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Rechtsprechung
   BGH, 03.04.1957 - IV ZR 291/56   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1957,5949
BGH, 03.04.1957 - IV ZR 291/56 (https://dejure.org/1957,5949)
BGH, Entscheidung vom 03.04.1957 - IV ZR 291/56 (https://dejure.org/1957,5949)
BGH, Entscheidung vom 03. April 1957 - IV ZR 291/56 (https://dejure.org/1957,5949)
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Volltextveröffentlichung

Papierfundstellen

  • DB 1957, 454
 
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Wird zitiert von ... (8)Zitiert selbst (7)

  • BGH, 28.10.1953 - II ZR 78/53

    Rückgriff bei Rückerstattung

    Auszug aus BGH, 03.04.1957 - IV ZR 291/56
    Diese Ausführungen des Berufungsurteils können aus Rechtsgründen nicht beanstandet werden, sie stehen in Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, insbesondere dem in BGHZ 11, 16 abgedruckten Urteil vom 28. Oktober 1953.

    Bei der Auslegung hat es unter Hinweis auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs in BGHZ 11, 16 [24] auch dem Umstand Rechnung getragen, daß in der Regel nach der Verkehrssitte und der Lebenserfahrung Grundstücksübereignungsverträge nicht vorkommen, bei denen von vornherein der Erwerber das Wagnis des nicht rechtmäßigen Erwerbs trägt und damit Gefahr läuft, das dafür aufgewendete Entgelt zu verlieren.

    Art. 47 REG (AmZ) schafft in dem ihm nachgebildeten Art. 39 REG (BrZ) die Fiktion, daß dieser Rechtsmangel schon zur Zeit des Vertragsschlusses vorhanden gewesen sei (BGHZ 11, 16 [20]).

    In diesen Grenzen ist eine Vertragsauslegung zulässig, wie auch aus dem Urteil des Bundesgerichtshofs (in BGHZ 11, 16 [24]) entnommen werden kann.

    Daß die Ausübung des Rückgriffsrechts nur in den Grenzen, die durch Treu und Glauben nach § 242 BGB geboten sind, ausgeübt werden darf, ist in der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt (BGHZ 11, 16 [26 f]).

    Es ist dabei auch angenommen worden, daß bei der Anwendung dieser Vorschrift ein Schadensausgleich im Einzelfalle in Betracht kommen und daß es Treu und Glauben widersprechen kann, wenn sich der Rückerstattungspflichtige in voller Höhe des Schadens an den Rechtsvorgänger hält (BGHZ 11, 16; NJW 1954 Nr. = - LM Nr. 7 zu Art. 39 REG (BrZ); dahingestellt gelassen in einem Urteil vom 22. Juni 1955 - IV ZR 303/54; Urteil vom 22. Oktober 1955 - IV ZR 133/55).

    Der II. Zivilsenat habe auch nur ausgesprochen, daß in der Tat Fälle denkbar seien, in denen es eine unzulässige Rechtsausübung bedeute, wenn der Rückgriffsberechtigte in voller Höhe Schadensersatz verlange (BGHZ 11, 16 [27]).

    Der II. Zivilsenat hat in dem in BGHZ 11, 16 damals entschiedenen Fall ausgesprochen, daß die Haftung des Verkäufers nicht deswegen ausgeschlossen sei, weil der Verkäufer durch die in den politischen Verhältnissen begründete Machtstellung des Käufers genötigt war, das Grundstück dem Käufer zu einem unverhältnismäßig niedrigen Kaufpreis zu überlassen.

  • BGH, 22.10.1955 - IV ZR 133/55

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 03.04.1957 - IV ZR 291/56
    Es ist dabei auch angenommen worden, daß bei der Anwendung dieser Vorschrift ein Schadensausgleich im Einzelfalle in Betracht kommen und daß es Treu und Glauben widersprechen kann, wenn sich der Rückerstattungspflichtige in voller Höhe des Schadens an den Rechtsvorgänger hält (BGHZ 11, 16; NJW 1954 Nr. = - LM Nr. 7 zu Art. 39 REG (BrZ); dahingestellt gelassen in einem Urteil vom 22. Juni 1955 - IV ZR 303/54; Urteil vom 22. Oktober 1955 - IV ZR 133/55).

    Angesichts dieser ausdrücklichen gesetzlichen Vorschrift kann er nur in besonderen Ausnahmefällen, wie der Senat in dem Urteil vom 22. Oktober 1955 - IV ZR 133/55 (WPM 1956, 94) - dargelegt hat, die Haftung für den Rückgriffsanspruch ganz oder teilweise anwenden, also namentlich dann, wenn der Nachmann an dem Entziehungsvorgang selbst beteiligt war.

  • BGH, 10.05.1954 - IV ZR 9/54

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 03.04.1957 - IV ZR 291/56
    Es erübrigt sich, auf die Ausführungen des Berufungsgerichtes, das zu demselben Ergebnis kommt, Stellung zu nehmen, insbesondere auch zu den Bedenken, die der Berufungsrichter gegen die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 10. Mai 1954 - IV ZR 9/54 (LM Nr. 5 zu Art. 39 REG-BrZ = NJW 1954, 1365) glaubt vorbringen zu können.
  • BGH, 18.12.1954 - II ZR 76/54

    Voraussetzungen für die Wirksamkeit eines Unterlassungsanspruchs; Vereinbarung …

    Auszug aus BGH, 03.04.1957 - IV ZR 291/56
    Diese Auslegung zur Ergänzung des Vertragswillens hat aber ihre Grenze da, wo sie einmal dem aus den Vertragsvereinbarungen sich ergebenden Erklärungen und ihrem von den Parteien tatsächlich gemeinten Sinne widerspricht, andererseits ist sie auch ausgeschlossen, wo an und für sich bestehende Vertragslücken durch gesetzliche Vorschriften geschlossen werden, die zu diesem Zweck erlassen sind, denn in diesem Falle sind die Lücken nicht ausfüllungsbedürftig (BGHZ 16, 71 [76]), wie die Revision mit Recht unter Berufung auf die Ausführungen bei Palandt BGB 16. Aufl. § 157 Anm. 2 a hervorhebt.
  • BGH, 27.01.1954 - VI ZR 257/52

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 03.04.1957 - IV ZR 291/56
    Auch der Bundesgerichtshof hat sich in den Gründen des Urteils vom 27. Januar 1954 - VI ZR 257/52 (LM Nr. 2 zu § 265 ZPO) in diesem Sinne ausgesprochen.
  • BGH, 22.06.1955 - IV ZR 303/54

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 03.04.1957 - IV ZR 291/56
    Es ist dabei auch angenommen worden, daß bei der Anwendung dieser Vorschrift ein Schadensausgleich im Einzelfalle in Betracht kommen und daß es Treu und Glauben widersprechen kann, wenn sich der Rückerstattungspflichtige in voller Höhe des Schadens an den Rechtsvorgänger hält (BGHZ 11, 16; NJW 1954 Nr. = - LM Nr. 7 zu Art. 39 REG (BrZ); dahingestellt gelassen in einem Urteil vom 22. Juni 1955 - IV ZR 303/54; Urteil vom 22. Oktober 1955 - IV ZR 133/55).
  • BGH, 10.12.1955 - IV ZR 173/55

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 03.04.1957 - IV ZR 291/56
    An den dort niedergelegten Grundsätzen über die Auslegung und Anwendung des Art. 39 Abs. 1 REG (BrZ), dem der hier anzuwendende Art. 47 Abs. 1 REG (AmZ) entspricht, hat der Bundesgerichtshof seitdem festgehalten (vgl. Urteil vom 10. Dezember 1955 - IV ZR 173/55 [WPM 1956 1, 539]).
  • BGH, 01.02.1984 - VIII ZR 54/83

    Rechtsfolgen der Unwirksamkeit der Tagespreisklausel in den AGB des …

    Zwar gehen die Normen des dispositiven Gesetzesrechtes der ergänzenden Vertragsauslegung vor (BGH, Urteile vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 = LM BGB § 133 (A) Nr. 5 undvom 25. Mai 1983 - IVa ZR 182/81 = BGHZ 87, 309, 321 [BGH 25.05.1983 - IVa ZR 182/81];… Larenz a.a.O. § 29 II S. 538; Henckel AcP 159, 122;… Medicus, Allgemeiner Teil des BGB, Rdn. 344).
  • BGH, 16.10.1963 - IV ZR 339/62

    Rechtsmittel

    Diese Haftung ergibt sich unmittelbar aus dem Kaufvertrag, da der Käufer für seine Leistungsfähigkeit einzustehen hat (BGH vom 28. Oktober 1953 - II ZR 78/53 -, BGHZ 11, 16 und BGH vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 -, WM 1957, 670; ebenso auch BGH vom 10. Dezember 1955 - IV ZR 173/55 -, WM 1956, 539).

    In solchen Fällen ist die Aufgabe der ergänzenden Auslegung nach § 157 BGB darin zu sehen, aus dem gesellschaftlichen Zweck des Geschäfts, der Interessenlage, der Verkehrssitte, den begleitenden Umständen und der Erfahrung des Lebens das eigene, den Parteien vorschwebende Ziel zu ergründen, die hierauf gerichtete Absicht ihren eigenen Unterlassungen oder Denkfehlern gegenüber zur Geltung zu bringen und alle Vertragslücken ergänzend und berichtigend auszufüllen (vgl. BGH vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 -, RzW 1957, 222 Nr. 10).

    An dieser Rechtsprechung, die der erkennende Senat in seinen Entscheidungen vom 3. April 1957 (a.a.O.) und vom 2. Oktober 1957 (…a.a.O.) bestätigt hat, ist festzuhalten.

  • BGH, 01.02.1984 - VIII ZR 106/83

    Bezugnahme auf einen Listenpreis als Vereinbarung eines bestimmten Preises oder …

    Zwar gehen die Normen des dispositiven Gesetzesrechtes der ergänzenden Vertragsauslegung vor (BGH, Urteile vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 = LM BGB § 133 (A) Nr. 5 und vom 25. Mai 1983 - IVa ZR 182/81 = BGHZ 87, 309, 321;… Larenz a.a.O. § 29 II S. 538; Henckel AcP 159, 122;… Medicus, Allgemeiner Teil des BGB, Rdn. 344).
  • BGH, 22.10.1958 - IV ZR 78/58

    Rechtsmittel

    Der Revision ist zunächst nicht zu folgen, soweit sie unter Hinweis auf das Urteil des Senats vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 - die Auffassung vertritt, das Oberlandesgericht habe unter Verkennung des - allerdings - zwingenden Charakters des Art. 47 REG eine unzulässige ergänzende Auslegung des Vertrages vom 1. Oktober 1940 vorgenommen.

    Fehl geht auch der Revisionsangriff, das Berufungsgericht komme auf eine - nach dem Urteil des Senats vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 - unzulässige Ausschließung des Art. 47 REG hinaus.

  • BGH, 02.10.1957 - IV ZR 110/57

    Rechtsmittel

    An dieser Rechtsprechung, die der erkennende Senat zuletzt noch in seiner Entscheidung vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 - bestätigt hat, wird festgehalten.
  • BGH, 31.10.1962 - IV ZR 50/62

    Rechtsmittel

    Dies hat der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung angenommen (BGHZ 11, 16 und 13, 67; BGH, Urteile vom 22. Oktober 1955 - IV ZR 133/55 -, m 1956, 94; vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 -, LM Nr. 5 zu § 133 (A) BGB; vom 2. Oktober 1957 - IV ZR 110/57 -, LM, Nr. 48 au § 242 (Cd) BGB = RzW 1958, 58 Nr. 11).
  • BGH, 29.10.1958 - IV ZR 41/58

    Rechtsmittel

    Dabei ist da Unvermögen des Verkäufers, dem Käufer das Eigentum zu verschaffen, wie ein ursprüngliche, schon bei Abschluß des Vertrages bestehendes und nicht erst als ein nachträgliches durch die Rückerstattungsgesetzgebung eingetretenes Unvermögen des Verkäufers, das Eigentum dem Käufer zu verschaffen, zu behandeln (vgl. Entscheidung des erkennenden Senats vom 10. Dezember 1955 - IV ZR 173/55 - und vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56).
  • BGH, 22.06.1960 - IV ZR 296/59

    Rechtsmittel

    Der Senat hat in seiner Entscheidung vom 3. April 1957 - IV ZR 291/56 - das Urteil des Landgerichts wiederhergestellt.
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