Rechtsprechung
| BFH, 07.08.1985 - I R 131/83 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
"Anbringen" der Klage zur Wahrung der Klagefrist - Unfrankierter Brief als schuldhafte Fristversäumung
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (3)
- BFH, 05.12.1974 - IV R 179/70
Anbringung einer Klage - Klageschrift - Verschlossener Umschlag - Hausbriefkasten …
Auszug aus BFH, 07.08.1985 - I R 131/83
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) im Anschluß an das Urteil vom 5. Dezember 1974 IV R 179/70 (BFHE 114, 402, BStBl II 1975, 337) ist eine Klage im Sinne von § 47 Abs. 2 FGO "angebracht", wenn sie derart in den Verfügungsbereich der Behörde gelangt ist, daß diese davon Kenntnis nehmen kann.Beim FA angebracht ist daher eine Klage nur, wenn der die Klageschrift enthaltende Briefumschlag erkennbar für das FA bestimmt ist (vgl. BFHE 114, 402, BStBl II 1975, 337) oder das FA jedenfalls eine zwar postalisch an das FG gerichtete, aber in den Briefkasten des FA eingeworfene Klageschrift tatsächlich zur Kenntnis nimmt (vgl. BFH-Urteil vom 26. August 1977 VI R 98/75, BFHE 123, 122, BStBl II 1977, 841).
- BVerfG, 11.02.1976 - 2 BvR 652/75
Effektivität des Rechtsschutzes - Frist zur Einspruchseinlegung gegen einen …
Auszug aus BFH, 07.08.1985 - I R 131/83
Das von den Klägern angezogene Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 11. Februar 1976 2 BvR 625/75 (BVerfGE 41, 323) betrifft die Frage, ob erforderlich ist, daß ein Bediensteter der Behörde innerhalb der Frist von einem Rechtsmittel bzw. Rechtsbehelf Kenntnis erlangt haben muß, was auch vom BFH keineswegs gefordert wird. - BFH, 26.08.1977 - VI R 98/75
Anbringen einer Klage - Verschlossener Umschlag - Hausbriefkasten des Finanzamtes …
Auszug aus BFH, 07.08.1985 - I R 131/83
Beim FA angebracht ist daher eine Klage nur, wenn der die Klageschrift enthaltende Briefumschlag erkennbar für das FA bestimmt ist (vgl. BFHE 114, 402, BStBl II 1975, 337) oder das FA jedenfalls eine zwar postalisch an das FG gerichtete, aber in den Briefkasten des FA eingeworfene Klageschrift tatsächlich zur Kenntnis nimmt (vgl. BFH-Urteil vom 26. August 1977 VI R 98/75, BFHE 123, 122, BStBl II 1977, 841).
- BFH, 08.04.1987 - X R 67/81
Anbringung bei einer Behörde - An Finanzgericht adressierte Klage - An Finanzamt …
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs - BFH - (Urteile vom 5. Dezember 1974 IV R 179/70, BFHE 114, 402, BStBl II 1975, 337; vom 26. August 1977 VI R 98/75, BFHE 123, 122, BStBl II 1977, 841; vom 3. August 1978 VI R 171/75, BFHE 125, 493, BStBl II 1978, 667, 669, und vom 7. August 1985 I R 131/83, BFH/NV 1986, 168) ist eine Klage i. S. des § 47 Abs. 2 Satz 1 FGO "angebracht", wenn sie derart in den Verfügungsbereich der Behörde gelangt, daß diese davon Kenntnis nehmen kann.Beim FA angebracht ist eine Klage grundsätzlich nur, wenn der die Klageschrift enthaltende Briefumschlag erkennbar für das FA bestimmt ist (BFHE 114, 402, BStBl II 1975, 337; BFH/NV 1986, 168), ausnahmsweise auch dann, wenn eine solche postalische Bestimmung zwar fehlt, das FA aber die Klageschrift gleichwohl tatsächlich zur Kenntnis nimmt.
Vom Absender einer Klage wird nur etwas verlangt, was im allgemeinen Schriftverkehr auch sonst üblich ist, daß nämlich ein in die Übermittlung eines Schriftstücks eingeschalteter Dritter in seiner Mittlerrolle zur Abgrenzung vom eigentlichen Empfänger in irgendeiner Form bezeichnet wird (vgl. zu den verfassungsrechtlichen Einwänden gegen die BFH-Rechtsprechung im übrigen BFH/NV 1986, 168, 169).
- BFH, 26.04.1995 - I R 22/94
Klageanbringung beim FA (§ 47 Abs. 2 FGO); Möglichkeit der Kenntniserlangung …
Abweichend von der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. BFH-Urteile vom 5. Dezember 1974 IV R 179/70, BFHE 114, 402, BStBl II 1975, 337; vom 26. August 1977 VI R 98/75, BFHE 123, 122, BStBl II 1977, 841; vom 3. August 1978 VI R 171/75, BFHE 125, 493, BStBl II 1978, 667; vom 7. August 1985 I R 131/83, BFH/NV 1986, 168; vom 24. September 1985 IX R 47/83, BFHE 145, 299, BStBl II 1986, 268; vom 8. April 1987 X R 67/81, BFHE 149, 415, BStBl II 1987, 575;… vom 8. April 1987 X R 9/82, BFH/NV 1988, 95;… vom 24. Februar 1989 III R 77/85, BFH/NV 1989, 649;… vom 24. Februar 1989 III R 51/86, BFH/NV 1990, 47;… vom 13. Dezember 1989 I R 207/85, BFH/NV 1990, 708; vom 5. Februar 1992 I R 67/91, BFHE 167, 9, BStBl II 1992, 561;… Beschluß vom 13. Oktober 1992 VII B 119/92, BFH/NV 1993, 607) genügt es für das Anbringen einer Klage gemäß § 47 Abs. 2 FGO beim FA, wenn dieselbe in einem verschlossenen und postalisch an das FG adressierten Briefumschlag in den Briefkasten des FA eingeworfen oder beim FA abgegeben wird. - FG München, 17.07.2008 - 14 K 2222/07
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Klage eines nicht deutsch sprechenden …
D. h. die Klageschrift muss derart in den Verfügungsbereich der Behörde gelangt sein, dass diese davon Kenntnis nehmen kann (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH vom 7. August 1985 I R 131/83, BFH/NV 1986, 168). - BFH, 24.02.1989 - III R 77/85
Wahrung der Klageerhebungsfrist durch Anbringung oder Niederschrift bei der …
Ansonsten würde er dies eindeutig zum Ausdruck bringen (BFH-Urteil vom 7. August 1985 I R 131/83, BFH / NV 1986, 168). - BFH, 13.12.1989 - I R 207/85
Zulässigkeit einer Klage
Die von den Klägern geltend gemachte Verletzung des Gewaltenteilungsprinzips (Art. 20 Abs. 2 GG) liegt schon deswegen nicht vor, weil die Möglichkeiten der Gewährung gerichtlichen Rechtsschutzes (vgl. Art. 19 Abs. 4 und Art. 103 Abs. 1 GG) nicht beeinträchtigt sind, wie der Senat bereits mit Urteil vom 7. August 1985 I R 131/83 (BFH/NV 1986, 168) ausgeführt hat.
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