Rechtsprechung
| BVerwG, 06.04.1965 - II C 102.62 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Zahlung der geleisteten Nachzahlungen und Überzahlung von Kinderzuschlägen - Überzahlung von Dienstbezügen - Anforderungen für die Zahlung eines Kinderzuschlages - Berufung auf den Wegfall der Bereicherung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VGH Bayern, 23.03.1962 - 149 III 61
- BVerwG, 06.04.1965 - II C 102.62
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 21.12.1960 - VIII C 84.59
Auszug aus BVerwG, 06.04.1965 - II C 102.62
Es kann hier offenbleiben, ob Kassenanweisungen der hier in Betracht kommenden Art schlechthin keine - begünstigenden - Verwaltungsakte sind und schon deshalb nicht als Rechtsgrund für gesetzwidrige Zahlungen in Betracht kommen, wie es der VIII, Senat des Bundesverwaltungsgerichts für ähnliche Fälle entschieden hat(Urteil vom 21. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 84.59 - [Buchholz BVerwG 232, § 87 BBG Nr. 6]; BVerwGE 16, 2 [7]).In diesem Sinne hat das Berufungsgericht den Begriff "offensichtlich" zutreffend und in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts(Urteil vom 21. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 84.59 - [Buchholz BVerwG 232, § 87 BBG Nr. 6];Urteil vom 7. November 1962 - BVerwG VI C 51.60 - [ZBR 1963 S. 89]) angewendet.
- BVerwG, 13.02.1964 - VIII C 203.63
Anspruch auf Erstattung der Ausbildungskosten eines Polizeibeamten des gehobenen …
Auszug aus BVerwG, 06.04.1965 - II C 102.62
124 Bay. AGBGB ist weder nach § 137 Abs. 1 VwGO noch nach § 127 Abs. 2 BRRG revisibles Recht (wieUrteil vom 13.2.1964 - BVerwG VIII C 203.63 - zu Art. 125 Bay. AGBGB).Sie gehört deshalb - ebenso wie Art. 125 AGBGB (vgl.Urteil vom 13. Februar 1964 - BVerwG VIII C 203.63 - [Leitsatz in Bay.VBl. 1964 S. 371]) - zu dem irrevisiblen Landesrecht, dessen Anwendung durch das Berufungsgericht für das Revisionsgericht maßgebend ist (§ 173 VwGO in Verbindung mit § 562 ZPO).
- BVerwG, 17.01.1962 - VI C 60.60
Alleinige Prüfung von Rechtsverstößen gegen Normen des Beamtenrechts i.R.d. …
Auszug aus BVerwG, 06.04.1965 - II C 102.62
Sie ist auch nicht gemäß § 127 Abs. 2 BRRG als Beamtenrecht (vgl. BVerwGE 13, 303 ff.) revisibel; denn sie regelt das Erlöschen öffentlich-rechtlicher Zahlungsansprüche jeder Art, ohne Schwerpunkt gerade im Beamtenrecht. - BVerwG, 14.03.1963 - VIII C 25.62
Voraussetzungen des Anspruchs auf Rückzahlung zuviel gezahlter Versorgungsbezüge …
Auszug aus BVerwG, 06.04.1965 - II C 102.62
Es kann hier offenbleiben, ob Kassenanweisungen der hier in Betracht kommenden Art schlechthin keine - begünstigenden - Verwaltungsakte sind und schon deshalb nicht als Rechtsgrund für gesetzwidrige Zahlungen in Betracht kommen, wie es der VIII, Senat des Bundesverwaltungsgerichts für ähnliche Fälle entschieden hat(Urteil vom 21. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 84.59 - [Buchholz BVerwG 232, § 87 BBG Nr. 6]; BVerwGE 16, 2 [7]). - BVerwG, 07.11.1962 - VI C 51.60
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 06.04.1965 - II C 102.62
In diesem Sinne hat das Berufungsgericht den Begriff "offensichtlich" zutreffend und in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts(Urteil vom 21. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 84.59 - [Buchholz BVerwG 232, § 87 BBG Nr. 6];Urteil vom 7. November 1962 - BVerwG VI C 51.60 - [ZBR 1963 S. 89]) angewendet.
- BVerwG, 13.05.1965 - II C 122.62
Versetzung in den Ruhestand wegen dauernder Dienstunfähigkeit - Neuberechnung des …
Dies gilt um so mehr, als die beamtenrechtliche Versorgung - ähnlich wie die Besoldung (vgl. Urteil des Senatsvom 6. April 1965 - BVerwG II C 102.62 -) - eine rechtliche und wirtschaftliche Einheit mit der Folge bildet, daß ihr "Rechtsgrund" die Versorgungspflicht des Dienstherrn, nicht aber jede einzelne Vorschrift des Versorgungsrechts ist.Sie ist auch - ebenso wie Art. 125 AGBGB (vgl.Urteil vom 13. Februar 1964 - BVerwG VIII C 203.63 - [Leitsatz in BayVBl. 1964 S. 371]) - kein gemäß § 127 Abs. 2 BRRG revisibles Beamtenrecht; denn sie regelt das Erlöschen öffentlich-rechtlicher Zahlungsansprüche aller Art ohne Schwerpunkt gerade im Beamtenrecht (vgl. BVerwGE 13, 303 ff.; ebenso zu Art. 124 AGBGB Urteil des Senatsvom 6. April 1965 - BVerwG II C 102.62 -).
- VG Schleswig, 14.02.2019 - 12 A 174/17
Rückforderung von Anwärtersonderzuschlägen
Zwar können Beträge gegeneinander verrechnet werden, wenn für denselben Zeitraum ein Nachzahlungsbetrag zu Gunsten des Besoldungsempfängers einem Rückforderungsbetrag zu Gunsten des Dienstherrn gegenüber steht und diese Beträge "in der Weise den einheitlichen Dienstbezug bilden, dass es entscheidend auf die Auszahlung des richtigen Gesamtbetrages ankommt und Fehler bei der Berechnung der bezeichneten einzelnen Posten jedenfalls in einem Falle der vorliegenden Art ohne weiteres miteinander ausgeglichen werden können" (BVerwG, Urteil vom 06.04.1965 - II C 102.62 - BeckRS 1965, 3131615461). - BVerwG, 25.10.1967 - VI C 26.67 Das Berufungsgericht ist rechsfehlerfrei davon ausgegangen, daß es sich bei dieser Anrechnung nicht um eine Rückforderung zuviel gezahlter Dienstbezüge handelt, sondern lediglich um eine kassentechnische Saldierung der vom 1. April 1957 bis einschließlich März 1959 tatsächlich gezahlten Bezüge mit den für diesen Zeitraum rechtlich zustehenden und mit dem Bescheid vom 16. Januar 1959 festgesetzten Bezügen, die nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht nach Art. 94 Abs. 2 BayBG - der an die Stelle der gleichlautenden Vorschrift des Art. 38 Abs. 3 BayBesG getreten ist (vgl. Art. 217 BayBG) - zu beurteilen ist (vgl. Urteil vom 6. April 1965 - BVerwG II C 102.62 - [DÖD 1965 S. 155] und BVerwGE 21, 119).
Dies gilt um so mehr, als die beamtenrechtliche Versorgung - ähnlich wie die, Besoldung (vgl. Urteil des Senats vom 6. April 1965 - BVerwG II C 102.62 -) - eine rechtliche und wirtschaftliche Einheit mit der Folge bildet, daß ihr 'Rechtsgrund' die Versorgungspflicht des Dienstherrn, nicht aber jede einzelne Vorschrift des Versorgungsrechts ist.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 03.02.1998 - 12 A 5577/97
Zulageberechtigung; Feuerwehrbeamter; Feuerwehrzulage; Einsatzdienst vor Ort; …
Rn. 11 - II C 102.62 - DÖD 1965, 155 (157) und Urteil vom 25. Oktober 1967. - OVG Rheinland-Pfalz, 14.03.1990 - 2 A 99/89
Dienstherr; Versorgungsbezüge; Pfändbarer Teil; Nicht fällige Ansprüche; …
Diese Saldierung der Überzahlung stellt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der die des Senats entspricht, eine rein kassentechnische Maßnahme dar, auf die weder die Regeln über den Wegfall der Bereicherung noch die Aufrechnungsverbote nach §§ 11 Abs. 2 Satz l BBesG, 51 Abs. 2 Satz 1 BeamtVG oder § 97 Abs. 2 Satz 1 LBG Anwendung finden (vgl. BVerwG, DÖD 1965, 155 und 157 = ZBR 1965, 247; OVG Lüneburg, ZBR 1969, 27;… Schwegmann/Summer, BBesG, § 11 Rz. 12;… Fürst, GKÖD I O § 51 Rdnr. 14). - BVerwG, 07.09.1965 - VI C 15.63
Rechtsmittel
Den Rechtsbegriff des "offensichtlichen" Mangels des "rechtlichen Grundes der Zahlung" hat der Verwaltungsgerichtshof dabei nicht verkannt; denn er ist in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts davon ausgegangen, daß ein offensichtlicher Mangel im Sinne des Art. 94 Abs. 2 Satz 2 BayBG (vgl. § 87 Abs. 2 Satz 2 BBG) nur gegeben ist, wenn der Empfänger die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße außer acht gelassen hat (vgl. Urteile vom 21. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 84.59 - [Buchholz BVerwG 232, § 87 BBG Nr. 6 = DVBl. 1961 S. 336 = ZBR 1961 S. 121] , vom 7. November 1962 - BVerwG VI C 51.60 - [ZBR 1963 S. 89] , vom 28. November 1962 - BVerwG VI C 11.60 - und vom 6. April 1965 - BVerwG II C 102.62 -). - BVerwG, 13.10.1966 - VIII C 46.65
Rechtsmittel
Sie ist somit, wie das Bundesverwaltungsgericht wiederholt entschieden hat(Urteil vom 13. Februar 1964 - BVerwG VIII C 203.63 -, Buchholz BVerwG 236.1, Bay. Art. 6 POG Nr. 1 = BayVBl. 1964 S. 371 [LS];Urteil vom 21. Dezember 1964 - BVerwG VIII C 46.63 - bezüglich des korrespondierenden Art. 124 AGBGB vergl.Urteil vom 6. April 1965 - BVerwG II C 102.62 -, DÖD 1965 S. 155, und BVerwGE 21, 119 [126]), auch nicht nach § 127 Abs. 2 des Beamtenrechtsrahmengesetzes in der im vorliegenden Fall noch anzuwendenden Fassung vom 1. Oktober 1961 (BGBl. I S. 1835) revisibel. - VG Hannover, 27.03.2007 - 2 A 2366/06
Zur Abgrenzung von Saldierung und Rückforderung im Beamtenbesoldungsrecht
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist eine Verrechnung ("Saldierung") jedenfalls dann zulässig, wenn ein Nachzahlungsbetrag zu Gunsten des Beamten einem Rückforderungsbetrag zu Gunsten des Dienstherrn gegenüber steht, und diese Beträge "in der Weise den einheitlichen Dienstbezug bilden, dass es entscheidend auf die Auszahlung des richtigen Gesamtbetrages ankommt" (U. v. 06.04.1965, DÖD 1965, 155). - BVerwG, 06.01.1966 - VIII B 62.64
Rechtsmittel
Den Rechtsbegriff des offensichtlichen Mangels des rechtlichen Grundes der Zahlung im Sinne des § 87 Abs. 2 Satz 2 BBG hat das Bundesverwaltungsgericht in ständiger Rechtsprechung dahin geklärt, daß ein solcher Mangel dann anzunehmen ist, wenn der Empfänger der Leistung ihn nur deshalb nicht erkannt hat, weil er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße außer acht gelassen hat (Urteil vom 21. Dezember 1960 - BVerwG VIII C 84.59 -, Buchholz BVerwG 232, § 87 Nr. 6 = MDR 1961 S. 444 = DÖV 1961 S. 904 = DVBl. 1961 S. 336 = NJW/RzW 1961 S. 285 = ZBR 1961 S. 121; Urteil vom 7. November 1962 - BVerwG VI C 51.60 -, ZBR 1963 S. 89; Urteil vom 28. November 1962 - BVerwG VI C 11.60 - Urteil vom 6. April 1965 - BVerwG II C 102.62 -, DÖD 1965 S. 155; Urteil vom 7. September 1965 - BVerwG VI C 15.63 - und Urteil vom 23. November 1965 - BVerwG VI C 14.63 -).
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