Rechtsprechung
| FG Rheinland-Pfalz, 04.05.2005 - 1 K 2189/03 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Zur Berücksichtigung erwerbsbedingter Kinderbetreuungskosten
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Zur Berücksichtigung erwerbsbedingter Kinderbetreuungskosten
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (4)
- anwaltonline.com (Kurzinformation)
Betreuungskosten von Schulkindern sind keine Sonderausgabe!
- juraforum.de (Kurzinformation)
Tagesheimkosten sind keine Sonderausgaben
- kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)
Tagesheimkosten keine Sonderausgaben, über die Pauschbeträge hinausgehende Kinderbetreuungskosten keine außergewöhnlichen Belastungen (im Jahr 2000)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Berücksichtigung erwerbsbedingter Kinderbetreuungskosten; Sozialhilferechtliche Kriterien zur Ermittlung des Existenzminimums des Steuerpflichtigen und seiner Familie im Einzelfall
Papierfundstellen
- DStRE 2005, 952
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (8)
- BVerfG, 10.11.1998 - 2 BvR 1057/91
Familienlastenausgleich II
Auszug aus FG Rheinland-Pfalz, 04.05.2005 - 1 K 2189/03
Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 10. November 1998 (vgl. BVerfGE 99, 216) ergebe sich die Notwendigkeit, diese Kosten zum Abzug zuzulassen.2 BvR 980/91, 1057/91, 1226/91, BVerfGE 99, 216), wie auch der Bundesfinanzhof zu Steuerpflichtigen mit Kindern unter 16 Jahren entschieden hat (vgl. BFH…, Urteil vom 11. März 2003, VIII R 76/02, BFH/NV 2003, 1303; vgl. auch Hessisches FG, Urteil vom 27. Januar 2004, 13 K 1234/02, EFG 2004, 992).
Der Gesetzgeber war lediglich verpflichtet, das nach sozialhilferechtlichen Kriterien zu ermittelnde Existenzminimum des Steuerpflichtigen und seiner Familie (vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 29. Mai 1990 …und vom 10. November 1998, 2 BvL 42/93, a.a.O.) und ab dem Jahr 2000 zusätzlich einen Betreuungsbedarf (vgl. BVerfG, Beschluss vom 10. November 1998, 2 BvR 980/91, 1057/91, 1226/91, a.a.O.) im wirtschaftlichen Ergebnis von der Einkommensteuer freizustellen.
- BVerfG, 10.11.1998 - 2 BvL 42/93
Kinderexistenzminimum I
Auszug aus FG Rheinland-Pfalz, 04.05.2005 - 1 K 2189/03
Die in § 32 Abs. 6 Satz 1 EStG gewährten Freibeträge genügen in ihrer Höhe den Vorgaben durch das Bundesverfassungsgericht (vgl. zum sächlichen Existenzminimum BVerfG, Beschlüsse vom 29. Mai 1990, 1 BvL 20/84, 1 BvL 26/84, 1 BvL 4/86, BVerfGE 82, 60; vom 25. September 1992, 2 BvL 5/91, 2 BvL 8/91, 2 BvL 14/91, BVerfGE 87, 153; vom 10. November 1998, 2 BvL 42/93, BVerfGE 99, 246; vgl. zum Betreuungsbedarf als Bestandteil des familiären Existenzminimums BVerfG, Beschluss vom 10. November 1998,.Der Gesetzgeber war lediglich verpflichtet, das nach sozialhilferechtlichen Kriterien zu ermittelnde Existenzminimum des Steuerpflichtigen und seiner Familie (vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 29. Mai 1990 und vom 10. November 1998, 2 BvL 42/93, a.a.O.) und ab dem Jahr 2000 zusätzlich einen Betreuungsbedarf (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 10. November 1998, 2 BvR 980/91, 1057/91, 1226/91, a.a.O.) im wirtschaftlichen Ergebnis von der Einkommensteuer freizustellen.
- BFH, 11.03.2003 - VIII R 76/02
Familienleistungsausgleich im Jahr 2000, Verfassungsmäßigkeit
Auszug aus FG Rheinland-Pfalz, 04.05.2005 - 1 K 2189/03
2 BvR 980/91, 1057/91, 1226/91, BVerfGE 99, 216), wie auch der Bundesfinanzhof zu Steuerpflichtigen mit Kindern unter 16 Jahren entschieden hat (vgl. BFH, Urteil vom 11. März 2003, VIII R 76/02, BFH/NV 2003, 1303; vgl. auch Hessisches FG, Urteil vom 27. Januar 2004, 13 K 1234/02, EFG 2004, 992).Dementsprechend besteht kein Recht auf steuerliche Anerkennung aller im Einzelfall entstandenen erwerbsbedingten Betreuungskosten (vgl. BFH, Urteil vom 11. März 2003, a.a.O.).
- BVerfG, 29.05.1990 - 1 BvL 20/84
Steuerfreies Existenzminimum
Auszug aus FG Rheinland-Pfalz, 04.05.2005 - 1 K 2189/03
Die in § 32 Abs. 6 Satz 1 EStG gewährten Freibeträge genügen in ihrer Höhe den Vorgaben durch das Bundesverfassungsgericht (vgl. zum sächlichen Existenzminimum BVerfG, Beschlüsse vom 29. Mai 1990, 1 BvL 20/84, 1 BvL 26/84, 1 BvL 4/86, BVerfGE 82, 60; vom 25. September 1992, 2 BvL 5/91, 2 BvL 8/91, 2 BvL 14/91, BVerfGE 87, 153; vom 10. November 1998, 2 BvL 42/93, BVerfGE 99, 246; vgl. zum Betreuungsbedarf als Bestandteil des familiären Existenzminimums BVerfG, Beschluss vom 10. November 1998,. - BVerfG, 25.09.1992 - 2 BvL 5/91
Grundfreibetrag
Auszug aus FG Rheinland-Pfalz, 04.05.2005 - 1 K 2189/03
Die in § 32 Abs. 6 Satz 1 EStG gewährten Freibeträge genügen in ihrer Höhe den Vorgaben durch das Bundesverfassungsgericht (vgl. zum sächlichen Existenzminimum BVerfG, Beschlüsse vom 29. Mai 1990, 1 BvL 20/84, 1 BvL 26/84, 1 BvL 4/86, BVerfGE 82, 60; vom 25. September 1992, 2 BvL 5/91, 2 BvL 8/91, 2 BvL 14/91, BVerfGE 87, 153; vom 10. November 1998, 2 BvL 42/93, BVerfGE 99, 246; vgl. zum Betreuungsbedarf als Bestandteil des familiären Existenzminimums BVerfG, Beschluss vom 10. November 1998,. - BFH, 26.02.2002 - VIII R 92/98
Zur Verfassungsmäßigkeit der Höhe des Kindergeldes für das erste und zweite Kind …
Auszug aus FG Rheinland-Pfalz, 04.05.2005 - 1 K 2189/03
Wie der Bundesfinanzhof mit Urteilen vom 26. Februar 2002 (VIII R 92/98, BStBl II 2002, 596) und vom 13. August 2002 (…VIII R 80/97, BFH/NV 2002, 1456) dargelegt hat, ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts dem in Art. 20 Abs. 1 GG verankerten Sozialstaatsprinzip i.V.m. Art. 6 GG kein Gebot zu entnehmen, Sozialleistungen in einer bestimmten Weise und einem bestimmten Umfang zu gewähren und jegliche die Familien treffenden Belastungen auszugleichen. - BFH, 13.08.2002 - VIII R 80/97
Kindergeld; Verfassungsmäßigkeit des Kindergeldanspruchs für 1996
Auszug aus FG Rheinland-Pfalz, 04.05.2005 - 1 K 2189/03
Wie der Bundesfinanzhof mit Urteilen vom 26. Februar 2002 (VIII R 92/98, BStBl II 2002, 596) und vom 13. August 2002 (VIII R 80/97, BFH/NV 2002, 1456) dargelegt hat, ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts dem in Art. 20 Abs. 1 GG verankerten Sozialstaatsprinzip i.V.m. Art. 6 GG kein Gebot zu entnehmen, Sozialleistungen in einer bestimmten Weise und einem bestimmten Umfang zu gewähren und jegliche die Familien treffenden Belastungen auszugleichen. - FG Hessen, 27.01.2004 - 13 K 1234/02
Kinderfreibetrag; Betreuungsfreibetrag; Altersgrenze - Verfassungsmäßigkeit des …
Auszug aus FG Rheinland-Pfalz, 04.05.2005 - 1 K 2189/03
2 BvR 980/91, 1057/91, 1226/91, BVerfGE 99, 216), wie auch der Bundesfinanzhof zu Steuerpflichtigen mit Kindern unter 16 Jahren entschieden hat (vgl. BFH…, Urteil vom 11. März 2003, VIII R 76/02, BFH/NV 2003, 1303; vgl. auch Hessisches FG, Urteil vom 27. Januar 2004, 13 K 1234/02, EFG 2004, 992).
- FG Köln, 01.08.2006 - 8 K 4006/03
Erwerbsbedingt notwendige Kinderbetreuungskosten sind Werbungskosten
In der finanzgerichtlichen Rechtsprechung und teilweise im Schrifttum (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 04.05.2005, 1 K 2189/03, DStRE 2005, 952 m.w.N.) wird die Auffassung vertreten, dass mit der Einführung des Betreuungsfreibetrages in § 32 Abs. 6 S.1,3 EStG 2000/1, der auch der Klägerin vorliegend angerechnet worden ist, erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten in verfassungsgemäßer Weise steuerlich abgegolten werden.Dass dies so zu verstehen ist, dass der generelle Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf im Rahmen der steuerlichen Freistellung des kindlichen Existenzminimums abgegolten wird und daneben ein damit steuerlich nicht berücksichtigter erwerbsbedingter Kinderbetreuungsbedarf verbleibt (…offenlassend: BFH-Beschluss vom 17.07.2000 XI B 127/99, BFH/NV 2000, 1471; a. A. FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 04.05.2005, 1 K 2189/03, DStRE 2005, 952), stellt nunmehr die Formulierung in dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 16.03.2005 (…2 BvL 7/00, a.a.O.) klar, nach der auch jenseits der Grenze des zu verschonenden Existenzminimums zwangsläufig pflichtbestimmter Aufwand - wie die hier zu beurteilenden erwerbsbedingten Kinderbetreuungskosten - steuerlich nicht zur Disposition des Gesetzgebers steht.
- FG Niedersachsen, 22.12.2005 - 11 K 434/02
Abziehbarkeit von Aufwendungen für eine Kindertagesstätte; Steuerliche …
Rn. 19 2. Der Abzug von außergewöhnlichen Belastungen gem. § 33 EStG kommt nicht in Betracht, da durch die Gewährung von Kindergeld oder dem alternativ nach § 32 VI EStG zu gewährenden Freibetrag ansonsten die Belastung nach § 33 Abs. 3 zumutbar ist (…Schmidt-Glanegger, EStG 24. Aufl. 2005, § 32 Tz. 72; im Ergebnis auch FG Rheinland-Pfalz Urt. v. 4. Mai 2005 1 K 2189/03, DStRE 2005, 952).Rn. 21 Diese Regelung in § 32 Abs. 6 EStG unterliegt auch keinen verfassungsrechtlichen Bedenken (s. Ausführungen in BVerfG Beschl. v. 6. Mai 2004 2 BvR 1375/03, HFR 2004, 692;… BFH Urt. v. 11. März 2003 VIII R 76/02, BFH/NV 2003, 1303;… FG München Urt. v. 28. Januar 2003 12 K 4680/02, EFG 2003, 1020;… Hessisches FG Urt. v. 27. Januar 2004 13 K 1234/02, EFG 2004, 992; FG Rheinland-Pfalz Urt. v. 4. Mai 2005 1 K 2189/03, DStRE 2005, 952 m.w.N.).
- FG Hamburg, 27.06.2006 - 7 K 119/05
Berücksichtigung erwerbsbedingter Kinderbetreuungskosten - Verfassungwidrigkeit …
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist dem in Art. 20 Abs. 1 GG verankerten Sozialstaatsprinzip i. V. m. Art. 6 GG kein Gebot zu entnehmen, Sozialleistungen in einer bestimmten Weise und einem bestimmten Umfang zu gewähren und jegliche die Familien treffenden Belastungen auszugleichen (vgl. FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 04.05.2005, 1 K 2189/03, DStRE 2005, 952 m. w. N.). - FG Rheinland-Pfalz, 21.06.2007 - 4 K 2094/03
Anspruch von Eltern auf Gewährung eines Freibetrages zur Abgeltung
Dem in Artikel 20 Abs. 1 GG verankerten Sozialstaatsprinzip i.V.m. der besonderen Stellung von Ehe und Familie nach Artikel 6 Abs. 1 GG ist kein Gebot zu entnehmen, Sozialleistungen in einer bestimmten Weise und einem bestimmten Umfang zu gewähren und jegliche, die Familie treffende Belastungen auszugleichen (vgl. BFH-Urteile vom 26. Februar 2002, VIII R 92/98, BStBl. II 2002, 596 m.w.N.;…vom 13. August 2002, VIII R 80/97, BFH/NV 2002, 1456, FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 4. Mai 2005, 1 K 2189/03, DStRE 2005, 952 sowie FG Baden-Württemberg, Urteil vom 6. April 2006, 8 K 57/03, EFG 2006, 976).
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