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Rechtsprechung
   BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73   

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https://dejure.org/1976,513
BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73 (https://dejure.org/1976,513)
BGH, Entscheidung vom 18.05.1976 - VI ZR 241/73 (https://dejure.org/1976,513)
BGH, Entscheidung vom 18. Mai 1976 - VI ZR 241/73 (https://dejure.org/1976,513)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • NJW 1976, 2129
  • MDR 1976, 1010
  • VersR 1976, 982
  • DB 1976, 1665
 
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Wird zitiert von ... (28)Zitiert selbst (15)

  • RG, 26.10.1932 - IX 249/32

    Sind die sämtlichen Vorschriften der §§ 1487 bis 1494 RVO. Schutzgesetze im Sinne …

    Auszug aus BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73
    Das gilt nicht nur insoweit, Z U als die Klägerin ihre Klageansprüche auf die Nichtabführung von Sozial Versicherungsbeiträgen durch den Beklagten stützt, wie dies bei Verstoß gegen § 533 RVO a.F. ständiger Rechtsprechung entspricht (RGZ 138, 165, 1 6 6 ; Senatsurteile v. 7. November 1961 - VI ZR 5/61 VersR 1962, 24 und v. 25. Februar 1975 - VI ZR 222/73 - VersR 1975, 739) und bei den von der Klägerin hier geltend gemachten Verstößen gegen § 393 RVO nicht anders ist.

    Die Einordnung dieser Vorschrift in den Sechsten Abschnitt der Reichsversicherungsordnung unter II: "Zahlung der Beiträge" und der Gegenstand der Regelung (Fälligkeit der Zahlung) lassen jedoch in Verbindung mit dem Fehlen einer Strafsanktion - die zwar nicht notwendige Voraussetzung der Eigenschaft als Schutzgesetz ist, wohl aber ein wertvoller Hinweis dafür sein kann (RGZ 138, 165, 168, 173) - den Willen des Gesetzgebers erkennen, daß Inhalt und Zweck dieser Vorschrift nur dem öffentlichen Interesse an der pünktlichen Beitreibung der zur Erfüllung sozialversicherungsrechtlicher Aufgaben der Krankenversicherung erforderlichen Mittel dient und nicht darauf gerichtet ist, zumindest auch einer Einzelperson oder einem bestimmten Personenkreis zivilrechtlichen Schutz zu gewähren.

    So hat auch schon das Reichsgericht ausgesprochen (RGZ 138, 165, 170), daß der NichteinZahlung von Arbeit geberanteilen zur Invalidenversicherung, die nach den Vorschriften der §§ 1426, 1488 RVO a.F. nur mit einer Ordnungsstrafe geahndet werden konnte, keine zivilrechtliche Schadensersatzpflicht des Arbeitgebers nachfolgt.

  • OLG Saarbrücken, 12.01.1972 - 4 U 87/71
    Auszug aus BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73
    1. Das Berufungsgericht vertritt unter Aufgabe seiner im Urteil vom 12. Januar 1972 (VersR 1973, 467) vertretenen Rechtsansicht die Meinung, der Beklagte habe in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Firma < H H 0 - B a u GmbH, soweit er Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung nicht an die Klägerin ein bezahlt habe, kein Schutzgesetz i.S. von § 823 Abs. 2 BGB verletzt.

    Aufl. Tz 291, im Anschluß an OLG Saarbrücken VersR 1973, 467 h.

  • BGH, 29.02.1972 - VI ZR 199/70

    § 533 RVO als Schutzgesetz für Ersatzkassen

    Auszug aus BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73
    a) Die Erwägungen, die die Rechtsprechung bestimmt haben, in der Nichtabführung von Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung einen Verstoß gegen ein Schutzgesetz zu sehen (BGHZ 58, 199, 201;… Senatsurt. v. 25. Februar 1975 aaO m.w.Nachw.), treffen für die NichteinZahlung von Arbeitgeberanteilen in ihren entscheidenden Teilen nicht zu.

    Die NichteinZahlung des eigenen Arbeitgeberanteils ist darum ohne rechtlichen Belang (BGHZ 58, 199, 202, 203).

  • BGH, 25.02.1975 - VI ZR 222/73

    Vorsätzliche Nichtabführung von Versicherungsbeiträgen bei Fälligkeit - …

    Auszug aus BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73
    Das gilt nicht nur insoweit, Z U als die Klägerin ihre Klageansprüche auf die Nichtabführung von Sozial Versicherungsbeiträgen durch den Beklagten stützt, wie dies bei Verstoß gegen § 533 RVO a.F. ständiger Rechtsprechung entspricht (RGZ 138, 165, 1 6 6 ; Senatsurteile v. 7. November 1961 - VI ZR 5/61 VersR 1962, 24 und v. 25. Februar 1975 - VI ZR 222/73 - VersR 1975, 739) und bei den von der Klägerin hier geltend gemachten Verstößen gegen § 393 RVO nicht anders ist.

    a) Die Erwägungen, die die Rechtsprechung bestimmt haben, in der Nichtabführung von Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung einen Verstoß gegen ein Schutzgesetz zu sehen (BGHZ 58, 199, 201; Senatsurt. v. 25. Februar 1975 aaO m.w.Nachw.), treffen für die NichteinZahlung von Arbeitgeberanteilen in ihren entscheidenden Teilen nicht zu.

  • RG, 07.04.1910 - VI 209/09

    Krankenversicherung, Rechtsweg

    Auszug aus BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73
    Es gilt aber auch insoweit, als sie Ansprüche wegen unterlassener Anmeldung versicherungspflichtiger Arbeitnehmer nach § 317 RVO geltend macht (vgl, RGZ 73, 211, 213 zu § 50 KVG 1892; OLG Frankfurt/M. DOK 1968, 210;… Baumbach/ Lauterbach, ZPO 34. Aufl. § 13 GVG Anm. 7 Stichwort: Sozialversicherung; Krohn, DOK 1971, 2).

    a) Im Anschluß an die Entscheidung des Reichsgerichts (RGZ 73 211, 213) wird zwar allgemein angenommen, daß § 317 RVO insoweit ein Schutzgesetz zu Gunsten der Krankenkasse ist, als es den Arbeitgeber zur rechtzeitigen Abmeldung verpflichtet, weil die Vorschriften der §§ 317, 530 RVO a.F. die Kassen auch gegen die Inanspruchnahme durch nicht mehr berechtigte Personen schützen wollten (…Peters aaO § 317 RVO Anm. 8; 530 RVO Anm. 2; Brackmann, Sozialversicherung Bd. IIS. 350 m.w.Nachw.).

  • BGH, 16.12.1958 - VI ZR 245/57

    § 64 Abs. 1 GmbHG als Schutzgesetz

    Auszug aus BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73
    Sinn und Zweck dieser Vorschrift ist es, die Gesellschaftsgläubiger vor Aus fällen zu bewahren, die durch Verringerung des vorhandenen Gesellschaftsvermögens infolge Verzögerung des Antrags auf Eröffnung des Konkurs- oder Vergleichsverfahrens eintreten können (BGHZ 29, 100 ff; Senatsurt. v. 11. Juni 1968 - VI ZR 191/66 = LM RVO § 533 Nr. 2 a).
  • BGH, 11.06.1968 - VI ZR 191/66

    Verrechnung von Leistungen auf Beitragsrückstände zwischen Arbeitnehmer und …

    Auszug aus BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73
    Sinn und Zweck dieser Vorschrift ist es, die Gesellschaftsgläubiger vor Aus fällen zu bewahren, die durch Verringerung des vorhandenen Gesellschaftsvermögens infolge Verzögerung des Antrags auf Eröffnung des Konkurs- oder Vergleichsverfahrens eintreten können (BGHZ 29, 100 ff; Senatsurt. v. 11. Juni 1968 - VI ZR 191/66 = LM RVO § 533 Nr. 2 a).
  • OLG München, 05.04.1955 - 5 U 573/54
    Auszug aus BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73
    An dieser Rechtsprechung ist auch hinsichtlich der zur Krankenversicherung einzuzahlenden Arbeitgeberanteile festzuhalten (so mit Recht OLG München NJW 1956, 1324 mit Anm. Zeitlmann in SozVers 1957, 116; OLG Düsseldorf, VersR 1975, 466; Kleff DOK 1956, 505; ferner Haager in RGRK-BGB 11. Aufl. § 823 Rdnr. 110; a.A. Wussow, UHR 12 .
  • OLG Düsseldorf, 17.12.1974 - 4 U 96/74

    Sozialversicherung; Beiträge; Schutzgesetz; Nichtabführung; Strafe; Auffassung …

    Auszug aus BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73
    An dieser Rechtsprechung ist auch hinsichtlich der zur Krankenversicherung einzuzahlenden Arbeitgeberanteile festzuhalten (so mit Recht OLG München NJW 1956, 1324 mit Anm. Zeitlmann in SozVers 1957, 116; OLG Düsseldorf, VersR 1975, 466; Kleff DOK 1956, 505; ferner Haager in RGRK-BGB 11. Aufl. § 823 Rdnr. 110; a.A. Wussow, UHR 12 .
  • BGH, 27.11.1963 - V ZR 201/61

    Reichsgaragenordnung als Schutzgesetz

    Auszug aus BGH, 18.05.1976 - VI ZR 241/73
    Die Frage, ob einer Rechtsnorm Schutzgesetzcharakter zukommt, bestimmt sich nicht nach der Wirkung des Gesetzes, sondern danach, ob dessen Inhalt nach dem Willen des Gesetzgebers in Form eines bestimmten Gebotes oder Verbotes - zumindest neben anderen Zwecken - auch einem gezielten Indi vidualzweck dient und gegen eine näher bestimmte Art der Schädigung eines im Gesetz festgelegten Rechts gutes oder Individualinteresses gerichtet ist (s. BGHZ 40, 306; 46, 17, 23; 64, 232, 237;… Sen.Urt. v. 8. Mai 1973 - VI ZR 164/71 - VersR 1973, 921).
  • BGH, 29.04.1966 - V ZR 147/63

    Wasserlaufverunreinigung

  • BGH, 04.04.1975 - KZR 6/74

    32.§ 1 GWB als Schutzgesetz i.S. des § 35 GWB

  • BGH, 08.05.1973 - VI ZR 164/71

    Insolvenzverfahren - Schutzgesetz

  • BGH, 07.11.1961 - VI ZR 5/61
  • RG, 15.02.1900 - 76/00

    In welchem Verhältnisse stehen zu einander die Strafvorschriften des § 263 …

  • BGH, 14.07.2008 - II ZR 238/07

    Keine Haftung des GmbH-Geschäftsführers für Säumniszuschläge bei Nichtabführung …

    a) Der Bundesgerichtshof (…aaO) hat ausgeführt, dass es sich bei den Säumniszuschlägen nicht um eine gesetzlich zugelassene pauschalierte Berechnung des "Verzugsschadens" handele, den der (gemäß den Vorläuferbestimmungen der §§ 266 a, 14 Abs. 1 Nr. 1 StGB) für die Vorenthaltung von Arbeitnehmerbeiträgen zur Sozialversicherung verantwortliche Geschäftsführer (…vgl. BGH aaO S. 997) außer dem dafür zu leistenden Schadensersatz zu zahlen hätte, sondern vielmehr um eine neben den Beitrag tretende Ungehorsamsfolge, deren Verhängung in das pflichtgemäße Ermessen des Sozialversicherungsträgers gestellt sei und die pünktliche Zahlung der Beiträge durch den Arbeitgeber in der Zukunft gewährleisten solle (vgl. auch BGH, Urt. v. 18. Mai 1976 - VI ZR 241/73, VersR 1976, 982, 984 zu II 3).
  • BSG, 04.05.1994 - 1 RS 2/92

    Auskunftspflichtverletzung - Schadensersatz

    Vielmehr muß die Schaffung eines individuellen Schadensersatzanspruches erkennbar vom Gesetz erstrebt sein oder zumindest im Rahmen des haftungsrechtlichen Gesamtsystems tragbar erscheinen, wie der BGH und im Anschluß hieran das BSG in ständiger Rechtsprechung entschieden haben (BGHZ 46, 17, 23; BGH NJW 1976, 2129 [BGH 18.05.1976 - VI ZR 241/73]; BSGE 66, 176, 182 [BSG 30.01.1990 - 11 RAr 87/88]/83; vgl ferner BGHZ 116, 7, 12 f = ZIP 1991, 1597 mwN).

    Deshalb sieht der BGH in der Nichtabführung von Arbeitnehmeranteilen zur SozVers durch den Arbeitgeber zwar mit Recht einen Verstoß gegen ein Schutzgesetz, weil darin eine Verletzung einer treuhänderisch zu verwaltenden Rechtsposition liegt (BGHZ 58, 199, 201) [BGH 29.02.1972 - VI ZR 199/70], verneint dies indessen für die Nichteinzahlung von Arbeitgeberanteilen, weil es sich hier um die Nichterfüllung einer eigenen Verbindlichkeit handelt (BGHZ 84, 312 [BGH 29.06.1982 - VI ZR 33/81]; BGH NJW 1976, 2129 [BGH 18.05.1976 - VI ZR 241/73]).

  • BSG, 21.06.1990 - 12 RK 27/88

    Herstellungsanspruch bei unterlassener oder ungenügender Aufklärung der …

    Dafür genüge es nicht, daß die jeweilige Norm "im allgemeineren Sinn" Schutz und Förderung einzelner Bürger oder bestimmter Personenkreise bewirke oder bezwecke; vielmehr müsse die Schaffung eines individuellen Schadensersatzanspruches erkennbar vom Gesetzgeber erstrebt sein oder zumindest im Rahmen des haftpflichtrechtlichen Gesamtsystems tragbar erscheinen (NJW 1976, 2129, unter II 1 b; dem folgend Palandt-Thomas, Komm. zum BGB, 49. Aufl., § 823 Anm. 9b).
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