Rechtsprechung
| BVerwG, 29.12.1958 - VII B 33.58 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz frei)
Sonderschulbedürftigkeit - Elternrecht; Bestimmung der zu besuchenden Schule
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1959, 241
- DVBl 1959, 366
- DÖV 1959, 230
Wird zitiert von ... (20) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 29.06.1957 - II C 105.56
Auszug aus BVerwG, 29.12.1958 - VII B 33.58
Das Bundesverwaltungsgericht hat in dem Urteil vom 29.06.1957 (BVerwGE 5, 153) zwar anerkannt, daß das in Art. 6 Abs. 2 GG anerkannte natürliche Recht der Eltern, ihre Kinder zu erziehen, das Recht umschließe zu wählen, welche weiterführende öffentliche Schule ein Kind besuchen solle, gleichzeitig aber die Begrenzbarkeit dieses Rechts durch eine landesrechtliche Zulassungsvoraussetzung für unzulässig erklärt, die ein Kind von der Aufnahme in die weiterführende Schule ausschließt, wenn es dort mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit seine Mitschüler erheblich hemmen würde.In dem erwähnten Urteil geht das Bundesverwaltungsgericht in Übereinstimmung mit dem Schrifttum davon aus, daß die auf den Schulpflichtgesetzen beruhenden Eingriffe in das Elternrecht zulässig und unter dem Gesichtspunkt der Art. 2 und 6 GG nicht zu beanstanden sind (BVerwGE 5, 153 [155]; Heckel/Seipp, Schulrechtskunde S. 257).
- BVerwG, 22.11.1957 - VII C 69.57
Kern des kommunalen Selbstverwaltungsrechts
Auszug aus BVerwG, 29.12.1958 - VII B 33.58
Es ist in der Rechtsprechung anerkannt, daß Differenzierungen, die sich, vom Gesetzgeber nicht gewollt, aus den tatsächlichen Verhältnissen ergeben, den Gleichheitsgrundsatz nicht verletzen (vgl. das Urteil vom 22.11.1957 - BVerwG VII C 69.57 -, BVerwGE 6, 19 [21]). - BVerfG, 23.06.1958 - 2 BvQ 3/58
Einstweilige Anordnung gegen die Volksbefragung über Atombewaffnung
Auszug aus BVerwG, 29.12.1958 - VII B 33.58
Es ist in der Rechtsprechung anerkannt, daß Differenzierungen, die sich, vom Gesetzgeber nicht gewollt, aus den tatsächlichen Verhältnissen ergeben, den Gleichheitsgrundsatz nicht verletzen (vgl. das Urteil vom 22.11.1957 - BVerwG VII C 69.57 -, BVerwGE 6, 19 [21]). - BVerwG, 19.08.1958 - VII B 101.57
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 29.12.1958 - VII B 33.58
Der Senat hat diese Grundsätze durch den Beschluß vom 19.08.1958 - BVerwG VII B 101.57 - (MDR 1958, 871 - L -) auch für den Bereich der Mittelschulen für anwendbar erklärt.
- BVerwG, 31.01.1964 - VII C 65.62
Rechtmäßigkeit der Schließung einer Schule - Auslegung des Begriffs der …
Das in Art. 7 Abs. 1 GG verankerte Recht des Staates zur schulischen Erziehung steht, wie der Senat auch schon in seinemBeschluß vom 29. Dezember 1958 - BVerwG VII B 33.58 - (Buchholz, Nachschlagewerk, 11 Art. 7 GG Nr. 4, vgl. auch BVerwGE 5, 153) ausgeführt hat, gleichgeordnet neben dem Elternrecht. - StGH Hessen, 20.12.1971 - P.St. 608
Elternrecht; Förderstufe; Gleichheitssatz; Grundrechtsklage; Jahresfrist; …
Im Bereich der Schule stehen die beiden Erziehungsrechte selbständig nebeneinander und befinden sich nicht in einem Über-Unterordnungsverhältnis (…Mangold-Klein, GG, 2. Aufl., Bd. I, 1957, Anm. IV d zu Art. 6;… Maunz-Dürig, aaO, RdNr. 4 zu Art. 7;… Heckel-Seipp, aaO S. 346; Stein, JZ 1957, 11;… Wolf, Verwaltungsrecht, II, 2. Aufl., § 101, I c; Evers, VVDStRL, Bd. 23, 142; BVerwGE 5, 153 (156); 18, 40; Beschluß vom 29. Dezember 1958 - VII B 33.58 - DVBl. 1959, 366; Heckel, Schulrecht und Schulpolitik, 1967, 180).Ein solches Wahlrecht der Eltern besteht ohne Zweifel (…vgl. hierzu Maunz-Dürig, aaO, RdNr. 28 zu Art. 6;… Maunz, Deutsches Staatsrecht, 17. Aufl., § 18 I 3 h, S. 147;… Heckel-Seipp, aaO S. 387; Fuß, VVDStRL, Bd. 23, 199 (205); Ekkehart Stein, Das Recht des Kindes auf Selbstentfaltung in der Schule, 1967, 40, 41; BVerwGE 5, 153 (155); BVerwG, Beschluß vom 29. Dezember 1958, aaO; OVG Hamburg, Urteil vom 16. April 1953, DVBl. 1953, 506; vom 12. März 1956, DÖV 1956, 627).
- BVerwG, 13.03.1970 - VII C 62.68
Ablehnung einer vorzeitigen Einschulung - Begrenzung des elterlichen …
Wie das Bundesverwaltungsgericht wiederholt betont hat, wird das elterliche Erziehungsrecht durch das staatliche Schulorganisations- und Aufsichtsrecht notwendig begrenzt (Urteil des II. Senats vom 29. Juli 1957, BVerwGE 5, 153; Beschluß des erkennenden Senats vom 29. Dezember 1958 - BVerwG VII B 33.58 -, Buchholz BVerwG, 11, Art. 7 GG Nr. 4; Urteil des erkennenden Senats vom 31. Januar 1964, BVerwGE 18, 40; Urteil des erkennenden Senats vom 6. Dezember 1968 - BVerwG VII C 4.68 - [DVBl. 1969, 930]).
- BVerwG, 02.07.1965 - VII C 47.64 Der Senat hat in ständiger Rechtsprechung betont (Beschluß vom 29.12.1958 - BVerwG VII B 33.58 -, Buchholz BVerwG 11, Art. 7 GG Nr. 4 = DVBl. 1959 S. 366; ferner BVerwGE 18, 40), daß das Recht des Staates zur schulischen Erziehung dem Elternrecht gleichgeordnet ist.
- BVerwG, 23.01.1975 - VII B 26.74 Aus dem Begriff der staatlichen Schulaufsicht des Art. 7 Abs. 1 GG folgt die ausschließliche Befugnis des Staates, für die in Erfüllung der Schulpflicht zu besuchenden Schulen zu bestimmen, auf welche Schule die Schulpflicht zu erfüllen ist; insoweit werden die Grundrechte aus Art. 6 Abs. 2 Satz 1 und Art. 2 Abs. 1 GG zulässigerweise eingeschränkt (vgl. Beschluß vom 29.12.1958 - BVerwG VII B 33.58 - [DVBl. 1959, 366]); BVerwGE 18, 40 [42] und 21, 289 [292]).
- BVerwG, 21.04.1972 - VII B 108.70
Zulässigkeit und Begründetheit einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der …
In Übereinstimmung mit der Auffassung des Bundesverfassungsgerichts hat das Bundesverwaltungsgericht ständig entschieden, das in Art. 7 Abs. 1 GG verankerte Recht des Staates zur schulischen Erziehung stehe gleichgeordnet neben dem Erziehungsrecht der Eltern; das Recht der Eltern, darüber zu bestimmen, welche Schule ihre Kinder besuchen sollen, sei insbesondere für die öffentlichen Schulen, die in Erfüllung der Schulpflicht zu besuchen seien, eingeschränkt; das Grundgesetz schließe zwar die Schaffung konfessionell gebundener Volksschulen nicht aus, gewähre jedoch dem einzelnen Staatsbürger keinen Rechtsanspruch auf Errichtung einer von seinem Bekenntnis geprägten öffentlichen Schule (Beschlüsse vom 29. Dezember 1958 [DVBl. 1959, 366], vom 13. Dezember 1967 - BVerwG VII B 112.65 - und vom 27. Februar 1970 - BVerwG VII B 40.69 - [DVBl. 1970, 929, 930]; Urteile vom 29. Juni 1957 [BVerwGE 5, 153, 155, 160 [BVerwG 29.06.1957 - II C 105/56]], vom 29. Januar 1960 [BVerwGE 10, 136 f.], vom 31. Januar 1964 [BVerwGE 18, 40, 42 [BVerwG 31.01.1964 - VII C 65/62]], vom 2. Juli 1965 [BVerwGE 21, 289, 292 [BVerwG 02.07.1965 - VII C 47/64]] und vom 13. März 1970 [DVBl. 1970, 929]). - BVerwG, 18.11.1960 - VII C 24.60
Rechtsmittel
Übrigens hat der Senat die Fortgeltung des Reichsschulpflichtgesetzes vom 6. Juli 1938 (RGBl. I S. 799) als Landesrecht mit den Beschlüssenvom 29. Dezember 1958 - BVerwG VII B 33.58 - (DVBl. 1959, 366) undvom 26. März 1959 - BVerwG VII B 73.58 - (DVBl. 1959, 439) bejaht. - BVerwG, 21.04.1972 - VII B 1.70
Bestimmtheit landesgesetzlicher Ermächtigungen zum Erlass von Rechtsverordnungen …
In Übereinstimmung mit der Auffassung des Bundesverfassungsgerichts hat der beschließende Senat ständig entschieden, das in Art. 7 Abs. 1 GG verankerte Recht des Staates zur schulischen Erziehung stehe gleichgeordnet neben dem Erziehungsrecht der Eltern; das Recht der Eltern, darüber zu bestimmen, welche Schule ihre Kinder besuchen sollen, sei insbesondere für die öffentlichen Schulen, die in Erfüllung der Schulpflicht zu besuchen seien, eingeschränkt; das Grundgesetz schließe zwar die Schaffung konfessionell gebundener Volksschulen nicht aus, gewähre Jedoch dem einzelnen Staatsbürger keinen Rechtsanspruch auf Errichtung einer von seinem Bekenntnis geprägten öffentlichen Schule (Beschlüsse vom 29. Dezember 1958 [DVBl. 1959, 366], vom 13. Dezember 1967 - BVerwG VII B 112.65 - und vom 27. Februar 1970 - BVerwG VII B 40.69 - [DVBl. 1970, 929, 930]; Urteile vom 29. Januar 1960 [BVerwGE 10, 136 f.], vom 31. Januar 1964 [BVerwGE 18, 40, 42], vom 2. Juli 1965 [BVerwGE 21, 289, 292] und vom 13. März 1970 [DVBl. 1970, 929]). - BVerwG, 21.04.1972 - VII B 3.70
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Errichtung von …
In Übereinstimmung mit der Auffassung des Bundesverfassungsgerichts hat der beschließende Senat ständig entschieden, das in Art. 7 Abs. 1 GG verankerte Recht des Staates zur schulischen Erziehung stehe gleichgeordnet neben dem Erziehungsrecht der Eltern; das Recht der Eltern, darüber zu bestimmen, welche Schule ihre Kinder besuchen sollen, sei insbesondere für die öffentlichen Schulen, die in Erfüllung der Schulpflicht zu besuchen seien, eingeschränkt; das Grundgesetz schließe zwar die Schaffung konfessionell gebundener Volksschulen nicht aus, gewähre jedoch dem einzelnen Staatsbürger keinen Rechtsanspruch auf Errichtung einer von seinem Bekenntnis geprägten öffentlichen Schule (Beschlüsse vom 29. Dezember 1958 [DVBl. 1959, 366], vom 13. Dezember 1967 - BVerwG VII B 112.65 - und vom 27. Februar 1970 - BVerwG VII B 40.69 - [DVBl. 1970, 929, 930]; Urteile vom 29. Januar 1960 [BVerwGE 10, 136 f.], vom 31. Januar 1964 [BVerwGE 18, 40, 42], vom 2. Juli 1965 [BVerwGE 21, 289, 292] und vom 13. März 1970 [DVBl. 1970, 929]). - BVerwG, 21.04.1972 - VII B 149.69
Errichtung von nordrhein- westfälischen Bekenntnis-Hauptschulen - …
In Übereinstimmung mit der Auffassung des Bundesverfassungsgerichts hat der beschließende Senat ständig entschieden, das in Art. 7 Abs. 1 GG verankerte Recht des Staates zur schulischen Erziehung stehe gleichgeordnet neben dem Erziehungsrecht der Eltern; das Recht der Eltern, darüber zu bestimmen, welche Schule ihre Kinder besuchen sollen, sei insbesondere für die öffentlichen Schulen, die in Erfüllung der Schulpflicht zu besuchen seien, eingeschränkt; das Grundgesetz schließe zwar die Schaffung konfessionell gebundener Volksschulen nicht aus, gewähre jedoch dem einzelnen Staatsbürger keinen Rechtsanspruch auf Errichtung einer von seinem Bekenntnis geprägten öffentlichen Schule (Beschlüsse vom 29. Dezember 1958 [DVBl. 1959, 366], vom 13. Dezember 1967 - BVerwG VII B 112.65 - und vom 27. Februar 1970 - BVerwG VII B 40.69 - [DVBl. 1970, 929, 930]; Urteile vom 29. Januar 1960 [BVerwGE 10, 136 f.], vom 31. Januar 1964 [BVerwGE 18, 40, 42], vom 2. Juli 1965 [BVerwGE 21, 289, 292] und vom 13. März 1970 [DVBl. 1970, 929]). - VG Hannover, 10.02.1972 - VI A 197/69
- BVerwG, 21.04.1972 - VII B 43.70
Errichtung von Bekenntnis-Hauptschulen im Gebiet Nordrhein-Westfalens - …
- BVerwG, 21.04.1972 - VII B 107.70
Errichtung von öffentlichen Bekenntnis-Hauptschulen - Bestimmtheit einer …
- BVerwG, 21.04.1972 - VII B 148.69
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Errichtung von …
- BVerwG, 21.04.1972 - VII B 2.70
Bestimmtheit landesgesetzlicher Ermächtigungen zum Erlass von Rechtsverordnungen …
- BVerwG, 21.04.1972 - VII B 51.70
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Zulässigkeit der Errichtung …
- BayObLG, 29.02.1972 - RReg. 4 St 502/72
Dauer der Schulpflicht
- BVerwG, 30.05.1980 - 7 B 96.80
Kriterien für die Einweisung in eine Sonderschule für Lernbehinderte gegen den …
- BVerwG, 21.04.1972 - VII CB 24.70
Ausschluss von der Ausübung des Richteramts i.S.v. § 41 Nr. 4 ZPO i.V.m. § 54 …
- VG Frankfurt/Main, 04.05.1988 - V/2 E 2566/87
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".