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| BGH, 25.02.1969 - VI ZR 225/67 |
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- Wolters Kluwer
Allgemeine Haftungsgrundsätze für falsche Auskunftserteilung von Notaren - Amtspflichtverletzung durch die fahrlässige Handlung eines Notars
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Allgemeine Haftungsgrundsätze für falsche Auskunftserteilung von Notaren; Amtspflichtverletzung durch die fahrlässige Handlung eines Notars
Papierfundstellen
- DNotZ 1969, 507
- VersR 1969, 474
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (3)
- BGH, 10.01.1955 - III ZR 153/53
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 25.02.1969 - VI ZR 225/67
Die Revision macht noch geltend, das Berufungsgericht habe sich damit auseinandersetzen müssen, ob ein Ersatzanspruch der Klägerin gegenüber ihrem Sachbearbeiter auch unter dem Gesichtspunkt der schadensgeneigten Arbeit (BGHZ 16, 111 [BGH 10.01.1955 - III ZR 153/53]) gegeben ist. - BGH, 11.04.1967 - VI ZR 186/65
Klage gegen einen Notar auf Schadensersatz aus schuldhafter Amtspflichtverletzung …
Auszug aus BGH, 25.02.1969 - VI ZR 225/67
Der Kläger muß Ersatzmöglichkeiten widerlegen, für die sich aus der Sachlage selbst ein Anhaltspunkt ergibt (RG DNotZ 1935, 745; RGZ 158, 277, 283; Urteil des erkennenden Senats vom 11. April 1967 - VI ZR 186/65 - LM Nr. 30 a zu § 852 BGB). - RG, 10.10.1938 - V 73/38
Zum Begriff der anderweitigen Ersatzmöglichkeit im Sinne des § 839 Abs. 1 Satz 2 …
Auszug aus BGH, 25.02.1969 - VI ZR 225/67
Der Kläger muß Ersatzmöglichkeiten widerlegen, für die sich aus der Sachlage selbst ein Anhaltspunkt ergibt (RG DNotZ 1935, 745; RGZ 158, 277, 283; Urteil des erkennenden Senats vom 11. April 1967 - VI ZR 186/65 - LM Nr. 30 a zu § 852 BGB).
- BGH, 23.03.1971 - VI ZR 177/69
Notarhaftung gegenüber Organen einer juristischen Person
Die Revision meint unter Hinweis auf das Urteil des erkennenden Senats vom 25. Februar 1969 - VI ZR 225/67 - (VersR 1969, 474), daß der Beklagte wegen der ihm vorgeworfenen Amtspflichtverletzung schon deswegen nicht in Anspruch genommen werden könne, weil nach den insoweit unanfechtbar gewordenen Feststellungen des angefochtenen Urteils die Kläger den Schaden mitverursacht haben und weil sie ein von dem Berufungsgericht mit einem Drittel bewertetes mitwirkendes Verschulden trifft.Es wäre überdies ein unbilliges Ergebnis, wenn dem Notar der juristischen Person gegenüber der Subsidiaritätseinwand (vgl. BGH VersR 1969, 474) und gegenüber dem Organ die Verteidigung eingeräumt würde, dieser sei nicht Beteiligter.
- BGH, 07.10.1969 - VI ZR 223/67
Arbeitnehmer - Arbeitgeber - Unternehmem - Justitiar - Haftung eines Notars für …
Der Bundesgerichtshof hat keine Bedenken getragen, diesem Grundsatz, der den innerbetrieblichen Schadensausgleich regelt, auch dann Wirkung beizulegen, wenn es sich um die subsidiäre Haftung eines Beamter, oder eines Notars handelt, der den Betriebsinhaber auf die primäre Haftung seines Arbeitnehmers oder auf das gegebenenfalls vom Betriebsinhaber selbst zu tragende Risiko verweisen will (BGHZ 16, 111 [BGH 10.01.1955 - III ZR 153/53] ;Senatsurteil vom 25. Februar 1969 - VI ZR 225/67 - VersR 1969, 474).Daher können sich leitende Angestellte auf diese arbeitsrechtliche Haftungserleichterung nicht berufen (vgl. Monjau Betr. 1969, 84), auch nicht der Leiter der Kreditabteilung einer Bank(Senatsurteil vom 25. Februar 1969 - VI ZR 225/67 - VersR 1969, 474).
- KG, 04.11.2014 - 9 U 227/13
Amtshaftung des Notars: Organisationsverschulden bei Abhandenkommen von …
Negative Anspruchsvoraussetzungen sind nur diejenigen Ersatzmöglichkeiten, die sich aus dem Sachverhalt selbst ergeben, demselben Tatsachenkreis entsprungen sind, aus dem sich die Schadenshaftung des Notars ergibt, und begründete Aussicht auf Erfolg bieten (BGH in WM 1996, 30, 32; in DNotZ 1967, 774, 775; in DNotZ 1969, 496, 498; in DNotZ 1969, 507, 510; in NJW 1993, 2744, 2747; in NJW 2003, 202, 203).Weist der beklagte Notar auf eine seiner Ansicht nach noch bestehende konkrete Möglichkeit der anderweitigen Ersatzmöglichkeit hin, so hat der Kläger diese wiederum auszuräumen (BGH in DNotZ 1967, 774, 775; in DNotZ 1969, 496; 498; in DNotZ 1969, 507, 510).
- OLG Hamm, 03.02.2012 - 11 U 237/10
Pflichten des Notars bei Beurkundung einer Grundschuldbestellung
Rn. 44 Die allgemeine Betreuungspflicht umfasst die jedes seiner Amtsgeschäfte begleitende Verpflichtung des Notars, die Beteiligten nicht untätig in die Gefahr eines folgenschweren Schadens geraten zu lassen, der durch eine mit wenigen Worten zu gebende sachgemäße Belehrung vermeidbar ist (BGH, DNotZ 1969, 507, 508; BGH, DNotZ 1973, 240, 241; BGH, DNotZ 1992, 813, 815; BGH, DNotZ 2001, 483, 485 - st. Rspr.). - OLG Dresden, 20.08.1996 - 13 U 894/96
Amtspflichten des Notars bei Grundbuchlöschung
Solche Dritte sind nicht nur die an dem Amtsgeschäft unmittelbar Beteiligten und etwaige sonst zu belehrende Personen, sondern all jene, deren Interesse durch das Amtsgeschäft nach dessen besonderer Natur berührt wird und in deren Rechtskreis eingegriffen werden kann, selbst wenn sie durch die Amtsausübung nicht unmittelbar betroffen werden und bei der Beurkundung nicht zugegen sind, wobei eine solche Einbeziehung Dritter in den Amtspflichtbereich nicht nur für die Beurkundungstätigkeit, sondern grundsätzlich für jede Amtshandlung eines Notars gilt, mithin auch für beratende und betreuende Tätigkeit aufgrund § 24 BNotO (BGH DNotZ 1988, 372, 374; BGH DNotZ 1983, 509, 511 f.; BGH DNotZ 1960, 265, 269; BGH DNotZ 1969, 507, 508 f.;… BGH DNotZ 1969, 769, 771 Haug, in: Seybold/Ronek/Schipper, BNot, § 19 Rdnr. 17 und 32).Eine solche Aufklärungs- und Belehrungspflicht besteht aber nur dann, wenn besondere Umstände vermuten lassen, es drohe ein Schaden und der potentiell Geschädigte sei sich dessen namentlich wegen mangelnder Kenntnis der Rechtslage nicht oder nicht voll bewußt (BGH DNotZ 1969, 769, 761 m.w.N.) oder wenn es der Notar als Träger der vorsorgenden Rechtspflege ohne weiteres durch wenige Sätze verhindern kann, daß ein geschützter Dritter in die Gefahr eines folgenschweren Irrtums gerät (BGH DNotZ 1969, 507, 508).
- BGH, 04.05.1984 - V ZR 255/82
Amtspflichten des Notars bei Erteilung einer Fälligkeitsbescheinigung; Verweisung …
Der Notar ist bei jeder Amtstätigkeit verpflichtet, einen falschen Anschein und die damit verbundene Gefahr eines Irrtums der Beteiligten zu vermeiden (BGH Urteile vom 25. Februar 1969, VI ZR 225/67, DNotZ 1969, 507 = VersR 1969, 474 und vom 30. Mai 1972, VI ZR 11/71, LM BNotO § 14 Nr. 2 = DNotZ 1973, 245, 248;… Seybold/Hornig, BNotO 5. Aufl. § 19 Rdn. 15, 34;… Reithmann in: Reithmann/Röll/Geßele, Handbuch der notariellen Vertragsgestaltung, 5. Aufl. Rdn. 183 f). - BGH, 10.06.1983 - V ZR 4/82
Schadensersatzanspruch einer Bank wegen Amtspflichtverletzung eines Notars - …
Das gilt auch dann, wenn sich eine daran nicht unmittelbar beteiligte, aber durch das Beurkundungsgeschäft begünstigte Person - wie vorliegend die Klägerin aufgrund Abtretung - an den Notar wendet und ihm eigene Belange anvertraut (vgl. BGHZ 58, 343, 353 [BGH 02.05.1972 - VI ZR 193/70]; BGH Urteile vom 25. Februar 1969, VI ZR 225/67, WM 1969, 621 = DNotZ 1969, 507; vom 23. September 1980, VI ZR 116/79, LM BNotO § 19 Nr. 14 = DNotZ 1981, 311; vom 30. Juni 1981, VI ZR 197/79, NJW 1981, 2705 [BGH 30.06.1981 - VI ZR 197/79]; vom 29. September 1981, VI ZR 2/80, DNotZ 1982, 384 …und vom 11. Februar 1983 aaO). - BGH, 30.05.1972 - VI ZR 11/71
Klage gegen einen Notar wegen Vornahme einer Amtspflichtverletzung - …
Das ist schon dann der Fall, wenn er durch seine Tätigkeit einen falschen Anschein erweckt, durch den Beteiligte oder geschützte Dritte in die Gefahr eines folgenschweren Irrtums geraten (vgl. BGH Urt. v. 25. Februar 1969 - VI ZR 225/67 = VersR 1969, 474 = DNotZ 1969, 508;… Daimer/Reithmann a.a.O. Rz 9).
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