Rechtsprechung
| BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Verfassungsmäßigkeit der Erhöhung der Gewerbesteuer für Wareneinzelhandelsunternehmen - Verfassungsmäßigkeit der Erhöhung der Gewerbesteuer für Bankunternehmen und Kreditunternehmen - Rückwirkende Aufhebung unanfechtbar gewordener fehlerhafter Akte der öffentlichen ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VGH Bayern, 01.03.1967 - 162 IV 64
- BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (10)
- BVerfG, 11.10.1966 - 1 BvR 164/64
Verfassungsmäßigkeit des § 55c Abs. 1 LAG
Auszug aus BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67
Zukunft die aus einer zwangsweisen Durchsetzung der verfassungswidrigen Entscheidungen sich ergebenden Folgen abgewendet werden sollen (BVerfGE 20, 230 [236]).Läge nur dieser Steuerbescheid vor, so wäre außer Frage, daß die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Verfassungswidrigkeit der Zweigstellensteuer (BVerfGE 21, 160) den Steuerbescheid unberührt ließe und deswegen eine Verpflichtung, den auf der nichtigen Norm beruhenden Akt aufzuheben, nicht bestand (vgl. BVerfGE 20, 230 [235]).
- BVerfG, 14.02.1967 - 1 BvR 25/64
Ausnahmen von der Gleichheit eines Hebesatzes für alle in einer Gemeinde …
Auszug aus BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67
Die Entscheidung des Berufungsgerichts rechtfertigt sich vielmehr, da es nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Februar 1967 (BVerfGE 21, 160) allein um die Auswirkungen dieses die Verfassungswidrigkeit des § 17 GewStG auch für Bank- und Kreditunternehmen feststellenden Beschlusses geht, aus § 79 des Gesetzes über das Bundesverfassungsgericht vom 12. März 1951 (BGBl. I S. 243) - BVerfGG - in Verbindung mit § 212 b Abs. 3 AO.Läge nur dieser Steuerbescheid vor, so wäre außer Frage, daß die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Verfassungswidrigkeit der Zweigstellensteuer (BVerfGE 21, 160) den Steuerbescheid unberührt ließe und deswegen eine Verpflichtung, den auf der nichtigen Norm beruhenden Akt aufzuheben, nicht bestand (vgl. BVerfGE 20, 230 [235]).
- BVerfG, 13.07.1965 - 1 BvR 771/59
Zweigstellensteuer
Auszug aus BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67
Das Bundesverfassungsgericht habe zwar § 17 GewStG mit Urteil vom 13. Juli 1965 (BVerfGE 19, 101) nur insoweit für nichtig erklärt, als die Vorschrift eine Erhöhung der Gewerbesteuer für Wareneinzelhandelsunternehmen erlaube.
- BVerwG, 29.03.1968 - VII C 64.66
Erlass von Gewerbesteuerbescheiden - Anfechtbarkeit von Änderungsbescheiden - …
Auszug aus BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67
Hierzu wird auf das Urteil des Senats vom 29. März 1968 in dem Verfahren BVerwG VII C 64.66 Bezug genommen. - BFH, 03.07.1964 - VI 78/63 S
Berufung eines Finanzamtsvorstehers gegen Einspruchsentscheidungen des …
Auszug aus BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67
Mit der Qualifizierung eines Steuerbescheids nach § 212 b Abs. 3 AO als Änderungsbescheid schließt sich der Senat der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zu den gleichartigen Regelungen in § 218 Abs. 4 AO und § 35 b GewStG an (vgl. BFH, Urteil vom 12. Juli 1963, BFHE 77, 416 = BStBl. 1963 III S. 471; Urteil vom 3. Juli 1964, BFHE 80, 257 [264] = BStBl. 1964 III S. 566 [569]; Urteil vom 1. März 1966, BFHE 85, 340 = BStBl. 1966 III S. 331 mit weiteren Nachweisen und auch Urteil vom 20. Januar 1965, BFHE 81, 635 = BStBl. 1965 III S. 228). - BVerwG, 16.10.1964 - VII C 100.63
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67
Einer solchen Auffassung steht entgegen, daß die Gemeinde durch § 212 b Abs. 3 AO gezwungen wird, bei einer Änderung des Meßbetrags und des Zerlegungsanteils einen entsprechend geänderten Realsteuerbescheid zu erlassen (vgl. hierzu BVerwGE 19, 323 [324]). - BFH, 20.01.1965 - I 175/64 S
Berichtigung eines Gewerbesteuermeßbescheids unter Hinzurechnung oder Kürzung von …
Auszug aus BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67
Mit der Qualifizierung eines Steuerbescheids nach § 212 b Abs. 3 AO als Änderungsbescheid schließt sich der Senat der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zu den gleichartigen Regelungen in § 218 Abs. 4 AO und § 35 b GewStG an (vgl. BFH, Urteil vom 12. Juli 1963, BFHE 77, 416 = BStBl. 1963 III S. 471; Urteil vom 3. Juli 1964, BFHE 80, 257 [264] = BStBl. 1964 III S. 566 [569]; Urteil vom 1. März 1966, BFHE 85, 340 = BStBl. 1966 III S. 331 mit weiteren Nachweisen und auch Urteil vom 20. Januar 1965, BFHE 81, 635 = BStBl. 1965 III S. 228). - BFH, 12.07.1963 - VI 23/62 U
Wiederaufrollen eines Steuerfalles wegen Ersetzung eines Bescheides wegen …
Auszug aus BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67
Mit der Qualifizierung eines Steuerbescheids nach § 212 b Abs. 3 AO als Änderungsbescheid schließt sich der Senat der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zu den gleichartigen Regelungen in § 218 Abs. 4 AO und § 35 b GewStG an (vgl. BFH, Urteil vom 12. Juli 1963, BFHE 77, 416 = BStBl. 1963 III S. 471; Urteil vom 3. Juli 1964, BFHE 80, 257 [264] = BStBl. 1964 III S. 566 [569]; Urteil vom 1. März 1966, BFHE 85, 340 = BStBl. 1966 III S. 331 mit weiteren Nachweisen und auch Urteil vom 20. Januar 1965, BFHE 81, 635 = BStBl. 1965 III S. 228). - BFH, 01.03.1966 - I 259/64
Auszug aus BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67
Mit der Qualifizierung eines Steuerbescheids nach § 212 b Abs. 3 AO als Änderungsbescheid schließt sich der Senat der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zu den gleichartigen Regelungen in § 218 Abs. 4 AO und § 35 b GewStG an (vgl. BFH, Urteil vom 12. Juli 1963, BFHE 77, 416 = BStBl. 1963 III S. 471; Urteil vom 3. Juli 1964, BFHE 80, 257 [264] = BStBl. 1964 III S. 566 [569]; Urteil vom 1. März 1966, BFHE 85, 340 = BStBl. 1966 III S. 331 mit weiteren Nachweisen und auch Urteil vom 20. Januar 1965, BFHE 81, 635 = BStBl. 1965 III S. 228). - BFH, 21.06.1967 - I 109/65
Entscheidung der Aufsichtsbehörde über einen Antrag auf Fehleraufdeckung als …
Auszug aus BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67
§ 79 Abs. 2 BVerfGG läßt zwar besondere gesetzliche Regelungen, nach denen unanfechtbare Akte nicht unberührt bleiben sollen, zu; als eine solche Regelung kann § 212 b Abs. 3 AO aber nicht angesehen werden, weil die Vorschrift nur verlangt, der Änderung des Steuermeßbescheids Rechnung zu tragen (vgl. hierzu auch BFH, Urteil vom 21. Juni 1967, BFHE 89, 174 = BStBl. 1967 III S. 577).
- BVerwG, 18.09.1970 - VII C 68.68
Bedeutung der Steuererklärung über die Berechnung der Lohnsummensteuer - …
Liegt danach in der widerspruchslosen Annahme der Lohnsummensteuererklärung durch den Beklagten ein Steuerbescheid und ist deswegen der Bescheid des Beklagten vom 11. Oktober 1967 ein Berichtigungsbescheid, so liegen die Verhältnisse ebenso, wie in den Verfahren, die durch Urteile des Senats vom 29. März 1968 - BVerwG VII C 64.66, BVerwG VII C 95.66, BVerwG VII C 89.66, BVerwG VII C 47.67, BVerwG VII C 115.60 - (BVerwGE 29, 270 und 276; KStZ 1968, 134) entschieden wurden.Soweit die Berichtigung durch den Bescheid vom 11. Oktober 1967 zu einer niedrigeren Steuer als vorher führte (1964), kann der Einwand der Verfassungswidrigkeit der Zweigstellensteuer überhaupt keinen Erfolg haben (vgl. BVerwG, Urteil vom 29. März 1968 - BVerwG VII C 47.67 - [KStZ 1968, 137 - Leitsatz]).
Hierzu ist darauf hinzuweisen, daß die Verfassungsbeschwerden gegen die Urteile vom 29. März 1968 in den Verfahren BVerwG VII C 115.60 und BVerwG VII C 47.67 durch Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Dezember 1968 - 1 BvR 370 und 371/68 - wegen offensichtlicher Unbegründetheit nicht zur Entscheidung angenommen wurden.
- BVerwG, 05.03.1971 - VII C 44.68
Berichtigungsbescheid - Unanfechtbar festgesetzte Gewerbesteuer - Fehlende …
Er hat der mit dem gleichen Einwand vorgenommenen Anfechtung eines derartigen Berichtigungsbescheides keinen Erfolg gegeben, wenn die ursprüngliche Festsetzung der Gewerbesteuer unanfechtbar geworden war und die Berichtigung zu einer niedrigeren Festsetzung der Steuer geführt hatte (Urteil vom 29. März 1968 - BVerwG VII C 47.67 - [KStZ 1968, 137 - nur Leitsatz -]).
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