Rechtsprechung
| BFH, 18.03.1997 - VII B 147/96 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Beschwerde bezüglich einer Ablehnung der im erstinstanzlichen Verfahren beantragten Protokollberichtigung
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (4)
- BFH, 17.08.1989 - VII B 70/89
Zur Richterablehnung im Tatbestandsberichtigungsverfahren
Auszug aus BFH, 18.03.1997 - VII B 147/96
Das FG lehnte den Antrag auf Protokollberichtigung ab und verwarf den Ablehnungsantrag unter Bezugnahme auf den Senatsbeschluß vom 17. August 1989 VII B 70/89 (BFHE 157, 494, BStBl II 1989, 899) als unzulässig.Wie der Senat in seinem Beschluß in BFHE 157, 494, BStBl II 1989, 899 erkannt hat, fehlt in einem solchen Fall für das Ablehnungsgesuch das Rechtsschutzinteresse.
- BFH, 23.04.1996 - IV B 151/95
Voraussetzungen für eine Berichtigung offenbarer Unrichtigkeiten
Auszug aus BFH, 18.03.1997 - VII B 147/96
Mangels anderer Anhaltspunkte gelangt der Senat zu der Auffassung, daß die Klägerin mit der Beschwerde ihre erstinstanzlichen Anträge weiterverfolgt und daß das Rechtsschutzbegehren diesen Anträgen zu entnehmen ist (vgl. Beschluß des Bundesfinanzhofs -- BFH -- vom 23. April 1996 IV B 151/95, BFH/NV 1996, 770). - BFH, 23.11.1988 - X B 1/88
Unzulässigkeit einer Beschwerde, mit der eine inhaltliche Berichtigung des …
Auszug aus BFH, 18.03.1997 - VII B 147/96
Soweit sich die Klägerin gegen die Ablehnung der im erstinstanzlichen Verfahren beantragten Protokollberichtigung wendet, ist die Beschwerde jedoch deshalb unzulässig, weil eine Protokollberichtigung als unvertretbare Verfahrenshandlung nur durch den Instanzrichter bzw. dessen Protokollführer vorgenommen werden kann (…vgl. BFH-Beschlüsse vom 29. Juni 1992 V B 86/91, BFH/NV 1993, 181, und vom 23. November 1988 X B 1/88, BFH/NV 1989, 643;… Gräber/Koch, Finanzgerichtsordnung, 3. Aufl., § 94 Rdnr. 21). - BFH, 29.06.1992 - V B 86/91
Antrag auf inhaltliche Berichtigung des Protokolls
Auszug aus BFH, 18.03.1997 - VII B 147/96
Soweit sich die Klägerin gegen die Ablehnung der im erstinstanzlichen Verfahren beantragten Protokollberichtigung wendet, ist die Beschwerde jedoch deshalb unzulässig, weil eine Protokollberichtigung als unvertretbare Verfahrenshandlung nur durch den Instanzrichter bzw. dessen Protokollführer vorgenommen werden kann (vgl. BFH-Beschlüsse vom 29. Juni 1992 V B 86/91, BFH/NV 1993, 181, …und vom 23. November 1988 X B 1/88, BFH/NV 1989, 643;… Gräber/Koch, Finanzgerichtsordnung, 3. Aufl., § 94 Rdnr. 21).
- OLG Frankfurt, 08.02.2012 - 1 W 5/11
Befugnis des Zivilbeschwerdegerichts zur Entscheidung über die Begründetheit …
Rn. 30 Als rechtsmissbräuchlich, weil prozessual widersprüchlich, und damit als unzulässig wegen fehlenden Rechtsschutzbedürfnisses wird ein solches Ablehnungsgesuch zwar dann angesehen, wenn gleichzeitig ein Antrag auf Tatbestands- oder Protokollberichtigung gestellt wird, der aber - sofern das Ablehnungsgesuch Erfolg hätte - nicht mehr beschieden werden könnte, weil ausschließlich die abgelehnten Richter die beantragte Tatbestandsberichtigung gem. § 320 Abs. 4 Satz 2 ZPO oder die Protokollberichtigung gem. § 164 Abs. 3 Satz 2 ZPO vornehmen könnten (…vgl. zum Tatbestandsberichtigungsantrag: BGH, Beschl. v. 11.07.2007, a.a.O.;… BFH, Beschl. v. 17.08.1989, a.a.O.; zum Protokollberichtigungsantrag: BFH, Beschl. v. 18.03.1997 - VII B 147/96 -, juris Rn. 6;… LSG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 29.05.2006 - L 1 SF 70/06 -, juris Rn. 3). - BFH, 10.11.2011 - IV B 60/11
Richterablehnung nach Beendigung der Instanz
In einem solchen Fall fehlt für das Ablehnungsgesuch das Rechtsschutzinteresse (BFH-Beschluss vom 18. März 1997 VII B 147/96, BFH/NV 1997, 775). - BFH, 12.02.1998 - VII B 241/97
Berichtigung eines Verhandlungsprotokolls
Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist eine solche Beschwerde grundsätzlich unzulässig, soweit der Beteiligte eine inhaltliche Berichtigung des Protokolls begehrt, weil die Protokollberichtigung (§ 94 der Finanzgerichtsordnung -- FGO -- i. V. m. § 164 Abs. 3 Satz 2 der Zivilprozeßordnung -- ZPO --) als unvertretbare Verfahrenshandlung nur durch den Instanzrichter, der das Protokoll unterschrieben hat, und ggf. durch dessen Protokollführer vorgenommen werden kann, nicht aber durch Richter der höheren Instanz (vgl. Senatsbeschluß vom 18. März 1997 VII B 147/96, BFH/NV 1997, 775, m. w. N.).
- BFH, 17.08.1999 - IV B 22/99
Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung; Protokollberichtigung
Denn eine Protokollberichtigung kann als unvertretbare Verfahrenshandlung nur durch den Instanzrichter oder den Protokollführer vorgenommen werden (…BFH-Beschlüsse vom 12. Februar 1998 VII B 241/97, BFH/NV 1998, 873; vom 18. März 1997 VII B 147/96, BFH/NV 1997, 775). - FG Hamburg, 25.07.2013 - 3 K 145/12
Gegenvorstellung und Richterablehnung nach Urteilsverkündung
Rn. 8 Dabei kommt es im Streitfall nicht an auf die Unzulässigkeit der Richterablehnung bei einer allein noch zu entscheidenden Protokollberichtigung (vgl. BFH-Beschluss vom 18.03.1997 VII B 147/96, BFH/NV 1997, 775) oder auf die Zulässigkeit der Richterablehnung bei fristgerechten, zulässigen Anträgen auf Urteilsergänzung gemäß § 109 FGO oder auf Tatbestandsberichtigung gemäß § 108 FGO (vgl. BFH-Beschlüsse vom 17.08.1989 VII B 70/89, BFHE 157, 494, BStBl II 1989, 899;… vom 15.04.1985 VIII S 19/81, BFH/NV 1986, 342). - LSG Berlin-Brandenburg, 29.05.2006 - L 1 SF 70/06
Ablehnung des Richters wegen Besorgnis der Befangenheit
Ist aber bei Begründetheit des Ablehnungsgesuchs eine weitere richterliche Tätigkeit im Verfahren überhaupt ausgeschlossen, so besteht an der Entscheidung über das Ablehnungsgesuch kein Rechtsschutzinteresse (vgl. Landessozialgericht [LSG] Berlin, Beschluss vom 11. April 2005 - L 1 A 7/05- und LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 11. April 2006 - L 1 SF 47/06 - unter Bezugnahme auf Bundesfinanzhof [BFH] BFHE 157, 494 und BFH Beschluss vom 18. März 1997, Az: VII B 147/96, BFH/NV 1997, 775). - LSG Berlin-Brandenburg, 11.04.2006 - L 1 SF 47/06 Ist aber bei Begründetheit des Ablehnungsgesuchs eine weitere richterliche Tätigkeit im Verfahren überhaupt ausgeschlossen, so besteht an der Entscheidung über das Ablehnungsgesuch kein Rechtsschutzinteresse (so wörtlich LSG Berlin, a.a.O. mit Bezug auf Bundesfinanzhof [BFH] BFHE 157, 494 und BFH Beschluss vom 18. März 1997, Az: VII B 147/96, BFH/NV 1997, 775).
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