Rechtsprechung
| RG, 25.11.1937 - IV B 34/37 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- RGZ 156, 172
Wird zitiert von ... (10)
- BGH, 06.11.1985 - IVa ZB 5/85
Voraussetzungen einer Vorlage; Zulässigkeit einer Wiederverheiratungsklausel in …
Doch beruhen die Entscheidungen RGZ 156, 172 und die jeweils auf weitere Beschwerde im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit ergangenen Entscheidungen des Kammergerichts vom 30. Dezember 1911 (KGJ 42 S. 109, Nr. 23), vom 14. November 1929 (Recht 1930 Nr. 322), vom 31. Oktober 1935 (…JFG 13, S. 155 Nr. 33) und des Oberlandesgerichts München vom 8. Januar 1937 (…JFG 15, S. 39 Nr. 12) auf der Rechtsansicht, von der das Oberlandesgericht abweichen will.Der Senat folgt deshalb der in Literatur und Rechtsprechung herrschenden Auffassung, daß der Längerlebende zugleich auflösend bedingter Vollerbe und aufschiebend bedingter Vorerbe sein kann, und daß mit seinem Tode, wenn er bis dahin nicht wieder geheiratet hat, seine Stellung als Vollerbe endgültig geworden ist (Palandt/Edenhofer, BGB 44. Aufl. § 2269 Anm. 5 b; Staudinger/Kanzleiter a.a.O. § 2269 Rdn. 41 f.; Enneccerus/Coing a.a.O. S. 442 ff.; Bartholomeyczik/Schlüter, Erbrecht 11. Aufl. S. 177 f.; BGB-RGRK/Johannsen § 2269 Rdn. 19; Soergel/Wolf, BGB 11. Aufl. § 2269 Rdn. 19; RGZ 156, 172, 180 f.; BGH FamRZ 1961, 275, 276 und NJW 1983, 277; KG KGJ 42 S. 109 Nr. 23, Recht 1930 Nr. 322, JFG 13 S. 155 Nr. 33 und DNotZ 1943, 137; OLG München JFG 15 S. 39 Nr. 12; …
- KG, 03.06.2016 - 6 W 127/15
Erbescheinsverfahren: Erbscheinserteilung an einen vermeintlichen "Alleinerben" …
Eine bedingte Nacherbschaft ist im Erbschein anzugeben, da nach § 2363 a.F., der gem. Art. 229 § 36 EGBGB anzuwenden ist, die Voraussetzungen für den Eintritt einer Nacherbschaft anzugeben sind (…vgl. Palandt/Weidlich, BGB, 74. Aufl., § 2363 Rn. 3, vgl. auch RG, Urteil vom 25.11.1937 - IV B 34/37 -, RGZ 156, 173, 176).Rn. 11 a. Die Schlusserbeneinsetzung i.S.v. § 2269 BGB i.V.m. einer Wiederverheiratungsklausel führt im Regelfall - soweit nicht Besonderheiten im Einzelfall für einen abweichenden Gestaltungswillen der testierenden Eheleute sprechen - einerseits zur Vollerbenstellung des überlebenden Ehegatten, zugleich aber auch zur bedingten Vor- und Nacherbschaft (BGH, Beschluss vom 06.11.1985 - IVa ZB 5/85 -, BGHZ 96, 198; Urteil vom 18.01.1961 - V ZR 83/59 -, FamRZ 61, 275; RG, Urteil vom 25.11.1937 -IV B 34/37 -, RGZ 156, 173; KG, Beschluss vom 30.12.1911 - 1 X 459/11 -, KGJ Bd. 42, 109 ff Nr. 23; OLG München, Beschluss vom 08.01.1937 - Wx 412/36, JFG Bd. 15, 39 ff, Nr. 12; OLG Celle, Beschluss vom 04.10.2012 - 6 W 180/12 -, ZEV 2013, 40, zitiert nach juris; OLG Zweibrücken…, Beschluss vom 14.03.2011 - 3 W 150/10 -, FamRZ 2011, 1902 , Rz. 4 zitiert nach juris; OLG Hamm…, Beschluss vom 18.04.2011 - 15 W 518/10 -, ZEV 2011, 589, Rz. 5 zitiert nach juris; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 01.04.2003 - 20 W 386/02 -, Rz. 22 zitiert nach juris;… Reymann in Herberger/Martinek/Rüßmann, juris-PK-BGB u.a., 7. Aufl. 2014, § 2269 Rn. 10f.;… Soergel/Wolf, BGB, 13. Aufl., § 2269 Rn. 26;… Palandt/Weidlich, BGB, 75. Aufl., § 2269 Rn. 16 ff.;… Staudinger/Kanzleiter, (2014) BGB, § 2269 Rn. 42;… S. und T. Kappler in Erman, BGB, 14. Aufl., § 2269 Rn. 14).
Besonders erhellend dazu sind die Ausführungen des Reichsgerichts in der Entscheidung vom 25.11.1937 (a.a.O. S. 181 f.) und des Kammergerichts (…a.a.O. S 113 ff.).
- BGH, 08.09.2021 - IV ZB 17/20
Nichterforderliche Angabe des Berufungsgrund in einem Erbschein
Soweit die herrschende Meinung davon ausgeht, dass dem Erbschein kein anderer als der beantragte Inhalt gegeben werden darf (vgl. BGH…, Beschluss vom 11. Oktober 1961 - V BLw 13/60, BGHZ 36, 42 unter II 1 [juris Rn. 7]; RGZ 156, 172, 180;… BayObLG FamRZ 2003, 1590, 1592 [juris Rn. 40];… OLG Hamm FamRZ 2013, 1250, 1251 [juris Rn. 5];… OLG Frankfurt am Main Rpfleger 1978, 17 [juris Rn. 5];… MünchKomm-FamFG/Grziwotz, 3. Aufl. § 352e Rn. 6;… Erman/Simon, BGB 16. Aufl. § 2353 Rn. 14;… Kroiß in Kroiß/Ann/Mayer, BGB 5. Aufl. § 2353 Rn. 102;… BeckOGK/Fröhler, BGB § 2353 Rn. 294 [Stand: 15. Mai 2021];… Gierl in Burandt/Rojahn, Erbrecht 3. Aufl. § 352e FamFG Rn. 176), betrifft dies nur den gesetzlich bestimmten Inhalt des Erbscheins.
- BayObLG, 25.01.1973 - BReg. 1 Z 83/72
Erteilung des gemeinschaftlichen Erbscheins auf Grund des Erbvertrags; …
Der Antrag muß sich auf einen bestimmten, dem Erbschein zu gebenden Inhalt richten und das beanspruchte Erbrecht genau bezeichnen (RGZ 156, 172/180; BGH NJW 1962, 42/43; BayObLGZ 1971, 34/45; 1967, 1/8;… Staudinger BGB 10./11. Aufl. Rdnr. 56, Palandt BGB 32. Aufl. Anm. 3 a, je zu § 2353).Es ist nicht berechtigt, einen Erbschein anderen als des beantragten Inhalts zu erteilen (RGZ 156, 172/180; BGH NJW 1962, 42/43; BayObLGZ 1971, 34/45; 1967, 1/8;… Staudinger § 2353 Rdnr. 57).
Sie hat auch, was zulässig gewesen wäre (RGZ 156, 172/180), keinen Hilfsantrag gestellt.
- BayObLG, 07.11.1980 - BReg. 1 Z 64/80
Voraussetzungen des Antrags auf Erteilung eines Erbscheins; Letztwillige …
Er muß das beanspruchte Erbrecht genau bezeichnen (RGZ 156, 172/180; BGH NJW 1962, 42/43; BayObLGZ 1973, 28; OLG Hamm Rpfleger 1968, 357/358 und OLGZ 1967, 71/72; 1970, 117/119; Staudinger RdNr. 55, BGB-RGRK RdNr. 6, Palandt Anm. 3 a, je zu § 2353 BGB ), denn das Nachlaßgericht ist nicht berechtigt, einen Erbschein anderen als des beantragten Inhalts zu bewilligen (BayObLGZ 1967, 1/8; 1973, 28/29; Palandt § 2359 BGB Anm. 1 d).Eine Verbindung von Haupt- und Hilfsantrag mit sachlich verschiedenem Inhalt ist zulässig, wenn jeder Antrag für sich das begehrte Erbrecht bestimmt bezeichnet und dem Gericht die Reihenfolge, in der über die Anträge entschieden werden soll, angegeben wird (RGZ 156, 172/180; BayObLGZ 1961, 123/125 m.Nachw.; KG DNotZ 1955, 408/410;… Staudinger a.a.O.; Firsching S. 201).
- OLG Zweibrücken, 06.10.1997 - 3 W 166/97
Formvorschriften beim Testament
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OLG Frankfurt, 26.09.1977 - 20 W 359/77
Erbscheinsantrag - Pflichtangaben
Das Nachlaßgericht kann nur entweder dem Antrag, einen Erbschein zu erteilen, so wie er gestellt ist, stattgeben oder ihn abweisen; es ist nicht berechtigt, einen Erbschein mit einem anderen als dem beantragten Inhalt zu erteilen (KGJ 42, 128, 129f; BayObLGZ 19, 207, 209f; KG HRR 1933 Nr. 1492; RGZ 156, 172, 180; OLG Hamm Rpfleger 1968, 357; …Der Antragsteller hat auch nicht, was zulässig gewesen wäre (RGZ 156, 172, 180), hilfsweise beantragt, ihm einen Erbschein nach dem Testament vom 14. August 1973 oder aufgrund gesetzlicher Erbfolge zu erteilen.
- BayObLG, 20.12.2000 - 1Z BR 153/99
Interlokalen Nachlaßspaltung
Es darf bei Erteilung des Erbscheins vom Antrag nicht inhaltlich abweichen, es darf insbesondere keinen allgemeinen Erbschein statt eines beantragten gegenständlich beschränkten Erbscheins erteilen (RGZ 156, 172/180; BayObLGZ 1967, 1/8; OLG Hamm NJW 1968, 1682;… MünchKomm/Promberger Rn. 115;… Staudinger/Schilken Rn. 57;… Erman/Schlüter Rn. 9;… Palandt/Edenhofer Rn. 21 jeweils zu § 2353). - BayObLG, 21.12.1951 - BReg. 2 Z 239/51
Ausstellung eines Erbscheins ; Voraussetzung für die Erteilung eines Erbscheins; …
Wohl aber ist es zulässig, neben einem Hauptantrag Hilfsanträge zu stellen, vorausgesetzt, daß jeder Antrag für sich das mit ihm beanspruchte Erbrecht bestimmt bezeichnet und die Reihenfolge der Prüfung und Bescheidung der Anträge vom Antragsteller genau vorgeschrieben wird (RGZ 156, 172 gegen OLG Dresden JFG 3, 155; RGRKomm 9 § 2353 Anm. 3; Palandt 9 BGB § 2353 Anm. 3). - KG, 16.08.2024 - 6 W 39/23
Zum Anspruch auf Erteilung eines Erbscheins; Zu den Voraussetzungen der Annahme …
Der Erbscheinsantrag der Beteiligten zu 1) - nur dieser ist Gegenstand der angefochtenen Entscheidung und Verfahrensgegenstand vor dem Senat (vgl. dazu schon RGZ 156, 172, 180) - muss der Zurückweisung unterliegen.
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