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Weitere Entscheidung unten: OLG Naumburg, 30.09.1993

Rechtsprechung
   BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1993,1680
BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91 (https://dejure.org/1993,1680)
BGH, Entscheidung vom 20.09.1993 - II ZR 292/91 (https://dejure.org/1993,1680)
BGH, Entscheidung vom 20. September 1993 - II ZR 292/91 (https://dejure.org/1993,1680)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens bei Zahlungsunfähigkeit - Beschränkung der Haftung des Geschäftsführers auf Quotenschaden - Abstellen auf Zeitpunkt des Eintritts der Konkursantragspflicht - Differenzierung bei Schadensersatz für Neugläubiger und Altgläubiger - ...

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 823 Abs. 2; GmbHG § 64 Abs. 1
    Begrenzung des Schadensersatzanspruchs auf dem Quotenschaden; Vorlage an den gemeinsamen Senat der Obersten Gerichtshöfe des Bundes

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 1993, 2931
  • NJW 1993, 2934
  • ZIP 1993, 1543
  • WM 1993, 1885
  • BB 1993, 2469
  • BB 1993, 2472
  • DB 1993, 2277
 
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Wird zitiert von ... (6)Zitiert selbst (17)

  • BGH, 16.12.1958 - VI ZR 245/57

    § 64 Abs. 1 GmbHG als Schutzgesetz

    Auszug aus BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91
    Die sich daraus ergebende Haftung des Geschäftsführers ist jedenfalls gegenüber denjenigen Gläubigern, die ihre Forderung bereits vor dem Zeitpunkt erworben haben, in dem der Konkursantrag hätte gestellt werden müssen, auf den Betrag beschränkt, um den sich die Konkursquote, die sie bei rechtzeitiger Konkursanmeldung erhalten hätten, durch Verzögerung der Antragstellung verringert (sog. Quotenschaden; grundlegend BGHZ 29, 100, 102 ff.).

    Auch die Neugläubiger, die, jedenfalls soweit es sich um Vertragsgläubiger handelt, bei rechtzeitiger Konkursanmeldung gar keinen Schaden erlitten hätten, sollen danach indessen nur den Quotenschaden ersetzt erhalten; für dessen Berechnung soll der Zeitpunkt maßgebend sein, in dem die jeweilige Forderung entstanden ist (BGHZ 29, 100, 104 ff., 107;… kritisch zu dieser letzteren Berechnungsart Hachenburg/Ulmer, GmbHG 8. Aufl. § 64 Rdn. 54 m.w.N.).

    Außer den gegenläufigen Stellungnahmen aus dem älteren Schrifttum (Winkler, MDR 1960, 185, 186 f. [BGH 16.12.1958 - VI ZR 245/57]; Lambsdorff/Gilles, NJW 1966, 1551 f.; Kühn, NJW 1970, 589, 590 ff.; Lindacher, DB 1972, 1424 ff. [BGH 03.07.1972 - III ZR 134/71]; Gilles/Baumgart, JuS 1974, 226, 227 f.) ist aus neuerer Zeit auf Uhlenbruck, Die GmbH & Co. KG in Krise, Konkurs und Vergleich, 2. Aufl., 1988, S. 403 ff., die Dissertation von Stapelfeld, Die Haftung des GmbH-Geschäftsführers für Fehlverhalten in der Gesellschaftskrise, 1990, S. 166 ff. (…vgl. auch Mertens, FS Hermann Lange, 1992, S. 561, 577 sowie im Anschluß an den Senatsbeschluß vom 1. März 1993, a.a.O., Schanze, AG 1993, 380) sowie auf einige Stellungnahmen zu der Bestimmung des § 64 GmbHG entsprechenden anderen Vorschriften hinzuweisen (…Staudinger/Coing, BGB 12. Aufl. § 42 Rdn. 10;… Müller. GenG, 1976, § 99 Rdn. 9;… zu § 92 Abs. 2 AktG: Meyer-Landrut, FS Barz, 1974, S. 271, 277 ff.).

    Der nur beschränkte Schutz der Neugläubiger wird mit dem Schutzzweck des § 64 GmbHG - Entsprechendes muß für die anderen Gesellschafts- und Verbands formen mit beschränktem Haftungsfonds gelten (vgl. §§ 92 Abs. 2, 278 Abs. 3 AktG. 99 GenG. 42 Abs. 2 BGB, 130 a, 177 a HGB) - begründet (BGHZ 29, 100, 105 ff.).

    Offenbar spielt dabei die - an sich zutreffende - Vorstellung eine Rolle, daß der Verstoß gegen die Konkursantragspflicht ein Dauerdelikt sei, weil diese Pflicht über den Zeitpunkt des Eintritts ihrer Voraussetzungen hinaus fortbestehe (vgl. BGHZ 29, 100, 104); im Zusammenhang damit wird die Forderung erhoben, alle (Alt- und Neu-)Gläubiger müßten gleichbehandelt werden (…vgl. dazu Hachenburg/Ulmer a.a.O. § 64 Rdn. 49; Fleck, GmbHR 1974, 224, 235).

  • BGH, 01.03.1993 - II ZR 292/91

    Haftung des GmbH-Geschäftsführers

    Auszug aus BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91
    Da der Senat mit dieser Auffassung von der bisherigen Rechtsprechung des VIII. und des IX. Zivilsenats abweicht, hat er den Rechtsstreit ausgesetzt und das Antrageverfahren nach § 132 Abs. 3 GVG eingeleitet (Beschl, v. 1. März 1993, ZIP 1993, 763 m. Anm. Ulmer = EWiR § 64 GmbHG 1/93, 583 [Wiedemann]).

    Außer den gegenläufigen Stellungnahmen aus dem älteren Schrifttum (Winkler, MDR 1960, 185, 186 f. [BGH 16.12.1958 - VI ZR 245/57]; Lambsdorff/Gilles, NJW 1966, 1551 f.; Kühn, NJW 1970, 589, 590 ff.; Lindacher, DB 1972, 1424 ff. [BGH 03.07.1972 - III ZR 134/71]; Gilles/Baumgart, JuS 1974, 226, 227 f.) ist aus neuerer Zeit auf Uhlenbruck, Die GmbH & Co. KG in Krise, Konkurs und Vergleich, 2. Aufl., 1988, S. 403 ff., die Dissertation von Stapelfeld, Die Haftung des GmbH-Geschäftsführers für Fehlverhalten in der Gesellschaftskrise, 1990, S. 166 ff. (vgl. auch Mertens, FS Hermann Lange, 1992, S. 561, 577 sowie im Anschluß an den Senatsbeschluß vom 1. März 1993, a.a.O., Schanze, AG 1993, 380) sowie auf einige Stellungnahmen zu der Bestimmung des § 64 GmbHG entsprechenden anderen Vorschriften hinzuweisen (…Staudinger/Coing, BGB 12. Aufl. § 42 Rdn. 10;… Müller. GenG, 1976, § 99 Rdn. 9;… zu § 92 Abs. 2 AktG: Meyer-Landrut, FS Barz, 1974, S. 271, 277 ff.).

    Daß solche auf der Konkursverschleppung beruhende Einzelschäden vom Schutzbereich des § 64 Abs. 1 GmbHG nicht erfaßt würden (…zu § 130 a Abs. 3 HGB vgl. Schlegelberger/K. Schmidt, HGB 5. Aufl. § 130 a Rdn. 41), läßt sich schwerlich damit begründen, daß die Neugläubiger, weil sie erst durch die Anbahnung von vertraglichen Beziehungen zur GmbH zu Gläubigern werden, mit ihrem Einzelschaden keine individuell abgrenzbare Gruppe von Betroffenen, sondern Teil des Rechtsverkehrs und damit der Allgemeinheit seien, die als solche in den von § 64 Abs. 1 GmbHG gewährten Schutz nicht einbezogen sei (so Ulmer in der Anm. zu dem oben erwähnten Senatsbeschluß vom 1. März 1993, ZIP 1993, 763, 771; dagegen aber Wiedemann, EWiR § 64 GmbHG 1/93, 583, 584).

    Dieser Weg erscheint dem Senat, wie im Beschluß vom 1. März 1993 (a.a.O.) im einzelnen dargelegt worden ist, für den GmbH-Geschäftsführer nicht gangbar.

  • BGH, 09.07.1979 - II ZR 118/77

    Herstatt - Konkursverschleppungshaftung von Aufsichtsratsmitgliedern

    Auszug aus BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91
    Andere Senate des Bundesgerichtshofes hatten sich dieser Rechtsprechung angeschlossen (…Urt. v. 22. Januar 1962 - III ZR 198/60, WM 1962, 527, 530, v. 18. Juni 1979 - VII ZR 84/78, NJW 1979, 2198, insoweit in BGHZ 75, 23 [BGH 18.06.1979 - VII ZR 84/78] nicht abgedruckt, und v. 8. Oktober 1987 - IX ZR 143/86, WM 1987, 1431, 1432; ferner beiläufig das eine Aktiengesellschaft betreffende Urteil des erkennenden Senats vom 11. November 1985, BGHZ 96, 231, 237 [BGH 11.11.1985 - II ZR 109/84]; vgl. aber auch BGHZ 75, 96, 106: "Schutzgesetz ... jedenfalls insoweit ..., als sich durch die Verzögerung der Konkurseröffnung die Befriedigungsaussichten der Gläubiger verringert haben").

    Es ist zwar zweckmäßig, den Anspruch auf Ersatz des durch die Konkursverschleppung entstehenden Gesamtschadens dem Konkursverwalter zuzuweisen; das gleiche wird dadurch erreicht, daß der Schaden als ein solcher der Gesellschaft bezeichnet wird (so in der moderneren Vorschrift des § 130 a Abs. 3 HGB; vgl. auch BGHZ 75, 96, 102).

    Die Haftung ließe sich auf diese Weise schwerlich begründen, soweit wegen der Dreiwochenfrist des § 64 Abs. 1 Satz 1 GmbHG der Tatbestand der Konkursverschleppung "suspendiert" ist (…vgl. Hachenburg/Ulmer a.a.O. § 64 Rdn. 55; BGHZ 75, 96, 111).

  • BGH, 02.02.1960 - VI ZR 13/59
    Auszug aus BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91
    Der VI. Zivilsenat hat diese Grundsätze in späteren Entscheidungen bekräftigt (z.B. Urt. v. 2. Februar 1960 - VI ZR 13/59, WM 1960, 641 f., v. 4. Juli 1961 - VI ZR 84/60, WM 1961, 1103, 1106, v. 4. Mai 1962 - VI ZR 226/61, WM 1962, 764 und v. 18. Mai 1976 - VI ZR 241/73, DB 1976, 1665, 1666; zuletzt BGHZ 100, 19, 23 ff. für den Verlust von Aussonderungsrechten).

    Daß der Gesetzgeber darüber hinaus die Gläubiger besonders hätte schützen wollen, sei den Motiven zum GmbH-Gesetz nicht zu entnehmen (vgl. auch BGH, Urt. v. 2. Februar 1960 - VI ZR 13/59, WM 1960, 641 f.).

    Daraus läßt sich einerseits, wie der VI. Zivilsenat zutreffend ausgeführt hat, nichts dafür herleiten, daß die Neugläubiger mit ihrem vollen Schaden in den Schutzbereich der Konkursantragspflicht einbezogen worden seien (Urt. v. 2. Februar 1960 a.a.O. S. 642); die amtliche Begründung geht auf jene Forderungen nicht ein.

  • BGH, 01.07.1991 - II ZR 180/90

    GmbH-Geschäftsführer - Vertragsverhandlungen - Pflichtverletzung - Schlechte …

    Auszug aus BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91
    Der Geschäftsführer einer GmbH nimmt indessen, wenn er für diese in Vertragsverhandlungen eintritt, grundsätzlich nur das normale Verhandlungsvertrauen in Anspruch, für dessen Verletzung der Vertragspartner, in diesem Falle also die GmbH, einzustehen hat; von einem persönlichen Vertrauen läßt sich nur sprechen, wenn der Vertreter beim Verhandlungspartner ein zusätzliches, von ihm selbst ausgehendes Vertrauen auf die Vollständigkeit und Richtigkeit seiner Erklärungen hervorgerufen hat (Sen.Urt. v. 1. Juli 1991 - II ZR 180/90, ZIP 1991, 1140, 1142 f. m.w.N.).

    Der Schutz des Vertragspartners ist unvollkommen, wenn man zwar der Gesellschaft selbst unter bestimmten Voraussetzungen eine vorvertragliche Pflicht zur Offenbarung ihrer Vermögenslage auferlegt (dazu im einzelnen: Sen.Urt. v. 1. Juli 1991 a.a.O. S. 1144 u. v. 16. März 1992 - II ZR 152/91, ZIP 1992, 694, 695, jeweils m.w.N.), die Verletzung dieser Pflicht aber, da ein Anspruch gegen die GmbH nach der Natur der Sache wertlos ist, nur sanktioniert ist, wenn das Verhalten des für die Gesellschaft handelnden Geschäftsführers die zusätzlichen Voraussetzungen der §§ 826, 823 Abs. 2 BGB, 263 StGB erfüllt.

  • BGH, 16.03.1992 - II ZR 152/91

    GmbH-Geschäftsführer: Persönliche Haftung

    Auszug aus BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91
    Der Schutz des Vertragspartners ist unvollkommen, wenn man zwar der Gesellschaft selbst unter bestimmten Voraussetzungen eine vorvertragliche Pflicht zur Offenbarung ihrer Vermögenslage auferlegt (dazu im einzelnen: Sen.Urt. v. 1. Juli 1991 a.a.O. S. 1144 u. v. 16. März 1992 - II ZR 152/91, ZIP 1992, 694, 695, jeweils m.w.N.), die Verletzung dieser Pflicht aber, da ein Anspruch gegen die GmbH nach der Natur der Sache wertlos ist, nur sanktioniert ist, wenn das Verhalten des für die Gesellschaft handelnden Geschäftsführers die zusätzlichen Voraussetzungen der §§ 826, 823 Abs. 2 BGB, 263 StGB erfüllt.
  • BGH, 11.11.1985 - II ZR 109/84

    Umfang des Schadensersatzanspruchs wegen Konkursverschleppung einer …

    Auszug aus BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91
    Andere Senate des Bundesgerichtshofes hatten sich dieser Rechtsprechung angeschlossen (…Urt. v. 22. Januar 1962 - III ZR 198/60, WM 1962, 527, 530, v. 18. Juni 1979 - VII ZR 84/78, NJW 1979, 2198, insoweit in BGHZ 75, 23 [BGH 18.06.1979 - VII ZR 84/78] nicht abgedruckt, und v. 8. Oktober 1987 - IX ZR 143/86, WM 1987, 1431, 1432; ferner beiläufig das eine Aktiengesellschaft betreffende Urteil des erkennenden Senats vom 11. November 1985, BGHZ 96, 231, 237 [BGH 11.11.1985 - II ZR 109/84]; vgl. aber auch BGHZ 75, 96, 106: "Schutzgesetz ... jedenfalls insoweit ..., als sich durch die Verzögerung der Konkurseröffnung die Befriedigungsaussichten der Gläubiger verringert haben").
  • BAG, 28.04.1992 - 3 AZR 244/91

    Nachholende Anpassung der Betriebsrente im Konzern

    Auszug aus BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91
    Außer den gegenläufigen Stellungnahmen aus dem älteren Schrifttum (Winkler, MDR 1960, 185, 186 f. [BGH 16.12.1958 - VI ZR 245/57]; Lambsdorff/Gilles, NJW 1966, 1551 f.; Kühn, NJW 1970, 589, 590 ff.; Lindacher, DB 1972, 1424 ff. [BGH 03.07.1972 - III ZR 134/71]; Gilles/Baumgart, JuS 1974, 226, 227 f.) ist aus neuerer Zeit auf Uhlenbruck, Die GmbH & Co. KG in Krise, Konkurs und Vergleich, 2. Aufl., 1988, S. 403 ff., die Dissertation von Stapelfeld, Die Haftung des GmbH-Geschäftsführers für Fehlverhalten in der Gesellschaftskrise, 1990, S. 166 ff. (vgl. auch Mertens, FS Hermann Lange, 1992, S. 561, 577 sowie im Anschluß an den Senatsbeschluß vom 1. März 1993, a.a.O., Schanze, AG 1993, 380) sowie auf einige Stellungnahmen zu der Bestimmung des § 64 GmbHG entsprechenden anderen Vorschriften hinzuweisen (…Staudinger/Coing, BGB 12. Aufl. § 42 Rdn. 10;… Müller. GenG, 1976, § 99 Rdn. 9;… zu § 92 Abs. 2 AktG: Meyer-Landrut, FS Barz, 1974, S. 271, 277 ff.).
  • BGH, 08.10.1987 - IX ZR 143/86

    Cic - GmbH - Geschäftsführer - Vertreter - Sachwalter

    Auszug aus BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91
    Andere Senate des Bundesgerichtshofes hatten sich dieser Rechtsprechung angeschlossen (Urt. v. 22. Januar 1962 - III ZR 198/60, WM 1962, 527, 530, v. 18. Juni 1979 - VII ZR 84/78, NJW 1979, 2198, insoweit in BGHZ 75, 23 [BGH 18.06.1979 - VII ZR 84/78] nicht abgedruckt, und v. 8. Oktober 1987 - IX ZR 143/86, WM 1987, 1431, 1432; ferner beiläufig das eine Aktiengesellschaft betreffende Urteil des erkennenden Senats vom 11. November 1985, BGHZ 96, 231, 237 [BGH 11.11.1985 - II ZR 109/84]; vgl. aber auch BGHZ 75, 96, 106: "Schutzgesetz ... jedenfalls insoweit ..., als sich durch die Verzögerung der Konkurseröffnung die Befriedigungsaussichten der Gläubiger verringert haben").
  • BAG, 24.09.1974 - 3 AZR 589/73

    Aufklärungspflicht bei Zahlungsschwierigkeiten - Haftung des Vertreters wegen …

    Auszug aus BGH, 20.09.1993 - II ZR 292/91
    Dieses hat sich der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu dieser Frage in seinem Urteil vom 24. September 1974 (3 AZR 589/73, NJW 1975, 708) angeschlossen (vgl. darüber hinaus auch das, soweit ersichtlich, nicht veröffentlichte Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 17. September 1991 - 3 AZR 521/90).
  • BGH, 18.06.1979 - VII ZR 84/78

    Durchgriff auf den gesetzlichen Vertreter nach der Abgabenordnung

  • BGH, 04.07.1961 - VI ZR 84/60
  • BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73

    Schutzgesetz - Sozialversicherungsträger

  • BGH, 03.07.1972 - III ZR 134/71

    Enteignungsentschädigung bei faktischer Bausperre

  • BGH, 22.01.1962 - III ZR 198/60

    Verletzung der Amtspflicht durch das Finanzamt bei Gewährung eines Kredits - …

  • BAG, 17.09.1991 - 3 AZR 521/90

    Insolvenzschutz für Versorgungsanwartschaft eines GmbH-Geschäftsführers bei …

  • BGH, 04.05.1962 - VI ZR 226/61
  • BGH, 06.06.1994 - II ZR 292/91

    Haftung des GmbH-Geschäftsführers wegen Verschulden bei Vertragsschluß; Aufgabe …

    Sie wäre, da sie im praktischen Ergebnis die Konkursreife zur Haftungsvoraussetzung macht und die vorvertragliche Warnpflicht des Geschäftsführers im wesentlichen mit der Konkursantragspflicht gleichlaufen läßt (K. Schmidt, NJW 1993, 2934, 2935) [BGH 20.09.1993 - II ZR 292/91], ein im Wege der Rechtsfortbildung geschaffener Haftungstatbestand zum Zweck der Sanktion für die Fortführung einer konkursreifen GmbH.

    Auch die Gegenansicht <- Ersatz des vollen den "Neugläubigern" infolge des Kontrahierens mit einer konkursreifen GmbH entstandenen Schadens - ist aber immer vertreten worden und bis zur Wiederaufnahme der kontroversen Diskussion im Anschluß an die die jetzige Entscheidung vorbereitenden Beschlüsse des Senats vom 1. März 1993 (…a.a.O.) und vom 20. September 1993 (ZIP 1993, 1543) nicht verstummt (Winkler, MDR 1960, 185, 186 f. [BGH 16.12.1958 - VI ZR 245/57]; Lambsdorff/Gilles, NJW 1966, 1551 f.; Kühn, NJW 1970, 589, 590 ff.; Lindacher, DB 1972, 1424 f. [BGH 03.07.1972 - III ZR 134/71]; Gilles/Baumgart, JuS 1974, 226, 227 f.;… Uhlenbruck, Die GmbH & Co. KG in Krise, Konkurs und Vergleich, 2. Aufl., 1988, S. 403 ff.;… Stapelfeld, Die Haftung des GmbH-Geschäftsführers für Fehlverhalten in der Gesellschaftskrise, 1990, S. 166 ff.).

    Die Begrenzung des Ersatzanspruchs auf den Quotenschaden wird - auch - damit begründet, daß die Neugläubiger, weil sie erst durch die Anbahnung von vertraglichen Beziehungen zur GmbH zu Gläubigern werden, mit ihrem Einzelschaden keine individuell abgrenzbare Gruppe von Betroffenen, sondern Teil des Rechtsverkehrs und damit der Allgemeinheit seien, die als solche in den von S 64 Abs. 1 GmbHG gewährten Schutz nicht einbezogen sei (so Ulmer, ZIP 1993, 771; dagegen Wiedemann, EWiR 1993, 583, 584; K. Schmidt, NJW 1993, 2934 [BGH 20.09.1993 - II ZR 292/91]; Lutter, DB 1994, 129, 135).

    Die bisherige Rechtsprechung und der Teil des Schrifttums, der ihr folgt, sehen als das "den Schutz eines anderen bezweckende Gesetz" (S 823 Abs. 2 BGB) ausdrücklich oder der Sache nach nur Absatz 2, nicht dagegen Absatz 1 des § 64 GmbHG an, und zwar auch, soweit diese letztere Bestimmung als Schutzgesetz bezeichnet wird (nachdrücklich in diesem Sinne Gerd Müller, GmbHR 1994, 209: Anspruch gemäß § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 64 Abs. 2 GmbHG; vgl. auch Canaris, JZ 1993, 649, 650); jedenfalls sollen beide Absätze der Vorschrift eine "einheitliche Schutzrichtung" haben (K. Schmidt, NJW 1993, 2934 [BGH 20.09.1993 - II ZR 292/91]).

    Die Konkursantragspflicht ergänzt damit den mit den Kapitalaufbringungs- und -erhaltungsvorschriften bewirkten Gläubigerschutz; zusammen mit diesen stellt sie die Rechtfertigung für das Haftungsprivileg der Gesellschafter dar (K. Schmidt, ZIP 1988, 1497; ders., NJW 1993, 2934 [BGH 20.09.1993 - II ZR 292/91];… Stapelfeld a.a.O. S. 171).

    Die Fräse, ob eine die Konkursanmeldung betreffende Pflichtverletzung vorlag, war deshalb auf der Grundlage der bisherigen Rechtspraxis zu S 64 GmbHG, soweit es um unmittelbare Ansprüche der Gesellschaftsgläubiger ging, "nicht bedeutsam" (Bauder, BB 1993, 2472, 2473) [BGH 20.09.1993 - II ZR 292/91].

  • BGH, 13.12.1993 - II ZR 89/93

    Begriff des herrschenden Unternehmens

    Soweit erforderlich, wird das Berufungsgericht den Klageanspruch auch unter dem Gesichtspunkt der Haftung wegen Konkursverschleppung (§ 64 Abs. 1 GmbHG i.V.m. § 823 Abs. 2 BGB) zu prüfen haben, auf den die Klage ebenfalls gestützt ist (vgl. dazu den Vorlagebeschl. des Senats v. 20.9. 1993, II ZR 292/91, ZIP 1993, 1543, DStR 1993, 1714).

    Der II. Zivilsenat verweist in diesem Zusammenhang auf seinen Vorlagebeschluß an den Gemeinsamen Senat der Obersten Gerichtshöfe des Bundes (II ZR 292/91, DStR 1993, 1714, 1716), in welchem er dafür eingetreten ist, die Beschränkung der Haftung auf den sog. "Quotenschaden" bei Neugläubigern aufzugeben.

  • OLG Düsseldorf, 07.09.2017 - 16 U 33/17

    Persönliche Haftung des neu bestellten Sanierungs-Geschäftsführers einer GmbH

    Von einem persönlichen Vertrauen des Geschäftsführers lässt sich nur sprechen, wenn der Vertreter beim Verhandlungspartner ein zusätzliches, von ihm selbst ausgehendes Vertrauen auf die Vollständigkeit und Richtigkeit seiner Erklärungen hervorgerufen hat (BGH Urteil vom 20.09.1993, II ZR 292/91, NJW 1993, 2931 m. w. Nachw.).
  • LAG Hamm, 12.12.1996 - 4 Sa 1206/96

    Durchgriffshaftung im sog. qualifiziert faktischen Konzern: Haftung des …

    Für die weitere Spielart einer Haftung des Vertreters wegen Eigeninteresses, also eine Eigenhaftung eines Geschäftsführers unter dem Gesichtspunkt des Verschuldens bei Vertragsschluß, hat die Rechtsprechung (…BGH vom 01.07.1991, a.a.O.; BGH vom 01.03.1993 - II ZR 292/91, ZIP 1993, 763 [Ulmer]) im übrigen klargestellt, daß allein eine maßgebliche oder beherrschende Beteiligung des Geschäftsführers an einer GmbH eine Außenhaftung wegen unmittelbaren wirtschaftlichen Eigeninteresses nicht begründen kann.

    weil er zugunsten der Gesellschaft Sicherheiten aus seinem eigenen Vermögen zur Verfügung gestellt hat (BGH vom 06.06.1994 - II ZR 292/91, LM Nr. 135 zu § 276 [Fa] BGB = MDR 1994, 781 = NJW 1994, 2220 = ZIP 1994, 1103).

    Ob die Haftung wegen verspäteter Konkursantragstellung auch für die sog. Neumasseschulden gilt, ist umstritten (dafür BGH vom 20.09.1993 - II ZR 292/91, KTS 1994, 109 = NJW 1993, 2931 [K. Schmidt] = ZIP 1993, 1543; dagegen BAG vom 24.09.1974 - 3 AZR 589/73, AP Nr. 1 zu § 13 GmbHG [Mertens] = AR-Blattei ES 220.9 Nr. 7 = EzA § 823 BGB Nr. 8 = KTS 1975, 225 = NJW 1975, 708 = SAE 1976, 123 [Heckelmann]).

  • OLG Stuttgart, 23.02.2016 - 1 U 97/15

    Beteiligung an einer GmbH als stiller Gesellschafter: Persönliche Haftung des …

    Dahinstehen kann, dass in der Literatur das Kriterium "wirtschaftliches Eigeninteresse" vielfach ohnehin als bloße "Durchgriffserwägung" und wenig tauglich angesehen wird, um eine Eigenhaftung des Geschäftsführers zu begründen (z.B. Karsten Schmidt, NJW 1993, 2934, 2935).
  • OLG Düsseldorf, 18.04.1997 - 22 U 226/96

    Berücksichtigung eines kapitalersetzenden Darlehens im Überschuldungsstatus der …

    Weder die Tatsache, daß der Beklagte Alleingesellschafter der K GmbH war, noch der Umstand, daß er der K GmbH im Jahre 1993 ein Darlehen gewährt hatte, vermögen indes eine persönliche Inanspruchnahme des Beklagten als Geschäftsführer der K GmbH zu rechtfertigen (vgl. hierzu BGHZ 126, 181, 184/187; BGH ZIP 1993, 763 ff = WM 1993, 1882 ff; WM 1993, 1885 ff).
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Rechtsprechung
   OLG Naumburg, 30.09.1993 - 5 W 1/93   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1993,6024
OLG Naumburg, 30.09.1993 - 5 W 1/93 (https://dejure.org/1993,6024)
OLG Naumburg, Entscheidung vom 30.09.1993 - 5 W 1/93 (https://dejure.org/1993,6024)
OLG Naumburg, Entscheidung vom 30. September 1993 - 5 W 1/93 (https://dejure.org/1993,6024)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • rechtsportal.de

    FGG § 19 § 27; KostO § 131 Abs. 1; ZPO § 91a
    Rechtsfolgen der Erledigung der Hauptsache im FGG -Verfahren

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • datenbank.nwb.de (Leitsatz)

    Gesellschaftsrecht; Eintragung eines GmbH-Geschäftsführers als alleinvertretungsberechtigt

Verfahrensgang

  • AG Halle/Saale - HRB 4946
  • LG Halle - 21 T 6/93
  • OLG Naumburg, 30.09.1993 - 5 W 1/93

Papierfundstellen

  • DB 1993, 2277
  • Rpfleger 1994, 169
 
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Wird zitiert von ... (3)Zitiert selbst (3)

  • BayObLG, 14.03.1963 - BReg. 2 Z 107/62
    Auszug aus OLG Naumburg, 30.09.1993 - 5 W 1/93
    Gegenstand der weiteren Beschwerde ist damit ohne Rücksicht auf den Beschwerdewert allein noch die Entscheidung über die Kosten der drei Rechtszüge, wobei es unerheblich ist, dass hier lediglich eine Entscheidung über die Gerichtskosten mit ausschließlich klarstellender Bedeutung in Betracht kommt (BayObLGZ 1963, 80, 81 f.; 1968, 195, 198 f.; 1970, 63, 65; BayObLG, FamRZ 1982, 601, 602 f.;… Keidel/Kuntze/Winkler, aaO., § 13 a FGG Rdn. 47, 48).

    Das Beschwerdeverfahren ist daher gemäß § 131 Abs. 1 Satz 2 KostO gebührenfrei (BayObLGZ 1963, 80, 82;… Korintenberg/Lappe/Bengel/Reimann, KostO , 12. Aufl., § 131 Rdn. 13).

    Zur Klarstellung ist somit auszusprechen, dass sich das Verfahren in der Hauptsache erledigt hat (…Keidel/Kuntze/Winkler, aaO., § 19 Rdn. 96) und das Verfahren in allen Rechtszügen gebührenfrei ist (BayObLGZ 1963, 80, 84).

  • OLG Zweibrücken, 12.10.1992 - 3 W 134/92

    Handelsregistereintragung: Vertretungsbefugnis des Geschäftsführers

    Auszug aus OLG Naumburg, 30.09.1993 - 5 W 1/93
    Das OLG Zweibrücken hat in seinem Beschluss vom 12. Oktober 1992 (NJW-RR 1993, 933) zutreffend darauf hingewiesen, dass der Begriff "alleinvertretungsberechtigt" dem Wortsinn nach dahin zu verstehen ist, dass damit das Recht zur alleinigen Vertretung unter Ausschluss aller anderen gemeint ist.
  • BayObLG, 22.07.1968 - BReg. 1a Z 14/68
    Auszug aus OLG Naumburg, 30.09.1993 - 5 W 1/93
    Gegenstand der weiteren Beschwerde ist damit ohne Rücksicht auf den Beschwerdewert allein noch die Entscheidung über die Kosten der drei Rechtszüge, wobei es unerheblich ist, dass hier lediglich eine Entscheidung über die Gerichtskosten mit ausschließlich klarstellender Bedeutung in Betracht kommt (BayObLGZ 1963, 80, 81 f.; 1968, 195, 198 f.; 1970, 63, 65; BayObLG, FamRZ 1982, 601, 602 f.;… Keidel/Kuntze/Winkler, aaO., § 13 a FGG Rdn. 47, 48).
  • OLG Brandenburg, 28.06.2006 - 7 Wx 3/06

    Eintragung der Einzelvertretungsbefugnis von GmbH-Geschäftsführern im …

    Er sieht sich jedoch hieran durch die Entscheidungen des OLG Zweibrücken vom 12.10.1992 (DB 1992, 2337) und des OLG Naumburg vom 30.09.1993 (DB 1993, 2277) gehindert, von denen er in diesem Fall abweichen würde.
  • BayObLG, 07.05.1997 - 3Z BR 101/97

    Eintragung der Einzelvertretungsbefugnis des GmbH-Geschäftsführers im …

    Dahinstehen kann, ob der Gesellschafterbeschluß vom 12.2.1994 mit hinreichender Deutlichkeit erkennen läßt, daß der Geschäftsführerin Einzelvertretungsbefugnis (zur Unterscheidung von der Alleinvertretungsbefugnis vgl. OLG Frankfurt DB 1993, 2174 ; OLG Zweibrücken DB 1992, 2337; OLG Naumburg DB 1993, 2277 ;… Lutter/Hommelhoff GmbHG 14.Aufl. § 8 Rn. 15;… Rowedder/Rittner/Schmidt-Leithoff GmbHG 3.Aufl. § 8 Rn. 25) auch für den Fall verliehen wurde, daß weitere Geschäftsführer bestellt werden (vgl. BayObLG Rpfleger 1989, 398 ).
  • OLG Jena, 25.09.2001 - 5 U 1370/00
    Dieser Auffassung steht die in der neueren Rechtsprechung vertretene Ansicht, es sei zwischen "Alleinvertretungsbefugnis" und "Einzelvertretungsbefugnis" zu unterscheiden, nicht entgegen (Abgrenzung OLG Zweibrücken, 12. Oktober 1992, 3 W 134/92, MDR 1993, 328 und OLG Naumburg, 30. September 1993, 5 W 1/93, DB 1993, 2277).
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