Rechtsprechung
| BGH, 20.01.1954 - II ZR 1/53 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Vereinbarkeit einer Berufung auf einen offenen Einigungsmangels mit dem Grundsatz von Treu und Glauben - Schließung einer offengebliebenen Vertragslücke i.S.d. bisherigen Vorschläge eines Vertragsgegners
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Berufung auf offenen Einigungsmangel als Verstoß gegen Treu und Glauben
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1954, 217
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (1)
- RG, 04.06.1904 - V 546/04
Anfechtung wegen Irrtums
- BGH, 30.04.1992 - VII ZR 159/91
Schadensersatzpflicht aus Rahmenvertrag zwischen Architekten und …
Zwar kann das Berufen auf einen offenen Einigungsmangel dann einen Verstoß gegen Treu und Glauben darstellen, wenn die eine Vertragspartei auf diesem Wege sich nur ihrer eigenen Verpflichtung entziehen, die erlangten Vorteile aus einer Vereinbarung aber für sich behalten will (BGH Urteil vom 20. Januar 1954 - II ZR 1/53 = LM BGB § 154 Nr. 2). - BGH, 23.09.1982 - VII ZR 183/80
Nichtigkeit von gegen das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit verstoßenen …
Andererseits gilt der das gesamte Rechtsleben beherrschende Grundsatz von Treu und Glauben auch im Rahmen nichtiger Rechtsgeschäfte (BGH, NJW 1981, 1439 [BGH 23.01.1981 - I ZR 40/79] m.w.N.; Urteil vom 20. Januar 1954 - II ZR 1/53 = LM BGB § 154, Rdn. 2; RGZ 135, 374, 376). - BGH, 06.05.1985 - VIII ZR 119/84
Bestätigung eines formgebundenen Rechtsgeschäfts; Unzulässige Rechtsausübung …
Die Entscheidung des II. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 20. Januar 1954 (II ZR 1/53 = LM BGB § 154 Nr. 2;… dazu z.B. auch MünchKomm-Roth a.a.O. § 242 Rdn. 318) behandelt den Fall eines teilweisen Einigungsmangels im Sinne des § 154 BGB und läßt unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung zu § 139 BGB die Berufung auf den Einigungsmangel dann nicht zu, wenn der eine Vertragsteil sich in den Genuß aller Vorteile einer langfristigen Vereinbarung gesetzt hat, deren Beseitigung der andere Teil nur unter besonderen Umständen verlangen kann.
- OLG Brandenburg, 06.10.2015 - 6 U 79/14
Kleingartenpachtvertrag: Entschädigungsanspruch des Pächters bei …
Ein solches Verhalten verstößt gegen Treu und Glauben und ist daher unbeachtlich (vgl. BGH, Urteil v. 20.01.1954 - II ZR 1/53, MDR 1954, 143). - BGH, 10.10.1958 - VIII ZR 141/57 6. Zu Unrecht beruft diie Revision sich schließlich auf das Urteil des II.Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 20.Januar 1954 - II ZR 1/53 - (MDR 1954, 217).
- BFH, 13.02.1969 - II 125/63
Auslegung von Gesellschaftsverträgen - Feststellung von Tatsachen - Wirklicher …
Aber auch in dieser Beziehung kommt es für die Anwendung des § 154 BGB nicht darauf an, ob dieser Punkt bei objektiver Betrachtung von wesentlicher Bedeutung ist oder nicht, sondern -- ebenso wie für die Frage der Bindung selbst -- nur darauf, ob die Parteien selbst (subjektiv) einer Einigung über diesen Punkt für ihre Verhandlungen wesentliches Gewicht beigemessen haben (Urteil des BGH II ZR 1/53 vom 20. Januar 1954, Lindenmaier-Möhring, Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs, § 154 Nr. 2 BGB;… vgl. auch Lange, a. a. O., § 154 Tz. 4). - BGH, 21.05.1965 - V ZR 25/63
Nichtigkeit eines Vertrages wegen Gläubigerbenachteiligung - Zustandekommen eines …
Der Bundesgerichtshof hat im Urteil vom 20. Januar 1954 (II ZR 1/53, LM BGB § 154 Nr. 2) anerkannt, daß die Berufung auf einen offenen Einigungsmangel (§ 154 Abs. 1 BGB) unter Umständen einen Verstoß gegen Treu und Glauben darstellen und deshalb unbeachtlich sein kann, jedoch die Frage, ob das auch bei einem versteckten Einigungsmangel (§ 155 BGB) gilt, im Urteil vom 10. Oktober 1958 (VIII ZR 141/57) als zweifelhaft bezeichnet, ohne abschließend dazu Stellung zu nehmen. - BGH, 15.04.1981 - II ZR 105/80
Beweislastverteilung bei möglichem Dissens wegen irreführender Erklärungen bei …
Insofern besteht eine gewisse Ähnlichkeit zu dem im Urteil vom 20. Januar 1954 (II ZR 1/53 = LM BGB § 154 Nr. 2) entschiedenen Fall, in dem der Senat in Anlehnung an Rechtsgedanken des § 139 BGB hinsichtlich eines Teiles einer im übrigen zustande gekommenen Gesamtregelung die Berufung auf einen offenen Einigungsmangel für unzulässig erklärt hat. - BGH, 14.11.1979 - IV ZR 99/78
Anforderungen an die Auslegung eines Maklervertrages - Anspruch auf eine …
Die vom Berufungsgericht in diesem Zusammenhange angeführten Entscheidungen (RGZ 135, 374, 376 ff.; 161, 52, 59; BGH LM BGB § 154 Nr. 2 = MDR 1954, 217 = BB 1954, 143) betreffen andere, nicht vergleichbare Sachverhalte. - BGH, 01.04.1955 - V ZR 154/54
Rechtsmittel
Die Oberfinanzdirektion habe ersichtlich sich nicht mit einer Einigung über die Gebrauchsüberlassung des Lagers gegen ein noch Ungewisses Entgelt zufriedengeben, sondern den Vertragsschluss von der Einigung über alle Vertragsbestimmungen abhängig machen wollen (§ 154 BGB, BGH 20. Januar 1954 II ZR 1/53 = MDR 1954, 217; LM Nachschlagewerk des BGH § 154 BGB Nr. 1, BGH 24. Januar 1951 NJW 1951, 397; LM § 154 BGB Nr. 2). - BGH, 03.10.1960 - II ZR 27/59
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- BGH, 03.02.1959 - V BLw 37/58
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- BGH, 10.01.1956 - VI ZR 95/55
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