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Rechtsprechung
   BFH, 19.12.2007 - I R 111/05   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2007,1233
BFH, 19.12.2007 - I R 111/05 (https://dejure.org/2007,1233)
BFH, Entscheidung vom 19.12.2007 - I R 111/05 (https://dejure.org/2007,1233)
BFH, Entscheidung vom 19. Dezember 2007 - I R 111/05 (https://dejure.org/2007,1233)
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Volltextveröffentlichungen (9)

  • lexetius.com

    EStG § 15, § 16 Abs. 2 und 3; FGO § 60 Abs. 3; UmwStG 1995 § 20 Abs. 1, Abs. 2 Sätze 1 und 6, Abs. 4 Satz 1

  • Judicialis

    EStG § 15; ; EStG § 16 Abs. 2; ; EStG § 16 Abs. 3; ; FGO § 60 Abs. 3; ; UmwStG 1995 § 20 Abs. 1; ; UmwStG 1995 § 20 Abs. 2 Satz 1; ; UmwStG 1995 § 20 Abs. 2 Satz 6; ; UmwStG 1995 § 20 Abs. 4 Satz 1

  • IWW
  • Deutsches Notarinstitut

    UmwStG 1995 § 20 Abs. 1, Abs. 2 Sätze 1 und 6, Abs. 4 Satz 1; EStG § 15, § 16 Abs. 2 und 3; FGO § 60 Abs. 3
    Wertermittlung bei Einbringung

  • Simons & Moll-Simons

    EStG § 15, § 16 Abs. 2 und 3; FGO § 60 Abs. 3; UmwStG 1995 § 20 Abs. 1, Abs. 2 Sätze 1 und 6, Abs. 4 Satz 1

  • Betriebs-Berater

    Zur Bindung an den Wertansatz des aufnehmenden Unternehmens bei Einbringung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft

  • Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)

    EStG § 15; EStG § 16 Abs. 2; EStG § 16 Abs. 3; FGO § 60 Abs. 3; UmwStG 1995 § 20 Abs. 1; UmwStG 1995 § 20 Abs. 2 S. 1; UmwStG 1995 § 20 Abs. 2 S. 6; UmwStG 1995 § 20 Abs. 4 S. 1
    Anteilseinbringung in Kapitalgesellschaft

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Bindung an den Wertansatz des aufnehmenden Unternehmens bei Einbringung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft; Vorliegen einer wesentlichen Betriebsgrundlage; Erfordernis einer notwendigen Beiladung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (5)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Einbringung von Gesellschaftsanteilen

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Vermietung von Grundstücken als eine über eine reine Vermögensverwaltung hinausgehende gewerbliche Tätigkeit; Vorliegen einer sachlichen und personellen Verflechtung des vermietenden Unternehmens (Besitzunternehmen) mit dem mietenden Unternehmen (Betriebsunternehmen); ...

  • gruner-siegel-partner.de (Kurzinformation)

    Keine Wertansatzprüfung bei Anteilseinbringung

  • ebnerstolz.de (Kurzinformation)

    Zur Bewertung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    Bindung an die Bewertung bei der Kapitalgesellschaft bei Einbringung von Gesellschaftsanteilen

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    UmwStG § 20 Abs 4 S 1, UmwStG § 20 Abs 2 S 6, FGO § 60 Abs 3, GG Art 2 Abs 1
    Beiladung; Einbringung; Teilwert; Wertgrenze

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BFHE 220, 152
  • BB 2008, 601
  • BB 2008, 662
  • DB 2008, 672
  • BStBl II 2008, 536
 
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Wird zitiert von ... (33)Zitiert selbst (17)

  • BFH, 13.07.2006 - IV R 25/05

    Betriebsaufspaltung: Sachliche Verflechtung bei Vermietung nicht besonders …

    Auszug aus BFH, 19.12.2007 - I R 111/05
    aa) Eine wesentliche Betriebsgrundlage liegt nach der neueren Rechtsprechung des BFH vor, wenn das von der Betriebsgesellschaft genutzte Grundstück für diese wirtschaftlich von nicht nur geringer Bedeutung ist (z.B. BFH-Urteile vom 23. Mai 2000 VIII R 11/99, BFHE 192, 474, BStBl II 2000, 621; vom 13. Juli 2006 IV R 25/05, BFHE 214, 343, BStBl II 2006, 804).

    Eine besondere Gestaltung für den jeweiligen Unternehmenszweck der Betriebsgesellschaft (branchenspezifische Herrichtung und Ausgestaltung) ist nicht erforderlich; notwendig ist allein, dass das Grundstück die räumliche und funktionale Grundlage für die Geschäftstätigkeit der Betriebsgesellschaft bildet und es ihr ermöglicht, ihren Geschäftsbetrieb aufzunehmen und auszuüben (BFH-Urteile in BFHE 192, 474, BStBl II 2000, 621; vom 19. März 2002 VIII R 57/99, BFHE 198, 137, BStBl II 2002, 662; in BFHE 214, 343, BStBl II 2006, 804).

  • BFH, 23.05.2000 - VIII R 11/99

    Betriebsaufspaltung: Bürogebäude als wesentliche Betriebsgrundlage

    Auszug aus BFH, 19.12.2007 - I R 111/05
    aa) Eine wesentliche Betriebsgrundlage liegt nach der neueren Rechtsprechung des BFH vor, wenn das von der Betriebsgesellschaft genutzte Grundstück für diese wirtschaftlich von nicht nur geringer Bedeutung ist (z.B. BFH-Urteile vom 23. Mai 2000 VIII R 11/99, BFHE 192, 474, BStBl II 2000, 621; vom 13. Juli 2006 IV R 25/05, BFHE 214, 343, BStBl II 2006, 804).

    Eine besondere Gestaltung für den jeweiligen Unternehmenszweck der Betriebsgesellschaft (branchenspezifische Herrichtung und Ausgestaltung) ist nicht erforderlich; notwendig ist allein, dass das Grundstück die räumliche und funktionale Grundlage für die Geschäftstätigkeit der Betriebsgesellschaft bildet und es ihr ermöglicht, ihren Geschäftsbetrieb aufzunehmen und auszuüben (BFH-Urteile in BFHE 192, 474, BStBl II 2000, 621; vom 19. März 2002 VIII R 57/99, BFHE 198, 137, BStBl II 2002, 662; in BFHE 214, 343, BStBl II 2006, 804).

  • BFH, 15.12.1988 - IV R 36/84

    Eine Betriebsaufgabe liegt auch vor, wenn bei einer Betriebsaufspaltung die …

    Auszug aus BFH, 19.12.2007 - I R 111/05
    Wird eine Betriebsaufspaltung aufgrund der Auflösung der personellen Verflechtung beendet, führt dies zu einer Betriebsaufgabe des Besitzunternehmens i.S. des § 16 Abs. 3 EStG verbunden mit einer Realisierung der stillen Reserven einschließlich der Anteile an der Betriebsgesellschaft (BFH-Urteil vom 15. Dezember 1988 IV R 36/84, BFHE 155, 538, BStBl II 1989, 363;… BFH-Beschluss vom 22. September 1999 X B 47/99, BFH/NV 2000, 559).

    Da ein gewerblicher Betrieb in Form der Betriebsaufspaltung ohne eine personelle Verflechtung nicht denkbar ist, führte die Veräußerung der die personelle Verflechtung vermittelnden Anteile an der T zu einer Betriebsaufgabe, ohne dass es hierzu einer ausdrücklichen Betriebsaufgabeerklärung bedurfte (BFH-Urteil in BFHE 155, 538, BStBl II 1989, 363).

  • BFH, 30.04.2003 - I R 102/01

    Kapitalgesellschaft: Einbringung eines Mitunternehmeranteils

    Auszug aus BFH, 19.12.2007 - I R 111/05
    Ebenso wenig liegt dem Senatsurteil vom 30. April 2003 I R 102/01 (BFHE 202, 455, BStBl II 2004, 804) eine abweichende Rechtsauffassung zu Grunde.
  • BFH, 12.01.2001 - VI R 49/98

    Notwendige Beiladung bei Kindergeldfestsetzung

    Auszug aus BFH, 19.12.2007 - I R 111/05
    Die notwendige Beiladung soll sicherstellen, dass eine Sachentscheidung, die die Rechte eines Dritten in der vorbezeichneten Weise betrifft und aus diesem Grunde auch ihm gegenüber nur einheitlich ergehen kann, nicht ohne Beteiligung dieses Dritten erlassen wird (z.B. BFH-Urteil vom 12. Januar 2001 VI R 49/98, BFHE 194, 6, BStBl II 2001, 246).
  • BFH, 24.03.1983 - IV R 138/80

    Einbringen von Betriebsvermögen - Kapitalgesellschaft - Einbringungsgewinn - …

    Auszug aus BFH, 19.12.2007 - I R 111/05
    eee) Die BFH-Urteile vom 24. März 1983 IV R 138/80 (BFHE 139, 361, BStBl II 1984, 233), und vom 23. Januar 1986 IV R 335/84 (BFHE 146, 236, BStBl II 1986, 623) stehen diesem Ergebnis nicht entgegen.
  • BFH, 23.01.1986 - IV R 335/84

    Kapitalgesellschaft - Einlage - Einbringung eines Betriebs - Einbringungsgewinn - …

    Auszug aus BFH, 19.12.2007 - I R 111/05
    eee) Die BFH-Urteile vom 24. März 1983 IV R 138/80 (BFHE 139, 361, BStBl II 1984, 233), und vom 23. Januar 1986 IV R 335/84 (BFHE 146, 236, BStBl II 1986, 623) stehen diesem Ergebnis nicht entgegen.
  • BFH, 19.04.1988 - VII R 56/87

    Notwendige Beiladung - Bestellung eines Beratungsstellenleiters - …

    Auszug aus BFH, 19.12.2007 - I R 111/05
    Das ist der Fall, wenn die Entscheidung nach Maßgabe des materiellen Steuerrechts notwendigerweise und unmittelbar Rechte oder Rechtsbeziehungen des Dritten gestaltet, bestätigt, verändert oder zum Erlöschen bringt (z.B. BFH-Urteil vom 19. April 1988 VII R 56/87, BFHE 153, 472, BStBl II 1988, 789).
  • BFH, 24.02.2000 - IV R 62/98

    Personelle Verpflechtung bei Betriebsaufspaltung

    Auszug aus BFH, 19.12.2007 - I R 111/05
    a) Die Vermietung von Grundstücken wird nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) dann als eine über eine reine Vermögensverwaltung hinausgehende gewerbliche Tätigkeit angesehen, wenn das vermietende Unternehmen (Besitzunternehmen) mit dem mietenden Unternehmen (Betriebsunternehmen) sachlich und personell verflochten ist (z.B. BFH-Urteil vom 24. Februar 2000 IV R 62/98, BFHE 191, 295, BStBl II 2000, 417).
  • BFH, 28.08.2003 - IV R 20/02

    Abgrenzung Betriebsaufgabe/Betriebsverpachtung

    Auszug aus BFH, 19.12.2007 - I R 111/05
    Eine spätere Fortführung oder Wiederaufnahme des Betriebes ist damit unmöglich geworden, so dass --wie vom FA zutreffend ausgeführt-- eine bloße Betriebsunterbrechung hier nicht in Betracht kommt (vgl. BFH-Urteil vom 28. August 2003 IV R 20/02, BFHE 203, 143, BStBl II 2004, 10).
  • BFH, 19.03.2002 - VIII R 57/99

    Betriebsunternehmer - Gewerbesteuerbefreiung - Betriebsaufspaltung - Vermietung - …

  • BFH, 29.08.2001 - VIII R 34/00

    Einkommensteuer - Eheleute - Grundgesetzlicher Schutz der Ehe - …

  • BFH, 16.04.1991 - VIII R 63/87

    Bei Kapitalerhöhung übergangene stille Reserven in GmbH-Anteilen als …

  • BFH, 17.10.2001 - I R 111/00

    Abgrenzung Kaufpreis/Gewinnausschüttung

  • BFH, 22.09.1999 - X B 47/99

    Ende einer Betriebsaufspaltung: Aufdeckung stiller Reserven

  • BFH, 29.03.2000 - I R 22/99

    Veräußerungsgewinn bei einbringungsgeborenen Anteilen

  • FG Hessen, 01.09.2005 - 8 K 4177/03

    Wertverknüpfungszwang gem. § 20 Abs. 4 Satz 1 UmwStG für eingebrachte …

  • BFH, 29.11.2017 - I R 7/16

    Zurückbehalt wesentlicher Betriebsgrundlage bei Einbringung - Betriebsaufspaltung

    Dadurch soll verhindert werden, dass notwendige strukturelle Veränderungen in der Fortführung des unternehmerischen Engagements durch steuerliche Folgen belastet werden (vgl. Senatsbeschluss vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536 zu § 20 UmwStG 1995).
  • BFH, 16.12.2009 - I R 97/08

    Namens-/Zeichenrecht als wesentliche Betriebsgrundlage - Auswirkungen einer …

    Daraus folgt, dass im Rahmen der Bemessung des Veräußerungspreises in der Bilanz des Einbringenden grundsätzlich nicht zu prüfen ist, ob der von der übernehmenden Kapitalgesellschaft nach § 20 Abs. 2 UmwStG 1995 für das eingebrachte Betriebsvermögen angesetzte Wert zutreffend ermittelt worden ist (Senatsbeschluss vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536;… Senatsurteil vom 17. Oktober 2001 I R 111/00, BFH/NV 2002, 628).
  • BFH, 15.06.2016 - I R 69/15

    Antragsfrist für abweichenden Wertansatz bei Einbringung und Anteilstausch - …

    Infolge der daraus i.V.m. § 20 Abs. 4 UmwStG 1995 resultierenden (materiellen) Bindungswirkung des bei der Besteuerung der übernehmenden Gesellschaft angesetzten Werts für die Besteuerung des Einbringenden kann dieser im Rahmen seines eigenen Besteuerungsverfahrens wegen eines etwa entstandenen Veräußerungsgewinns nicht mit der Einwendung gehört werden, es sei ein davon abweichender Wert als Veräußerungspreis anzusetzen (ständige Senatsrechtsprechung, z.B. Senatsbeschluss vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536;… Senatsurteile vom 25. April 2012 I R 2/11, BFH/NV 2012, 1649; vom 16. Dezember 2009 I R 97/08, BFHE 228, 203, BStBl II 2010, 808; in BFHE 233, 508, BStBl II 2011, 815).
  • BFH, 28.01.2015 - I R 20/14

    Versagung der erweiterten gewerbesteuerlichen Kürzung bei Grundstücksunternehmen …

    Da die Klägerin nichts vorgetragen hat, das Zweifel daran wecken könnte, dass die überlassenen bebauten Grundstücke als wesentliche Betriebsgrundlagen anzusehen wären (vgl. dazu Senatsbeschluss vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536), bedarf es hierzu keiner weiteren Ausführungen.
  • FG München, 24.07.2024 - 1 K 524/19

    Feststellung von Grundlagen für die Einkommensbesteuerung

    Diese Rechtsprechung sei durch neuere Rechtsprechung in den Entscheidungen des BFH vom 19.12.2007, I R 111/05; vom 20.04.2011, I R 97/10 und vom 08.06.2011, I R 79/10 auch nicht überholt.

    Insbesondere sei der BFH in der Entscheidung I R 111/05 nicht von einer Überholung ausgegangen, sondern von dem Vorliegen eines anderen Falles.

    Rn. 83 Als Folge der genannten Rechtsprechung wurde als weiteres Auslegungsergebnis festgehalten, dass die einbringende Person im Rahmen ihres eigenen Besteuerungsverfahren wegen eines etwa entstandenen Veräußerungsgewinns nicht mit der Einwendung gehört werden könne, dass der bei der aufnehmenden Kapitalgesellschaft angesetzte Wert unzutreffend sei und sich daraus für sie eine überhöhte Steuerfestsetzung ergebe (vgl. BFH-Beschluss vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BStBl II 2008, 536;… BFH-Urteile vom 25. April 2012 I R 2/11, BFH/NV 2012, 1649 und in BStBl II 2012, 421).

    Rn. 85 Das FG Hamburg dagegen hat in seiner EuGH-Vorlage vom 26. Januar 2012 2 K 224/10, Rn. 34, (juris) sinngemäß die Auffassung vertreten, dass der BFH in seiner jüngeren Rechtsprechung davon ausgehe, dass das aufnehmende Unternehmen mangels Beschwer nicht im Wege der Anfechtung seiner Steuerfestsetzung geltend machen kann, ein unter Berücksichtigung des § 20 Abs. 3 UmwStG 1995 nach § 20 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995 angesetzter Wert könne nur vom Einbringenden im Wege der sog. Drittanfechtung angefochten werden, weil der Erlass eines Steuer- oder Feststellungsbescheids gegenüber der aufnehmenden Gesellschaft jedenfalls dann, wenn dieser Bescheid unanfechtbar werde, zur Verbindlichkeit der ihm zugrunde liegenden Werte für die Besteuerung des Einbringenden insgesamt führe (…mit Verweis auf BFH Urteile vom 08. Juni 2011, I R 79/10, BFH/NV 2012, 128; vom 20. April 2011, I R 97/10, BStBl II 2011, 815; vom 19. Dezember 2007, I R 111/05, BStBl II 2008, 536; anders noch BFH Urteil vom 24. März 1983, IV R 138/80, BStBl II 1984, 233) und die Klage des Einbringenden gegen den Wertansatz für das eingebrachte Betriebsvermögen auch soweit sich § 20 Abs. 3 UmwStG 1995 als betroffen zeige, für unzulässig gehalten (…FG Hamburg, EuGH-Vorlage vom 26. Januar 2012 2 K 224/10, Rn. 34, juris).

    Rn. 86 Zu einer Entscheidung des BFH und einer Bestätigung oder Ablehnung der Ansicht des FG Hamburg, dass die Rechtsmeinung des BFH im Urteil vom 24. März 1983, IV R 138/80, BStBl II 1984, 233 zu der Frage überholt sei, in welchem Verfahren über materielle Streitigkeiten betreffend den Wertansatz des § 20 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995/2002 zu entscheiden ist, wenn nicht Fragen im Zusammenhang mit der Ausübung des Wahlrechts nach § 20 Abs. 2 Satz 1 UmwStG 1995/2002 an sich betroffen sind sondern solche, welche die Freiheit des Bewertungsansatzes einschränken, ist es nicht gekommen, weil in den jeweils betroffenen Verfahren die Frage, nach Auffassung des BFH, keine streitentscheidende Bedeutung erlangt hatte (z.B. BFH, Urteil vom 28. April 2016 I R 33/14, BFHE 253, 548, BStBl II 2016, 913; BFH, Beschluss vom 30. September 2015 I B 66/15, juris; BFH, Beschluss vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536, Rn. 32).

    Rn. 87 Zu berücksichtigen ist allerdings, dass bereits in der Entscheidung I R 97/10 (BFH, Urteil vom 20. April 2011, BFHE 233, 508, BStBl II 2011, 815) auf ein abweichendes Verständnis, welches sich aus dem Beschluss des BFH vom 19. Dezember 2007 I R 111/05 (BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536) ableiten ließe hingewiesen wurde (BFH…, Urteil vom 20. April 2011 I R 97/10, BFHE 233, 508, BStBl II 2011, 815, Rn. 17), wobei allerdings inhaltlich nicht präzisiert wurde, auf welche Rechtsinhalte sich diese Abweichung genau beziehen solle.

  • BFH, 20.04.2011 - I R 97/10

    Bindung des Einbringenden an bei aufnehmender Kapitalgesellschaft angesetzten …

    Bei Einbringung von Gesellschaftsanteilen an einer Kapitalgesellschaft gegen Gewährung von Anteilen an der aufnehmenden Kapitalgesellschaft entspricht der vom Einbringenden erzielte Veräußerungspreis grundsätzlich dem Wert, den die aufnehmende Kapitalgesellschaft für die eingebrachten Anteile angesetzt hat (Bestätigung des Senatsbeschlusses vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536) 15 .

    Soweit sich aus dem Senatsbeschluss vom 19. Dezember 2007 I R 111/05 (BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536) ein abweichendes Verständnis ableiten lassen sollte, hält der Senat daran nicht fest.

    Rn. 19 cc) Der Senat hat bisher offengelassen, ob der bei der aufnehmenden Gesellschaft angesetzte Wert auch dann für die Besteuerung des Einbringenden verbindlich ist, wenn er den tatsächlichen Teilwert offenkundig übersteigt und in diesem Sinne als willkürlich erscheint (Senatsbeschluss in BFHE 220, 152, 158, BStBl II 2008, 536, 539).

    Jedenfalls durfte das FG den Streitfall entscheiden, ohne die A-AG ihrerseits zum Klageverfahren beigeladen zu haben, da bei Streitigkeiten um den Teilwert eingebrachter Wirtschaftsgüter eine Beiladung des aufnehmenden Unternehmens zu einem vom Einbringenden geführten Klageverfahren nicht notwendig ist (Senatsbeschluss in BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536).

  • BFH, 08.06.2011 - I R 79/10

    Keine Klagebefugnis des aufnehmenden Unternehmens bei Einbringung eines (Teil-) …

    Er kann insbesondere nicht mit einem Rechtsbehelf gegen den ihn betreffenden Einkommensteuerbescheid geltend machen, dass der bei der aufnehmenden Kapitalgesellschaft angesetzte Wert überhöht sei und sich daraus für ihn --den Einbringenden-- wegen § 20 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995 eine überhöhte Steuerfestsetzung ergebe (Senatsurteil vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536).

    Rn. 17 bb) Nach der Rechtsprechung des Senats muss, wenn der Einbringende einen ihm gegenüber erlassenen Steuerbescheid anficht und dabei die Fehlerhaftigkeit des angesetzten Einbringungswerts geltend macht, die aufnehmende Kapitalgesellschaft nicht zu einem darüber geführten Klageverfahren beigeladen werden (Senatsbeschluss in BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536).

  • FG Baden-Württemberg, 10.12.2015 - 1 K 3485/13

    Zugehörigkeit eines Miteigentumsanteils an einem der Betriebs-GmbH vermieteten …

    Eine Wertverknüpfung dergestalt, dass der beim Kläger angesetzte Veräußerungsgewinn für die Einbringung des Besitzunternehmens auch für die GmbH bindend wäre, sieht das Gesetz nicht vor, so dass durch den Rechtsstreit steuerrechtliche Belange der GmbH nicht notwendigerweise und unmittelbar betroffen sind (vgl. BFH-Beschluss vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536, unter II.4.).

    Rn. 72 Die Vorschrift will eine wirtschaftlich notwendige Umstrukturierung von Unternehmen erleichtern, indem -durch den Ansatz von Buchwerten- die Aufdeckung stiller Reserven vermieden wird (vgl. BFH-Beschluss vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536;… Herlinghaus in Rödder/Herlinghaus/van Lishaut, UmwStG, 2. Aufl. 2013, § 20 Rz. 7).

  • FG Berlin-Brandenburg, 27.05.2009 - 7 K 1233/05

    Ausübung des Wahlrechts gem. § 20 Abs. 2 UmwStG: Maßgeblichkeit des …

    Dieser Wertansatz ist im Besteuerungsverfahren des Einbringenden, also hier des Klägers, zu übernehmen und kann nicht auf seine Richtigkeit hin überprüft werden (Bundesfinanzhof - BFH -, Beschluss vom 19.12.2007 I R 111/05, Sammlungen amtlicher Entscheidungen des BFH - BFHE - 220, 152, Bundessteuerblatt - BStBl. - II 2008, 536 m.w.N.).

    Unter diesen Umständen kann nicht von einer offenkundig willkürlich überhöhten Bewertung gesprochen werden (vgl. BFH, Beschluss vom 19.12.2007 I R 111/05, BFHE 220, 152, BStBl. II 2008, 536).

    Der Kläger kann auch nicht mit Erfolg einwenden, die von der Y-AG zum 31.12.2000 vorgenommene Bilanzierung widerspreche der Vereinbarung vom 21.06.2000, weil nicht die Vereinbarung, sondern nur die tatsächliche Bilanzierung durch die Y-AG für die Höhe des Einbringungsgewinns entscheidend ist (BFH, Beschluss vom 19.12.2007 I R 111/05, BFHE 220, 151, BStBl. II 2008, 536).

    Über etwaige Billigkeitsmaßnahmen gemäß § 163 AO ist in einem gesonderten Verfahren zu entscheiden (vgl. BFH, Beschluss vom 19.12.2007 I R 111/05, BFHE 220, 151, BStBl. II 2008, 536).

  • FG Düsseldorf, 07.12.2010 - 13 K 4432/08

    Bilanzberichtigung bei fehlerhafter Umsetzung einer Buchwerteinbringung

    Nach ganz herrschender Meinung (BFH - Urteil vom 16. Dezember 2009 I R 97/08, BStBl.II 2010, 808; BFH- Beschluss vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BStBl. II 2008, 536;… BFH- Urteil vom 17. Oktober 2001 I R 111/00, Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH- BFH/NV - 2002, 628; Urteil des FG Düsseldorf vom 14. März 2008 2 K 2106/06 E, EFG 2008, 910; Urteil FG Köln vom 11. Dezember 2008 15 K 4963/01, EFG 2009, 448; Widmann in Widmann/ Mayer Kommentar zum Umwandlungssteuergesetz - UmwStG - § 20 .

    Rn. 83 Die aufnehmende Gesellschaft ist dem Einbringenden gegenüber zum Schadenersatz verpflichtet, wenn der Ansatz des eingebrachten Vermögens in der Bilanz der aufnehmenden Gesellschaft nicht entsprechend den zuvor getroffenen Vereinbarungen erfolgt und dem Einbringenden daraus ein Schaden, etwa in Gestalt eines nicht gewollten Veräußerungsgewinns entsteht (BFH- Beschluss vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BStBl. II 2008, 536 mit weiteren Nachweisen; Widmann in Widmann Mayer § 20 UmwStG 1995 Rz. 660 mit weiteren Nachweisen).

    Der BFH hat - soweit ersichtlich - nur über die Frage der notwendige Beiladung der aufnehmenden Gesellschaft zum Verfahren des Einbringenden, in dem es um die Höhe des Einbringungsgewinns ging, entschieden und das Vorliegen der Voraussetzungen von § 60 Abs. 3 FGO verneint (BFH- Urteil vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BStBl. II 2008, 536).

  • BFH, 08.11.2016 - I R 49/15

    Wertaufholungsverpflichtung nach Einbringung von Betriebsvermögen

  • BFH, 11.05.2010 - IX R 26/09

    Anteilsveräußerung gegen Aktien - Steuerbarkeit - Bestimmung des Übergangs des …

  • BFH, 12.10.2011 - VIII R 12/08

    Bemessung des Veräußerungsgewinns aus der Einbringung einer freiberuflichen …

  • FG München, 23.06.2010 - 1 K 2271/07

    Veräußerungsgewinn nach § 17 EStG: Anschaffungskosten des Einbringenden bestimmen …

  • FG Niedersachsen, 05.12.2024 - 2 K 215/22

    Anteilsveräußerung; Einbringungsgewinn II; Nachträgliche Anschaffungskosten; …

  • BFH, 25.04.2012 - I R 2/11

    Keine Klagebefugnis des aufnehmenden Unternehmens bei Einbringung eines (Teil-) …

  • FG Hamburg, 15.04.2015 - 2 K 66/14

    Unionsrechtswidrigkeit von § 20 Abs. 3 und Abs. 4 UmwStG 1995

  • FG München, 17.04.2023 - 7 K 434/19

    Erweiterte Gewerbeertragskürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG bei …

  • FG Hamburg, 26.01.2012 - 2 K 224/10

    Unionsrechtswidrigkeit der sog. Entstrickungsbesteuerung nach § 20 …

  • BFH, 06.02.2014 - I B 168/13

    Ansparrücklage § 7g EStG 2002 a. F. - Bindung des Einbringenden an bei …

  • FG Baden-Württemberg, 01.10.2024 - 11 K 2174/22
  • FG München, 25.06.2023 - 7 K 434/19

    Mittelbare Beteiligung an Kapitalgesellschaft

  • FG Düsseldorf, 14.03.2008 - 2 K 2106/06

    Maßgeblichkeit der Ausübung des bilanzsteuerlichen Bewertungswahlrechts durch die …

  • FG Hamburg, 25.07.2012 - 6 K 91/11

    Ausübung des Bewertungswahlrechtes nach § 3 Abs. 1 UmwStG 2002 - Beiladung

  • FG Sachsen-Anhalt, 08.03.2018 - 3 V 496/17

    Keine ernstlichen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Bescheide über die …

  • FG Sachsen, 28.07.2010 - 2 K 322/10

    Sacheinlage; einheitliche Beurteilung bei gleichzeitiger Einbringung je eines …

  • FG Thüringen, 19.11.2014 - 3 K 148/11

    Klagebefugnis bei vollständigem Gesellschafterwechsel einer nicht voll beendeten …

  • FG Düsseldorf, 18.10.2011 - 6 K 4267/09

    Verfahrensrechtliche Zulässigkeit der Erfassung eines auf der Korrektur eines …

  • FG Köln, 11.12.2008 - 15 K 4963/01

    Bestimmung der Höhe eines durch Einbringung von Gesellschaftsanteilen in eine …

  • FG Münster, 25.02.2025 - 3 K 2046/23

    Verstoß gegen Behaltensfrist

  • FG Berlin-Brandenburg, 30.03.2023 - 17 K 6063/22

    Rückwirkende Einbringung eines Einzelunternehmens in eine Kapitalgesellschaft - …

  • FG Baden-Württemberg, 08.12.2020 - 3 K 1566/19

    Einbringung eines Einzelunternehmens in eine Kapitalgesellschaft - …

  • FG Nürnberg, 21.01.2026 - 3 K 1072/25

    Keine Gleichstellung eines Dauernutzungsrechts mit wirtschaftlichem Eigentum am …

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