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Weitere Entscheidung unten: BGH, 11.06.1985

Rechtsprechung
   BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1985,290
BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83 (https://dejure.org/1985,290)
BGH, Entscheidung vom 12.02.1985 - VI ZR 225/83 (https://dejure.org/1985,290)
BGH, Entscheidung vom 12. Februar 1985 - VI ZR 225/83 (https://dejure.org/1985,290)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Vermittlung und Durchführung von Charterflügen für türkische Staatsangehörige zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei - Herbeiführung einer wirtschaftlichen Beeinträchtigung des Unternehmens durch eine Hörfunksendung - Geltendmachung von ...

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 823; StGB § 1975 § 186, § 193
    Darlegungs- und Beweislast für die Wahrnehmung berechtigter Interessen bei Anspruch auf Unterlassung einer Tatsachenbehauptung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1985, 1621
  • MDR 1986, 43
  • GRUR 1986, 188
  • VersR 1985, 592
  • afp 1985, 116
  • afp 1985, 117
 
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Wird zitiert von ... (95)Zitiert selbst (15)

  • BGH, 22.12.1959 - VI ZR 175/58

    Burschenschaft - § 823 Abs. 1 BGB, Allgemeines Persönlichkeitsrecht, …

    Auszug aus BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83
    Das Grundrecht des Art. 5 GG vermag aber die Rundfunkanstalt nicht von der Pflicht zu sorgfältiger Prüfung des Wahrheitsgehaltes ihrer Sendungen zu entbinden (BGHZ 31, 308, 312 f).

    Deshalb werden unwahre Mitteilungen grundsätzlich weder durch Art. 5 GG noch durch die §§ 824 Abs. 2 BGB, 193 StGB gedeckt, sofern der Berichterstattung nicht ausnahmsweise hinreichend sorgfältige Recherchen zugrundeliegen (BGHZ 31, 308, 313; Senatsurteil vom 15. November 1977 - VI ZR 101/76 - NJW 1978, 210 [BGH 15.11.1977 - VI ZR 101/76];… MünchKomm-Mertens, BGB § 824 Rn. 40 ff.).

  • BGH, 05.06.1962 - VI ZR 236/61

    Voraussetzungen des Widerrufs einer ehrkränkenden Behauptung

    Auszug aus BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83
    Ist auf dieser Grundlage ein berechtigtes Interesse an der Äußerung zu bejahen, so trifft den Kläger die Beweislast für die Unwahrheit der Behauptung (Fortführung von BGHZ 37, 187).

    Fehlt es, wie bislang hier, an einer verfahrensfehlerfreien Feststellung der Unwahrheit der aufgestellten Behauptung, so ist zugunsten des Mitteilenden davon auszugehen, daß die Behauptung wahr ist; von dieser Unterstellung aus ist dann zu fragen, ob der Mitteilende die Äußerung zur Wahrnehmung berechtigter Interessen für erforderlich halten durfte (RGSt 59, 415; RG DR 1939, 2009 f; BGHZ 37, 187, 191;… Wenzel a.a.O. Rn. 5.99).

  • BGH, 30.05.1974 - VI ZR 174/72

    Brüning-Memoiren I

    Auszug aus BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83
    Die Angaben des Zweitbeklagten, es seien "Flugtickets ohne Gegenleistung" verkauft worden, auf denen "willkürliche Abflugszeiten eingetragen" gewesen seien, es habe sich "auf dem Flughafen weder eine solche Firma noch ein Firmenbevollmächtigter" befunden, "die Flughafenzuständigen wußten von einem solche Flugzeug nichts", es seien "einige Landsleute wieder einmal irregeführt und in eine erbärmliche Lage gebracht" worden, enthielten dem Beweis zugängliche und deshalb unter § 824 BGB fallende Aussagen über ein tatsächliches Geschehen und nicht nur ein Werturteil (zur Abgrenzung vgl. Senatsurteil vom 30. Mai 1974 - VI ZR 174/72 - LM § 824 BGB Nr. 18 m.w.N.).

    Denn für die Einstandspflicht der Beklagten ist auf den Gesamtgehalt der Reportage abzustellen (Senatsurteile vom 21. Juni 1966 - BGHZ 45, 296, 304 und vom 30. Mai 1974 - aaO), und zwar so, wie dieser sich für den (türkischen) Durchschnittshörer darstellte (Senatsurteile vom 18. Juni 1974 - VI ZR 16/73 - VersR 1974, 1084 und vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123/74 - VersR 1975, 946, 947 m.w.N.).

  • BVerfG, 03.06.1980 - 1 BvR 797/78

    Böll

    Auszug aus BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83
    Unrichtige Informationen sind auch unter dem Blickwinkel der Meinungsfreiheit kein schützenswertes Gut, da sie der verfassungsrechtlich vorausgesetzten Aufgabe zutreffender Meinungsbildung nicht dienen können (BVerfG NJW 1980, 2072, 2073).
  • BGH, 18.06.1974 - VI ZR 16/73

    Ehrverletzende Werturteile - Presseveröffentlichung - Wertung - Unzulässigkeit

    Auszug aus BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83
    Denn für die Einstandspflicht der Beklagten ist auf den Gesamtgehalt der Reportage abzustellen (Senatsurteile vom 21. Juni 1966 - BGHZ 45, 296, 304 …und vom 30. Mai 1974 - aaO), und zwar so, wie dieser sich für den (türkischen) Durchschnittshörer darstellte (Senatsurteile vom 18. Juni 1974 - VI ZR 16/73 - VersR 1974, 1084 und vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123/74 - VersR 1975, 946, 947 m.w.N.).
  • BGH, 21.06.1966 - VI ZR 261/64

    Verletzung des Rechts am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb durch …

    Auszug aus BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83
    Denn für die Einstandspflicht der Beklagten ist auf den Gesamtgehalt der Reportage abzustellen (Senatsurteile vom 21. Juni 1966 - BGHZ 45, 296, 304 …und vom 30. Mai 1974 - aaO), und zwar so, wie dieser sich für den (türkischen) Durchschnittshörer darstellte (Senatsurteile vom 18. Juni 1974 - VI ZR 16/73 - VersR 1974, 1084 und vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123/74 - VersR 1975, 946, 947 m.w.N.).
  • BGH, 16.11.1982 - VI ZR 122/80

    Anspruch auf Unterlassung von an das Arbeitsamt gerichteten Vorwürfen betreffend …

    Auszug aus BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83
    Die Vernehmung der von der Klägerin benannten Zeugen war andererseits auch nicht deshalb entbehrlich, weil, wie die Revision an sich mit Recht geltend macht, der Klageanspruch auch aus den vom Berufungsgericht offensichtlich nicht berücksichtigten Vorschriften der §§ 823 Abs. 2 BGB, 186 StGB gerechtfertigt sein kann, die von der Regelung des § 824 BGB nicht verdrängt werden (Senatsurteil vom 16. November 1982 - VI ZR 122/80 - NJW 1983, 1183 [BGH 16.11.1982 - VI ZR 122/80]).
  • BGH, 03.06.1975 - VI ZR 123/74

    Voraussetzungen des zivilrechtlichen Anspruchs auf Unterlassung - Rufschädigung …

    Auszug aus BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83
    Denn für die Einstandspflicht der Beklagten ist auf den Gesamtgehalt der Reportage abzustellen (Senatsurteile vom 21. Juni 1966 - BGHZ 45, 296, 304 …und vom 30. Mai 1974 - aaO), und zwar so, wie dieser sich für den (türkischen) Durchschnittshörer darstellte (Senatsurteile vom 18. Juni 1974 - VI ZR 16/73 - VersR 1974, 1084 und vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123/74 - VersR 1975, 946, 947 m.w.N.).
  • BGH, 15.11.1977 - VI ZR 101/76

    Alkoholtest

    Auszug aus BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83
    Deshalb werden unwahre Mitteilungen grundsätzlich weder durch Art. 5 GG noch durch die §§ 824 Abs. 2 BGB, 193 StGB gedeckt, sofern der Berichterstattung nicht ausnahmsweise hinreichend sorgfältige Recherchen zugrundeliegen (BGHZ 31, 308, 313; Senatsurteil vom 15. November 1977 - VI ZR 101/76 - NJW 1978, 210 [BGH 15.11.1977 - VI ZR 101/76];… MünchKomm-Mertens, BGB § 824 Rn. 40 ff.).
  • BGH, 30.05.1978 - VI ZR 117/76

    Will Ulrike Gnade oder freies Geleit?

    Auszug aus BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83
    Der Aussagecharakter des Hörfunkberichts, dessen richtige Erfassung der Nachprüfung durch das Revisionsgericht unterliegt (Senatsurteil vom 30. Mai 1978 - VI ZR 117/76 - NJW 1978, 1797, 1798), wurde, wie das Berufungsgericht rechtsfehlerfrei ausführt, von den Behauptungen der Beklagten geprägt, auf dem Flughafen habe sich kein Mitarbeiter der Klägerin befunden und die Fluggäste seien dort in eine "erbärmliche Lage" geraten.
  • BGH, 20.06.1978 - VI ZR 66/77

    Ersatzansprüche eines Bankkunden wegen Fehlmeldungen einer zentralen …

  • BGH, 12.01.1960 - I ZR 30/58

    Plagiatsvorwurf / La chatte

  • BGH, 21.06.1966 - VI ZR 266/64

    Verbreitung einer erwerbsgefährdenden Tatsache - Unrichtiger Bericht über die …

  • BGH, 20.06.1969 - VI ZR 234/67

    Haftung einer Fernsehanstalt - Unwahre Tatsachenbehauptung im Sinne des § 824 BGB …

  • BGH, 10.07.1959 - VI ZR 149/58

    Auskunftspflicht des AG, Auskunft über die Weitergabe personenbezogener Daten des …

  • BGH, 10.04.2018 - VI ZR 396/16

    Verbreitung ungenehmigter Filmaufnahmen aus Bio-Hühnerställen

    Rn. 8 a) § 824 BGB schützt die wirtschaftliche Wertschätzung von Personen und Unternehmen vor unmittelbaren Beeinträchtigungen, die durch Verbreitung unwahrer Behauptungen über sie herbeigeführt werden (…Senatsurteile vom 21. April 1998 - VI ZR 196/97, BGHZ 138, 311, juris Rn. 12; vom 12. Februar 1985 - VI ZR 225/83, AfP 1985, 117, juris Rn. 15;… vom 10. Dezember 1991 - VI ZR 53/91, AfP 1992, 140, juris Rn. 13;… vom 16. Dezember 2014 - VI ZR 39/14, AfP 2015, 41 Rn. 7).

    Dabei ist unter Berücksichtigung der Eigengesetzlichkeiten des Übermittlungsmediums auf den Gesamtgehalt der Berichterstattung abzustellen (vgl. Senatsurteile vom 12. Februar 1985 - VI ZR 225/83, AfP 1985, 117, juris Rn. 17;… vom 10. Dezember 1991 - VI ZR 53/91, AfP 1992, 140, juris Rn. 19;… vgl. allgemein zur Sinndeutung von Äußerungen: Senatsurteile vom 22. November 2005 - VI ZR 204/04, AfP 2006, 65, juris Rn. 14;… vom 10. Januar 2017 - VI ZR 562/15, AfP 2017, 157 Rn. 13;… vom 4. April 2017 - VI ZR 123/16, AfP 2017, 316 Rn. 30;… vom 16. Januar 2018 - VI ZR 498/16, juris Rn. 20).

  • BGH, 30.01.1996 - VI ZR 386/94

    Lohnkiller

    Zwar kann, wie im Bereich des Ehrenschutzes anerkannt ist, durchaus auch in der Wiedergabe der Aussage eines Dritten dann eine eigene Äußerung des Zitierenden liegen, wenn er sich den Inhalt der fremden Äußerung erkennbar zu eigen gemacht hat (vgl. Senatsurteile vom 20. Juni 1969 - VI ZR 234/67 - VersR 1969, 851, 852; vom 6. April 1976 - VI ZR 246/74 - NJW 1976, 1198, 1199; vom 3. Mai 1977 - VI ZR 36/74 - NJW 1977, 1288, 1289 und vom 12. Februar 1985 - VI ZR 225/83 - VersR 1985, 592, 593).

    Dem steht nicht entgegen, daß auch eine Behauptung, deren Unwahrheit nicht erwiesen ist, jedenfalls in Fällen, in denen es um eine die Öffentlichkeit wesentlich berührende Angelegenheit geht, auf der Grundlage der nach Art. 5 Abs. 1 GG und § 193 StGB vorzunehmenden Güterabwägung demjenigen, der sie aufstellt oder verbreitet, solange nicht untersagt werden kann, als er sie zur Wahrnehmung berechtigter Interessen für erforderlich halten darf (vgl. Senatsurteile vom 12. Februar 1985 - VI ZR 225/83 - VersR 1985, 592, 593; vom 12. Mai 1987 - VI ZR 195/86 - VersR 1987, 1016, 1017; vom 17. November 1992 - VI ZR 344/91 - VersR 1993, 193, 194 und vom 28. Juni 1994 - VI ZR 252/93 - VersR 1994, 1120, 1122).

  • OLG München, 28.10.2014 - 18 U 1022/14

    Online-Portal, Persönlichkeitsrecht

    Unrichtige Informationen sind nämlich keine schützenswerte Basis für die öffentliche Meinungsbildung (vgl. BVerfGE 54, 298, 219; 61, 1, 8; BGH NJW 1987, 1398; BGHZ 90, 116; 91, 117; BGH VersR 1985, 592).
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   BGH, 11.06.1985 - VI ZR 61/84   

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https://dejure.org/1985,1059
BGH, 11.06.1985 - VI ZR 61/84 (https://dejure.org/1985,1059)
BGH, Entscheidung vom 11.06.1985 - VI ZR 61/84 (https://dejure.org/1985,1059)
BGH, Entscheidung vom 11. Juni 1985 - VI ZR 61/84 (https://dejure.org/1985,1059)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Beitragsvorschüsse, die ein Arbeitgeber einer Ortskrankenkasse zahlt, die dieser als Sicherheit dienen sollen - Verrechnung von Beitragsvorschüssen mit später fällig werdenden Beitragsforderungen - Haftung des Geschäftsführers einer GmbH, der Arbeitnehmeranteile zur ...

  • rechtsportal.de

    Verrechnung von Beitragsvorschüssen; Haftung des GmbH-Geschäftsführers für Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)

    Haftung wegen Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen gem. § 266a StGB, Haftungsumfang, Säumniszuschläge

Papierfundstellen

  • ZIP 1985, 996
  • MDR 1986, 43
  • NZA 1986, 142 (Ls.)
  • VersR 1985, 1038
  • BB 1985, 1986
 
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Wird zitiert von ... (13)Zitiert selbst (3)

  • BGH, 12.01.1972 - VIII ZR 26/71

    Wesen und Bedeutung einer Mietausfallbürgschaft - Aufrechungsmöglichkeiten und …

    Auszug aus BGH, 11.06.1985 - VI ZR 61/84
    Das Bestimmungsrecht über die Verrechnung mit Gegenansprüchen steht deshalb - ähnlich wie bei einer Mietkaution - allein dem Empfänger zu (vgl. zur Mietkaution: BGH, Urteil vom 12. Januar 1972 - VIII ZR 26/71 - WM 1972, 335, 337).
  • BGH, 12.02.1985 - VI ZR 68/83

    Nichtweiterleitung einbehaltener Arbeitnehmerbeiträge an eine Ortskrankenkasse - …

    Auszug aus BGH, 11.06.1985 - VI ZR 61/84
    Da auch gegen die Verrechnung der Konkursquote von 22, 89 DM auf die noch offenen Arbeitnehmeranteile von 5.169,20 DM rechtliche Bedenken nicht bestehen (vgl. dazu jetzt Senatsurteil vom 12. Februar 1985 - VI ZR 68/83 - zur Veröffentlichung bestimmt) und die Revision den dem Zinsanspruch vom Berufungsgericht zugrunde gelegten Eintritt des Verzugs nicht beanstandet, mußte die Revision erfolglos bleiben, soweit das Berufungsgericht den Beklagten verurteilt hat, 5.146,99 DM nebst Zinsen an die Klägerin zu zahlen.
  • BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73

    Schutzgesetz - Sozialversicherungsträger

    Auszug aus BGH, 11.06.1985 - VI ZR 61/84
    Bei den gemäß Art. 1 § 24 SGB IV von der Klägerin geforderten Säumniszuschlägen handelt es sich entgegen der Ansicht der Revisionserwiderung nicht um eine gesetzlich zugelassene pauschalierte Berechnung des Verzugsschadens, den der Beklagte außer der Schadensersatzsumme zu zahlen hätte, sondern vielmehr um eine neben den Beitrag tretende Ungehorsamsfolge, deren Verhängung in das pflichtgemäße Ermessen des Sozialversicherungsträgers gestellt ist und die pünktliche Zahlung der Beiträge durch den Arbeitgeber in der Zukunft gewährleisten soll (vgl. Senatsurteil vom 18. Mai 1976 - VI ZR 241/73 - VersR 1976, 982, 984 zu dem früheren § 397 a RVO).
  • BGH, 03.06.2008 - XI ZR 353/07

    Tilgungsbestimmung bei Verwertung einer sicherungshalber abgetretenen Forderung

    Teilweise wird die Anrechnungsbestimmung des Gläubigers als maßgeblich angesehen (BGH, Urteil vom 11. Juni 1985 - VI ZR 61/84, ZIP 1985, 996, 998; Jacoby AcP 203, 664, 692;… Staudinger/Olzen, BGB Neubearb. 2006 § 366 Rdn. 10).
  • BGH, 16.02.2012 - IX ZR 218/10

    Restschuldbefreiung: Behandlung von Säumniszuschlägen bei Strafbarkeit des …

    Nach materiellem Schadensrecht haftet der Geschäftsführer einer GmbH bei einer Vorenthaltung von Arbeitnehmerbeiträgen zur Sozialversicherung nach § 266a StGB auch für die notwendigen Kosten der Rechtsverfolgung der Einzugsstelle und für Verzugs- und Prozesszinsen, nicht jedoch für Säumniszuschläge nach § 24 Abs. 1 SGB IV (BGH, Urteil vom 11. Juni 1985 - VI ZR 61/84, ZIP 1985, 996, 998; Beschluss vom 14. Juli 2008 - II ZR 238/07, WM 2008, 2125;… Urteil vom 18. November 2010 - IX ZR 67/10, WM 2011, 131 Rn. 16;… vom 2. Dezember 2010 - IX ZR 247/09, WM 2011, 88 Rn. 24).
  • BGH, 14.07.2008 - II ZR 238/07

    Keine Haftung des GmbH-Geschäftsführers für Säumniszuschläge bei Nichtabführung …

    Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts (ZIP 2008, 506, 508) und der Revision ist durch das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 11. Juni 1985 (VI ZR 61/84, ZIP 1985, 996, 998 zu II 2 a) nach wie vor geklärt, dass § 24 Abs. 1 SGB IV kein Schutzgesetz i.S. des § 823 Abs. 2 BGB ist und die Haftung des Geschäftsführers einer GmbH für die Vorenthaltung der von ihr abzuführenden Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung (§ 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 266 a Abs. 1 StGB) sich auf Säumniszuschläge gemäß § 24 Abs. 1 SGB IV nicht erstreckt.

    Zudem handelt es sich bei den Säumniszuschlägen nach wie vor jedenfalls nicht nur um den Ausgleich des säumnisbedingten Schadens des Sozialversicherungsträgers (vgl. BGH, Urt. v. 11. Juni 1985 aaO).

  • OLG Dresden, 19.10.2011 - 13 U 1179/10

    Bestimmungsrecht des Insolvenzverwalters hinsichtlich der Tilgung von …

    Nach Sinn und Zweck eines Vorschusses (BGH, Urt. v. 11.06.1985 - VI ZR 61/84, ZIP 1985, 996, 998) oder einer sonstigen Sicherheitsleistung müsse es dem Gläubiger überlassen bleiben, auf welche offenen Forderungen er im Krisenfall den Vorschuss oder die Sicherheit verrechne.

    Dem Schuldner sei das Bestimmungsrecht genommen, weil schon die Hingabe der Sicherheit als Vereinbarung zu gelten habe, dass das Bestimmungsrecht dem Gläubiger zustehe (BGH, Urt. v. 11.06.1985 - VI ZR 61/84, ZIP 1985, 996, 998), wenn nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart worden sei.

  • KG, 25.09.2007 - 9 U 215/06

    Unerlaubte Handlung; Schutzgesetz: Verpflichtung des Geschäftsführers eines …

    Dies hat der BGH für die alte Fassung dieser Vorschrift bereits ausgesprochen (ZIP 1985, 996).

    Nicht anderes gilt für die Neufassung des § 24 Absatz 1 SGB IV. Soweit der BGH in ZIP 1985, 996 darauf abgestellt hat, dass der Säumniszuschlag nach der alten Fassung in das pflichtgemäße Ermessen des Sozialversicherungsträgers gestellt war, ist dies nicht von ausschlaggebender Bedeutung.

  • OLG Zweibrücken, 11.01.2023 - 1 U 210/21

    Ludwigshafener Gasexplosion

    Dies gilt umso mehr, als bei Vorschusszahlungen gegenüber Sozialversicherungsträgern höchstrichterlich anerkannt ist, dass es dem Sozialversicherungsträger überlassen bleiben muss, auf welche offenen Forderungen er den Vorschuss verrechnet (BGH, Urteil vom 11.06.1985, Az. VI ZR 61/84, Rn. 12, Juris).
  • BGH, 20.12.1988 - VI ZR 145/88

    Verjährung des Schadensersatzanspruchs wegen Vorenthaltung von …

    (st. Rspr., vgl. zuletzt Senatsurteile vom 12. Februar 1985 - VI ZR 68/83 - VersR 1985, 590 und vom 11. Juni 1985 - VI ZR 61/84 - VersR 1985, 1038).
  • BGH, 16.02.2000 - XII ZR 135/97

    Verrechnung einer Pachtsicherheit

    Das Bestimmungsrecht über die Verrechnung dieser Sicherheit mit Gegenansprüchen stand mangels anderweitiger Vereinbarung der Parteien allein der Klägerin als Leistungsempfängerin zu (vgl. BGH Urteile vom 11. Juni 1985 - VI ZR 61/84 - ZIP 1985, 996, 998 und vom 8. März 1972 - VIII ZR 183/70 - NJW 1972, 721, 723).
  • OLG Köln, 20.06.1997 - 19 U 236/96

    Verjährung bei Teilzahlung auf Rechnung des Steuerberaters

    Die zitierte BGH-Entscheidung (ZIP 1985, 996) betrifft sogar nur den Spezialfall einer Vorauszahlung des Arbeitgebers nach § 403 RVO.
  • KG, 16.01.1997 - 12 U 6048/95
    Zwar kann bei einer Vorschußzahlung nach Sinn und Zweck eines solchen Vorschusses (vgl. BGH ZIP 1985, 996, 998;… Palandt/Heinrichs, 55. Aufl., § 366 BGB Rdnr. 5) ein Angebot zu einer von § 366 BGB abweichenden Vereinbarung in dem Sinne gesehen werden, daß das Bestimmungsrecht dem Gläubiger zustehen soll.
  • BGH, 16.02.2000 - XII ZR 130/99
  • KG, 23.05.2007 - 26 U 223/06
  • AG Berlin-Mitte, 04.02.2003 - 25 C 181/02

    Umfang eines Schadensersatzanspruchs wegen unerlaubter Handlung; Schaden durch …

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