Rechtsprechung
| BFH, 11.08.2005 - VII B 312/04 |
Volltextveröffentlichungen (5)
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AO 1977 § 34; ; AO 1977 § ... 69; ; AO 1977 § 71; ; AO 1977 § 166; ; AO 1977 § 191; ; AO 1977 § 191 Abs. 1; ; AO 1977 § 370; ; AO 1977 § 370 Abs. 1; ; AO 1977 § 370 Abs. 4; ; UStG § 3; ; UStG § 14 Abs. 3 a.F.; ; UStG § 14c Abs. 1 n.F.; ; UStG § 15 Abs. 1; ; UStG § 15 Abs. 1 Nr. 1; ; UStG § 15 Abs. 1 Satz 1; ; FGO § 76 Abs. 1; ; FGO § 115 Abs. 2 Nr. 3; ; FGO § 116 Abs. 3 Satz 3; ; BGB § 254; ; BVerfG § 79 Abs. 2
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
AO § 34 § 69 § 71
Haftungsbescheid; Mitverschulden des FA - datenbank.nwb.de
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache; Klärungsbedürftigkeit und Klärungsfähigkeit einer Rechtssache; Vorwurf der mangelnden Sachverhaltsaufklärung; Unabhängigkeit der Höhe der Haftung vom Grad des Verschuldens; Haftung des Vertreters wegen grob fahrlässiger ...
Verfahrensgang
- FG Münster, 21.09.2004 - 15 K 3352/02
- BFH, 11.08.2005 - VII B 312/04
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (20)
- BFH, 26.04.1984 - V R 128/79
GmbH - Haftung - Geschäftsführung
Auszug aus BFH, 11.08.2005 - VII B 312/04
Wie der Senat bereits mehrfach entschieden hat, kann ein bestimmter Geschehensablauf gleichzeitig und nebeneinander die Haftung nach §§ 34, 69 AO 1977 und nach § 71 AO 1977 begründen (Entscheidungen des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 26. August 1992 VII R 50/91, BFHE 169, 13, BStBl II 1993, 8, und vom 26. April 1984 V R 128/79, BFHE 141, 443, BStBl II 1984, 776). - BFH, 01.08.2000 - VII R 110/99
GmbH-Geschäftsführer: Haftung für Verspätungszuschlag
Auszug aus BFH, 11.08.2005 - VII B 312/04
Dabei ist die Höhe der Haftung unabhängig vom Grad des Verschuldens; der Haftungsumfang ergibt sich vielmehr allein aus der Ursächlichkeit der Pflichtverletzung für den eingetretenen Vermögensschaden (Senatsurteil vom 1. August 2000 VII R 110/99, BFHE 192, 249, BStBl II 2001, 271). - BFH, 21.01.2004 - XI R 3/03
Haftung: Beihilfe zur Steuerhinterziehung durch Lieferanten
Auszug aus BFH, 11.08.2005 - VII B 312/04
Vielmehr hat es unter Hinweis auf die von ihm angenommene vorsätzliche Steuerhinterziehung des Klägers und auf das BFH-Urteil vom 21. Januar 2004 XI R 3/03 (BFH/NV 2004, 1006) ausgeführt, dass ein etwaiges Verschulden der Finanzverwaltung durch eine eventuell pflichtwidrig unterlassene Beanstandung der Vorsteuerbelege keine Berücksichtigung finden könne.
- BFH, 05.03.1991 - VII R 93/88
GmbH - Haftung des Geschäftsführers - Grundsatz der anteiligen Tilgung - …
Auszug aus BFH, 11.08.2005 - VII B 312/04
Die Haftung soll den durch die schuldhafte Pflichtverletzung entstandenen Vermögensschaden ausgleichen (…Senatsentscheidungen vom 28. November 2002 VII R 41/01, BFH/NV 2003, 537, und vom 5. März 1991 VII R 93/88, BFHE 164, 203, BStBl II 1991, 678, m.w.N.). - BFH, 28.11.2002 - VII R 41/01
Haftung des Konkursverwalters bei Umsatzsteuer-Option
Auszug aus BFH, 11.08.2005 - VII B 312/04
Die Haftung soll den durch die schuldhafte Pflichtverletzung entstandenen Vermögensschaden ausgleichen (Senatsentscheidungen vom 28. November 2002 VII R 41/01, BFH/NV 2003, 537, und vom 5. März 1991 VII R 93/88, BFHE 164, 203, BStBl II 1991, 678, m.w.N.). - BFH, 26.08.1992 - VII R 50/91
Anwendung der Grundsätze zu § 69 AO (1977) bei Verwirklichung von § 71 AO (1977)
Auszug aus BFH, 11.08.2005 - VII B 312/04
Wie der Senat bereits mehrfach entschieden hat, kann ein bestimmter Geschehensablauf gleichzeitig und nebeneinander die Haftung nach §§ 34, 69 AO 1977 und nach § 71 AO 1977 begründen (Entscheidungen des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 26. August 1992 VII R 50/91, BFHE 169, 13, BStBl II 1993, 8, und vom 26. April 1984 V R 128/79, BFHE 141, 443, BStBl II 1984, 776). - BFH, 27.10.2003 - VII B 196/03
Steuerberater: Widerruf der Bestellung - Vermögensverfall
Auszug aus BFH, 11.08.2005 - VII B 312/04
Eine Rechtsfrage ist dann nicht klärungsbedürftig, wenn sich die Antwort auf die streitige Rechtsfrage ohne weiteres aus dem Wortlaut und Sinngehalt des Gesetzes ergibt oder sie offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG in seiner Entscheidung getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist (Senatsbeschlüsse vom 27. Oktober 2003 VII B 196/03, BFH/NV 2004, 232, und vom 2. März 2004 VII B 211/03, BFHE 205, 361). - BFH, 20.04.1989 - IV R 299/83
Freiberufliche (eigenverantwortliche) Tätigkeit von beratenden Bauingenieuren im …
Auszug aus BFH, 11.08.2005 - VII B 312/04
Denn zur ordnungsgemäßen Darlegung des Verfahrensfehlers mangelhafter Sachaufklärung gehört nach ständiger Rechtsprechung der Vortrag, dass die nicht zureichende Aufklärung des Sachverhaltes in der mündlichen Verhandlung gerügt wurde oder weshalb eine solche Rüge nicht möglich gewesen ist (vgl. BFH-Urteil vom 20. April 1989 IV R 299/83, BFHE 157, 106, BStBl II 1989, 727, und Senatsbeschlüsse vom 16. Dezember 2003 VII B 10/03, BFH/NV 2004, 529, …sowie vom 17. Dezember 1999 VII B 183/99, BFH/NV 2000, 597). - BFH, 17.12.1999 - VII B 183/99
Beweisantrag; Rügeverlust
Auszug aus BFH, 11.08.2005 - VII B 312/04
Denn zur ordnungsgemäßen Darlegung des Verfahrensfehlers mangelhafter Sachaufklärung gehört nach ständiger Rechtsprechung der Vortrag, dass die nicht zureichende Aufklärung des Sachverhaltes in der mündlichen Verhandlung gerügt wurde oder weshalb eine solche Rüge nicht möglich gewesen ist (…vgl. BFH-Urteil vom 20. April 1989 IV R 299/83, BFHE 157, 106, BStBl II 1989, 727, und Senatsbeschlüsse vom 16. Dezember 2003 VII B 10/03, BFH/NV 2004, 529, sowie vom 17. Dezember 1999 VII B 183/99, BFH/NV 2000, 597). - BFH, 20.01.1998 - VII R 80/97
Haftung des Vereinsvorsitzenden für Lohnsteuer
Auszug aus BFH, 11.08.2005 - VII B 312/04
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Senats, dass der Haftungstatbestand des § 69 AO 1977 erfüllt ist, wenn der Vertreter die ihm obliegenden steuerlichen Pflichten zumindest grob fahrlässig nicht erfüllt hat (Senatsentscheidungen vom 20. Januar 1998 VII R 80/97, BFH/NV 1998, 814, und vom 11. Dezember 1990 VII R 85/88, BFHE 163, 119, BStBl II 1991, 282). - BFH, 16.12.2003 - VII B 10/03
NZB: Sachaufklärungspflicht, Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme
- BFH, 08.11.1994 - VII R 1/93
Haftung des alleinigen Kommanditisten einer inzwischen im Handelsregister …
- BFH, 11.12.1990 - VII R 85/88
Der Geschäftsführer einer GmbH haftet auch dann, wenn nach dem …
- BFH, 11.05.2000 - VII B 217/99
Haftung
- BFH, 02.03.2004 - VII B 211/03
Selbstbehalt bei Nutzung zweier verschiedener Energiequellen durch Betriebe des …
- BFH, 02.11.2001 - VII B 75/01
Haftungsbescheid - Nichtzulassungsbeschwerde - Zulassungsgründe - …
- BFH, 02.10.1986 - VII R 28/83
Anforderungen an die Rechtmäßigkeit eines Haftungsbescheides - Beurteilung des …
- BFH, 11.08.1978 - VI R 169/75
Zur Berücksichtigung mitwirkenden Verschuldens des Finanzamts bei der …
- BFH, 28.08.1990 - VII S 9/90
Berücksichtigung unterlassener Vollstreckungsmaßnahmen des Finanzamtes bei der …
- BFH, 26.04.1963 - I 220/61 U
Veranlagung zur Steuer unter Beachtung der Verfassungswidrigkeit einer Norm
- BFH, 24.01.2006 - VII B 109/05
Haftungsbescheid
Für eine haftungsrechtliche Inanspruchnahme des Vertreters ist es daher ausreichend, wenn das Fehlverhalten zumindest auf eine der beiden Verschuldensalternativen zurückgeführt werden kann (Senatsbeschluss vom 11. August 2005 VII B 312/04, BFH/NV 2005, 2153). - FG Baden-Württemberg, 25.06.2008 - 12 K 407/04
Haftung des Initiators eines sog. Umsatzsteuer-Karussells für …
Deshalb steht es dem Finanzamt ferner grundsätzlich frei, ob es den Haftungsbescheid neben § 69 AO 1977 auch oder - wie im Streitfall - nur auf § 71 AO 1977 stützt (…BFH-Urteil vom 8. November 1994, VII R 1/93, BFH/NV 1995, 657, unter 1. c; BFH-Beschluss vom 11. August 2005, VII B 312/04, juris, unter II. 1.). - VG Oldenburg, 21.05.2007 - 2 B 4958/06
Anfechtung; Ausschluss; Bescheid; Eilverfahren; Einwendung; …
Für die haftungsrechtliche Inanspruchnahme des Vertreters ist es vielmehr ausreichend, wenn das Fehlverhalten zumindest auf eine der beiden Verschuldensalternativen zurückgeführt werden kann (vgl. BFH, Beschluss vom 11. August 2005 - VII B 312/04 -, juris, Rn. 15).
- VG Oldenburg, 05.12.2005 - 2 B 3951/05
Bekanntgabe; Einwendungen; Feststellungsantrag ; Geschäftsführer; Gewerbesteuer; …
Für die haftungsrechtliche Inanspruchnahme des Vertreters ist es vielmehr ausreichend, wenn das Fehlverhalten zumindest auf eine der beiden Verschuldensalternativen zurückgeführt werden kann (vgl. BFH, Beschluss vom 11. August 2005 - VII B 312/04 -, juris). - FG München, 10.07.2008 - 14 V 1356/08
Haftung eines GmbH-Gesellschafters gem. § 71 AO und § 69 AO: Steuerhinterziehung …
Der Senat kann die Frage des Vorliegens eines Vorsatzes zur Steuerhinterziehung auf sich beruhen lassen und sich mit der Feststellung einer grob fahrlässigen bzw. vorsätzlichen Pflichtverletzung begnügen, wenn danach zumindest eine Inanspruchnahme des Antragstellers nach § 69 AO möglich ist (vgl. BFH-Beschluss vom 11. August 2005 VII B 312/04, StE 2005, 2153). - FG Düsseldorf, 06.06.2007 - 7 K 3484/04
Rechtmäßigkeit eines Haftungsbescheides gegen den Geschäftsführer einer GmbH für …
Eine Berücksichtigung eines etwaigen Mitverschuldens der Finanzbehörde kann ohnehin nach der Rechtsprechung des BFH nur in Ausnahmefällen in Betracht kommen, bei denen das finanzbehördliche Fehlverhalten ein solch erhebliches Ausmaß annimmt, dass demgegenüber das Verschulden des Haftungsschuldners nicht entscheidend ins Gewicht fällt (…BFH vom 11. Mai 2000 VII B 217/99, BFH/NV 2000, 1442; vom 28. August 1990 VII S 9/90, BFH/NV 1991, 290, undvom 2. Oktober 1986 VII R 28/83, BFH/NV 1987, 349, vom 11.8.2005 VII B 312/04 n.v.).
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