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Rechtsprechung
   BGH, 13.01.2005 - V ZR 83/04   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2005,16329
BGH, 13.01.2005 - V ZR 83/04 (https://dejure.org/2005,16329)
BGH, Entscheidung vom 13.01.2005 - V ZR 83/04 (https://dejure.org/2005,16329)
BGH, Entscheidung vom 13. Januar 2005 - V ZR 83/04 (https://dejure.org/2005,16329)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • Wolters Kluwer

    Berichtigung eines Senatsurteils wegen offenbarer Unrichtigkeit

  • ra.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

Kurzfassungen/Presse

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Süße Früchte von des Nachbarn Baumes

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZM 2005, 318
 
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Wird zitiert von ... (39)Zitiert selbst (11)

  • BGH, 14.11.2003 - V ZR 102/03

    Kiefern in Nachbars Garten

    Auszug aus BGH, 13.01.2005 - V ZR 83/04
    b) Nach ständiger Rechtsprechung des Senats (siehe nur Urt. v. 14.11.2003, V ZR 102/03, WM 2004, 1350, 1351 m.w. Nachw. [zur Veröffentlichung in BGHZ 157, 33 vorgesehen] Kiefernnadeln) haben die Rechte und Pflichten von Grundstücksnachbarn insbesondere durch die Vorschriften der §§ 905 ff. BGB und die Bestimmungen der Nachbarrechtsgesetze der Länder eine ins einzelne gehende Sonderregelung erfahren.

    Diese Vorschrift gilt auch für den Anspruch nach § 1004 I BGB (Senat, Urt. v. 14.11.2003, V ZR 102/03, WM 2004, 1350, 1352 [zur Veröffentlichung in BGHZ 157, 33 vorgesehen] Kiefernnadeln).

    Denn wenn wie hier der durch herüberragende Zweige eines Baumes oder Strauches beeinträchtigte Grundstückseigentümer nicht nach § 910 I Satz 2 BGB vorgeht, sondern den selbstständig danebenstehenden Anspruch aus § 1004 I BGB (Senat, BGHZ 60, 235, 241 f.; Urteil v. 8.6. 1979, V ZR 46/78, LM BGB § 1004 Nr. 156) geltend macht, trägt der Nachbar wie im Anwendungsbereich des § 910 I Satz 2 BGB die Darlegungsund Beweislast dafür, dass von den herüberragenden Zweigen keine Beeinträchtigung ausgeht (Senat, Urt. v. 14.11.2003, V ZR 102/03, aaO).

  • BGH, 20.11.1992 - V ZR 82/91

    Lärmimmissionen durch Frösche in einem Gartenteich

    Auszug aus BGH, 13.01.2005 - V ZR 83/04
    aa) Nach der Rechtsprechung des Senats (BGHZ 120, 239, 254 Froschlärm) stellen naturschutzrechtliche Verbote die Störereigenschaft eines Grundstückseigentümers jedenfalls solange nicht in Frage, wie er mit Erfolg eine Ausnahmegenehmigung für die Beseitigung der Störungsquelle beantragen kann.

    Wird die Befreiungsmöglichkeit dagegen bejaht, muss in den Tenor einer eventuellen Verurteilung der Vorbehalt einer Ausnahmegenehmigung aufgenommen werden, auch wenn das nicht in dem Klageantrag enthalten ist (Senat, BGHZ 120, 239, 246 ff.).

    Dass die Kl. ihn nicht in ihren Klageantrag aufgenommen haben, ist unschädlich, denn die Einschränkung stellt sich nur als ein formell notwendiges Weniger gegenüber dem Klageantrag dar, sie gibt den Kl. aber nicht etwas anderes, als sie beantragt haben, § 308 ZPO (Senat, BGHZ 120, 239, 247 f.).

  • BGH, 24.02.1978 - V ZR 95/75

    Anforderungen an den Antrag wegen Wiederherstellung der Befestigung eines …

    Auszug aus BGH, 13.01.2005 - V ZR 83/04
    Nur ein in diesem Sinn konkretisiertes Klageziel ist für den Bekl. eine ausreichende Grundlage der Prüfung, ob der Klageanspruch anerkannt werden soll (Senat, Urt. v. 24.2. 1978, V ZR 95/75, NJW 1978, 1584 Abschachtung).

    Aus der Natur des Anspruchs aus § 1004 I BGB i.V. mit § 906 BGB folgt, dass es dem Bekl. überlassen ist, wie er die Störung beseitigen will; der Kl. hat keinen Anspruch auf die Vornahme einer bestimmten Maßnahme (…Senat, BGHZ 67, aaO.; Urt. v. 24.2. 1978, V ZR 95/75, aaO.;… Urt. v. 17.12.1982, V ZR 55/82, WM 1983, 176, 177 Tennisplatzlärm).

  • BGH, 17.09.2004 - V ZR 230/03

    Ausgleichsansprüche im nachbarlichen Gemeinschaftsverhältnis

    Auszug aus BGH, 13.01.2005 - V ZR 83/04
    Für den Fall, dass eine Ausnahmegenehmigung nicht erteilt wird, kommt ein nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch der Kl. gegen die Bekl. in entsprechender Anwendung von § 906 II Satz 2 BGB in Betracht, weil sie aus öffentlich-rechtlichen Gründen an der Durchsetzung ihres an sich bestehenden Anspruchs nach § 1004 I BGB gehindert wären (vgl. Senat, Urt. v. 17.9. 2004, V ZR 230/03, Umdruck S. 9 [zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen] Teilrodung).
  • BGH, 30.04.1992 - IX ZR 233/90

    Allgemeines Veräußerungsverbot bei Auslandsvermögen - Ermittlung ausländischen …

    Auszug aus BGH, 13.01.2005 - V ZR 83/04
    an die Feststellung des BerGer. entfallen (vgl. BGHZ 118, 151, 162).
  • BGH, 23.02.1973 - V ZR 109/71

    Verjährung des nachbarrechtlichen Beseitigungsanspruchs

    Auszug aus BGH, 13.01.2005 - V ZR 83/04
    Denn wenn wie hier der durch herüberragende Zweige eines Baumes oder Strauches beeinträchtigte Grundstückseigentümer nicht nach § 910 I Satz 2 BGB vorgeht, sondern den selbstständig danebenstehenden Anspruch aus § 1004 I BGB (Senat, BGHZ 60, 235, 241 f.; Urteil v. 8.6. 1979, V ZR 46/78, LM BGB § 1004 Nr. 156) geltend macht, trägt der Nachbar wie im Anwendungsbereich des § 910 I Satz 2 BGB die Darlegungsund Beweislast dafür, dass von den herüberragenden Zweigen keine Beeinträchtigung ausgeht (…Senat, Urt. v. 14.11.2003, V ZR 102/03, aaO).
  • BGH, 05.02.1993 - V ZR 62/91

    Klageanträge bei immissionsrechtlicher Unterlassungsklage - Lärmimmissionen eines …

    Auszug aus BGH, 13.01.2005 - V ZR 83/04
    Der Senat hat bereits mehrfach ausgesprochen, dass in diesem Bereich Anträge mit dem Gebot, allgemein Störungen bestimmter Art zu unterlassen, zulässig sind (siehe nur BGHZ 67, 252, 253 Schweinemästerei; 121, 248, 251 Jugendzeltplatz; 140, 1, 3 Schweinemästerei).
  • BGH, 30.10.1998 - V ZR 64/98

    Formulierung eines Unterlassungsgebots betreffend Geruchsbelästigungen; …

    Auszug aus BGH, 13.01.2005 - V ZR 83/04
    Der Senat hat bereits mehrfach ausgesprochen, dass in diesem Bereich Anträge mit dem Gebot, allgemein Störungen bestimmter Art zu unterlassen, zulässig sind (siehe nur BGHZ 67, 252, 253 Schweinemästerei; 121, 248, 251 Jugendzeltplatz; 140, 1, 3 Schweinemästerei).
  • BGH, 17.12.1982 - V ZR 55/82

    Lärmeinwirkungen durch den Spielbetrieb von Tennisplätzen - Unterlassungsanspruch …

    Auszug aus BGH, 13.01.2005 - V ZR 83/04
    Aus der Natur des Anspruchs aus § 1004 I BGB i.V. mit § 906 BGB folgt, dass es dem Bekl. überlassen ist, wie er die Störung beseitigen will; der Kl. hat keinen Anspruch auf die Vornahme einer bestimmten Maßnahme (…Senat, BGHZ 67, aaO.;… Urt. v. 24.2. 1978, V ZR 95/75, aaO.; Urt. v. 17.12.1982, V ZR 55/82, WM 1983, 176, 177 Tennisplatzlärm).
  • BGH, 08.06.1979 - V ZR 46/78
    Auszug aus BGH, 13.01.2005 - V ZR 83/04
    Denn wenn wie hier der durch herüberragende Zweige eines Baumes oder Strauches beeinträchtigte Grundstückseigentümer nicht nach § 910 I Satz 2 BGB vorgeht, sondern den selbstständig danebenstehenden Anspruch aus § 1004 I BGB (Senat, BGHZ 60, 235, 241 f.; Urteil v. 8.6. 1979, V ZR 46/78, LM BGB § 1004 Nr. 156) geltend macht, trägt der Nachbar wie im Anwendungsbereich des § 910 I Satz 2 BGB die Darlegungsund Beweislast dafür, dass von den herüberragenden Zweigen keine Beeinträchtigung ausgeht (…Senat, Urt. v. 14.11.2003, V ZR 102/03, aaO).
  • BGH, 22.10.1976 - V ZR 36/75

    Schweinemästerei - §§ 906, 1004 BGB, Wahlfreiheit des Störers hinsichtlich der …

  • BGH, 14.06.2019 - V ZR 102/18

    Duldung der vom Nachbargrundstück herüberragenden Zweige durch den Eigentümer des …

    Rn. 6 2. Das Selbsthilferecht ist, wie auch der Beseitigungsanspruch, nach dem Wortlaut des § 910 Abs. 2 BGB nur ausgeschlossen, wenn die Zweige die Benutzung des Grundstücks nicht beeinträchtigen (zur Anwendbarkeit von § 910 Abs. 2 BGB auf den Beseitigungsanspruch vgl. Senat, Urteil vom 14. November 2003 - V ZR 102/03, BGHZ 157, 33, 39; Urteil vom 28. November 2003 - V ZR 99/03, NJW 2004, 603, 604 zu hinübergewachsene Baumwurzeln; Urteil vom 26. November 2004 - V ZR 83/04, NZM 2005, 318;… Urteil vom 22. Februar 2019 - V ZR 136/18, NJW-RR 2019, 590 Rn. 10).

    Rn. 7 a) Die Vorschrift erfasst entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts nicht nur die unmittelbar durch den Überhang hervorgerufene Beeinträchtigung der Grundstücksnutzung, wie sie in der Berührung des Wohnhauses (vgl. Senat, Urteil vom 26. November 2004 - V ZR 83/04, NZM 2005, 318) oder in der Gefahr des Abbruchs (vgl. dazu OLG Koblenz, MDR 2014, 25;… Staudinger/Roth, BGB [2016], § 910 Rn. 20) liegen kann.

    Der Eigentümer muss nämlich dafür Sorge tragen, dass die Zweige eines Baumes oder eines Strauches nicht über die Grenzen seines Grundstücks hinauswachsen (vgl. Senat, Urteil vom 26. November 2004 - V ZR 83/04, NZM 2005, 318; zu Baumwurzeln vgl. Urteil vom 28. November 2003 - V ZR 99/03, NJW 2004, 603, 604; Urteil vom 12. Dezember 2003 - V ZR 98/03, NJW 2004, 1035, 1036).

    Nach der Rechtsprechung des Senats stellen aber naturschutzrechtliche Verbote die Störereigenschaft eines Grundstückseigentümers jedenfalls solange nicht in Frage, wie er mit Erfolg eine Ausnahmegenehmigung für die Beseitigung der Störungsquelle beantragen kann (vgl. Senat, Urteil vom 26. November 2004 - V ZR 83/04, NZM 2005, 318 f. zur Baumschutzsatzung; vgl. auch Urteil vom 20. November 1992 - V ZR 82/91 BGHZ 120, 239, 254).

  • BGH, 22.02.2019 - V ZR 136/18

    Nachbarrecht: Verjährung des Anspruchs des Grundstückseigentümers auf …

    Das folgt aus § 910 Abs. 2 BGB, der auch für den Beseitigungsanspruch nach § 1004 Abs. 1 BGB gilt (Senat, Urteil vom 14. November 2003 - V ZR 102/03, BGHZ 157, 33, 39; Urteil vom 26. November 2004 - V ZR 83/04, NZM 2005, 318).
  • BGH, 20.09.2019 - V ZR 218/18

    Kein Anspruch auf Beseitigung von Birken auf dem Nachbargrundstück bei Einhaltung …

    Rn. 19 (b) In diese Überlegungen fügt sich die Rechtsprechung des Senats, wonach der Grundstückseigentümer, der es zugelassen hat, dass Zweige oder Wurzeln über die Grundstücksgrenze hinüberwachsen konnten und zu Beeinträchtigungen geführt haben, als Störer i.S.d. § 1004 Abs. 1 BGB zu qualifizieren ist (vgl. Senat, Urteil vom 28. November 2003 - V ZR 99/03, ZfSch 2004, 153, 155; Urteil vom 26. November 2004 - V ZR 83/04, NZM 2005, 318, 319; Urteil vom 14. Juni 2019 - V ZR 102/18, zur Veröffentlichung bestimmt).
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