annähernd die Rechte erlangt hat, die einem Kommanditisten nach dem HGB zustehen (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 6. April 1979 I R 116/77, BFHE 128, 202, BStBl II 1979, 620; vom 5. Juli 1979 IV R 27/76, BFHE 128, 375, BStBl II 1979, 670; BFHE 127, 188, BStBl II 1979, 405).
- BFH, 13.03.1980 - IV R 59/76
Zur Angemessenheit der Gewinnverteilung bei einer Familien-KG
Auszug aus BFH, 29.04.1981 - IV R 131/78
Er hat allerdings verschiedentlich ausgeführt, daß der angemessene Gewinnanteil eines von der Ausschließung zum Buchwert bedrohten Kommanditisten nach dem Nennwert der Einlage zu berechnen sei (Urteile vom 27. September 1973 IV R 33/71, BFHE 110, 357, BStBl II 1974, 51; vom 29. Januar 1976 IV R 89/75, BFHE 118, 311, BStBl II 1976, 374; vom 13. März 1980 IV R 59/76, BFHE 130, 301, BStBl II 1980, 437).In den entschiedenen Fällen bestand jedoch hinsichtlich der Mitunternehmerschaft zwischen den Beteiligten kein Streit, so daß der Senat auf diese Frage nicht im einzelnen einzugehen brauchte; er hat sie in den Entscheidungen in BFHE 118, 311, BStBl II 1976, 374 und in BFHE 130, 301, BStBl II 1980, 437 ausdrücklich offengelassen.
- BFH, 29.01.1976 - IV R 89/75
Zuwendung eines Kommanditanteils - Schenkung - Eigene Einkunftsquelle - …
Auszug aus BFH, 29.04.1981 - IV R 131/78
Er hat allerdings verschiedentlich ausgeführt, daß der angemessene Gewinnanteil eines von der Ausschließung zum Buchwert bedrohten Kommanditisten nach dem Nennwert der Einlage zu berechnen sei (Urteile vom 27. September 1973 IV R 33/71, BFHE 110, 357, BStBl II 1974, 51; vom 29. Januar 1976 IV R 89/75, BFHE 118, 311, BStBl II 1976, 374; vom 13. März 1980 IV R 59/76, BFHE 130, 301, BStBl II 1980, 437).In den entschiedenen Fällen bestand jedoch hinsichtlich der Mitunternehmerschaft zwischen den Beteiligten kein Streit, so daß der Senat auf diese Frage nicht im einzelnen einzugehen brauchte; er hat sie in den Entscheidungen in BFHE 118, 311, BStBl II 1976, 374 und in BFHE 130, 301, BStBl II 1980, 437 ausdrücklich offengelassen.
- BGH, 20.01.1977 - II ZR 217/75
Hinauskündigung eines Gesellschafters nach freiem Ermessen
Auszug aus BFH, 29.04.1981 - IV R 131/78
Dieser Beurteilung steht nicht entgegen, daß nach der jüngeren Rechtsprechung des BGH ein gesellschaftsvertragliches Ausschließungsrecht regelmäßig nur bei einem wichtigen Grund für eine solche Maßnahme besteht (Urteil vom 20. Januar 1977 II ZR 217/75, BGH 68, 212), dem ausgeschlossenen Gesellschafter jedenfalls aber eine angemessene Abfindung zu gewähren ist (Urteil vom 29. Mai 1978 II ZR 52/77, Neue Juristische Wochenschrift 1979 S. 104 - NJW 1979, 104 -). - BGH, 29.05.1978 - II ZR 52/77
Nichtigkeit einer Abfindungsklausel - Begriff der Buchwertabfindung - Anspruch …
Auszug aus BFH, 29.04.1981 - IV R 131/78
Dieser Beurteilung steht nicht entgegen, daß nach der jüngeren Rechtsprechung des BGH ein gesellschaftsvertragliches Ausschließungsrecht regelmäßig nur bei einem wichtigen Grund für eine solche Maßnahme besteht (Urteil vom 20. Januar 1977 II ZR 217/75, BGH 68, 212), dem ausgeschlossenen Gesellschafter jedenfalls aber eine angemessene Abfindung zu gewähren ist (Urteil vom 29. Mai 1978 II ZR 52/77, Neue Juristische Wochenschrift 1979 S. 104 - NJW 1979, 104 -). - BVerfG, 18.03.1970 - 1 BvR 498/66
Rente bei DDR-Aufenthalt
Auszug aus BFH, 29.04.1981 - IV R 131/78
Da die Rechtsauffassung des Senats nicht an das Bestehen von Familienbeziehungen anknüpft, ist auch das Familienschutzgebot nicht verletzt (vgl. Beschluß des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - vom 18. März 1970 1 BvR 498/66, BVerfGE 28, 104, 112). - BGH, 29.01.1962 - II ZR 172/60
Wirksame Kündigung eines Kommanditisten; Anforderungen an das Zustandekommen …
Auszug aus BFH, 29.04.1981 - IV R 131/78
Durch ein so gestaltetes Ausschließungsrecht wird die rechtliche und wirtschaftliche Stellung der Kommanditisten außergewöhnlich eingeengt und einseitig von den Entscheidungen des persönlich haftenden Gesellschafters abhängig gemacht (Urteile des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 29. Januar 1962 II ZR 172/60, Wertpapier-Mitteilungen 1962 S. 462 - WM 1962, 462 - = Betriebs-Berater 1962 S. 465 - BB 1962, 465 - vom 18. März 1968 II ZR 26/66, WM 1968, 532 = BB 1968, 480). - BFH, 21.02.1974 - IV B 28/73
OHG - KG - Einkünfte aus Gewerbebetrieb - Voraussetzungen der Zurechnung - …
Auszug aus BFH, 29.04.1981 - IV R 131/78
Kommt es aber bei der Anteilsveräußerung darauf an, ob der Kommanditist auch Mitunternehmer war, so muß wegen des engen Zusammenhangs beider Bestimmungen Gleiches auch für den laufenden Gewinn gelten (BFH-Entscheidungen vom 21. Februar 1974 IV B 28/73, BFHE 112, 51, BStBl II 1974, 404; vom 8. Februar 1979 IV R 163/76, BFHE 127, 188, BStBl II 1979, 405). - BFH, 22.01.1970 - IV R 178/68
Geschenkte Einlagen - Nahe Angehörige - Alleinunternehmer - Gewinnanteile - …
Auszug aus BFH, 29.04.1981 - IV R 131/78
Diese Möglichkeit besteht auch im Rahmen einer Familienpersonengesellschaft; hiervon ist der Senat bereits in seiner Entscheidung vom 22. Januar 1970 IV R 178/68 (BFHE 98, 405, BStBl II 1970, 416) ausgegangen. - BFH, 29.01.1976 - IV R 102/73
Familien-Personengesellschaft - Einkommensteuerrechtliche Anerkennung - …
Auszug aus BFH, 29.04.1981 - IV R 131/78
Ein Gesellschaftsvertrag zwischen einander nahestehenden Personen muß klar und eindeutig sein; bei seiner steuerlichen Würdigung können Rechtspositionen nicht berücksichtigt werden, die ungewiß sind und vom Gesellschafter erst im Prozeßwege durchgesetzt werden müßten (BFH-Urteil vom 29. Januar 1976 IV R 102/73, BFHE 118, 181, BStBl II 1976, 328). - BFH, 05.07.1979 - IV R 27/76
Zur einkommensteuerrechtlichen "Anerkennung" einer Familien-GmbH & Co. KG
- BFH, 06.04.1979 - I R 116/77
Zur steuerlichen Anerkennung einer Mitunternehmerschaft von Kindern (Enkeln) an …
- BFH, 27.09.1973 - IV R 33/71
Angemessenheit der Gewinnverteilung bei schenkungsweise nahen Angehörigen …
- BFH, 08.08.1974 - IV R 101/73
Gewinnbeteiligung - Stille Beteiligung - Familienbetrieb - Handelsgewerbe - …
- BFH, 20.02.1975 - IV R 62/74
Gesellschaftsvertrag zwischen Familienangehörigen - Schenkung - Typische stille …
- BGH, 18.03.1968 - II ZR 26/66
Kündigung des Gesellschaftsverhältnisses gegenüber allen Kommanditisten durch …
- BFH, 25.06.1984 - GrS 4/82
Zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung der GmbH & Co. KG
Ist der Gesellschafter nicht zugleich Mitunternehmer, so kann er allenfalls -bei entsprechender Tatbestandsverwirklichung- Einkünfte im Rahmen einer nichtbetrieblichen Einkunftsart beziehen oder erzielen (z. B. BFH-Urteil vom 29. April 1981 IV R 131/78, BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663).Ausreichend ist indes schon die Möglichkeit zur Ausübung von Gesellschafterrechten, die wenigstens den Stimm-, Kontroll- und Widerspruchsrechten angenähert sind, die einem Kommanditisten nach dem HGB zustehen (BFH-Urteil in BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663, m. w. N.) oder die den gesellschaftsrechtlichen Kontrollrechten nach § 716 Abs. 1 BGB entsprechen (BFH-Urteil vom 19. Februar 1981 IV R 152/76, BFHE 133, 180, BStBl II 1981, 602).
Ein Kommanditist trägt ein solches Risiko, indem er einerseits am laufenden Gewinn, im Falle seines Ausscheidens und der Liquidation auch an den stillen Reserven (§§ 168, 161 Abs. 2, 138, 155 HGB, §§ 738 ff. BGB), andererseits nach Maßgabe des § 167 Abs. 3 HGB am Verlust beteiligt ist (BFH-Urteil in BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663).
- BFH, 22.06.2017 - IV R 42/13
Mitunternehmer bei nur kurzfristiger Kommanditistenstellung - Abgeltung des …
Rn. 44 Ein Kommanditist ist nach ständiger Rechtsprechung des BFH Mitunternehmer, wenn seine Stellung nach dem Gesellschaftsvertrag und der tatsächlichen Durchführung nicht wesentlich hinter derjenigen zurückbleibt, die handelsrechtlich das Bild des Kommanditisten bestimmt (vgl. BFH-Urteil vom 29. April 1981 IV R 131/78, BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663, unter II.1.b, m.w.N.). - BFH, 16.01.2008 - II R 10/06
Keine Schenkungsteuer bei Zuwendung einer nicht atypischen Unterbeteiligung
Ausreichend ist die Möglichkeit zur Ausübung von Gesellschafterrechten, die wenigstens den Stimm-, Kontroll- und Widerspruchsrechten angenähert sind, die einem Kommanditisten nach dem HGB zustehen (vgl. BFH-Urteil vom 29. April 1981 IV R 131/78, BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663) oder die den gesellschaftsrechtlichen Kontrollrechten nach § 716 Abs. 1 BGB entsprechen (vgl. BFH-Urteil vom 19. Februar 1981 IV R 152/76, BFHE 133, 180, BStBl II 1981, 602).
- BFH, 28.10.1999 - VIII R 66/97
Kommanditist nicht immer Mitunternehmer
Ein solcher Kommanditist bezieht keine Einkünfte aus Gewerbebetrieb, sondern als Darlehensgeber (vgl. u.a. BFH-Urteile vom 29. April 1981 IV R 131/78, BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663;… vom 9. Oktober 1986 IV R 259/84, BFH/NV 1987, 567 a.E.) oder stiller Gesellschafter (BFH-Urteil vom 6. Juli 1995 IV R 79/94, BFHE 178, 180, BStBl II 1996, 269, unter II. 1. der Gründe, m.w.N.) Einkünfte aus Kapitalvermögen. - BFH, 06.07.1995 - IV R 79/94
Zur steuerrechtlichen Anerkennung einer Unterbeteiligung am OHG-Anteil des Vaters …
Kündigungsklauseln, die es dem Berechtigten ermöglichen, den nahen Angehörigen jederzeit ohne Angabe von Gründen aus der Gesellschaft hinauszukündigen, sind von der Rechtsprechung seit jeher in dem Sinne gewertet worden, daß der nahe Angehörige nicht als Mitunternehmer anzusehen ist (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 29. April 1981 IV R 131/78, BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663; vom 15. Oktober 1981 IV R 52/79, BFHE 135, 179, BStBl II 1982, 342), und zwar auch dann, wenn das Kündigungsrecht erstmals nach Ablauf einer längeren Zeit ausgeübt werden kann (…vgl. Senatsurteil vom 9. Oktober 1986 IV R 259/84, BFH/NV 1987, 567), und unbeschadet des Umstandes, daß die Hinauskündigungsklausel in der vertraglich vereinbarten Formel möglicherweise zivilrechtlich unwirksam ist (Urteil in BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663).Ein Gesellschaftsvertrag, der für einen Kommanditisten ungewöhnliche Beschränkungen enthält, von einem typischen stillen Gesellschafter aber hingenommen würde, kann steuerrechtlich als Grundlage einer so zu wertenden Geschäftsbeziehung angesehen werden (Senatsurteile in BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663, und in BFH/NV 1987, 567).
- FG Hessen, 15.07.2025 - 11 V 630/25
Zur Sicherheitsleistung bei der Aussetzung der Vollziehung eines …
So habe der BFH in diesem Zusammenhang ausgeführt, dass ein Kommanditist, der unter der ständigen Drohung der Hinausdrängung zum Buchwert stehe, seine Kontroll-, Widerspruchs- und Mitwirkungsrechte nicht so ausüben könne, wie es seinem eigenen Interesse als Gesellschafter entspreche; vermögensmäßig beinhalte seine Mitgliedschaft nur eine Beteiligung am laufenden Gewinn, nicht aber an den stillen Reserven des Unternehmens, die der persönlich haftende Gesellschafter durch Gebrauch seines Ausschließungsrechts jederzeit an sich ziehen könne und die der Kommanditist auch nicht durch eine Veräußerung seiner Beteiligung realisieren könne, weil seine geminderte Rechtsstellung den Veräußerungspreis beeinflusse (vgl. BFH-Urteil vom 29.04.1981 - IV R 131/78, BStBl II 1981, 663).Außerdem ist der Antragsteller unter Verweis auf das BFH-Urteil vom 06.07.1995 - IV R 79/94 (BStBl II 1996, 269), welches seiner Auffassung nach nicht auf Familiengesellschaften beschränkt ist, sondern auch unter fremden Dritten gelte (vgl. BFH-Urteil vom 29.04.1981 - IV R 131/78, BStBl II 1981, 663), der Ansicht, dass es für die Verneinung der Mitunternehmerstellung auch nicht auf die zivilrechtliche Wirksamkeit der Abfindungsklausel ankomme.
(1) Sowohl den vom Antragsteller zitierten BFH-Entscheidungen (vgl. BFH-Urteile vom 29.04.1981 - IV R 131/78, BStBl II 1981, 663, Rn. 1 und 16;… vom 15.10.1981 - IV R 52/79, BStBl II 1982, 342, Rn. 3 und 13;… vom 21.11.1989 - VIII R 70/84, BFH/NV 1991, 223, Rn. 4 und 17 [überdies zu § 39 Abs. 2 Nr. 1 AO statt zu § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 S. 1 Hs. 1 EStG];… vom 06.07.1995 - IV R 79/94, BStBl II 1996, 269, Rn. 8 und 20) als auch weiteren einschlägigen BFH-Entscheidungen (…vgl. BFH-Beschluss vom 30.05.2006 - IV B 168/04, BFH/NV 2006, 1828, Leitsatz 3 und Rn. 6, mit zahlreichen Nachweisen;… BFH-Urteile vom 14.11.1989 - VIII R 41/84, BFH/NV 1990, 92;… vom 09.10.1086 - IV R 259/84, BFH/NV 1987, 567; vom 06.04.1979 - I R 116/77, BStBl II 1979, 620) lässt sich - zumindest in Zusammenschau mit dem jeweiligen Tatbestand - eindeutig entnehmen, dass diese höchstrichterliche Rechtsprechung jeweils - und im Unterschied zum vorliegenden Streitfall - eine sog. Hinauskündigungsklausel betraf, welche es ermöglichte, den betreffenden Gesellschafter (ggf. jederzeit [zum Ende des Geschäftsjahres) ohne Vorliegen eines wichtigen Grunds bzw. ohne weitere Voraussetzungen (vgl. auch BFH-Urteil vom 29.04.1981 - IV R 131/78, BStBl II 1981, 663, Leitsatz: "ohne [W]eiteres";… BFH-Urteil vom 15.10.1981 - IV R 52/79, BStBl II 1982, 342, Leitsatz bzw. Rn. 13: "jederzeit" bzw. "ohne weitere Voraussetzungen";… BFH-Beschluss vom 30.05.2006 - IV B 168/04, BFH/NV 2006, 1828, Leitsatz 3 und Rn. 6: "ohne weitere Voraussetzungen";… BFH-Urteil vom 06.07.1995 - IV R 79/94, BStBl II 1996, 269, Rn. 20: "jederzeit ohne Angabe von Gründen") aus der Gesellschaft auszuschließen (resp. ihm ohne Vorliegen eines wichtigen Grunds bzw. ohne weitere Voraussetzungen zu kündigen).
- BFH, 05.06.1986 - IV R 53/82
Zur verdeckten Mitunternehmerschaft und steuerlichen Anerkennung von …
a) Der Senat hat in diesem Zusammenhang mehrfach entschieden, daß Kinder, die von ihren Eltern in eine bestehende oder zur Fortführung des Unternehmens neu gegründete Familien-KG aufgenommen werden, nur dann Mitunternehmer i. S. von § 15 Abs. 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) werden, wenn ihnen wenigstens annäherungsweise diejenigen Rechte eingeräumt sind, die einem Kommanditisten nach dem Regelstatut des Handelsgesetzbuches (HGB) über die KG zukommen (z. B. Urteile vom 8. Februar 1979 IV R 163/76, BFHE 127, 188, BStBl II 1979, 405; vom 29. April 1981 IV R 131/78, BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663, vom 15. Oktober 1981 IV R 52/79, BFHE 135, 179, BStBl II 1982, 342).Hierbei ist jeweils zugunsten der Beteiligten unterstellt worden, daß der Gesellschaftsvertrag steuerlich überhaupt anerkannt werden kann; er ist alsdann nach Grundsätzen beurteilt worden, die auch für die Anerkennung einer Mitunternehmerschaft unter Dritten gelten (Urteil vom 29. April 1981 IV R 131/78, BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663).
Eine derartige Möglichkeit hat der Senat als unvereinbar mit einer Mitunternehmerschaft der Kinder angesehen (BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663; BFHE 135, 179, BStBl II 1982, 342).
- BFH, 09.10.2001 - VIII R 77/98
Umsatzsteuerkorrektur bei bestrittenen Forderungen
Der Annahme einer mitunternehmerschaftlichen Beteiligung hätte es zwar entgegengestanden, wenn der Unterbeteiligte ohne Weiteres vom Hauptbeteiligten aus der Unterbeteiligungsgesellschaft gegen eine Abfindung hätte hinausgedrängt werden können, bei der er nicht an den stillen Reserven der Hauptbeteiligung unter Einbeziehung des Geschäftswerts der KG beteiligt wäre (vgl. BFH-Urteile vom 29. April 1981 IV R 131/78, BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663; vom 15. Oktober 1981 IV R 52/79, BFHE 135, 179, BStBl II 1982, 342).b) Die übrigen Entscheidungen des BFH zur Angemessenheit der Gewinnverteilung bei schenkweisem Erwerb einer Beteiligung an einer Familienpersonengesellschaft beziehen sich auf Sachverhalte, die mit demjenigen des Streitfalles nicht vergleichbar sind, weil nicht über die Angemessenheit der Gewinnverteilung bei einer mitunternehmerschaftlichen Unterbeteiligung an einem Kommanditanteil an einer Fremd-KG zu entscheiden war (vgl. BFH-Urteile vom 29. März 1973 IV R 158/68, BFHE 109, 47, BStBl II 1973, 489: Aufnahme der Söhne in das bisherige Einzelunternehmen als Kommanditisten; in BFHE 109, 328, BStBl II 1973, 650: typisch stille Beteiligung an einer Familien-OHG; vom 27. September 1973 IV R 33/71, BFHE 110, 357, BStBl II 1974, 51: Schenkung von Kommanditbeteiligungen an einer Familien-KG mit der Möglichkeit einer Kündigung zum Buchwert; vom 29. Januar 1976 IV R 89/75, BFHE 118, 311, BStBl II 1976, 374: Schenkung einer Kommanditbeteiligung an einer Familien-KG mit der Möglichkeit einer Kündigung zum Buchwert; vom 13. März 1980 IV R 59/76, BFHE 130, 301, BStBl II 1980, 437: Übertragung von Kommanditanteilen an einer Familien-KG mit der Möglichkeit der Kündigung zum Buchwert; in BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663: keine Mitunternehmerstellung eines Kommanditisten, der jederzeit zum Buchwert ausgeschlossen werden kann; in BFHE 147, 495, BStBl II 1987, 54: Unterbeteiligung an dem Gesellschaftsanteil eines Komplementärs, bei der die Verlustbeteiligung der Kinder auf den Betrag der Unterbeteiligung beschränkt war; vom 31. Mai 1989 III R 91/87, BFHE 158, 16, BStBl II 1990, 10: Aufnahme der Kinder als stille Gesellschafter in ein Einzelunternehmen;… vom 19. Juni 1990 VIII R 112/85, BFH/NV 1991, 365: Unterbeteiligung an dem Kommanditanteil an einer Familien-KG mit der Möglichkeit der Kündigung zum Buchwert;… vom 6. November 1991 XI R 35/88, BFH/NV 1992, 452: Gewinnverteilung zwischen den teilweise mitarbeitenden Gesellschaftern einer Familien-KG und Zurechnung des unangemessenen Gewinnanteils; vom 27. Januar 1994 IV R 114/91, BFHE 174, 219, BStBl II 1994, 635: geschenkte Unterbeteiligung an einem Kommanditanteil, Zurückverweisung an das FG, um tatsächliche Durchführung des Vertrages und ggf. Angemessenheit der Gewinnverteilung zu prüfen; vom 6. Juli 1995 IV R 79/94, BFHE 178, 180, BStBl II 1996, 269: keine Mitunternehmerstellung und deshalb keine gewerblichen Einkünfte aus der Unterbeteiligung).
- BFH, 16.05.1989 - VIII R 196/84
Keine Mitunternehmerstellung bei schenkweiser Übertragung von Kommanditanteilen …
Im übrigen hat der BFH wiederholt darauf hingewiesen, daß Mitunternehmerinitiative und -risiko nicht gegeben sind, wenn der Gesellschafter einer Personengesellschaft zu einem beliebigen Zeitpunkt aus der Gesellschaft wieder hinausgekündigt werden kann (Urteile vom 29. April 1981 IV R 131/78, BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663; vom 15. Oktober 1981 IV R 52/79, BFHE 135, 179, BStBl II 1982, 342, …und Urteile vom 10. November 1987 VIII R 166/84, BFHE 152, 325, 328, BStBl II 1989, 758, und VIII R 44/85, BFH/NV 1988, 360).Für die Vereinbarung eines stillen Gesellschaftsverhältnisses (vgl. dazu Urteil in BFHE 133, 392, BStBl II 1981, 663) gibt es im Streitfall keine Anhaltspunkte.
- BSG, 22.04.1986 - 12 RK 53/84
Gewinnanteile eines Kommanditisten - Zurechnung zum Arbeitseinkommen - …
Denn gemäß § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG sind Einkünfte aus Gewerbebetrieb u.a. Gewinnanteile der Gesellschafter einer Offenen Handelsgesellschaft (OHG), einer KG und einer anderen Gesellschaft, bei der der Gesellschafter als Unternehmer (Mitunternehmer) anzusehen ist; dabei bezieht sich der Nebensatz ("bei der ...") auch auf Gesellschafter einer OHG und einer KG (Blümich / Falk, EStG, 12. Aufl., § 15 Rz. 241, 242 unter Hinweis auf die Rechtsprechung des BFH, vgl. dazu BFHE 133, 392, 393).Auch der Bundesfinanzhof (BFH) verneint die Mitunternehmereigenschaft eines Kommanditisten, wenn seine Stellung "nach dem Gesellschaftsvertrag und der tatsächlichen Handhabung wesentlich hinter dem zurückbleibt, was handelsrechtlich das Bild des Kommanditisten bestimmt" (BFHE 116, 497; vgl. ferner BFHE 119, 421, 424) oder - nach neuerer Formulierung - er nicht "wenigstens annähernd die Rechte erlangt hat, die einem Kommanditisten nach dem HGB zustehen" (BFHE 133, 392, 394).
Die Stellung des Kommanditisten entspricht in einem solchen Falle derjenigen eines stillen Gesellschafters nach § 230 des Handelsgesetzbuches (HGB), dessen Einnahmen aus Beteiligung an einem Handelsgeschäft gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 4 EStG zu den Einkünften aus Kapitalvermögen gehören, es sei denn, daß er (ausnahmsweise) als Mitunternehmer anzusehen ist (vgl. BFHE 133, 392, 393).
- FG Hamburg, 13.07.2011 - 1 K 43/10
Gewerbesteuerpflicht: Veräußerung eines 1%igen Mitunternehmeranteils durch eine …
- BFH, 11.07.1989 - VIII R 41/84
Besonderheiten bei der Besteuerung einzelner Gesellschafter - Bestimmung der …
- BFH, 09.10.1986 - IV R 259/84
Steuerliche Behandlung von Gewinnanteilen eines Kommanditisten - Voraussetzungen …
- BFH, 15.10.1981 - IV R 52/79
Zur Bedeutung einer etwaigen Abfindung für die Frage der Mitunternehmerschaft von …
- FG Düsseldorf, 18.12.2017 - 6 K 1598/16
Kommanditbeteiligung einer Stiftung als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
- BFH, 14.05.2003 - X R 14/99
Typisch stille Gesellschaft, minderjährige Kinder
- FG Hamburg, 25.11.2015 - 2 K 203/13
Auslegung eines Ergänzungsbescheides - Mitunternehmerschaft bei Beteiligung für …
- FG Rheinland-Pfalz, 27.04.2006 - 4 K 2162/03
Gewährung eines Betriebsvermögensfreibetrags und eines verminderten Wertansatzes …
- FG Hamburg, 22.07.2010 - 2 K 179/08
Mitunternehmerstellung bei Durchgangserwerb
- FG Rheinland-Pfalz, 27.04.2006 - 4 K 2164/03
Gewährung eines Betriebsvermögensfreibetrags und eines verminderten Wertansatzes …
- FG Rheinland-Pfalz, 27.04.2006 - 4 K 2163/03
Gewährung eines Betriebsvermögensfreibetrags und eines verminderten Wertansatzes …
- BFH, 24.07.1986 - IV R 103/83
Zur Prüfung der Angemessenheit der Gewinnverteilung bei als …
- FG Niedersachsen, 29.09.2011 - 10 K 269/08
Steuerliche Anerkennung einer Schenkung unter nahen Angehörigen bei Zuwendung …
- FG Rheinland-Pfalz, 27.04.2006 - 4 K 2165/03
Gewährung eines Betriebsvermögensfreibetrags und eines verminderten Wertansatzes …
- FG Köln, 20.03.2019 - 4 K 3252/13
Bestehen einer Mitunternehmerschaft für erneute Steuerbescheide mit gesonderter …
- BFH, 30.05.2006 - IV B 168/04
Keine Mitunternehmerstellung bei Rückübertragungsrecht des Schenkers
- FG Hamburg, 21.07.2020 - 2 K 206/17
Einkommensteuer: Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums an einem KG-Anteil
- FG Baden-Württemberg, 11.07.2006 - 4 K 369/01
Mittelbare Beteiligung eines atypisch stillen Gesellschafters einer …
- BFH, 28.10.1999 - VIII R 70/97
Kommanditgesellschaft - Kommanditist - Laufender Gewinn - Gesamtgewinn - …
- BFH, 28.10.1999 - VIII R 67/97
Kommanditgesellschaft - Kommanditist - Laufender Gewinn - Gesamtgewinn - …
- BFH, 28.10.1999 - VIII R 69/97
Kommanditgesellschaft - Kommanditist - Laufender Gewinn - Gesamtgewinn - …
- BFH, 28.10.1999 - VIII R 68/97
Kommanditgesellschaft - Kommanditist - Laufender Gewinn - Gesamtgewinn - …
- FG Thüringen, 08.03.2006 - III 1209/02
Kommanditisten als Mitunternehmer oder Arbeitnehmer
- FG Düsseldorf, 19.03.1998 - 11 K 7531/93
Hinzurechnung der Vergütung an einen Komplementär zum Jahresgewinn gemäß § 15 …
- FG Düsseldorf, 19.03.1998 - 11 K 7111/93
Hinzurechnung der Vergütung an einen Komplementär zum Jahresgewinn gemäß § 15 …
- BFH, 21.11.1989 - VIII R 70/84
Einkommensteuerveranlagung eines faktischen Mitunternehmers
- BFH, 26.02.1987 - IV R 147/85
Voraussetzungen für die Mitunternehmerschaft an einem Gewerbebetrieb
- FG Nürnberg, 04.02.2004 - V 145/02
Mitunternehmerschaft bei stiller Beteiligung
- BFH, 05.05.1983 - IV R 128/80
- BFH, 15.10.1981 - IV R 11/79
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