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Rechtsprechung
   BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1974,163
BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73 (https://dejure.org/1974,163)
BGH, Entscheidung vom 25.06.1974 - VI ZR 18/73 (https://dejure.org/1974,163)
BGH, Entscheidung vom 25. Juni 1974 - VI ZR 18/73 (https://dejure.org/1974,163)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Rechtsanwalt - Haftung - Hinweisbeachtung - Unhaltbarkeit

Papierfundstellen

  • NJW 1974, 1865
  • MDR 1975, 46
  • VersR 1974, 1108
  • DB 1974, 1862
 
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Wird zitiert von ... (47)Zitiert selbst (17)

  • BGH, 16.06.1967 - V ZR 122/64

    Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts wegen verjährter Ansprüche

    Auszug aus BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73
    Zwar habe damals schon die grundsätzlich bejahende Entscheidung in BGHZ 48, 116 vorgelegen.

    Zwar war bereits in BGHZ 48, 116 (= NJW 1967, 1902) entschieden, daß auch verjährte Ansprüche des Schuldners ein Zurückbehaltungsrecht begründen, wenn die Verjährung noch nicht eingetreten war, als der Anspruch des Gläubigers entstand.

    Sogar in seinem am 31. März 1970 an die Kläger gerichteten Schreiben, in dem er die Berufungsaussichten erörterte, hatte er die Entscheidungen BGHZ 48, 116 und 53, 125 noch nicht erwähnt.

    Wurden die Berufungsanwälte der Kläger durch das soeben widergegebene Schreiben von Rechtsanwalt F. auf die Anm. 3 bei § 273 BGB im Kommentar von Palandt hingewiesen, so hätten sie in der damals vorliegenden 28. Auflage an der zitierten Stelle den Hinweis auf BGHZ 48, 116 gefunden.

    Im übrigen wird zu erörtern sein, ob die Berufungsanwälte der Kläger aufgrund der jedem Rechtsanwalt obliegenden Verpflichtung, sich in den zur Verfügung stehenden Fachzeitschriften über den Stand der neueren Rechtsprechung zu unterrichten (vgl. dazu BGH, Beschl. vom 18. Januar 1952 - I ZB 13/51 = LM ZPO § 233 Nr. 16 und Urteil vom 10. Dezember 1957 - VIII ZR 243/56 = VersR 1958, 97) auch ohne jenen Hinweis die neue Rechtsprechung über die Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechtes aufgrund verjährter Ansprüche (BGHZ 48, 116 und 53, 122) hätten kennen und zum Zwecke der Schadensabwendung vorbringen müssen.

  • BGH, 15.12.1969 - VII ZR 148/67

    Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts aufgrund verjährter Ansprüche

    Auszug aus BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73
    Der Bundesgerichtshof habe jedoch Anlaß gehabt, die gleiche Frage in BGHZ 53, 122 erneut zu entscheiden, und zwar, worauf es gerade im Vorprozeß habe ankommen können, im Hinblick auf die besondere Regelung der VOB.

    Erst durch Urteil vom 15. Dezember 1969 (BGHZ 53, 122 = NJW 1970, 561) entschied der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes unter Aufhebung der erwähnten Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf, daß auch der verjährte Mängelbeseitigungsanspruch nach § 13 Ziff. 5 Abs. 1 VOB (B) dem Auftraggeber bei rechtzeitiger Mängelanzeige ein Zurückbehaltungsrecht gegenüber der Werklohnforderung des Auftragnehmers gebe.

    Im übrigen wird zu erörtern sein, ob die Berufungsanwälte der Kläger aufgrund der jedem Rechtsanwalt obliegenden Verpflichtung, sich in den zur Verfügung stehenden Fachzeitschriften über den Stand der neueren Rechtsprechung zu unterrichten (vgl. dazu BGH, Beschl. vom 18. Januar 1952 - I ZB 13/51 = LM ZPO § 233 Nr. 16 und Urteil vom 10. Dezember 1957 - VIII ZR 243/56 = VersR 1958, 97) auch ohne jenen Hinweis die neue Rechtsprechung über die Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechtes aufgrund verjährter Ansprüche (BGHZ 48, 116 und 53, 122) hätten kennen und zum Zwecke der Schadensabwendung vorbringen müssen.

  • RG, 15.05.1936 - III 273/35

    Hat ein Rechtsanwalt bei der Ausführung eines Auftrags die Möglichkeit einer …

    Auszug aus BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73
    Gibt die rechtliche Beurteilung infolge der Tatsachenlage oder der im Schrifttum und der Rechtsprechung dazu vertretenen Auffassungen zu ernstlich begründeten Zweifeln Anlaß, so muß er auch in Betracht ziehen, daß sich die zur Entscheidung berufene Stelle der seinem Auftraggeber ungünstigeren Beurteilung der Rechtslage anschließt; er muß daher im Rahmen des Möglichen seine Maßnahmen so treffen, daß sein Auftraggeber auch in diesem Fall keinen Nachteil erleidet (RGZ 151, 259, 264).

    Das gilt vor allem dann, wenn er sein Verhalten im Prozeß so einrichten kann, daß es sowohl seiner eigenen Rechtsansicht gerecht wird als auch derjenigen, die möglicherweise das Gericht oder die entscheidende Behörde vertreten könnte (vgl. Noack, JW 1936, 2534, 2535 in Anmerkung zu RGZ 151, 259).

    Will er einen weniger sicheren Weg gehen, dann muß er zumindest seinen Auftraggeber zuvor über die insoweit bestehenden Gefahren belehren (RGZ 151, 259, 264;… BGH Urt. v. 12. Juli 1960 - III ZR 89/59 = VersR 1960, 932, 933 m.w.Nachw.) und sein weiteres Verhalten von dessen Entscheidung abhängig machen (vgl. auch Senatsurteil vom 4. Dezember 1973 - VI ZR 10/72 = VersR 1974, 488 489).

  • BGH, 17.09.1964 - III ZR 215/63

    Anspruch auf Schadensersatz wegen Amtspflichtverletzung eines Richters - …

    Auszug aus BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73
    Mit Rücksicht auf das auch bei Richtern nur unvollkommene menschliche Erkenntnisvermögen und die niemals auszuschließende Möglichkeit eines Irrtums ist es Pflicht des Rechtsanwalts, nach Kräften dem Aufkommen von Irrtümern und Versehen des Gerichts entgegenzuwirken (so BGH Urteil v. 17. September 1964 - III ZR 215/63 = LM BGB § 839 (G) Nr. 9 = VersR 1964, 1171, 1172).

    Vielmehr wäre bei solcher Fallgestaltung sowohl das Unterlassen der Beklagten als auch das der Berufungsanwälte (kumulativ) kausal (vgl. BGH Urteil vom 17. September 1964 - III ZR 215/63 = LM BGB § 839 (G) Nr. 9 = VersR 1964, 1171, 1172;… Staudinger/Werner, Kommentar zum BGB, 10./11. Aufl., Vorbem. zu den §§ 249 ff, Rdnr. 38).

  • BGH, 21.11.1960 - III ZR 160/59

    Umfang der Sorgfaltspflichten des Rechtsanwalts bei Vollstreckungsaufträgen - …

    Auszug aus BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73
    Er hat, wenn mehrere Maßnahmen in Betracht kommen, diejenige zu treffen, die die sicherste und gefahrloseste ist (BGH Urteil vom 12. Juli 1960 - III ZR 89/59 = VersR 1960, 932, 933), und wenn mehrere Wege möglich sind, um den erstrebten Erfolg zu erreichen, den zu wählen, auf dem dieser am sichersten erreichbar ist (BGH Urteile vom 21. November 1960 - III ZR 160/59 = LM BGB § 675 Nr. 26 = VersR 1961, 134 und vom 17. Januar 1963 - III ZR 145/61 = VersR 1963, 387, 388).

    Ein Anwalt darf nicht darauf vertrauen, seine Auffassung werde die Billigung der Gerichte finden (BGH Urteil vom 20. Dezember 1962 - III ZR 191/61 = VersR 1963, 359, 360), selbst wenn sie in einem angesehenen Kommentar vertreten wird, aber von der Mehrheitsmeinung abweicht (BGH Urteil vom 21. November 1960 - III ZR 160/59 = LM BGB § 675 Nr. 26 = VersR 1961, 134, 135).

  • BGH, 18.01.1952 - I ZB 13/51

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73
    Im übrigen wird zu erörtern sein, ob die Berufungsanwälte der Kläger aufgrund der jedem Rechtsanwalt obliegenden Verpflichtung, sich in den zur Verfügung stehenden Fachzeitschriften über den Stand der neueren Rechtsprechung zu unterrichten (vgl. dazu BGH, Beschl. vom 18. Januar 1952 - I ZB 13/51 = LM ZPO § 233 Nr. 16 und Urteil vom 10. Dezember 1957 - VIII ZR 243/56 = VersR 1958, 97) auch ohne jenen Hinweis die neue Rechtsprechung über die Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechtes aufgrund verjährter Ansprüche (BGHZ 48, 116 und 53, 122) hätten kennen und zum Zwecke der Schadensabwendung vorbringen müssen.
  • BGH, 10.12.1957 - VIII ZR 243/56
    Auszug aus BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73
    Im übrigen wird zu erörtern sein, ob die Berufungsanwälte der Kläger aufgrund der jedem Rechtsanwalt obliegenden Verpflichtung, sich in den zur Verfügung stehenden Fachzeitschriften über den Stand der neueren Rechtsprechung zu unterrichten (vgl. dazu BGH, Beschl. vom 18. Januar 1952 - I ZB 13/51 = LM ZPO § 233 Nr. 16 und Urteil vom 10. Dezember 1957 - VIII ZR 243/56 = VersR 1958, 97) auch ohne jenen Hinweis die neue Rechtsprechung über die Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechtes aufgrund verjährter Ansprüche (BGHZ 48, 116 und 53, 122) hätten kennen und zum Zwecke der Schadensabwendung vorbringen müssen.
  • BGH, 06.07.1971 - VI ZR 94/69

    Anwaltssozietät - §§ 611, 425 BGB

    Auszug aus BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73
    Ist Rechtsanwalt F. verpflichtet, den Klägern wegen Verletzung des Anwaltsvertrages Schadensersatz zu leisten, so haften mit ihm die übrigen verklagten Rechtsanwälte, da sie mit ihm eine Sozietät bildeten (BGHZ 56, 355; Senatsurteil vom 13. Juli 1971 - VI ZR 140/70 = LM BGB § 675 Nr. 46 = VersR 1971, 1119, 1120).
  • BGH, 06.03.1952 - IV ZR 45/50

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73
    Dennoch konnte das Berufungsgericht diese übereinstimmende Wertung als inhaltlich tatsächliches Vorbringen, als eine lediglich "juristisch gefärbte Einkleidung einer Tatsachenbehauptung" ansehen, die ebenfalls gemäß §§ 138 Abs. 3, 288 ZPO zugestanden werden kann (vgl. BGH, Urteile vom 6. März 1952 - IV ZR 45/50 = LM BGB § 260 Nr. 1 und vom 29. September 1958 - II ZR 342/56 = LM ZPO § 138 Nr. 4;… Stein/Jonas/Schumann/Leipold, ZPO 19. Aufl., § 282 Anm. II 2 a; Henke, ZZP 81, 196, 219).
  • BGH, 29.09.1958 - II ZR 342/56

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73
    Dennoch konnte das Berufungsgericht diese übereinstimmende Wertung als inhaltlich tatsächliches Vorbringen, als eine lediglich "juristisch gefärbte Einkleidung einer Tatsachenbehauptung" ansehen, die ebenfalls gemäß §§ 138 Abs. 3, 288 ZPO zugestanden werden kann (vgl. BGH, Urteile vom 6. März 1952 - IV ZR 45/50 = LM BGB § 260 Nr. 1 und vom 29. September 1958 - II ZR 342/56 = LM ZPO § 138 Nr. 4;… Stein/Jonas/Schumann/Leipold, ZPO 19. Aufl., § 282 Anm. II 2 a; Henke, ZZP 81, 196, 219).
  • BGH, 04.12.1973 - VI ZR 10/72

    Anspruch auf Schadensersatz gegen einen Rechtsanwalt wegen Verletzung der …

  • BGH, 13.07.1971 - VI ZR 140/70

    Rechtsanwalt - Haftpflichtprozeß - Prüfungspflicht - Deckungsschutz - …

  • BGH, 23.02.1959 - III ZR 77/58

    Rechtsmittel

  • BGH, 14.11.1963 - III ZR 144/61
  • BGH, 20.12.1962 - III ZR 191/61
  • BGH, 17.01.1963 - III ZR 145/61
  • BGH, 28.02.1967 - VI ZR 119/65

    Verletzung der Pflicht aus einem Vertrag über anwaltliche Interessenwahrnehmung …

  • BGH, 10.12.2015 - IX ZR 272/14

    Rechtanwaltshaftung: Anwaltliche Pflicht zur substantiierten und vollständigen …

    Daher muss der Rechtsanwalt alles - einschließlich Rechtsausführungen - vorbringen, was die Entscheidung günstig beeinflussen kann (BGH, Urteil vom 25. Juni 1974 - VI ZR 18/73, NJW 1974, 1865, 1866).

    Diese aus der Interessenlage der von ihm vertretenen Partei anspruchstragenden rechtlichen Zusammenhänge hat der Beklagte pflichtwidrig nicht ausreichend zum Ausdruck gebracht (vgl. BGH, Urteil vom 25. Juni 1974 - VI ZR 18/73, NJW 1974, 1865, 1866;… vom 18. Dezember 2008 - IX ZR 179/07, WM 2009, 324 Rn. 8).

  • BGH, 18.12.2008 - IX ZR 179/07

    Schadensersatz wegen positiver Vertragsverletzung eines Anwaltsvertrages; …

    Mit Rücksicht auf das auch bei Richtern nur unvollkommene menschliche Erkenntnisvermögen und die niemals auszuschließende Möglichkeit eines Irrtums ist es Pflicht des Rechtsanwalts, nach Kräften dem Aufkommen von Irrtümern und Versehen des Gerichts entgegenzuwirken (…BGHZ 174, 205, 210 Rn. 15; BGH, Urt. v. 25. Juni 1974 - VI ZR 18/73, NJW 1974, 1865, 1866).
  • BGH, 17.04.1986 - IX ZR 200/85

    Abrede über den Gebrauch empfängnisverhütender Mittel unter Partnern einer …

    Auch dann, wenn das Begehren des Mandanten aufgrund einer gut vertretbaren Rechtsauffassung zwar Erfolg haben kann, die Rechtslage aber dennoch zweifelhaft ist, weil sich etwa eine gefestigte Rechtsprechung noch nicht gebildet hat, muß der Anwalt gegenüber seinem Mandanten Zweifel und Bedenken, zu denen die Rechtslage Anlaß gibt, darlegen und erörtern und die weiteren Schritte von der nach dieser Belehrung zu treffenden Entscheidung des Mandanten abhängig machen (BGH Urteile v. 21. November 1960 - III ZR 160/59, NJW 1961, 601, 602;… v. 17. Januar 1963 aaO; v. 25. Juni 1974 - VI ZR 18/73, NJW 1974, 1865, 1866; BGHZ 89, 178, 182;… BGH Urt. v. 16. Oktober 1984 aaO;… Müller aaO; Borgmann/Haug, Anwaltspflichten, Anwaltshaftung, 1979, § 20 3 S. 79).
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