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Rechtsprechung
   BGH, 04.10.1977 - VI ZR 5/74   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1977,732
BGH, 04.10.1977 - VI ZR 5/74 (https://dejure.org/1977,732)
BGH, Entscheidung vom 04.10.1977 - VI ZR 5/74 (https://dejure.org/1977,732)
BGH, Entscheidung vom 04. Oktober 1977 - VI ZR 5/74 (https://dejure.org/1977,732)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Vorausetzungen für einen Anspruch auf Schmerzensgeld - Anforderungen an die Vererblichkeit eines Schmerzensgeldanspruches - Ausschluss der Haftung für durch leichte Fahrlässigkeit hervorgerufene Personenschäden

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Zur Vererblichkeit des Schmerzensgeldanspruches

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 847
    Vererblichkeit des Schmerzensgeldanspruchs

Papierfundstellen

  • BGHZ 69, 323
  • NJW 1977, 214
  • NJW 1978, 214
  • MDR 1978, 217
  • VersR 1978, 62
  • DB 1978, 1590
 
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Wird zitiert von ... (12)Zitiert selbst (5)

  • BGH, 19.09.1967 - VI ZR 82/66

    Vererblichkeit eines Schmerzensgeldanspruchs

    Auszug aus BGH, 04.10.1977 - VI ZR 5/74
    Ist die Klage auf Schmerzensgeld zwar namens des bewußtlosen Verletzten, aber ohne Vertretungsmacht erhoben, so wird dadurch der Schmerzensgeldanspruch auch dann nicht vererblich, wenn die Erben später die Prozeßführung genehmigen (Aufgabe von VI ZR 82/66 vom 19. September 1967 - LM Nr. 32 zu § 847 BGB).

    Das Berufungsgericht nimmt im Anschluß an das Senatsurteil vom 19. September 1967 - VI ZR 82/66 (LM Nr. 32 zu § 847 BGB = NJW 1967, 2304 = JZ 1968, 136 mit zust. Anm. von Böhmer = VersR 1967, 1075) an, der im Namen des P. ohne Vollmacht gerichtlich geltend gemachte Schmerzensgeldanspruch sei mit Klagezustellung, obwohl diese erst nach seinem Tode erfolgt sei, rechtshängig und vererblich geworden, weil die Kläger als seine Erben die Prozeßführung später genehmigt hätten.

    Das mag, was die Herbeiführung der prozessualen Rechtshängigkeit des Anspruches anbelangt, unschädlich gewesen sein, auch mögen die prozessualen Mängel später durch die Genehmigung der Kläger geheilt worden sein (vgl. dazu das Senatsurteil vom 19. September 1967 a.a.O. unter I).

    Zu keinem anderen Ergebnis vermag die durchaus richtige Erwägung führen, daß der mutmaßliche Wille des Verletzten in der Regel dahin gehen wird, einen ihm zustehenden Schmerzensgeldanspruch auch geltend zu machen, selbst wenn er ihm nicht persönlich, sondern letztlich seinen Erben und damit meist seinen Angehörigen zugute kommt (Senatsurteil v. 19. September 1967 a.a.O.).

  • BGH, 22.06.1976 - VI ZR 167/75

    Schmerzensgeldanspruch - Zustellung der Klageschrift - Rechtshängigkeit - …

    Auszug aus BGH, 04.10.1977 - VI ZR 5/74
    Angehörige und noch viel weniger Erben haben keinen eigenen Anspruch auf Schmerzensgeld wegen der von einem nachträglich verstorbenen Verletzten erlittenen immateriellen Schäden (vgl. Senatsurteil vom 22. Juni 1976 - VI ZR 167/75 - VersR 1976, S. 1045 f m.w.Nachw.).

    Die Bestimmung des § 847 BGB knüpft die Herbeiführung der Vererblichkeit (und der Übertragbarkeit) nicht allein an den prozessualen Eintritt der Rechtshängigkeit des Schmerzensgeldanspruchs an; das ist nur einer der "zur Vermeidung von Streitigkeiten" formalisierten beiden Tatbestände, in denen sich der Wille des Verletzten zur Geltendmachung des Anspruchs niedergeschlagen haben muß (vgl. Mot. II S. 802; Weyer VersR 1971, 993, 997; Senatsurteil vom 22. Juni 1976 a.a.O.).

  • BGH, 16.01.1973 - VI ZR 197/71

    Vererblichkeit eines Schmerzensgeldanspruchs

    Auszug aus BGH, 04.10.1977 - VI ZR 5/74
    Es bedarf mithin nach dem geltenden Recht einer Willenskundgebung des Verletzten selbst entweder in der Form eines Anerkennungsvertrages mit dem Schädiger (vgl. Senatsurteil vom 16. Januar 1973 - VI ZR 191/71 - VersR 1973, 347) oder der Geltendmachung des Anspruches bei Gericht (dazu zuletzt Senatsurteil vom 25. Januar 1977 - VI ZR 47/76 - VersR 1977, 452).
  • BGH, 08.07.1953 - VI ZR 241/52
    Auszug aus BGH, 04.10.1977 - VI ZR 5/74
    Insoweit verbleibt es bei den Regeln über die Vertretung ohne Vertretungsmacht (Senatsurteil vom 8. Juli 1953 - VI ZR 241/52 - LM Nr. 2 zu § 683 BGB;… Pecher a.a.O.;… vgl. auch Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht 12. Aufl., § 55 II 2).
  • BGH, 25.01.1977 - VI ZR 47/76

    Vererblichkeit eines Schmerzensgeldanspruchs

    Auszug aus BGH, 04.10.1977 - VI ZR 5/74
    Es bedarf mithin nach dem geltenden Recht einer Willenskundgebung des Verletzten selbst entweder in der Form eines Anerkennungsvertrages mit dem Schädiger (vgl. Senatsurteil vom 16. Januar 1973 - VI ZR 191/71 - VersR 1973, 347) oder der Geltendmachung des Anspruches bei Gericht (dazu zuletzt Senatsurteil vom 25. Januar 1977 - VI ZR 47/76 - VersR 1977, 452).
  • BGH, 26.06.1984 - VI ZR 206/82

    Geltendmachung des Schmerzensgeldanspruchs vor dem Tod des Verletzten

    Wird eine Klage auf Schmerzensgeld namens des bewußtlosen Verletzten vor dessen Tod auf Grund einer vor dem Unfall erteilten Blankovollmacht erhoben, so wird dadurch der Schmerzensgeldanspruch auch dann nicht vererblich, wenn mit der Vollmacht der Auftrag an den Rechtsanwalt verbunden worden war, "Schmerzensgeldansprüche aus einem Verkehrsunfall in jedem Fall geltend zu machen" (Fortführung von BGHZ 69, 323 [BGH 04.10.1977 - VI ZR 5/77]).

    Dies setzt vielmehr zusätzlich die vom materiellen Recht geforderte Erklärung des Verletzten voraus, den Anspruch geltend machen zu wollen (vgl. Senatsurteil vom 4. Oktober 1977 in BGHZ 69, 323 [BGH 04.10.1977 - VI ZR 5/77] = VersR 1978, 62 mit Anm. Weber LM § 847 BGB Nr. 61; s. auch Münzel NJW 1961, 1558, 1559 f; Pecher AcP 171, 44, 51 ff).

    Kann und muß deshalb bei einer schon vor dem Unfall blanko erteilten Vollmacht erst später anhand der konkreten Umstände des einzelnen Falles ergründet werden, ob die Verfolgung des Schmerzensgeldanspruchs wirklich den Vorstellungen des Verunglückten entspricht, so läuft das - ähnlich wie in den Fällen einer vollmachtlosen, erst von den Erben nachträglich genehmigten Prozeßführung - letztlich auf die Feststellung seines mutmaßlichen Willens hinaus, den der erkennende Senat bei jener Fallgestaltung in seinem Urteil vom 4. Oktober 1977 (aaO) unter Aufgabe der früheren Rechtsprechung (…Senatsurt. v. 19. September 1967 aaO) für nicht ausreichend erachtet hat.

    Aus diesem Grund wird zwar die Betrachtungsweise des damaligen Gesetzgebers, "daß es etwas Anstößiges hat, den Erben des Verletzten die Verfolgung eines Anspruches zu gestatten, an dessen Geltendmachung der Verletzte nicht dachte" (…Motive aaO), in dieser Form für die heutigen Verhältnisse nicht mehr zutreffen (…Staudinger/Schäfer, BGB 10./11. Aufl. § 847 Rdn. 98 f; Brehm JZ 1978, 191 f).

    Deshalb muß es auch bei Verkehrsunfällen nicht nur in der alleinigen Entscheidung des Verletzten verbleiben, ob er den Anspruch geltend machen will, sondern dieser Wille muß auch nach außen hin in der vom Gesetz geforderten Eindeutigkeit in Erscheinung treten (Senatsurteil vom 4. Oktober 1977 aaO).

    Das Berufungsgericht hat es deshalb im Ergebnis mit Recht abgelehnt, die Ausstellung einer Blankovollmacht an Rechtsanwalt Ha. für die Vererblichkeit des Schmerzensgeldanspruchs des H. ausreichen zu lassen (…so auch Palandt/Thomas, BGB, 43. Aufl. § 847 Anm. 5 c;… s. ferner MünchKomm-Mertens, BGB § 847 Rdn. 51; a.A. Brehm JZ 1978, 191, 192).

    Das steht nur einem gesetzlichen Vertreter des Verletzten zu (vgl. Senatsurteile vom 4. Oktober 1977 a.a.O. und vom 13. Januar 1981 - VI ZR 180/79 - VersR 1981, 447, 448 unter I 1 a; insoweit in BGHZ 80, 8 [BGH 13.01.1981 - VI ZR 180/79] nicht abgedruckt).

  • BGH, 06.12.1994 - VI ZR 80/94

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines …

    Zum andern mußte diesem Eintritt der Rechtshängigkeit der vom Verletzten oder seinem gesetzlichen Vertreter erklärte Wille zugrunde liegen, den Schmerzensgeldanspruch zu verfolgen; dieser Wille konnte nicht durch denjenigen einer anderen Person, insbesondere nicht durch denjenigen des Erben des Verletzten, ersetzt werden (vgl. BGHZ 69, 323, 325 f. [BGH 04.10.1977 - VI ZR 5/77]; Senatsurteile vom 26. Juni 1984 - VI ZR 206/82 - VersR 1984, 866, 867 und vom 22. Oktober 1985 - VI ZR 206/84 - VersR 1986, 292, 293 m.w.N.).
  • BGH, 10.10.1989 - VI ZR 78/89

    Vereinbarung über Rechtshängigkeit i.S. von § 847 Abs. 1 Satz 2 BGB

    aa) Das in § 847 Abs. 1 Satz 2 BGB für die Vererblichkeit des Schmerzensgeldanspruchs aufgestellte Erfordernis der Rechtshängigkeit hat eine materiell-rechtliche und eine verfahrensrechtliche Komponente (vgl. BGHZ 69, 323, 325 f.) [BGH 04.10.1977 - VI ZR 5/77].
  • BVerwG, 24.06.1999 - 7 C 20.98

    Offene Vermögensfragen - Restitutionsanspruch; Anmeldung Wirksamkeit; Vertreter …

    Andererseits besagt die rückwirkende Heilbarkeit prozessualer Vertretungsmängel noch nichts über die nach materiellem Recht zu beantwortende Frage, ob auch die Genehmigung der rechtsgeschäftlichen Erklärung eines vollmachtlosen Vertreters zurückwirkt (vgl. BGHZ 69, 323 ).
  • OLG Zweibrücken, 09.07.1982 - 1 U 167/81
    Die nachträglich erklärte Genehmigung der Prozeßführung durch die Kläger mag zwar den prozessualen Mangel geheilt haben, ersetzte aber nicht die eine Vererblichkeit des Anspruchs erst herbeiführende, von dem materiellen Recht geforderte Erklärung des Verletzten (vgl. BGHZ 69, 323).

    Eben deswegen hat das Gesetz diesen Anspruch ... als einen höchstpersönlichen ausgestaltet « (BGHZ 69, 323, 326).

    Wie Weber (Anm. zu BGH LM BGB § 847 Nr. 61 = VersR 1978, 62) zutreffend bemerkt, ist es keineswegs immer so, daß der Verletzte darauf besteht, der Schädiger solle ihm auch noch Schmerzensgeld zahlen; insbesondere bei Eheleuten oder guten Freunden, von denen der eine den anderen bloß aus Gefälligkeit mit seinem Kfz mitgenommen hatte, liegt es keineswegs auf der Hand, daß der Verletzte von dem Schädiger auch Schmerzensgeld fordern würde.

    Die Erklärung des Geschädigten, die auf die Herstellung einer veränderten materiellen Rechtslage, nämlich die Vererblichkeit des Anspruchs, abzielt, kann aber nicht durch die eines Dritten ersetzt werden (BGHZ 69, 323).

  • OLG Oldenburg, 04.02.1994 - 11 U 84/93

    Schmerzensgeld; Erbengemeinschaft; Verkehrsunfalltod des gemeinsamen Sohnes; …

    Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes in VersR 1978, 62 ff. stehe nicht entgegen, weil diese Entscheidung nicht auf die nunmehr geltende Neufassung des § 847 Abs. 1 BGB zu übertragen sei.

    Der Bundesgerichtshof hat in der Entscheidung BGH VersR 1978, 62 f, auf die die Entscheidung BGH VersR 1984 866 ff. Bezug nimmt, die Notwendigkeit einer Willensbekundung des Verletzten darüber, ob ein Schmerzensgeldanspruch geltend gemacht werden soll, sowie den Umstand, daß diese Entscheidung allein dem Verletzten zustehe, als Ausfluß der höchstpersönlichen Anspruchsausgestaltung angesehen, die es - entgegen der Auffassung der Beklagten - § 847 Abs. 1 S. 2 BGB entnommen hat.

  • BGH, 22.10.1985 - VI ZR 206/84

    Vererblichkeit des Schmerzensgeldanspruchs

    Da die Rechtshängigkeit gemäß § 261 Abs. 1 ZPO durch jede Klageerhebung begründet wird, reicht dazu auch die Zustellung der von einem Vertreter ohne Vertretungsmacht eingereichten Klage aus; der insoweit vorliegende verfahrensrechtliche Mangel kann mit rückwirkender Kraft durch Genehmigung geheilt werden (Senatsurteile vom 19. September 1967 - VI ZR 82/66 - VersR 1967, 1075, 1076; vom 4. Oktober 1977 - VI ZR 5/74 - BGHZ 69, 323 = VersR 1978, 62 = LM § 847 BGB Nr. 61 mit Anm. Weber, und vom 26. Juni 1984 - VI ZR 206/82 - VersR 1984, 866, 867 m.w.N.).

    a) Wie der erkennende Senat bereits wiederholt ausgesprochen hat, schließt die Höchstpersönlichkeit des Schmerzensgeldanspruchs nicht aus, daß der Wille zu seiner Geltendmachung auch von dem gesetzlichen Vertreter des Verletzten erklärt werden kann (Senatsurteile vom 4. Oktober 1977 aaO.; vom 13. Januar 1981 - VI ZR 180/79 - VersR I981, 447, 448 …und vom 26. Juni 1984 aaO. S. 868).

  • BGH, 13.01.1981 - VI ZR 180/79

    Anrechnung der Versicherungsleistung auf einen Haftpflichtanspruch in der …

    Der vorliegende Fall ist insoweit mit dem vom Senat in BGHZ 69, 323 ff [BGH 04.10.1977 - VI ZR 5/77] entschiedenen nicht vergleichbar.
  • LG Aachen, 03.08.1989 - 2 O 97/89

    Vererblichkeit eines Schmerzensgeldanspruchs bei Gebrechlichkeitspflegschaft

    Die Heilung ist vorliegend dadurch erfolgt, daß die Eltern des ursprünglichen Klägers als dessen Alleinerben gemäß § 1925 I BGB ohne Rüge des dem Verfahren anhaftenden Mangels den Rechtsstreit aufgenommen und damit das gesamte frühere Verfahren genehmigt haben (vgl. BGH in NJW 1967, 2304; BGHZ 69, 323 ff).

    Rn. 17 Die in der Aufnahme des Verfahrens liegende Genehmigung der bisherigen Prozeßführung nach dem Tod des Verstorbenen hat keinen Einfluß auf die Vererblichkeit des Schmerzensgeldanspruchs (vgl. BGHZ 69, 323 ff).

  • OLG Stuttgart, 16.10.1987 - 2 U 35/87

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines …

    Es ist davon auszugehen, daß dem auf Klägerseite verhandelnden Rechtsanwalt und dem Sachbearbeiter der Beklagten zu 2) die neuere Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zu den Voraussetzungen des § 847 Abs. 1 S. 2 BGB, insbesondere die Entscheidungen vom 4. Oktober 1977 (NJW 1978, 214) sowie vom 26. Juni 1984 (NJW 1984, 2348) bekannt waren (vgl. zu dem Gesamtproblem Rauscher, NJW 1985, 596 ff).
  • OLG München, 04.07.1980 - 10 U 1923/80

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines …

  • LG Saarbrücken, 12.02.1980 - 3 O 417/79

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines …

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Rechtsprechung
   OVG Nordrhein-Westfalen, 03.08.1976 - II B 303/75   

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https://dejure.org/1976,1682
OVG Nordrhein-Westfalen, 03.08.1976 - II B 303/75 (https://dejure.org/1976,1682)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 03.08.1976 - II B 303/75 (https://dejure.org/1976,1682)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 03. August 1976 - II B 303/75 (https://dejure.org/1976,1682)
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Volltextveröffentlichung

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1977, 214
 
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Wird zitiert von ... (12)

  • OVG Niedersachsen, 18.09.2003 - 9 LB 92/03

    Kostenerstattungsanspruch hinsichtlich der Herstellung eines …

    Der Senat hält nach erneuter Überprüfung in Übereinstimmung mit der herrschenden Rechtsprechung (…VGH Bad.-Württ., Urt. v. 14.4.1980 - II 322/79 - KStZ 1981, 134; Bayer. VGH, Beschl. v. 22.1.1985 - 23 CS 84 A.258 - VGH n.F. 38, 17 = BayVBl 1985, 409; OVG Greifswald, Beschl. v. 1.2.2001 - 1 M 80/00 - NVwZ-RR 2001 = KStZ 2002, 18/19; OVG Münster, Beschl. v. 3.8.1976 - II B 303/75 - OVGE 32, 109 = NJW 1977, 214 = KStZ 1976, 233 = GemHH 1977, 118; VGH Kassel, Beschl. v. 12.1.1989 - 5 ZH 4916/88 - NVwZ-RR 1989, 329 = ZMR 1989, 390) und der Literatur (Dietzel in: Driehaus, Kommunalabgabenrecht, Stand: Januar 2003, § 10 RdNr 4) an der bereits im Beschluss des 3. Senats des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 20. August 1984 (- III OVG A 122/83 - dng 1987, 62) vertretenen Rechtsauffassung fest, dass es sich bei dem auf § 8 NKAG gestützten Erstattungsanspruch nicht um eine öffentliche Abgabe im Sinne von § 80 Abs. 2 Nr. 1 VwGO handelt, sondern um eine öffentlich-rechtliche Entgeltleistung besonderer Art. Durch die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (…Urt. v. 17.12.1992 - 4 C 30.90 - NVwZ 1993, 1112 = DVBl 1993, 441) ist geklärt, dass § 80 Abs. 2 Nr. 1 VwGO nur jene von Hoheitsträgern durch Verwaltungsakt angeforderten Geldleistungen erfassen will, die von der Zweckrichtung her Gemeinsamkeiten mit den Steuern aufweisen, so dass es ebenso wie im Steuerrecht gerechtfertigt erscheint, dem öffentlichen Interesse am sofortigen Zahlungseingang den Vorrang zu geben gegenüber dem sonst als vorrangig anerkannten Interesse des Schuldners, vor Unanfechtbarkeit des Heranziehungsbescheides nicht leisten zu müssen.
  • VG Gießen, 21.10.2019 - 4 K 2262/19

    "Zahlungsverjährung bei Grundstücksanschlusskosten"

    Denn es gab damals bereits Rechtsprechung zur Rechtsnatur des Kostenerstattungsanspruchs, nach welcher dieser weder als öffentliche Abgabe im Sinn des § 80 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zu qualifizieren ist noch Kosten im Sinne dieser Vorschrift zum Gegenstand hat (OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 3.8.1976 - II B 303/75 -, NJW 1977, 214).
  • OVG Saarland, 29.11.2017 - 1 A 188/16

    Kostenerstattungsanspruch für Anschluss des Grundstücks an die Abwasseranlage - …

    Denn es gab damals bereits Rechtsprechung zur Rechtsnatur des Kostenerstattungsanspruchs, nach welcher dieser weder als öffentliche Abgabe im Sinn des § 80 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zu qualifizieren ist noch Kosten im Sinne dieser Vorschrift zum Gegenstand hat.(OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 3.8.1976 - II B 303/75 -, NJW 1977, 214) Zudem hätte der Landesgesetzgeber es in den Folgejahren ohne weiteres in der Hand gehabt, das Kommunalabgabengesetz zu ändern, wenn er es in Reaktion auf vorgenannte Rechtsprechung, die sich in der Spruchpraxis der Obergerichte durchgesetzt hat und - wie bereits das Verwaltungsgericht betont hat - auch derjenigen der saarländischen Verwaltungsgerichte entspricht, für angezeigt erachtet hätte, Vorsorge gegen ein etwaiges Erlöschen von Kostenerstattungsansprüchen zu treffen.
  • VGH Hessen, 27.02.1998 - 10 TZ 69/98

    Kosten der Abschiebung sind keine öffentlichen Abgaben und Kosten nach VwGO § 80 …

    Für sie ist typisch, dass sie nach allgemein gültigen Regeln, Tarifen mit festen Sätzen und dergleichen erhoben werden (OVG Münster, Beschluss vom 03.08.1976 - II B 303/75 -, OVGE 32, 109 ff.).

    Dass das Gesetz diese Aufwendungen als Kosten bezeichnet, ist dabei unerheblich (OVG Münster, Beschluss vom 03.08.1976, a.a.O.).

  • VG Cottbus, 20.08.2020 - 6 L 477/17
    Hierunter fallen nur (Verwaltungs-)Gebühren und Auslagen, die in einem förmlichen Verwaltungsverfahren entstehen (vgl. OVG Mecklenburg-Vorpommern…, Beschluss vom 1. Februar 2001 - 1 M 80/00 -, juris Rn. 6; OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 6. Juni 1988 - 18 B 2224/87 -, juris Rn. 16; Beschluss vom 3. August 1976 - 2 B 303/75 - NJW 1977, 214; VG Cottbus, Beschluss vom 22. Juni 2018 - 6 L 36/18 -, juris Rn.20;… Gersdorf, in: Posser/Wolff, BeckOK VwGO, 54. Edition Stand: 01.10.2019, § 80 Rn. 53;… Puttler, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 5. Auflage 2018;… § 80 Rn. 61).
  • VGH Hessen, 12.01.1989 - 5 TH 4916/88

    Vollzugsinteresse bei Heranziehung zu Hausanschlußkosten

    Rn. 2 Da Hausanschlußkosten weder "öffentliche Abgaben" noch "Kosten" im Sinne des § 80 Abs. 2 Nr. 1 VwGO sind, kommt einem Widerspruch gegen die Heranziehung zu Hausanschlußkosten gem. § 80 Abs. 1 VwGO aufschiebende Wirkung zu (vgl. OVG Münster, Beschluß vom 3. August 1976 - II B 303/75 - , NJW 1977 S. 214; BayVGH, Beschluß vom 22. Januar 1985 - Nr. 23 CS 84 A.258 - , BayVBl. 1985 S. 409 f.).
  • VG Cottbus, 11.09.2012 - 6 K 247/09

    Wasseranschlussbeitrag

    Ebenfalls spricht angesichts der ganz überwiegenden und herrschenden obergerichtlichen Rechtsprechung (vgl. nur OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss v. 1. Februar 2001 - 1 M 80/00 -, NVwZ-RR 2001, 401; Hessischer VGH, Beschluss v. 12. Januar 1989 - 5 TH 4916/88 -, NVwZ-RR 1989, 329; Bayerischer VGH, Beschluss v. 22. Januar 1985 - 23 CS 84 A.258 -, BayVBl. 1985, 409; VGH Mannheim, Beschluss vom 14. April 1980 -II 322/79-, KStZ 1981, 134; OVG Münster, Beschluss vom 03. August 1976 -II B 303/75 -, NJW 1977, 214) und der brandenburgischen Verwaltungsgerichte (vgl. z.B. VG Cottbus, Beschluss vom 29. Januar 2002 -6 L 655/01-; Beschluss vom 29. April 2002 -6 L 1166/00-; Potsdam, Beschluss vom 30. Mai 2000 -8 L 139/98-, zitiert nach Juris) auch wenig dafür, dass dem brandenburgischen Landesgesetzgeber verschlossen geblieben sein soll, dass Kostenforderungen für die Herstellung eines Haus- bzw. Grundstücksanschlusses nach § 10 KAG nicht gemäß § 80 Abs. 2 Nr. 1 VwGO sofort vollziehbar sind.
  • VG Köln, 21.06.2018 - 17 L 1417/18
    Denn Anschlusskosten sind nach ständiger Rechtsprechung keine öffentlichen Abgaben und Kosten i. S. d. § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 VwGO, vgl. OVG NRW, Beschluss vom 03.08.1976 - II B 303/75 -, juris (Leitsatz); OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 01.02.2001 - 1 M 80/00 -, juris, Rn. 5 ff. m.w.N.; Queitsch, Aktuelle Rechtsprechung zum Kostenersatzrecht, KStZ 2010, 41.
  • OVG Sachsen, 18.03.2015 - 5 B 322/14

    Aufwandsersatz, Haus- und Grundstücksanschlüsse, Anschlusszwang, öffentliche …

    Denn auch dann dient der dem Hoheitsträger entstehende Aufwand für den Haus- oder Grundstücksanschluss der Erfüllung des den Schuldner des Aufwandsersatzanspruchs treffenden Anschlusszwangs und damit vornehmlich dessen Interessen (…vgl. NdsOVG, Urt. v. 18. September 2003 - 9 LB 92/03 -, juris Rn. 6;… OVG M-V, Beschl. v. 1. Februar 2001 - 1 M 80/00 -, juris Rn. 8; BayVGH, Beschl. v. 22. Januar 1985, BayVBl. 1985, 409; HessVGH, Beschl. v. 12. Januar 1989 - 5 TH 4916/88 -, http://openjur.de/u/288160.html;… VGH BW, Urt. v. 14. April 1980 - II 322/79 -, juris Rn. 35; OVG NRW, Beschl. v. 3. August 1976, NJW 1977, 214;… Schoch in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, 26. EL 2014, § 80 Rn. 137;… Kopp/Schenke, VwGO, 20. Aufl. 2014, § 80 Rn. 63;… Puttler in: Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Aufl. 2014, § 80 Rn. 62;… Redeker/von Oertzen, VwGO, 16. Aufl. 2014, § 80 Rn. 16;… Gersdorf in: Posser/Wolf, VwGO, 2. Aufl. 2014, § 80 Rn. 54.1;… Bader/Funke- Kaiser/Stuhlfauth/von Albedyll, VwGO, 6. Aufl. 2014, § 80 Rn. 31;… Bostedt in Hk- VerwR, 3. Aufl. 2013, § 80 VwGO Rn. 50;… Finkelnburg/Dombert/Külpmann, Vorläufiger Rechtsschutz im Verwaltungsstreitverfahren, 6. Aufl. 2011, Rn. 687;… Grünewald in: Driehaus, Kommunalabgabenrecht, Stand: März 2010, § 10 Rn. 3; Queitsch, KStZ 2010, 41).
  • VGH Baden-Württemberg, 14.04.1980 - II 322/79

    Zum Kostenerstattungsanspruch der Gemeinde für die Erstellung von …

    Die Erstattungskosten können weder als Beitrag noch als Gebühr noch als Steuer gelten (…vgl Katz-Dohls, KAG, 2. Aufl, Anm 1.3 zu § 10 mw N; Bohley-Foohs, Handbuch des gemeindlichen Steuerrechts, Teil I, 106.3, S 122f; Kübler-Fröhner, Das Kommunalabgabenrecht in Baden-Württemberg, Anm 4 zu § 10 mwN; Bay VGH, Beschluß vom 25.1.1971, BayVBl 1971, 271 = DVBl 1972, 194; OVG Münster, Beschluß vom 3.8.1976, KStZ 1976, 233 = NJW 1977, 214).
  • VG Cottbus, 03.04.1997 - 4 L 131/96

    Gebührenbescheid über die Inanspruchnahme der freiwilligen Feuerwehr; …

  • VG Potsdam, 30.05.2000 - 8 L 139/98

    Heranziehung zum Ersatz von Grundstücksanschlusskosten; Fiskalische Interessen …

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Rechtsprechung
   OVG Hamburg, 26.08.1976 - OVGBf II 43/75   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1976,1707
OVG Hamburg, 26.08.1976 - OVGBf II 43/75 (https://dejure.org/1976,1707)
OVG Hamburg, Entscheidung vom 26.08.1976 - OVGBf II 43/75 (https://dejure.org/1976,1707)
OVG Hamburg, Entscheidung vom 26. August 1976 - OVGBf II 43/75 (https://dejure.org/1976,1707)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • juris (Volltext/Leitsatz)
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1977, 214
 
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Wird zitiert von ... (4)

  • BVerwG, 07.01.1997 - 4 A 20.95

    Anerkenntnisurteil im Verwaltungsprozeß - § 307 ZPO ist über § 173 VwGO …

    Grundsätzliche Unterschiede der beiden Verfahrensarten schließen dies nicht aus (vgl. BVerwG, Urteil vom 18. Januar 1963 - BVerwG 4 C 174.62 - WM 1963, 327; OVG Hamburg, Urteil vom 26. August 1976, NJW 1977, 214; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 12. September 1990, NJW 1991, 859; a.A. für die Anfechtungsklage BVerwG, Urteil vom 26. Februar 1981 - BVerwG 3 C 6.80 - BVerwGE 62, 18).
  • VGH Baden-Württemberg, 12.09.1990 - 5 S 2776/89

    Zur Zulässigkeit eines Anerkenntnisurteils im Verwaltungsrechtsstreit und zur …

    Da die besonderen Verfahrensgrundsätze des Verwaltungsprozeßrechts -- wie dargelegt -- nicht entgegenstehen, ist die Vorschrift des § 307 ZPO aber entsprechend anwendbar (ebenso OVG Hamburg, Urt. v. 26.8.1976 -- OVG Bf II 43/75 -- NJW 1977, 214;… Kopp, VwGO, 8. Aufl. 1989, § 107 Rdnr. 5 unter Verweis auf BVerwG Urt. v. 18.1.1963 -- IV C 174/62 --;… Ule, Verwaltungsprozeßrecht, 9. Aufl. 1987, § 43 I, S. 248 f.;… Redeker/von Oertzen, VwGO, 9. Aufl. 1988, § 86 Rdnr. 5).
  • OVG Saarland, 14.04.2010 - 3 C 307/09

    Anerkenntnisurteil im verwaltungsgerichtlichen Verfahren

    Rn. 14 BVerwG, Gerichtsbescheid vom 07.01.1997 - 4 A 20/95 - , NVwZ 1997, 576, mit zahlreichen weiteren Nachweisen; OVG Hamburg, Urteil vom 26.8.1976 - Bf II 43/75 -, NJW 1977, 214; ebenso Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, Stand 7-2009, § 87 a Rdnr. 31; Eyermann, VwGO, 12. Aufl., § 87 a Rdnr. 9; Bader, VwGO, 4. Aufl., § 87 a Rdnr. 11.
  • VG Lüneburg, 09.08.2007 - 1 A 114/07

    Anerkenntnis; Anerkenntnisurteil; Auslegung; Prozesserklärung; Streitgegenstand; …

    Grundsätzliche Unterschiede der beiden Verfahrensarten schließen dies nicht aus (vgl. BVerwG, RzW 1963, 429 = WM 1963, 327 ; OVG Hamburg, NJW 1977, 214 ; VGH Mannheim, NJW 1991, 859 ; a.A. für die Anfechtungsklage BVerwGE 62, 18 ).
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