Rechtsprechung
| BGH, 11.05.1982 - VI ZR 171/80 |
Oberschenkelbruch
§ 823 Abs. 1 BGB, Arzthaftung, zur Aufklärungspflicht über Behandlungsalternativen (hier: Aufklärungspflicht verneint)
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Aufklärungspflicht - Chirurg - Unfallpatient - Behandlungsmöglichkeiten
Papierfundstellen
- NJW 1982, 2121
- MDR 1982, 1009
- VersR 1982, 771
Wird zitiert von ... (39) Zitiert selbst (1)
- BGH, 27.09.1977 - VI ZR 162/76
Operationsmethode - Arzt - Gutachten im Arztfehlerprozeß - Patientenaufklärung
Auszug aus BGH, 11.05.1982 - VI ZR 171/80
Ist die vom Arzt vorgeschlagene Behandlungsmethode ernsthaft umstritten, ist der Patient darüber aufzuklären (vgl. dazu Senat, NJW 1978, 587).
- BGH, 13.06.2006 - VI ZR 323/04
Schadensersatzklage nach Robodoc-Operation
Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats ist die Wahl der Behandlungsmethode zwar primär Sache des Arztes (Senatsurteile BGHZ 102, 17, 22; 106, 153, 157; vom 11. Mai 1982 - VI ZR 171/80 - VersR 1982, 771, 772; vom 24. November 1987 - VI ZR 65/87 - VersR 1988, 190, 191 und vom 15. März 2005 - VI ZR 313/03 - VersR 2005, 836; OLG Zweibrücken, OLGR 2001, 79, 81 mit NA-Beschluss des Senats vom 19. Dezember 2000 - VI ZR 171/00 - OLG Karlsruhe, MedR 2003, 229, 230). - BGH, 22.09.1987 - VI ZR 238/86
Ärztliche Aufklärung über nicht angebotene neue Behandlungsverfahren
Die Wahl der Behandlungsmethode ist, wie der Senat bereits ausgesprochen hat, primär Sache des Arztes (Senatsurteil vom 11. Mai 1982 - VI ZR 171/80 - NJW 1982, 2121, 2122 = VersR 1982, 771 = AHRS Kza 5000/5).Stehen für eine medizinisch sinnvolle und indizierte Therapie mehrere Behandlungsmethoden zur Verfügung, die zu jeweils unterschiedlichen Belastungen des Patienten führen oder unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen bieten, muß der Patient - selbstverständlich nach sachverständiger und verständnisvoller Beratung des Arztes - selbst prüfen können, was er an Belastungen und Gefahren im Hinblick auf möglicherweise unterschiedliche Erfolgschancen der verschiedenen Behandlungsmethoden auf sich nehmen will (vgl. Senatsurteile vom 12. Februar 1974 - VI ZR 141/72 - NJW 1974, 1422, 1423 = VersR 1974, 752 = AHRS Kza 4230/1, vom 11. Mai 1982 aaO und vom 19. November 1985 - VI ZR 134/84 - NJW 1986, 780 [BGH 19.11.1984 - VI ZR 134/84] = VersR 1986, 342).
Das ist etwa dann nicht der Fall, wenn diese anderen, theoretisch in Betracht kommenden ärztlichen Maßnahmen keine besonders ins Gewicht fallenden Vorteile hinsichtlich der Heilungschancen und möglicher Komplikationen derselben Risikogruppe haben und nach medizinischer Erfahrung jedenfalls nicht besser indiziert sind, schließlich wenn die ärztliche Versorgung des Patienten mit den vorhandenen persönlichen und operativen Möglichkeiten im Vordergrund steht (vgl. dazu das Senatsurteil vom 11. Mai 1982 aaO).
- BGH, 29.06.1995 - 4 StR 760/94
Surgibone - § 16 StGB analog bei Erlaubnistatbestandsirrtum (hier: Irrtum über …
Die Wahl der Behandlungsmethode ist primär Sache des Arztes (BGHZ 102, 17, 22; 116, 379, 385; BGH VersR 1988, 190, 191; NJW 1982, 2121, 2122).
- OLG Hamm, 15.12.2017 - 26 U 3/14
Operation "relativ" indiziert - Patient muss besonders aufgeklärt werden
Besteht mithin für den Patienten eine echte Wahlmöglichkeit, dann muss ihm durch eine entsprechend vollständige Aufklärung die Entscheidung darüber überlassen bleiben, auf welchem Weg die Behandlung erfolgen soll und auf welches Risiko er sich einlassen will (…vgl. BGH Urt. v. 22.09.1987 - VI ZR 238/86, MDR 1988, 216;… BGH Urt. v. 6.12.1988 - VI ZR 132/88, MDR 1989, 437; BGH Urt. v. 11.5.1982 - VI ZR 171/80, MDR 1982, 1009;… BGH Urt. v. 24.11.1987 - VI ZR 65/87, MDR 1988, 398;… BGH Urt. v. 15.3.2005 - VI ZR 313/03, MDR 2005, 988). - OLG Hamm, 23.01.2018 - 26 U 76/17
Neulandmethode erfordert besondere Aufklärung
Die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten erfordert aber eine Unterrichtung über eine alternative Behandlungsmöglichkeit, wenn für eine medizinisch sinnvolle und indizierte Therapie mehrere gleichwertige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, die zu jeweils unterschiedlichen Belastungen des Patienten führen oder unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen bieten (…BGH Urt. v. 22.09.1987 - VI ZR 238/86, MDR 1988, 216;… BGH Urt. v. 06.12.1988 - VI ZR 132/88, MDR 1989, 437; BGH Urt. v. 11.05.1982 - VI ZR 171/80, MDR 1982, 1009;… BGH Urt. v. 15.03.2005 - VI ZR 313/03, MDR 2005, 988). - OLG Frankfurt, 07.12.2004 - 8 U 194/03
Arzt- und Krankenhaushaftung: Anforderungen an die Auswahl der Behandlungsmethode …
Stehen jedoch mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte Behandlungsmethoden zur Verfügung, die unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen aufweisen, besteht also eine echte Wahlmöglichkeit für den Patienten, muss diesem durch entsprechende vollständige ärztliche Belehrung die Entscheidung darüber überlassen bleiben, auf welchem Weg die Behandlung erfolgen soll und auf welches Risiko er sich einlassen will (BGH NJW 1988, 765 f.= VersR 1988, 190 f.; NJW 1982, 2121 ff.= VersR 1982, 771 f.). - OLG Saarbrücken, 25.02.2004 - 1 U 422/03
Anforderungen an die Begründung des Antrags auf mündliche Gutachtenerläuterung
Da die Wahl der Behandlungsmethode primär Sache des Arztes ist, besteht eine Aufklärungspflicht nur, wenn mehrere gleichwertige Behandlungsmöglichkeiten zur Wahl stehen und wenn diese wiederum mit unterschiedlichen Chancen und Risiken verbunden sind (BGH NJW 82, 2121). - BGH, 24.11.1987 - VI ZR 65/87
Umfang der ärztlichen Aufklärung bei Heileingriff
Gibt es indessen mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte und übliche Behandlungsmethoden, die unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen haben, besteht mithin eine echte Wahlmöglichkeit für den Patienten, dann muß diesem durch entsprechende vollständige ärztliche Belehrung die Entscheidung darüber überlassen bleiben, auf welchem Weg die Behandlung erfolgen soll und auf welches Risiko er sich einlassen will (BGH, Urteil vom 11. Mai 1982 - VI ZR 171/80 - NJW 1982, 2121 = VersR 1982, 771; neuerdings zusammenfassend Senatsurteil vom 22. September 1987 - VI ZR 238/86 -, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen; vgl. auch Senatsurteile vom 23. September 1980 - VI ZR 189/79 - NJW 1981, 633 = VersR 1980, 1145 und vom 24. Februar 1981 - VI ZR 168/79 - NJW 1981, 1319 = VersR 1981, 532, das Risiko eines Fehlschlags der Operation betreffend). - OLG Naumburg, 10.05.2010 - 1 U 97/09
Arzt- und Krankenhaushaftung: Behandlungsfehler im Zusammenhang mit einer …
Die Wahl der Behandlungsmethode ist primär Sache des Arztes (vgl. BGH, NJW 1982, 2121, 2122;… vgl. Martis/Winkhart, Arzthaftungsrecht, 3. Auflage 2010, Rdn. A 1220).Solange also die eingeschlagene Therapie dem medizinischen Standard genügt, ist eine Aufklärung des Patienten über mehrere gleich Erfolg versprechende Behandlungsmöglichkeiten ohne nennenswert unterschiedliches Risiko nicht erforderlich (vgl. BGH NJW 1982, 2121; BGHZ 102, 17 bis 27;… Palandt-Sprau, 69. Auflage 2010, § 823, Rdn. 154, 154c).
- OLG Naumburg, 23.08.2004 - 1 U 18/04
Arzthaftung - Zur Frage der Verpflichtung zur Aufklärung über angewandte und …
Die Wahl der Behandlungsmethode ist primär Sache des Arztes (vgl. BGH, NJW 1982, 2121, 2122).Solange also die eingeschlagene Therapie dem medizinischen Standard genügt, ist eine Aufklärung des Patienten über mehrere gleich Erfolg versprechende Behandlungsmöglichkeiten ohne nennenswert unterschiedliches Risiko nicht erforderlich (vgl. BGH NJW 1982, 2121; BGHZ 102, 17 bis 27;… Palandt-Thomas, 62. Auflage 2003, § 823, Rdn.).
- OLG Saarbrücken, 21.04.1999 - 1 U 615/98
Honoraranspruch des Arztes bei Behandlungsfehlern oder Verletzung der …
- OLG Naumburg, 21.07.2003 - 1 U 14/03
Schadensersatz und Schmerzensgeld nach Schilddrüsenentfernung
- BGH, 23.02.1988 - VI ZR 56/87
Umfang der Aufklärungspflicht über Behandlungsalternativen
- BGH, 22.12.1987 - VI ZR 32/87
Aufklärungspflicht des Arztes bei erhöhtem Risiko einer Komplikation
- LG München II, 01.03.2023 - 1 O 227/21
Unzureichende Aufklärung bei komplizierter Zahn-OP (Wurzelspitzenresektion)
- OLG Karlsruhe, 08.12.2004 - 7 U 163/03
Arzthaftungsprozess: Zulässigkeit eines Teilurteils bei mehreren einfachen …
- OLG Frankfurt, 05.08.2003 - 8 U 14/03
Arzthaftung: Wahl der Operationsmethode
- OLG Bamberg, 11.11.2002 - 4 U 99/02
Aufklärungspflicht des Chirurgen über die Schnittführung beim Übergang von der …
- OLG Naumburg, 14.05.2019 - 1 U 48/18
Aufklärungspflichten vor einer operativen Behandlung eines Hirntumors
- OLG Hamm, 10.04.2018 - 26 U 67/17
Anforderungen an die Aufklärung über alternative Behandlungsmethoden vor einer …
- OLG Koblenz, 30.07.2013 - 5 U 641/13
Anforderungen an die ärztliche Aufklärung über konservative …
- BGH, 05.07.2005 - VI ZR 221/04
Umfang der ärztlichen Aufklärungspflicht
- OLG Saarbrücken, 17.04.2002 - 1 U 612/01
Ärztlicher Behandlungsfehler bei einer laparoskopischen Appendektomie
- BGH, 28.02.1984 - VI ZR 106/82
Aufklärungspflicht des Arztes über in der Erprobung befindliche diagnostische …
- OLG Karlsruhe, 10.07.2002 - 7 U 159/01
Arzthaftung: Ärztliche Pflicht zur Aufklärung über Materialkombinationen bei der …
- OLG Bamberg, 15.09.2003 - 4 U 75/03
Frage des Schadensersatzes wegen unzureichender Aufklärung vor einer …
- OLG Saarbrücken, 14.01.2004 - 1 U 44/02
- OLG Koblenz, 30.01.2013 - 5 U 336/12
Ärztliche Befunderhebung, Aufklärung und Therapie nach …
- OLG Köln, 04.12.1996 - 5 U 68/96
Verzicht auf Ruhigstellung des Beins - § 823 BGB, BGB, Verzicht auf Ruhigstellung …
- OLG Karlsruhe, 02.03.1988 - 7 U 2/84
- OLG Koblenz, 29.07.2013 - 5 U 427/13
Umfang der ärztlichen Aufklärung; Aufklärung hinsichtlich der Möglichkeit einer …
- OLG Oldenburg, 17.10.1995 - 5 U 134/92
Haftung der Beklagten wegen einer fehlerhaften Vorbereitung und Durchführung der …
- LG Köln, 09.12.2015 - 25 O 430/13
Schmerzensgeldbegehren auf Grundlage eines Behandlungsvertrags
- OLG Frankfurt, 17.04.2007 - 14 U 124/06
Arzthaftungsrecht: Zutreffende Wahl der Behandlungsmethode (hier: Rekonstruktion …
- OLG Brandenburg, 10.06.1998 - 1 U 3/98
Nachweis des schuldhaften Behandlungsfehlers; Anforderungen an die ärztliche …
- OLG Köln, 05.12.2001 - 5 U 51/01
Behandlung von AIDS mit dem naturheilkundlichen Wirkstoff Hypericin bei Abfallen …
- OLG Hamm, 20.10.1993 - 3 U 170/91
- LG Essen, 13.10.2003 - 1 O 157/02
Schadenersatzanspruch und Schmerzensgeldbegehren eines Patienten wegen eines …
- LG Berlin, 18.04.2012 - 36 O 179/09
Krankenhaushaftung bei Hüfttotalendoprothesenoperation: Behandlungsalternativen …
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Rechtsprechung
| BGH, 08.06.1982 - VI ZR 288/79 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- verkehrslexikon.de
Zum Ersatzanspruch nach Tötung der Hausfrau und Mutter - Bedeutung der Verwandtenhilfe -
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Schadensersatzansprüche wegen Verlust des Rechts auf Unterhalt - Ersatz für die ausgefallene Tätigkeit einer getöteten Haushaltskraft - Zubilligung hypothetischer Aufwendungen
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
BGB § 844 Abs. 2, § 249; ZPO § 287
Bemessung des Unterhaltsschadens
Papierfundstellen
- NJW 1982, 2864
- MDR 1982, 1009
- VersR 1982, 874
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (7)
- BGH, 26.05.1970 - VI ZR 168/68
Erforderlichkeitsmaßstab für die Ersatzfähigkeit der Instandsetzungskosten bei …
Auszug aus BGH, 08.06.1982 - VI ZR 288/79
Der Geschädigte kann aber auch nach diesen Grundsätzen nur die in seiner besonderen Lage "erforderlichen" Kosten verlangen (BGHZ 54, 82, 85 und sonst), muß also eine sich ihm anbietende Möglichkeit der Schadensbehebung ausnutzen, soweit das ihm und eventuellen Dritten zumutbar ist. - BGH, 10.04.1979 - VI ZR 151/75
Berücksichtigung über die Unterhaltspflicht hinausgehender Unterhaltsbeträge bei …
Auszug aus BGH, 08.06.1982 - VI ZR 288/79
2 Stunden täglich, soweit sie für die Zeit von Oktober 1976 bis April 1978 noch von Bedeutung sein könnte, vorzubringen und durch einschlägiges Material zu belegen (s. Schulz-Borck/Hofmann, Schadensersatz bei Ausfall von Hausfrauen und Müttern im Haushalt; vgl. auch Senatsurt. v. 10. April 1979 - VI ZR 151/75 = VersR 1979, 670). - BGH, 13.07.1971 - VI ZR 31/70
Bemessung des Unterhaltsschaden-Ersatzes für den Ehemann nach Unfalltod seiner …
Auszug aus BGH, 08.06.1982 - VI ZR 288/79
Auf der anderen Seite darf allerdings nicht übersehen werden, daß insbesondere der verwitwete Ehemann keinen Anspruch darauf hat, weiterhin so zu leben, als ob er verheiratet wäre; ihm muß also ggf. hinsichtlich seines Wohnanspruchs zwar kein qualitativer, wohl aber ggf. ein räumlicher Verzicht zugemutet werden, denn die frühere Wohnung diente nicht nur ihm allein und ggf. dem Kind, sondern der nicht mehr vorhandenen kompletten Familie, also insbesondere auch als Lebensbereich der verstorbenen Frau (vgl. Senatsurteil vom 13. Juli 1971 - VI ZR 31/70 - BGHZ 56, 389, 393).
- BGH, 02.05.1972 - VI ZR 80/70
Bemessung des ersatzfähigen Unterhalts- und Haushaltsführungsschadens des …
Auszug aus BGH, 08.06.1982 - VI ZR 288/79
Ansonsten darf aber bei der Zubilligung nur hypothetischer Aufwendungen für die Schadensbeseitigung nicht an Besonderheiten des Arbeitsmarktes vorbeigegangen werden (vgl. etwa Senatsurteil vom 2. Mai 1972 - VI ZR 80/70 - VersR 1972, 948 für den Fall eines lokalen Unterangebots). - BGH, 13.07.1971 - VI ZR 260/69
Berechnung des ersatzfähigen Unterhaltsschadens eines Kindes bei Tötung seiner …
Auszug aus BGH, 08.06.1982 - VI ZR 288/79
(Es mag in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, daß das Senatsurteil vom 13. Juli 1971 - VI ZR 260/69 = VersR 1971, 1045 einen Fall betraf, in dem die Eltern sich getrennt hatten und ein Kontakt mit dem Vater nicht in Frage stand). - BGH, 04.11.1975 - VI ZR 217/73
Voraussetzungen des Feststellungsinteresses
Auszug aus BGH, 08.06.1982 - VI ZR 288/79
Allerdings kann das der Schadensberechnung dann nicht entgegenstehen, wenn wesentliche Gesichtspunkte, so der aufrechtzuerhaltende Kontakt eines erziehungswilligen Vaters mit seinem Kind, keine andere Lösung zumutbar erscheinen lassen (in dem vom Berufungsgericht herangezogenen Senatsurteil vom 4. November 1975 - VI ZR 217/73 - VersR 1976, 291 schied dieser Gesichtspunkt aus). - BGH, 02.04.1974 - VI ZR 130/73
Auszug aus BGH, 08.06.1982 - VI ZR 288/79
Zwar gilt auch hier der anhand der hier nicht unmittelbar eingreifenden Vorschrift des § 249 Satz 2 BGB entwickelte Grundsatz, daß es den Schädiger nicht berührt, wenn der Geschädigte den erhaltenen Geldersatz anderweit verwendet und sich mit dem Schaden abfindet oder ihn etwa durch Mehrarbeit ausgleicht (vgl. etwa Senatsurteil vom 2. April 1974 - VI ZR (130/155/73) - VersR 1974, 885, 887).
- BGH, 11.10.1983 - VI ZR 251/81
Ersatz von Mehrkosten des Versicherers bei Behinderung der Schadensfeststellung …
Verwandtenhilfe (s. Senatsurteil vom 8. Juni 1982 - VI ZR 288/79 = VersR 1982, 874). - BGH, 08.02.1983 - VI ZR 201/81
Bemessung des Unterhaltsbedarfs der Hinterbliebenen einer getöteten Ehefrau und …
Das angefochtene Urteil verstößt auch nicht gegen die im Senatsurteil vom 8. Juni 1982 (VI ZR 288/79 = VersR 1982, 874) aufgestellten Grundsätze. - BGH, 17.02.1987 - VI ZR 75/86
Unabwendbares Ereignis bei Verkehrsunfall mit einem Kind; Direktanspruch gegen …
Dass dieser sich bei der Mit-Versorgung des Kindes in der Familie rationeller gestaltet als bei Einstellung einer nur mit der Versorgung des Kindes beauftragten Ersatzkraft, hat der Senat mehrfach ausgesprochen (zuletzt BGHZ 86, 372, 376; Urteil vom 8. Juni 1982 - VI ZR 288/79 - VersR 1982, 874).
- BGH, 31.01.1984 - VI ZR 150/82
Zulässigkeit eines Feststellungstenors bei erhobener Leistungsklage
Nur besondere, im Streitfall nicht gegebene Umstände könnten es rechtfertigen, auch einem alleinstehenden Witwer die für die Einstellung einer ganztägig tätigen Ersatzkraft erforderlichen Aufwendungen zuzuerkennen (s. Senatsurteile vom 10. Juli 1973 - VI ZR 140/72 = VersR 1974, 32 und vom 8. Juni 1982 - VI ZR 288/79 = VersR 1982, 874, 875). - BGH, 22.01.1985 - VI ZR 71/83
Berechnung des Unterhaltsschadens eines Kleinkindes nach dem Unfalltod beider …
Daß dieser sich bei der Mit-Versorgung des Kindes in der Familie rationeller gestaltet als bei Einstellung einer nur mit der Versorgung des Kindes beauftragten Ersatzkraft, hat der Senat mehrfach ausgesprochen (zuletzt BGHZ 86, 372, 376; Urteil vom 8. Juni 1982 - VI ZR 288/79 - VersR 1982, 874). - BGH, 15.10.1985 - VI ZR 55/84
Berechnung des Unterhaltsschadens bei Tötung der Eltern zweier Kinder
Der Bundesgerichtshof hat stets betont, daß die konkrete Gestaltung bei der Versorgung der Kinder, wie sie sich in ihrem wohlverstandenen Interesse anbietet und ermöglichen läßt, den Maßstab für den erforderlichen Betreuungsaufwand setzt (Senatsurteile vom 8. Juni 1982 - VI ZR 288/79 - VersR 1982, 874; vom 12. Juni 1973 - VI ZR 26/72 - VersR 1973, 939, 940; vom 2. Mai 1972 - VI ZR 80/70 - VersR 1972, 948, 951 …und vom 13. Juli 1971 - VI ZR 260/69 aaO). - BGH, 08.06.1982 - VI ZR 314/80
Einbeziehung der Aufwendungen eines Kindes für die wegen Todes seiner Mutter …
Bei der erneuten Verhandlung und Entscheidung wird das Berufungsgericht auch das zur Veröffentlichung vorgesehene Urteil des Senats vom 8. Juni 1982 (VI ZR 288/79) zu beachten haben, wonach der Geschädigte, falls er sich in zumutbarer und üblicher Weise nicht durch einen zu entlohnenden Arbeitnehmer, sondern durch Mitarbeit von Familienangehörigen behilft, nur die für diese Arbeitsleistung angemessene Vergütung ersetzt verlangen kann. - BGH, 06.12.1983 - VI ZR 2/82
Umfang des Schadensersatzanspruchs wegen Tötung des Ehegatten; Versorgung von …
Falls der Kläger, wie die Beklagten vortragen, die im Haushalt ausgefallene Arbeitskraft seiner verstorbenen Ehefrau durch Mitarbeit aus dem Kreis der Verwandtschaft ausgleicht, wird das Senatsurteil v. 8. Juni 1982 (VI ZR 288/79 = VersR 1982, 874) zu beachten sein. - OLG Düsseldorf, 26.02.1999 - 22 U 187/98
Schadensersatz wegen entgangenen Unterhalts: Bar- oder Naturalunterhalt
Nur die für die tatsächliche Art der Betreuung erforderlichen Kosten kann der Geschädigte verlangen (vgl. BGH NJW 1982, 2864, 2865 m.w.N.).
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