Rechtsprechung
| BFH, 11.04.2018 - I R 5/16 |
Volltextveröffentlichungen (12)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - openjur.de
- Bundesfinanzhof
EStG § 19 Abs 1 S 1 Nr 1, EStG § 39b Abs 6, EStG § 41c Abs 3 S 1, EStG § 42d, LStDV § 2 Abs 2 Nr 1, DBA CHE 1971 Art 15 Abs 1 S 2, FGO § 100 Abs 1 S 4, AO § 164 Abs 2, EStG VZ 2012
Deutsches Besteuerungsrecht bei Zahlung eines sog. signing bonus
- rechtsinformationen.bund.de
Deutsches Besteuerungsrecht bei Zahlung eines sog. signing bonus
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 19 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2009, § 39b Abs 6 EStG 2009, § 41c Abs 3 S 1 EStG 2009, § 42d EStG 2009, § 2 Abs 2 Nr 1 LStDV
Deutsches Besteuerungsrecht bei Zahlung eines sog. signing bonus - IWW
§ 39b Abs. 6 des Einkommensteuergesetzes, § ... 100 Abs. 1 Satz 4 der Finanzgerichtsordnung (FGO), § 41c Abs. 3 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes, § 164 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO), § 167 AO, § 42d EStG, § 173 Abs. 2 AO, § 202 Abs. 1 Satz 3 AO, § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO, § 19 EStG, §§ 39b Abs. 6, 52 Abs. 51b EStG, § 49 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a EStG, § 118 Abs. 2 FGO, § 135 Abs. 1 FGO
- Wolters Kluwer
- Betriebs-Berater
Deutsches Besteuerungsrecht bei Zahlung eines sog. signing bonus
- ra.de
- degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Ertragsteuerliche Behandlung eines einem in der Schweiz ansässigen zukünftigen Arbeitnehmer gewährten sog signing-bonus
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (7)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Freistellungsbescheinigung - und die erledigte Verpflichtungsklage
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Signing bonus für ausländische Arbeitnehmer - und das deutsche Besteuerungsrecht
- nwb.de (Kurzmitteilung)
Besteuerungsrecht für einen "signing bonus"
- Betriebs-Berater (Leitsatz)
Deutsches Besteuerungsrecht bei Zahlung eines sog. signing bonus
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Deutsches Besteuerungsrecht bei Zahlung eines sog. "signing Bonus"
- pwc.de (Kurzinformation)
Deutsches Besteuerungsrecht bei Zahlung eines signing bonus
- datenbank.nwb.de (Kurzinformation)
Deutsches Besteuerungsrecht bei Zahlung eines sog. signing bonus
Sonstiges (3)
Verfahrensgang
- FG München, 13.03.2015 - 8 K 3098/13
- BFH, 11.04.2018 - I R 5/16
Papierfundstellen
- BFHE 262, 27
- NJW 2018, 3336
- NZA 2018, 1390
- BB 2018, 2453
- BB 2018, 2725
- DB 2018, 2544
- BStBl II 2018, 761
- SpuRt 2019, 44
- NZA-RR 2018, 686
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (12)
- BFH, 10.06.2015 - I R 79/13
Besteuerungsrecht für Abfindung an einen in die Schweiz verzogenen, zuvor im …
Auszug aus BFH, 11.04.2018 - I R 5/16
Rn. 26 Bei der zu diesen Regelungen ergangenen und vom FG herangezogenen Senatsrechtsprechung zur Verteilung des Besteuerungsrechts an Abfindungszahlungen hat der Senat das Tatbestandsmerkmal "dafür bezogen" in Art. 15 Abs. 1 Satz 2 DBA-Schweiz 1971/2010 im Wesentlichen deswegen verneint, weil Abfindungen nicht für das Tätigwerden des Arbeitnehmers, sondern als Entschädigung für den Arbeitsplatzverlust, also für das Nicht-Mehr-Tätigwerden als Arbeitnehmer gezahlt werden (Senatsurteile vom 2. September 2009 I R 111/08, BFHE 226, 276, BStBl II 2010, 387; vom 10. Juni 2015 I R 79/13, BFHE 250, 110, BStBl II 2016, 326, jeweils m.w.N.).Rn. 29 Die Einmalzahlung an X gehörte i.S. von Art. 15 Abs. 1 Satz 2 DBA-Schweiz 1971/2010 zu den "dafür" (d.h. "für" die Arbeit) bezogenen Vergütungen (vgl. dazu Senatsurteile in BFHE 226, 276, BStBl II 2010, 387, und in BFHE 250, 110, BStBl II 2016, 326).
- BFH, 02.09.2009 - I R 111/08
Keine Bindungswirkung zwischenstaatlicher Verständigungsvereinbarungen über die …
Auszug aus BFH, 11.04.2018 - I R 5/16
Rn. 26 Bei der zu diesen Regelungen ergangenen und vom FG herangezogenen Senatsrechtsprechung zur Verteilung des Besteuerungsrechts an Abfindungszahlungen hat der Senat das Tatbestandsmerkmal "dafür bezogen" in Art. 15 Abs. 1 Satz 2 DBA-Schweiz 1971/2010 im Wesentlichen deswegen verneint, weil Abfindungen nicht für das Tätigwerden des Arbeitnehmers, sondern als Entschädigung für den Arbeitsplatzverlust, also für das Nicht-Mehr-Tätigwerden als Arbeitnehmer gezahlt werden (Senatsurteile vom 2. September 2009 I R 111/08, BFHE 226, 276, BStBl II 2010, 387; vom 10. Juni 2015 I R 79/13, BFHE 250, 110, BStBl II 2016, 326, jeweils m.w.N.).Rn. 29 Die Einmalzahlung an X gehörte i.S. von Art. 15 Abs. 1 Satz 2 DBA-Schweiz 1971/2010 zu den "dafür" (d.h. "für" die Arbeit) bezogenen Vergütungen (vgl. dazu Senatsurteile in BFHE 226, 276, BStBl II 2010, 387, und in BFHE 250, 110, BStBl II 2016, 326).
- BFH, 21.10.2009 - I R 70/08
Lohnsteuererstattungsanspruch bei abkommenswidriger Lohnsteuereinbehaltung
Auszug aus BFH, 11.04.2018 - I R 5/16
Es entspricht daher allgemeiner Meinung, dass z.B. vor Arbeitsvertragsschluss geleistete Handgelder und Antrittsprämien zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit rechnen (z.B. Pflüger in Herrmann/Heuer/ Raupach, § 19 EStG Rz 165; Urteil des Bundesgerichtshofs vom 7. November 2006 5 StR 164/06, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 2007, 597, zu Antrittsprämien im Profifußball; inzident BFH-Urteil vom 16. Dezember 1992 XI R 33/91, BFHE 170, 369, BStBl II 1993, 447), und zwar auch dann, wenn der Arbeitnehmer --wie im Streitfall-- zum Zeitpunkt der Zahlung "lediglich" der beschränkten Steuerpflicht gemäß § 49 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a EStG --und dem damit verbundenen Lohnsteuerabzug (Senatsurteil vom 21. Oktober 2009 I R 70/08, BFHE 226, 529, BStBl II 2012, 493)-- unterliegt (vgl. Haiß in Herrmann/ Heuer/Raupach, § 49 EStG Rz 746 "Versetzungsprämien").Da es genügt, dass sich die Leistung des Arbeitgebers im weitesten Sinne als Gegenleistung für das Zurverfügungstellen der individuellen Arbeitskraft des Arbeitnehmers darstellt (Senatsurteil in BFHE 226, 529, BStBl II 2012, 493), besteht kein Zweifel am Arbeitslohncharakter der Einmalzahlung.
- FG München, 13.03.2015 - 8 K 3098/13
Erteilung einer Bescheinigung über die Freistellung des Arbeitslohns vom …
Auszug aus BFH, 11.04.2018 - I R 5/16
Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts München vom 13. März 2015 8 K 3098/13 aufgehoben.Rn. 7 Das Finanzgericht (FG) München gab der Klage mit Urteil vom 13. März 2015 8 K 3098/13 (Entscheidungen der Finanzgerichte --EFG-- 2015, 1100) statt.
- BFH, 12.01.2011 - I R 49/10
Besteuerungsrecht für Bezüge nach dem sog. Blockmodell im Rahmen der …
Auszug aus BFH, 11.04.2018 - I R 5/16
Eine vorab gewährte Vergütung kann nicht anders behandelt werden als nachträglich ausgezahlter Arbeitslohn, der dem Besteuerungsrecht des früheren Tätigkeitsstaats unterliegt (Senatsurteil vom 12. Januar 2011 I R 49/10, BFHE 232, 436, BStBl II 2011, 446). - BFH, 04.11.2014 - I R 19/13
Statthaftigkeit einer Fortsetzungsfeststellungsklage - Lösung eines sog. …
Auszug aus BFH, 11.04.2018 - I R 5/16
Rn. 15 a) Die ursprünglich auf Erteilung der Freistellungsbescheinigung gerichtete Verpflichtungsklage (zur Klageart vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 4. November 2014 I R 19/13, BFH/NV 2015, 333) des Klägers hat sich während des Revisionsverfahrens in der Hauptsache erledigt. - BGH, 07.11.2006 - 5 StR 164/06
Verurteilungen im Steuerhinterziehungsverfahren gegen die frühere Vereinsspitze …
Auszug aus BFH, 11.04.2018 - I R 5/16
Es entspricht daher allgemeiner Meinung, dass z.B. vor Arbeitsvertragsschluss geleistete Handgelder und Antrittsprämien zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit rechnen (z.B. Pflüger in Herrmann/Heuer/ Raupach, § 19 EStG Rz 165; Urteil des Bundesgerichtshofs vom 7. November 2006 5 StR 164/06, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 2007, 597, zu Antrittsprämien im Profifußball; inzident BFH-Urteil vom 16. Dezember 1992 XI R 33/91, BFHE 170, 369, BStBl II 1993, 447), und zwar auch dann, wenn der Arbeitnehmer --wie im Streitfall-- zum Zeitpunkt der Zahlung "lediglich" der beschränkten Steuerpflicht gemäß § 49 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a EStG --und dem damit verbundenen Lohnsteuerabzug (Senatsurteil vom 21. Oktober 2009 I R 70/08, BFHE 226, 529, BStBl II 2012, 493)-- unterliegt (vgl. Haiß in Herrmann/ Heuer/Raupach, § 49 EStG Rz 746 "Versetzungsprämien"). - BFH, 19.10.2001 - VI R 131/00
Büroanmietung vom Arbeitnehmer
Auszug aus BFH, 11.04.2018 - I R 5/16
Ein solches Interesse wird vor allem durch Wiederholungsgefahr indiziert, sofern diese als hinreichend konkret einzuschätzen ist (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 19. Oktober 2001 VI R 131/00, BFHE 197, 98, BStBl II 2002, 300). - BFH, 07.02.2008 - VI R 83/04
Verjährung von Lohnsteueransprüchen und Haftungsansprüchen - Hemmung des Ablaufs …
Auszug aus BFH, 11.04.2018 - I R 5/16
Bei beiden --dem FA wahlweise zur Verfügung stehenden (…Klein/Rüsken, AO, 13. Aufl., § 167 Rz 6a, m.w.N.)-- Möglichkeiten ist nämlich die Änderungssperre des § 173 Abs. 2 AO zu beachten, d.h. es darf nach der (ergebnislosen) Lohnsteuer-Außenprüfung (Mitteilung gemäß § 202 Abs. 1 Satz 3 AO) grundsätzlich kein Lohnsteuernachforderungs- oder Haftungsbescheid mehr ergehen, "falls nicht eine Steuerhinterziehung oder leichtfertige Steuerverkürzung vorliegt" (BFH-Urteile vom 17. Februar 1995 VI R 52/94, BFHE 177, 253, BStBl II 1995, 555; vom 7. Februar 2008 VI R 83/04, BFHE 220, 220, BStBl II 2009, 703, m.w.N.). - BFH, 16.12.1992 - XI R 33/91
Leistung zu Begründung eines neuen Dienstverhältnisses ist keine Abfindung
Auszug aus BFH, 11.04.2018 - I R 5/16
Es entspricht daher allgemeiner Meinung, dass z.B. vor Arbeitsvertragsschluss geleistete Handgelder und Antrittsprämien zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit rechnen (z.B. Pflüger in Herrmann/Heuer/ Raupach, § 19 EStG Rz 165; Urteil des Bundesgerichtshofs vom 7. November 2006 5 StR 164/06, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 2007, 597, zu Antrittsprämien im Profifußball; inzident BFH-Urteil vom 16. Dezember 1992 XI R 33/91, BFHE 170, 369, BStBl II 1993, 447), und zwar auch dann, wenn der Arbeitnehmer --wie im Streitfall-- zum Zeitpunkt der Zahlung "lediglich" der beschränkten Steuerpflicht gemäß § 49 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a EStG --und dem damit verbundenen Lohnsteuerabzug (Senatsurteil vom 21. Oktober 2009 I R 70/08, BFHE 226, 529, BStBl II 2012, 493)-- unterliegt (vgl. Haiß in Herrmann/ Heuer/Raupach, § 49 EStG Rz 746 "Versetzungsprämien"). - BFH, 17.02.1995 - VI R 52/94
Änderungssperre für Haftungsinanspruchnahme des Arbeitgebers nach vorbehaltloser …
- BFH, 19.06.1991 - I R 37/90
Zum Begriff der im Ausland einkommensteuerpflichtigen Einnahmen nach § 1 Abs. 3 …
- BFH, 30.09.2020 - I R 76/17
Besteuerungsbefugnis für Geschäftsführervergütungen und -abfindungen nach dem …
Zwar hat der Senat zu solchen abkommensrechtlichen Regelungen wiederholt entschieden, dass Abfindungen anlässlich der Beendigung eines Dienstverhältnisses nicht im Tätigkeitsstaat, sondern im Ansässigkeitsstaat des Arbeitnehmers zu besteuern sind, da es sich nicht um ein Entgelt für die frühere Tätigkeit, sondern um ein Entgelt für den Verlust des Arbeitsplatzes handelt (vgl. Senatsurteile vom 02.09.2009 - I R 111/08, BFHE 226, 276, BStBl II 2010, 387; vom 10.06.2015 - I R 79/13, BFHE 250, 110, BStBl II 2016, 326; vom 11.04.2018 - I R 5/16, BFHE 261, 27, BStBl II 2018, 761). - BFH, 03.03.2026 - IX R 33/23
Handgeldzahlungen im Profisport
Unerheblich ist zudem, dass es sich bei dem Handgeld aus Sicht des begünstigten Spielers um einen Gehaltsbestandteil und damit um Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit handelt (vgl. insoweit BFH-Urteil vom 11.04.2018 - I R 5/16, BFHE 261, 27, BStBl II 2018, 761, Rz 21). - FG München, 17.04.2023 - 7 K 414/22
Handgelder für Unterzeichnung von Arbeitsverträgen sind Betriebsausgaben
Vielmehr hat das Handgeld die Funktion eines vorab bezahlten Gehalts, dem als Gegenleistung die Vertragsunterzeichnung seitens des Spielers gegenübersteht (vgl. BFH-Urteil vom 11.04.2018 I R 5/16, BStBl II 2018, 761 zu einem sog. signing-bonus). - FG Sachsen, 03.08.2020 - 1 V 1497/19
Enstehung von steuerbaren Einkünften und damit Masseverbindlichkeiten im …
Die Insolvenzanfechtung und die dabei ausgelöste Rückgewähr führt nicht zu "Sonderrechten" des Insolvenzverwalters, sondern begründet - bei Erfüllung eines steuerlichen Tatbestandes - Masseverbindlichkeiten, die im Rahmen der Masseverwaltung des Insolvenzverwalters entstanden sind (Urteil des Bundesfinanzhofes vom 29. März 2017, I R 5/16, BStBl II 2017, 738 ).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".