Rechtsprechung
| BVerfG, 30.05.1972 - 2 BvO 1/69, 2 BvO 2/69, 2 BvO 1/70, 2 BvO 2/70 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- DFR
Waffengesetz
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Waffengesetz
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Verfassungsrechtliche Prüfung der Fortgeltung des Reichswaffenrechts
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Sonstiges
- Deutscher Bundestag
(Verfahrensmitteilung)
Verfahrensgang
- AG München, 27.05.1969 - 62 Cs 91/69
- AG München, 27.08.1969 - 62 Ds 384/69
- LG Dortmund, 22.12.1969 - 14 - 2 Qs 366/69
- AG Bramsche, 27.04.1970 - 3 Cs 68/69
- BVerfG, 30.05.1972 - 2 BvO 1/69, 2 BvO 2/69, 2 BvO 1/70, 2 BvO 2/70
Papierfundstellen
- BVerfGE 33, 206
- NJW 1972, 1943 (Ls.)
- MDR 1972, 1016
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (8)
- BVerfG, 31.01.1962 - 2 BvO 1/59
Zulässigkeit von Blankettstrafgesetzen
Auszug aus BVerfG, 30.05.1972 - 2 BvO 1/69
Rn. 28 a) Die Frage, ob eine Norm als Bundesrecht fortgilt, ist u. a. dann streitig, wenn die Ansicht des vorlegenden Gerichts der eines Landesverfassungsorgans widerspricht (BVerfGE 13, 367 [371]; zuletzt 28, 119 [137]).Grundsätzlich gehört das Strafrecht nach Art. 74 Nr. 1 GG zur Gesetzgebung des Bundes (vgl. BVerfGE 13, 367 [372]; 23, 113 [124/125]).
Rn. 46 5. Mit dieser Qualifizierung des § 26 Abs. 1 WaffG weicht der Senat nicht von seinen Entscheidungen vom 31. Januar 1962 (BVerfGE 13, 367 [373]) und vom 22. Februar 1968 (BVerfGE 23, 113 [125]) ab.
- BVerfG, 22.02.1968 - 2 BvO 2/65
Blankettstrafrecht
Auszug aus BVerfG, 30.05.1972 - 2 BvO 1/69
Grundsätzlich gehört das Strafrecht nach Art. 74 Nr. 1 GG zur Gesetzgebung des Bundes (vgl. BVerfGE 13, 367 [372]; 23, 113 [124/125]).Rn. 46 5. Mit dieser Qualifizierung des § 26 Abs. 1 WaffG weicht der Senat nicht von seinen Entscheidungen vom 31. Januar 1962 (BVerfGE 13, 367 [373]) und vom 22. Februar 1968 (BVerfGE 23, 113 [125]) ab.
- BVerfG, 16.06.1954 - 1 PBvV 2/52
Baugutachten
Auszug aus BVerfG, 30.05.1972 - 2 BvO 1/69
Diese Vorschriften gelten vielmehr seit dem 7. September 1949 als Landesrecht fort, weil sie ausschließlich Angelegenheiten der öffentlichen Sicherheit und Ordnung betreffen, die nicht zur konkurrierenden Gesetzgebung des Bundes, sondern zur Gesetzgebung der Länder gehören (vgl. BVerfGE 3, 407 [433]; 8, 143 [153]).
- BVerfG, 29.04.1958 - 2 BvO 3/56
Beschußgesetz
Auszug aus BVerfG, 30.05.1972 - 2 BvO 1/69
Diese Vorschriften gelten vielmehr seit dem 7. September 1949 als Landesrecht fort, weil sie ausschließlich Angelegenheiten der öffentlichen Sicherheit und Ordnung betreffen, die nicht zur konkurrierenden Gesetzgebung des Bundes, sondern zur Gesetzgebung der Länder gehören (vgl. BVerfGE 3, 407 [433]; 8, 143 [153]). - BVerfG, 04.06.1957 - 2 BvL 17/56
Pressedelikte
Auszug aus BVerfG, 30.05.1972 - 2 BvO 1/69
Es hält die Vorlagefrage für streitig, weil trotz des augenscheinlichen Strafcharakters der Vorschrift nicht auszuschließen sei, daß sie im Sinne verfassungsrechtlicher Kompetenzverteilung einer anderen Kompetenzmaterie zuzurechnen sei, wie dies z. B. vom Bundesverfassungsgericht für die Verjährungsvorschrift des § 22 Reichspressegesetz (BVerfGE 7, 29) bejaht worden sei. - BVerfG, 14.10.1958 - 2 BvO 2/57
Umfang der Vorlage bei fraglicher Zugehörigkeit der Vorschrift zur Bundes- oder …
Auszug aus BVerfG, 30.05.1972 - 2 BvO 1/69
Auch für die Feststellung der Qualität von inzwischen aufgehobenen Normen besteht bei sinngemäßer Auslegung des § 86 Abs. 2 BVerfGG ein Rechtsschutzinteresse, wenn diese Feststellung - wie in den vorliegenden Fällen - für die Entscheidung des Ausgangsverfahrens erheblich ist (BVerfGE 8, 186). - BVerfG, 30.05.1972 - 2 BvO 1/70
Auszug aus BVerfG, 30.05.1972 - 2 BvO 1/69
des Zweiten Senats vom 30. Mai 1972 - 2 BvO 1, 2/69 und 1, 2/70 - in den Verfahren zur Prüfung der Frage 1, ob § 26 Abs. 1 Nr. 1 des Waffengesetzes vom 18. März 1938 (RGBl. I S. 265) bis zum 30. November 1968 einschließlich als Bundesrecht fortgegolten hat, a) Vorlegendes Gericht: Amtsgericht München - Aussetzungs- und Vorlagebeschluß vom 27. Mai 1969 in Verbindung mit dem Ergänzungsbeschluß vom 27. August 1969 in Verbindung mit dem Ergänzungsbeschluß vom 27. August 1969 (62 Cs 91/69 jug. 83) - Beteiligter des Ausgangsverfahrens: R... - 2 BvO 1/69 -, b) Vorlegendes Gericht: Amtsgericht Bramsche - Aussetzungs- und Vorlagebschluß vom 27. April 1970 (3 Cs 68/69) - Beteiligter des Augangsverfahrens: V... - 2 BvO 2/70 - 2. ob § 26 Abs. 1 Nr. 2 des Waffengesetzes vom 18. März 1938(RGBl. I S. 265) bis zum 30. November 1968 einschließlich als Bundesrecht fortgegolten hat, a) Vorlegendes Gericht: Amtsgericht München - Aussetzungs- und Vorlagebeschluß vom 27. Mai 1969 (62 Cs 384/69 jug. 83) - Beteiligter des Ausgangsverfahrens: R... - 2 BvO 1/69 -, b) Vorlegendes Gericht: Landgericht Dortmund - Aussetzungs- und Vorlagebeschluß vom 22. Dezember 1969 (14 - 2 Qs 366/69) - Beteiligter des Ausgangsverfahrens: M... - 2 BvO 1/70. - BVerwG, 08.03.1962 - I B 159.61
Auszug aus BVerfG, 30.05.1972 - 2 BvO 1/69
Er sei - ohne nähere Begründung - stillschweigend der vom Bundesverwaltungsgericht (DVBl. 1963 S. 151/152) vertretenen Auffassung gefolgt, nach der diejenigen Teile des Waffengesetzes Landesrecht seien, deren alleiniger und unmittelbarer Zweck die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sei.
- OVG Rheinland-Pfalz, 29.06.2017 - 6 A 11584/16
Vorausleistung auf den Ausbaubeitrag - Festlegung des Gemeindeanteils - …
Mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes - GG - folgt dies aus Art. 123 ff. GG (hierzu BVerfG, Urteil vom 1. Dezember 1954 - 2 BvG 1/54 -, BVerfGE 4, 115; BVerfG, Beschluss vom 30. Mai 1972 - 2 BvO 1/69 -, BVerfGE 33, 206). - BVerfG, 08.05.1974 - 2 BvR 636/72
Verfassungsmäßigkeit der Strafbarkeit von Steuerverkürzung
b) Das in Art. 103 Abs. 2 GG enthaltene Gebot der Gesetzesbestimmtheit will gewährleisten, daß jedermann vorhersehen kann, welches Verhalten verboten und mit Strafe bedroht ist (BVerfGE 25, 269 (285); 26, 41 (42); 28, 175 (183); 33, 206 (219)). - BVerfG, 21.06.1977 - 2 BvL 2/76
Verfassungsrechtliche Anforderungen an das Bestimmtheitsgebot bei …
Das Verfassungsgebot der Gesetzesbestimmtheit will gewährleisten, daß jedermann vorhersehen kann, welches Verhalten verboten und mit Strafe bedroht ist (BVerfGE 25, 269 ; 26, 41 (42); 28, 175 (183); 33, 206 (219); 37, 201 (206)).
- OVG Berlin, 24.10.1980 - 2 B 20.79
Entscheidung durch die zuständige Behörde als Voraussetzung der Rechtmäßigkeit …
Behandelt indes ein vorkonstitutionelles Gesetz zwei unterschiedliche Materien, so führt dies nicht dazu, daß eine Sperrwirkung gemäß Art. 72 Abs. 1 GG zu Lasten der Landesgesetzgebung eintritt; vielmehr ist eine normative Zerlegung eines früheren Reichsgesetzes in Vorschriften des Bundesrechts und des Landesrechts möglich (vgl. BVerfGE 4, 74 [83 f.]; 33, 206 [216 f.]).Die Vorschriften der Art. 124 und 125 GG beruhen auf dem Prinzip, daß früheres Recht nur dann als Bundesrecht fortgelten soll, wenn der Bundesgesetzgeber nach der Rechtslage unter dem Grundgesetz entsprechende Vorschriften erlassen dürfte; der Verfassungsgeber verfolgt somit das "Ziel, gleichartige Gegenstände alten und neuen Rechts demselben Gesetzgeber zur Regelung zuzuweisen" (vgl. BVerfGE 33, 206 [216]).
- FG Sachsen-Anhalt, 28.06.2023 - 1 V 301/23
Erwerb von in Sachsen-Anhalt belegenen Grundstücken: Keine Befreiung von der …
Aus beiden Verfassungsbestimmungen ergibt sich als gemeinsame Regel für die Normqualifizierung, dass alles alte Recht nur dann als Bundesrecht fortgelten soll, wenn der Bundesgesetzgeber auch nach der in den Art. 70 ff. GG getroffenen Zuständigkeitsregelung zum Erlass gleichartiger Vorschriften befugt war (BVerfG-Beschluss vom 30. Mai 1972 2 BvO 1/69 , BVerfGE 33, 206, Rz. 38).Daraus folgt, dass ehemalige Reichsgesetze teilweise als Bundesrecht und teilweise als Landesrecht fortgelten können, sofern die in ihnen geregelten Materien nach der Zuständigkeitsregelung des Grundgesetzes zum Teil in die Kompetenz des Bundes und zum Teil in diejenige der Länder fallen (BVerfG-Beschluss vom 30. Mai 1972 2 BvO 1/69, BVerfGE 33, 206, Rz. 39 - 41).
- BSG, 11.12.1985 - 6 RKa 30/84
Aufwendungen des Arztes - Ausschluß der Erstattung - Rechtsverteidigung - …
Insoweit kann darauf verwiesen werden, daß auch in Landesgesetzen ohne Verstoß gegen den Gleichheitssatz andere Regelungen getroffen werden können wie in entsprechenden Gesetzen des Bundes oder anderer Länder (BVerfGE 33, 206, 231 mwN). - BFH, 19.11.1985 - II R 173/83
Gesetzesaufhebung
Eine bis dahin in einem Gesetz geregelte Rechtsmaterie brauchte nach den Art. 124 und 125 GG nicht geschlossen Bundesrecht zu werden, sondern sie konnte auch teilweise als Bundesrecht und teilweise als Landesrecht fortgelten (vgl. Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - vom 1. Dezember 1954 2 BvG 1/54, BVerfGE 4, 115, 131, und vom 30. Mai 1972 2 BvO 1, 2/69 und 1, 2/70, BVerfGE 33, 206, 217). - BVerfG - 1 BvL 15/70 (anhängig) VI/62 2 BvO 2/70 Amtsgericht Bramsche ob § 26 Abs. 1 Nr. 1 des Waffengesetzes vom 27.4.1970 18. März 1938 (RGBl. I S. 265) bis zum 30. Novem- 3 Cs 68/69 ber 1968 als Bundesrecht fortgegolten hat.
- BayObLG, 11.12.2002 - 3Z BR 205/02
Gebührenermäßigung in Grundbuchsachen aufgrund des Einigungsvertrags
Es spricht vieles dafür, das durch den Einigungsvertrag im Beitrittsgebiet eingeführte, mit Maßgaben versehene Bundesrecht, wie dies das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht (…aaO oben b) offensichtlich tut, grundsätzlich als partiell, nämlich so nur im Beitrittsgebiet geltendes Recht anzusehen (…zu dem Begriff allgemein Maunz/Dürig GG 7. Liefg. Art. 124 Rn. 11 und 8. Liefg. Art. 126 Rn. 26; BVerfGE 33, 206 und - aus neuerer Zeit - Nichtannahmebeschluss des BVerfG vom 20.9.1995 Gz. 1 BvR 1013/91 - zitiert nach juris;… speziell zum Einigungsvertrag Badura Staatsrecht 2. Aufl. L 16; Grziwotz Partielles Bundesrecht und die Verteilung der Gesetzgebungsbefugnisse im Bundesstaat AöR 116, 588/595). - BVerfG - 2 BvL 20/69 (anhängig) V/425 2 BvO 1/69 Amtsgericht ob § 26 Abs. 1 Nr. 1 des Waffengesetzes vom 18.3.
- BVerfG - 2 BvL 28/69 (anhängig)
- BVerfG - 1 BvL 20/69 (anhängig)
- BVerfG - 1 BvL 17/69 (anhängig)
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