Neue Kooperation: dejure.org × Doctrine bringen KI-Power für Aktenanalyse, Recherche und Texterstellung. Doctrine entdecken
×

Rechtsprechung
   BFH, 12.07.1988 - VII R 4/88   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1988,1683
BFH, 12.07.1988 - VII R 4/88 (https://dejure.org/1988,1683)
BFH, Entscheidung vom 12.07.1988 - VII R 4/88 (https://dejure.org/1988,1683)
BFH, Entscheidung vom 12. Juli 1988 - VII R 4/88 (https://dejure.org/1988,1683)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1988,1683) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (5)

  • Simons & Moll-Simons

    AO 1977 § 34, § 69; UStG § 16, § 18

  • Wolters Kluwer

    Umsatzsteuerschulden - Haftung des Geschäftsführers - Anteilige Befriedigung aller Gläubiger - Umsatzsteuervoranmeldung - Nicht ordnungsgemäße Abgabe

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    AO (1977) §§ 34, 69; UStG §§ 16, 18

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)

    Die Haftung des Geschäftsführers für Umsatzsteuerschulden bemißt sich auch bei Nichtabgabe der Voranmeldungen nach dem Grundsatz anteiliger Befriedigung aller Gläubiger

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BFHE 154, 206
  • BB 1988, 2233
  • BStBl II 1988, 980
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (11)Zitiert selbst (7)

  • BFH, 14.07.1987 - VII R 188/82

    Umsatzsteuerrückstand - Geschäftsführerhaftung - Berechnung der Haftungssumme - …

    Auszug aus BFH, 12.07.1988 - VII R 4/88
    Die Frage der Liquidität und der damit zusammenhängende Grundsatz der anteiligen Umsatzsteuer im Haftungsfall (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 14. Juli 1987 VII R 188/82, BFHE 150, 312, BStBl II 1988, 172; vom 26. März 1985 VII R 139/81, BFHE 143, 488, BStBl II 1985, 539, und vom 12. Juni 1986 VII R 192/83, BFHE 146, 511, BStBl II 1986, 657) sei nur von Bedeutung im Zusammenhang mit der zweiten Alternative von § 69 AO 1977, also des Unterbleibens oder der nicht ordnungsgemäßen Tilgung der Steuerschuld.

    Da somit auch die zweite Alternative dieser Vorschrift - das Ausbleiben der Vorauszahlung - gegeben ist, ist damit zwangsläufig auch der dem Verschuldensbereich zuzuordnende Grundsatz der anteiligen Tilgung der Umsatzsteuer (Urteile des BFH in BFHE 150, 312, BStBl II 1988, 172; vom 26. April 1984 V R 128/79, BFHE 141, 443, BStBl II 1984, 776) berührt, und zwar unabhängig davon, ob er im Streitfall durchgreift (hierzu unter Ziff. 3).

  • BFH, 26.04.1984 - V R 128/79

    GmbH - Haftung - Geschäftsführung

    Auszug aus BFH, 12.07.1988 - VII R 4/88
    Da somit auch die zweite Alternative dieser Vorschrift - das Ausbleiben der Vorauszahlung - gegeben ist, ist damit zwangsläufig auch der dem Verschuldensbereich zuzuordnende Grundsatz der anteiligen Tilgung der Umsatzsteuer (Urteile des BFH in BFHE 150, 312, BStBl II 1988, 172; vom 26. April 1984 V R 128/79, BFHE 141, 443, BStBl II 1984, 776) berührt, und zwar unabhängig davon, ob er im Streitfall durchgreift (hierzu unter Ziff. 3).
  • BFH, 12.06.1986 - VII R 192/83

    Umsatzsteuer - Höhe des Haftungsbetrag - Unzureichende Mittel zur Tilgung

    Auszug aus BFH, 12.07.1988 - VII R 4/88
    Die Frage der Liquidität und der damit zusammenhängende Grundsatz der anteiligen Umsatzsteuer im Haftungsfall (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 14. Juli 1987 VII R 188/82, BFHE 150, 312, BStBl II 1988, 172; vom 26. März 1985 VII R 139/81, BFHE 143, 488, BStBl II 1985, 539, und vom 12. Juni 1986 VII R 192/83, BFHE 146, 511, BStBl II 1986, 657) sei nur von Bedeutung im Zusammenhang mit der zweiten Alternative von § 69 AO 1977, also des Unterbleibens oder der nicht ordnungsgemäßen Tilgung der Steuerschuld.
  • BFH, 26.03.1985 - VII R 139/81

    Geschäftsführerhaftung - Berechnung der Haftungssumme - Umsatzsteuerrückstand - …

    Auszug aus BFH, 12.07.1988 - VII R 4/88
    Die Frage der Liquidität und der damit zusammenhängende Grundsatz der anteiligen Umsatzsteuer im Haftungsfall (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 14. Juli 1987 VII R 188/82, BFHE 150, 312, BStBl II 1988, 172; vom 26. März 1985 VII R 139/81, BFHE 143, 488, BStBl II 1985, 539, und vom 12. Juni 1986 VII R 192/83, BFHE 146, 511, BStBl II 1986, 657) sei nur von Bedeutung im Zusammenhang mit der zweiten Alternative von § 69 AO 1977, also des Unterbleibens oder der nicht ordnungsgemäßen Tilgung der Steuerschuld.
  • BFH, 02.07.1987 - VII R 162/84

    Anforderungen an die Ermessensausübung des Finanzamtes - Überprüfbarkeit der …

    Auszug aus BFH, 12.07.1988 - VII R 4/88
    Denn zu diesem Zeitpunkt war die Vorauszahlungsschuld für den Umsatz aus den Anlageveräußerungen vom Juli 1982 zur Zahlung fällig (vgl. auch Urteil des BFH vom 2. Juli 1987 VII R 162/84, BFH/NV 1988, 220 unter Ziff. 3).
  • BFH, 29.10.1985 - VII R 186/82

    Haftung für Umsatzsteuerschulden des Bevollmächtigten oder …

    Auszug aus BFH, 12.07.1988 - VII R 4/88
    Das FG läßt bei dieser Argumentation außer Betracht, daß im Streitfall - ebenso wie in den von ihm zitierten Fällen der BFH-Entscheidungen in BFH/NV 1986, 387, und vom 29. Oktober 1985 VII R 186/82 (BFH/NV 1986, 192) - nicht nur die in der Voranmeldung (zum 10. September 1982) zu erklärenden Umsätze nicht angegeben wurden, sondern daß auch die zum gleichen Zeitpunkt fällige Vorauszahlungsschuld (§ 18 Abs. 1 Satz 5 UStG 1980) - 11.508 DM - nicht getilgt worden ist.
  • BFH, 09.07.1985 - VII B 77/84

    Entstehungszeitpunkt einer Steuerschuld bei der Umsatzsteuer

    Auszug aus BFH, 12.07.1988 - VII R 4/88
    Das FG läßt bei dieser Argumentation außer Betracht, daß im Streitfall - ebenso wie in den von ihm zitierten Fällen der BFH-Entscheidungen in BFH/NV 1986, 387, und vom 29. Oktober 1985 VII R 186/82 (…BFH/NV 1986, 192) - nicht nur die in der Voranmeldung (zum 10. September 1982) zu erklärenden Umsätze nicht angegeben wurden, sondern daß auch die zum gleichen Zeitpunkt fällige Vorauszahlungsschuld (§ 18 Abs. 1 Satz 5 UStG 1980) - 11.508 DM - nicht getilgt worden ist.
  • BFH, 26.08.1992 - VII R 50/91

    Anwendung der Grundsätze zu § 69 AO (1977) bei Verwirklichung von § 71 AO (1977)

    Im Urteil vom 12. Juli 1988 VII R 4/88 (BFHE 154, 206, BStBl II 1988, 980) habe der BFH ausgeführt, daß von einer quotenmäßigen Beschränkung der Haftung des GmbH-Geschäftsführers auch dann auszugehen sei, wenn die in Frage stehenden Steuern nicht, nicht in voller Höhe oder nicht rechtzeitig festgesetzt worden seien.

    Der haftungsbegrenzende Grundsatz der anteiligen Tilgung der Umsatzsteuer findet nach Auffassung des Senats - trotz gegenteiliger Äußerungen in Rechtsprechung und Schrifttum (vgl. zuletzt Friedl, Nochmals: Geschäftsführerhaftung und der Grundsatz der anteiligen Tilgung, Umsatzsteuer-Rundschau - UR - 1992, 38) - auch dann Anwendung, wenn der Geschäftsführer - neben der unterlassenen Steuerzahlung - die Umsatzsteuervoranmeldung nicht, nicht ordnungsgemäß oder nicht rechtzeitig abgegeben hat, wenn also der Haftungstatbestand des § 69 Satz 1 1. Alternative AO 1977 (". ... nicht oder nicht rechtzeitig festgesetzt. ...", vgl. § 168 AO 1977) vorliegt (Urteile des Senats in BFHE 154, 206, BStBl II 1988, 980, und vom 5. März 1991 VII R 93/88, BFHE 164, 203, BStBl II 1991, 678, m. w. N.).

    b) Der Senat hat in den Urteilen in BFHE 154, 206, BStBl II 1988, 980, und BFHE 164, 203, BStBl II 1991, 678 den Grundsatz der anteiligen Tilgung der Umsatzsteuer, der auch in den Fällen der Erfüllung des Haftungstatbestands nach § 69 Satz 1 1. Alternative AO 1977 (Nichtfestsetzung oder nicht rechtzeitige Festsetzung) nur zur Haftung führt, soweit der Geschäftsführer das FA gegenüber den sonstigen Gläubigern benachteiligt hat, im wesentlichen mit dem Schadenersatzcharakter der einheitlichen Haftungsnorm des § 69 AO 1977 begründet.

  • BFH, 05.03.1991 - VII R 93/88

    GmbH - Haftung des Geschäftsführers - Grundsatz der anteiligen Tilgung - …

    Die Haftung des Geschäftsführers einer GmbH für Umsatzsteuer richtet sich auch dann nach dem Grundsatz der anteiligen Tilgung, wenn der Geschäftsführer die Voranmeldung nicht oder nicht rechtzeitig abgegeben hat (Bestätigung des Urteils vom 12. Juli 1988 VII R 4/88, BFHE 154, 206, BStBl II 1988, 980).

    Nach der Rechtsprechung des BFH ist schon bei der Tatbestandsmäßigkeit der Haftung nach § 69 AO 1977 in beiden Alternativen der Grundsatz der anteiligen Tilgung der Umsatzsteuer (Urteile vom 26. April 1984 V R 128/79, BFHE 141, 443, BStBl II 1984, 776; vom 12. Juni 1986 VII R 192/83, BFHE 146, 511, BStBl II 1986, 657) zu berücksichtigen, also auch dann, wenn - wie im Streitfall - in Betracht kommt, daß der Geschäftsführer zur Tilgung der Steuerschulden aus Mitteln der GmbH nicht in der Lage war und er zudem Steuererklärungen nicht oder nicht rechtzeitig beim FA eingereicht hat (BFH-Urteile vom 12. Juli 1988 VII R 4/88, BFHE 154, 206, BStBl II 1988, 980 mit Anmerkung Prugger, GmbH-Rundschau - GmbHR - 1988, 457;… vom 28. November 1989 VII R 55/88, BFH/NV 1990, 481;… ebenso schon zur Vorläufervorschrift § 109 der Reichsabgabenordnung - AO - BFH-Urteil vom 16. März 1988 I R 129/83, BFH/NV 1989, 409).

  • BFH, 25.04.1995 - VII R 99/94
    Auch insoweit besteht bei Verletzung der Pflicht zur korrekten Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen der Pflichtverletzung und der Nichtzahlung der bei ordnungsgemäßer Anmeldung an sich fälligen Umsatzsteuervorauszahlung in dem Umfang, in dem eine gleichmäßige Erfüllung der Vorauszahlungsschulden und der übrigen Schulden der GmbH in dieser Höhe möglich gewesen wäre (vgl. BFH-Urteile in BFHE 169, 13 , BStBl II 1993, 8; in BFHE 164, 203 , BStBl II 1991, 678 , und vom 12. Juli 1988 VII R 4/88, BFHE 154, 206, BStBl II 1988, 980 ).

    Falls sich die Möglichkeiten der GmbH zur gleichmäßigen Befriedigung ihrer Gläubiger in dem Zeitraum zwischen der Rechnungsstellung für die jeweiligen Abschlagszahlungen und dem 10. Dezember 1987 entscheidend verschlechtert haben sollten, wäre nicht erst auf den letzteren Zeitpunkt und die Zeit danach abzustellen, sondern müßte auch der davorliegende Zeitraum als Haftungszeitraum berücksichtigt werden (zur Bestimmung des maßgebenden Zeitpunkts vgl. Senatsurteil in BFHE 154, 206, BStBl II 1988, 980 ).

  • BFH, 08.10.1991 - VII S 39/91

    Antrag auf Aussetzung der Vollziehung eines Haftungsbescheids - Haftung eines …

    Im Urteil vom 12. Juli 1988 VII R 4/88 (BFHE 154, 206, BStBl II 1988, 980) habe der BFH ausgeführt, daß von einer quotenmäßigen Beschränkung der Haftung des GmbH-Geschäftsführers auch dann auszugehen sei, wenn die in Frage stehenden Steuern nicht, nicht in voller Höhe oder nicht rechtzeitig festgesetzt worden seien.

    Der haftungsbegrenzende Grundsatz der anteiligen Tilgung der Umsatzsteuer findet nach Auffassung des Senats - trotz gegenteiliger Äußerungen in Rechtsprechung und Schrifttum - auch dann Anwendung, wenn der Geschäftsführer - neben der unterlassenen Steuerzahlung - die Umsatzsteuervoranmeldungen nicht, nicht ordnungsgemäß oder nicht rechtzeitig abgegeben hat, wenn also der Haftungstatbestand des § 69 Satz 1, 1. Alternative AO 1977 (". . . nicht oder nicht rechtzeitig festgesetzt . . .", vgl. § 168 AO 1977) vorliegt (Urteile des Senats in BFHE 154, 206, BStBl II 1988, 980, und vom 5. März 1991 VII R 93/88, BFHE 164, 203, BStBl II 1991, 678).

    Der Senat hat ferner in den Urteilen in BFHE 154, 206, BStBl II 1988, 980 und BFHE 164, 203, BStBl II 1991, 678 den Grundsatz der anteiligen Tilgung der Umsatzsteuer, der auch in den Fällen der Erfüllung des Haftungstatbestands nach § 69 Satz 1, 1. Alternative AO 1977 (Nichtfestsetzung oder nicht rechtzeitige Festsetzung) zur Haftung nur insoweit führt, als der Geschäftsführer das FA gegenüber den sonstigen Gläubigern benachteiligt hat, im wesentlichen mit dem Schadensersatzcharakter der einheitlichen Haftungsnorm des § 69 AO 1977 begründet.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 19.04.2021 - 14 B 43/21

    Die gesetzlichen Pflichten des § 34 Abs. 1 AO können nicht durch privatrechtliche …

    Rn. 28 Vgl. BFH, Urteile vom 5. März 1991 - VII R 93/88 -, BFHE 164, 203 (209) (zu 3.), und vom 12. Juli 1988 - VII R 4/88 -, BFHE 154, 206 (208) (zu 3.), und Beschluss vom 23. Januar 1985 - I S 4/84 -, juris, Rdnr. 18.
  • FG Berlin, 19.09.2001 - 9 B 9160/01

    Beginn, Ablauf und Dauer der Verjährungsfrist für den Erlass eines …

    Der Schadensersatzcharakter des § 69 AO (vgl. BFH-Urteil vom 12. Juli 1988 VII R 4/88, BStBl II, 1988, 980) begrenzt vielmehr den Umfang der Haftung, weshalb sowohl bei Erfüllung der 1. als auch der 2. Alternative die vom Bundesfinanzhof entwikkelten Grundsätze über die Haftungsbeschränkung in Höhe der durchschnittlichen Tilgungsquote zu beachten sind (vgl. BFH-Urteil vom 14. Juli 1987 VII R 188/82, BStBl II 1988, 172).
  • BFH, 26.02.1991 - VII R 107/89

    Haftungsbescheid gegen Geschäftsführer wegen Nichtabführung von Lohnsteuer und …

    Diese Erfordernis ergibt sich daraus, daß die Haftung nach §§ 34, 35, 69 AO 1977 ihrer Rechtsnatur nach Schadensersatzcharakter hat (…vgl. Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 13. Aufl., § 69 AO 1977 Tz. 2; BFH-Urteile vom 26. April 1984 V R 128/79, BFHE 141, 443, BStBl II 1984, 776, 778;… vom 16. März 1988 I R 129/83, BFH/NV 1989, 409; Senatsurteile vom 12. Juli 1988 VII R 4/88, BFHE 154, 206, BStBl II 1988, 980, 981; vom 26. Juli 1988 VII R 83/87, BFHE 153, 512, BStBl II 1988, 859, 860; vom 5. September 1989 VII R 61/87, BFHE 158, 13, BStBl II 1989, 979, 980).
  • BFH, 18.06.2008 - VII B 200/07

    Divergenz - Haftungszeitraum für die Ermittlung der Haftungsquote wegen …

    Es sei deshalb ohne weiteres die Betrachtung der Verbindlichkeiten und Tilgungen des Steuerschuldners auf den Vorauszahlungszeitraum der Umsatzsteuer, für die in Haftung genommen wird, zu erstrecken (Hinweis auf das Senatsurteil vom 12. Juli 1988 VII R 4/88, BFHE 154, 206, BStBl II 1988, 980).
  • FG Saarland, 07.09.2004 - 2 K 114/00
    1.2.2 Mindestens grob fahrlässiges Handeln liegt dabei vor, wenn der Geschäftsführer einer GmbH, obwohl diese - ungeachtet sonstiger Verbindlichkeiten - bei Fälligkeit der Steuerschulden oder später über hinreichende Mittel verfügte, die Steuerschulden nicht begleicht oder - falls die vorhandenen Mittel nicht zu einer vollen Begleichung aller Verbindlichkeiten ausreichen - diese Mittel nicht zu einer in etwa anteiligen Befriedigung der privaten Gläubiger und des Finanzamtes verwendet (vgl. zum Beispiel BFH, Urteile vom 8. Juli 1982 V R 7/76 , BStBl. II 1983, 249; vom 12. Juli 1988 VII R 4/88 , BStBl. II 1988, 980).
  • FG Berlin-Brandenburg, 09.07.2009 - 9 K 9161/08

    Haftung eines GmbH-Geschäftsführers für Umsatzsteuerschulden; Zeitpunkt für die …

    Entgegen der Darstellung des Beklagten im Haftungsbescheid vom ... ist daher Anknüpfungspunkt für die Ermittlung der Kausalität der oben erörterten Pflichtverletzungen des Klägers für den eingetretenen Steuerausfall nicht die finanzielle Situation der GmbH im Zeitpunkt der tatsächlichen Fälligkeit der streitgegenständlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten, sondern im Zeitpunkt ihrer fiktiven Fälligkeit (vgl. oben: 30. April 2004 für die Umsatzsteuer 2002 bzw. 30. September 2004/2005 für die Umsatzsteuer 2003 bzw. 2004) und in der Zeit danach (hier: bis zur Abberufung des Klägers als Geschäftsführer am 27. Oktober 2005; sog. Haftungszeitraum, vgl. dazu allgemein BFH-Urteil vom 12. Juli 1988 VII R 4/88, BStBl II 1988, 980 ).
  • BFH, 28.11.1989 - VII R 55/88

    Verstoß gegen allgemeine Erfahrungssätze und Denkgesetze durch die Unterstellung …

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
dejure.org Übersicht BFH
dejure.org nutzen ohne Ablenkung
Werbung abschalten. Jetzt buchen! Keine automatische Verlängerung.
Info zum PUR-Angebot
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht