Rechtsprechung
| StGH Hessen, 16.04.1997 - P.St. 1202 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Justiz Hessen
(StGH Wiesbaden: Hessisches Gleichberechtigungsgesetz nach bisherigem Erkenntnisstand des StGH bei verfassungskonformer Auslegung mit
- Wolters Kluwer
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
(StGH Wiesbaden: Hessisches Gleichberechtigungsgesetz nach bisherigem Erkenntnisstand des StGH bei verfassungskonformer Auslegung mit Verf HE Art 1 und Art 134 vereinbar - Vorlage an EuGH wegen Anwendungsvorrang des Gemeinschaftsrechts - verfassungsrechtlicher ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Max-Planck-Institut (Kurzinformation)
Verfahrensgang
- StGH Hessen, 16.04.1997 - P.St. 1202
- Generalanwalt beim EuGH, 10.06.1999 - C-158/97
- EuGH, 28.03.2000 - C-158/97
Papierfundstellen
- ESVGH 48, 1
- ESVGH Bd. 48, 1
- NVwZ 1997, 784 (Ls.)
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (21)
- EuGH, 17.10.1995 - C-450/93
Kalanke ./. Freie Hansestadt Bremen - Frauenquote im öffentlichen Dienst
Auszug aus StGH Hessen, 16.04.1997 - P.St. 1202
Zur unmittelbaren Geltung und damit zum Anwendungsvorrang der EG-Richtlinie EWGRL 207/76 vgl "Kalanke-Urteil" des EuGH, 1995-10-17, C-450/93, NJW 1995, 3109 betr Quotenregelungen zur Begünstigung von Frauen.Für die Richtlinie 76/207/EWG hat der Europäische Gerichtshof eine solch unmittelbare Geltung und damit den Anwendungsvorrang ersichtlich bejaht (vgl. Urteil vom 17.10.1995 - Rs C-450/93 -, EuZW 1995, S. 762 = NJW 1995, S. 3109 = DVBl. Agas, S. 1231 - "Kalanke-Urteil"; zuvor schon zu Art. 5 der Richtlinie EuGH…, Urteil vom 25.07.1991 - Rs C-345/89 -, EuZW 1991, S. 666 = EuGRZ 1991, S. 421).
Zwar hat sich dieser bereits in seinem Urteil vom 17. Oktober 1995 (Rs C-450/93, a.a.O.) auf eine Vorlage des Bundesarbeitsgerichts hin (…Beschluß vom 22.06.1993, PersR 1994, S. 89) mit der Beurteilung von Quotenregelungen zur Frauenförderung im öffentlichen Dienst des Bundeslandes Bremen befaßt und die europarechtlichen Vorgaben präzisiert.
- StGH Hessen, 13.05.1992 - P.St. 1126
Ausleseverfahren zur Einstellung von Lehramtsbewerbern in den Schuldienst Hessen …
Auszug aus StGH Hessen, 16.04.1997 - P.St. 1202
Diese Vorschrift, die die Antwort des hessischen Verfassungsgebers auf die besondere historische Situation nach dem Zusammenbruch das nationalsozialistischen Unrechtsregimes ist und nach der jeder ohne Unterschied der Herkunft, der Rasse, des religiösen Bekenntnisses und des Geschlechts Zugang zu den öffentlichen Ämtern hat, wenn er die nötige Eignung und Befähigung besitzt, verbietet oder erlaubt nicht mehr als Art. 1 HV, den sie als Spezialvorschrift fur den Bereich den öffentlichen Dienstes konkretisiert (vgl. StGH, Urteil vom 13.05.1992 - P.St. 1126 -, …1992, S. 1222 = ESvGH 43 S. 1 = NVwZ-RR 1993, S. 201; Beschluß vom 19.05.1976 - P.St. 757 -, …
- StGH Hessen, 19.05.1976 - P.St. 757
Richterwahl in Hessen - Mitwirkung des Richterwahlausschusses verfassungsgemäß
Auszug aus StGH Hessen, 16.04.1997 - P.St. 1202
1992, S. 1222 = ESvGH 43 S. 1 = NVwZ-RR 1993, S. 201; Beschluß vom 19.05.1976 - P.St. 757 -, …1976, S. 1134 = ESvGH 27, S. 15; Urteil vom 06.09.1972 - P.St. 647 -, StAnz.
- StGH Hessen, 22.12.1993 - P.St. 1141
Frauenquote für die Zusammensetzung der Personalvertretungen verfassungsgemäß - …
Auszug aus StGH Hessen, 16.04.1997 - P.St. 1202
Bei einer ganzen Reihe der dem Staatsgerichtshof zur Prüfung unterbreiteten Vorschriften stellt sich die Frage, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen Maßnahmen zur Förderung von Frauen mit dem Verbot geschlechtsbezogener Diskriminierung vereinbar sind, wie es in Art. 1 HV enthalten ist, dem nach Auffassung des Staatsgerichtshofs zugleich aber auch der Auftrag zur Förderung der tatsächlichen Gleichstellung der Frau innewohnt (StGH, Urteil vom 22.12.1g93 - P.St. 1141 -, StAnz. 1994, S. 285 = NVwZ 1994, S. 1197 = DVBl. 1994, S. 471).Die in jenem Verfahren umstrittenen Maßnahmen zur Förderung von Frauen hat der Staatsgerichtshof daher als zwangsläufige Folge der Verwirklichung das Gleichbehandlungsauftrages des Art. 1 HV angesehen, welche nicht zugleich das Benachteiligungsverbot derselben Vorschrift verletzen kenne (StGH, Urteil vom 22.12.1993 - P.St. 1141 -, a.a.O.).
- BVerfG, 28.01.1992 - 1 BvR 1025/82
Nachtarbeitsverbot
Auszug aus StGH Hessen, 16.04.1997 - P.St. 1202
Der Anwendungsvorrang des Gemeinschaftsrechts (vgl BVerfG, 1992- 01-28, 1 BvL 16/83, BVerfGE 85, 191 ) beansprucht grundsätzlich auch für den Bereich des mitgliedstaatlichen Verfassungsrechts Geltung.Der Anwendungsvorrang des Gemeinschaftsrechts (vgl. BVerfG, Beschluß vom 22.10.1986, BVerfGE 73, 339 ; Urteil vom 28.01.1992, BVerfGE 85, 191 ;… Ipsen, in: Isensee/Kirchhof (Hrsg.), Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland, Bd. VII, 1992, S. 792), der heute seine Grundlage in Art. 23 Abs. 1 Satz 2 GG n.F. als lex specialis zu Art. 24 Abs. 1 GG findet (…vgl. Jarass/ Pieroth, Grundgesetz, Kommentar, 3. Aufl. 1995, Art. 23 Rdnr. 2, Art. 24 Rdnr. 2), beansprucht grundsätzlich auch für den Bereich das mitgliedstaatlichen Verfassungsrechts Geltung (vgl. statt vieler Stettner, in: Dauses (Hrsg.), Handbuch des EG-Wirtschaftsrechts, A. IV Rdnr 30 ff.;… Jarass/Pieroth, a.a.O., Art. 23 Rdnr 18).
- BVerfG, 09.03.1994 - 2 BvL 43/92
Cannabis
Auszug aus StGH Hessen, 16.04.1997 - P.St. 1202
Bei Erlaß des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes stand dem Gesetzgeber im Rahmen der Art. 1 und 134 HV grundsätzlich eine weite Einschätzungs- und Entscheidungsprärogative zu (vgl BVerfG, Beschluß vom 09.03.1994, BVerfGE 90, 145 ; Beschluß vom 06.10.1987, BVerfGE 77, 84 ), welche Umstände er zum Anlaß für eine gesetzliche Regelung zur Durchsetzung der Gleichheit der Geschlechter nimmt, Ziele er setzt und mit welchen Mitteln er einer von ihm als unzuträglich erkennten Situation abhelfen will. - BVerfG, 06.10.1987 - 1 BvR 1086/82
Arbeitnehmerüberlassung
Auszug aus StGH Hessen, 16.04.1997 - P.St. 1202
Bei Erlaß des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes stand dem Gesetzgeber im Rahmen der Art. 1 und 134 HV grundsätzlich eine weite Einschätzungs- und Entscheidungsprärogative zu (vgl BVerfG, Beschluß vom 09.03.1994, BVerfGE 90, 145 ; Beschluß vom 06.10.1987, BVerfGE 77, 84 ), welche Umstände er zum Anlaß für eine gesetzliche Regelung zur Durchsetzung der Gleichheit der Geschlechter nimmt, Ziele er setzt und mit welchen Mitteln er einer von ihm als unzuträglich erkennten Situation abhelfen will. - BVerfG, 24.03.1982 - 2 BvH 1/82
Startbahn West
Auszug aus StGH Hessen, 16.04.1997 - P.St. 1202
Insoweit kann offenbleiben, ob die Prüfungskompetenz des Staatsgerichtshofs bezüglich der Vereinbarkeit eines Gesetzes mit der Hessischen Verfassung generell auch die Prüfung der Frage einschließt, ob der Landesstaatsgewalt für die im Gesetz geregelte Materie die Gesetzgebungsbefugnis zusteht und ob bei einem Verstoß gegen Kompetenzvorschriften bereits aus diesem Grunde Vorschriften wegen Verstoßes gegen die Landesverfassung für nichtig zu erklären wären (vgl. BVerfG, Beschluß vom 24.03.1982, BVerfGE 60, 175 , den Beschluß des Staatsgerichtshofs vom 15.01.1982 - P.St. 947 -, StAnz. 1982, S. 240 = ESVGH 32, 20, bestätigend; diese Entscheidungen betrafen allerdings lediglich die Überprüfung der Nichtzulassung eines Volksbegehrens wegen fehlender Landeskompetenz für den zu regelnden Gegenstand und keine abstrakte Normenkontrolle). - BVerwG, 25.08.1988 - 2 C 51.86
Auswahlkriterien - Abgelehnter Bewerber - Beförderungsamt - Schadensersatz - …
Auszug aus StGH Hessen, 16.04.1997 - P.St. 1202
Damit verlieren sie den Charakter von echten (leistungsfremden) Hilfskriterien (vgl. hierzu näher Hess. VGH…, Beschluß vom 19.11.1993, NVwZ-RR 1994, S. 347) und werden zum Bestandteil der Qualifikationsbeurteilung selbst (in diese Richtung allerdings schon BVerwG, Urteil vom 25.08.1988, BVerwGE 80, 123 ). - BVerwG, 13.04.1983 - 4 C 76.80
Ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung bei Wechsel von der …
Auszug aus StGH Hessen, 16.04.1997 - P.St. 1202
Der Staatsgerichtshof brauchte deswegen nicht abschließend zu entscheiden, ob ein Überschreiten der dem Landesgesetzgeber vom Bundesgesetzgeber durch Rahmenvorschriften gezogenen inhaltlichen Grenzen - läge es vor - zur Verfassungswidrigkeit der entsprechenden landesrechtlichen Regelung mangels Gesetzgebungskompetenz und zur Nichtigkeit aus diesem Grund führte (so BVerfG, Beschluß vom 08.07.1992, BVerfGE 87, 68 ;… Beschluß vom 08.07.1992, BVerfGE 87, 95: Degenhart, in: Sachs , Grundgesetz, Kommentar, 1996, Art. 75 Rdnr. 42;… Kunig, in von Münch/Kunig , Grundgesetz-Kommentar, Bd. 3, 3. Aufl. 1996, Art. 75 Rdnr. 12) oder ob das die bundesrechtlichen Vorgaben nicht wahrende Landesrecht (lediglich) wegen Verstoßes gegen materielles Bundesrecht nach Art. 31 GG nichtig wäre (so BVerfG, Beschluß vom 27.03.1979, BVerfGE 51, 77 ; Beschluß v. 28.03.1984, BVerfGE 66, 291 ; BVerwG, Urteil vom 13.04.1983, BVerwGE 67, 93 ;… Maunz, in: Maunz/Dürig, Grundgesetz, Kommentar, Stand: Oktober 1996, Art. 75 Rdnr. 15;… Bothe, in: Alternativkommentar zum Grundgesetz, 2. Auflage 1989, Art. 75 Rdnr. 4; Hess. VGH…, Beschluß vom 28.11.1973, DVBl. 1974, S. 425). - BVerfG, 08.07.1992 - 2 BvL 27/91
Richter - DDR - Übernahme - Rechtsweg
- BVerfG, 27.03.1979 - 2 BvR 1011/78
Personalrat
- StGH Hessen, 15.01.1982 - P.St. 947
Startbahn West - Zulassungsvoraussetzungen für ein Volksbegehren
- VGH Hessen, 19.11.1993 - 1 TG 1465/93
Beamtenrecht: Beachtung des Gebotes der Bestenauslese bei Beförderungen - …
- BVerfG, 08.07.1992 - 2 BvL 14/92
Zuständigkeit der Richterdienstgerichte in den Verfahren zur Überprüfung der …
- BVerfG, 28.03.1984 - 2 BvL 3/82
Universität - Wahl zu Kollegialorganen - Mehrheitswahlrecht - …
- VGH Hessen, 28.11.1973 - I N 1/72
- BVerfG, 22.10.1986 - 2 BvR 197/83
Solange II
- StGH Hessen, 30.04.1986 - P.St. 1023
Alarmbereitschaft; allgemeine Persönlichkeitsrecht; Angestellter; Antragsrecht; …
- EuGH, 25.07.1991 - C-345/89
Strafverfahren gegen Stoeckel
- BVerfG - 1 BvL 16/83 (anhängig)
- BVerfG, 07.05.2001 - 2 BvK 1/00
Naturschutzgesetz Schleswig-Holstein
In einer späteren Entscheidung (LVerfGE 6, 175) hat der Staatsgerichtshof allerdings offen gelassen, ob er im Fall der abstrakten Normenkontrolle eine derartige Prüfungskompetenz besitze. - StGH Hessen, 06.03.2025 - P.St. 2920
Nur Verstoß gegen Zitiergebot: Hessisches Versammlungsgesetz ist weitgehend …
- Vgl. zur Einschätzungsprärogative des Gesetzgebers insgesamt StGH, Beschluss vom 16.04.1997 - P.St. 1202 -, … - StGH Hessen, 16.11.2011 - P.St. 2323
1. Im Verfahren vor einem Untersuchungsausschuss des Hessischen Landtags darf die …
Rn. 260 - Vgl. LVerfG Sachs-Anh, Urteil vom 12.07.2005 - LVG 6/04 -, LVerfGE 16, 569 [584]; BbgVerfG, Beschluss vom 16.12.2010 - VfGBbg 18/10 -, Rdnr. 35 (juris); im Ergebnis ebenso StGH, Beschluss vom 16.04.1997 - P.St. 1202 -, LVerfGE 6, 175 [197 f.]; BbgVerfG, Urteil vom 21.03.2002 - VfGBbg 19/01 -, LVerfGE 13, 128 [137 ff.]; Urteil vom 20.03.2003 - VfGBbg 54/01 -, LVerfGE 14, 146 [157 ff.] -.
- VG Frankfurt/Main, 26.02.2008 - 9 G 3556/07
Rechtsfehlerhafte Nichtbeteiligung der Frauenbeauftragten bei Auswahlverfahren
Rn. 16 Eine derartige inhaltliche Beteiligung bereits in diesem Stadium des Auswahlverfahrens erweist sich auch im Hinblick auf die nach der Rechtsprechung des Hessischen Staatsgerichtshofs (Beschluss vom 16. April 1997 -P. St. 1202- - ZBR 1997, 313, 318 f.) aus dem HGlG sich ergebende Anforderung als geboten, bei im Wesentlichen gleicher Eignung von Bewerberinnen und Bewerbern eine Frau zu bevorzugen, soweit nicht in der Person eines männlichen Bewerbers liegende Gründe überwiegen.Der Hessische Staatsgerichtshof hat dazu in seinem Beschluss vom 16. April 1997 (P. St. 1202 - ZBR 1997, 313, 318 f.) ausgeführt, dass die Vorschriften des HGlG zur Verbindlichkeit der Zielvorgaben von Frauenförderplänen dahin zu verstehen und zu handhaben seien, dass bei in etwa gleicher Qualifikation zugunsten der Bewerberin entschieden werden muss, wenn dies zur Erfüllung der Zielvorgaben des Frauenförderplans erforderlich ist und keine Gründe von größerem Gewicht zugunsten des Beigeladenen entgegenstehen.
- VG Frankfurt/Main, 27.01.2006 - 9 G 5086/05
Kompetenzen der Frauenbeauftragten im Auswahlverfahren und die Würdigung …
Der HessStGH hat dazu in seinem Beschluss vom 16. April 1997 (P. St. 1202 - ZBR 1997, 313, 318 f. = HGlG-ES E.I.1 Art. 1 HV Nr. 1) ausgeführt, dass die Vorschriften des HGlG zur Verbindlichkeit der Zielvorgaben von Frauenförderplänen dahin zu verstehen und zu handhaben sind, dass bei in etwa gleicher Qualifikation zugunsten der Bewerberin entschieden werden muss, wenn dies zur Erfüllung der Zielvorgaben erforderlich ist und keine Gründe von größerem Gewicht entgegenstehen. - VG Berlin, 02.09.2005 - 7 A 41.05
Besetzung einer vom Haushaltsgesetzgeber geschaffenen Planstelle im Wege der …
Die Vorschrift ist - anders als § 12 Satz 3 des Landesbeamtengesetzes (LBG) - vorbehaltlos und einer einschränkenden Auslegung nicht zugänglich; hieran hat auch das mit Wirkung vom 15. November 1994 in Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG normierte Staatsziel nichts geändert (vgl. hierzu auch OVG Berlin…, Beschluss vom 16. April 1992 - 4 S 39.91 -, NVwZ 1992, S. 1227; OVG Münster…, Beschluss vom 20. September 1995, 6 B 1826.95 -, NVwZ 1996, S. 495; a. A. OVG des Saarlandes, Beschluss vom 18. Mai 1999 - 1 W 16.98 -, Juris; Staatsgerichtshof des Landes Hessen, Beschluss vom 16. April 1997 - P.St. 1202, Juris;… vgl. auch Zängel in First, GKÖD, Band 1, Teil 2 a, K§ 8 Rdnr. 76 ff.). - VG Frankfurt/Main, 16.09.2003 - 9 G 2848/03
Vorläufiges Absehen von der Besetzung eines Beförderungsamtes
Da dies jedoch nicht der Fall ist, war der Antragsgegner nach der insoweit verbindlichen Auslegung des HGlG durch den HessStGH (B. v. 16.4.1997 - P.St. 1202 - ZBR 1997, 313, 319 f. = HGlG-ES E.I.1 Art. 1 HV Nr. 1) verpflichtet, zugunsten der Hebung des Frauenanteils die Antragstellerin auszuwählen, wenn nicht besondere Gründe in der Person des Beigeladenen dessen Auswahl rechtfertigen. - VG Frankfurt/Main, 22.05.2003 - 9 G 1008/03
Notwendigkeit eines stellenspezifischen Anforderungsprofils.
Der HessStGH geht insoweit davon aus, dass diesem Gebot grundsätzlich Folge zu leisten ist, wenn nicht besondere Umstände in der Person des Mitbewerbers überwiegen (B. v. 16.4.1997 - P.St. 1202 - ZBR 1997, 313 ff. = HGlG-ES E.I.1 Art. 1 HV Nr. 1). - OVG Saarland, 19.01.1998 - 1 V 48/97
Einstweilige Untersagung der Beförderung zum Schutz eines konkurrierenden …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - VG Frankfurt/Main, 25.01.2001 - 9 G 4755/00 Rn. 20 Dafür spricht insbesondere, dass der Antragsgegner jedenfalls für den Fall einer annähernd gleichen Qualifikation, für deren Annahme geringere Eignungsunterschiede außer Betracht zu bleiben haben (BVerwG B. v. 22.3.1995 - 1 WB 99.94 - Buchholz 236.1 § 3 SG Nr. 3 S. 2; 7.12.1994 - 6 P 35.92 - PersR 1995, 296, 298 m. w. N.; BGH U. v. 6.4.1995 III ZR 193/94 - ZBR 1995, 314, 316 f.), von einem qualifikatorischen Patt ausgehen müsste, wie es der HessStGH als Voraussetzung für das Einsetzen der Bindung an die Zielquote eines Frauenförderplans annimmt (B. v. 16.4.1997 P. St. 1202 - ZBR 1997, 313, 318 = HGlG-ES E.I.1 Art. 1 HV Nr. 1).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".