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| OLG Saarbrücken, 26.04.2012 - 5 W 52/12 - 27, 5 W 52/12 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Rechtsprechungsdatenbank Saarland
§ 271 BGB, § 2314 BGB, § 44 GKG, § 91a ZPO
Kostenentscheidung: Streitwert und Kostenquotelung bei einer durch Vergleich erledigten sog. "steckengebliebenen" Stufenklage - ra.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Verfahrensrecht - Kostenentscheidung bei "steckengebliebener" Stufenklage
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Gerichtliche und anwaltliche Gebühren richten sich bei so genannten steckengebliebener Stufenklage nach dem Leistungsanspruch
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Bestimmung die Verteilung der Gerichtskosten bei Beendigung des Verfahrens auf Grund eines Vergleichs und des Vorliegens einer Stufenklage; Grundsätze zur Kostenentscheidung bei einer durch Vergleich erledigten "steckengebliebenen" Stufenklage
Verfahrensgang
- LG Saarbrücken, 21.02.2012 - 10 O 36/11
- OLG Saarbrücken, 26.04.2012 - 5 W 52/12 - 27, 5 W 52/12
Papierfundstellen
- FamRZ 2013, 320
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (26)
- OLG Stuttgart, 08.05.2007 - 6 W 35/07
Stufenklage; Kostenentscheidung: Bedeutung der Schlüssigkeit einer Klage für die …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 26.04.2012 - 5 W 52/12
Sie ist demnach jedenfalls insoweit mit den Kosten des Rechtsstreits zu belasten, als sie sie dem Kläger wegen Verzugs zu erstatten hätte (OLG Stuttgart, MDR 2007, 1037).Vor diesem Hintergrund ist es - anders als bei den der Höhe nach von Beginn an konkretisierbaren weiteren Ansprüchen auf Auskunft, Wertermittlung und Zahlung - gerechtfertigt, diesen Antrag, der auch nicht etwa besondere Kosten verursacht hätte, bei der Kostenverteilung außer Betracht zu lassen (in diesem Sinne OLG Düsseldorf, OLGR Düsseldorf 2000, 189;… a.A. Jaspersen/Wache in: Vorwerk/Wolf, ZPO, Ed. 3, 2012, § 92 Rdn. 23; vgl. - im Ergebnis wie hier - auch OLG Stuttgart, MDR 2007, 1037).
- OLG Düsseldorf, 27.01.2000 - 7 W 90/99
Übergang zu materiell rechtlichen Kostenerstattungsanspruch im Rahmen einer …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 26.04.2012 - 5 W 52/12
Es war aber das Risiko des Klägers, neben dem Auskunftsanspruch von Beginn an auch den Wertermittlungsanspruch eingeklagt zu haben, obwohl er noch nicht im Besitz hinreichender Informationen dazu gewesen ist, ob das Grundstück zum (fiktiven) Nachlass gehörte oder nicht (vgl. zu dieser grundsätzlichen Erwägung mit Blick auf den Leistungsantrag bei der Stufenklage OLG Düsseldorf, OLGR Düsseldorf 2000, 189).Vor diesem Hintergrund ist es - anders als bei den der Höhe nach von Beginn an konkretisierbaren weiteren Ansprüchen auf Auskunft, Wertermittlung und Zahlung - gerechtfertigt, diesen Antrag, der auch nicht etwa besondere Kosten verursacht hätte, bei der Kostenverteilung außer Betracht zu lassen (in diesem Sinne OLG Düsseldorf, OLGR Düsseldorf 2000, 189;… a.A. Jaspersen/Wache in: Vorwerk/Wolf, ZPO, Ed. 3, 2012, § 92 Rdn. 23; vgl. - im Ergebnis wie hier - auch OLG Stuttgart, MDR 2007, 1037).
- KG, 27.06.2006 - 1 W 89/06
Streitwert einer steckengebliebenen Stufenklage
Auszug aus OLG Saarbrücken, 26.04.2012 - 5 W 52/12
Die das Verfahren insgesamt betreffenden Gebühren (gerichtliche Gebühr für das Verfahren im Allgemeinen gemäß Nr. 1210 Anlage 1 GKG; anwaltliche Gebühr gemäß Nr. 3100 Anlage 2 RVG) orientieren sich auch dann am Wert des Leistungsanspruchs als des höchsten Einzelanspruchs im Sinne des § 44 GKG, wenn eine Bezifferung des Leistungsantrags unterbleibt (Senat, Beschl. v. 31.8.2010 - 5 W 205/10 - NJW-Spezial 2011, 71; OLG Saarbrücken, Beschl. v. 9.9.2009 - 9 WF 89/09 - NJOZ 2010, 1685; OLG Karlsruhe, ZEV 2009, 40; KG, OLG Brandenburg, FPR 2009, 326; FamRZ 2007, 69; OLG Schleswig, Beschl. v. 16.1.2000 - 13 WF 142/99 - OLG Bremen, OLGR Bremen 1998, 192; OLG Hamm, OLGR Hamm 1996, 263; Rixecker, MDR 1985, 633).Folgerichtig beeinflusst er von Beginn an den Wert des klägerischen Begehrens (vgl. KG, FamRZ 2007, 69).
- OLG Saarbrücken, 09.09.2009 - 9 WF 89/09
Streitwert einer Stufenklage
Auszug aus OLG Saarbrücken, 26.04.2012 - 5 W 52/12
Die das Verfahren insgesamt betreffenden Gebühren (gerichtliche Gebühr für das Verfahren im Allgemeinen gemäß Nr. 1210 Anlage 1 GKG; anwaltliche Gebühr gemäß Nr. 3100 Anlage 2 RVG) orientieren sich auch dann am Wert des Leistungsanspruchs als des höchsten Einzelanspruchs im Sinne des § 44 GKG, wenn eine Bezifferung des Leistungsantrags unterbleibt (Senat, Beschl. v. 31.8.2010 - 5 W 205/10 - NJW-Spezial 2011, 71; OLG Saarbrücken, Beschl. v. 9.9.2009 - 9 WF 89/09 - NJOZ 2010, 1685; OLG Karlsruhe, ZEV 2009, 40; KG, OLG Brandenburg, FPR 2009, 326; FamRZ 2007, 69; OLG Schleswig, Beschl. v. 16.1.2000 - 13 WF 142/99 - OLG Bremen, OLGR Bremen 1998, 192; OLG Hamm, OLGR Hamm 1996, 263; Rixecker, MDR 1985, 633).In der Praxis erfolgt in der Regel eine Bewertung zwischen einem Zehntel und einem Viertel des Leistungsanspruchs, wobei die Bestimmung innerhalb dieses Rahmens sich an dem Kenntnisstand des Klägers betreffend die zur Begründung des Leistungsanspruchs maßgeblichen Umstände orientiert (OLG Saarbrücken, Beschl. v. 9.9.2009 - 9 WF 89/09 - NJOZ 2010, 1685;… Schneider/Herget, Streitwertkommentar, 13. Aufl. 2011, Rdn. 5071 f., 5075).
- OLG Bremen, 13.03.1998 - 2 W 13/98
Gebührenstreitwertberechnung bei Stufenklage; Fehlende Bezifferung des zunächst …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 26.04.2012 - 5 W 52/12
Die das Verfahren insgesamt betreffenden Gebühren (gerichtliche Gebühr für das Verfahren im Allgemeinen gemäß Nr. 1210 Anlage 1 GKG; anwaltliche Gebühr gemäß Nr. 3100 Anlage 2 RVG) orientieren sich auch dann am Wert des Leistungsanspruchs als des höchsten Einzelanspruchs im Sinne des § 44 GKG, wenn eine Bezifferung des Leistungsantrags unterbleibt (Senat, Beschl. v. 31.8.2010 - 5 W 205/10 - NJW-Spezial 2011, 71; OLG Saarbrücken, Beschl. v. 9.9.2009 - 9 WF 89/09 - NJOZ 2010, 1685; OLG Karlsruhe, ZEV 2009, 40; KG, OLG Brandenburg, FPR 2009, 326; FamRZ 2007, 69; OLG Schleswig, Beschl. v. 16.1.2000 - 13 WF 142/99 - OLG Bremen, OLGR Bremen 1998, 192; OLG Hamm, OLGR Hamm 1996, 263; Rixecker, MDR 1985, 633).Das Ergebnis der Auskunft vermag das nach allgemeinen Grundsätzen für den Zeitpunkt der Klageeinreichung zu ermittelnde klägerische Interesse nicht mit Rückwirkung zu beseitigen oder zu verringern (siehe auch OLG Bremen, OLGR Bremen 1998, 192).
- BGH, 09.11.1983 - IVa ZR 151/82
Auskunftsanspruch des Pflichtteilsberechtigten
Auszug aus OLG Saarbrücken, 26.04.2012 - 5 W 52/12
Rn. 49 Der vom eigentlichen Auskunftsanspruch zu unterscheidende Anspruch gemäß § 2314 Abs. 1 Satz bei BGB besteht nur und erst dann, wenn feststeht, dass ein Gegenstand zum tatsächlichen oder fiktiven Nachlass gehört (vgl. BGH, Urt. v. 9.11.1983 - IV AZR 151/82 - NJW 1984, 487). - BGH, 08.05.2003 - I ZB 40/02
Statthaftigkeit der Rechtsbeschwerde gegen Kostenentscheidung nach Erledigung …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 26.04.2012 - 5 W 52/12
Rn. 64 Die Voraussetzungen für die Zulassung der Rechtsbeschwerde liegen - ungeachtet der Frage, ob eine solche im Beschwerdeverfahren gegen eine Entscheidung gemäß § 91 a ZPO überhaupt statthaft ist (zweifelnd, die Frage aber letztlich offen lassend BGH, Beschl. v. 8.5.2003 - I ZB 40/02 - VersR 2004, 761) - nicht vor (§ 574 ZPO). - BGH, 25.01.2006 - IV ZR 195/04
Streitwert einer Auskunftsklage
Auszug aus OLG Saarbrücken, 26.04.2012 - 5 W 52/12
Rn. 51 Der Streitwert des Wertermittlungsanspruchs beläuft sich entgegen der Ansicht des Klägers nicht auf die Kosten eines Wertermittlungsgutachtens, sondern ebenso wie der des Auskunftsanspruchs auf einen - diesem entsprechenden - Bruchteil des Leistungsinteresses (vgl. BGH, Beschl. v. 25.1.2006 - IV ZR 195/04 - FamRZ 2006, 619). - BGH, 13.11.2002 - IV ZR 146/01
Bindung des Kostenansatzes an die Kostengrundentscheidung
Auszug aus OLG Saarbrücken, 26.04.2012 - 5 W 52/12
Wer zur Begründung eines Wertermittlungsanspruchs behauptet, der betreffende Gegenstand sei im Wege eines unter § 2325 BGB fallenden Geschäfts übertragen worden, muss die Voraussetzungen einer ergänzungspflichtigen Schenkung beweisen (…Mayer in: Bamberger/Roth, BGB, Ed. 22, § 2314 Rdn. 19; siehe auch BGH, Urt. v. 24.4.2002 - IV ZR 146/01). - OLG Frankfurt, 01.12.2003 - 25 W 66/03
Kostenentscheidung nach übereinstimmender Erledigungserklärung: …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 26.04.2012 - 5 W 52/12
Ein (schuldhafter) Verzug lag insoweit nicht (mehr) vor (zu ähnlichen Überlegungen im Rahmen des § 91a ZPO OLG Frankfurt, OLGR Frankfurt 2004, 412; KG, KGR Berlin 2000, 145). - BGH, 22.02.2007 - VII ZB 101/06
Entstehung der Terminsgebühr bei Abschluss eines Vergleichs im schriftlichen …
- OLG Saarbrücken, 31.08.2010 - 5 W 205/10
Gerichtskosten: Ermittlung des Streitwertes einer "steckengebliebenen" …
- BGH, 22.11.2001 - VII ZR 405/00
Materiell-rechtlicher Kostenerstattungsanspruch und Kostenentscheidung nach § 91a …
- BGH, 18.01.1995 - XII ARZ 36/94
Bindungswirkung einer Verweisung im Rahmen einer Stufenklage
- OLG Stuttgart, 07.07.2008 - 16 WF 173/08
Gebührenstreitwert einer in der Auskunftsstufe stecken gebliebenen …
- OLG Stuttgart, 29.03.2005 - 16 WF 3/05
Streitwertbemessung: "Steckengebliebene" Stufenklage
- OLG Frankfurt, 30.11.2007 - 1 W 78/07
Stufenklage: Kostenentscheidung bei übereinstimmender Erledigung der …
- OLG Naumburg, 25.06.2010 - 2 W 59/10
Kostenfestsetzungsverfahren: Einbeziehung nicht rechtshängiger Ansprüche in einen …
- OLG Saarbrücken, 30.09.2009 - 9 WF 81/09
Kostenentscheidung nach Erledigung des Rechtsstreits durch Vergleich
- OLG Karlsruhe, 22.10.2008 - 12 W 72/08
- OLG Naumburg, 23.03.2005 - 10 W 4/05
Kostentragung bei einvernehmlicher Erledigterklärung eines einstweiligen …
- OLG Dresden, 21.02.1997 - 7 W 107/97
Streitwert bei sog. "steckengebliebener Stufenklage"
- KG, 01.04.2011 - 9 W 198/10
Notarkostenbeschwerdeverfahren: Anwendbares Recht in Übergangsfällen
- OLG Köln, 22.09.2009 - 5 W 25/09
Zulässigkeit einer Feststellungsklage hinsichtlich einer Schadensersatzpflicht …
- OLG Brandenburg, 28.07.2008 - 9 WF 188/08
- OLG Schleswig, 06.01.2000 - 13 WF 142/99
Streitwertbemessung bei unbeziffertem Leistungsantrag im Rahmen einer Stufenklage
- KG, 09.08.2013 - 5 W 187/13
Unerlaubte E-Mail-Werbung: Streitwertbemessung bei geschäftlicher und privater …
Im rein privaten Bereich kann ein Hauptsachewert von 7.500 EUR angemessen sein (Senat, Beschluss vom 6.3.2013, 5 W 52/12, Umdruck Seite 2). - OLG Saarbrücken, 06.03.2018 - 5 W 11/18
(Kostenentscheidung nach Vergleichsschluss im Rahmen einer Erbteilungsklage
Rn. 18 Der Beschwerdewert beläuft sich auf den Betrag, um den die Klägerin ihre Kostenbelastung verringern will (vgl. Senat, Beschluss vom 26. April 2012 - 5 W 52/12-27, ZErb 2012, 213), hier: die hälftigen Gerichtskosten erster Instanz sowie die den Beklagten entstandenen außergerichtlichen Kosten auf der Grundlage des vom Landgericht festgesetzten Gegenstandswertes von 15.000,- Euro. - OLG Saarbrücken, 28.08.2023 - 5 W 43/23
Festsetzung des Gebührenwerts einer Stufenklage
Dass der Kläger diesen Anspruch noch nicht (abschließend) beziffert hat, was er - nach seiner Darstellung - nicht kann und wofür er deshalb der Auskunft bedarf, ist unschädlich; vielmehr sind in diesen Fällen nach ganz überwiegender, auch vom Senat vertretener Ansicht, die Erwartungen des Klägers bei Klageerhebung maßgebend (vgl. BGH, Beschluss vom 2. Juli 2014 - XII ZB 219/13, NJW-RR 2014, 1025; Senat, Beschluss vom 26. April 2012 - 5 W 52/12-27, FamRZ 2013, 320; OLG Celle, VersR 2023, 429;… Herget, in: Zöller, a.a.O., § 3 Rn. 16.160;… Hüßtege, in: Thomas/Putzo, ZPO 43. Aufl., § 3 Rn. 141).
- OLG Braunschweig, 21.02.2025 - 10 W 1/25
Stufenklage; Auskunft; Nachlass; übereinstimmende Erledigungserklärung; …
Im Falle einer Stufenklage ist für die Bemessung des Verhältnisses von Obsiegen und Unterliegen im Rahmen einer Kostenentscheidung nach § 91a Abs. 1 ZPO kalkulatorisch jede einzelne Stufe gesondert zu betrachten (vgl. auch Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken…, Beschluss vom 16. Juni 2010 - 5 W 116/10 - 44 -, Rn. 12 m.w.N., juris; Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken, Beschluss vom 26. April 2012 - 5 W 52/12 - 27 -, Rn. 35, juris; Brandenburgisches Oberlandesgericht…, Beschluss vom 7. Februar 2003 - 9 WF 8/03 -, Rn. 3 f., juris;… Anders/Gehle/Gehle, 83. Aufl. 2025, ZPO § 91a Rn. 46). - LG Freiburg, 04.11.2014 - 3 T 220/14
Klagerücknahme wegen Wegfalls des Anlasses zur Klageeinreichung vor …
Rn. 8 Ob die Entscheidung des Amtsgerichts gar zugunsten des Beklagten abzuändern wäre, muss nicht entscheiden werden, da einer etwaigen Verschlechterung des Beschwerdeführers analog § 528 Satz 2 ZPO und wie bei einer Entscheidung nach § 91 a ZPO, das Verbot der reformatio in peius entgegen steht (zutreffend OLGR Naumburg, 2006, 108; OLG Saarbrücken B. v. 26.04.2012 - 5 W 52/12). - OLG Hamm, 30.01.2019 - 20 W 3/19
Sofortige Beschwerde gegen eine Kostenentscheidung
Rn. 18 Bei der Bemessung des Streitwertes für das Beschwerdeverfahren hat der Senat berücksichtigt, dass die Terminsgebühr (Nr. 3104 VV RVG) nur nach dem reduzierten Streitwert für die erste Stufe der Auskunftsklage angefallen ist (…Zöller/Greger, ZPO, 32. Aufl. 2018, § 254 Rn. 17; vgl. auch OLG Saarbrücken, Beschluss vom 26.04.2012 - 5 W 52/12, juris Rn. 32). - LAG Köln, 22.12.2014 - 11 Ta 244/14
Streitwertbeschwerde
Allerdings steht die Bemessung des wirtschaftlichen Interesses nicht im Belieben des Klägers, sondern hat nach objektiven Gesichtspunkten zu erfolgen (vgl. u.a.: OLG Hamm Beschluss vom 05.09.2014 - 6 WF 93/14 - OLG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 26.08.2014 - 3 W 72/14 - OLG Saarbrücken, Beschluss vom 26.04.2012 - 5 W 52/12 - Musielak/Heinrich, 11. Auflage, § 3 Rdn. 34 "Stufenklage";… Zöller/Herget, 29. Auflage, § 3 Rdn. 16 "Stufenklage";… Tschöpe/Ziemann/Altenburg, Streitwert und Kosten im Arbeitsrecht, 1. A. II. 85. Rdn. 485 ff. jew. m.w.N.). - OLG Düsseldorf, 11.09.2015 - 3 Wx 119/15
Erbscheinverfahren - Überprüfung einer Kostenentscheidung
Dieses im zivilprozessualen Berufungsverfahren (§ 528 Satz 2 ZPO) wurzelnde Verbot einer Schlechterstellung des Rechtsmittelführers im Rahmen des von ihm eingelegten Rechtsmittels ist auch im isolierten Kostenbeschwerdeverfahren zu beachten (vgl. OLG Celle, 01.09.2014 - 10 UF 134/14, juris; im vergleichbaren Fall einer Beschwerde gegen die Kostenentscheidung nach § 91 a ZPO: OLG Naumburg OLGR 2006, 108, 111; OLG Saarbrücken FamRZ 2013, 320 ff.; bei einer Beschwerde nach § 269 Abs. 3 ZPO: LG Freiburg, 04.11.2014 - 3 T 220/14, juris). - OLG Köln, 12.12.2022 - 15 U 141/22
Kostenentscheidung nach beiderseitiger Berufungsrücknahme
Rn. 3 Soweit der Kläger im Schriftsatz vom 08.12.2022 auf S. 2 (Bl. 196 d. Senatshefts) noch eine abweichende Quotierung für die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens angeregt hat, hat er übersehen, dass der Streitwert für die erste Instanz allein wegen der gesetzlichen Sonderregelung in § 44 GKG tatsächlich nur auf 90.000 EUR festzusetzen, aber dennoch bei der Kostengrundentscheidung mit höheren sog. fiktiven Gesamtstreitwerten in Addition der Einzelstreitwerte zu rechnen war, dies in Ansehung des unterschiedlichen Obsiegens/Unterliegens auf Zahlungs- und Auskunftsstufe und damit letztlich zur Bildung einer materiell gerechteren Kostenquote (siehe etwa nur das Berechnungsbeispiel zur Stufenklage bei einer Pflichtteilsergänzung bei Krätzschel, in: Krätzschel/Falkner/Döbereiner, Nachlassrecht, 12. Auflage 2022, § 17b Rn. 15 oder auch den Fall bei OLG Saarbrücken v. 26.04.2012 - 5 W 52/12-27, BeckRS 2012, 12907 m.w.N.). - LG Stuttgart, 18.11.2025 - 19 T 303/25 Rn. 21 a) Da im vorliegenden das "Verschlechterungsverbot" (reformatio in peius) gilt (vgl. u.a. BGH 1993, 1260 (1261); OLG Saarbrücken FamRZ 2013, 320;… MüKoZPO/Schulz, 7. Aufl. 2025, ZPO § 91a Rn. 65-73), kann die angegriffene Entscheidung nicht - was bereits jetzt rechtlich und mathematisch korrekt wäre - zu Lasten der Beklagten abgeändert werden.
- KG, 12.07.2019 - 9 W 34/19
Erledigung eines einstweiligen Verfügungsverfahrens auf Ausschluss eines Bieters …
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