Rechtsprechung
| BVerwG, 06.11.1959 - I C 213.56 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- OVG Rheinland-Pfalz, 24.06.1954 - 1 A 67/53
- BVerwG, 06.11.1959 - I C 213.56
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (9)
- BVerfG, 29.07.1959 - 1 BvR 394/58
(Großer) Erftverband
Auszug aus BVerwG, 06.11.1959 - I C 213.56
Was zunächst Art. 2 in Verbindung mit Art. 9 GG betrifft, so ist das Berufungsgericht mit Recht von dem Grundsatz ausgegangen, daß der Mitgliedzwang bei öffentlich-rechtlichen Körperschaften durch das Grundrecht der Vereinigungsfreiheit (Art. 9 GG) nicht berührt wird; insbesondere betrifft auch die in Art. 9 Abs. 3 gewährleistete Koalitionsfreiheit zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen nicht die berufsständischen Organisationen (vgl. insbesondere Bundesverfassungsgericht, DVBl. 1959 S. 660 = BVerfGE 10, 89 und die bei Ipsen, Rechtsfragen berufsständischer Zwangsversorgung, S. 16 Anm. 14, und bei Krüger, Legitime Gesichtspunkte und Gestaltungen staatlicher Berufsordnung und das Verbot von Mehrbesitz und Fremdbesitz an Apotheken, S. 41 Anm. 106, angeführten Nachweise).Die Frage, ob die Erledigung dieses Teils der öffentlichen Aufgabe nicht auch auf anderem Wege hätte erreicht werden können, ist Sache des Ermessens des Gesetzgebers und unterliegt nicht der Nachprüfung durch den Senat (vgl. Bundesverfassungsgericht, DVBl. 1959 S. 660 = BVerfGE 10, 89).
- BVerfG, 11.06.1958 - 1 BvR 596/56
Apotheken-Urteil
Auszug aus BVerwG, 06.11.1959 - I C 213.56
Ob der Strukturwandel, der nach der Entscheidung des Senats vom 22. November 1956 (BVerwGE 4, 167) und der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Juni 1958 (BVerfGE 7, 377 ff.) durch die Klarstellung der Niederlassungsfreiheit auf dem Gebiet des Apothekengewerbes eingetreten ist, eine andere Entscheidung rechtfertigen würde, kann dahingestellt bleiben. - BVerwG, 22.11.1956 - I C 221.54
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 06.11.1959 - I C 213.56
Ob der Strukturwandel, der nach der Entscheidung des Senats vom 22. November 1956 (BVerwGE 4, 167) und der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Juni 1958 (BVerfGE 7, 377 ff.) durch die Klarstellung der Niederlassungsfreiheit auf dem Gebiet des Apothekengewerbes eingetreten ist, eine andere Entscheidung rechtfertigen würde, kann dahingestellt bleiben.
- VGH Bayern, 03.12.1954 - 39 IV 54
Auszug aus BVerwG, 06.11.1959 - I C 213.56
Die herrschende Ansicht trägt daher auch keine Bedenken, den Apotheker zu den Heilberufen zu rechnen (Bayerischer Verfassungsgerichtshof, Entscheidungen des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, Neue Folge, Bd. 5, II. Teil S. 293; Bayer.VGH, DVBl. 1955 S. 166;… OVG Lüneburg a.a.O.;… Weber a.a.O. S. 707; a.A. Sellmann, DVBl. 1955 S. 169). - BVerfG, 23.10.1951 - 2 BvG 1/51
Südweststaat
Auszug aus BVerwG, 06.11.1959 - I C 213.56
Die besondere Belastung der selbständigen Apotheker ist sachlich begründet und nicht willkürlich (BVerfGE 1, 52 [BVerfG 23.10.1951 - 2 BvG 1/51]). - BVerfG, 20.07.1954 - 1 BvR 459/52
Investitionshilfe
Auszug aus BVerwG, 06.11.1959 - I C 213.56
Art. 14 GG schützt nicht das Vermögen gegen Eingriffe durch Auferlegung von Geldleistungspflichten (BVerfGE 4, 17 [BVerfG 20.07.1954 - 1 BvR 459/52]). - BVerfG, 29.04.1958 - 2 BvO 3/56
Beschußgesetz
Auszug aus BVerwG, 06.11.1959 - I C 213.56
Was zunächst das Recht der Wirtschaft angeht, so umfaßt es alle das wirtschaftliche Leben und die wirtschaftliche Betätigung als solche regelnden Normen, vor allem diejenigen Vorschriften, die sich in irgendeiner Form auf die Erzeugung, Herstellung und Verteilung von Gütern des wirtschaftlichen Bedarfs beziehen (BVerfGE 8, 148 [BVerfG 29.04.1958 - 2 BvO 3/56]/149). - BVerfG, 30.05.1956 - 1 BvF 3/53
Apothekenerrichtung
Auszug aus BVerwG, 06.11.1959 - I C 213.56
Mag der Apothekerberuf auch ein Gewerbe darstellen (BVerfGE 5, 25 [29]), so kann die innerorganisatorische, stark von sozialen Gesichtspunkten bestimmte Regelung des § 13 RApO, die nur eine Art Lastenausgleich unter den einzelnen Berufsangehörigen zum Gegenstand hat, nicht zum Recht der Wirtschaft gerechnet werden. - BVerfG, 21.10.1954 - 1 BvL 9/51
Ärztliches Berufsgericht
Auszug aus BVerwG, 06.11.1959 - I C 213.56
Das Bundesverfassungsgericht hat in BVerfGE 4, 74 hinsichtlich der Reichsärzteordnung bereits entschieden, daß sie innerhalb ihres Geltungsbereichs Bundesrecht nur insoweit geworden ist, als sie Gegenstände der konkurrierenden Gesetzgebung, also das Zulassungswesen betrifft (Art. 74 Nr. 19 GG).
- BVerwG, 13.03.1962 - I C 155.59
Rechtsgültigkeit von Beitragspflichten für eine mit einer Zwangsmitgliedschaft …
Sie nimmt für die Zulässigkeit der Zwangsmitgliedschaft zur Landesapothekerkammer auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Juni 1958 (BVerfGE 7, 377 [BVerfG 11.06.1958 - 1 BvR 596/56]) und das Urteil des Senats vom 6. November 1959 - BVerwG I C 213.56 - Bezug und schließt sich im übrigen den Ausführungen des angefochtenen Urteils an.Die grundsätzliche Zulässigkeit körperschaftlicher Zwangsorganisationen ist anerkannt (Urteil des Senats vom 6. November 1959 - BVerwG I C 213.56 - BVerfGE 10, 89 und 354; Bayer. VerfGH in VerwRspr.
Was zunächst die steuerrechtlichen Bedenken des Klägers betrifft, so kann auf das Urteil des Senats vom 6. November 1959 - BVerwG I C 213.56 - verwiesen werden.
- BVerwG, 25.11.1971 - I C 48.65
Pflichtmitgliedschaft eines Amtsarztes bei der Landesärztekammer
Das Wesen des Beitrages - der nicht nur fiskalische öffentliche Abgaben (wie die allgemeinen Gemeindebeiträge, die Straßenanliegerbeiträge, die Fremdenverkehrsbeiträge), sondern in einem weiteren Sinne auch die von den Mitgliedern der Körperschaften des öffentlichen Rechts erhobenen "Umlagen" umfaßt (vgl. Heyen in DVBl. 1956, 288, Fr. Klein in DVBl. 1959, 315 mit Zusammenstellung der Literatur, anderer Ansicht Vogel, DVBl. 1958, 491) - besteht darin, daß er eine Gegenleistung für einen gewährten (Sonder-)Vorteil darstellt und die von dem Beitragspflichtigen geforderten Leistungen in einem angemessenen Verhältnis zu seinem Vorteil stehen müssen (Beschluß des BVerwG vom 27. Juni 1962 - BVerwG I B 143.61 - Urteile vom 13. Februar 1958 - BVerwG I C 58.57 -, vom 20. März 1959 - BVerwG VII C 55.57 - [KStZ 1959, 148], vom 6. November 1959 - BVerwG I C 213.56 - [Buchholz 418.20 Nr. 5 S. 32], vom 13. März 1962 - BVerwG I C 155.59 - [DVBl. 1962, 532 = MDR 1962, 760 = NJW 1962, 1311 = Buchholz 11 Art. 9 GG Nr. 6 und a.a.O. Nr. 8], vom 19. Oktober 1966 - BVerwG IV C 99.65 - [BVerwGE 25, 147] und vom 14. Mai 1969 - BVerwG IV C 98.66 - [Buchholz 406.11 § 186 BBauG Nr. 2]). - BVerwG, 13.03.1962 - I C 156.59
Anfechtung der Beitragserhebung der Berufsvertretung der Ärzte, Zahnärzte, …
Sie nimmt für die Zulässigkeit der Zwangsmitgliedschaft zur Landesapothekerkammer auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Juni 1958 (BVerfGE 7, 377 [BVerfG 11.06.1958 - 1 BvR 596/56]) und das Urteil des Senats vom 6. November 1959 - BVerwG I C 213.56 - Bezug und schließt sich im übrigen den Ausführungen des angefochtenen Urteils an.Die grundsätzliche Zulässigkeit körperschaftlicher Zwangsorganisationen ist anerkannt (Urteil des Senats vom 6. November 1959 - BVerwG I C 213.56 - BVerfGE 10, 89 und 354; Bayer.VerfGH in VerwRspr.
Was zunächst die steuerrechtlichen Bedenken des Klägers betrifft, so kann auf das Urteil des Senats vom 6. November 1959 - BVerwG I C 213.56 - verwiesen werden.
- BVerwG, 02.09.1963 - I C 20.63
Zwangsmitgliedschaft der GEMA bei den Industriekammern und Handelskammern - …
Die Verfassungsmäßigkeit der Gründung der Industrie- und Handelskammern und der in § 2 des Gesetzes angeordneten Zwangsmitgliedschaft ist in dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Dezember 1962 (NJW 1963 S. 195) festgestellt worden (vgl. im übrigen auch BVerfGE 10, 89 [102] und 10, 354 [361], Urteil des Senats vom 6. November 1959 - BVerwG I C 213.56 -). - BVerwG, 22.03.1966 - I C 44.65
Heranziehung eines Steuerbevollmächtigten zur Zahlung von Kammerbeiträgen - …
Gegen die Einführung der Zwangsmitgliedschaft der Steuerbevollmächtigten bei ihrer Berufskammer können daher nach den in der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen keine rechtlichen Bedenken erhoben werden (BVerfGE 10, 89 [102]; 10, 354 [361]; 15, 235 [239]; BVerwG, Urteile vom 6. November 1959 - BVerwG I C 213.56 -, 13. März 1962 [DVBl. 1962, 532 = MDR 1962, 760 = NJW 1962, 1311] und 2. September 1963 [BVerwGE 16, 295]). - BVerwG, 27.06.1962 - I B 143.61
Rechtsmittel
Nach der übereinstimmenden Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 6. November 1959 - BVerwG I C 213.56 - ferner BVerwGE 10, 8 oben) und des Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE 3, 435 [BVerfG 16.06.1954 - 1 PBvC 2/52]; 7, 251)ist für die Abgrenzung der Steuer vom Beitrag vom Steuerbegriff im Sinne der Begriffsbestimmung des § 1 Abs. 1 der Reichsabgabenordnung auszugehen.
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