Rechtsprechung
| BGH, 13.12.1995 - VIII ZR 61/95 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Handelsvertreter - Kettenverträge - Zurückweisung erneuter Angebote - Eigenkündigung - Begründeter Anlaß - Grundurteil über Ausgleichsanspruch
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ZPO § 304, HGB § 89b Abs. 1, Abs. 3 Nr. 1
Voraussetzungen und Rechtsfolgen der Eigenkündigung des Handelsvertreters - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- EVERS.OK(Abodienst) (Leitsatz)
- Dumrath & Fassnacht 1 -, begründeter Anlass, Kettenverträge, Grundurteil über den AA, Billigkeitsgesichtspunkt, Billigkeit
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
Handelsvertreterrecht; Eigenkündigung
Papierfundstellen
- NJW 1996, 848
- ZIP 1996, 330
- MDR 1996, 371
- VersR 1996, 627
- WM 1996, 877
- BB 1996, 235
- DB 1996, 724
Wird zitiert von ... (36) Zitiert selbst (8)
- BGH, 12.01.1994 - XII ZR 167/92
Zulässigkeit eines Teilurteils über eine Widerklage; Zurückverweisung durch das …
Auszug aus BGH, 13.12.1995 - VIII ZR 61/95
Die somit schon in zweiter Instanz gebotene Zurückverweisung an das Landgericht kann der Senat gemäß § 565 Abs. 3 Nr. 1 ZPO nachholen (BGH in st.Rspr., zuletzt Urteil vom 12. Januar 1994 - XII ZR 167/92 = WM 1994, 865, 868 unter 5). - BGH, 30.11.1989 - IX ZR 249/88
Voraussetzungen der Verurteilung des Bürgen dem Grunde nach; Grundurteil auf …
Auszug aus BGH, 13.12.1995 - VIII ZR 61/95
Der Erlaß eines unzulässigen Grundurteils stellt einen wesentlichen Verfahrensmangel im Sinne des § 539 ZPO dar (BGH, in st.Rspr., zuletzt Urteile vom 10. Januar 1989 - VI ZR 43/88 = NJW-RR 1989, 1149 unter III und vom 30. November 1989 - IX ZR 249/88 = WM 1990, 262 unter 3;… Thomas/Putzo, ZPO, 19. Aufl., § 539 Rdnr. 8;… a.M. Münch-KommZPO-Rimmelspacher § 539 Rdnr. 24). - BGH, 10.01.1989 - VI ZR 43/88
Erlaß eines Grundurteils bei unstreitigem Anspruchsgrund
Auszug aus BGH, 13.12.1995 - VIII ZR 61/95
Der Erlaß eines unzulässigen Grundurteils stellt einen wesentlichen Verfahrensmangel im Sinne des § 539 ZPO dar (BGH, in st.Rspr., zuletzt Urteile vom 10. Januar 1989 - VI ZR 43/88 = NJW-RR 1989, 1149 unter III und vom 30. November 1989 - IX ZR 249/88 = WM 1990, 262 unter 3;… Thomas/Putzo, ZPO, 19. Aufl., § 539 Rdnr. 8;… a.M. Münch-KommZPO-Rimmelspacher § 539 Rdnr. 24).
- BGH, 11.03.1982 - I ZR 27/80
Begriff der Vermittlungstätigkeit
Auszug aus BGH, 13.12.1995 - VIII ZR 61/95
Die Vorabentscheidung über den Grund eines Ausgleichsanspruchs setzt voraus, daß sämtliche Voraussetzungen des § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nrn. l-3 HGB gegeben sind (BGH, Urteile vom 29. Mai 1967 - VII ZR 297/64 = NJW 1967, 2153 unter II und vom 11. März 1982 - I ZR 27/80 = NJW 1982, 1757 unter II 2). - BGH, 06.11.1986 - I ZR 51/85
Kündigung eines Handelsvertretervertrages wegen Sortimentserweiterung
Auszug aus BGH, 13.12.1995 - VIII ZR 61/95
Erforderlich, aber auch ausreichend ist, daß hierdurch eine für den Handelsvertreter nach Treu und Glauben nicht mehr hinnehmbare Situation geschaffen wird (Urteil vom 6. November 1986 - I ZR 51/85 = WM 1987, 292 unter II 2 a m.Nachw.). - BGH, 14.10.1993 - III ZR 157/92
Amtshaftungsanspruch wegen Überplanung eines Altlastengeländes - Erlass eines …
Auszug aus BGH, 13.12.1995 - VIII ZR 61/95
Die angefochtene Entscheidung erweist sich aber insoweit als rechtsfehlerhaft, als die getroffenen Feststellungen für den Erlaß eines Grundurteils gemäß § 304 ZPO durch das Landgericht nicht ausreichen, wie die Revision mit Recht geltend macht und wie im übrigen auch von Amts wegen zu beachten ist (st.Rspr., zuletzt BGH, Urteil vom 14. Oktober 1993 - III ZR 157/92 = NJW-RR 1994, 319 unter III). - BGH, 29.05.1967 - VII ZR 297/64
Unterscheidung zwischen dem begründeten Anlass zur Kündigung und einem wichtigen …
Auszug aus BGH, 13.12.1995 - VIII ZR 61/95
Die Vorabentscheidung über den Grund eines Ausgleichsanspruchs setzt voraus, daß sämtliche Voraussetzungen des § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nrn. l-3 HGB gegeben sind (BGH, Urteile vom 29. Mai 1967 - VII ZR 297/64 = NJW 1967, 2153 unter II und vom 11. März 1982 - I ZR 27/80 = NJW 1982, 1757 unter II 2). - BGH, 11.12.1958 - II ZR 169/57
Kettenvertrag, Abdingbarkeit von Provisionsansprüchen für Nachbestellungen, …
Auszug aus BGH, 13.12.1995 - VIII ZR 61/95
Keinen rechtlichen Bedenken begegnet freilich, daß das Berufungsgericht die zwischen dem Kläger und der Beklagten zu 1 jährlich neu abgeschlossenen Formularverträge mit Anlagen als Kettenverträge wertet, durch die ein Handelsvertreterverhältnis auf unbestimmte Zeit begründet wurde (vgl. BGH, Urteil vom 11. Dezember 1958 - II ZR 169/57 = VersR 1959, 129, 131), welches durch die Ablehnung der Vertragsofferte der Beklagten zu 1 für das Geschäftsjahr 1993/94 durch den Kläger beendet wurde.
- BGH, 11.05.2011 - VIII ZR 42/10
Teilurteil: Berücksichtigung der Unzulässigkeit in der Revisionsinstanz; Erlass …
Dieser Auffassung haben sich mehrere Zivilsenate des Bundesgerichtshofs angeschlossen (BGH, Urteile vom 11. März 1982 - I ZR 27/80, NJW 1982, 1757 unter II 2; vom 7. November 1991 - IX ZR 3/91, NJW-RR 1992, 290 unter II; vom 14. Mai 1992 - IX ZR 241/91, NJW 1992, 2487 unter II 1; vom 14. Oktober 1993 - III ZR 157/92, NJW-RR 1994, 319 unter III; vom 13. Dezember 1995 - VIII ZR 61/95, NJW 1996, 848 unter II 3; vom 4. Dezember 1997 - IX ZR 247/96, NJW 1998, 1140 unter II; vom 18. November 1999 - IX ZR 402/97, NJW 2000, 664 unter I; vom 27. Januar 2000 - IX ZR 45/98, NJW 2000, 1572 unter I; vom 17. Februar 2000 - IX ZR 436/98, NJW 2000, 1498 unter II 1; vom 12. Februar 2003 - XII ZR 324/98, WM 2003, 1919 unter II 2 a).Die somit schon in zweiter Instanz gebotene Zurückverweisung an das Landgericht kann der Senat nachholen (…BGH, Urteile vom 18. Dezember 1954 - II ZR 76/54, aaO S. 82;… vom 19. November 1959 - VII ZR 93/59, aaO; vom 3. Juni 1987 - VIII ZR 154/86, BGHZ 101, 134, 141; vom 13. April 1992 - II ZR 105/91, NJW 1992, 2099 unter 4;… vom 12. Januar 1994 - XII ZR 167/92, aaO;… vom 8. November 1995 - VIII ZR 269/94, aaO unter II 2; vom 13. Dezember 1995 - VIII ZR 61/95, aaO;… vom 4. Oktober 2000 - VIII ZR 109/99, aaO unter III).
- BGH, 13.08.2015 - VII ZR 90/14
Versicherungsvertretervertrag: Haftende Versicherungsgesellschaft für den …
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass an den "begründeten Anlass" im Sinne von § 89b Abs. 3 Nr. 1 HGB weniger strenge Anforderungen als an den des "wichtigen Grundes" (§ 89a Abs. 1 HGB) zu stellen sind, so dass hierfür auch ein unverschuldetes oder sogar rechtmäßiges Verhalten des Unternehmers genügen kann (vgl. BGH…, Beschluss vom 21. Februar 2006 - VIII ZR 61/04, NJW-RR 2006, 755 Rn. 7; Urteil vom 13. Dezember 1995 - VIII ZR 61/95, NJW 1996, 848, 849, juris Rn. 7 m.w.N.). - BGH, 28.02.2007 - VIII ZR 30/06
Ausgleichsanspruch des Vertragshändlers nach Kündigung durch den Unternehmer und …
Aus dem Senatsurteil vom 13. Dezember 1995 (VIII ZR 61/95, NJW 1996, 848), auf das sich die Revision beruft, ergibt sich nichts anderes.Die Vorabentscheidung über den Grund eines Ausgleichsanspruchs setzt voraus, dass sämtliche Voraussetzungen des § 89b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 HGB gegeben sind; insbesondere ist ein Grundurteil über einen Ausgleichsanspruch nur dann zulässig, wenn der Unternehmer mit hoher Wahrscheinlichkeit nach Vertragsende erhebliche Vorteile aus der Geschäftsverbindung mit den vom Handelsvertreter gewonnen Kunden hat (Senatsurteil vom 13. Dezember 1995, aaO, unter II 3).
- BGH, 05.11.2020 - VII ZR 188/19
Auslegung der Vorschrift des § 89b Abs. 3 Nr. 1 HGB als analogiefähig bzgl. der …
§ 89b Abs. 3 HGB ist im Lichte von Art. 18 der Richtlinie 86/653/EWG des Rates vom 18. Dezember 1986 zur Koordinierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend die selbständigen Handelsvertreter (ABl. EG Nr. L 382 vom 31. Dezember 1986 S. 17) so auszulegen, dass diese Vorschrift, insbesondere § 89b Abs. 3 Nr. 1 HGB, nicht analogiefähig ist, soweit eine analoge Anwendung sich in Gegensatz zu dem bei Art. 18 der Richtlinie 86/653/EWG maßgebenden Analogieverbot setzen würde (Aufgabe von BGH, Urteil vom 28. Februar 2007 - VIII ZR 30/06, BGHZ 171, 192; Urteil vom 28. April 1999 - VIII ZR 354/97, BGHZ 141, 248 und Urteil vom 13. Dezember 1995 - VIII ZR 61/95, NJW 1996, 848).Rn. 22 Für eine Analogie spreche, dass der Bundesgerichtshof diese bereits für den Fall von Kettenhandelsvertreterverträgen bejaht habe (vgl. BGH, Urteil vom 13. Dezember 1995 - VIII ZR 61/95, NJW 1996, 848).
Rn. 38 c) Soweit der Bundesgerichtshof in seiner bisherigen Rechtsprechung die Ausschlusstatbestände des § 89b Abs. 3 HGB für - begrenzt - analogiefähig erachtet hat (vgl. BGH…, Urteil vom 28. Februar 2007- VIII ZR 30/06 Rn. 15 m.w.N., BGHZ 171, 192;… Urteil vom 28. April 1999 - VIII ZR 354/97, BGHZ 141, 248, juris Rn. 11 i.V.m. Rn. 10, zu § 89b Abs. 3 Satz 1 HGB in der bis zum 31. Dezember 1989 geltenden Fassung, der Vorläufervorschrift von § 89b Abs. 3 Nr. 1 HGB; Urteil vom 13. Dezember 1995 - VIII ZR 61/95, NJW 1996, 848, juris Rn. 6), hält der Senat, der nunmehr für die Rechtsstreitigkeiten über die Vertragsverhältnisse der Handelsvertreter zuständig ist, daran im Hinblick auf Art. 18 der Richtlinie 86/653/EWG und auf das zu dieser Bestimmung ergangene Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 19. April 2018 - C-645/16, ZVertriebsR 2018, 169 = IHR 2018, 205, juris Rn. 31 - CMR, nicht fest, soweit eine analoge Anwendung von § 89b Abs. 3 HGB sich in Gegensatz zu dem bei Art. 18 der Richtlinie 86/653/EWG maßgebenden Analogieverbot setzen würde.
- BGH, 20.09.2023 - VIII ZR 432/21
Zulässigkeit des Erlasses eines Grundurteils: Verurteilung dem Grunde nach zum …
Dabei macht der Senat von der auch dem Revisionsgericht offenstehenden Möglichkeit Gebrauch, den Rechtsstreit wegen der Mängel des landgerichtlichen Verfahrens (§ 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 ZPO) unter Aufhebung des Grundurteils an das Landgericht zurückzuverweisen (vgl. BGH, Urteile vom 21. Februar 1992 - V ZR 253/90, WM 1992, 970 unter IV; vom 13. Dezember 1995 - VIII ZR 61/95, NJW 1996, 848 unter II 3; vom 4. Oktober 2000 - VIII ZR 109/99, NJW 2001, 155 unter III;… MünchKommZPO/Krüger, 6. Aufl., § 563 Rn. 26; vgl. auch BGH…, Urteil vom 15. November 2018 - III ZR 69/17, NVwZ-RR 2019, 245 Rn. 22 [zu § 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7 ZPO]). - BGH, 28.04.1999 - VIII ZR 354/97
Ausgleichsanspruch eines im Rotationssystem eingesetzten Handelsvertreters
Der Senat hat die Entscheidungen der Vorinstanzen aufgehoben und die Sache an das Landgericht zurückverwiesen (Urteil vom 13. Dezember 1995 - VIII ZR 61/95 = WM 1996, 877).Wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 13. Dezember 1995 (aaO) ausgeführt hat, sind die jährlich zwischen dem Kläger und der Beklagten zu 1) neu abgeschlossenen Formularverträge mit Anlagen als Kettenverträge zu werten, durch die ein Handelsvertreterverhältnis auf unbestimmte Zeit begründet wurde, und ist die in der Ablehnung der Vertragsofferte liegende Weigerung des Klägers, das Handelsvertreterverhältnis über den Schluß des Geschäftsjahres 1992/93 hinaus fortzusetzen, rechtlich einer Eigenkündigung gleichzustellen.
- OLG Nürnberg, 28.01.2011 - 12 U 744/10
Beendeter Handelsvertretervertrag: Ansprüche des Handelsvertreters auf Erteilung …
126 Zwar ist ein Grundurteil über einen Ausgleichsanspruch gemäß § 89b HGB wegen des engen Zusammenhangs der den Grund und die Höhe des Ausgleichs betreffenden Tat- und Rechtsfragen regelmäßig unzweckmäßig und darf nur ergehen, wenn jedenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit erhebliche fortdauernde Vorteile des Unternehmers (§ 89b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB) wie auch die Billigkeit eines Ausgleichs (§ 89b Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB) jeweils zu bejahen sein werden; diese Frage hat der Senat auch ohne entsprechende Rüge der Berufung von Amts wegen zu prüfen (BGH, Urteil vom 29.05.1967 - VII ZR 297/64, NJW 1967, 2153; Urteil vom 11.03.1982 - I ZR 27/80, NJW 1982, 1757; Urteil vom 13.12.1995 - VIII ZR 61/95, NJW 1996, 848; Urteil vom 28.02.2007 - VIII ZR 30/06, BGHZ 171, 192; OLG Frankfurt, Urteil vom 01.02.2006 - 21 U 21/05, juris;… Baumbach/Hopt, HGB 34. Aufl. § 89b Rn. 83). - BGH, 21.02.2006 - VIII ZR 61/04
Kündigung des Handelsvertretervertrages durch den Unternehmer wegen Verweigerung …
Die Bewertung des in Frage kommenden Unternehmerverhaltens als begründeter Anlass für die Kündigung durch den Handelsvertreter ist im Wesentlichen tatsächlicher Natur und deshalb vom Revisionsgericht nur beschränkt überprüfbar (Senatsurteil vom 13. Dezember 1995 - VIII ZR 61/95, NJW 1996, 848, unter II 2). - BGH, 09.10.2002 - VIII ZR 95/01
Anwendung des Handelsvertreterrechts auf einen Vertragshändlervertrag
Bei einer Aneinanderreihung von Verträgen, die jeweils auf bestimmte Dauer abgeschlossen und dann, ohne erneut ausgehandelt worden zu sein, mit gleichlautendem oder im wesentlichen gleichen Inhalt jeweils für einen bestimmten weiteren Zeitraum verlängert werden, kann ein auf unbestimmte Zeit eingegangener Vertrag anzunehmen sein (BGH, Urteile vom 13. Dezember 1995 - VIII ZR 61/95 - WM 1996, 877 unter II 1 und vom 17. Juli 2002 - VIII ZR 59/01, zur Veröffentlichung vorgesehen, unter 11, 1 b bb; BGH, Urteil vom 11. Dezember 1958 - II ZR 169/57, VersR 1959, 129 unter 2; s.a. BGHZ 141, 248, 251). - BGH, 17.07.2002 - VIII ZR 59/01
Entsprechende Anwendung des Handelsvertreterrechts auf Franchise-Verträge
Der Bundesgerichtshof hat solche im Zusammenhang stehenden befristeten Verträge mehrfach als ein einheitliches Vertragsverhältnis behandelt (…vgl. Urteil vom 11. Dezember 1958, aaO; BGHZ 20, 30, 33 f.; Urteil vom 13. Dezember 1995 - VIII ZR 61/95, WM 1996, 877 = NJW 1996, 848 unter II 1 und 2; BGHZ 141, 248, 251). - OLG Köln, 05.05.2006 - 19 U 202/05
Ausgleichsanspruch des Vertragshändlers nach Kündigung des Vertrages durch den …
- OLG Köln, 31.03.2006 - 19 U 139/05
Anspruch auf Zahlung eines Ausgleichsanspruchs nach der Beendigung des …
- OLG Frankfurt, 01.02.2006 - 21 U 21/05
Vertragshändlerausgleich: Verlust des Anspruchs eines …
- OLG Köln, 23.06.2006 - 19 U 170/05
Anspruch eines Vertragspartners auf Ausgleich nach Beendigung eines …
- OLG Frankfurt, 05.04.2006 - 21 U 10/05
Ausgleichsanspruch des Automobilvertragshändlers gemäß § 89 b HGB bei Kündigung …
- OLG Oldenburg, 07.08.2018 - 2 U 30/18
Schadensersatzansprüche gegen einen Architekten wegen Überschreitung des …
- OLG Düsseldorf, 25.07.2019 - 16 U 120/18
AA des VV, Eigenkündigung einer VV-GmbH bei vereinbarter Beendigung des VVV im …
- OLG Frankfurt, 01.02.2006 - 21 U 23/05
Ausgleichsanspruch des Kfz-Vertragshändlers nach Änderungskündigung des …
- OLG Köln, 24.11.2023 - 19 U 146/22
Telekommunikationsprodukte, Telekommunikationsdienstleistungen -, Absatz von …
- OLG Frankfurt, 17.01.2006 - 11 U 34/05
Ausgleichsanspruch: Verlust bei Annahme eines neuen Vertragsangebots nach …
- OLG München, 02.02.2017 - 23 U 2749/16
Ausschluss des Handelsvertreterausgleichs wegen Eigenkündigung
- OLG Brandenburg, 17.04.2025 - 10 U 11/24
Anspruch eines Wohnungsbauunternehmen gegen den beauftragten Architekten auf …
- OLG Jena, 25.01.2001 - 1 U 716/00
Haftungsverteilung beim Begegnungsverkehr zwischen Bus und LKW auf enger Strecke …
- OLG Karlsruhe, 25.06.2024 - 8 U 107/23
Tatsachen für Anspruchsgrund und -höhe identisch: Grundurteil unzulässig!
- OLG Düsseldorf, 02.11.2001 - 16 U 49/00
AA des HV, begründeter Anlass, Provisionsrückstände des U, Unternehmervorteile, …
- OLG Saarbrücken, 20.07.2005 - 1 U 532/04
Vertragshändlervertrag: Anspruch des Kfz-Vertragshändlers auf Rücknahme des …
- OLG Saarbrücken, 23.05.2007 - 1 U 464/06
Ausgleichsanspruch eines Kfz-Händlers nach Kündigung des Händlervertrages durch …
- OLG Köln, 21.05.1997 - 27 U 124/96
Wirksamkeit der Abtretung einer Geldforderung unter Kaufleuten
- OLG Frankfurt, 17.01.2006 - 11 U 33/05
Kraftfahrzeugvertragshändlervertrag: Handelsvertreterausgleichsanspruch nach …
- BGH, 15.11.2000 - VIII ZR 60/00
Revision - Anspruchsgrund - Handelsvertreter - Ausgleichsanspruch - …
- OLG München, 06.08.2024 - 7 U 3608/22
Energielieferungsvertrag, Handelsvertreterrichtlinie, Auskunftsanspruch des …
- OLG Köln, 03.02.2012 - 19 U 113/11
Anspruch auf Zahlung von entgangenem Gewinn
- OLG Köln, 14.06.1996 - 19 U 4/96
Ausgleichsanspruch des Kfz-Eigenhändlers
- OLG Hamm, 23.03.2001 - 35 U 48/00
Buchauszug zur Vorbereitung des AA des HV, begründeter Anlass, Entziehung der …
- OLG Düsseldorf, 17.12.2004 - 16 U 201/03
Anspruch gegen ein Mineralölunternehmen auf Zahlung eines …
- BGH, 05.11.2020 - VII ZR 388/19
Keine Notwendigkeit der analogen Anwendung der Ausschlusstatbestände des § 89b …
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Rechtsprechung
| BGH, 11.12.1995 - II ZR 128/94 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Deutsches Notarinstitut
GmbHG §§ 32b, 30, 31
Gesellschafterbürgschaft als Eigenkapitalersatz - JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Gesellschafterbürgschaft - Kreditwürdigkeit
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de
GmbHG § 32 b, § 30, § 31
Eigenkapitalersetzende Funktion von Gesellschafterbürgschaften; Feststellung der Kreditunwürdigkeit der Gesellschaft - ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1996, 722
- ZIP 1996, 273
- MDR 1996, 371
- WM 1996, 259
- BB 1996, 340
- DB 1996, 420
Wird zitiert von ... (15) Zitiert selbst (3)
- BGH, 07.11.1994 - II ZR 270/93
Umqualifizierung einer Kredithilfe in Eigenkapitalersatz
Auszug aus BGH, 11.12.1995 - II ZR 128/94
Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Sen.Urt. v. 7. November 1994 - II ZR 270/93, ZIP 1994, 1934 = WM 1994, 2280 u. v. 28. November 1994 - II ZR 77/93, ZIP 1995, 23) ist es nicht erforderlich, daß der Gesellschafter bei Eintritt der Krise eine bewußte Finanzierungsentscheidung im Sinne einer Weitergewährung bisher zur Verfügung gestellter Gesellschafterhilfen getroffen hat.Da das Fehlen dieser Kenntnismöglichkeit als Ausnahmetatbestand zu betrachten ist und ihr Bestehen als Regelfall (vgl. dazu Sen.Urt. v. 7. November 1994 aaO. insbes. ZIP 1994, 1938 f.) , konnte es entgegen der Annahme des Berufungsgerichts nicht Sache des Klägers sein darzulegen und zu beweisen, wann, wo und wie der Beklagte zu 1 als Geschäftsführer den Beklagten zu 2 von dem Eintritt der Krise informiert haben solle.
- BGH, 28.11.1994 - II ZR 77/93
Eigenkapitalersatz durch Stehenlassen von Forderungen
Auszug aus BGH, 11.12.1995 - II ZR 128/94
Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Sen.Urt. v. 7. November 1994 - II ZR 270/93, ZIP 1994, 1934 = WM 1994, 2280 u. v. 28. November 1994 - II ZR 77/93, ZIP 1995, 23) ist es nicht erforderlich, daß der Gesellschafter bei Eintritt der Krise eine bewußte Finanzierungsentscheidung im Sinne einer Weitergewährung bisher zur Verfügung gestellter Gesellschafterhilfen getroffen hat. - BGH, 19.12.1994 - II ZR 10/94
Umqualifizierung einer Gesellschafterleistung in Eigenkapitalersatz bei …
Auszug aus BGH, 11.12.1995 - II ZR 128/94
Es reicht vielmehr aus, daß er die Möglichkeit hatte, die Krise der Gesellschaft zu erkennen, und darauf nicht durch Abzug seiner Kredithilfe, bei der Bürgschaft durch Geltendmachung der Rechte aus § 775 BGB, oder durch Liquidation der Gesellschaft, sei es mit oder ohne Durchführung eines Insolvenzverfahrens, reagiert hat, wofür ihm nicht unähnlich dem Geschäftsführer (§ 64 Abs. 1 GmbHG) allenfalls eine Überlegungsfrist von zwei bis drei Wochen zur Verfügung steht (vgl. zuletzt BGH, Urt. v. 19. Dezember 1994 - II ZR 10/94, ZIP 1995, 280).
- BGH, 30.03.1998 - II ZR 146/96
Geltendmachung eines Quoten- oder sonstigen Schadens der Neugläubiger wegen …
Hinreichende Umstände, die den Beklagten zu 1 daran gehindert hätten, die Krise der Gesellschaft zu erkennen und darauf binnen einer kurzen Überlegungsfrist durch Abzug seiner Kredithilfe oder durch Liquidation der GmbH zu reagieren (vgl. Sen.Urt. v. 11. Dezember 1995 - II ZR 128/94, ZIP 1996, 273, 275 m.N.), werden auch von der Revision nicht aufgezeigt. - BGH, 05.07.2007 - IX ZR 256/06
Anfechtbarkeit der Rückzahlung einer Beihilfe in der Insolvenz des Empfängers
Eine bewusste Entscheidung des Gesellschafters, die Bereicherungsansprüche nicht geltend zu machen, sie vielmehr stehen zu lassen, ist für eine Qualifizierung als eigenkapitalersetzend nicht erforderlich (BGH, Urt. v. 11. Dezember 1995 - II ZR 128/94, WM 1996, 259, 260). - BFH, 10.11.1998 - VIII R 6/96
Krisenbestimmtes Darlehen eines GmbH-Gesellschafters
Die Unterrichtung eines Gesellschafters über den Finanzierungsstand der Gesellschaft kann zwar regelmäßig angenommen (vgl. dazu BGH-Urteil vom 26. November 1979 II ZR 104/77, BGHZ 75, 334, 339, und ständige Rechtsprechung, vgl. etwa BGH-Urteil vom 11. Dezember 1995 II ZR 128/94, Neue Juristische Wochenschrift 1996, 722, DStR 1996, 555, unter 3. der Gründe; von Gerkan, GmbH-Rundschau 1996, 400, 401, m.w.N.) und bei einem wesentlich beteiligten Gesellschafter und Geschäftsführer auch vermutet werden (vgl. etwa BFH-Urteil in BFHE 168, 551, BStBl II 1993, 333, unter 2. b aa der Gründe); das bedeutet jedoch nur, daß im allgemeinen die subjektive Erkennbarkeit der Krisenlage --als Tatbestandsmerkmal des Kapitalersatzrechts (BGH-Urteil vom 7. November 1994 II ZR 270/93, BGHZ 127, 336)-- gegeben sein wird und dann der Zeitpunkt der Krise allein nach den objektiven Tatbestandsmerkmalen für die Umqualifizierung eines Darlehens in Eigenkapitalersatz zu bestimmen ist.
- BGH, 31.05.2011 - II ZR 106/10
Überschuldung der GmbH & Co. KG: Verjährung des Anspruchs auf Erstattung des …
Rn. 10 b) Dass die Beklagte als Mehrheitsgesellschafterin der Komplementär-GmbH die Insolvenzreife zumindest hätte erkennen können, ist ohne weiteres anzunehmen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Dezember 1995 - II ZR 128/94, ZIP 1996, 273, 275).Dazu hatte sie auch eine ausreichend lange Überlegungszeit, nämlich mehr als die insoweit anzusetzenden höchstens drei Wochen (BGH, Urteil vom 11. Dezember 1995 - II ZR 128/94, ZIP 1996, 273, 275).
- BGH, 02.06.1997 - II ZR 211/95
Darlegungs- und Beweislast nach Einholung eines Sachverständigengutachtens zur …
Kreditunwürdigkeit liegt vor, wenn die Gesellschaft zwar noch nicht konkursreif, also zahlungsunfähig oder überschuldet ist, wenn sie aber ohne die Gesellschafterleistung liquidiert werden müßte und kein vernünftig handelnder außenstehender Kreditgeber ihr einen Kredit unter denselben Bedingungen wie der Gesellschafter gewähren würde (vgl. BGHZ 81, 252, 255; 81, 311, 317 f. [BGH 21.09.1981 - I ZR 104/80]; Sen.Urt. v. 11. Dezember 1995 - II ZR 128/94, ZIP 1996, 273, 274 f.; v. 4. Dezember 1995 - II ZR 281/94, ZIP 1996, 275 ff.). - OLG Brandenburg, 28.02.2007 - 3 U 127/06
Anspruch auf Darlehensrückzahlung: Formeller Beweis durch Erklärungen in …
Für eine Umqualifizierung der Verpfändung durch einen Gesellschafter zugunsten der Gesellschaft in Eigenkapitalersatz reicht es aus, dass er die Möglichkeit hat, die Krise der Gesellschaft zu erkennen und darauf nicht durch Abzug seiner Kredithilfe oder durch Liquidation der Gesellschaft, sei es mit oder ohne Durchführung eines Insolvenzverfahrens reagiert hat, wofür ihm, ähnlich dem Geschäftsführer (§ 64 Abs. 1 GmbHG), allenfalls eine Überlegungsfrist von zwei bis drei Wochen zur Verfügung steht (vgl. etwa BGH, Urteil vom 11.12.1995, II ZR 128/94 = NJW 1996, 722 mit zahlreichen weiteren Nachweisen).Vielmehr reicht es aus, dass er die Möglichkeit hat, die Krise der Gesellschaft zu erkennen und darauf nicht durch Abzug seiner Kredithilfe oder durch Liquidation der Gesellschaft, sei es mit oder ohne Durchführung eines Insolvenzverfahrens reagiert hat, wofür ihm, ähnlich dem Geschäftsführer (§ 64 Abs. 1 GmbHG), allenfalls eine Überlegungsfrist von zwei bis drei Wochen zur Verfügung steht (vgl. etwa BGH, Urteil vom 11.12.1995, II ZR 128/94 = NJW 1996, 722 mit zahlreichen weiteren Nachweisen).
- OLG Celle, 18.06.2008 - 9 U 14/08
Einordnung einer zu Gunsten einer GmbH in der Krise von ihren Gesellschaftern …
Soweit der Beklagte zu 5 geltend macht, er habe von der Krise der Gesellschaft Kenntnis weder gehabt noch erlangen können, ermangelt seiner (fernliegenden) Behauptung, für die er die Darlegungs- und Beweislast trägt, jeglicher nachvollziehbarer Sachvortrag dazu, warum er ausnahmsweise auch bei Wahrnehmung der ihn als Gesellschafter treffenden Finanzierungsverantwortung unter Ausschöpfung der ihm zu Gebote stehenden Informationsmöglichkeiten nicht in der Lage gewesen sein will, Kenntnis von dem kritischen Zustand zu erhalten (BGH, NJW 1996, 722 f.). - OLG Koblenz, 27.05.2004 - 6 U 963/03
GmbH: Widerruf eines gerichtlichen Geständnisses; eigenkapitalersetzende …
Das Nichtabziehen von Sicherheiten in der Krise ist nach den Grundsätzen der stehengelassenen Gesellschafterleistungen der Gewährung von Sicherheiten gleichzustellen (vgl. BGH DStR 1996 S. 555f; NJW-RR 1994, 1059f).Die bewusste Finanzierungsentscheidung im Sinne der Weitergewährung bisher zur Verfügung gestellter Gesellschafterhilfen ist insoweit nicht erforderlich (BGH DStR 1996 S. 555f).
- OLG Köln, 17.03.2005 - 18 U 169/03
Rückzahlungsansprüche aus dem Gesichtspunkt des Eigenkapitalersatzes gegen den …
Ein vor Eintritt der Unternehmenskrise gewährtes Darlehen erhält jedoch auch dann eigenkapitalersetzende Wirkung und wird damit von den Bindungen der §§ 30, 31 GmbHG erfasst, wenn es in einer späteren Krise der Gesellschaft stehen gelassen wird und der Gesellschafter zumindest die Möglichkeit hatte, die den Eintritt der Krise begründenden Umstände zu erkennen (vgl.: Hommelhoff/Goette/Kleindiek, Eigenkapitalersatzrecht in der Praxis, Rn 49 ff.; Michalski/Heidinger, Kommentar zum GmbH-Gesetz, 2002, § 30 Rn 144; BGH NJW 1995, 457 f; BGH DB 1996, 420, 421; OLG Düsseldorf GmbHR 1997, 350, 351). - OLG Zweibrücken, 20.12.2001 - 4 U 131/00
GmbH: Haftung des bürgenden Gesellschafters nach Eigenkapitalersatzregeln; …
Dabei ist dem Gesellschafter grundsätzlich eine angemessene Überlegungszeit für die Entscheidung zuzubilligen, ob er die Gesellschaft liquidieren oder weiterführen will (vgl. dazu etwa BGH WM 1994, 2280, 2283; BGH WM 1996, 259, 260, jew. m.w.N.). - FG Rheinland-Pfalz, 25.09.2008 - 5 K 1225/06
Zeitpunkt der Verlustrealisierung
- OLG Dresden, 15.06.1998 - 2 U 325/98
Schadenersatzanspruch gegen Rechtsanwalt; Unterlassene Berufungseinlegung; …
- OLG Frankfurt, 02.11.2006 - 7 W 67/06
Kreditwürdigkeit; Kreditunwürdigkeit; Bilanz; Zwischenbilanz
- LG Kiel, 23.01.2001 - 16 O 93/00
Bürgschaft des Beklagten als Sicherungsmittel für den von einer Sparkasse der …
- KG, 15.09.2006 - 6 U 127/05
Eigenbrandstiftung an Betriebseinrichtung (Autolackiererei)
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