Rechtsprechung
| BGH, 17.10.1960 - III ZR 161/59 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Qualifizierung der Rechtsnatur von Rechtsbeziehungen zwischen einer übergemeindlichen Versorgungskasse und den ihr angehörenden Gemeinden und öffentlichen Sparkassen - Anforderungen an die Eröffnung des Rechtswegs vor den bürgerlichen Gerichten bei Streitigkeiten ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1961, 123
- VersR 1961, 34
- WM 1960, 1415
- DVBl 1961, 421
- DÖV 1961, 32
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (9)
- BGH, 19.01.1959 - III ZR 160/57
Rechtsweg vor den Zivilgerichten
Auszug aus BGH, 17.10.1960 - III ZR 161/59
Dies bemißt sich nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (s. hierzu BGHZ 29, 187) nach der rechtlichen Natur des Klagebegehrens, wie es sich aus dem dem Klagantrag zugrundeliegenden Sachverhalt ergibt. - BGH, 22.12.1953 - V ZR 6/51
Wohnungsrequisition keine Enteignung
Auszug aus BGH, 17.10.1960 - III ZR 161/59
Die durch die Anrufung des Berufungs- und des Revisionsgerichts entstandenen (Mehr-)Kosten treffen die Klägerin; die Entscheidung über die Kosten des ersten Rechtszuges ist dem Verwaltungsgericht zu überlassen (vgl. § 276 ZPO; BGHZ 11, 43 ff; 12, 52 ff [BGH 19.12.1953 - II ZR 27/53] ; 14, 222 ff [BGH 10.07.1954 - VI ZR 102/53] ). - BGH, 25.04.1960 - III ZR 81/59
Öffentlich-rechtlicher Vertrag
Auszug aus BGH, 17.10.1960 - III ZR 161/59
Denn die Abgrenzung des öffentlich-rechtlichen von einem privatrechtlichen Vertrag ist von dem Gegenstand des Vertrages her zu gewinnen (vgl. Urteil vom 25. April 1960 III ZR 81/59 in BGHZ 32, 214).
- BGH, 10.07.1954 - VI ZR 102/53
Ost- West-Schadensersatzanspruch
Auszug aus BGH, 17.10.1960 - III ZR 161/59
Die durch die Anrufung des Berufungs- und des Revisionsgerichts entstandenen (Mehr-)Kosten treffen die Klägerin; die Entscheidung über die Kosten des ersten Rechtszuges ist dem Verwaltungsgericht zu überlassen (vgl. § 276 ZPO; BGHZ 11, 43 ff; 12, 52 ff [BGH 19.12.1953 - II ZR 27/53] ; 14, 222 ff [BGH 10.07.1954 - VI ZR 102/53] ). - BGH, 19.12.1953 - II ZR 27/53
Zurückweisung nachgeholten Bestreitens
Auszug aus BGH, 17.10.1960 - III ZR 161/59
Die durch die Anrufung des Berufungs- und des Revisionsgerichts entstandenen (Mehr-)Kosten treffen die Klägerin; die Entscheidung über die Kosten des ersten Rechtszuges ist dem Verwaltungsgericht zu überlassen (vgl. § 276 ZPO; BGHZ 11, 43 ff; 12, 52 ff [BGH 19.12.1953 - II ZR 27/53] ; 14, 222 ff [BGH 10.07.1954 - VI ZR 102/53] ). - BGH, 10.07.1954 - VI ZR 120/53
Zulässigkeit des Rechtswegs
Auszug aus BGH, 17.10.1960 - III ZR 161/59
Die durch die Anrufung des Berufungs- und des Revisionsgerichts entstandenen (Mehr-)Kosten treffen die Klägerin; die Entscheidung über die Kosten des ersten Rechtszuges ist dem Verwaltungsgericht zu überlassen (vgl. § 276 ZPO; BGHZ 11, 43 ff; 12, 52 ff [BGH 19.12.1953 - II ZR 27/53] ; 14, 222 ff [BGH 10.07.1954 - VI ZR 102/53] ). - BGH, 05.11.1953 - III ZR 379/51
Rechtsweg für Requisitionsentschädigung
Auszug aus BGH, 17.10.1960 - III ZR 161/59
Die durch die Anrufung des Berufungs- und des Revisionsgerichts entstandenen (Mehr-)Kosten treffen die Klägerin; die Entscheidung über die Kosten des ersten Rechtszuges ist dem Verwaltungsgericht zu überlassen (vgl. § 276 ZPO; BGHZ 11, 43 ff; 12, 52 ff [BGH 19.12.1953 - II ZR 27/53] ; 14, 222 ff [BGH 10.07.1954 - VI ZR 102/53] ). - BGH, 23.02.1956 - III ZR 324/54
Personenbeförderung der Bundespost
Auszug aus BGH, 17.10.1960 - III ZR 161/59
Soweit es im besonderen darum geht, daß eine öffentlich-rechtliche Körperschaft ein Unternehmen betreibt, das seiner Art nach auch bürgerlich-rechtlich betrieben werden kann, sind für die Qualifizierung des Rechts, nach dem es lebt, nicht die Akte der Errichtung des Unternehmens und seine Zielsetzung entscheidend, sondern die Art und Weise, wie (ob hoheitsrechtlich oder bürgerlich-rechtlich) das Unternehmen im Verhältnis zu seinen Benutzern geordnet ist, in welcher Weise der Betrieb organisiert, sein Aufgabenbereich geregelt, und ob der Wille des Hoheitsträgers erkennbar geworden ist, das Unternehmen privat-rechtlich oder als öffentliche Aufgabe durchzuführen (…BGB-RGRK 11. Aufl. § 839 Anm. 23; vgl. auch BGHZ 20, 104 [BGH 23.02.1956 - III ZR 324/54] ). - BGH, 28.05.1956 - III ZR 326/54
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 17.10.1960 - III ZR 161/59
Sollte das Verwaltungsgericht zu dem Ergebnis gelangen, daß der Hauptanspruch unbegründet ist, so kann es seinerseits nicht über den hilfsweise geltend gemachten Amtshaftungsanspruch entscheiden, sondern wird insoweit die Sache wieder in den Rechtsweg vor den bürgerlichen Gerichten zurückzubringen haben (vgl. Urteil vom 28. Mai 1956 III ZR 326/54 in DÖV 1956, 667).
- BGH, 19.09.1966 - III ZR 199/64
Zuständigkeit für vermögensrechtliche Ansprüche von Pfarrern
In einem solchen Fall aber muß (anders als in den in BGHZ 13, 145 und VersR 1965, 459 behandelten Fällen) der Rechtsstreit zunächst an das Verwaltungsgericht verwiesen werden, und die Zivilgerichte kommen erst dann gegebenenfalls wieder zum Zuge, wenn die Verwaltungsgerichte die in erster Linie geltend gemachten Klagegründe verneint haben (…vgl. Urt. v. 7. Mai 1962 III ZR 20/61 S 9/10, insoweit nicht in MDR 1962, 641 und in LM § 40 VwGO Nr. 7 abgedruckt; auch Urt. v. 17. Oktober 1960 III ZR 161/59 = VersR 1961, 34, 36).Danach muß das Berufungsurteil aufgehoben und muß der Rechtsstreit, soweit das Berufungsgericht entschieden hat, entsprechend dem Hilfeantrag des Klägers gemäß § 17 Abs. 3 OVG an das zur Entscheidung über den Besoldungsanspruch zuständige Verwaltungsgericht Arnsberg (§ 52 Ziff. 4 Verwaltungsgerichtsordnung) verwiesen werden, in dessen Bereich der Kläger seinen Wohnsitz hat (vgl. BGH Urt. v. 17. Oktober 1960 III ZR 161/59 S 9/10 = VersR 1961, 34, 36).
Sollte das Verwaltungsgericht zu dem Ergebnis gelangen, daß der Hauptanspruch und - sofern es für diesen Anspruch seine Zuständigkeit bejaht - der Schadensersatzanspruch wegen Fürsorgepflichtsverletzung unbegründet seien, so kann es seinerseits nicht über den hilfsweise geltend gemachten Amtshaftungsanspruch entscheiden, sondern wird insoweit die Sache wieder in den Rechtsweg vor die bürgerlichen Gerichte zurückzubringen haben (BGH VersR 1961, 34, 36; BGH MDR 1962, 641).
- BGH, 14.12.1978 - III ZR 37/77
Baugenehmigung - Gegenleistung - Unzulässige Koppelung - Parkplatz - …
Bei dieser Rechtslage ist für eine Verweisung der Sache in den Verwaltungsrechtsweg kein Raum (vgl. dazu BGHZ 46, 96, 105; Senatsurteile vom 7. Mai 1962 - III ZR 20/61 = DVB1 1962, 530; vom 17. Oktober I960 - III ZR 161/59 = VersR 1961, 34; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann ZPO 35 Aufl. § 17 GVG Anm. 2 A). - BGH, 09.03.1961 - III ZR 44/60
Rechtsweg für Ansprüche Kriegsgefangener
Die Frage, ob eine bürgerlich-rechtliche oder eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit vorliegt, ist nach deutschem Recht in den Fällen, in denen es wie hier an einer ausdrücklichen Zuweisung an den einen oder anderen Gerichtszweig fehlt, nach der Rechtsnatur des Klagebegehrens zu beurteilen, wie sie sich aus dem dem Klagevortrag zugrundeliegenden Sachverhältnis ergibt (vgl. BGHZ 29, 187; Urt. v. 17. Oktober 1960 III ZR 161/59 in WM 1960, 1415 = VersR 1961, 34).
- VG Koblenz, 29.11.1990 - 1 K 1041/89
Anspruch auf Beseitigung eines Entlastungskanals (Regenauslaßleitung) und eines …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BVerwG, 22.02.1963 - VII C 13.60
Rechtsmittel
Es besteht im wesentlichen Einigkeit darüber, daß die Ausgestaltung der Anstaltsbenutzungsverhältnisse in privatrechtlicher oder auch in öffentlich-rechtlicher Form geschehen kann, selbst wenn die Anstalt zum Bereich der hoheitlichen Verwaltung gehört (vgl. BVerwGE 6, 200; BGHZ 20, 102; BGH vom 17. Oktober 1960, LM Nr. 66 zu § 13 GVG = MDR 1961, 123). - BGH, 23.06.1975 - III ZR 76/73
Anforderungen an die Ermittlung des Rechtsweges - Zulässigkeit des Rechtswegs zu …
Denn schon wegen der verwaltungsgerichtlichen Zuständigkeit für die Entscheidung über den von der Klägerin in erster Linie geltend gemachten Anspruch auf Vertragserfüllung ist der Rechtsstreit insgesamt auf den Hilfsantrag der Klägerin unter Aufhebung des angefochtenen Urteils und unter Abänderung des Urteils des Landgerichts gemäß § 17 GVG an das nach § 52 Nr. 5 VwGO zuständige Verwaltungsgericht zu verweisen (vgl. das Senatsurteil in VersR 1961, 34, 36; BGHZ 46, 96, 105). - BGH, 07.05.1962 - III ZR 20/61 Wenn das Verwaltungsgericht zu dem Ergebnis kommt, daß der in erster Linie geltend gemachte Klagegrund das Klagebegehren nicht stützt, kann es selbst über die hilfsweiee geltend gemachten Xlagegründe nicht entscheiden, sondern muß gegebenenfalls den Hechts streit insoweit wieder an die Zivilgerichte zurückbringen (vgl. die Entscheidung des Senats vom 17. Oktober I960 III ZR 161/59 S 9/10 = VersE 1961, 34, 36).
- BGH, 19.06.1961 - III ZR 65/60
Beurteilung der Frage des Vorliegens einer bürgerlichrechtlichen oder …
Die Frage, ob eine bürgerlichrechtliche oder eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit vorliegt, ist nach deutschem Recht in den Fällen, in denen es wie hier an einer ausdrücklichen Zuweisung an den einen oder anderen Gerichtszweig fehlt, nach der Rechtsnatur des Klagebegehrens zu beurteilen, wie sie sich aus dem dem Klagevortrag zugrundeliegenden Sachverhältnis ergibt (vgl. BGHZ 29, 187; Urt. v. 17. Oktober 1960 III ZR 161/59 in WM 1960, 1415 = VersR 1961, 34).
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