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Rechtsprechung
   StGH Bremen, 23.10.2025 - St 6/23   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2025,32531
StGH Bremen, 23.10.2025 - St 6/23 (https://dejure.org/2025,32531)
StGH Bremen, Entscheidung vom 23.10.2025 - St 6/23 (https://dejure.org/2025,32531)
StGH Bremen, Entscheidung vom 23. Oktober 2025 - St 6/23 (https://dejure.org/2025,32531)
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Volltextveröffentlichung

Kurzfassungen/Presse

  • beck-aktuell.de (Kurzinformation)

    Notsituation ja, Notkredit nein: Bremer Haushaltsgesetze waren verfassungswidrig

Papierfundstellen

  • NVwZ 2026, 322
 
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Wird zitiert von ... (6)Zitiert selbst (27)

  • BVerfG, 15.11.2023 - 2 BvF 1/22

    Zweites Nachtragshaushaltsgesetz 2021 - abstrakte Normenkontrolle

    Auszug aus StGH Bremen, 23.10.2025 - St 6/23
    Mit Urteil vom 15. November 2023 (2 BvF 1/22) erklärte das Bundesverfassungsgericht das Zweite Nachtragshaushaltsgesetz 2021 des Bundes für mit Art. 109 Abs. 3 GG, Art. 110 Abs. 2 Satz 1 GG sowie Art. 115 Abs. 2 GG unvereinbar und nichtig.

    Als ungeschriebene Zulässigkeitsvoraussetzung ist das Vorliegen eines objektiven Klarstellungsinteresses hinsichtlich der Vereinbarkeit der angegriffenen Norm mit höherrangigem Recht erforderlich und regelmäßig durch die Antragstellung eines im Normenkontrollverfahren Antragsberechtigten indiziert (…BremStGH, Urt. v. 31.01.2014, St 1/13, juris Rn. 34;… BremStGH, Urt. v. 09.05.2023, St 1/22, juris Rn. 24; BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 94 m.w.N.).

    Das objektive Klarstellungsinteresse entfällt erst, wenn von der zur Prüfung gestellten Norm unter keinem denkbaren Gesichtspunkt mehr Rechtswirkungen ausgehen können (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 94 m.w.N.;… BVerfG, Beschl. v. 25.03.2021, 2 BvF 1/20, BVerfGE 157, 223, Rn. 66;… BVerfG, Urt. v. 29.11.2023, 2 BvF 1/21, BVerfGE 168, 71, Rn. 77).

    Ist der Antrag einmal zulässig erhoben, bleibt er - aufgrund des objektiven Charakters des Verfahrens - zulässig, auch wenn die Entscheidung erst zu einem Zeitpunkt ergeht, zu dem von dem Haushaltsgesetz keine Rechtswirkungen mehr ausgehen (so auch BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 94 m.w.N.;… BVerfG, Urt. v. 09.07.2007, 2 BvF 1/04, BVerfGE 119, 96, juris Rn. 68).

    Ein Klarstellungsinteresse ist auch dann zu bejahen, wenn das Risiko besteht, dass eine rechtlich zweifelhafte Normsetzung des Haushaltsgesetzgebers von Jahr zu Jahr wiederholt wird (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 92, BVerfG, Urt. v. 09.07.2007, 2 BvF 1/04, BVerfGE 119, 96, juris Rn. 68 …sowie Urt. v. 19.07.1966, 2 BvF 1/65, BVerfGE 20, 56, juris Rn. 106;… Rozek, in: Schmidt- Bleibtreu/Klein/ Bethge, BVerfGG, 63. EL Juni 2023, § 76 Rn. 18).

    Das Konzept der Notsituation im nationalen Finanzverfassungsrecht findet seine unionsrechtliche Entsprechung in Art. 122 Abs. 2 AEUV, wonach die Europäische Union einem Mitgliedstaat im Fall von Schwierigkeiten aufgrund von Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Ereignissen, die sich seiner Kontrolle entziehen, finanziellen Beistand leisten kann (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 109;… Heun, in: Dreier, GG, 3. Aufl. 2018, Art. 109 Rn. 45;… zu Art. 122 AEUV: Bandilla, in: Grabitz/Hilf/Nettesheim, AEUV, 83. EL Juli 2024, Art. 122 Rn. 16).

    Durch das Merkmal der Außergewöhnlichkeit kommt insbesondere zum Ausdruck, dass nicht jede Beeinträchtigung der Wirtschaftsabläufe der Ausnahmeklausel unterfällt (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, juris Rn. 106).

    16/12410, S. 11; so auch BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 107).

    Maßgeblich ist insoweit "ein Moment der Unbeherrschbarkeit" (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 109).

    (3) Auch die Dauer einer Krise ist für die Beurteilung, ob der Ausnahmetatbestand für das Verschuldungsverbot vorliegt, zu beachten (vgl. etwa BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 106).

    (4) Die tatbestandlichen Voraussetzungen der "Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Notsituationen, die sich der Kontrolle des Staates entziehen", sind verfassungsgerichtlich voll überprüfbar (…LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 99; BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 116 ff.;… VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VerfGBbg 22/23, juris Rn. 109).

    Ziel des verfassungsändernden Gesetzgebers war es, die für wirkungslos befundene Vorgängerregelung zur Begrenzung der Neuverschuldung durch eine solche zu ersetzen, die den weiteren Anstieg der Schulden des Landes verhindert (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 148).

    Das nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts erforderliche "Moment der Unbeherrschbarkeit" (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 109) liegt vor.

    Konkret soll sie dann ausgeschlossen sein, wenn das auslösende Ereignis oder die auslösende Entwicklung vorhersehbar war oder gar von der öffentlichen Hand verursacht worden ist (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 109;… VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 150;… VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 104; in der Literatur: Heintzen, NVwZ 2022, 1505, 1511;… Kirchhof, in: Huber/Voßkuhle, GG, 8. Aufl. 2024, Art. 109 Rn. 135; Krönke, NVwZ 2022, 1606, 1610; Meyer, DÖV 2024, 90, 92;… Reimer, in: Epping/Hillgruber, BeckOK GG, 62 Ed., Art. 109 Rn. 66.1; Schneider/Stüber, DÖV 2021, 836; Waldhoff, NJW 2024, 2729, 2732).

    Darüber hinaus würde eine strikte Anwendung des Vorhersehbarkeitskriteriums auch dem Präventionsgedanken widersprechen, der ausdrücklich vom Bundesverfassungsgericht erwähnt wird (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 110, 108).

    16/12410, S. 1 f., 11; vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 106, 150).

    Wie das Bundesverfassungsgericht - wenn auch zum Veranlassungszusammenhang - ausgeführt hat, gilt auch in zeitlicher Hinsicht ein gleitender Maßstab bei der Beurteilung der ergriffenen Maßnahmen: Je weiter das auslösende Ereignis in der Vergangenheit liegt, je mehr Zeit zur Entscheidungsfindung gegeben ist und je entfernter die Folgen sind, desto stärker verengt sich der Einschätzungs- und Beurteilungsspielraum des Haushaltsgesetzgebers, weil die Folgen seines Handelns mit der Zeit besser abzuschätzen sind und so verhindert werden kann, dass die Ausnahme der Überschreitung der Kreditobergrenzen zur Regel wird (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 138).

    Dieses zeitliche Kriterium erstreckt sich nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auch auf die - gerichtlich voll überprüfbare - Krisendiagnose selbst (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 151).

    Bei dieser voll überprüfbaren Maßgabe, für die der Haushaltsgesetzgeber darlegungs- und beweispflichtig ist, handelt es sich nicht um eine Prüfung der Verhältnismäßigkeit der geplanten Maßnahme (dies explizit ausschließend BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 144 ff.).

    Ferner muss der (zusätzliche) Finanzbedarf im Hinblick auf die staatlichen Finanzen in der Gesamtheit erheblich sein, also den Gesamthaushalt spürbar belasten (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 110 ff.;… HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783, juris Rn. 245 ff.;… VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 105).

    Dieser Einschätzungsspielraum trägt dem Umstand Rechnung, dass das Ergebnis der gesetzgeberischen Erhebungen zur krisenbedingten Beeinträchtigung der Finanzlage zu einem großen Teil Ausdruck politischer Wertungen ist (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 122;… Heun, in: Dreier, GG, 3. Aufl. 2018, Art. 109 Rn. 46).

    Die durch die Kreditaufnahme finanzierten Maßnahmen müssen dergestalt zweckgerichtet sein, dass mit ihnen der Notsituation entgegengewirkt wird (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 127 ff.;… VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 113;… VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 108;… HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783, Rn. 268 ff.;… LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, Rn. 171 ff.;… Heun, in: Dreier, GG, 3. Aufl. 2018, Art. 109 Rn. 43; Meickmann, NVwZ 2021, 97, 100;… Reimer, in: BeckOK GG, 62. Ed. 15.09.2024, Art. 109 Rn. 67;… Wendt, in: Huber/Voßkuhle, GG, 8. Aufl. 2024, Art. 115 Rn. 82).

    Die Eignung bezieht sich dabei auf die Gesamtheit der Maßnahmen, nicht auf jede einzelne Maßnahme, denn diese können sich gegenseitig verstärken, unterstützen oder überhaupt erst zur Wirkung bringen (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 134).

    Darüber hinaus müssen die Maßnahmen auch sachlich auf die Krise rückführbar sein (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 129).

    Denn wenn die Krisenbekämpfung aus einer Vielzahl von Maßnahmen besteht, müssen die Einzelkomponenten der Kreditaufnahmen "im Einzelnen" sachlich auf die Notsituation und den Willen des Gesetzgebers, diese zu bewältigen, rückführbar sein (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 129).

    Es ist insbesondere nicht ersichtlich, dass die Notlagenkreditaufnahme auf die Beseitigung der unmittelbaren Folgen beschränkt ist (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 136).

    Dem Staatsgerichtshof obliegt lediglich die Prüfung, ob die Einschätzung des Gesetzgebers nachvollziehbar und vertretbar ist (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 137 ff., 142).

    Eine Verhältnismäßigkeitsprüfung findet nicht statt (vgl. BVerfG, BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 145;… LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 177).

    (3) Mit dem weiten Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers korrespondiert eine entsprechende Begründungslast (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 150;… Kube, in: Dürig/Herzog/Scholz, GG, Werkstand 107. EL März 2025, Art. 109 Rn. 214;… Wendt, in: Huber/Voßkuhle, GG, 8. Aufl. 2024, Art. 115 Rn. 85 ff.).

    Je länger die Krise dauert und je häufiger und je umfangreicher der Gesetzgeber notlagenbedingte Kredite in Anspruch genommen hat, desto detaillierter hat er die Gründe für das Fortbestehen der Krise und die aus seiner Sicht weiter fortdauernde Geeignetheit der von ihm geplanten Maßnahmen zur Krisenbewältigung darzulegen (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 151, 200;… VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 141 ff.).

    Der haushaltsverfassungsrechtliche Grundsatz der Jährlichkeit, nach dem das Parlament die Haushaltsgesetze und -pläne für jedes Haushaltsjahr getrennt und neu aufstellen muss, dient der Sicherung des Budgetrechts des Parlaments, da das Budget bei längeren Haushaltsperioden seine Aussagekraft und Verbindlichkeit verlöre (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 158;… Tappe, Das Haushaltsgesetz als Zeitgesetz, 2008, S. 64 ff.).

    Anschließend verfallen sie ersatzlos, soweit nichts anderes bestimmt ist (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 159).

    Hierdurch wird der Haushaltsgesetzgeber verpflichtet, nur diejenigen Einnahmen und Ausgaben im Haushaltsplan zu veranschlagen, die im Haushaltsjahr voraussichtlich kassenwirksam werden (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 155, 163).

    Wie das Bundesverfassungsgericht für die Notlagenkredite des Bundes formuliert hat, ist es verfassungsrechtlich nicht zulässig, notlagenbedingte Kreditermächtigungen durch buchhalterische Maßnahmen von dem Haushaltsjahr zu entkoppeln, in dem die Notlage festgestellt wurde (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 173, 207).

    Deshalb sind - falls eine Notsituation oder ihre Wirkungen über mehr als ein Jahr anhalten und fortdauernden Kreditbedarf veranlassen - die Notlagenbeschlüsse, die einer Kreditaufnahme zu Grunde liegen, getrennt nach Jahren zu fassen (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 172).

    Ferner verlangt das Gebot der Jährlichkeit bei der Ausbringung von notlagebedingten Kreditermächtigungen, dass die zulässige Höchstsumme nach Jahren getrennt und nach Ablauf eines Haushaltsjahres für das Folgejahr neu ermittelt wird (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 166).

    Aus dem Gebot der Jährigkeit folgt, dass notlagenbedingte Kreditermächtigungen nach Ablauf des Jahres, in dem sie ausgebracht wurden, verfallen und sie nicht erst später tatsächlich genutzt werden dürfen (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 167).

    Der flankierende haushaltsrechtliche Grundsatz der Fälligkeit verlangt, dass die Kreditaufnahme nur in der Höhe erfolgen darf, in der die Mittel für die Umsetzung der notlagenbedingten Maßnahmen eben in diesem Haushaltsjahr tatsächlich erforderlich sind (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86 Rn. 168).

    Ihre Einhaltung unterliegt einer strikten verfassungsgerichtlichen Kontrolle (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 162).

    Auch das Bundesverfassungsgericht hat die Möglichkeit gesetzlich geregelter Ausnahmen anerkannt und insoweit auf die in § 27 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 bis 4 HGrG, § 45 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 bis 4 BHO und § 18 Abs. 3 BHO - wie im Übrigen auch in § 18 Abs. 3 LHO - geregelte Übertragbarkeit von Ermächtigungen verwiesen, wenn diese auch auf Ausnahmen reduziert bleiben müsse (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 161, 162).

    Dies schließe indes spezifische Modifikationen unter Rücksicht auf die sachlichen und funktionalen Besonderheiten der Vorschriften zur Kreditaufnahme nicht aus (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 164).

    Dies kann etwa aus Gründen der Wirtschaftlichkeit gerechtfertigt sein (zur Übertragbarkeit von Ausgabe- und Verpflichtungsermächtigungen BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 161).

    Dauern die Notsituation oder ihre Wirkungen über den Zeitraum eines Jahres an und wird hierdurch fortdauernder Kreditbedarf veranlasst, so haben die entsprechenden Beschlüsse nach Jahren getrennt zu ergehen (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 172).

    Anderenfalls würden die durch den Beschluss der Bürgerschaft festgestellte Notsituation und die tatsächliche Kreditaufnahme in unzulässiger Weise voneinander getrennt, obwohl sie inhaltlich aufeinander bezogen sind (vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 173, 207).

  • VerfG Schleswig-Holstein, 15.04.2025 - LVerfG 1/24

    Notkreditaufnahme im Haushalt 2024 verfassungswidrig

    Auszug aus StGH Bremen, 23.10.2025 - St 6/23
    Es kommt mithin lediglich auf die Handlungsoptionen des Landes Bremen an (vgl. LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 98;… VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VerfBbg 22/23, juris Rn. 136).

    In zeitlicher Hinsicht sind verschiedene Krisenphasen zu unterscheiden, nämlich regelmäßig eine erste, akute "Schockphase" mit plötzlichem, hohem Liquiditätsbedarf, sodann eine Phase, in der eine Krise fortdauert, und schließlich entweder die Rückkehr zum Normalzustand, die eine Nachsorge begründen kann, oder aber die Erkenntnis, dass die "Krise" nunmehr der "Normalfall" geworden ist (vgl. LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 183 f.).

    (4) Die tatbestandlichen Voraussetzungen der "Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Notsituationen, die sich der Kontrolle des Staates entziehen", sind verfassungsgerichtlich voll überprüfbar (LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 99;… BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 116 ff.;… VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VerfGBbg 22/23, juris Rn. 109).

    Das gilt aber nur dann, wenn konkret dargelegt wird, warum der Haushaltsgesetzgeber davon ausgeht, dass diese Situation weiterhin einer gesonderten Berücksichtigung im Haushalt unter Abweichung vom grundsätzlichen Verbot der Nettoneuverschuldung bedarf (LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 154).

    Innerhalb kurzer Zeit waren grundlegende Veränderungen der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen zu verzeichnen, die sich von den gewöhnlichen wirtschaftlichen Entwicklungen in einem normal verlaufenden Konjunkturzyklus deutlich abhoben (…vgl. VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 136; LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 115 ff.; Heintzen, NVwZ 2022, 1505, 1506 f.; Kirchhof, NJW 2023, 3757, 3760; Henneke, VBlBW 2023, 265, 267 f.;… Schmidt, Öffentliches Finanzrecht, 2023, S. 206).

    Der Ukrainekrieg und die damit verbundene Energiekrise entzogen sich auch der staatlichen Kontrolle (vgl. VerfG Bbg…, Urt. vom 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 139; LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 138 f.).

    Die verfassungsgerichtlichen Kontrollmöglichkeiten stoßen angesichts des Erfordernisses schwieriger Prognosen über den Umfang der Einnahmen, Ausgaben und Aufgaben, der Entwicklungsoffenheit des Sachverhalts und der Komplexität der Entscheidungen an ihre Funktionsgrenzen (LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 147).

    Verfassungsrechtlich geboten und möglich ist jedenfalls eine gerichtliche Überprüfung, ob der Gesetzgeber die Ermittlung des maßgeblichen Sachverhalts, seine Prognosen über die Entwicklung der Notlage und die Bewertung von Grund und Höhe der diesbezüglich anstehenden Herausforderungen und Aufgaben dargelegt hat (LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 148).

    Denn erst mit einer solchen Darlegung wird eine (eingeschränkte) Kontrolle durch das Verfassungsgericht möglich (vgl. LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 150;… HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783, juris Rn. 254 ff.).

    Aus der besonderen Unsicherheit, die eine Notlage kennzeichnen kann, folgt zudem, dass die anzustellenden Überlegungen und Prognosen ggf. auf einer weitgehend unsicheren Datengrundlage beruhen können und daher auch grobe Schätzungen unter Umständen die Anforderungen erfüllen (LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 152 f.).

    Das gilt aber nur, wenn konkret dargelegt wird, warum der Haushaltsgesetzgeber davon ausgeht, dass diese Situation weiterhin einer gesonderten Berücksichtigung im Haushalt unter Abweichung vom grundsätzlichen Verbot der Nettoneuverschuldung bedarf (LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 154).

    Hieraus folgt im Umkehrschluss, dass sich aus der Summe der zu finanzierenden Einzelmaßnahmen nicht einfach auf die Höhe der von der Bürgerschaft im Ausgangspunkt festgestellten notlagenbedingten Beeinträchtigungen der staatlichen Finanzlage schließen lässt (vgl. LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 155).

    Erforderlich ist insoweit, dass der Gesetzgeber die von ihm zugrunde gelegte finanzielle Beeinträchtigung in Relation zur Haushaltslage insgesamt setzt und begründet, weshalb der festgestellte außerordentliche Bedarf gemessen am Gesamthaushalt von erheblicher Natur ist (LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 156).

    Die Summe der als kreditfinanziert geplanten Maßnahmen ist nicht identisch mit der Beeinträchtigung der staatlichen Finanzlage (so für die Parallelnorm in Art. 61 Abs. 3 Satz 1 SH LV: LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 159).

    Die durch die Kreditaufnahme finanzierten Maßnahmen müssen dergestalt zweckgerichtet sein, dass mit ihnen der Notsituation entgegengewirkt wird (…BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 127 ff.;… VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 113;… VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 108;… HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783, Rn. 268 ff.; LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, Rn. 171 ff.;… Heun, in: Dreier, GG, 3. Aufl. 2018, Art. 109 Rn. 43; Meickmann, NVwZ 2021, 97, 100;… Reimer, in: BeckOK GG, 62. Ed. 15.09.2024, Art. 109 Rn. 67;… Wendt, in: Huber/Voßkuhle, GG, 8. Aufl. 2024, Art. 115 Rn. 82).

    Dieses Merkmal entfällt nicht allein deshalb, weil die etwaige Kostenposition schon Gegenstand von Beschlusslagen vor der Inanspruchnahme von Notlagenkrediten gewesen ist (vgl. etwa LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 179).

    Eine Verhältnismäßigkeitsprüfung findet nicht statt (…vgl. BVerfG, BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 145; LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 177).

    Ebenfalls erhöht ist die Darlegungslast bei solchen Maßnahmen, die bereits vor dem Eintritt der Notlage geplant oder jedenfalls beabsichtigt waren, sowie bei solchen Maßnahmen, die einzig oder primär der Vorbeugung ähnlicher Notlagen dienen (LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 179).

    Dies gilt insbesondere deshalb, weil gerade in den zuletzt genannten Fällen der Zweck des Art. 131a Abs. 1 BremLV, den weiteren Anstieg der Schulden des Landes zu verhindern, und auch der Ausnahmecharakter seines Absatzes 3, der die in der Krisensituation notwendige Flexibilität gewähren, aber gleichzeitig eine dauerhafte Neuverschuldung vermeiden soll, zu erodieren droht (vgl. LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 181).

  • VerfG Brandenburg, 21.06.2024 - VfGBbg 22/23

    Abstrakte Normenkontrolle begründet; Beschluss über die Feststellung einer …

    Auszug aus StGH Bremen, 23.10.2025 - St 6/23
    Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Sach- und Rechtslage ist der Zeitpunkt der Beschlussfassung der Bürgerschaft über die Feststellung der Notlage in § 16 Abs. 1 BR HG 2023 am 28. März 2023 (vgl. VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 135).

    Konkret soll sie dann ausgeschlossen sein, wenn das auslösende Ereignis oder die auslösende Entwicklung vorhersehbar war oder gar von der öffentlichen Hand verursacht worden ist (…BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 109;… VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 150; VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 104; in der Literatur: Heintzen, NVwZ 2022, 1505, 1511;… Kirchhof, in: Huber/Voßkuhle, GG, 8. Aufl. 2024, Art. 109 Rn. 135; Krönke, NVwZ 2022, 1606, 1610; Meyer, DÖV 2024, 90, 92;… Reimer, in: Epping/Hillgruber, BeckOK GG, 62 Ed., Art. 109 Rn. 66.1; Schneider/Stüber, DÖV 2021, 836; Waldhoff, NJW 2024, 2729, 2732).

    Innerhalb kurzer Zeit waren grundlegende Veränderungen der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen zu verzeichnen, die sich von den gewöhnlichen wirtschaftlichen Entwicklungen in einem normal verlaufenden Konjunkturzyklus deutlich abhoben (vgl. VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 136;… LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 115 ff.; Heintzen, NVwZ 2022, 1505, 1506 f.; Kirchhof, NJW 2023, 3757, 3760; Henneke, VBlBW 2023, 265, 267 f.;… Schmidt, Öffentliches Finanzrecht, 2023, S. 206).

    Der Ukrainekrieg und die damit verbundene Energiekrise entzogen sich auch der staatlichen Kontrolle (vgl. VerfG Bbg, Urt. vom 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 139;… LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 138 f.).

    Soweit krisenbedingt Förderungen durch den Bund oder die Europäische Union erfolgen, sind zudem die angenommenen Lücken zwischen den auf diese Weise zur Verfügung gestellten Mitteln und dem auf Landesebene für notwendig befundenen tatsächlichen Finanzbedarf aufzuzeigen (vgl. VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 149).

    Die durch die Kreditaufnahme finanzierten Maßnahmen müssen dergestalt zweckgerichtet sein, dass mit ihnen der Notsituation entgegengewirkt wird (…BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 127 ff.; VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 113;… VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 108;… HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783, Rn. 268 ff.;… LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, Rn. 171 ff.;… Heun, in: Dreier, GG, 3. Aufl. 2018, Art. 109 Rn. 43; Meickmann, NVwZ 2021, 97, 100;… Reimer, in: BeckOK GG, 62. Ed. 15.09.2024, Art. 109 Rn. 67;… Wendt, in: Huber/Voßkuhle, GG, 8. Aufl. 2024, Art. 115 Rn. 82).

    Je länger die Krise dauert und je häufiger und je umfangreicher der Gesetzgeber notlagenbedingte Kredite in Anspruch genommen hat, desto detaillierter hat er die Gründe für das Fortbestehen der Krise und die aus seiner Sicht weiter fortdauernde Geeignetheit der von ihm geplanten Maßnahmen zur Krisenbewältigung darzulegen (…BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 151, 200; VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 141 ff.).

    Aus dem Rechtsgedanken von § 79 Abs. 2 BVerfGG folgt - wie auch aus ähnlichen anderen Normen des Prozessrechts (vgl. § 183 VwGO, § 157 FGO) -, dass unanfechtbar gewordene Akte der öffentlichen Gewalt nicht rückwirkend aufgehoben und die in der Vergangenheit von ihnen ausgegangenen Wirkungen nicht beseitigt werden (vgl. für den Fall einer Nichtigerklärung VerfGH Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 165;… VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 175).

  • VerfGH Rheinland-Pfalz, 01.04.2022 - VGH N 7/21

    Corona-Sondervermögen in Rheinland-Pfalz zum Teil verfassungswidrig - Zu den …

    Auszug aus StGH Bremen, 23.10.2025 - St 6/23
    Auch der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz habe in seinem Urteil vom 1. April 2022 (Az.: VGH N 7/21) festgestellt, dass die Herausforderungen der Klimakrise zwar die staatliche Finanzlage erheblich beeinträchtigten und die zu unternehmenden Anstrengungen groß seien.

    Der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz (VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21) habe zuvor zum dortigen Corona-Sondervermögen andere Maßstäbe aufgestellt.

    Konkret soll sie dann ausgeschlossen sein, wenn das auslösende Ereignis oder die auslösende Entwicklung vorhersehbar war oder gar von der öffentlichen Hand verursacht worden ist (…BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 109; VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 150;… VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 104; in der Literatur: Heintzen, NVwZ 2022, 1505, 1511;… Kirchhof, in: Huber/Voßkuhle, GG, 8. Aufl. 2024, Art. 109 Rn. 135; Krönke, NVwZ 2022, 1606, 1610; Meyer, DÖV 2024, 90, 92;… Reimer, in: Epping/Hillgruber, BeckOK GG, 62 Ed., Art. 109 Rn. 66.1; Schneider/Stüber, DÖV 2021, 836; Waldhoff, NJW 2024, 2729, 2732).

    Ferner muss der (zusätzliche) Finanzbedarf im Hinblick auf die staatlichen Finanzen in der Gesamtheit erheblich sein, also den Gesamthaushalt spürbar belasten (…vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 110 ff.;… HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783, juris Rn. 245 ff.; VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 105).

    Die durch die Kreditaufnahme finanzierten Maßnahmen müssen dergestalt zweckgerichtet sein, dass mit ihnen der Notsituation entgegengewirkt wird (…BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 127 ff.;… VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 113; VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 108;… HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783, Rn. 268 ff.;… LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, Rn. 171 ff.;… Heun, in: Dreier, GG, 3. Aufl. 2018, Art. 109 Rn. 43; Meickmann, NVwZ 2021, 97, 100;… Reimer, in: BeckOK GG, 62. Ed. 15.09.2024, Art. 109 Rn. 67;… Wendt, in: Huber/Voßkuhle, GG, 8. Aufl. 2024, Art. 115 Rn. 82).

    Der Veranlassungszusammenhang fehlt aber dann, wenn Maßnahmen ohne konkreten Bezug zur Notlage bei Gelegenheit der Inanspruchnahme von Notlagekrediten mitfinanziert werden (vgl. etwa VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 109).

    Aus dem Rechtsgedanken von § 79 Abs. 2 BVerfGG folgt - wie auch aus ähnlichen anderen Normen des Prozessrechts (vgl. § 183 VwGO, § 157 FGO) -, dass unanfechtbar gewordene Akte der öffentlichen Gewalt nicht rückwirkend aufgehoben und die in der Vergangenheit von ihnen ausgegangenen Wirkungen nicht beseitigt werden (…vgl. für den Fall einer Nichtigerklärung VerfGH Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 165; VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 175).

    Vielmehr engt die Auffassung, die kreditfinanzierte überjährige Sondervermögen - wie auch kreditfinanzierte Rücklagen in anderer Form - generell für unzulässig hält, den Gestaltungsspielraum des Haushaltsgesetzgebers über Gebühr ein (VerfGH RhPf, 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 133; Gumboldt, NVwZ 2005, 36, 42 f.;… Drüen, in: Huber/Voßkuhle, GG, 8. Aufl. 2024, Art. 110 Rn. 121;… Kube, in: Dürig/Herzog/Scholz, GG, 105. EL Aug. 2024, Art. 115 Rn. 100;… Siekmann, in: Sachs, GG, 10. Aufl. 2024, Art. 110 Rn. 88).

  • StGH Hessen, 27.10.2021 - P.St. 2783

    Urteil des Staatsgerichtshofes zu den Normenkontrollanträgen zum …

    Auszug aus StGH Bremen, 23.10.2025 - St 6/23
    Ferner muss der (zusätzliche) Finanzbedarf im Hinblick auf die staatlichen Finanzen in der Gesamtheit erheblich sein, also den Gesamthaushalt spürbar belasten (…vgl. BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 110 ff.; HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783, juris Rn. 245 ff.;… VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 105).

    Der Gesetzgeber hat die haushalterischen, gesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Notlage einzuschätzen und zu bewerten (vgl. HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783, juris Rn. 248;… BVerfG, Urt. v. 18.04.1989, 2 BvF 1/82, BVerfGE 79, 311, juris Rn. 89 ff.).

    Denn erst mit einer solchen Darlegung wird eine (eingeschränkte) Kontrolle durch das Verfassungsgericht möglich (…vgl. LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, juris Rn. 150; HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783, juris Rn. 254 ff.).

    Die durch die Kreditaufnahme finanzierten Maßnahmen müssen dergestalt zweckgerichtet sein, dass mit ihnen der Notsituation entgegengewirkt wird (…BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 127 ff.;… VerfG Bbg, Urt. v. 21.06.2024, VfGBbg 22/23, juris Rn. 113;… VerfGH RhPf, Urt. v. 01.04.2022, VGH N 7/21, juris Rn. 108; HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783, Rn. 268 ff.;… LVerfG SH, Urt. v. 15.04.2025, LVerfG 1/24, Rn. 171 ff.;… Heun, in: Dreier, GG, 3. Aufl. 2018, Art. 109 Rn. 43; Meickmann, NVwZ 2021, 97, 100;… Reimer, in: BeckOK GG, 62. Ed. 15.09.2024, Art. 109 Rn. 67;… Wendt, in: Huber/Voßkuhle, GG, 8. Aufl. 2024, Art. 115 Rn. 82).

    Denn dem Parlament kommt die rechtlich umfassende, alleinige Entscheidungs- und Feststellungskompetenz über Haushaltsfragen zu (…BVerfG, Urt. v. 25.05.1977, 2 BvE 1/74, BVerfGE 45, 1, S. 31 ff.;… BremStGH, Entsch. v. 10.10.1997, St 6/96, juris Rn. 71 f. m.w.N.;… BremStGH, Urt. v. 14.02.2000, St 1/98, juris Rn. 105; HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783 u.a., juris Rn. 168 ff.).

  • BVerfG, 24.03.2021 - 1 BvR 2656/18

    Verfassungsbeschwerden gegen das Klimaschutzgesetz teilweise erfolgreich

    Auszug aus StGH Bremen, 23.10.2025 - St 6/23
    Die Erhöhung der Kreditermächtigungen und den Austausch der Begründung der außergewöhnlichen Notsituation von der "COVID-19-Pandemie" hin zu "der Klima-/Energiekrise und den Auswirkungen des Ukraine-Krieges" rechtfertigte der Senat unter Verweis auf den Klimaschutz- Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (Beschl. v. 24.03.2021, 1 BvR 2656/18 u.a.), die beschlossene "Klimaschutzstrategie für das Land Bremen" (Bremische Bürgerschaft (Landtag) Drs.

    Schließlich wurde angesichts der Erkenntnisse der Klimawissenschaft und der tatsächlichen Klimawandelfolgen, die auch der 1, 5-Grad-Bericht des Weltklimarats 2018 konkretisierte, der rechtliche Rahmen der Klimawandelbekämpfung in den vergangenen zehn Jahren, beginnend mit dem Übereinkommen von Paris, einem EU-Klimagesetz und einem Bundes-Klimaschutzgesetz 2019 bis hin zu verschiedenen wegweisenden Gerichtsentscheidungen etwa des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG, Beschl. v. 24.03.2021, 1 BvR 2656/18 u.a., BVerfGE 157, 30 ff.) und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR, Urt. v. 09.04.2024, 53600/20, NVwZ 2024, 979 ff. - Verein Klimaseniorinnen Schweiz) nochmals erheblich geschärft.

    Auf die Rechtssphäre übertragen besteht die Gefahr, dass mit jeder weiteren Aufzehrung des verbliebenen CO₂-Budgets (noch) intensivere Eingriffe in die Rechte Einzelner einhergehen werden (vgl. BVerfG, Beschl. v. 24.03.2021, 1 BvR 2656/18 u.a., BVerfGE 157, 30 ff., Rn. 194).

    Vielmehr spricht der Vorsorgegedanke, dem ebenfalls Verfassungsrang zukommt (vgl. nur BVerfG, Beschl. v. 24.03.2021, 1 BvR 2656/18, u.a., BVerfGE 157, 30, Rn. 18 ff. zu Art. 20a GG; sowie Schlacke, in: Fischer-Lescano/Rinken u.a. (Hrsg.), Verfassung der Freien Hansestadt Bremen, 2016, Art. 11a, Rn. 15 f.), dafür, dass Notlagenkredite auch und gerade zur Prävention solcher Ereignisse aufgenommen werden dürfen.

  • BVerfG, 09.07.2007 - 2 BvF 1/04

    Nachtragshaushaltsgesetz 2004

    Auszug aus StGH Bremen, 23.10.2025 - St 6/23
    Ist der Antrag einmal zulässig erhoben, bleibt er - aufgrund des objektiven Charakters des Verfahrens - zulässig, auch wenn die Entscheidung erst zu einem Zeitpunkt ergeht, zu dem von dem Haushaltsgesetz keine Rechtswirkungen mehr ausgehen (…so auch BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 94 m.w.N.; BVerfG, Urt. v. 09.07.2007, 2 BvF 1/04, BVerfGE 119, 96, juris Rn. 68).

    Ein Klarstellungsinteresse ist auch dann zu bejahen, wenn das Risiko besteht, dass eine rechtlich zweifelhafte Normsetzung des Haushaltsgesetzgebers von Jahr zu Jahr wiederholt wird (BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 92, BVerfG, Urt. v. 09.07.2007, 2 BvF 1/04, BVerfGE 119, 96, juris Rn. 68 …sowie Urt. v. 19.07.1966, 2 BvF 1/65, BVerfGE 20, 56, juris Rn. 106;… Rozek, in: Schmidt- Bleibtreu/Klein/ Bethge, BVerfGG, 63. EL Juni 2023, § 76 Rn. 18).

    Diese gehört zu den zentralen Elementen der demokratischen Legitimation und Kontrolle der Exekutive im parlamentarischen Regierungssystem (…BremStGH, Urt. v. 10.10.1997, St. 6/96, juris Rn. 60; BVerfG, Urt. v. 09.07.2007, 2 BvF 1/04, juris Rn. 104).

    Indem Art. 131 Abs. 2 Satz 1 BremLV die Bürgerschaft ermächtigt und verpflichtet, ihre Budgethoheit mindestens alle zwei Jahre auszuüben, sichert er die kontinuierliche, den aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen entsprechende Steuerung des Verwaltungshandelns durch das Parlament (…BremStGH, Urt. v. 10.10.1997, St. 6/96, juris Rn. 60; BVerfG, Urt. v. 09.07.2007, 2 BvF 1/04, BVerfGE 119, 96, juris Rn. 104).

  • BVerfG, 18.04.1989 - 2 BvF 1/82

    Staatsverschuldung

    Auszug aus StGH Bremen, 23.10.2025 - St 6/23
    Sie bleiben daher verfassungsrechtlich überprüfbar, solange ihre spezifische Bedeutung "im Bereich der staatlichen Organisation" andauert (BVerfG, Urt. v. 18.04.1989, 2 BvF 1/82, BVerfGE 79, 311, juris Rn. 52).

    Der Gesetzgeber hat die haushalterischen, gesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Notlage einzuschätzen und zu bewerten (…vgl. HessStGH, Urt. v. 27.10.2021, P.St. 2783, juris Rn. 248; BVerfG, Urt. v. 18.04.1989, 2 BvF 1/82, BVerfGE 79, 311, juris Rn. 89 ff.).

    Der Haushaltsplan, der nach Art. 131 Abs. 2 Satz 1 BremLV durch das Haushaltsgesetz festgestellt wird, ist "ein staatsleitender Hoheitsakt in Gesetzesform, […] der - zeitlich begrenzt und ausgabenbezogen - ein Regierungsprogramm in Gesetzesform enthält und die Regierungspolitik in Zahlen widerspiegelt" (BVerfG, Urt. v. 18.04.1989, 2 BvF 1/82, juris Rn. 55).

  • StGH Bremen, 31.01.2014 - St 1/13

    Verfassungsrechtlichen Prüfung des Gesetzentwurfs zur Ausweitung des Wahlrechts

    Auszug aus StGH Bremen, 23.10.2025 - St 6/23
    Sie haben in Bezug auf das Erste Nachtragshaushaltsgesetz 2023 auch in einer § 24 Abs. 2 Satz 1 BremStGHG genügenden Weise dargelegt, auf welche Vorschriften der Landesverfassung sich ihre Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit beziehen (…vgl. BremStGH, Urt. v. 09.05.2023, St 1/22, juris Rn. 29; BremStGH, Urt. 31.01.2014, St 1/13, juris Rn. 36;… BremStGH, Entsch. v. 10.10.1997, St 6/96, juris Rn. 55).

    Als ungeschriebene Zulässigkeitsvoraussetzung ist das Vorliegen eines objektiven Klarstellungsinteresses hinsichtlich der Vereinbarkeit der angegriffenen Norm mit höherrangigem Recht erforderlich und regelmäßig durch die Antragstellung eines im Normenkontrollverfahren Antragsberechtigten indiziert (BremStGH, Urt. v. 31.01.2014, St 1/13, juris Rn. 34;… BremStGH, Urt. v. 09.05.2023, St 1/22, juris Rn. 24;… BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 94 m.w.N.).

    Aus dem Antrag ergibt sich auch in Bezug auf § 18 Abs. 4, 1. Alt. LHO in einer § 24 Abs. 2 Satz 1 BremStGHG genügenden Weise, auf welche Vorschriften der Landesverfassung sich die Zweifel der Antragstellenden an der Verfassungsmäßigkeit beziehen (…BremStGH, Urt. v. 09.05.2023, St 1/22, juris Rn. 29; BremStGH, Urt. 31.01.2014, St 1/13, juris Rn. 36, BremStGH, Entsch. v. 10.10.1997, St 6/96, juris Rn. 55).

  • StGH Bremen, 09.05.2023 - St 1/22
    Auszug aus StGH Bremen, 23.10.2025 - St 6/23
    Sie haben in Bezug auf das Erste Nachtragshaushaltsgesetz 2023 auch in einer § 24 Abs. 2 Satz 1 BremStGHG genügenden Weise dargelegt, auf welche Vorschriften der Landesverfassung sich ihre Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit beziehen (vgl. BremStGH, Urt. v. 09.05.2023, St 1/22, juris Rn. 29;… BremStGH, Urt. 31.01.2014, St 1/13, juris Rn. 36;… BremStGH, Entsch. v. 10.10.1997, St 6/96, juris Rn. 55).

    Als ungeschriebene Zulässigkeitsvoraussetzung ist das Vorliegen eines objektiven Klarstellungsinteresses hinsichtlich der Vereinbarkeit der angegriffenen Norm mit höherrangigem Recht erforderlich und regelmäßig durch die Antragstellung eines im Normenkontrollverfahren Antragsberechtigten indiziert (…BremStGH, Urt. v. 31.01.2014, St 1/13, juris Rn. 34; BremStGH, Urt. v. 09.05.2023, St 1/22, juris Rn. 24;… BVerfG, Urt. v. 15.11.2023, 2 BvF 1/22, BVerfGE 167, 86, Rn. 94 m.w.N.).

    Aus dem Antrag ergibt sich auch in Bezug auf § 18 Abs. 4, 1. Alt. LHO in einer § 24 Abs. 2 Satz 1 BremStGHG genügenden Weise, auf welche Vorschriften der Landesverfassung sich die Zweifel der Antragstellenden an der Verfassungsmäßigkeit beziehen (BremStGH, Urt. v. 09.05.2023, St 1/22, juris Rn. 29;… BremStGH, Urt. 31.01.2014, St 1/13, juris Rn. 36, BremStGH, Entsch. v. 10.10.1997, St 6/96, juris Rn. 55).

  • StGH Bremen, 10.10.1997 - St 6/96
  • EGMR, 09.04.2024 - 53600/20

    Verein Klimaseniorinnen Schweiz u.a. ./. Schweiz - Staatliche Maßnahmen gegen …

  • BVerfG, 25.03.2021 - 2 BvF 1/20

    Gesetz zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in Berlin ("Berliner Mietendeckel") …

  • BVerfG, 19.07.1966 - 2 BvF 1/65

    Parteienfinanzierung I

  • BVerfG, 11.07.2013 - 2 BvR 2302/11

    Therapieunterbringungsgesetz entspricht bei verfassungskonformer Auslegung dem …

  • BVerfG, 26.03.2025 - 2 BvR 1505/20

    Solidaritätszuschlag 2020/2021 - Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen …

  • BVerfG, 15.07.1998 - 1 BvR 1554/89

    Versorgungsanwartschaften

  • BVerfG, 08.03.1972 - 2 BvR 28/71

    Ärztliche Schweigepflicht

  • BVerfG, 25.05.1977 - 2 BvE 1/74

    Haushaltsüberschreitung

  • BVerfG, 29.11.2023 - 2 BvF 1/21

    Das Bundeswahlrecht 2020 ist verfassungsgemäß

  • BVerfG, 19.01.1999 - 1 BvR 2161/94

    Testierausschluß Taubstummer

  • BVerfG, 07.12.2021 - 2 BvL 2/15

    Verbot des Umschlags (Be-, Ent- und Umladen) von Kernbrennstoffen in den Häfen …

  • BVerfG, 14.07.1999 - 1 BvR 995/95

    Schuldrechtsanpassungsgesetz

  • BVerfG, 27.11.1997 - 1 BvL 12/91

    Hamburger Ruhegeldgesetz

  • StGH Bremen, 12.04.2013 - St 1/12

    Landesgesetzliches Umschlagverbot für Kernbrennstoffe; Zuständigkeit des …

  • StGH Bremen, 14.02.2000 - St 1/98

    Zu den verfassungsrechtlichen Anforderungen und Grenzen plebiszitärer …

  • StGH Bremen, 23.10.2025 - St 3/24
  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 30.06.2026 - VerfGH 33/23
    Rn. 108 Die Krisensituation in Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine zeichnete sich auch in Nordrhein-Westfalen dadurch aus, dass innerhalb kurzer Zeit grundlegende Veränderungen der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen zu verzeichnen waren, die sich von den gewöhnlichen wirtschaftlichen Entwicklungen in einem normal verlaufenden Konjunkturzyklus deutlich abhoben (vgl. ebenso in anderen Ländern: VerfG BB…, Urteil vom 21. Juni 2024 - 22/23, juris, Rn. 136; LVerfG SH…, Urteil vom 15. April 2025 - LVerfG 1/24, NordÖR 2025, 349 = juris, Rn. 115 ff.; StGH HB, Urteil vom 23. Oktober 2025 - St 6/23, NVwZ 2026, 322 = juris, Rn. 132, m. w. N.).
  • StGH Bremen, 23.10.2025 - St 3/24
    Der Staatsgerichtshof hat das vorliegende Verfahren und das das Haushaltsgesetz von 2023 betreffende Verfahren St 6/23 am 10. September 2025 gemeinsam mündlich verhandelt.
  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 15.05.2024 - VerfGH 33/23

    Begründete Selbstablehnung eines Richters des Verfassungsgerichtshofs

    Rn. 16 In dem noch anhängigen Verfahren der abstrakten Normenkontrolle vor dem Staatsgerichtshof der Freien Hansestadt Bremen (St 6/23) stellt die CDU-Bürgerschaftsfraktion einen Normenkontrollantrag gegen den Bremer Nachtragslandeshaushalt 2023, mit dem die Schuldenbremse für Maßnahmen des Klimaschutzes und wegen der Auswirkungen des Ukraine-Krieges ausgesetzt wurde.
  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 15.05.2024 - VerfGH 34/23

    Begründete Selbstablehnung eines Richters des Verfassungsgerichtshofs

    Rn. 16 In dem noch anhängigen Verfahren der abstrakten Normenkontrolle vor dem Staatsgerichtshof der Freien Hansestadt Bremen (St 6/23) stellt die CDU-Bürgerschaftsfraktion einen Normenkontrollantrag gegen den Bremer Nachtragslandeshaushalt 2023, mit dem die Schuldenbremse für Maßnahmen des Klimaschutzes und wegen der Auswirkungen des Ukraine-Krieges ausgesetzt wurde.
  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 15.05.2024 - VerfGH 32/23

    Begründete Selbstablehnung eines Richters des Verfassungsgerichtshofs

    Rn. 16 In dem noch anhängigen Verfahren der abstrakten Normenkontrolle vor dem Staatsgerichtshof der Freien Hansestadt Bremen (St 6/23) stellt die CDU-Bürgerschaftsfraktion einen Normenkontrollantrag gegen den Bremer Nachtragslandeshaushalt 2023, mit dem die Schuldenbremse für Maßnahmen des Klimaschutzes und wegen der Auswirkungen des Ukraine-Krieges ausgesetzt wurde.
  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 15.05.2024 - VerfGH 42/23

    Keine Besorgnis der Befangenheit eines Richters des Verfassungsgerichtshofs

    In dem noch anhängigen Verfahren der abstrakten Normenkontrolle vor dem Staatsgerichtshof der Freien Hansestadt Bremen (St 6/23) stellt die CDU-Bürgerschaftsfraktion einen Normenkontrollantrag gegen den Bremer Nachtragslandeshaushalt 2023, mit dem die Schuldenbremse für Maßnahmen des Klimaschutzes und wegen der Auswirkungen des Ukraine-Krieges ausgesetzt wurde.
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