Rechtsprechung
| BAG, 22.06.1989 - 8 AZR 172/88 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BUrlG § 7 Abs. 4
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Urlaubsabentgeltungsanspruch
Verfahrensgang
- ArbG München, 17.09.1987 - 29 Ca 3751/87
- LAG München, 09.03.1988 - 7 Sa 1050/87
- BAG, 22.06.1989 - 8 AZR 172/88
Papierfundstellen
- NZA 1990, 239
- BB 1989, 2403
- DB 1990, 239
- DB 1990, 635
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (2)
- BAG, 08.03.1984 - 6 AZR 560/83
Urlaub: Urlaubsabgeltung nach Tarifvertrag
Auszug aus BAG, 22.06.1989 - 8 AZR 172/88
Gegen eine solche tarifliche Abweichung von der gesetzl. Regelung bestehen nach § 13 Abs. 1 Satz 1 BUrlG keine Bedenken (vgl. BAGE 45, 203, 207 = AP Nr. 16 zu § 7 BUrlG Abgeltung, zu III 3).Es gelten dann dieselben Grundsätze, wie sie der Sechste Senat bereits im Urteil vom 8.3.1984 zu § 51 Abs. 1 BAT a. F. aufgestellt (BAGE 45, 203 = AP Nr. 16 zu § 7 BUrlG Abgeltung) und denen sich der erk. Senat im Urteil vom 18.12.1986 (Ä 8 AZR 357/84, nicht veröffentlicht) angeschlossen hat.
- BAG, 18.12.1986 - 8 AZR 357/84
Anspruch auf Urlaubsabgeltung bei Arbeitsunfähigkeit
Auszug aus BAG, 22.06.1989 - 8 AZR 172/88
Es gelten dann dieselben Grundsätze, wie sie der Sechste Senat bereits im Urteil vom 8.3.1984 zu § 51 Abs. 1 BAT a. F. aufgestellt (BAGE 45, 203 = AP Nr. 16 zu § 7 BUrlG Abgeltung) und denen sich der erk. Senat im Urteil vom 18.12.1986 (Ä 8 AZR 357/84, nicht veröffentlicht) angeschlossen hat.
- BAG, 22.05.2012 - 9 AZR 618/10
Verfall tariflichen Mehrurlaubs bei Arbeitsunfähigkeit
Rn. 23 (1) Für die Annahme einer solchen tariflichen Regelung bedarf es freilich eindeutiger, über das Regelungsziel des § 7 Abs. 4 BUrlG hinausgehender Bestimmungen im Tarifvertrag (…AnwK-ArbR/Düwell § 7 BUrlG Rn. 138; vgl. zur Annahme einer voraussetzungslosen Abfindung unter der Geltung der Surrogatstheorie BAG 20. Januar 1998 - 9 AZR 601/96 - zu I 2 b der Gründe; 9. August 1994 - 9 AZR 346/92 - zu I 2 c der Gründe, BAGE 77, 291 unter Aufgabe der vertretenen Auffassung im Urteil vom 22. Juni 1989 - 8 AZR 172/88 - AP BUrlG § 7 Abgeltung Nr. 50 = EzA BUrlG § 7 Nr. 69). - BAG, 10.07.2012 - 9 AZR 11/11
Verfall des Urlaubs - Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit
Die Feststellungsklage ist nicht wegen des Vorrangs der Leistungsklage unzulässig (vgl. grundlegend BAG 12. April 2011 - 9 AZR 80/10 - Rn. 13 bis 15, AP BUrlG § 7 Nr. 50 = EzA BUrlG § 7 Nr. 123).Der wegen der mangelnden Möglichkeit der Inanspruchnahme infolge krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit über den Übertragungszeitraum des ersten Quartals des Folgejahres hinaus fortbestehende Urlaubsanspruch unterfällt, sobald die Arbeitsunfähigkeit als Erfüllungshindernis des Urlaubsanspruchs wegfällt, erneut dem gesetzlichen oder tarifvertraglichen Fristenregime (BAG 12. April 2011 - 9 AZR 80/10 - Rn. 36, AP BUrlG § 7 Nr. 50 = EzA BUrlG § 7 Nr. 123).
- BAG, 09.08.1994 - 9 AZR 346/92
Tarifliche Urlaubsabgeltung - Arbeitsunfähigkeit
Ohne eindeutige tarifliche Regelung kann nicht davon ausgegangen werden, daß nach dem Willen der Tarifvertragsparteien die Urlaubsabgeltung unabhängig von der Arbeitsfähigkeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gewährt werden soll (Aufgabe der im Urteil vom 22. Juni 1989 - 8 AZR 172/88).c) Die Revision berücksichtigt mit ihren Angriffen nicht die Bedeutung der angezogenen Entscheidungen des Sechsten Senats des Bundesarbeitsgerichts vom 8. März 1984 (BAGE 45, 203 = AP Nr. 16 zu § 7 BUrlG Abgeltung) zu § 51 Abs. 1 BAT in der 1982 geltenden Fassung und des Achten Senats des Bundesarbeitsgerichts vom 22. Juni 1989 (- 8 AZR 172/88 - AP Nr. 50 zu § 7 BUrlG Abgeltung) zu § 33 Nr. 7 c TVAL II in der Fassung vom 1. Januar 1984.
So hat der Achte Senat in seinem Urteil vom 22. Juni 1989, aaO, im Anschluß an das Urteil des Sechsten Senats vom 8. März 1984, aaO, den Rechtssatz aufgestellt, wenn eine tarifliche Urlaubsabgeltung an die Unmöglichkeit der Urlaubsgewährung vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses anknüpfe, sei anzunehmen, daß die Tarifvertragsparteien nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für den Abgeltungsanspruch auf die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit verzichteten.
- LAG Schleswig-Holstein, 20.11.2018 - 2 Sa 114 öD/18
Urlaub , Urlaubsanspruch, Verfall, Übertragungszeitraum, Ablauf, …
Die Feststellungsklage ist nicht wegen des Vorrangs der Leistungsklage unzulässig (vgl. dazu grundlegend BAG 12.04.2011 - 9 AZR 80/10 - Rn. 13 bis 15, AP BUrlG § 7 Nr. 50 = EzA BUrlG § 7 Nr. 123). - ArbG Nienburg, 19.12.2013 - 2 Ca 257/12 Die Feststellungsklage ist nicht wegen des Vorrangs der Leistungsklage unzulässig (…vgl. BAG, Urt. v. 10. Juli 2012 - 9 AZR 11/11, AP BUrIG § 7 Nr. 60; BAG, Urt. v. 12. April 2011 - 9 AZR 80/10, AP BUrlG § 7 Nr. 50).
- LAG Hessen, 25.11.2013 - 17 Sa 711/13
Verfall von tariflichen Mehr- und Sonderurlaub - Berechnung der Höhe der …
Der in das Folgejahr übertragene Urlaub unterliegt dem Fristenregime des § 7 Abs. 3 BUrlG (BAG 09. August 2011 - 9 AZR 425/10 - AP BUrlG § 7 Nr. 52; BAG 12. April 2011 - 9 AZR 80/10 - AP BUrlG § 7 Nr. 50).. - BAG, 17.01.1995 - 9 AZR 436/93
Tarifliche Urlaubsabgeltung - Zahlung eines zusätzlichen tariflichen Urlaubsgelds …
Für dieses Auslegungsergebnis hat sich das Landesarbeitsgericht auf die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts in dem Urteil vom 22. Juni 1989 (- 8 AZR 172/99 - AP Nr. 50 zu § 7 BUrlG) berufen. - LAG Baden-Württemberg, 12.08.1998 - 12 Sa 77/97
Anspruch auf Abgeltung des Urlaubs bei fortdauernder Erkrankung über den …
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Rechtsprechung
| LAG Hessen, 21.03.1990 - 12 TaBV Ga 34/90 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- DB 1990, 239
- DB 1991, 239
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (2)
- LAG München, 14.04.1987 - 2 TaBV 14/87
Betriebsratswahlverfahren; Anfechtungsgründe ; Erlaß einer einstweiligen …
- LAG Hamm, 10.04.1975 - 8 TaBV 29/75
Mehrere Betriebsräte in einem Unternehmen; Einstweilige Verfügung; Untersagung …
Auszug aus LAG Hessen, 21.03.1990 - 12 TaBVGa 34/90
So schon LAG Hamm, DB 1975 S. 1176.
- LAG Hessen, 03.05.2007 - 9 TaBV 189/06
Anfechtung einer Betriebsratswahl - Betriebsratsgröße - Mitarbeiterpool - …
Maßgeblich ist die normale Beschäftigtenzahl, also diejenige Personalstärke, die für den Betrieb im Allgemeinen kennzeichnend ist (so LAG Düsseldorf Beschluss vom 26. Sept. 1990 - 12 TaBV 74/90 - DB 1990, 239, Rechtsbeschwerde: BAG Beschluss vom 29. Mai 1991 - 7 ABR 67/90 - EzA § 19 BetrVG 1972 Nr. 31). - ArbG Wesel, 02.06.2010 - 3 BV 21/10
Abbruch einer Betriebsratswahl; Ausschluss eines Betriebsratsmitglieds von einer …
Rn. 28 1. Der Abbruch einer Betriebsratswahl ist nach herrschender Meinung nicht nur dann zulässig, wenn die Weiterführung der Wahl deren Nichtigkeit zur Folge hätte, sondern auch dann, wenn die Wahl mit Sicherheit anfechtbar wäre (vgl. LAG Hessen vom 07.08.2008 - 9 TaBVGa 188/08 in ZTR 2008, 696; LAG München vom 18.07.2007 - 7 TaBV 79/07 in AiB 2009, 588; LAG Hamburg vom 26.04.2006 - 6 TaBV 6/06 in NZA-RR 2006, 413; LAG Sachsen vom 09.04.2006 - 8 TaBV 10/06 in AE 2006, 282; LAG Nürnberg vom 30.03.2006 - 6 TaBV 19/06 in FA 2006, 280; LAG Baden-Württemberg vom 06.03.2006 - 13 TaBV 4/06 in AiB 2007, 294; LAG Hamm vom 03.03.2006 - 13 TaBV 18/06 in EzA-SD 2006, Nr. 11, 12; LAG Berlin vom 07.02.2006 - 4 TaBV 214/06 in NZA 2006, 509; LAG Hessen vom 17.02.2005 - 9 TaBVGa in EzAÜG Betriebsverfassung Nr. 61; LAG Düsseldorf vom 25.06.2003 - 12 TaBV 34/03 in LAGReport 2004, 255; LAG Niedersachsen vom 04.12.2003 - 16 TaBV 9/03 in NZA-RR 2004, 197; LAG Hamm vom 18.03.1998 - 3 TaBV 42/98 in BB 1998, 1211; LAG Frankfurt vom 12.03.1998 - 12 TaBVGa 27/98 in NZA-RR 1998, 544; LAG Hamm vom 18.09.1996 - 3 TaBV 108/96 in BB 1996, 2622; LAG Baden-Württemberg vom 16.09.1996 - 15 TaBV 10/96 in NZA-RR 1997, 141; LAG Hamburg vom 06.05.1996 - 4 TaBV 3/96 in NZA-RR 1997, 136; LAG Hamm vom 09.09.1994 - 3 TaBV 137/94 in BB 1995, 260; LAG Baden-Württemberg vom 13.04.1994 - 9 TaBV 4/94 in DB 1994, 1091; LAG Düsseldorf vom 01.07.1991 - 11 TaBV 66/91; LAG Hessen vom 21.03.1990 - 12 TaBVGa 34/90 in DB 1991, 239; LAG Bremen vom 27.02.1990 - 1 TaBV 3/90 in DB 1990, 1571; Richardi-Thüsing § 18 BetrVG Rdnr 21; Fitting § 18 BetrVG Rdnr 42; GK-Kreutz § 18 BetrVG Rdnr 79; Bonanni/Mückl in BB 2010, 437; Heider in NZA 2010, 488; Rieble/Triskatis in NZA 2006, 223; Veit/Wichert in DB 2006, 390; Dzida/Hohenstatt in BB-Special 2005, Heft 14 Seite 1; auf die zu erwartende Nichtigkeit stellen dem gegenüber ab: LAG Baden-Württemberg vom 23.02.2010 - 15 TaBVGa 1/10; LAG Köln vom 08.05.2006 - 2 TaBV 22/06 in AE 2006, 282; LAG Baden-Württemberg vom 25.04.2006 - 21 TaBV 4/06 in AiB 2006, 638; LAG Nürnberg vom 13.03.2002 - 2 TaBV 13/02 in AuR 2002, 238; LAG Hessen vom 28.01.2002 - 9 Ta BVGa 6/02 in NZA-RR 2002, 424; LAG Köln vom 29.03.2001 - 5 TaBV 22/01 in MDR 2001, 1176; LAG Baden-Württemberg vom 20.05.1998 - 8 Ta 9/98 in AiB 1998, 401; LAG Niedersachsen vom 13.05.1998 - 13 TaBV 40/98 in NZA-RR 1998, 545; LAG Frankfurt vom 29.04.1997 - 12 TaBVGa 60/97 in BB 1997, 2220; LAG Hessen vom 21.05.1990 - 12 TaBVGa 113/90 in BB 1991, 417;… ErfK/Koch § 18 BetrVG Rdnr. 7). - ArbG Köln, 24.09.2024 - 16 BVGa 14/24 Rn. 23 b) Es ist umstritten, ob der Eingriff in ein laufendes Wahlverfahren im Wege der einstweiligen Verfügung ausschließlich bei drohender Nichtigkeit der betroffenen Wahl zulässig ist (vgl. LAG Köln v. 17.04.1998 - 5 TaBV 20/98, juris m.w.N.; LAG Hessen v. 21.03.1990 - 12 TaBVGa 34/90, juris; LAG München v. 14.04.1987 - 2 TaBV 14/87, juris) oder ob in Ausnahmefällen auch eine mit Sicherheit erfolgreiche Wahlanfechtung wegen unkorrigierbarer, feststehender Wahlfehler im Einzelfall zur Anordnung eines Wahlabbruchs oder Eingriffs in das laufende Wahlverfahren führen kann (vgl. LAG Düsseldorf v. 25.06.2003 - 12 TaBV 34/03; LAG Düsseldorf v. 17.05.2002 - , juris).
Würde man in allen Fällen einen Eingriff in das Wahlverfahren durch einstweilige Verfügung zulassen, könnte dieses Wahlverfahren bereits beeinflusst werden, indem der Anspruch nicht nur gesichert, sondern schon realisiert würde (LAG Frankfurt v. 21.03.1990 - 12 TaBVGa 34/90, juris).
- LAG Bremen, 26.03.1998 - 1 TaBV 9/98
Betriebsrat: Wahlvorschläge - Ordnungsgemäßheit der Listen
Es ist zwar umstritten, ob und in welcher Weise durch eine einstweilige Verfügung in ein laufendes Wahlverfahren bei Betriebsratswahlen eingegriffen werden darf (vgl. LAG Frankfurt, Beschluss vom 21.03.1990 - 12 TaBV Ga 34/90 -, DB 1991, 239; LAG München, Beschluss vom 14.04.1987 - 2 TaBV 14/87 -, DB 1988, 347 ; LAG Hamm, Beschluss vom 01.03.1994 - 3 TaBV 20/94 -, BB 1994, 1009 ; LAG Hamm, Beschluss vom 09.09.1994 - 3 TaBV 137/94 -, BB 1995, 260). - LAG Düsseldorf, 17.05.2002 - 18 TaBV 26/02
Anspruch der Wahlvorschlagsliste gegen den Wahlvorstand auf Zulassung zur …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - LAG Hessen, 16.07.1992 - 12 TaBVGa 112/92
Betriebsratswahl: Aussetzung/Unterbrechung im Wege der einstweiligen Verfügung
a) Es entspricht der die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts berücksichtigenden, ständigen Entscheidungspraxis der Beschwerderichter, in eingeleitete Betriebsratswahlen mit einstweiligen Verfügungen, die dem Wahlvorstand die weitere Durchführung der Wahl vollständig untersagen, nur dann einzugreifen, wenn nach den glaubhaft gemachten oder sonst feststellbaren Umständen die betreffende Wahl mit Sicherheit nichtig wäre (vgl. LAG Frankfurt/M., Beschluss vom 21. März 1990 - 12 TaBVGa 34/90 - LAG Köln, Beschluss vom 27. Dezember 1989 - 10 TaBV 70/89 -, DB 1990, 539; LAG München, Beschluss vom 03. August 1988 - 6 TaBV 41/88 -, NZA 1989, 444; BAG, Beschluss vom 29. Januar 1992 - 7 ABR 27/91 -, DB 1992, 1429). - LAG Baden-Württemberg, 01.03.1994 - 8 TaBV 1/94
Betriebsratswahl: Aussetzung/Unterbrechung im Wege der einstweiligen Verfügung
Wie die gebotene Auslegung ergibt, begehrt die Antragstellerin erkennbar nicht etwa nur eine "Berichtigung" des Wahlausschreibens bei Fortsetzung des bereits eingeleiteten Wahlverfahrens; eine solche "Berichtigung" wäre schon im Hinblick auf den sich ändernden Inhalt der Vorschlagslisten nicht möglich (vgl. in diesem Zusammenhang etwa BAG Beschluß vom 12.10.76 - 1 ABR 1/76 - in AP Nr. 1 zu § 8 BetrVG 1972 unter II. 2. b. der Gründe; vgl. auch LAG Frankfurt in DB 90, 239 f unter II. 1. der Gründe).
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