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| BayObLG, 03.09.1996 - 1Z BR 211/95 |
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Möglichkeit der Neubestimmung eines Geburtsnamens für ein minderjähriges Kind im Falle der Wiederannahme des Geburtsnamens durch ein Elternteil; Recht zur Namensbestimmung als Ausfluss der elterlichen Personensorge; Rechtmäßigkeit der Führung eines Doppelnamens
Verfahrensgang
- AG Regensburg, 12.10.1995 - UR III 40/95
- LG Regensburg, 27.11.1995 - 7 T 530/95
- BayObLG, 03.09.1996 - 1Z BR 211/95
Papierfundstellen
- NJW-RR 1997, 321
- FGPrax 1996, 225
- FamRZ 1997, 232
- Rpfleger 1997, 111
- BayObLGZ 1996 Nr. 48
- BayObLGZ 1996, 198
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (6)
- BayObLG, 07.09.1995 - 1Z BR 53/95
Familiennamensgebung bei Eltern, die keinen gemeinsamen Ehenamen führen
Auszug aus BayObLG, 03.09.1996 - 1Z BR 211/95
"Hat die Ehefrau auf Grund der Übergangsregelung des Familiennamensrechtsgesetzes ihren Geburtsnamen wieder angenommen und haben die Ehegatten in Folge dieser Erklärung keinen Gebrauch von der Möglichkeit gemacht, den Geburtsnamen eines vor Inkrafttreten des FamNamRG geborenen minderjährigen Kindes neu zu bestimmen, so ist der von diesem Kind weitergeführte Familienname - soweit er nach geltendem Recht zulässig ist - auch für die nach dem Inkrafttreten des FamNamRG geborenen Geschwister verbindlich (Abgrenzung zu BayObLGZ 1995, 310).«.aa) Ohne Erfolg berufen sich die Beteiligten u 1 und 2 auf eine Senatsentscheidung vom 7.9.1995 (BayObLGZ 1995, 310 ff.).
- BVerfG, 08.03.1988 - 1 BvL 9/85
Gemeinsamer Familienname
Auszug aus BayObLG, 03.09.1996 - 1Z BR 211/95
Auch wenn das Grundgesetz die Namenseinheit nicht gebietet (vgl. BVerfG FamRZ 1988, 587, 589; BayObLGZ 1995, 31O, 315 m.w.N.), so gehört es allerdings zur Wahrung des Kindeswohls, daß das heranwachsende Kind die Möglichkeit erhält, sich über den Namen mit seiner Familie zu identifizieren (…BayObLG a.a.O.). - OLG Oldenburg, 24.10.1994 - 5 W 145/94
Eltern eines ehelichen Kindes; Ehenamen; Geburtsnamen des Kindes; Name der …
Auszug aus BayObLG, 03.09.1996 - 1Z BR 211/95
bb) Soweit Entscheidungen verschiedener Oberlandesgerichte (vgl. OLG Celle, Hamm, Düsseldorf, Frankfurt a. Main, Köln, Zweibrücken, jeweils StAZ 1996, 116, 117, 134, 135, 136, 174 sowie OLG Oldenburg und Hamm, StAZ 1995, 13, 14 und 141, 142 und OLG Stuttgart FGPrax 1995, 233, 234) bei der Anwendung des § 1616 Abs. 2 Satz 3 BGB eine ausdrückliche Namensbestimmung verlangen, betreffen diese Entscheidungen gleichfalls unzulässige Doppelnamen.
- OLG Stuttgart, 21.08.1995 - 8 W 177/95
Doppelnahme für eheliches Kind
Auszug aus BayObLG, 03.09.1996 - 1Z BR 211/95
bb) Soweit Entscheidungen verschiedener Oberlandesgerichte (vgl. OLG Celle, Hamm, Düsseldorf, Frankfurt a. Main, Köln, Zweibrücken, jeweils StAZ 1996, 116, 117, 134, 135, 136, 174 sowie OLG Oldenburg und Hamm, StAZ 1995, 13, 14 und 141, 142 und OLG Stuttgart FGPrax 1995, 233, 234) bei der Anwendung des § 1616 Abs. 2 Satz 3 BGB eine ausdrückliche Namensbestimmung verlangen, betreffen diese Entscheidungen gleichfalls unzulässige Doppelnamen. - BayObLG, 28.02.1996 - 1Z BR 78/95
Grenzen des Beschwerderechts der Standesamtsaufsicht
Auszug aus BayObLG, 03.09.1996 - 1Z BR 211/95
Entgegen der Ansicht der Beteiligten zu 1 und 2 ist die Aufsichtsbehörde des Standesbeamten befugt, die weitere Beschwerde ohne Rücksicht darauf einzulegen, ob sie beschwert ist; dieses Recht ist ihr gegeben, um eine Klärung streitiger Rechtsfragen durch obergerichtliche Entscheidungen herbeizuführen (§ 49 Abs. 2 PStG ; vgl. BayObLGZ 1996, 55, 57). - OLG Hamm, 14.09.1995 - 15 W 325/95
Wirksamkeit der Namenswahl für ein Kind
Auszug aus BayObLG, 03.09.1996 - 1Z BR 211/95
bb) Soweit Entscheidungen verschiedener Oberlandesgerichte (vgl. OLG Celle, Hamm, Düsseldorf, Frankfurt a. Main, Köln, Zweibrücken, jeweils StAZ 1996, 116, 117, 134, 135, 136, 174 sowie OLG Oldenburg und Hamm, StAZ 1995, 13, 14 und 141, 142 und OLG Stuttgart FGPrax 1995, 233, 234) bei der Anwendung des § 1616 Abs. 2 Satz 3 BGB eine ausdrückliche Namensbestimmung verlangen, betreffen diese Entscheidungen gleichfalls unzulässige Doppelnamen.
- BGH, 13.11.2019 - XII ZB 118/17
Namensführung eines Kindes: Bindungswirkung der elterlichen Namensbestimmung für …
Hat das erstgeborene Kind seinen Namen - wie hier - zunächst kraft Gesetzes erhalten und üben die Eltern nach Eintritt der gemeinsamen elterlichen Sorge ihr Neubestimmungsrecht nach § 1617 b Abs. 1 Satz 1 BGB nicht oder nicht fristgerecht aus, wird von der fast einhelligen Auffassung in Rechtsprechung und Literatur im Unterlassen der Neubestimmung eine gestaltende Willensentscheidung gesehen, welche den gesetzlichen Erwerb überlagert und in Bezug auf den (fortgeführten) Namen dieses Kindes Bindungswirkung für dessen nachgeborene Geschwister erzeugt (vgl. BayObLG FamRZ 2001, 856 f. und FamRZ 1997, 232, 233 [zum Übergangsrecht]; OLG Frankfurt StAZ 2004, 272, 274; OLG Hamm FamRZ 2005, 1009, 1010;… LG Flensburg Beschluss vom 24. Januar 2005 - 5 T 396/04 - juris Rn. 15;… Staudinger/Hilbig-Lugani BGB [2015] § 1617 Rn. 49;… Staudinger/Rauscher BGB [2016] Art. 224 § 3 EGBGB Rn. 8;… MünchKommBGB/von Sachsen Gessaphe 7. Aufl. § 1617 Rn. 26 und § 1617 b Rn. 13;… BeckOGK/Kienemund [Stand: 1. August 2019] BGB § 1617 b Rn. 20;… BeckOK BGB/Pöcker [Stand: 1. August 2019] § 1617 b Rn. 8 und 8.1;… Palandt/Götz BGB 78. Aufl. § 1617 b Rn. 5;… Soergel/Zecca-Jobst 13. Aufl. § 1617 b Rn. 7; Homeyer [Fachausschuss Nr. 3697] StAZ 2004, 179; offen OLG Karlsruhe NJW-RR 2006, 441, 442;… aA Weber in Scholz/Kleffmann/Doering-Striening Praxishandbuch Familienrecht Teil U [Stand: Februar 2016] Rn. 130). - BayObLG, 09.01.2001 - 1Z BR 137/00
Verbindlichkeit des Familiennamens des ersten Kindes nicht verheirateter Eltern …
Die vom Senat hierzu für die Neubestimmung des Geburtsnamens eines vor dem Inkrafttreten des Familiennamenrechtsgesetzes (Art. 7 § 1 Abs. 3 Satz 1 FamNamRG) geborenen minderjährigen Kindes aufgestellten Grundsätze (BayObLGZ 1996, 198/201 = FamRZ 1997, 232/233) gelten auch hier:. - BayObLG, 14.10.1996 - 1Z BR 172/96
Neubestimmung des Geburtsnamens eines Kindes im Falle der Wiederannahme des …
bb) Das Recht zur Namensbestimmung als Ausfluß der elterlichen Personensorge (§ 1626 Abs. 1 Satz 1 BGB ; vgl. BTDrucks. 12/3163 S. 13; vgl. BayObLGZ 1996, 198 m.w.N. - BayObLG, 28.05.1997 - 1Z BR 266/96
Wahl des Kindesnamens durch Personensorgeberechtigten - Auswahl des anwendbaren …
(2) Hiernach wird das Recht zur Bestimmung des Kindesnamens entsprechend herrschender Auffassung als Ausfluß der elterlichen Personensorge angesehen (§ 1626 Abs. 1 Satz 1 BGB ; vgl. BayObLGZ 1996, 198, 203 und BayObLG FamRZ 1997, 234, 235 f.;… Palandt/Diederichsen § 1616 Rn. 4 und § 1626 Rn. 14;… Soergel/Strätz Nachträge § 1616 nF Rn. 26). - LG Flensburg, 24.01.2005 - 5 T 396/04
Bestimmungsrecht der Eltern ist bzgl. der Namensgebung eingeschränkt bei …
In der Nichtausübung dieser Option, die das Gesetz den Eltern einräumt, liegt eine Willensentscheidung, dass das Kind seinen bisherigen Familiennamen weiterführt (BayObLG FamRZ 1997, 232, 233 ).
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