Rechtsprechung
| BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Deutsches Notarinstitut
GmbHG § 19 Abs. 2, 5
Erbringung der Stammeinlage bei GmbH - JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
GmbH - Gesellschafter - Darlehnsforderung - Mindesteinlagebetrag - Resteinlageschuld - Verdeckte Sacheinlage - Überschuldung
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GmbHG § 19 Abs. 2, 5
Verdeckte Sacheinlage durch Tilgung einer Darlehensforderung eines Gesellschafters aus Mitteln aus einer Resteinlageverpflichtung; Bewertung einer Gläubigerforderung bei Überschuldung der Gesellschaft - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- Deutsches Notarinstitut (Kurzinformation/Zusammenfassung)
GmbH § 19
Darlehenstilgung mit Einlagemitteln - gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)
Gesellschaftsrecht, Kapitalaufbringung, Kapitalerhaltung, Liquidationswert, Überschuldung, verdeckte Sacheinlage
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
Gesellschaftsrecht; Umgehung der Einlageverpflichtung durch Darlehenstilgung zugunsten des Gesellschafters
Papierfundstellen
- BGHZ 125, 141
- NJW 1994, 1477
- NJW-RR 1994, 932
- NJW-RR 1994, 933 (Ls.)
- ZIP 1994, 701
- MDR 1994, 783
- WM 1994, 791
- BB 1994, 882
- DB 1994, 1025
Wird zitiert von ... (81) Zitiert selbst (20)
- BGH, 18.02.1991 - II ZR 104/90
Kapitalerhöhung bei nur vorübergehendem Zurverfügungstellen von Barmitteln
Auszug aus BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93
Derselben Einschränkung unterliegt die Tilgung der Gesellschafterforderung dann, wenn der Umgehungstatbestand des Hin- und Herzahlens verwirklicht wird (…Scholz/Priester, GmbHG, 7. Aufl., § 56 Rdn. 44 i.V.m. Rdn. 33), wobei es letztlich dahingestellt bleiben kann, ob mit diesem Verhalten der Tatbestand des Befreiungsverbotes (§ 19 Abs. 2 Satz 1 GmbHG) oder derjenige der Aufrechnung (§ 19 Abs. 2 Satz 2 GmbHG) umgangen wird (zur Argumentation vgl. BGHZ 113, 335, 343 für die Umgehung des Verbotes verdeckter Sacheinlagen).Die Frage, ob ein Umgehungsgeschäft durch Hin- und Herzahlen bereits dann angenommen werden kann, wenn zwischen den beiden Zahlungsvorgängen ein zeitlicher und sachlicher Zusammenhang besteht (…vgl. u.a. Lutter/Hommelhoff aaO., § 19 Rdn. 35 m.w.N.), oder ob die Beteiligten zusätzlich eine den wirtschaftlichen Erfolg des verdeckten Rechtsgeschäfts umfassende Abrede treffen müssen (vgl. dazu u.a. Ulmer in ZHR 154 (1990), 128, 131 ff., 139 f.;… Scholz/U.H. Schneider aaO., § 19 Rdn. 126;… Scholz/Winter aaO., § 5 Rdn. 77 ff.; Mülbert, ZHR 154 (1990), 145, 187 ff.; offengelassen in BGHZ 110, 47, 65; 113, 335, 343 f.;… BGH, Urt. v. 13. April 1992 - II ZR 227/90, ZIP 1992, 995, 999), braucht in diesem Zusammenhang nicht entschieden zu werden.
Das hat der Senat für die verdeckte Sacheinlage bereits mehrfach entschieden (BGHZ 96, 231, 240 [BGH 11.11.1985 - II ZR 109/84]; BGHZ 110, 66 ff. [BGH 15.01.1990 - II ZR 164/88]; BGHZ 113, 335, 345 f.;… vgl. auch BGH, Urt. v. 13. April 1992 - II ZR 227/90, ZIP 1992, 995, 999;… zur Personenverschiedenheit von Gesellschafter und Zahlungsempfänger bei dem Kapital ersetzenden Darlehen und allgemein bei unzulässigen Zahlungen nach § 30 GmbHG vgl. zuletzt BGH, Urt. v. 18. Februar 1991 - II ZR 259/89, ZIP 1991, 366 f. m.w.N.).
Entgegen der Ansicht der Revision kann das Fehlen der Personenidentität nicht darauf beschränkt werden, daß zwischen Einlageschuldner und Darlehensgläubiger ein Treuhandvertrag abgeschlossen worden ist (BGHZ 110, 66 ff. [BGH 15.01.1990 - II ZR 164/88]), der Gesellschafter die Erfüllung der Einlageverpflichtung mit Mitteln bewirkt, die ihm vom Darlehensgläubiger zur Verfügung gestellt worden sind (BGHZ 113, 335, 345 f.), oder der Einlagebetrag zur Tilgung eines von einem Dritten zur Verfügung gestellten Zwischenfinanzierungskredites verwendet wird, mit dem ein Kredit des Einlageschuldners getilgt worden ist (BGHZ 96, 231, 240 [BGH 11.11.1985 - II ZR 109/84];… BGH, Urt. v. 13. April 1992 - II ZR 227/90, ZIP 1992, 995, 999).
a) Zutreffend ist jedoch der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, daß die Regelung des § 19 Abs. 5 GmbHG über den Wortlaut der Vorschrift hinaus nicht nur Ansprüche auf Vergütung für die Überlassung von Vermögensgegenständen erfaßt, sondern auch andere Forderungen, insbesondere Darlehensforderungen, die dem Einlageschuldner gegen die Gesellschaft zustehen und die vor der die Einlageforderung begründenden Erhöhung des Stammkapitals (§§ 55 ff. GmbHG) entstanden sind (sog. Altforderungen, vgl. BGHZ 113, 335, 341;… Hachenburg/Ulmer aaO., § 19 Rdn. 94 ff.; Ulmer, ZHR 154 (1990), 128, 138 f.;… Scholz/U.H. Schneider aaO., § 19 Rdn. 132 ff.;… Scholz/Priester, GmbHG, 7. Aufl., § 56 Rdn. 41;… Baumbach/Hueck aaO., § 19 Rdn. 28;… Lutter/Hommelhoff aaO., § 19 Rdn. 34;… Rowedder, GmbHG, 2. Aufl., § 19 Rdn. 34).
Jedoch hätte die Forderung selbst als Sacheinlage mit der Folge eingebracht werden können, daß sie - bei Übertragung auf die Gesellschaft durch Konfusion, im übrigen durch Erlaß des Gesellschafters - erloschen und dadurch die Gesellschaft von einer Verbindlichkeit befreit worden wäre (BGHZ 110, 47, 60; 113, 335, 341;… aus dem Schrifttum vgl. Lutter, FS Stiefel, 1987, S. 505, 515 ff.; Ulmer, ZHR 154 (1990), 128, 138 f. m.w.N.).
Denn es fehlt an der Leistung der zugesagten Bareinlage, weil der in Wahrheit angestrebte und auch bewirkte Erfolg der Leistung nicht die im Kapitalerhöhungsbeschluß verlautbarte Zahlung der Bareinlage ist, sondern eine Sacheinlage in Form einer Forderungseinbringung (BGHZ 113, 335, 347; OLG Hamburg, ZIP 1988, 372, 272;… Hachenburg/Ulmer aaO., § 5 Rdn. 148, § 19 Rdn. 112;… Scholz/U.H. Schneider aaO., § 19 Rdn. 141;… Scholz/Winter aaO., § 5 Rdn. 80 b;… Baumbach/Hueck aaO., § 5 Rdn. 18 f., § 19 Rdn. 30;… Lutter/Hommelhoff aaO., § 5 Rdn. 43; auf die Unwirksamkeit der bei der Zahlung getroffenen Tilgungsbestimmung entsprechend § 27 Abs. 3 Satz 1 AktG abstellend Mülbert, ZHR 154 (1990), 145, 181 f., 187 sowie Ihrig, ZHR 153 (1989), 354, 357).
Ferner fehlt es an einer Leistung zur (endgültig) freien Verfügung der Geschäftsführer, weil die auf die Einlageschuld gezahlten Mittel der Gesellschaft nur vorübergehend verbleiben und alsbald wieder an den Einlageschuldner zurückfließen, so daß der Vorgang der Mittelaufbringung nicht als abgeschlossen angesehen werden kann (BGHZ 113, 335, 348 ff.; Ulmer, ZHR 154 (1990), 128, 137 f.).
- BGH, 15.01.1990 - II ZR 164/88
Präventiver Kapitalaufbringungsschutz nach den Grundsätzen der verdeckten …
Auszug aus BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93
Die Frage, ob ein Umgehungsgeschäft durch Hin- und Herzahlen bereits dann angenommen werden kann, wenn zwischen den beiden Zahlungsvorgängen ein zeitlicher und sachlicher Zusammenhang besteht (…vgl. u.a. Lutter/Hommelhoff aaO., § 19 Rdn. 35 m.w.N.), oder ob die Beteiligten zusätzlich eine den wirtschaftlichen Erfolg des verdeckten Rechtsgeschäfts umfassende Abrede treffen müssen (vgl. dazu u.a. Ulmer in ZHR 154 (1990), 128, 131 ff., 139 f.;… Scholz/U.H. Schneider aaO., § 19 Rdn. 126;… Scholz/Winter aaO., § 5 Rdn. 77 ff.; Mülbert, ZHR 154 (1990), 145, 187 ff.; offengelassen in BGHZ 110, 47, 65; 113, 335, 343 f.;… BGH, Urt. v. 13. April 1992 - II ZR 227/90, ZIP 1992, 995, 999), braucht in diesem Zusammenhang nicht entschieden zu werden.Das hat der Senat für die verdeckte Sacheinlage bereits mehrfach entschieden (BGHZ 96, 231, 240 [BGH 11.11.1985 - II ZR 109/84]; BGHZ 110, 66 ff. [BGH 15.01.1990 - II ZR 164/88]; BGHZ 113, 335, 345 f.;… vgl. auch BGH, Urt. v. 13. April 1992 - II ZR 227/90, ZIP 1992, 995, 999;… zur Personenverschiedenheit von Gesellschafter und Zahlungsempfänger bei dem Kapital ersetzenden Darlehen und allgemein bei unzulässigen Zahlungen nach § 30 GmbHG vgl. zuletzt BGH, Urt. v. 18. Februar 1991 - II ZR 259/89, ZIP 1991, 366 f. m.w.N.).
Entgegen der Ansicht der Revision kann das Fehlen der Personenidentität nicht darauf beschränkt werden, daß zwischen Einlageschuldner und Darlehensgläubiger ein Treuhandvertrag abgeschlossen worden ist (BGHZ 110, 66 ff. [BGH 15.01.1990 - II ZR 164/88]), der Gesellschafter die Erfüllung der Einlageverpflichtung mit Mitteln bewirkt, die ihm vom Darlehensgläubiger zur Verfügung gestellt worden sind (BGHZ 113, 335, 345 f.), oder der Einlagebetrag zur Tilgung eines von einem Dritten zur Verfügung gestellten Zwischenfinanzierungskredites verwendet wird, mit dem ein Kredit des Einlageschuldners getilgt worden ist (BGHZ 96, 231, 240 [BGH 11.11.1985 - II ZR 109/84];… BGH, Urt. v. 13. April 1992 - II ZR 227/90, ZIP 1992, 995, 999).
Jedoch hätte die Forderung selbst als Sacheinlage mit der Folge eingebracht werden können, daß sie - bei Übertragung auf die Gesellschaft durch Konfusion, im übrigen durch Erlaß des Gesellschafters - erloschen und dadurch die Gesellschaft von einer Verbindlichkeit befreit worden wäre (BGHZ 110, 47, 60; 113, 335, 341;… aus dem Schrifttum vgl. Lutter, FS Stiefel, 1987, S. 505, 515 ff.; Ulmer, ZHR 154 (1990), 128, 138 f. m.w.N.).
- BGH, 26.03.1984 - II ZR 14/84
Fortgeltung der Regeln zu Eigenkapitalersatz nach Einführung der §§ 32a, 32b …
Auszug aus BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93
Da die gesetzliche Regelung jedoch der Sicherung der Aufbringung des Stammkapitals und damit dem Schutz der Gesellschaftsgläubiger dient, wird der Gesellschaft die Aufrechnung gegen die Gesellschafterforderung - von dem Fall ihrer Gefährdung oder Uneinbringlichkeit abgesehen - einschränkend nur unter der Voraussetzung erlaubt, daß die Forderung liquide, fällig und vollwertig ist (BGHZ 15, 52, 59; 42, 89, 93; 90, 370, 373;… BGH, Urt. v. 15. Juni 1992 - II ZR 229/91, ZIP 1992, 992, 995).Jeder Gesellschaftsgläubiger kann der Wertminderung seiner Forderung durch eine Wertberichtigung oder Abschreibung in seiner Bilanz Rechnung tragen (BGHZ 90, 370, 373; RGZ 134, 262, 268 f.; RG JW 1938, 1400, 1401).
Liegt im Zeitpunkt der Zahlung eine Überschuldung der Gesellschaft vor, ist es offensichtlich, daß die Gegenforderung nicht vollwertig ist (BGHZ 90, 370, 373;… Hachenburg/Ulmer, GmbHG, 8. Aufl., § 19 Rdn. 62;… Scholz/U.H. Schneider aaO., § 19 Rdn. 76;… Baumbach/Hueck aaO., § 19 Rdn. 18;… Lutter/Hommelhoff aaO., § 19 Rdn. 21).
Kann eine entsprechende Feststellung getroffen werden, könnte die Forderung des Beklagten noch als vollwertig und ihre Tilgung als zulässig angesehen werden (vgl. BGHZ 90, 370, 374).
- BGH, 13.04.1992 - II ZR 277/90
BGB -Gesellschaft als AG-Gesellschafter - Haftung der BGB -Gesellschafter für …
Auszug aus BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93
Die Frage, ob ein Umgehungsgeschäft durch Hin- und Herzahlen bereits dann angenommen werden kann, wenn zwischen den beiden Zahlungsvorgängen ein zeitlicher und sachlicher Zusammenhang besteht (…vgl. u.a. Lutter/Hommelhoff aaO., § 19 Rdn. 35 m.w.N.), oder ob die Beteiligten zusätzlich eine den wirtschaftlichen Erfolg des verdeckten Rechtsgeschäfts umfassende Abrede treffen müssen (vgl. dazu u.a. Ulmer in ZHR 154 (1990), 128, 131 ff., 139 f.;… Scholz/U.H. Schneider aaO., § 19 Rdn. 126;… Scholz/Winter aaO., § 5 Rdn. 77 ff.; Mülbert, ZHR 154 (1990), 145, 187 ff.; offengelassen in BGHZ 110, 47, 65; 113, 335, 343 f.; BGH, Urt. v. 13. April 1992 - II ZR 227/90, ZIP 1992, 995, 999), braucht in diesem Zusammenhang nicht entschieden zu werden.Das hat der Senat für die verdeckte Sacheinlage bereits mehrfach entschieden (BGHZ 96, 231, 240 [BGH 11.11.1985 - II ZR 109/84]; BGHZ 110, 66 ff. [BGH 15.01.1990 - II ZR 164/88]; BGHZ 113, 335, 345 f.; vgl. auch BGH, Urt. v. 13. April 1992 - II ZR 227/90, ZIP 1992, 995, 999;… zur Personenverschiedenheit von Gesellschafter und Zahlungsempfänger bei dem Kapital ersetzenden Darlehen und allgemein bei unzulässigen Zahlungen nach § 30 GmbHG vgl. zuletzt BGH, Urt. v. 18. Februar 1991 - II ZR 259/89, ZIP 1991, 366 f. m.w.N.).
Entgegen der Ansicht der Revision kann das Fehlen der Personenidentität nicht darauf beschränkt werden, daß zwischen Einlageschuldner und Darlehensgläubiger ein Treuhandvertrag abgeschlossen worden ist (BGHZ 110, 66 ff. [BGH 15.01.1990 - II ZR 164/88]), der Gesellschafter die Erfüllung der Einlageverpflichtung mit Mitteln bewirkt, die ihm vom Darlehensgläubiger zur Verfügung gestellt worden sind (BGHZ 113, 335, 345 f.), oder der Einlagebetrag zur Tilgung eines von einem Dritten zur Verfügung gestellten Zwischenfinanzierungskredites verwendet wird, mit dem ein Kredit des Einlageschuldners getilgt worden ist (BGHZ 96, 231, 240 [BGH 11.11.1985 - II ZR 109/84]; BGH, Urt. v. 13. April 1992 - II ZR 227/90, ZIP 1992, 995, 999).
- BGH, 13.07.1992 - II ZR 269/91
Eigenkapitalersatz durch Gesellschafterdarlehen - Überschuldung der GmbH
Auszug aus BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93
Darüber hinaus hat das Berufungsgericht nicht berücksichtigt, daß von einer Überschuldung als Voraussetzung für das Eingreifen der Grundsätze über den Eigenkapitalersatz nur dann gesprochen werden kann, wenn über die Feststellung der vorstehend dargelegten rechnerischen Überschuldung hinaus die Finanzkraft der Gesellschaft nach überwiegender Wahrscheinlichkeit mittelfristig nicht zur Fortführung des Unternehmens ausreicht (sog. Überlebens- oder Fortbestehensprognose, BGHZ 119, 201, 210 ff.).Darüber hinaus fehlen auch hier Feststellungen dazu, daß die Finanzkraft der Gesellschaft nach überwiegender Wahrscheinlichkeit mittelfristig nicht zur Fortführung des Unternehmens ausgereicht hätte (BGHZ 119, 201, 210 ff.).
- BGH, 11.12.1989 - II ZR 78/89
Bewertung einer Entnahme; Herabsetzung des Kapitalanteils eines Kommanditisten; …
Auszug aus BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93
Dieser Unterschied ist offensichtlich darauf zurückzuführen, daß der von dem Kläger überreichten Bilanz per 30. Juni 1987 und den von ihm zum 6. Juli 1987 ermittelten Zahlen die für die Jahre 1986 und 1987 nach § 42 GmbHG aufgestellten Jahresschlußbilanzen zugrundeliegen, in denen die Vermögenssituation der Gesellschaft nach fortgeführten Buchwerten niedergelegt ist (vgl. dazu im einzelnen BGHZ 109, 334, 337 ff.) [BGH 11.12.1989 - II ZR 78/89].Ob eine Überschuldung eingetreten ist, kann vielmehr nur anhand eines Vermögensstatus mit Bilanzansätzen zu Verkehrs- oder Liquidationswerten festgestellt werden (vgl. im einzelnen BGHZ 109, 334, 337 ff.) [BGH 11.12.1989 - II ZR 78/89].
- BGH, 24.03.1980 - II ZR 213/77
Kapitalersetzende Gesellschafterleistungen in der GmbH & Co. KG
Auszug aus BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats kommt einem Darlehen, das ein Gesellschafter der GmbH gewährt, der er angehört, eigenkapitalersetzender Charakter zu, wenn es zur Abwendung der Konkursantragspflicht bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung oder in einem Zeitpunkt gewährt wird, in dem die Gesellschaft, ohne zahlungsunfähig oder überschuldet zu sein, von dritter Seite keinen Kredit zu marktüblichen Bedingungen hätte erhalten können und deshalb ohne die Gesellschafterleistung hätte liquidiert werden müssen (vgl. grundlegend BGHZ 31, 258, 272; 76, 326, 329 f.).Eigenkapitalersetzenden Charakter nimmt ein Darlehen ferner dann an, wenn es der Gesellschaft unter wirtschaftlich gesunden Verhältnissen gewährt, nach Eintritt der "wirtschaftlichen Krise" in Form einer der aufgeführten Tatbestände jedoch nicht abgezogen wird, obwohl der Gesellschafter dazu in der Lage gewesen wäre (BGHZ 75, 334, 337; 76, 326, 331).
- BGH, 11.11.1985 - II ZR 109/84
Umfang des Schadensersatzanspruchs wegen Konkursverschleppung einer …
Auszug aus BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93
Das hat der Senat für die verdeckte Sacheinlage bereits mehrfach entschieden (BGHZ 96, 231, 240 [BGH 11.11.1985 - II ZR 109/84]; BGHZ 110, 66 ff. [BGH 15.01.1990 - II ZR 164/88]; BGHZ 113, 335, 345 f.;… vgl. auch BGH, Urt. v. 13. April 1992 - II ZR 227/90, ZIP 1992, 995, 999;… zur Personenverschiedenheit von Gesellschafter und Zahlungsempfänger bei dem Kapital ersetzenden Darlehen und allgemein bei unzulässigen Zahlungen nach § 30 GmbHG vgl. zuletzt BGH, Urt. v. 18. Februar 1991 - II ZR 259/89, ZIP 1991, 366 f. m.w.N.).Entgegen der Ansicht der Revision kann das Fehlen der Personenidentität nicht darauf beschränkt werden, daß zwischen Einlageschuldner und Darlehensgläubiger ein Treuhandvertrag abgeschlossen worden ist (BGHZ 110, 66 ff. [BGH 15.01.1990 - II ZR 164/88]), der Gesellschafter die Erfüllung der Einlageverpflichtung mit Mitteln bewirkt, die ihm vom Darlehensgläubiger zur Verfügung gestellt worden sind (BGHZ 113, 335, 345 f.), oder der Einlagebetrag zur Tilgung eines von einem Dritten zur Verfügung gestellten Zwischenfinanzierungskredites verwendet wird, mit dem ein Kredit des Einlageschuldners getilgt worden ist (BGHZ 96, 231, 240 [BGH 11.11.1985 - II ZR 109/84];… BGH, Urt. v. 13. April 1992 - II ZR 227/90, ZIP 1992, 995, 999).
- BGH, 13.07.1981 - II ZR 256/79
Gesellschafterbürgschaft und Kaufpreisstundung als Kapitalersatz
Auszug aus BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93
Denn treten die tatbestandlichen Voraussetzungen des Eigenkapitalersatzes ein, hat der Gesellschafter die Möglichkeit, der Gesellschaft seine weitere Unterstützung zu versagen und von ihr die Rückzahlung des Darlehensbetrages zu verlangen (BGHZ 81, 252, 257). - BGH, 21.09.1978 - II ZR 214/77
Anforderungen an die Wirksamkeit der Übernahme einer Stammanlage - Fälligkeit des …
Auszug aus BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93
Eine Aufrechnung ist auch in einem solchen Falle nur dann wirksam, wenn die Voraussetzungen des § 5 Abs. 4 Satz 1 GmbHG erfüllt sind (BGH, Urt. v. 21. September 1978 - II ZR 214/77, WM 1978, 1271). - OLG Hamburg, 09.10.1987 - 11 U 125/87
Verdeckte Sacheinlage bei GmbH-Gründung
- BGH, 14.12.1959 - II ZR 187/57
Lufttaxi - Eigenkapitalersetzende Darlehen
- BGH, 21.09.1981 - II ZR 104/80
Kapitalersetzende Gesellschafterleistung; Stammkapital, Gesellschfterdarlehen; …
- BGH, 26.11.1979 - II ZR 104/77
Stehenlassen von Darlehen als Eigenkapitalersatz
- BGH, 15.06.1992 - II ZR 229/91
Pfändung einer Einlageforderung im Liquidationsstadium
- BGH, 20.03.1986 - II ZR 114/85
Verletzung von Geschäftsführerpflichten - Veräußerung von Geräten eine …
- BGH, 18.02.1991 - II ZR 259/89
Kapitalersetzende Darlehen von nahen Angehörigen eines Gesellschafters
- BGH, 13.07.1964 - II ZR 110/62
Zusammenlegung von GmbH-Geschäftsanteilen
- BGH, 13.10.1954 - II ZR 182/53
Aufrechnung gegen und mit Einlageforderung
- RG, 04.12.1931 - II 135/31
Zur Frage der Aufwertung kraft Rückwirkung bei Einlageforderungen auf Aktien.
- BFH, 09.06.1997 - GrS 1/94
Personengesellschaften - Verzicht des Gesellschafters auf Forderungen gegenüber …
Ebenso braucht nicht auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) eingegangen zu werden, die bei der Kapitalaufbringung nur den werthaltigen Teil der Forderung berücksichtigen will (BGH-Urteile vom 26. März 1984 II ZR 14/84, BGHZ 90, 370, 373; vom 15. Januar 1990 II ZR 164/88, BGHZ 110, 47, 61; bestätigend Urteil vom 21. Februar 1994 II ZR 60/93, BGHZ 125, 141). - BGH, 08.01.2001 - II ZR 88/99
Bilanzierung eigenkapitalersetzender Mittel; Zahlungen des Geschäftsführers nach …
a) Schon im Ausgangspunkt hat das Berufungsgericht nicht beachtet, daß nach der ständigen Rechtsprechung des Senats (BGHZ 125, 141, 146;… Urt. v. 12. Juli 1999 - II ZR 87/98, ZIP 1999, 1524;… zuletzt Urt. v. 18. Dezember 2000 - II ZR 191/99 z.V.b.) das Vorhandensein einer Überschuldung nicht auf der Grundlage einer fortgeschriebenen Jahresbilanz, mag deren negativem Ergebnis auch indizielle Bedeutung beikommen können, festgestellt werden kann, sondern daß es hierzu grundsätzlich der Aufstellung einer Überschuldungsbilanz bedarf, in welcher die Vermögenswerte der Gesellschaft mit ihren aktuellen Verkehrs- oder Liquidationswerten auszuweisen sind. - BGH, 10.07.2012 - II ZR 212/10
Rechtsstreit um die Zahlung einer "Stammkapitalerhöhung" für eine insolvente …
Rn. 19 Die Erfüllung der fortbestehenden Geldeinlagepflicht des Inferenten kann bei der vorliegenden "verdeckten verdeckten Sacheinlage" nur nach Maßgabe von § 19 Abs. 4 Satz 3, Satz 5, § 56 Abs. 2 GmbHG gelingen, d.h. wenn der Inferent nachweist, dass seine Bereicherungsforderung gegen die Gesellschaft im Zeitpunkt der Anmeldung der Kapitalerhöhung vollwertig, nämlich durch entsprechendes Vermögen der Gesellschaft vollständig abgedeckt war (siehe nur BGH, Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 145 f. m.w.N.).
- BGH, 06.12.2011 - II ZR 149/10
Zur Zulässigkeit von Vereinbarungen über den aktienrechtlichen …
Um zu verhindern, dass gleichartige, aber nicht gleichwertige Forderungen zur Aufrechnung gestellt werden und so der Sache nach eine Teilbefreiung eintritt, kann die Gesellschaft die Aufrechnung nur erklären, wenn die Forderung des Aktionärs gegen die Gesellschaft vollwertig, fällig und liquide ist (vgl. RGZ 94, 61, 63; 134, 262, 268;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 Rn. 35;… MünchKommAktG/ Bayer, 3. Aufl., § 66 Rn. 38; zur GmbH BGH, Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 143;… einschränkend Cahn in Spindler/Stilz, AktG, 2. Aufl., § 66 Rn. 25).Das Hin- und Herzahlen steht einer Aufrechnung gleich, soweit - was hier ausscheidet - nicht schon die Grundsätze einer verdeckten Sacheinlage eingreifen (vgl. zur GmbH BGH, Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 143;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 Rn. 52;… MünchKommAktG/Bayer, 3. Aufl., § 66 Rn. 40).
Um zu verhindern, dass gleichartige, aber nicht gleichwertige Forderungen zur Aufrechnung gestellt werden und so der Sache nach eine Teilbefreiung eintritt, kann die Gesellschaft die Aufrechnung nur erklären, wenn die Forderung des Aktionärs gegen die Gesellschaft vollwertig, fällig und liquide ist (vgl. RGZ 94, 61, 63; 134, 262, 268;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 Rn. 35;… MünchKommAktG/ Bayer, 3. Aufl., § 66 Rn. 38; zur GmbH BGH, Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 143;… einschränkend Cahn in Spindler/Stilz, AktG, 2. Aufl., § 66 Rn. 25).
Das Hin- und Herzahlen steht einer Aufrechnung gleich, soweit - was hier ausscheidet - nicht schon die Grundsätze einer verdeckten Sacheinlage eingreifen (vgl. zur GmbH BGH, Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 143;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 Rn. 52;… MünchKommAktG/Bayer, 3. Aufl., § 66 Rn. 40).
- BGH, 19.01.2016 - II ZR 61/15
GmbH: Verdeckte Sacheinlage einer Altforderung des Gesellschafters
Bei der Ermittlung des Vermögensstands dürfen stille Reserven berücksichtigt werden (BGH, Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 146;… Beschluss vom 10. Juli 2012 - II ZR 212/10, ZIP 2012, 1857 Rn. 19).Eine Unterbilanz schadet dagegen im Grundsatz nicht (vgl. BGH, Urteil vom 26. März 1984 - II ZR 14/84, BGHZ 90, 370, 373 f.; Urteil vom 21. Februar 1994 - II ZR 60/93, BGHZ 125, 141, 146).
- BGH, 16.09.2002 - II ZR 1/00
Verrechnung der Einlageschuld mit einem Gewinnausschüttungsanspruch des …
Eine Vermutung spricht dafür nur dann, wenn die Verrechnung in engem zeitlichen Zusammenhang mit dem Kapitalerhöhungsbeschluß vorgenommen worden ist (Klarstellung zu BGHZ 125, 141, 143 f.; 132, 133, 138).Jedenfalls komme das vorliegend praktizierte Ausschüttungs-Rückhol-Verfahren wegen des engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen den Zahlungsvorgängen einer Aufrechnung seitens der Gemeinschuldnerin gleich, die hier (nach den Grundsätzen in BGHZ 125, 141, 143) nicht gemäß § 19 Abs. 2 GmbHG zulässig gewesen sei, weil den Gewinnausschüttungen mangels vorheriger Feststellung der Jahresabschlüsse 1992/93 und 1993/94 sowie wegen fehlender Gewinnverwendungsbeschlüsse keine fälligen, vollwertigen und liquiden Gewinnauszahlungsansprüche zugrunde gelegen hätten.
a) Nach der Rechtsprechung des Senates ist eine einseitige oder im Einvernehmen mit dem Gesellschafter durchgeführte Aufrechnung der Gesellschaft mit einem Bareinlageanspruch gegen Forderungen des Gesellschafters durch § 19 Abs. 2, 5 GmbHG nicht generell ausgeschlossen, was für den einer Aufrechnung gleichkommenden Tatbestand eines Hin- und Herzahlens in gleicher Weise gilt (vgl. BGHZ 125, 141, 143; vgl. auch BGHZ 132, 141, 147).
b) Handelt es sich - wie hier - um (nach dem Kapitalerhöhungsbeschluß entstandene) "Neuforderungen" der Gesellschafter auf Gewinnauszahlung, so erfaßt das in § 19 Abs. 5 Alt. 2 GmbHG geregelte Umgehungsverbot deren Verrechnung mit der Einlageforderung (im Einvernehmen mit der Gesellschaft) oder einen entsprechenden Umgehungstatbestand des Hin- und Herzahlens (vgl. BGHZ 125, 141, 143) nur dann, wenn diese Vorgehensweise bereits vor oder bei Fassung des Kapitalerhöhungsbeschlusses durch eine - wenn auch unwirksame - Abrede (BGHZ 132, 133) unter den Beteiligten vorabgesprochen worden ist (vgl. BGHZ 132, 141, 147).
Danach ist der Gesellschaft zur Sicherung der Kapitalaufbringung eine Aufrechnung nur unter der Voraussetzung erlaubt, daß die Gegenforderung des Gesellschafters fällig, liquide und vollwertig ist (BGHZ 125, 141, 143).
Die Einschaltung der Z.-GbR als selbständige Rechtsträgerin (vgl. dazu BGHZ 146, 341) in die Zahlungsvorgänge steht - abgesehen von der Identität ihrer Gesellschafter mit denen der Gemeinschuldnerin (vgl. BGHZ 125, 141 f., 144 f.) - einem verrechnungsähnlichen Tatbestand schon deshalb nicht entgegen, weil die Z.-GbR dabei nur als (treuhänderische) Ein- und Auszahlungsstelle der Beklagten fungierte (vgl. BGHZ 110, 47, 66 ff.).
Vielmehr handelt es sich um eine einvernehmliche - nicht unter diese Vorschrift fallende (BGHZ 125, 141, 143) - Quasi-Verrechnung unter Mitwirkung der Gesellschaft, wie das Berufungsgericht insoweit rechtsfehlerfrei feststellt.
bb) Die Vermutung, daß der verrechnungsähnliche Tatbestand eines verabredeten Hin- und Herzahlens vorlag, der bei der (Quasi-)Verrechnung mit Neuforderungen des Gesellschafters auch nicht unter § 19 Abs. 5 GmbHG fällt (vgl. oben b), kann sich aber nicht ohne weiteres auch darauf erstrecken, daß die betreffende Abrede schon anläßlich des Kapitalerhöhungsbeschlusses getroffen worden war (Klarstellung zu BGHZ 125, 141, 143 f.; 132, 133, 138).
- BGH, 10.12.2007 - II ZR 180/06
Unwirksamkeit der Einlagenzahlung an eine Komplementär-GmbH zum Zweck der …
Der Tatbestand einer Umgehung der Kapitalaufbringungsregeln durch Hin- und Herzahlen setzt eine personelle Identität zwischen dem Inferenten und dem Zahlungsempfänger nicht voraus; es genügt vielmehr, dass der oder die Inferenten durch die Weiterleitung des Einlagebetrages bei wirtschaftlicher Betrachtung mittelbar in gleicher Weise begünstigt werden, wie durch eine unmittelbare Leistung an sie selbst, was insbesondere bei der Leistung an ein von dem oder den Inferenten beherrschtes Unternehmen der Fall ist (BGHZ 125, 141, 144; 153, 107, 111; 166, 8, 15 Tz. 18; 170, 47, 53 Tz. 15). - BGH, 16.01.2006 - II ZR 76/04
Cash-Pool
Es genügt vielmehr, dass der oder die Inferenten durch die Leistung des Dritten bzw. an den Dritten mittelbar in gleicher Weise begünstigt werden, wie durch eine unmittelbare Leistung; u.a. bei der Leistung an ein von dem oder den Inferenten beherrschtes Unternehmen ist dies nach der Rechtsprechung des Senats der Fall (vgl. BGHZ 125, 141, 144). - BGH, 13.05.1996 - II ZR 275/94
Aufbringung des Fehlbetrages durch die übrigen Gesellschafter; Zulässigkeit einer …
Dafür und für eine entsprechende Absprache zwischen der Gemeinschuldnerin und der H. K. GmbH spricht bereits der enge zeitliche und sachliche Zusammenhang zwischen den Zahlungsvorgängen (vgl. dazu BGHZ 125, 141 sowie Sen.Urt. v. 4. März 1996 - II ZR 89/95, ZIP 1996, 595, 597). - BGH, 10.07.2006 - II ZR 238/04
Aufrechnung gegen Verlustausgleichsanspruch nicht generell unzulässig
Ihrem Schutzzweck ist Genüge getan, wenn die abhängige Gesellschaft über ausreichendes Vermögen verfügt, um sämtliche Forderungen ihrer Gläubiger unter Einschluss der zur Aufrechnung gestellten Forderung zu erfüllen, diese Forderung also vollwertig ist (…vgl. Priester aaO; zum Begriff der Vollwertigkeit vgl. Senat, BGHZ 125, 141, 145 f.;… Lutter/Bayer in Lutter/Hommelhoff, GmbHG 16. Aufl. § 19 Rdn. 23). - BGH, 04.03.1996 - II ZB 8/95
Reichweite des Umgehungsverbots; Heilung einer verdeckten Sacheinlage
- BGH, 02.12.2002 - II ZR 101/02
Leistung der Einlageschuld zur freier Verfügung der Geschäftsführung bei Rückfluß …
- BGH, 29.05.2000 - II ZR 118/98
Grundsatzentscheidung zum Kapitalehaltungsrecht bei der GmbH
- BGH, 26.01.2009 - II ZR 217/07
Keine Erfüllung der "Einlageschuld" aus einer Kapitalerhöhung bei Rückzahlung …
- BGH, 04.03.1996 - II ZR 89/95
Verdeckte Sacheinlage durch Abtretung eines Geschäftsanteils an einer GmbH
- BGH, 26.06.2006 - II ZR 43/05
Rechtswirkung von Voreinzahlungen auf eine künftige Kapitalerhöhung
- BGH, 02.04.2009 - IX ZR 236/07
Anfechtbarkeit einer stehengelassenen Gesellschafterleistung in der Insolvenz
- BGH, 20.11.2006 - II ZR 176/05
Einbringung eines Warenlagers durch einen Gründungsaktionär; Aufspaltung in …
- BGH, 12.02.2007 - II ZR 272/05
Begriff der verdeckten Sacheinlage bei einer Barkapitalerhöhung
- BGH, 07.03.2005 - II ZR 138/03
Rückforderung zurückgezahlter eigenkapitalersetzender Leistungen in der Insolvenz …
- BGH, 19.01.2016 - II ZR 303/14
Klage des Insolvenzverwalters einer GmbH auf Einlagezahlung: Verdeckte …
- OLG Hamm, 17.08.2004 - 27 U 189/03
Rechtsfolgen gewöhnlicher Umsatzgeschäfte zwischen Gesellschaft und …
- BFH, 29.05.2001 - VIII R 10/00
Grundsatz der Akzessorietät - Unzulässiger Rechtsbehelf - Überprüfung einer …
- OLG Dresden, 12.01.2017 - 8 U 332/16
Wirksamkeit der Erbringung von Barmitteln zur Erhöhung des Grundkapitals aus der …
- BGH, 26.04.2010 - II ZR 60/09
Haftung nach den Eigenkapitalersatzregeln: Kapitalhilfe eines Aktionärs zur …
- BGH, 02.12.1999 - IX ZR 415/98
Auftrag an einen Rechtsanwalt, eine Kapitalerhöhung einer GmbH vorzubereiten, als …
- BGH, 16.03.1998 - II ZR 303/96
Rechtsfolgen der Verletzung der Sachgründungsvorschriften in Fällen einer …
- OLG Oldenburg, 26.07.2007 - 1 U 8/07
Haftung für rückständige Einlageforderungen bei der Anmeldung einer …
- OLG Stuttgart, 02.05.2002 - 20 U 13/01
GmbH-Einlageforderung: Geltendmachung durch Prozessstandschafter auch beim …
- OLG Köln, 20.05.2010 - 18 U 122/09
Rechtsfolgen der Behandlung einer Bareinlage als verdeckte Sacheinlage
- OLG Jena, 01.09.2004 - 4 U 37/04
Kapitalaufbringung bei Verwendung eines GmbH-Mantels
- OLG Nürnberg, 13.10.2010 - 12 U 1528/09
Kapitalerhöhung der GmbH: Tilgung der Einlageschuld durch Voreinzahlung auf eine …
- BGH, 16.11.2006 - IX ZR 239/04
Verjährung des Anfechtungsanspruchs in Übergangsfällen
- BGH, 18.12.2000 - II ZR 191/99
Eigenkapitalersetzende Gebrauchsüberlassung; Nachweis der Überschuldung
- OLG Stuttgart, 28.11.1995 - 8 W 367/94
Zum Vorliegen der Einbringung einer Sacheinlage, wenn die im Rahmen einer …
- OLG Düsseldorf, 25.11.1999 - 6 U 166/98
Wirkung der Zahlung auf Stammeinlagen einer GmbH vor beabsichtigter …
- BGH, 13.03.1997 - IX ZR 93/96
Anfechtung der durch vorzeitige Rückgewähr eines Kredits bewirkten …
- LG Mannheim, 10.02.1995 - 8 O 424/94
- BGH, 16.01.2006 - II ZR 75/04
Grundsatzentscheidung des II. Zivilsenats zur Frage der Wirksamkeit der …
- OLG Hamm, 03.02.2014 - 8 U 47/10
Stimmenkauf; Anteilskauf; Unternehmenskauf; culpa in contrahendo; Täuschung durch …
- BGH, 16.11.1995 - IX ZR 14/95
Pflicht des Notars bei Beurkundung eines Kapitalerhöhungsbeschlusses
- OLG Schleswig, 29.09.2021 - 9 U 11/21
Überschuldung bei kurzem rechnerischem Negativsaldo und Verlustdeckungszusage
- OLG Hamm, 16.03.1999 - 27 U 266/98
Streit um den Anspruch eines Konkursverwalters gegen einen Gesellschafter auf …
- OLG Düsseldorf, 05.09.2006 - 4 U 68/05
Verschulden des Geschäftsführers bei Schadensersatzansprüchen wegen …
- BGH, 26.01.2009 - II ZR 216/07
Anwendung der Kapitalerhaltungsregeln in der GmbH in Übergangsfällen
- KG, 23.04.2007 - 23 U 75/06
Leistung der Bareinlage in einer GmbH: Wirksamkeit der Erfüllung einer …
- OLG Hamm, 26.11.2009 - 28 U 27/08
Pflichten eines Rechtsanwalts als Prozessbevollmächtigter eines Mandanten in …
- OLG Köln, 27.11.2013 - 2 U 6/13
Insolvenzanfechtung von Steuerzahlungen
- OLG Düsseldorf, 16.12.2005 - 16 U 176/05
Vereinbarung einer mit den Vorschriften des GmbH-Gesetzes unvereinbaren …
- OLG Frankfurt, 19.02.2002 - 25 U 171/01
- OLG Jena, 27.09.2006 - 6 W 287/06
Gründerhaftung bei Mantelverwendung
- OLG Celle, 18.06.2003 - 9 U 2/03
Erörterung eines unbeschränkten Zugriffs auf das Privatvermögen der hinter einer …
- OLG Dresden, 29.11.1999 - 2 U 2455/99
Verrechnung von Stammeinlageverbindlichkeiten mit Vorabausschüttungen auf den …
- OLG Düsseldorf, 10.01.2001 - 15 U 108/00
- OLG Dresden, 06.05.2008 - 2 U 1885/07
- OLG Stuttgart, 13.03.2002 - 20 U 67/01
Eigenkapitalersetzendes Darlehen: Umqualifizierung des Gesellschafterdarlehens …
- FG Niedersachsen, 09.12.2004 - 11 K 388/03
Aktivierung einer Forderung bei buchführenden Gewerbetreibenden nach den …
- OLG Dresden, 10.03.2004 - 18 U 1227/03
Anspruch auf Einzahlung des mit Beschluss der Gesellschafterversammlung der GmbH …
- OLG Frankfurt, 08.04.2005 - 2 U 19/03
GmbH: Eigenkapitalersetzender Charakter der Gebrauchsüberlassung durch einen …
- KG, 13.12.2010 - 23 U 56/09
Haftung von GmbH-Gesellschaftern wegen verdeckter Sacheinlage
- OLG Dresden, 10.03.2004 - 18 U 1314/03
Anspruch auf Erfüllung einerübernommenen Einlageverpflichtung; Leistung der …
- BGH, 03.08.2011 - IX ZA 28/09
Notwendigkeit der Entscheidungserheblichkeit einer Rechtsfrage bei der …
- OLG Düsseldorf, 26.05.2009 - 23 U 53/06
Haftung eines Steuerberaters für Beratungsfehler im Rahmen einer Kapitalerhöhung
- OLG Oldenburg, 31.01.2002 - 1 U 115/01
Erfüllung der Bareinlageverpflichtung gem. § 19 Abs. 1 und 2 ; Gesetz über die …
- OLG Düsseldorf, 15.09.1995 - 12 U 98/93
- OLG Hamm, 10.05.2013 - 25 U 13/11
Anspruch eines Insolvenzverwalters gegen einen Abschlussprüfer aufgrund nicht …
- OLG Schleswig, 13.03.2002 - 20 U 67/01
Annahme der Eigenkapitalersatzfunktion eines Darlehens; Auszahlungsverbot; …
- OLG Celle, 28.05.2003 - 9 U 5/03
Auswirkungen der Anzeige der Masseunzulänglichkeit gemäß § 208 Insolvenzordnung …
- OLG Dresden, 17.07.1996 - 12 U 202/96
Wirksamkeit der Kaduzierung bzw. Einziehung von Geschäftsanteilen ; Wirksamkeit …
- OLG Koblenz, 24.04.2008 - 5 U 1126/03
Aufnahme eines durch Insolvenz der beklagten GmbH & Co KG unterbrochenen …
- KG, 25.01.2007 - 8 U 8/06
GmbH: Eigenkapitalersetzende Nutzungsüberlassung eines Grundstücks; Darlegung des …
- LG Dortmund, 30.11.2006 - 16 O 1/06
Verpflichtung des Darlehensgebers zur Erstattung eines zurückbezahlten …
- KG, 26.07.2004 - 8 U 360/03
Eigenkapitalersetzendes Darlehen: Kreditunwürdigkeit der GmbH; Zurechnung der …
- LG Frankfurt/Oder, 07.11.2007 - 11 O 111/07
GmbH: Unwirksame Umgehung der Stammeinlagepflicht durch verdeckte Sacheinlage
- LG Köln, 21.02.2006 - 22 O 183/04
- OLG Bremen, 26.08.1998 - 1 U 18/98
Anspruch auf Schadensersatz infolge der Aufnahme von Rechtsbeziehungen zu einer …
- OLG Dresden, 03.12.1998 - 9 U 1087/98
Feststellung der Überschuldung einer GmbH; eigenkapitalersetzende Funktion eines …
- LG Hagen, 13.04.2010 - 9 O 439/09
Rechtswirksame Einzahlung von Gesellschaftseinlagen an eine GmbH im Falle einer …
- LG Leipzig, 06.02.2002 - 3 O 7269/01
- OLG Schleswig, 23.01.2003 - 5 U 68/02
- LG Potsdam, 10.07.2002 - 52 O 18/01
Verpflichtung eines atypisch stillen Gesellschafters zur vollständigen Erbringung …
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Rechtsprechung
| BGH, 27.04.1994 - VIII ZR 34/93 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Deutsches Notarinstitut
HGB § 22
Einwilligung in die Firmenfortführung durch Erwerber - Wolters Kluwer
Handelsfirma - Übertragung des Handelsgeschäfts - Firmenfortführung - Einwilligung
- rechtsportal.de
HGB § 22
Einwilligung des bisherigen Geschäftsinhabers in die Firmenfortführung - ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Deutsches Notarinstitut (Leitsatz)
HGB § 22
Einwilligung in Firmenfortführung - datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§ 22 HGB
Firmenrecht; Einwilligung in Firmenfortführung durch Übertragung des Handelsgeschäfts
Papierfundstellen
- NJW 1994, 2025
- ZIP 1994, 942
- MDR 1994, 783
- DNotZ 1995, 212
- WM 1994, 1209
- BB 1994, 1374
- DB 1994, 1614
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (8)
- BGH, 06.12.1991 - V ZR 229/90
Fälligkeit des Anspruchs mit Erfüllung der Gegenforderung
Auszug aus BGH, 27.04.1994 - VIII ZR 34/93
Unter diesen Umständen genügte der Kläger seinen vertraglichen Pflichten, wenn er die ihm obliegende Leistung - wie im Anwaltsschreiben vom 18. August 1986 geschehen - anbot und zur Erfüllung bereit und in der Lage war (BGH, Urteil vom 6. Dezember 1991 - V ZR 229/90 = NJW 1992, 556 unter II 2 m.w.Nachw.). - BGH, 20.01.1978 - V ZR 171/75
Anspruch auf Zustimmung zur Eigentumsumschreibung - Finanzierung der Errichtung …
Auszug aus BGH, 27.04.1994 - VIII ZR 34/93
Hatten die Beklagten mit Anwaltsschreiben vom 15. August 1986 die Übertragung der Firma verlangt, ohne daß den Kläger hierzu eine Verpflichtung traf, so war ihre Erklärung, an deren Ernsthaftigkeit Zweifel nicht bestehen, nur dahin zu verstehen, daß sie die eigene Leistung endgültig und nicht nur bis zur Erbringung der geschuldeten Gegenleistung verweigern wollten (vgl. BGH, Urteil vom 20. Januar 1978 - V ZR 171/75 = WM 1978, 731 unter II m.w.Nachw.). - BGH, 22.09.1983 - VII ZR 43/83
Nichtigkeit eines Werkvertrages wegen fehlender Eintragung des Unternehmers in …
Auszug aus BGH, 27.04.1994 - VIII ZR 34/93
Leugnet der Vorleistungsberechtigte aber seinerseits jegliche vertragliche Pflichten, so kann er sich gegenüber dem vorleistungspflichtigen Vertragspartner weder auf mangelnde Fälligkeit noch auf die Einrede des nicht erfüllten Vertrages berufen (BGHZ 50, 175, 177 [BGH 16.05.1968 - VII ZR 40/66]; 88, 240, 247 f [BGH 22.09.1983 - VII ZR 43/83]).
- BGH, 16.05.1968 - VII ZR 40/66
Rechte des Unternehmers bei grundloser Erfüllungsverweigerung durch den Besteller
Auszug aus BGH, 27.04.1994 - VIII ZR 34/93
Leugnet der Vorleistungsberechtigte aber seinerseits jegliche vertragliche Pflichten, so kann er sich gegenüber dem vorleistungspflichtigen Vertragspartner weder auf mangelnde Fälligkeit noch auf die Einrede des nicht erfüllten Vertrages berufen (BGHZ 50, 175, 177 [BGH 16.05.1968 - VII ZR 40/66]; 88, 240, 247 f [BGH 22.09.1983 - VII ZR 43/83]). - BGH, 21.03.1974 - VII ZR 139/71
Verzug des Bauunternehmers vor Erteilung der Baugenehmigung
Auszug aus BGH, 27.04.1994 - VIII ZR 34/93
Einer Erfüllungsverweigerung steht es gleich, wenn der Leistungsgläubiger die Erfüllung von zusätzlichen, vertraglich nicht vereinbarten und nicht begründeten Forderungen abhängig macht (BGH, Urteil vom 21. März 1974 - VII ZR 139/71 = NJW 1974, 1080 unter II 2 b;… RGZ 171, 297, 301, Erman/R. Battes, BGB, 9. Aufl., Rdnr. 32;… Ballhaus in: RGRK-BGB, 12. Aufl. Rdnr. 48, jeweils zu § 326). - RG, 26.08.1943 - II 39/43
1. Ist bei einem Werklieferungsvertrag über eine nicht vertretbare Sache die …
Auszug aus BGH, 27.04.1994 - VIII ZR 34/93
Einer Erfüllungsverweigerung steht es gleich, wenn der Leistungsgläubiger die Erfüllung von zusätzlichen, vertraglich nicht vereinbarten und nicht begründeten Forderungen abhängig macht (BGH, Urteil vom 21. März 1974 - VII ZR 139/71 = NJW 1974, 1080 unter II 2 b; RGZ 171, 297, 301, Erman/R. Battes, BGB, 9. Aufl., Rdnr. 32;… Ballhaus in: RGRK-BGB, 12. Aufl. Rdnr. 48, jeweils zu § 326). - RG, 13.02.1919 - VI 313/18
Anwendung dese § 125 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) bei Vereinbarung der …
Auszug aus BGH, 27.04.1994 - VIII ZR 34/93
Wäre - wie der Kläger behauptet - die notarielle Beurkundung des Vertrages vom 8. Juli 1986 erst nachträglich vereinbart worden, so Würde die Vermutung des § 154 Abs. 2 BGB, nach der bei der Verabredung einer Beurkundung im Zweifel der Vertrag nicht geschlossen ist, bis die Beurkundung erfolgt ist, nicht eingreifen (RGZ 94, 333, 335; 62, 78;… Palandt/Heinrichs, BGB, 53. Aufl., § 154 Rdnr. 5). - RG, 18.11.1905 - I 207/05
Voraussetzung für die Anwendung der Vorschrift des § 154 Abs. 2 B.G.B.
Auszug aus BGH, 27.04.1994 - VIII ZR 34/93
Wäre - wie der Kläger behauptet - die notarielle Beurkundung des Vertrages vom 8. Juli 1986 erst nachträglich vereinbart worden, so Würde die Vermutung des § 154 Abs. 2 BGB, nach der bei der Verabredung einer Beurkundung im Zweifel der Vertrag nicht geschlossen ist, bis die Beurkundung erfolgt ist, nicht eingreifen (RGZ 94, 333, 335; 62, 78;… Palandt/Heinrichs, BGB, 53. Aufl., § 154 Rdnr. 5).
- BGH, 26.11.2019 - II ZB 21/17
Befugnis des Insolvenzverwalters zur Satzungsänderung im Fall der Verwertung der …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs handelt es sich bei der "ausdrücklichen Willigung" nach § 22 Abs. 1 HGB, anders als es noch das Reichsgericht annahm, nicht um eine Gestattung, das Recht zum weiteren Gebrauch der Firma unter Verzicht auf die eigene Weiterbenutzung einem Dritten einzuräumen (RGZ 107, 31, 33), sondern um eine vertragliche Einigung über die Übertragung der Firma als Teil des Vertrags über die Veräußerung des Handelsgeschäfts (BGH, Urteil vom 27. April 1994 - VIII ZR 34/93, ZIP 1994, 942, 943;… aA K. Schmidt, Handelsrecht, 6. Aufl., § 122 Rn. 43, 56). - BGH, 20.12.1996 - V ZR 277/95
Geltendmachung der Einrede des nicht erfüllten Vertrages im Falle anfänglichen …
Auch wenn man davon ausgeht, daß der Kläger vorleistungspflichtig war (§ 320 Abs. 1 Satz 1 BGB), ist diese Pflicht jedoch schon deshalb entfallen, weil die Beklagte von Anfang an (und noch bis in die Revisionsinstanz) nachdrücklich die Auffassung vertrat, sie sei hinsichtlich des Grabengrundstücks nicht zur Übereignung verpflichtet; darin ist eine ernsthafte und endgültige Erfüllungsverweigerung zu sehen, die zu einer Aussetzung der Vorleistungspflicht führt (vgl. z.B. BGHZ 88, 240, 247 f; BGH, Urt. v. 27. April 1994, VIII ZR 34/93, NJW 1994, 2025, 2026;… Soergel/Wiedemann, aaO., § 320 Rdn. 79;… Staudinger/Otto, aaO., § 320 Rdn. 7 je m.w.N.). - BGH, 06.07.2004 - XI ZR 250/02
Schadensersatzansprüche des Darlehensnehmers wegen Verweigerung der Auszahlung …
a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, von der das Berufungsgericht ausgegangen ist, entfällt eine Vorleistungspflicht des Gläubigers allerdings dann, wenn der Schuldner die Erbringung der ihm obliegenden Leistung endgültig und ernsthaft verweigert (vgl. BGH, Urteile vom 27. April 1994 - VIII ZR 34/93, WM 1994, 1209, 1211 f. und vom 31. Januar 1996 - VIII ZR 324/94, WM 1996, 822, 823).Macht der Gläubiger die Erfüllung einer ihm obliegenden Leistung von vertraglich nicht vereinbarten oder nicht begründeten Forderungen abhängig, so steht dies einer Verweigerung der eigenen Leistung gleich (BGH, Urteile vom 15. Mai 1990 - X ZR 128/88, WM 1990, 1628, 1630 und vom 27. April 1994 - VIII ZR 34/93, WM 1994, 1209, 1212).
- OLG Hamm, 08.01.2026 - 2 U 54/24
Praxisverkauf; Arztpraxis; Praxissubstrat; Good will
Gleiches gilt, wenn die Erfüllung von zusätzlichen, vertraglich nicht vereinbarten und nicht begründeten Forderungen abhängig gemacht wird (BGH, Urteil vom 27. April 1994 - VIII ZR 34/93, ZIP 1994, 942, 944). - BayObLG, 26.11.1997 - 3Z BR 279/97
Weiterführung des Familiennamens bei Umwandlung der Anwaltssozietät in …
Demnach ist auch eine stillschweigende Einwilligung ausreichend; ausdrücklich ist nur im Sinne von eindeutig zu verstehen (vgl. BGH NJW 1994, 2025/2026 m. w. N.;… Heymann/Emmerich § 22 Rdnr. 11). - BGH, 10.04.1995 - VIII ZR 346/93
Treuwidrigkeit der Einrede des nicht erfüllten Vertrages
Zwar entspricht es ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß der Schuldner weder gegenüber seinem vorleistungspflichtigen Gegner sich auf mangelnde Fälligkeit berufen noch die Einrede des nicht erfüllten Vertrages erheben kann, wenn er die eigene vertragliche Verpflichtung grundlos leugnet, die Gegenleistung endgültig zurückweist oder die eigene Leistung endgültig und nicht nur bis zur Erbringung der Gegenleistung ablehnt (BGHZ 50, 175, 177 [BGH 16.05.1968 - VII ZR 40/66]; 88, 240, 247 f [BGH 22.09.1983 - VII ZR 43/83]; seither st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 16. März 1994 - VIII ZR 246/92 = NJW-RR 1994, 880 unter II 2 b bb bbb; Urteil vom 27. April 1994 - VIII ZR 34/93 = WM 1994, 1209 unter II 4; Urteil vom 11. November 1994 - V ZR 149/93 = WM 1995, 203 = NJW 1995, 957 unter 2 b). - OLG Frankfurt, 27.07.2006 - 5 U 258/04
Geschäftsbesorgungsvertrag: Auslegung einer Abrechnungsvereinbarung zwischen zwei …
Denn bei einverständlicher Durchführung des mündlich geschlossenen Vertrages ist § 154 Abs. 2 BGB selbst dann nicht anwendbar, wenn die Schriftform zuvor konstitutiv vereinbart worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 27. Januar 1997 - II ZR 213/95, NJW-RR 1997, 669, Juris Rz 18), bei nachträglicher Vereinbarung der Form greift die Vermutung des § 154 Abs. 2 BGB schon nicht ein (vgl. BGH, Urteil vom 27 April 1994 - VIII ZR 34/93, NJW 1994, 2025, Juris Rdz. 23). - OLG Düsseldorf, 12.01.2006 - 2 U 65/04
Erstmalige Geltendmachung eines Anspruchs auf Auskunftserteilung und …
Eine bloße Duldung oder die Übertragung des Handelsgeschäfts reichen nicht aus, denn ein Handelsgeschäft kann auch ohne die bisherige Firma übertragen werden (BGH, NJW 1994, 2025, 2026 m. w. Nachw.). - OLG Frankfurt, 22.04.2005 - 15 U 227/04
Einwilligung des Übertragenden als Voraussetzung der Zulässigkeit der …
Allein aus der Übertragung des Handelsgeschäfts ist auf eine Übertragung der Firma nicht zu schließen, weil ein Handelsgeschäft auch ohne Firma übertragen werden kann (vgl. BGH, NJW 1994, 2025, 2026). - OLG Brandenburg, 17.07.2024 - 13 U 3/22
Anspruch aus einem Vertrag einer ehemaligen nicht ehelichen Lebensgemeinschaft …
Nach § 321 BGB entfällt die Vorleistungspflicht mit der Folge der Rückkehr zur Zug-um-Zug-Leistung, wenn und solange der andere Teil ernsthaft und endgültig erklärt, die eigene Leistung nicht mehr erbringen zu können oder zu wollen (vgl. BGH NJW 1997, 938, 939; BGH NJW 1995, 957; BGH NJW 1994, 2025, 2026;… MüKoBGB/Emmerich, 9. Aufl. 2022, § 320 BGB Rn. 31).
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