Rechtsprechung
| BVerwG, 16.03.1972 - I C 49.70 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Zulässigkeit der Verweisung auf frühere Schriftsätze im Revisionszulassungsverfahren - Klagebefugnis des unmittelbaren Nachbarn für eine Klage gegen eine atomrechtliche Teilgenehmigung - Zulässigkeit der Teilung des atomrechtlichen Genehmigungsverfahrens in mehrere ...
- Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
§ 74 BVerwGG.
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- OVG Nordrhein-Westfalen, 17.02.1970 - IV A 911/69
- BVerwG, 16.03.1972 - I C 49.70
Papierfundstellen
- NJW 1972, 1292 (Ls.)
- NJW 1972, 1294 (Ls.)
- DVBl 1972, 678
- BB 1972, 1075
- DÖV 1972, 757
- DÖV 1973, 353
Wird zitiert von ... (41) Zitiert selbst (12)
- BVerwG, 29.03.1966 - I C 19.65
Fehlende Bestimmtheit eines Verwaltungsakts zur Genehmigung einer Anlage wegen …
Auszug aus BVerwG, 16.03.1972 - I C 49.70
"Dieser soll es ermöglichen, das Genehmigungsverfahren nicht nur - wie bei Teilgenehmigungen - in Genehmigungsabschnitte aufzugliedern, sondern darüber hinaus wesentliche vorgreifliche Einzelfragen des Verfahrens verbindlich zu entscheiden und damit das Investitionsrisiko bei der Planung von Atomanlagen zu vermindern" (BT-Drucks. V/4071 in Übereinstimmung mit Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 29. März 1966 - BVerwG I C 19.65 - [BVerwGE 24, 23, 27 ff. [BVerwG 29.03.1966 - I C 19/65]]).Soweit Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit und landesrechtliche Rechtsvorschriften nicht entgegenstehen, kann daher die Verwaltungsbehörde das Verfahren nach Zweckmäßigkeit gestalten, wobei sie gegebenenfalls die für sie maßgeblichen Verwaltungsvorschriften zu beachten hat (BVerwGE 24, 23 [27]).
Im Genehmigungsverfahren nach § 16 GewO kann ohne ausdrückliche gesetzliche Ermächtigung auf Antrag zunächst durch Vorbescheid darüber entschieden werden, ob die Errichtung einer bestimmten Anlage an dem vorgesehenen Standort grundsätzlich zulässig ist (BVerwGE 24, 23 [27];… Landmann/Rohmer/Eyermann/Fröhler, GewO, 12. Aufl., § 17 RdNr. 3).
Dem Antragsteller darf daher im Vorbescheid nur eine gesetzlich zulässige Genehmigung in Aussicht gestellt werden (s. BVerwGE 24, 23 [27 ff.]; ferner BT-Drucks. V/4071 zu § 7 a AtG und BT-Drucks. VI/2868 zu § 8 Bundes-Immissionsschutzgesetz).
Sollten andere Personen wegen eines Verfahrensmangels keine Einwendungen erhoben haben, könnte dies vom Kläger nicht geltend gemacht werden, da er mit der Anfechtungsklage nur seine eigenen Rechte wahrnehmen kann (s. BVerwGE 24, 23 [29 f., 32]; 29, 282 [284 f.]).
Vor Erteilung des Bescheides Nr. 7/1 KWW genügte die Auslegung von Unterlagen, die ein vorläufiges Gesamturteil über die Anlage und ihren Betrieb ermöglichten (s. BVerwGE 24, 23 [30]).
- BVerwG, 27.02.1970 - IV C 28.67
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 16.03.1972 - I C 49.70
Eine Klageänderung ist sachdienlich, wenn sie geeignet ist, die Erledigung eines zwischen den Beteiligten bestehenden sachlichen Streitstoffes im laufenden Verfahren zu fördern (Bundesverwaltungsgericht, Urteile vom 17. Juli 1969 - BVerwG II C 8.66 - [DÖD 1970, 71] und vom 27. Februar 1970 - BVerwG IV C 28.67 - [DÖV 1970, 498 = NJW 1970, 1564]). - BVerwG, 17.07.1969 - II C 8.66
Voraussetzungen der Zulässigkeit einer Klageänderung - Prüfung der …
Auszug aus BVerwG, 16.03.1972 - I C 49.70
Eine Klageänderung ist sachdienlich, wenn sie geeignet ist, die Erledigung eines zwischen den Beteiligten bestehenden sachlichen Streitstoffes im laufenden Verfahren zu fördern (Bundesverwaltungsgericht, Urteile vom 17. Juli 1969 - BVerwG II C 8.66 - [DÖD 1970, 71] und vom 27. Februar 1970 - BVerwG IV C 28.67 - [DÖV 1970, 498 = NJW 1970, 1564]).
- BVerwG, 24.10.1967 - I C 64.65
Geltendmachung einer Rechtsverletzung im Sinne des § 42 Abs. 2 …
Auszug aus BVerwG, 16.03.1972 - I C 49.70
Der Vorbescheid ist zwar keine (Teil)-Genehmigung, und privatrechtliche Verhältnisse werden durch ihn nicht gemäß § 7 Abs. 5 AtG und § 26 GewO mitgestaltet (s. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 24. Oktober 1967 - BVerwG I C 64.66 - [BVerwGE 28, 131 ff., 135 [BVerwG 24.10.1967 - I C 64/65]]). - BVerwG, 24.06.1971 - I CB 4.69
Schwabinger Krawalle
Auszug aus BVerwG, 16.03.1972 - I C 49.70
Die Rüge, daß das Gericht den Sachverhalt nicht von Amts wegen erschöpfend aufgeklärt habe, kann nicht dazu führen, Beweisanträge zu ersetzen, die die Partei selbst stellen konnte, aber zu stellen unterlassen hat (Bundesverwaltungsgericht, Beschluß vom 24. Juni 1971 - BVerwG I CB 4.69 - mit weiteren Nachweisen). - BVerwG, 14.06.1963 - VII C 44.62
Zulässigkeit einer Abänderung von Vorschriften der Prüfung zum Wirtschaftsprüfer …
Auszug aus BVerwG, 16.03.1972 - I C 49.70
R. die seiner Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision beigefügt waren, genügt allerdings nicht den Anforderungen an die Revisionsbegründung gemäß § 139 Abs. 2 VwGO und ist daher unbeachtlich (Bundesverwaltungsgericht, Entscheidungen vom 16. November 1961 - BVerwG IV ER 403.61 - [BVerwGE 13, 181], vom 14. Juni 1963 - BVerwG VII C 44.62 - [BVerwGE 16, 150, 153 f. [BVerwG 14.06.1963 - VII C 44/62]] und vom 6. September 1965 - BVerwG VI C 57.63 - [BVerwGE 22, 38]). - BVerwG, 06.09.1965 - VI C 57.63
Revision/Vertretungszwang
Auszug aus BVerwG, 16.03.1972 - I C 49.70
R. die seiner Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision beigefügt waren, genügt allerdings nicht den Anforderungen an die Revisionsbegründung gemäß § 139 Abs. 2 VwGO und ist daher unbeachtlich (Bundesverwaltungsgericht, Entscheidungen vom 16. November 1961 - BVerwG IV ER 403.61 - [BVerwGE 13, 181], vom 14. Juni 1963 - BVerwG VII C 44.62 - [BVerwGE 16, 150, 153 f. [BVerwG 14.06.1963 - VII C 44/62]] und vom 6. September 1965 - BVerwG VI C 57.63 - [BVerwGE 22, 38]). - BVerwG, 16.11.1961 - IV ER 403.61
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 16.03.1972 - I C 49.70
R. die seiner Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision beigefügt waren, genügt allerdings nicht den Anforderungen an die Revisionsbegründung gemäß § 139 Abs. 2 VwGO und ist daher unbeachtlich (Bundesverwaltungsgericht, Entscheidungen vom 16. November 1961 - BVerwG IV ER 403.61 - [BVerwGE 13, 181], vom 14. Juni 1963 - BVerwG VII C 44.62 - [BVerwGE 16, 150, 153 f. [BVerwG 14.06.1963 - VII C 44/62]] und vom 6. September 1965 - BVerwG VI C 57.63 - [BVerwGE 22, 38]). - BVerwG, 10.04.1968 - IV C 227.65
Auszug aus BVerwG, 16.03.1972 - I C 49.70
Sollten andere Personen wegen eines Verfahrensmangels keine Einwendungen erhoben haben, könnte dies vom Kläger nicht geltend gemacht werden, da er mit der Anfechtungsklage nur seine eigenen Rechte wahrnehmen kann (s. BVerwGE 24, 23 [29 f., 32]; 29, 282 [284 f.]). - BVerwG, 01.07.1965 - III C 105.64
Auszug aus BVerwG, 16.03.1972 - I C 49.70
Auf die Beschwerdebegründung hatte nur Bezug genommen werden können, wenn sie in demselben Schriftsatz enthalten gewesen wäre (Bundesverwaltungsgericht, Urteile vom 1. Juli 1965 - BVerwG III C 105.64 - [BVerwGE 21, 286, 288 [BVerwG 01.07.1965 - III C 105/64]] und vom 17. Oktober 1968 - BVerwG VIII CB 188.67 - [NJW 1969, 1076]). - BVerwG, 17.10.1968 - VIII CB 188.67
Zurückstellung von der Wehrpflicht - Begriffs des "selbstständigen Handwerkers" - …
- BVerwG, 05.03.1968 - I C 64.66
Erlass eines Aufenthaltsverbots - Rechtskräftige Verurteilung eines Ausländers …
- BVerfG, 20.12.1979 - 1 BvR 385/77
Mülheim-Kärlich
Indem es darüber hinaus auf den Stand der Wissenschaft abhebt, nötigt es - wie das Bundesverwaltungsgericht bereits im Würgassen-Urteil (DVBl 1972 S 678 (680)) hervorgehoben hatte - zu derjenigen Schadenvorsorge, die nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen für erforderlich gehalten wird; läßt sie sich technisch noch nicht verwirklichen, muß eine Genehmigung unterbleiben. - BVerwG, 14.02.1975 - IV C 21.74
Schutzauflagen zugunsten betroffener Grundstücke - Planfeststellungsbeschluss zum …
Es hat dabei aber nicht überzeugend darzulegen vermocht, daß die Voraussetzungen gegeben gewesen wären, unter denen nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts die Tatsachengerichte bei der Klärung schwieriger außerrechtlicher Fachfragen ohne Verletzung ihrer Aufklärungspflicht auf die Hilfe eines Sachverständigen verzichten und aus eigener Sachkenntnis entscheiden können (vgl. z.B. Urteil vom 9. Juli 1969 - BVerwG VIII 101.68 - in Buchholz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 65; Urteil vom 16. März 1972 - BVerwG I C 49.70 - in Buchholz 310 § 86 Abs. 2 Nr. 15 VwGO sowie 451.170 AtG Nr. 1 S. 8). - BGH, 16.01.1997 - III ZR 117/95
Schadensersatzprozeß wegen des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich geht in eine …
(1) Das in der Verwaltungspraxis seit langem eingeführte, von der Rechtsprechung anerkannte und in § 7b AtG bzw. in § 1 der hier maßgeblichen Atomanlagenverordnung als zulässig vorausgesetzte Genehmigungsverfahren in Stufen, insbesondere (neben dem Rechtsinstitut des Vorbescheids) über Teilgenehmigungen, dient der Rationalität, der Transparenz und der Beschleunigung eines solchen Verwaltungsverfahrens, in dem die Genehmigungsbehörde über die Zulässigkeit einer komplexen Anlage - meist im Sinne eines "Massenverfahrens" (…vgl. Badura, Rdnr. 95) - zu entscheiden hat (zum Ganzen BVerwG, NJW 1972, 1292 = DVBl 1972, 678.Insbesondere auch in seinem Interesse sollen die Risiken, die mit der abschnittsweisen Aufteilung eines einheitlichen Verfahrens verbunden sind, auf ein vernünftiges Maß reduziert werden (vgl. BVerwG, NJW 1972, 1292 = DVBl 1972, 678 (679); BVerwGE 72, 300 (310) = NVwZ 1986, 208; BVerwGE 92, 185 (191) = NVwZ 1993, 578; Wieland, DVBl 1991, 616): Ihm soll einerseits Sicherheit in der Weise verschafft werden, daß im Umfang der jeweiligen Gestattungen über die Genehmigungsfähigkeit endgültig (BVerwGE 61, 256 (274) = NJW 1981, 1393; BVerwGE 72, 300 (307) = NVwZ 1986, 208; BVerwGE 92, 185 (191) = NVwZ 1993, 578), also mit einer Bindungswirkung zu seinen Gunsten entschieden wird, die nur durch Widerruf oder Rücknahme unter den Voraussetzungen des § 17 AtG aufgehoben werden kann.
Der Gesichtspunkt der Verminderung des Investitionsrisikos bei der Planung von Atomanlagen wird zwar in der Rechtsprechung besonders im Zusammenhang mit dem Rechtsinstitut des Vorbescheids (§ 7a AtG) betont (BVerwG, NJW 1972, 1292 = DVBl 1972, 678); diesem kommt als einer definitiven und mit entsprechender endgültiger Bindungswirkung versehenen Regelung eines Ausschnitts aus dem feststellenden Teil der Anlagengenehmigung (dazu BVerwG, NJW 1972, 1292 = DVBl 1972, 678 (679); BVerwGE 70, 365 (372) = NJW 1985, 138 = NVwZ 1985, 341; BVerwGE 72, 300 (303) = NVwZ 1986, 208; BVerwGE 80, 207 (213) = NVwZ 1989, 52) eine gesteigerte Bedeutung zu, insbesondere wenn er sich auf die "Konzeption" (das "Konzept") der Gesamtanlage, nämlich die grundlegenden Auslegungsmerkmale (s. die jetzt in § 3 I Nr. 1 lit. b der Verordnung über das Verfahren bei der Genehmigung von Anlagen nach § 7 des Atomgesetzes (Atomrechtliche Verfahrensverordnung) - AtVfV - i.d.F. der Bekanntmachung vom 3.2.1995 (BGBl 1, 181) enthaltene Legaldefinition), bezieht.
- BVerwG, 17.07.1980 - 7 C 101.78
Einwendungsausschluß in atomrechtlichen Genehmigungsverfahren
Für die Rechtmäßigkeit der Genehmigung ist aber allein der Sachverhalt im Zeitpunkt der Genehmigungserteilung maßgebend (vgl. BVerwG, Urteil vom 16. März 1972 - BVerwG 1 C 49.70 - DVBl. 1972, 678 [680]). - BVerwG, 09.09.1988 - 7 C 3.86
Atomgesetz - Genehmigungsverfahren - Teilerrichtungsgenehmigung - …
Die Aufgliederung des Genehmigungsverfahrens in einzelne Abschnitte und der Erlaß von Teilgenehmigungen kommen auch Dritten insofern zugute, als Fortschritte in Wissenschaft und Technik während des gestuften Genehmigungsverfahrens berücksichtigt werden können (BVerwG, Urteil vom 16. März 1972 - 1 C 49.70 - Buchholz 451.170 AtG Nr. 1).Die Aufhebung der Ersten Teilgenehmigung bedeutet, daß die Anlage, die inzwischen Gegenstand weiterer Teilgenehmigungen war, noch nicht vollständig genehmigt ist (BVerwG, Urteil vom 16. März 1972 - 1 C 49.70 - Buchholz 451.170 AtG Nr. 1).
Etwas anderes besagt auch die - allerdings mißverständliche Aussage im Urteil vom 16. März 1972 (a.a.O. S. 6) nicht, der Drittbetroffene brauche, um für sich Rechtsnachteile aus dem gestuften Genehmigungsverfahren zu vermeiden, nicht jede Teilgenehmigung anzufechten, sondern nur eine oder zwei, durch die er in seinen Rechten am ehesten verletzt sein könnte.
- BVerwG, 14.03.2013 - 7 C 34.11
Beförderungsgenehmigung, atomrechtliche; Gefahrgutbeförderung; Schadensvorsorge; …
Rn. 39 c) In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist allerdings anerkannt, dass atomrechtliche Vorschriften einen grundrechtskonkretisierenden subjektivrechtlichen Gehalt nur insoweit aufweisen, als sie neben dem geschützten Recht auch einen bestimmten und abgrenzbaren Kreis der hierdurch Berechtigten erkennen lassen (…Urteil vom 10. April 2008 - BVerwG 7 C 39.07 - BVerwGE 131, 129 Rn. 19 = Buchholz 451.171 § 6 AtG Nr. 4); dies betrifft zuvörderst Menschen, die im Gefahrenbereich einer genehmigungsbedürftigen Anlage wohnen oder arbeiten und deshalb des Schutzes vor den Gefahren der Kernenergie und der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlen bedürfen (Urteil vom 16. März 1972 - BVerwG 1 C 49.70 - Buchholz 451.170 AtG Nr. 1 S. 4, juris Rn. 32). - BVerwG, 04.07.2024 - 4 B 5.24
Erfolglose Klage gegen die Genehmigung einer Hühnermastanlage
Daraus folgt, dass auch mit dem Rechtsmittel gegen die abschließende Hauptsacheentscheidung nicht geltend gemacht werden kann, das Gericht habe - wie hier - die Klageänderung bzw. die bloße Umstellung des Klageantrags (§ 173 Satz 1 VwGO i. V. m. § 264 Nr. 2 ZPO) zu Unrecht als zulässig angesehen (siehe zum Anwendungsbereich BVerwG, Urteil vom 16. März 1972 - 1 C 49.70 - Buchholz 451.170 AtG Nr. 1 S. 9 und VGH Mannheim…, Beschluss vom 17. April 2020 - 2 S 1463/19 - ESVGH 70, 196 = juris Rn. 16;… Riese, in: Schoch/Schneider, Verwaltungsrecht, Stand Januar 2024, § 91 VwGO Rn. 77b;… Haack, in: Gärditz, VwGO, 2. Aufl. 2018, § 91 Rn. 36). - BVerwG, 09.07.1982 - 7 C 54.79
Anfechtung eines Vorbescheids zur Wahl des Standorts für ein Kernkraftwerk - …
Schließlich hat der erkennende Senat bereits entschieden, daß bei der gerichtlichen Prüfung atomrechtlicher Genehmigungen der Sachverhalt im Zeitpunkt der Genehmigungserteilung maßgebend ist, (BVerwGE 60, 297, 315) [BVerwG 17.07.1980 - 7 C 101/78] und sich in diesem Zusammenhang auf das "Würgassen-Urteil" des 1. Senatsvom 16. März 1972 - BVerwG 1 C 49.70 - (in DVBl. 1972, 678, 680) bezogen.Das widerspricht der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Urteil vom 16. März 1972 (a.a.O. S. 679 1. Sp.)); die an anderer Stelle dieses Urteils gebrauchte und vom Berufungsgericht als Stütze für seine Auffassung in Anspruch genommene Wendung, dem Vorhaben dürften "keine von vornherein unüberwindlichen rechtlichen Hindernisse entgegenstehen" (…a.a.O. S. 680 1. Sp.), ist nur eine Umschreibung für dieses Gesamturteil.
- OVG Rheinland-Pfalz, 16.06.1981 - 7 A 96/79
Rechtmäßigkeit der Ersten Teilgenehmigung des Ministeriums für Wirtschaft und …
Das vorläufige Gesamturteil, dessen Funktion im Zusammenhang mit dem gestuften Verfahren der Teilgenehmigungspraxis, also der abschnittsweisen Bewältigung eines geplanten Vorhabens (vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Dezember 1980, DVBl. 1981, 405, 408) zu sehen ist, dient danach sowohl der Absicherung des Investitionsrisikos des Anlagenträgers als auch dem - von Bundesverfassungsgericht (Beschluß vom 20. Dezember 1979, DVBl 1980, 356, 359 = NJW 1980, 759, 762) [BVerfG 20.12.1979 - 1 BvR 385/77] wie Bundesverwaltungsgericht (Urteil vom 16. März 1972, DVBl 1972, 678, 679) [BVerwG 16.03.1972 - I C 49/70] gleichermaßen als bedeutsam hervorgehobenen - vorverlagerten Rechtsschutz des Bürgers, der bereits gegenüber einer ersten Teilgenehmigung Einwendungen gegen von ihr noch nicht abschließend erfaßte Genehmigungsabschnitte, besonders hinsichtlich des Betriebs der Anlage, geltend machen kann.Der Freigabevorbehalt, der die in Nr. 1 1 ausgesprochene Genehmigung zur Errichtung in der Weise - wieder - einschränkt, daß er die Errichtung - und zwar teilweise bereits die Fertigung, den Zusammenbau oder den Einbau - sicherheitstechnisch wichtiger Anlagenteile und Systeme einer zusätzlichen gutachterlichen Stellungnahme sowie einer schriftlich zu erteilenden Freigabe unterwirft, stellt eine inhaltliche Beschränkung der Errichtungsgenehmigung dar, wie sie § 17 Abs. 1 Satz 2 AtG zur Erreichung der in § 1 AtG bezeichneten Zwecke zuläßt (vgl. auch Ossenbühl, Die Freigabepraxis im atomrechtlichen Genehmigungsverfahren, DVBl 1980, 803 ff. mit weiteren Nachweisen); insoweit dient er, was keiner näheren Erörterung bedarf, dem in § 1 Nr. 2 AtG normierten Schutzzweck, dem eine vorrangige Bedeutung zukommt (vgl. BVerwG, Urteil vom 16. März 1972, a.a.O. S. 680).
Dafür war vor allem die Erwägung maßgeblich, daß mehrere Teilgenehmigungen zwar verfahrensrechtlich selbständig und daher auch einer getrennten Anfechtung zugänglich sind, sachlich jedoch eine Einheit bilden, so daß ihre materiellrechtliche Überprüfung sinnvollerweise gemeinsam erfolgen sollte (so auch BVerwG, Urteil vom 16. März 1972, a.a.O. S. 680); dies gilt vorliegend um so mehr, als es sich bei der Ersten und Zweiten Teilgenehmigung wegen der abändernden Wirkung der letzteren um besonders eng aufeinander bezogene Verwaltungsakte handelt.
- BVerwG, 09.03.1990 - 7 C 23.89
Untertägige Erkundung eines Standortes - Eignung für die Sicherstellung und …
Schon wenn über die Genehmigung der Errichtung entschieden wird, sollen die möglichen Folgen des Betriebs dieser Anlage geprüft werden (BVerwG, Urteil vom 16. März 1972 - BVerwG 1 C 49.70 - Buchholz 451.170 AtG Nr. 1).Eine Anlage wird nur errichtet, um betrieben zu werden (Urteil vom 16. März 1972, a.a.O.).
- VGH Baden-Württemberg, 17.04.2020 - 2 S 1463/19
Anfechtung der Entscheidung über die Unzulässigkeit einer Klageerweiterung; …
- VG Lüneburg, 14.04.2011 - 2 B 12/11
Anfechtung der Zulassung der Verlängerung des Rahmenbetriegsplans für das …
- BVerwG, 22.05.1973 - I B 31.73
Anfechtungsklage gegen die Errichtung und Inbetriebnahme eines Kernkraftwerkes - …
- VG Lüneburg, 14.04.2011 - 2 B 13/11
Einstweiliger Rechtsschutz gegen den Hauptbetriebsplan für das Erkundungsbergwerk …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 09.08.2006 - 8 A 1359/05
Beurteilungsspielraum der Behörde bei UVP-Screening
- LG Mainz, 19.06.1992 - 7 O 384/91
Aufhebung einer atomrechtlichen Teilgenehmigung; Funktionslosigkeit von …
- BVerwG, 11.01.1985 - 7 C 74.82
Drittanfechtungsklage im Atomrecht; Abgrenzung zwischen Teilgenehmigung und …
- VGH Baden-Württemberg, 23.01.2023 - 9 S 2408/22
Abwahl eines Rektors; Beiladung eine Prozesspartei
- BVerwG, 09.03.1990 - 7 C 24.89
Genehmigung zum Bau einer Anlage zur Sicherstellung und zur Endlagerung …
- OVG Berlin, 12.03.1982 - 2 B 45.79
Erstattung der Kosten für die Durchführung eines Widerspruchsverfahrens ; …
- OVG Berlin, 02.05.1977 - II B 2.77
Befreiung vom naturschutzrechtlichen Vegetationsschutz ; Vorbeugender …
- VGH Baden-Württemberg, 19.09.2002 - 14 S 1429/02
Widerruf der Bestellung als Bezirksschornsteinfeger - Berufspflichtverletzung und …
- BVerwG, 21.02.1973 - IV CB 68.72
Revision trotz fehlender Zulassung - Verstoß gegen den gesetzlichen Richter bei …
- VG Koblenz, 17.03.1980 - 7 K 41/78
Anspruch auf Aufhebung der Dritten Teilgenehmigung für Atomkraftwerk; Fehlender …
- VG Karlsruhe, 18.08.1978 - IV 19/78
Genehmigung eines Kernkraftwerkes; Erteilung einer Teilerrichtungsgenehmigung; …
- BVerwG, 09.04.1976 - IV C 7.74
Festsetzung eines Streitwertes - Aufhebung einer Baugenehmigung
- BVerwG, 05.04.1989 - 7 B 47.89
Anforderungen an eine Klage auf Widerruf einer atomrechtlichen Genehmigung zum …
- BVerwG, 21.02.1973 - IV CB 69.72
Luftverkehrsrechtliche Genehmigung eines Flughafens
- VGH Baden-Württemberg, 19.03.1991 - 10 S 1128/90
Zur Rechtmäßigkeit der Stillegung eines Kernkraftwerks - …
- OVG Niedersachsen, 03.03.1992 - 7 L 121/90
Atomrechtliche Genehmigung; Aufhebung; Verfahrensfehler; Einwender; …
- BVerwG, 12.07.1993 - 7 B 177.92
Atomrecht - Genehmigung - Endlager für abgebrannte Brennelemente
- BVerwG, 18.05.1976 - IV C 73.72
Erinnerung gegen den Kostenansatz eines Kostenbeamten - Inanspruchnahme des …
- OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 18.07.1980 - 7 B 86/77
Bindung der Wasserbehörde an eine atomrechtliche Standortgenehmigung; Befugnis …
- BVerwG, 05.03.1979 - 4 B 28.79
Vorliegen eines äquivalenten Dauerschallpegels im Rahmen der Lärmbelästigung …
- VGH Baden-Württemberg, 10.01.1977 - X 1566/76
Zustellungen; Anwendungsbereich des Landesverwaltungszustellungsgesetzes; Keine …
- BVerwG, 23.08.1973 - IV B 82.73
Rechtsmittel
- VGH Bayern, 30.03.1984 - 22 CS 84 A.453
- BVerwG, 09.09.1982 - 4 C 16.82
Festsetzung eines Streitwertes - Streitwert bei Nachbarklagen gegen …
- BVerwG, 11.11.1975 - 1 B 39.75
Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung - Erlaubnis der …
- BVerwG, 24.08.1978 - 7 B 110.77
Klage gegen die Prüfungsentscheidung auf Nichtbestehen der ersten juristischen …
- OVG Bremen, 25.06.1973 - II B 114/73
Festsetzung des Streitwertes einer baurechtlichen Nachbarkklage; Wirtschaftliches …
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