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| OVG Nordrhein-Westfalen, 09.04.2008 - 1 A 2307/07 |
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BeamtVG § 57 Abs. 1 Satz 1; ; BGB § 1360; ; VAHRG § 5 Abs. 1
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- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Unterhaltsansprüche i.S.v. § 5 Abs. 1 Versorgungsausleichs-Härteregelungsgesetz (VAHRG); Einordnung eines Anspruchs auf Familienunterhalt gem. § 1360 BGB i.R.d. VAHRG; Zweck des § 5 Abs. 1 VAHRG
Verfahrensgang
- VG Düsseldorf - 13 K 3771/05
- OVG Nordrhein-Westfalen, 09.04.2008 - 1 A 2307/07
Papierfundstellen
- FamRZ 2008, 2128
- DVBl 2008, 1004 (Ls.)
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (16)
- BVerfG, 28.02.1980 - 1 BvL 17/77
Versorgungsausgleich I
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 09.04.2008 - 1 A 2307/07
Hiervon ausgehend ist zu berücksichtigen, dass der Gesetzgeber mit der Regelung des § 5 Abs. 1 VAHRG an die Grundsätze anknüpft, die das BVerfG in der Entscheidung vom 28.2.1980 betreffend die Verfassungsmäßigkeit des Versorgungsausgleichs nach §§ 1587 ff. BGB, vgl. BVerfG, Urteil vom 28.2.1980 - 1 BvL 17/77 u. a. -, BVerfGE 53, 257, 300 ff., 306, zur Ergänzungsbedürftigkeit einzelner Fallgestaltungen im Rahmen des Versorgungsausgleichs aufgestellt hat.BVerfG, Urteil vom 28.2.1980, a. a. O., S. 302 f., 306.
Entgegen der in der genannten Entscheidung vertretenen Rechtsauffassung lässt sich ein solches Gesetzesverständnis nicht aus der Entscheidung des BVerfG vom 28.2.1980, a. a. O., ableiten.
Die Schlussfolgerung des OVG Rh.-P., daraus, dass das BVerfG nur die Fälle des Versorgungsausgleichs durch ein Härteregelungsgesetz geregelt wissen wollte, in denen der aus dem Versorgungsausgleich Berechtigte auf Unterhalt "angewiesen" ist, vgl. BVerfG, Urteil vom 28.2.1980, a. a. O., S. 303 f., folge, dass der Anspruch auf Familienunterhalt von § 5 Abs. 1 VAHRG grundsätzlich nicht erfasst werde, weil dieser stets und somit auch ohne ein Angewiesensein auf Unterhaltsleistungen bestehe, überzeugt in mehrfacher Hinsicht nicht.
Unabhängig davon, ob das BVerfG selbst einen Fall wie den vorliegenden im Blick hatte oder nicht, lassen sich der Entscheidung vom 28.2.1980, a. a. O., keine Gründe dafür entnehmen, die Notwendigkeit einer Härteregelung deswegen prinzipiell auf die "Zeit der Nichtverheiratung" zu begrenzen, weil der Versorgungsausgleich und die sich hieraus ergebenden Folgen an die frühere Scheidung anknüpfen.
- BVerwG, 22.07.1999 - 2 C 25.98
Soldatenversorgungsrecht - Versorgungsbezüge, Kürzung der - nach …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 09.04.2008 - 1 A 2307/07
BVerwG, Urteil vom 22.7.1999 - 2 C 25.98 -, BVerwGE 109, 231, 234.zur Bedeutung des Begriffs "solange" BVerwG, Urteil vom 22.7.1999, a. a. O., S. 234.
- BVerwG, 13.09.1990 - 2 C 20.89
Witwengeld nach Scheidung und Wiederheirat derselben Ehegatten
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 09.04.2008 - 1 A 2307/07
jeweils in einem obiter dictum BGH, Urteil vom 9.2.1983 - IVb ZR 361/81 -, FamRZ 1983, 461, 463, und BVerwG, Urteil vom 13.9.1990 - 2 C 20.89 -, FamRZ 1991, 429; Gräper, in: Münchener Kommentar zum BGB, a. a. O., § 5 VAHRG Rn. 28; Rehme, in: Staudinger, Kommentar zum BGB, Neubearbeitung 2004, § 5 VAHRG Rn. 23; Schmeiduch, in: Soergel, BGB, 13. Aufl. 2000, § 5 VAHRG Rn. 14; Wick, in: BGB - RGRK, 12. Aufl. 1999, § 5 VAHRG Rn. 9; Strötz, in: Fürst, GKÖD, Stand: Februar 2008, § 57 BeamtVG Rn. 30, wobei in den zitierten Kommentarstellen jeweils unklar bleibt, ob nur der Fall des unmittelbar an die Stelle des Scheidungsunterhalts tretenden Anspruchs auf Familienunterhalt gemeint ist; ausdrücklich nur diesen Fall betreffend Wellenhofer, in: Erman, BGB, 12. Aufl. 2008, § 5 VAHRG Rn. 2.in diesem Zusammenhang BVerwG , Urteil vom 13.9.1990, a. a. O.; Senatsurteil vom 15.10.2007 - 1 A 3442/06 -, juris.
- OVG Rheinland-Pfalz, 31.03.2003 - 10 A 11884/02
Versorgungsbezüge, Kürzung, Verbindlichkeit, Bundesverfassungsgericht, …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 09.04.2008 - 1 A 2307/07
Soweit das OVG Rh.-P. demgegenüber den Anspruch auf Familienunterhalt für die Anwendung des § 5 Abs. 1 VAHRG grundsätzlich als nicht ausreichend erachtet und (im Ergebnis offen lassend) allenfalls in Betracht ziehen will, wenn dieser gleichsam an die Stelle des nachehelichen Unterhalts tritt und jenen ersetzt, vgl. OVG Rh.-P., Beschluss vom 31.3.2003 - 10 A 11884/02 -, IÖD 2003, 150, folgt der Senat dem nicht.Allerdings hätte diese - wie die Überlegungen des OVG Rh.-P. in dem o. g. Beschluss vom 31.3.2003, a. a. O., zeigen - unter Umständen Raum für Differenzierungen, etwa im Hinblick auf die Frage der Unterhaltsbedürftigkeit des ausgleichsberechtigten Ehepartners, bieten können.
- BVerwG, 10.03.1994 - 2 C 4.92
Versetzung eines Beamten in den Ruhestand - Gewährung von Unterhaltsleistungen - …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 09.04.2008 - 1 A 2307/07
dazu BVerwG, Urteil vom 22.6.1999, a. a. O., S. 233, unter Hinweis auf Urteil vom 10.3.1994 - 2 C 4.92 -, ZBR 1994, 248. - VGH Baden-Württemberg, 02.08.2004 - 4 S 399/03
Beschränkung der Versorgungskürzung auf gesetzliche nacheheliche …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 09.04.2008 - 1 A 2307/07
In diesem Sinne aber (in anderem Zusammenhang) VGH Bad.-Württ., Urteil vom 2.8.2004 - 4 S 399/03 -, juris. - LG Osnabrück, 27.03.1998 - 6 Qs 35/98
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 09.04.2008 - 1 A 2307/07
Ob schließlich - entgegen der in dem angefochtenen Urteil vertretenen Ansicht - eine einschränkende Auslegung des § 5 Abs. 1 VAHRG in Wiederverheiratungsfällen (ausnahmsweise) dann geboten ist, wenn es bei wirtschaftlich saldierender Betrachtung deswegen an einer Unterhaltsbelastung des Ausgleichsverpflichteten fehlt, weil der Ausgleichsberechtigte seinerseits zu einem gleichwertigen oder sogar überwiegenden Unterhaltsbeitrag verpflichtet ist, so LSG Rh.-P., Urteil vom 30.3.1998 - L 2 I 129/97 -, ZfS 1998, 273; Schmeiduch, a. a. O., Rn. 14; a. A. Heilemann, a. a. O., S. 1041, unter Hinweis darauf, dass die Regelung des § 5 Abs. 1 VAHRG über die Verhinderung einer Doppelbelastung des Ausgleichsverpflichteten hinaus weiterhin verhindern solle, dass der Ausgleichsberechtigte infolge der Kürzung der Versorgung des Ausgleichsverpflichteten mit einer Kürzung seines Unterhaltsanspruchs belastet werde, solange er selbst aus dem Versorgungsausgleich noch keine Rente erhalten könne, bedarf vorliegend nicht der Entscheidung, weil ein solcher Fall hier nicht gegeben ist. - LSG Rheinland-Pfalz, 30.03.1998 - L 2 I 129/97
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 09.04.2008 - 1 A 2307/07
Ob schließlich - entgegen der in dem angefochtenen Urteil vertretenen Ansicht - eine einschränkende Auslegung des § 5 Abs. 1 VAHRG in Wiederverheiratungsfällen (ausnahmsweise) dann geboten ist, wenn es bei wirtschaftlich saldierender Betrachtung deswegen an einer Unterhaltsbelastung des Ausgleichsverpflichteten fehlt, weil der Ausgleichsberechtigte seinerseits zu einem gleichwertigen oder sogar überwiegenden Unterhaltsbeitrag verpflichtet ist, so LSG Rh.-P., Urteil vom 30.3.1998 - L 2 I 129/97 -, ZfS 1998, 273; Schmeiduch, a. a. O., Rn. 14; a. A. Heilemann, a. a. O., S. 1041, unter Hinweis darauf, dass die Regelung des § 5 Abs. 1 VAHRG über die Verhinderung einer Doppelbelastung des Ausgleichsverpflichteten hinaus weiterhin verhindern solle, dass der Ausgleichsberechtigte infolge der Kürzung der Versorgung des Ausgleichsverpflichteten mit einer Kürzung seines Unterhaltsanspruchs belastet werde, solange er selbst aus dem Versorgungsausgleich noch keine Rente erhalten könne, bedarf vorliegend nicht der Entscheidung, weil ein solcher Fall hier nicht gegeben ist. - BVerfG, 16.02.1983 - 2 BvE 1/83
Bundestagsauflösung
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 09.04.2008 - 1 A 2307/07
BVerfG, Urteile vom 21.5.1952 - 2 BvH 2/52 -, BVerfGE 1, 299, 312, und vom 16.2.1983 - 2 BvE 1/83 u. a. -, BVerfGE 62, 1, 45; BGH, Urteil vom 30.6.1966 - KZR 5/65 -, BGHZ 46, 74, 79 ff.; OVG NRW, Urteil vom 13.2.2008 - 1 A 1981/07 -, juris; sowie etwa Müller/Christensen, Juristische Methodik, Band I, Grundlagen Öffentliches Recht, 8. Aufl. 2002, Rn. 362. - BVerfG, 21.05.1952 - 2 BvH 2/52
Wohnungsbauförderung
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 09.04.2008 - 1 A 2307/07
BVerfG, Urteile vom 21.5.1952 - 2 BvH 2/52 -, BVerfGE 1, 299, 312, und vom 16.2.1983 - 2 BvE 1/83 u. a. -, BVerfGE 62, 1, 45; BGH, Urteil vom 30.6.1966 - KZR 5/65 -, BGHZ 46, 74, 79 ff.; OVG NRW, Urteil vom 13.2.2008 - 1 A 1981/07 -, juris; sowie etwa Müller/Christensen, Juristische Methodik, Band I, Grundlagen Öffentliches Recht, 8. Aufl. 2002, Rn. 362. - BGH, 30.06.1966 - KZR 5/65
Preisbindung für Schallplatten
- BGH, 09.02.1983 - IVb ZR 361/81
Rechtsfolgen der Wiederverheiratung derselben Ehegatten im Hinblick auf den …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 16.06.2000 - 12 A 5115/98
Ausgestaltung der verwaltungsgerichtlichen Durchsetzung eines Anspruchs auf …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 13.02.2008 - 1 A 1981/07
Ex-Landesminister erstreitet höheres Ruhegehalt
- VG Stade, 10.07.2003 - 3 A 1469/02
Familienunterhalt; Kürzung; nachehelicher Unterhaltsanspruch; …
- VG Bayreuth, 28.05.1999 - B 5 K 97.863
- OVG Nordrhein-Westfalen, 21.03.2011 - 1 A 870/09
Eingreifen der Vorschrift über die Kürzung des Ruhegehalts erst nach Eintritt des …
Rn. 30 - vgl. zur statthaften Klageart: OVG NRW, Urteile vom 23. April 2008 - 21 A 2699/05 -, FamRZ 2009, 617 = juris Rn. 30 f., und vom 9. April 2008 - 1 A 2307/07 -, FamRZ 2008, 2128 = juris Rn. 22 -.Rn. 57 Vgl. Senatsurteil vom 9. April 2008 - 1 A 2307/07 -, a.a.O., juris Rn. 35 f., mit zahlreichen weiteren Nachweisen.
Rn. 87 vgl. dazu, dass § 5 Abs. 1 VAHRG nur solche Ansprüche auf Unterhalt erfasst, die kraft Gesetzes bestehen oder sich wenigstens auf solche gesetzlichen Ansprüche zurückführen lassen (und deshalb anders als freiwillige Leistungen zu einer unvermeidbaren Härte führen können): BVerwG, Urteile vom 28. Februar 2008 - 2 C 44.07 -, a.a.O., juris Rn. 7, und vom 16. Dezember 2004 - 2 C 68.03 -, a.a.O., juris Rn. 19; vgl. ferner OVG NRW, Urteile vom 9. April 2008 - 1 A 2307/07 -, a.a.O., juris Rn. 28, und vom 16. Juni 2000 - 12 A 5115/98 -, DÖD 2001, 130 = FamRZ 2001, 1151 = juris Rn. 5 ff. (Abgrenzung zu Unterhaltsansprüchen, die über die gesetzlichen Unterhaltsansprüche hinausgehen und deshalb auf einer freiwilligen zivilrechtlichen Vereinbarung beruhen); Schmalhofer, in: Stegmüller/ Schmalhofer/Bauer, a.a.O., VAHRG § 5 Erl.
Vgl. jeweils in einem obiter dictum BGH, Urteil vom 9. Februar 1983 - IVb ZR 361/81 -, FamRZ 1983, 461 = NJW 1983, 1317 = juris Rn. 23, und BVerwG, Urteil vom 13. September 1990 - 2 C 20.89 -, FamRZ 1991, 429 = NVwZ-RR 1991, 313 = lexis nexis, LNR 1990, 12447; OVG NRW, Senatsurteil vom 9. April 2008 - 1 A 2307/07 -, a.a.O., juris Rn. 29 bis 48, m.w.N.; Gräper, a.a.O., VAHRG § 5 Rn. 28; Rehme, a.a.O., VAHRG § 5 Rn. 23; Wick, a.a.O., VAHRG § 5 Rn. 9; Hahne, a.a.O., VAHRG § 5 Rn. 8; Strötz, a.a.O., O § 57 BeamtVG Rn. 30; Wellenhofer, a.a.O., VAHRG § 5 Rn. 2; Heilemann, Erneute Eheschließung mit dem früheren Ehegatten und § 5 VAHRG, FamRZ 1999, 1039; offen gelassen vom OVG Rheinland-Pfalz in dem den Fall einer erstmals durch Wiederheirat entstandenen Unterhaltspflicht nach § 1360 BGB betreffenden Beschluss vom 31. März 2003 - 10 A 11884/02 -, NJW-RR 2003, 1157 = IÖD 2003, 150 = juris Rn. 9: "Eine andere Frage ist demgegenüber, ob dieser Anspruch auf Familienunterhalt (ausnahmsweise) dann die Voraussetzungen des § 5 Abs. 1 VAHRG erfüllt, wenn er gleichsam an die Stelle des nachehelichen Unterhalts tritt und damit diesen ersetzt (…wie in dem vom Kläger zitierten Urteil des BGH vom 9. Februar 1983, FamRZ 1983, S. 461) - mit der Folge, dass der Ausgleichsberechtigte (und neuer Ehegatte) auf die Unterhaltsleistungen 'angewiesen' bleibt.
A. A., aber nicht überzeugend wohl nur - in einem obiter dictum - VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 2. August 2004 - 4 S 399/03 -, juris Rn. 24; hiergegen vgl. bereits das Senatsurteil vom 9. April 2008 - 1 A 2307/07 -, a.a.O., juris Rn. 57 bis 61.
Rn. 91 zu u.U. abweichend zu beurteilenden, hier indes nicht gegebenen Fallkonstellationen vgl. Senatsurteil vom 9. April 2008 - 1 A 2307/07 -, a.a.O., juris Rn. 49 ff. -.
- OLG Hamm, 12.03.2024 - 7 UF 153/23
Anpassung des Versorgungsausgleichs bei erneuter Heirat der geschiedenen …
Rn. 21 Haben die geschiedenen Ehegatten einander wieder geheiratet, kann nach h.M. auch ein Unterhaltsanspruch nach § 1360 BGB zu einer Anpassung nach § 33 VersAusglG bzw. der Vorgängervorschrift § 5 VAHRG führen (OVG Münster, Urteil vom 09.04.2008 - 1 A 2307/07, BeckRS 2008, 34762 Rn. 23 ff., beck-online, mit ausführlicher Begründung; BGH…, Urteil vom 09.02.1983 - IVb ZR 361/81, juris Rn. 23, FamRZ 1983, 461; BVerwG…, Urteil vom 13.09.1990 - 2 C 20/89, juris Rn. 10; VG Bayreuth…, Urteil vom 28.5.1999 - B 5 K 97.863, BeckRS 1999, 14065 Rn. 28, beck-online;… Holzwarth in: Johannsen/Henrich/Althammer, Familienrecht, 7. Aufl. 2020, § 33 VersAusglG Rn. 9; Heilemann, Erneute Eheschließung mit dem früheren Ehegatten und § 5 VAHRG, FamRZ 1999, 1039;… Götsche/Rehbein/Breuers, Versorgungsausgleichsrecht, 3. Aufl., § 33 Rn. 16;… Borth, Versorgungsausgleich in anwaltlicher und familiengerichtlicher Praxis, 8. Aufl. 2017, Kap. 8 Rn. 20;… Wick, Der Versorgungsausgleich, 5. Aufl. 2023, Rn. 1327;… Erman/Norpoth/Sasse, BGB, 17. Aufl., § 33 VersAusglG Rn. 5;… Grüneberg/Siede, BGB, 82. Aufl., § 33 Rn. 3).Gem. § 1360 S. 1 BGB sind die Ehegatten einander wechselseitig zum Unterhalt verpflichtet, wobei sich der vom einzelnen Ehegatten zum Unterhalt beizusteuernde Anteil nach dem Verhältnis bestimmt, in dem seine Arbeitskraft und sein Vermögen zu Arbeitskraft und Vermögen seines Partners stehen (OVG Münster, Urteil vom 09.04.2008 - 1 A 2307/07, BeckRS 2008, 34762 Rn. 24, beck-online).
Rn. 30 Auch der ausgleichspflichtige Ehegatte, der den geschiedenen Ehepartner erneut geheiratet hat und diesem im Rahmen des § 1360 BGB unterhaltspflichtig ist, ist aber grundsätzlich einer solchen Doppelbelastung ausgesetzt (vgl. OVG Münster, Urteil vom 09.04.2008 - 1 A 2307/07, BeckRS 2008, 34762 Rn. 32, beck-online).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 30.05.2011 - 1 A 2825/09
Bei Verwendung als verantwortlicher Luftfahrzeugführer mit …
Rn. 87 Vgl. hierzu: BVerfG, Urteile vom 21. Mai 1952 - 2 BvH 2/52 -, BVerfGE 1, 299 = juris, Rn. 56 ff., und vom 16. Februar 1983 - 2 BvE 1/83 u.a. -, BVerfGE 62, 1 = juris, Rn. 124; BVerwG, Urteil vom 7. März 1995 - 9 C 389.94 -, NVwZ 1995, 791 = juris, Rn. 8; OVG NRW, Urteile vom 21. März 2011 - 1 A 870/09 -, juris, Rn. 54, vom 9. April 2008 - 1 A 2307/07 -, FamRZ 2008, 2128 = juris Rn. 35 f., und vom 13. Februar 2008 - 1 A 1981/07 -, juris Rn. 30; OVG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 20. April 2005 - 3 L 142/02 -, juris, Rn. 30 ff.
- VG Saarlouis, 24.10.2008 - 3 K 708/08
Rechtsschutz gegen die Kürzung der Versorgungsbezüge wegen Versorgungsausgleich …
Rn. 24 Vgl. hierzu u.a. Urteile der Kammer vom 12.12.2000 - 3 K 156/00 - , vom 27.08.2002 - 3 K 45/01 - und vom 28.01.2005 - 3 K 74/03 - jeweils m.w.Nw.; zur Kürzung, wenn der Beamte nicht wegen Erreichens der Altersgrenze, sondern vorzeitig wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand tritt, vgl. Kammerurteil vom 18.05.2004 - K 39/03 - unter Hinweis auf Stegmüller/Schmalhofer/Bauer, BeamtVG, Komm., § 57 Rdnr. 1 a; zuletzt OVG Münster, Urteil vom 09.04.2008 - 1 A 2307/07 -, DVBl. 2008, 1004 (LS), Langtext bei juris.Rn. 30 ähnlich OVG Münster, Urteil vom 09.04.2008, aaO.
- VGH Bayern, 27.09.2011 - 14 ZB 11.1071
Keine ernstlichen Zweifel
Eine im Widerspruch zu den gesetzlichen Pflichten begründete vertragliche Verpflichtung genügt nicht (siehe zunächst BVerwG vom 22.7.1999 BVerwGE 109, 231 zu § 55c SVG; ferner BVerwG vom 28.2.2008 a.a.O.; BVerwG vom 16.12.2004 BVerwGE 122, 301; BayVGH vom 9.10.1996 DÖD 1997, 202; des weiteren OVG NRW 21.3.2011 Az. 1 A 870/09; OVG NRW vom 9.4.2008 FamRZ 2008, 2128; OVG NRW vom 16.6.2000 DÖD 2001, 130 = FamRZ 2001, 1151 m.w.N.; Schmalhofer in Stegmüller/Schmalhofer/Bauer, Beamtenversorgungsrecht des Bundes und der Länder, Erl. - OLG Braunschweig, 13.11.2023 - 1 UF 90/23
Anpassung des Versorgungsausgleichs wegen Unterhalts
"Ein Unterhaltsanspruch in diesem Sinne ist nicht nur ein solcher nach den Regelungen in §§ 1569 ff. BGB über den nachehelichen Unterhalt, sondern im Falle der Wiederheirat der geschiedenen Eheleute auch ein Anspruch auf Familienunterhalt nach § 1360 BGB (…vgl. Wick, Der Versorgungsausgleich, 5. Aufl., Rn. 1327;… jurisPK-BGB/Breuers, 10. Aufl. Stand 23.05.2023, § 33 VersAusglG Rn. 31;… Johannsen/Henrich/Althammer/Holzwarth, Familienrecht, 7. Aufl. 2020, § 33 VersAusglG Rn. 9; ebenso im Hinblick auf die Vorgängerregelung in § 5 VAHRG: OVG Münster, Urteil vom 09.08.2008 - 1 A 2307/07, juris Rn. 27 ff.; BGH…, Urteil vom 09.02.1983 - IVb ZR 361/81, juris Rn. 23;… a.A. BeckOGK/Maaß, Stand 01.08.2023, § 33 VersAusglG Rn. 31). - OLG Braunschweig, 16.10.2023 - 1 UF 90/23
Anpassung des Versorgungsausgleichs wegen Unterhalts
Ein Unterhaltsanspruch in diesem Sinne ist nicht nur ein solcher nach den Regelungen in §§ 1569 ff. BGB über den nachehelichen Unterhalt, sondern im Falle der Wiederheirat der geschiedenen Eheleute auch ein Anspruch auf Familienunterhalt nach § 1360 BGB (…vgl. Wick, Der Versorgungsausgleich, 5. Aufl., Rn. 1327;… jurisPK-BGB/Breuers, 10. Aufl. Stand 23.05.2023, § 33 VersAusglG Rn. 31;… Johannsen/Henrich/Althammer/Holzwarth, Familienrecht, 7. Aufl. 2020, § 33 VersAusglG Rn. 9; ebenso im Hinblick auf die Vorgängerregelung in § 5 VAHRG: OVG Münster, Urteil vom 09.08.2008 - 1 A 2307/07, juris Rn. 27 ff.; BGH…, Urteil vom 09.02.1983 - IVb ZR 361/81, juris Rn. 23;… a.A. BeckOGK/Maaß, Stand 01.08.2023, § 33 VersAusglG Rn. 31). - VGH Bayern, 22.04.2013 - 3 ZB 12.4
Kürzung von Versorgungsbezügen aufgrund Versorgungsausgleichs; …
Der Antrag des Klägers nach § 5 VAHRG auf ungekürzte Versorgungsbezüge ist am 3. April 2007 mit dem Klageschriftsatz gegen den Bescheid des Landesamts für Finanzen (LfF) vom 9. März 2007 gestellt worden und ihm wurde mit Änderungsbescheid des LfF vom 7. August 2008 stattgegeben, weil nach der Rechtsprechung des OVG NRW vom 9. April 2008 (Az. 1 A 2307/07 - juris) § 5 Abs. 1 VAHRG nicht nur einen gesetzlichen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt, sondern bei Wiederverheiratung auch einen solchen auf Familienunterhalt nach § 1360 BGB erfasst. - VG Ansbach, 06.12.2011 - AN 1 K 11.00816
Kürzung der Versorgungsbezüge wegen Versorgungsausgleichs; keine Aussetzung bei …
Rn. 6 Nachdem die Klägervertreter hiergegen Klage erhoben hatten, setzte das Landesamt für Finanzen - Dienststelle ... - Bezügestelle Versorgung - die Versorgungsbezüge des Klägers mit Bescheid vom ... 2008 unter Abänderung des Bescheides vom ... 2007 im Hinblick auf die zwischenzeitlich bekannt gewordene Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Münster (vgl. U. v. 9.4.2008, 1 A 2307/07) ab 1. April 2007 unter Aussetzung der Kürzung gemäß § 5 VAHRG ungekürzt auf monatlich 3.022,88 EUR brutto fest.
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