Rechtsprechung
| BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08 |
Volltextveröffentlichungen (15)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
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- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Restschuldbefreiungsversagung: Verschulden des Schuldners bei eigenmächtiger Änderung des Vermögensverzeichnisses durch den Verfahrensbevollmächtigten
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 290 Abs 1 Nr 6 InsO, § 85 Abs 2 ZPO
Restschuldbefreiungsversagung: Verschulden des Schuldners bei eigenmächtiger Änderung des Vermögensverzeichnisses durch den Verfahrensbevollmächtigten - IWW
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Zurechnung des Fehlverhaltens des Verfahrensbevollmächtigten eines Schuldners als eigenes (qualifiziertes) Verschulden
- zvi-online.de
InsO § 290 Abs. 1 Nr. 6; ZPO § 85 Abs. 2
Keine Zurechnung des Fehlverhaltens des Verfahrensbevollmächtigten bei Erstellung des Vermögensverzeichnisses - ra.de
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Zurechnung des Fehlverhaltens des Verfahrensbevollmächtigten eines Schuldners als eigenes (qualifiziertes) Verschulden
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Keine Fehlverhaltenszurechnung des Verfahrensbevollmächtigen
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Fehler des Schuldneranwalts im Insolvenzverfahren
- datenbank.nwb.de (Kurzinformation)
Keine Zurechnung anwaltlichen Verschuldens für falsches Vermögensverzeichnis
Verfahrensgang
- AG Landshut, 01.08.2008 - 4 IK 674/06
- LG Landshut, 29.09.2008 - 32 T 2274/08
- BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08
Papierfundstellen
- NJW 2011, 1229
- MDR 2011, 510
- NZI 2011, 254
- NZM 2011, 634
- FamRZ 2011, 640
- WM 2011, 503
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (9)
- BGH, 11.05.2010 - IX ZB 167/09
Aufhebung der Verfahrenskostenstundung durch das Insolvenzgericht: Grob …
Auszug aus BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08
Unrichtige Angaben sind ihm dann aufgrund eigenen Fehlverhaltens zuzurechnen; das ungeprüfte Unterschreiben eines von dritter Seite ausgefüllten oder noch auszufüllenden Formulars wird regelmäßig als grob fahrlässig, unter Umständen sogar als bedingt vorsätzlich hinsichtlich jeglicher im Text enthaltenen Unrichtigkeit angesehen werden können (vgl. BGH, Beschluss vom 11. Mai 2010 - IX ZB 167/09, ZVI 2010, 345 Rn. 9, 11).Ein "blindes" Unterschreiben einer von einem Dritten verfassten Erklärung kann grob fahrlässig sein (vgl. BGH, Beschluss vom 11. Mai 2010 - IX ZB 167/09, ZVI 2010, 345 Rn. 9).
- BGH, 17.03.2005 - IX ZB 260/03
Versagung der Restschuldbefreiung wegen unvollständiger Angaben des Schuldners …
Auszug aus BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08
Die Vorlage der in diesen Vorschriften genannten Verzeichnisse dienen der Information der Gläubiger über die geplante Schuldenbereinigung, aber auch der Entlastung des Insolvenzgerichts (BGH, Beschluss vom 17. März 2005 - IX ZB 260/03, ZVI 2005, 641, 642;… vom 16. Dezember 2010 - IX ZB 63/09, z.V.b., Rn. 6 mwN).Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs unterliegt es deshalb nicht der Beurteilung des Schuldners, Angaben zu unterlassen, weil sie für die Gläubiger nicht von Interesse seien (BGH, Beschluss vom 17. März 2005, aaO;… vom 7. Dezember 2006 - IX ZB 11/06, ZInsO 2007, 96 Rn. 8;… vom 16. September 2010 - IX ZB 128/09, NZI 2010, 911 Rn. 2).
- BGH, 16.09.2010 - IX ZB 128/09
Restschuldbefreiung: Qualifiziertes Verschulden des Schuldners beim Irrtum über …
Auszug aus BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs unterliegt es deshalb nicht der Beurteilung des Schuldners, Angaben zu unterlassen, weil sie für die Gläubiger nicht von Interesse seien (BGH…, Beschluss vom 17. März 2005, aaO;… vom 7. Dezember 2006 - IX ZB 11/06, ZInsO 2007, 96 Rn. 8; vom 16. September 2010 - IX ZB 128/09, NZI 2010, 911 Rn. 2).Ein unvermeidbarer Irrtum des Schuldners über den Umfang seiner aus §§ 305, 307 InsO folgenden Pflichten kann Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit im Einzelfall allerdings ausschließen (vgl. BGH, Beschluss vom 16. September 2010, aaO).
- BGH, 11.09.2003 - IX ZB 37/03
Anforderungen an die Glaubhaftmachung bei Versagung der Restschuldbefreiung; …
Auszug aus BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08
Die Feststellungslast trifft den Gläubiger (vgl. BGH, Beschluss vom 11. September 2003 - IX ZB 37/03, BGHZ 156, 139, 147). - BGH, 20.03.2003 - IX ZB 388/02
Versagung der Restschuldbefreiung; Umfang der Auskunftspflicht über Einkünfte aus …
Auszug aus BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08
Eine nur geringfügige Verletzung von Auskunfts- und Mitwirkungspflichten rechtfertigt eine Versagung der Restschuldbefreiung nicht (vgl. BGH, Beschluss vom 20. März 2003 - IX ZB 388/02, ZVI 2003, 170, 171;… vom 8. Januar 2009 - IX ZB 73/08, ZVI 2009, 168 Rn. 23;… Uhlenbruck/Vallender, InsO 13. Aufl. § 290 Rn. 74). - BGH, 08.01.2009 - IX ZB 73/08
Konkrete Beeinträchtigung der Befriedigungsaussichten der Gläubiger als …
Auszug aus BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08
Eine nur geringfügige Verletzung von Auskunfts- und Mitwirkungspflichten rechtfertigt eine Versagung der Restschuldbefreiung nicht (vgl. BGH, Beschluss vom 20. März 2003 - IX ZB 388/02, ZVI 2003, 170, 171; vom 8. Januar 2009 - IX ZB 73/08, ZVI 2009, 168 Rn. 23;… Uhlenbruck/Vallender, InsO 13. Aufl. § 290 Rn. 74). - BGH, 16.12.2010 - IX ZB 63/09
Regelinsolvenzverfahren: Unverhältnismäßigkeit der Versagung der …
Auszug aus BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08
Die Vorlage der in diesen Vorschriften genannten Verzeichnisse dienen der Information der Gläubiger über die geplante Schuldenbereinigung, aber auch der Entlastung des Insolvenzgerichts (BGH, Beschluss vom 17. März 2005 - IX ZB 260/03, ZVI 2005, 641, 642; vom 16. Dezember 2010 - IX ZB 63/09, z.V.b., Rn. 6 mwN). - BGH, 07.12.2006 - IX ZB 11/06
Versagung der Restschuldbefreiung wegen Verstoßes gegen Auskunfts- und …
Auszug aus BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs unterliegt es deshalb nicht der Beurteilung des Schuldners, Angaben zu unterlassen, weil sie für die Gläubiger nicht von Interesse seien (BGH…, Beschluss vom 17. März 2005, aaO; vom 7. Dezember 2006 - IX ZB 11/06, ZInsO 2007, 96 Rn. 8;… vom 16. September 2010 - IX ZB 128/09, NZI 2010, 911 Rn. 2). - AG Göttingen, 13.11.2002 - 74 IK 38/00
Anforderungen an die Durchführung eines Insolvenzverfahrens; Voraussetzungen für …
Auszug aus BGH, 10.02.2011 - IX ZB 250/08
Die Entscheidung AG Göttingen ZVI 2003, 88, 89, die in der Kommentarliteratur als Beleg für eine mögliche Zurechnung fremden Verschuldens angeführt wird (…FK-InsO/Ahrens, 6. Aufl. § 290 Rn. 73), behandelt ebenfalls einen Fall eigenen Verschuldens des Schuldners, der ein unrichtig ausgefülltes Formular ungeprüft unterzeichnet hatte.
- BGH, 08.03.2012 - IX ZB 70/10
Restschuldbefreiungsverfahren: Umfang der Auskunftsverpflichtung des Schuldners; …
Grundsätzlich ist es nicht Sache des Schuldners, seine Aktiva zu bewerten und vermeintlich "für die Gläubiger uninteressante" Positionen zu verschweigen (vgl. näher BGH, Beschluss vom 23. Juli 2004 - IX ZB 174/03, WM 2004, 1840, 1841;… vom 7. Dezember 2006 - IX ZB 11/06, ZInsO 2007, 96 Rn. 8; vom 10. Februar 2011 - IX ZB 250/08, WM 2011, 503 Rn. 11;… MünchKomm-InsO/Stephan, 2. Aufl., § 290 Rn. 76a). - LG Hamburg, 10.07.2017 - 326 T 181/16
Restschuldbefreiung bei Verbraucherinsolvenz: Prüfungspflicht des Schuldners bei …
Im Rahmen des § 305 I Nr. 3 InsO kann die Frage des Verschuldens nur nach dem Verhalten des Schuldners selbst beurteilt werden, denn es kommt allein auf seine persönliche Redlichkeit an und ob in seiner Person Versagungsgründe gegeben sind (BGH IX ZB 250/08, 10.02.11). - LAG Köln, 22.06.2015 - 1 Ta 145/15
Aufhebung der Bewilligung der ratenfreien Prozesskostenhilfe wegen Verletzung der …
Solche Ausnahmefälle hat die Rechtsprechung etwa angenommen für den Fall des Verschuldens im Rahmen des § 141 Abs. 3 ZPO (BGH 22.06.2011 - I ZB 77/10 - NJW-RR 2011, 1363;… ebenso Beck OK-ZPO/Piepenbrock, § 85 Rn. 16 a) oder für vorsätzliche oder grob fahrlässige falsche oder unvollständige Angaben im Rahmen des § 290 Abs. 1 Nr. 6 InsO, die auf eigenmächtigen Änderungen des Bevollmächtigten beruhen (BGH 10.02.2011 - IX ZB 250/08 - NJW 2011, 1229).Ein vorsätzlich oder grob fahrlässiger Verstoß des Prozessbevollmächtigten gegen seine anwaltlichen Pflichten lasse keinen Rückschluss auf die Redlichkeit oder Unredlichkeit der Partei zu (BGH 10.02.2011 - IX ZB 250/08 - NJW 2011, 1229 Rn. 8).
- AG Hamburg, 06.10.2021 - 68h IK 120/21
Weitergeltung der sog. Vorwirkungsrechtsprechung des BGH auch nach Inkrafttreten …
Der BGH hat angedeutet, dass die Vorschrift über § 4 InsO auf Versäumung von Verfahrenshandlungen entsprechende Anwendung im Insolvenzverfahren finden kann (BGH v. 10.2.2010, IX ZB 250/08, NZI 2011, 254 Rn.8). - BGH, 14.06.2012 - IX ZA 76/11
Rechtfertigung einer Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand wegen Versäumung …
Im Hinblick auf die Höhe der im Vermögensverzeichnis nicht aufgenommenen Forderung der weiteren Beteiligten zu 2 und des sich hierzu verhaltenden Schreibens der H. S. an den Schuldner vom 10. März 2009 durfte dieser auch nicht - ohne weitere Überprüfungen vorzunehmen - das von seiner Verfahrensbevollmächtigten vorbereitete und offensichtlich fehlerhafte Verzeichnis unterzeichnen (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Februar 2011 - IX ZB 250/08, WM 2011, 209 Rn. 9). - AG Ludwigshafen, 07.12.2023 - 3d IK 258/23
Formanforderungen bei der Antragstellung im Verbraucherinsolvenzverfahren über …
- AG Mannheim, 14.11.2023 - 1 IN 1721/19
Zu den Anforderungen an einen RSB-Versagungsantrag bei vermeintlichem …
Ein Irrtum des Schuldners über den Umfang seiner Pflichten kann Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit im Einzelfall ausschließen (…vgl. BGH NZI 2010, 911 Rn. 2; NZI 2011, 254 Rn. 11). - BGH, 06.10.2011 - IX ZB 47/11
Vorzeitige Entscheidung über eine Restschuldbefreiung
Der von der Rechtsbeschwerde geltend gemachten Divergenz zu den Grundsätzen des Senatsbeschlusses vom 10. Februar 2011 (IX ZB 250/08, WM 2011, 503 Rn. 8) kommt mithin keine tragende Bedeutung zu.
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Rechtsprechung
| OLG Hamm, 02.02.2011 - II-8 UF 15/11 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
Einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung durch das Beschwerdegericht
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
§§ 120 FamFG, 707, 719 ZPO
Einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung durch das Beschwerdegericht - rechtsportal.de
Einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung im Verfahren nach dem FamFG; Begriff des nicht zu ersetzenden Nachteils i.S. von § 120 Abs. 2 S. 2 FamFG
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung nach dem Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG); Begriffsbestimmung des nicht zu ersetzenden Nachteils i.S.v. § 120 Abs. 2 S. 2 FamFG
Verfahrensgang
- AG Warendorf, 17.11.2010 - 9 F 851/09
- OLG Hamm, 02.02.2011 - II-8 UF 15/11
Papierfundstellen
- MDR 2011, 510
- FamRZ 2011, 1317
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (2)
- BGH, 30.01.2007 - X ZR 147/06
Einstellung der Zwangsvollstreckung wegen eines nicht zu ersetzenden Nachteils; …
Auszug aus OLG Hamm, 02.02.2011 - 8 UF 15/11
Die Zwangsvollstreckung führt zu einem nicht zu ersetzenden Nachteil, wenn im Falle der Abänderung des Vollstreckungstitels der Gläubiger voraussichtlich wegen Mittellosigkeit nicht in der Lage sein wird, den beigetriebenen Geldbetrag zurückzuzahlen (vgl. BGH NJW-RR 2007, 1138 f;… Zöller/Herget, 28. Aufl., § 707 Rn. 13;… OLG Frankfurt, FamRZ 2010, 1370 m.w.Nw zweifelnd allerdings für Unterhaltsforderungen Keidel/Weber, FamFG, 16. Aufl., § 120 Rn. 17 u. Bumiller/Harders, FamFG, 9. Aufl., § 120 Rn. 4). - OLG Frankfurt, 12.03.2010 - 2 UF 362/09
Einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung aus einem Beschluss über …
Auszug aus OLG Hamm, 02.02.2011 - 8 UF 15/11
Die Zwangsvollstreckung führt zu einem nicht zu ersetzenden Nachteil, wenn im Falle der Abänderung des Vollstreckungstitels der Gläubiger voraussichtlich wegen Mittellosigkeit nicht in der Lage sein wird, den beigetriebenen Geldbetrag zurückzuzahlen (vgl. BGH NJW-RR 2007, 1138 f;… Zöller/Herget, 28. Aufl., § 707 Rn. 13; OLG Frankfurt, FamRZ 2010, 1370 m.w.Nw zweifelnd allerdings für Unterhaltsforderungen Keidel/Weber, FamFG, 16. Aufl., § 120 Rn. 17 u. Bumiller/Harders, FamFG, 9. Aufl., § 120 Rn. 4).
- OLG Hamm, 06.01.2012 - 10 UF 56/11
Vollstreckungsschutz gegenüber Unterhaltstiteln; Begriff des nicht zu ersetzenden …
Die Zwangsvollstreckung führt grundsätzlich zu einem nicht zu ersetzenden Nachteil, wenn im Falle der Abänderung des Vollstreckungstitels der Gläubiger voraussichtlich wegen Mittellosigkeit nicht in der Lage sein wird, den zu Unrecht gezahlten Geldbetrag zurückzuzahlen (vgl. BGH, NJW-RR 2007, 1138f: für Forderungen außerhalb des Unterhaltsrechts; OLG Hamm, MDR 2011, 510; OLG Hamm, Beschluss vom 01.03.2011, AZ: 8 UF 40/11 bei juris Langtext Rn 6; OLG Frankfurt, FamRZ 2010, 1370 m.w.N.;… Herget, in: Zöller, a.a.O., § 707 ZPO Rn 13).
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