Rechtsprechung
| BFH, 28.10.2015 - I R 10/13 |
Volltextveröffentlichungen (14)
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Bonusprogramm eines Kreditinstituts in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft als verdeckte Gewinnausschüttung
- openjur.de
- Bundesfinanzhof
KStG § 8 Abs 3 S 1, KStG § 8 Abs 3 S 2, KStG § 22, GenG § 1 Abs 1, KStG VZ 2005, KStG VZ 2006, KStG VZ 2007
Bonusprogramm eines Kreditinstituts in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft als verdeckte Gewinnausschüttung - rechtsinformationen.bund.de
Bonusprogramm eines Kreditinstituts in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft als verdeckte Gewinnausschüttung
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 8 Abs 3 S 1 KStG 2002, § 8 Abs 3 S 2 KStG 2002, § 22 KStG 2002, § 1 Abs 1 GenG, KStG VZ 2005
Bonusprogramm eines Kreditinstituts in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft als verdeckte Gewinnausschüttung - IWW
§ 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung, § ... 8 Abs. 2 des Körperschaftsteuergesetzes (KStG 2002), § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG 2002, § 118 Abs. 2 FGO, § 1 Abs. 1 des Gesetzes betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, § 8 Abs. 3 Satz 1 KStG 2002, § 22 KStG, § 22 KStG 2002, § 76 FGO, § 22 Abs. 1 Satz 1 KStG 2002, § 22 Abs. 2 Satz 2 KStG 2002, § 76 Abs. 1 FGO, § 135 Abs. 2 FGO
- Wolters Kluwer
Körperschaftsteuerliche Behandlung von Zahlungen eines Kreditinstituts in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft aus einem Bonusprogramm für Genossenschaftsmitglieder
- ra.de
- degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
KStG § 8 Abs. 3; KStG § 22; GenG § 1 Abs. 1
Boni für Genossenschaftsmitglieder als vGA - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
KStG § 8 Abs. 3 Satz 1, 2, § 22; GenG § 1 Abs. 1
Körperschaftsteuerliche Behandlung von Zahlungen eines Kreditinstituts in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft aus einem Bonusprogramm für Genossenschaftsmitglieder - ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Bonusprogramm einer Genossenschaftsbank als verdeckte Gewinnausschüttung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (5)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Das Bonusprogramm der Genossenschaftsbank - als verdeckte Gewinnausschüttung
- wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)
Bonuszahlungen an Genossenschaftsmitglieder als verdeckte Gewinnausschüttungen
- nwb.de (Kurzmitteilung)
Bonusprogramm einer Genossenschaftsbank als vGA
- pwc.de (Kurzinformation)
Bonusprogramm eines Kreditinstituts in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft als verdeckte Gewinnausschüttung
- datenbank.nwb.de (Kurzinformation)
Bonuszahlungen einer Genossenschaftsbank als verdeckte Gewinnausschüttung
In Nachschlagewerken
- smartsteuer.de | Lexikon des Steuerrechts
- Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften
- Körperschaftsteuerrechtliche Behandlung
Sonstiges (2)
Verfahrensgang
- FG Nürnberg, 06.11.2012 - 1 K 287/11
- BFH, 28.10.2015 - I R 10/13
Papierfundstellen
- BFHE 252, 101
- ZIP 2016, 859
- BB 2016, 534
- DB 2016, 450
- BStBl II 2016, 298
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (13)
- BFH, 11.10.1989 - I R 208/85
1. Verdeckte Gewinnausschüttung bei Genossenschaften - 2. Zur Anwendung des § 3c …
Auszug aus BFH, 28.10.2015 - I R 10/13
Das gilt auch für Genossenschaften, vorausgesetzt, es bestehen Rechtsbeziehungen auf mitgliedschaftlicher oder mitgliedschaftsähnlicher Grundlage (z.B. Senatsurteile vom 24. August 1983 I R 16/79, BFHE 140, 167, BStBl II 1984, 273; vom 11. Oktober 1989 I R 208/85, BFHE 158, 388, BStBl II 1990, 88; in BFHE 218, 113; s.a. Beuthien, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2007, 1847, 1848;… Gosch, KStG, 3. Aufl., § 8 Rz 201), und um einen solchen Vorgang geht es im Streitfall.Auf dieser Grundlage können Leistungsentgelte mit den Mitgliedern --d.h. schuldrechtliche Entgelte, die sich auf die Inanspruchnahme des Betriebs der Genossenschaft durch ein Mitglied beziehen-- nach dem Kostendeckungsprinzip bemessen werden und sind unterschiedliche Leistungsentgelte für Mitglieder und Nichtmitglieder gerechtfertigt (z.B. Senatsurteil in BFHE 158, 388, BStBl II 1990, 88; s.a. Beuthien, DStR 2007, 1847, 1849 ff.; Herzig, Betriebs-Berater 1990, 603, 604 ff.).
Rn. 18 aa) Der Tatbestand des § 22 KStG 2002, der eine Einkommensminderung bei Rückvergütung im Mitgliedergeschäft erwirtschafteter Beträge (§ 22 Abs. 1 Satz 1 KStG 2002) und bei bestimmten Nachzahlungen bzw. für Rückzahlungen von Unkostenbeiträgen (§ 22 Abs. 2 Satz 2 KStG 2002) --jeweils als Sonderform einer Überschussverteilung an die Mitglieder (Senatsurteil in BFHE 78, 553, BStBl III 1964, 211), die nicht als vGA einkommenserhöhend zu berücksichtigen ist (z.B. Senatsurteile in BFHE 158, 388, BStBl II 1990, 88; in BFHE 218, 113;… Gosch/Roser, a.a.O., § 22 Rz 7)-- zulassen würde, ist nicht erfüllt.
- BFH, 24.04.2007 - I R 37/06
Nachzahlungen einer Arbeitnehmerproduktionsgenossenschaft an ihre Mitglieder
Auszug aus BFH, 28.10.2015 - I R 10/13
Dieser Grundsatz gilt auch für eingetragene Genossenschaften (Senatsurteil vom 24. April 2007 I R 37/06, BFHE 218, 113 [die Verfassungsbeschwerde war erfolglos, s. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 2. Juli 2008 1 BvR 2000/07, nicht veröffentlicht]; s.a. Herlinghaus, Deutsche Steuerzeitung --DStZ-- 2003, 865, 866), deren sämtliche Einkünfte gemäß § 8 Abs. 2 des Körperschaftsteuergesetzes (KStG 2002) als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu behandeln sind.Das gilt auch für Genossenschaften, vorausgesetzt, es bestehen Rechtsbeziehungen auf mitgliedschaftlicher oder mitgliedschaftsähnlicher Grundlage (z.B. Senatsurteile vom 24. August 1983 I R 16/79, BFHE 140, 167, BStBl II 1984, 273; vom 11. Oktober 1989 I R 208/85, BFHE 158, 388, BStBl II 1990, 88; in BFHE 218, 113; s.a. Beuthien, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2007, 1847, 1848;… Gosch, KStG, 3. Aufl., § 8 Rz 201), und um einen solchen Vorgang geht es im Streitfall.
Rn. 18 aa) Der Tatbestand des § 22 KStG 2002, der eine Einkommensminderung bei Rückvergütung im Mitgliedergeschäft erwirtschafteter Beträge (§ 22 Abs. 1 Satz 1 KStG 2002) und bei bestimmten Nachzahlungen bzw. für Rückzahlungen von Unkostenbeiträgen (§ 22 Abs. 2 Satz 2 KStG 2002) --jeweils als Sonderform einer Überschussverteilung an die Mitglieder (Senatsurteil in BFHE 78, 553, BStBl III 1964, 211), die nicht als vGA einkommenserhöhend zu berücksichtigen ist (z.B. Senatsurteile in BFHE 158, 388, BStBl II 1990, 88; in BFHE 218, 113;… Gosch/Roser, a.a.O., § 22 Rz 7)-- zulassen würde, ist nicht erfüllt.
- FG Nürnberg, 06.11.2012 - 1 K 287/11
Bonuszahlungen an Mitglieder von Genossenschaftsbanken als verdeckte …
Auszug aus BFH, 28.10.2015 - I R 10/13
Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Nürnberg vom 6. November 2012 1 K 287/11 wird als unbegründet zurückgewiesen.Die dagegen gerichtete Klage blieb erfolglos (Finanzgericht --FG-- Nürnberg, Urteil vom 6. November 2012 1 K 287/11, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte --EFG-- 2013, 885).
- BFH, 18.12.1963 - I 187/62 U
Abgrenzung der Begriffe "Milchgeldnachzahlung" und "Warenrückvergütung" im Sinne …
Auszug aus BFH, 28.10.2015 - I R 10/13
Dies schließt auch eine nachträgliche Preisänderung (unter gleichmäßiger Behandlung aller Mitglieder) i.S. einer angemessenen Bewertung eines Leistungsaustauschverhältnisses von Genossenschaft zum Mitglied ein, darf dabei aber nicht als Einkommensverwendung i.S. einer allgemeinen Überschussverteilung erscheinen (z.B. Senatsurteile vom 18. Dezember 1963 I 187/62 U, BFHE 78, 553, BStBl III 1964, 211; vom 9. März 1988 I R 262/83, BFHE 153, 38, BStBl II 1988, 592; s.a. Schmitz in Herrmann/Heuer/ Raupach, § 22 KStG Rz 9).Rn. 18 aa) Der Tatbestand des § 22 KStG 2002, der eine Einkommensminderung bei Rückvergütung im Mitgliedergeschäft erwirtschafteter Beträge (§ 22 Abs. 1 Satz 1 KStG 2002) und bei bestimmten Nachzahlungen bzw. für Rückzahlungen von Unkostenbeiträgen (§ 22 Abs. 2 Satz 2 KStG 2002) --jeweils als Sonderform einer Überschussverteilung an die Mitglieder (Senatsurteil in BFHE 78, 553, BStBl III 1964, 211), die nicht als vGA einkommenserhöhend zu berücksichtigen ist (z.B. Senatsurteile in BFHE 158, 388, BStBl II 1990, 88; in BFHE 218, 113;… Gosch/Roser, a.a.O., § 22 Rz 7)-- zulassen würde, ist nicht erfüllt.
- BFH, 22.08.2007 - I R 32/06
Dauerverluste kommunaler Eigenbetriebe sind steuerpflichtig
Auszug aus BFH, 28.10.2015 - I R 10/13
Denn nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats haben Kapitalgesellschaften keine außerbetriebliche Sphäre, weshalb ihre Aufwendungen stets Betriebsausgaben sind (z.B. Senatsurteile vom 4. Dezember 1996 I R 54/95, BFHE 182, 123; vom 22. August 2007 I R 32/06, BFHE 218, 523, BStBl II 2007, 961; zuletzt Senatsbeschluss vom 15. Februar 2012 I B 97/11, BFHE 236, 458, BStBl II 2012, 697). - BFH, 04.12.1996 - I R 54/95
Steuerbilanz - Nichtabziehbare Betriebsausgabe - Kapitalgesellschaft - …
Auszug aus BFH, 28.10.2015 - I R 10/13
Denn nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats haben Kapitalgesellschaften keine außerbetriebliche Sphäre, weshalb ihre Aufwendungen stets Betriebsausgaben sind (z.B. Senatsurteile vom 4. Dezember 1996 I R 54/95, BFHE 182, 123; vom 22. August 2007 I R 32/06, BFHE 218, 523, BStBl II 2007, 961; zuletzt Senatsbeschluss vom 15. Februar 2012 I B 97/11, BFHE 236, 458, BStBl II 2012, 697). - BFH, 15.02.2012 - I B 97/11
Abziehbarkeit von Nachzahlungszinsen und Steuerpflicht von Erstattungszinsen bei …
Auszug aus BFH, 28.10.2015 - I R 10/13
Denn nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats haben Kapitalgesellschaften keine außerbetriebliche Sphäre, weshalb ihre Aufwendungen stets Betriebsausgaben sind (z.B. Senatsurteile vom 4. Dezember 1996 I R 54/95, BFHE 182, 123; vom 22. August 2007 I R 32/06, BFHE 218, 523, BStBl II 2007, 961; zuletzt Senatsbeschluss vom 15. Februar 2012 I B 97/11, BFHE 236, 458, BStBl II 2012, 697). - BFH, 06.06.2012 - I R 3/11
Abzugsteuerpflicht bei Werbeleistungen eines ausländischen Motorsport-Rennteams - …
Auszug aus BFH, 28.10.2015 - I R 10/13
Rn. 24 3. Der Antrag, eine Hinzuziehung eines Bevollmächtigten für das Vorverfahren für erforderlich zu erklären, betrifft das Verfahren der Kostenfestsetzung; im hier anhängigen Revisionsverfahren ist er unzulässig (z.B. Senatsurteil vom 6. Juni 2012 I R 3/11, BFHE 238, 46, BStBl II 2013, 430, m.w.N.). - BFH, 09.03.1988 - I R 262/83
Zur Behandlung von Finanzierungsbeihilfen nach den Richtlinien für die Gewährung …
Auszug aus BFH, 28.10.2015 - I R 10/13
Dies schließt auch eine nachträgliche Preisänderung (unter gleichmäßiger Behandlung aller Mitglieder) i.S. einer angemessenen Bewertung eines Leistungsaustauschverhältnisses von Genossenschaft zum Mitglied ein, darf dabei aber nicht als Einkommensverwendung i.S. einer allgemeinen Überschussverteilung erscheinen (z.B. Senatsurteile vom 18. Dezember 1963 I 187/62 U, BFHE 78, 553, BStBl III 1964, 211; vom 9. März 1988 I R 262/83, BFHE 153, 38, BStBl II 1988, 592; s.a. Schmitz in Herrmann/Heuer/ Raupach, § 22 KStG Rz 9). - BFH, 24.08.1983 - I R 16/79
Fahrtauslage - Übernachtungspauschale - Sitzungsgeld - Elektronische …
Auszug aus BFH, 28.10.2015 - I R 10/13
Das gilt auch für Genossenschaften, vorausgesetzt, es bestehen Rechtsbeziehungen auf mitgliedschaftlicher oder mitgliedschaftsähnlicher Grundlage (z.B. Senatsurteile vom 24. August 1983 I R 16/79, BFHE 140, 167, BStBl II 1984, 273; vom 11. Oktober 1989 I R 208/85, BFHE 158, 388, BStBl II 1990, 88; in BFHE 218, 113; s.a. Beuthien, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2007, 1847, 1848;… Gosch, KStG, 3. Aufl., § 8 Rz 201), und um einen solchen Vorgang geht es im Streitfall. - BFH, 10.12.1975 - I R 192/73
§ 23 Ziff. 2 KStG mit dem Grundgesetz vereinbar; Frage des Hilfsgeschäfts bei …
- BFH, 28.11.1968 - I 47/65
Möglichkeit des Ansatzes eines Mitgliederumsatzes in Tabakwaren bei der …
- BVerfG - 1 BvR 2000/07
- FG Berlin-Brandenburg, 15.01.2025 - 11 K 11042/24
Körperschaftsteuerbefreiung gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 10 KStG - Keine Begünstigung von …
Rn. 53 Wie auch bei verdeckten Gewinnausschüttungen durch Kapitalgesellschaften ist bei der Beurteilung der Frage, ob eine Vermögensminderung (verhinderte Vermögensmehrung) durch das Genossenschaftsverhältnis veranlasst ist, auf das Handeln eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters einer Genossenschaft abzustellen (siehe BFH, Urteil vom 11. Oktober 1989 - I R 208/85, BStBl. II 1990, 88; BFH, Urteil vom 28. Oktober 2015 - I R 10/13, BStBl. II 2016, 298).Fast ausschließlich werden den Genossen jedoch private Annehmlichkeiten geboten, die deutlich überwiegen (so auch in BFH, Urteil vom 28. Oktober 2015 - I R 10/13, BStBl. II 2016, 298; BFH, Urteil vom 9. Februar 1972 - I R 29/70, BStBl. II 1972, 361; BFH, Urteil vom 11. Juni 1963 - I 89/62, BeckRS 1963, 21007654).
Eine solche Überschussverteilung ist nach der gesetzgeberischen Konzeption der Einkommensermittlung gerade nicht einkommensmindernd zu berücksichtigen (vgl. BFH, Urteil vom 28. Oktober 2015 - I R 10/13, BStBl. II 2016, 298), sondern stellt einen typischen Fall einer Gewinnausschüttung, die verdeckt erfolgt, dar.
Denn die Zahlungen wurden zum einen nicht nach der Höhe des Umsatzes zwischen den Mitgliedern und der Klägerin bemessen und zum anderen nicht allen Mitgliedern in gleichen Prozentsätzen des Umsatzes gewährt (siehe BFH, Urteil vom 28. Oktober 2015 - I R 10/13, BStBl. II 2016, 298).
- FG Thüringen, 07.11.2025 - 4 K 264/24 Selbst wenn man den von der Rechtsprechung aufgestellten Grundsatz, wonach Kapitalgesellschaften und Genossenschaften keine außerbetriebliche Sphäre haben, weshalb ihre Aufwendungen stets Betriebsausgaben sind (so z.B. BFH, Beschluss vom 15.02.2012 - I B 97/11, BStBl II 2012, 697 zu Kapitalgesellschaften und BFH, Urteil vom 28.10.2015 - I R 10/13, BStBl II 2016, 298 zu Genossenschaften, jeweils m.w.N.), auf wirtschaftliche Vereine i. S. v. § 22 BGB - wie die Klägerin - wohl nicht übertragen kann (was insbesondere aus § 8 Abs. 2 KStG folgt, der den wirtschaftlichen Verein nicht erfasst, da dieser unter § 1 Abs. 1 Nr. 4 KStG fällt), so sind die streitgegenständlichen Zahlungen doch zumindest betrieblich mitveranlasst, weil sie die Gegenleistung der Klägerin für die Einräumung der Bewirtschaftungsrechte darstellen (siehe § 9 Abs. 8 der Satzung).
Verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA) in diesem Sinne sind nach der ständigen Rechtsprechung des BFH u. a. alle bei einer Kapitalgesellschaft eingetretenen und durch das Gesellschaftsverhältnis veranlassten Vermögensminderungen, die sich auf das Einkommen der Kapitalgesellschaft auswirken, nicht auf einer offenen Ausschüttung beruhen und zu einem Vermögensvorteil des Gesellschafters führen können (BFH, Urteil vom 24.04.2007 - I R 37/06, BStBl. 2015, II 1056; BFH, Urteil vom 28.10.2015 - I R 10/13, BStBl. 2016, II 298, jeweils m.w.N.).
Die damit unstreitig vorliegende Mitveranlassung der "Pachtzahlungen" durch das Gemeinschaftsverhältnis führt im Streitfall im Ergebnis zur Qualifizierung der Zahlungen als vGA, denn nach der Rechtsprechung reicht bereits die Mitveranlassung (bzw. die teilweise Veranlassung) durch das Mitgliedschaftsverhältnis für die Annahme eines "schädlichen" Veranlassungszusammenhangs, der die Annahme einer vGA und damit eine Hinzurechnung der Vermögensminderung bei der Einkommensermittlung rechtfertigt, aus (BFH, Urteil vom 28.10.2015 - I R 10/13, BStBl. 2016, II 298; FG Köln…, Urteil vom 16.07.2020 - 13 K 207/18, aaO).
Hierbei hat der Senat insbesondere auch gewürdigt, dass - wie der BFH in der Entscheidung vom 28.10.2015 - I R 10/13 (…aaO) ausgeführt hat - eine allgemeine Überschussverteilung nach der gesetzgeberischen Konzeption der Einkommensermittlung (§ 8 Abs. 3 Satz 1 KStG ) selbst dann nicht einkommensmindernd zu berücksichtigen ist, wenn sie zugleich auch betriebsbezogene Vorteile nach sich zieht (…vgl. FG Köln, aaO).
- FG Köln, 16.07.2020 - 13 K 207/18
Steuerliche Behandlung von Auszahlungen bzw. Rückstellungen im Rahmen eines …
Rn. 32 Nachdem der BFH in dem Revisionsverfahren gegen die Entscheidung des Finanzgerichts Nürnberg mit Urteil vom 28. Oktober 2015 (I R 10/13, BStBl II 2016, 298) entschieden hatte, griff der Beklagte das Einspruchsverfahren wieder auf.Denn nach der vom erkennenden Senat geteilten Rechtsprechung des BFH haben weder Kapitalgesellschaften noch Genossenschaften eine außerbetriebliche Sphäre, weshalb ihre Aufwendungen stets Betriebsausgaben sind (z.B. z.B. BFH-Beschluss vom 15. Februar 2012 I B 97/11, BStBl II 2012, 697 zu Kapitalgesellschaften und BFH-Urteil vom 28. Oktober 2015 I R 10/13, BStBl II 2016, 298 zu Genossenschaften, jeweils m.w.N.).
Rn. 109 Die Preisänderung darf dabei aber nicht als Einkommensverwendung i.S. einer allgemeinen Überschussverteilung erscheinen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 9. März 1988 I R 262/83, BStBl II 1988, 592 und vom 28. Oktober 2015 I R 10/13, BStBl II 2016, 298;… Schlenker in Blümich, EStG/KStG/GewStG, § 22 KStG Rdnr. 15), weil - wie der BFH in der Entscheidung in BStBl II 2016, 298 ausgeführt hat - eine allgemeine Überschussverteilung, auch wenn sie betriebsbezogene Vorteile nach sich zieht, nach der gesetzgeberischen Konzeption der Einkommensermittlung (§ 8 Abs. 3 Satz 1 KStG) nicht einkommensmindernd zu berücksichtigen ist.
- FG Berlin-Brandenburg, 15.06.2021 - 9 K 9068/20
Minderung des Nutzungsentgelts für die von den Steuerpflichtigen bewohnte …
Zwar kommt auch im Verhältnis einer Genossenschaft zu ihren Mitgliedern grundsätzlich eine vGA in Betracht, soweit Rechtsbeziehungen auf mitgliedschaftlicher oder mitgliedschaftsähnlicher Grundlage bestehen (vgl. BFH, Urteil vom 28.10.2015 - I R 10/13, BStBl II 2016, 298 m.w.N.). - FG München, 24.02.2025 - 7 K 1583/24
Steuerliche Behandlung von Aufwendungen für private Reisen und Förderung sozialer …
Insoweit werde auf das BFH-Urteil vom 28. Oktober 2015 (I R 10/13) verwiesen.Rn. 24 2. Eine verdeckte Gewinnausschüttung i.S. des § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG ist auch bei einer Genossenschaft eine Vermögensminderung oder verhinderte Vermögensmehrung, die durch das Mitgliedschaftsverhältnis zur Genossenschaft veranlasst ist, sich auf die Höhe des Einkommens auswirkt und in keinem Zusammenhang mit einer offenen Ausschüttung steht (vgl. BFH-Urteile vom 11. Oktober 1989 I R 208/85, BStBl II 1990, 88; 13. November 1991 I R 45/90, BStBl II 1992, 429; 20. Januar 1993 I R 55/92, BStBl II 1993, 376 und vom 28. Oktober 2015 I R 10/13, BStBl II 2016, 298; Beuthien, Deutsches Steuerrecht DStR 2007, 1847, 1848;… Gosch, KStG, 3. Aufl., § 8 Rz 201).
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