Rechtsprechung
| BFH, 04.06.1975 - II R 87/66 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Kommanditgesellschaft - Vater - Sohn - Tod des Vaters - Qualifizierte Nachfolgeklausel - Gesellschaftsvermögen - Eigentumsübergang - Grundstück
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 116, 563
- DB 1975, 2304
- BStBl II 1975, 887
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (4)
- BFH, 25.02.1969 - II 142/63
Zweigliedrige OHG - Übergang eines Grundstücks - Grunderwerbsteuerpflicht - …
Auszug aus BFH, 04.06.1975 - II R 87/66
Es räumt ein, daß -- falls man der vom BFH im Urteil vom 25. Februar 1969 II 142/63 (BFHE 95, 292, 300 BStBl II 1969, 400) vertretenen Ansicht folge -- die Grunderwerbsteuer in Höhe des Anteils unerhoben bleiben könne, zu dem der Kläger bisher am Vermögen der KG beteiligt gewesen sei, nämlich zu einem Viertel.Er umfaßte auch die zum Gesamthandsvermögen gehörenden beiden Grundstücke und unterlag deshalb der Grunderwerbsteuer gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 GrEStG (vgl. BFH-Urteil vom 25. Februar 1969 II 142/63, BFHE 95, 292, 294, BStBl II 1969, 400).
Denn da sein Anteil an der KG im Zeitpunkt des Erwerbs unverändert seinem Anteil in dem Zeitpunkt entsprach, in dem die KG das Grundstück erworben hatte, war die insoweit einschränkend auszulegende Vorschrift des § 6 Abs. 4 GrEStG nicht anwendbar (vgl. BFH-Urteil vom 25. Februar 1969 II 142/63, BFHE 95, 292, BStBl II 1969, 400).
Es entspricht aber dem Sinn der Vorschrift, den Übergang der beiden Grundstücke in das Alleineigentum des Klägers insoweit steuerfrei zu lassen, als der Vater am Vermögen der KG beteiligt war, nämlich zu drei Vierteln (vgl. BFH-Urteil vom 25. Februar 1969 II 142/63, BFHE 95, 292, 298, BStBl II 1969, 400).
- BGH, 22.11.1956 - II ZR 222/55
Erbrecht bei offener Handelsgesellschaft
Auszug aus BFH, 04.06.1975 - II R 87/66
Es wiederholt im wesentlichen seine bisher vertretene Rechtsansicht und bemängelt, daß das FG sich nicht mit dem Urteil des BGH vom 22. November 1956 II ZR 222/55 (BGHZ 22, 186) auseinandergesetzt habe.Bei dieser Sach- und Rechtslage kann unentschieden bleiben, ob der Erwerbsvorgang nicht auch gemäß § 3 Nr. 2 Satz 1 GrEStG von der Besteuerung ausgenommen ist (vgl. BFH-Urteil vom 25. November 1964 II 130/63 U, BFHE 81, 478, BStBl III 1965, 173), und es bedarf keiner Auseinandersetzung mit dem vom FA angeführten BGH-Urteil vom 22. November 1956 II ZR 222/55 (BGHZ 22, 186), das sich mit der Erbfolge nach dem Tode des Gesellschafters einer Offenen Handelsgesellschaft befaßt, wenn mehrere Miterben den Verstorbenen beerben und nur einer von diesen als Nachfolger des Verstorbenen im Gesellschaftsvertrag zugelassen ist.
- BFH, 25.11.1964 - II 130/63 U
Übergang des Anteils des zuerst versterbenden Gesellschafters am …
Auszug aus BFH, 04.06.1975 - II R 87/66
Der BFH habe zwar auf Fälle dieser Art die Befreiungsvorschrift des § 3 Nr. 2 GrEStG entsprechend angewandt und das Merkmal "Grundstückserwerb von Todes wegen" i. S. von "durch Todesfall veranlaßt" ausgelegt, um die doppelte Belastung eines Steuerptlichtigen mit Erbschaftsteuer und Grunderwerbsteuer auszuschließen (z. B. Urteil vom 25. November 1964 II 130/63 U, BFHE 81, 478, BStBl III 1965, 173).Bei dieser Sach- und Rechtslage kann unentschieden bleiben, ob der Erwerbsvorgang nicht auch gemäß § 3 Nr. 2 Satz 1 GrEStG von der Besteuerung ausgenommen ist (vgl. BFH-Urteil vom 25. November 1964 II 130/63 U, BFHE 81, 478, BStBl III 1965, 173), und es bedarf keiner Auseinandersetzung mit dem vom FA angeführten BGH-Urteil vom 22. November 1956 II ZR 222/55 (BGHZ 22, 186), das sich mit der Erbfolge nach dem Tode des Gesellschafters einer Offenen Handelsgesellschaft befaßt, wenn mehrere Miterben den Verstorbenen beerben und nur einer von diesen als Nachfolger des Verstorbenen im Gesellschaftsvertrag zugelassen ist.
- BGH, 09.07.1968 - V ZR 80/66
Vorkaufsrecht einer OHG
Auszug aus BFH, 04.06.1975 - II R 87/66
Die gesellschaftsvertragliche Übernahmevereinbarung zwischen dem Kläger und seinem Vater (sog. "qualifizierte Nachfolgeklausel") hatte zur Folge, daß mit dessen Tode die zum Gesellschaftsvermögen der KG gehörenden Gegenstände auf den Kläger übergingen, ohne daß es rechtsgeschäftlicher Übertragungshandlungen bedurfte (sog. Anwachsung; vgl. § 161 Abs. 2, § 105 Abs. 2, § 142 HGB, § 738 Abs. 1 Satz 1 BGB; BGH-Urteil vom 9. Juli 1968 V ZR 80/66, BGHZ 50, 307, 309 [BGH 09.07.1968 - V ZR 80/66] , mit weiteren Nachweisen).
- BFH, 21.11.1979 - II R 96/76
Vergünstigungen bei Grundstücksübertragungenvon einer KG an Personen, die mit …
Es müßten jedoch personenbezogene Eigenschaften, nämlich die Verwandtschaft des einen Gesellschafters zur Klägerin, berücksichtigt werden (Urteil vom 4. Juni 1975 II R 87/66, BFHE 116, 563, BStBl II 1975, 887). - BFH, 10.02.1982 - II R 152/80
Grunderwerbsteuer - Gesamthand - Begünstigung
a) Der Senat stimmt dem FG darin zu, daß bei Erwerbsvorgängen der vorliegenden Art neben § 16 GrEStG Berlin auch § 3 Nr. 6 GrEStG Berlin (= § 3 Nr. 6 GrEStG 1940) anwendbar sein kann (vgl. die Urteile des Senats vom 25. Februar 1969 II 142/63, BFHE 95, 292, 297, BStBl II 1969, 400; vom 20. Dezember 1972 II R 84/67, BFHE 108, 268, 272, BStBl II 1973, 365; vom 4. Juni 1975 II R 87/66, BFHE 116, 563, 565, BStBl II 1975, 887, und vom 21. November 1979 II R 96/76, BFHE 129, 400 BStBl II 1980, 217). - BFH, 19.01.1977 - II R 161/74
Übernahme einer KG - Grundstücke im Gesellschaftsvermögen - Abfindungsvergütung - …
Der Übergang vollzog sich in der Form, daß die Beteiligung der übrigen (ausscheidenden) Gesellschafter an dem Gesamthandsvermögen entfiel und dieses unter Wegfall der gesamthänderischen Bindung (Allein-)Eigentum der Klägerin wurde (vgl. Urteil des BFH vom 4. Juni 1975 II R 87/66, BFHE 116, 563, 565, BStBl II 1975, 887). - BFH, 17.12.1975 - II R 35/69
Grundstückskauf - Keine notarielle Beurkundung - Kommanditgesellschaft - …
Grundstücksgeschäfte sind auch dann ganz oder teilweise begünstigt, wenn Erwerber und/oder Veräußerer eine Gesamthand ist, der in gerader Linie mit der anderen Vertragspartei verwandte Personen angehören (Urteile des BFH vom 25. Februar 1969 II 142/63, BFHE 95, 292 [297 f.], BStBl II 1969, 400; vom 20. Dezember 1972 II R 84/67, BFHE 108, 268, BStBl II 1973, 365; vom 4. Juni 1975 II R 87/66, BFHE 116, 563, BStBl II 1975, 895).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".