Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 57/11, VII-Verg 58/11, VII-Verg 59/11 und VII-Verg 67/11 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- VERIS(Abodienst, Leitsatz ggf. frei)
- Reguvis VergabePortal - Veris(Abodienst, Leitsatz ggf. frei)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Voraussetzungen des Abschlusses von Pharmarabattverträgen zwischen gesetzlichen Krankenkassen und pharmazeutischen Unternehmen
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Vergaberecht gilt auch bei Rahmenvereinbarungen über Lieferverträge
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (9)
- lto.de (Kurzinformation)
Rabattverträge für Arzneimittel sind möglich
- dr-bahr.com (Kurzinformation)
Rabattverträge für Arzneimittel sind möglich
- deutsche-apotheker-zeitung.de (Pressemeldung)
OLG beanstandet Rabattverträge
- aerztezeitung.de (Pressemeldung)
Open-House: Muss jetzt der EuGH ran?
- aerztezeitung.de (Pressemeldung)
Richter verwerfen Rabattausschreibung der Bahn-BKK
- schreiner-lederer.de (Pressemitteilung)
Zu Zulässigkeit von Rabattverträgen für Arzneimittel
- kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)
Rabattverträge für Arzneimittel möglich - Zugrunde liegende Rabattverträge der BAHN-BKK jedoch vergaberechtswidrig
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Voraussetzungen des Abschlusses von Pharmarabattverträgen zwischen gesetzlichen Krankenkassen und pharmazeutischen Unternehmen
- juraforum.de (Kurzinformation zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)
Dürfen Pharmaunternehmen Rabattverträge vorgeben?
Besprechungen u.ä. (2)
- vergabeblog.de (Entscheidungsbesprechung)
Arzneimittelrabattverträge "mit jedermann” grundsätzlich vergabepflichtig
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Vergaberecht gilt auch bei Rahmenvereinbarungen über Lieferverträge! (IBR 2012, 535)
Verfahrensgang
- VK Bund, 10.06.2011 - VK 3-59/11
- OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 57/11, VII-Verg 58/11, VII-Verg 59/11 und VII-Verg 67/11
- VK Bund, 23.05.2012 - VK 3-59/11
- OLG Düsseldorf, 07.09.2012 - Verg 20/12
Papierfundstellen
- NZBau 2012, 315
- NZS 2012, 504
- ZfBR 2012, 411
Wird zitiert von ... (24) Zitiert selbst (5)
- LSG Nordrhein-Westfalen, 14.04.2010 - L 21 KR 69/09
Hilfsmittelverträge dürfen ohne Vergabeverfahren abgeschlossen werden!
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 57/11
Art. 32 Richtlinie 2004/18/EG enthält ein derartiges Merkmal nicht, sondern unterstellt in Abs. 2 UA 1 allgemein Rahmenvereinbarungen, die zu öffentlichen Aufträgen führen sollen, dem Vergaberecht (unklar in diesem Punkt allerdings LSG NRW, Beschluss vom 14.04.2010 - L 21 Kr 69/09 SFB, NZBau 2010, 653).Das Landessozialgericht NRW (Beschluss vom 14.04.2011, NZBau 2010 = VergabeR 2010, 1026 zu Hilfsmittelverträgen nach § 127 Abs. 2 SGB V) hat angenommen, bei einem (rechtlich) gesicherten jederzeitigen Beitrittsrecht eines Dritten entfalle der Charakter des Vertrages als öffentlicher Auftrag.
- EuGH, 10.09.2009 - C-206/08
Eurawasser - Koordinierung der Zuschlagserteilung durch Auftraggeber im Bereich …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 57/11
In der Tat hat der EuGH in seinem Urteil vom 10. September 2009 (C-206/08 - Eurawasser, VergabeR 2010, 48) zum Verhältnis zwischen Dienstleistungsauftrag und Dienstleistungskonzession ausgeführt, EU-Recht schreibe nicht vor, dass Aufträge zwingend in Form - dem Vergaberecht unterliegender - öffentlicher Aufträge zu vergeben seien, wenn eine rechtmäßige Alternative (dort: Dienstleistungskonzession) bestehe. - BGH, 10.11.2009 - X ZB 8/09
Endoskopiesystem
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 57/11
Dies ist nicht widersprüchlich, da sie nur so ihre Chancen im Falle des Misserfolgs ihrer Rügen wahren konnte (vgl. BGH, Beschluss vom 10.11.2009 - X ZB 8/09 - Endoskopiesystem). - OLG Düsseldorf, 24.11.2011 - Verg 62/11
Anforderungen an die Vergabe des Abschlusses von …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 57/11
Rn. 90 Hinsichtlich der in diesem Verfahren nicht angesprochenen Frage, inwieweit bei Pharma-Rabattverträgen mit mehreren Unternehmen Kriterien für die Auswahl des Unternehmens bei den Einzelaufträgen aufgestellt werden müssen, sei auf den Senatsbeschluss vom 24. November 2011 (VII-Verg 62/11) verwiesen. - VK Bund, 10.06.2011 - VK 3-59/11
Rabattvertrag gemäß § 130a Abs. 8 SGB V für ausgewählte Wirkstoffe
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 57/11
Die sofortige Beschwerde der Antragsgegnerin gegen den Beschluss der 3. Vergabekammer des Bundes vom 10. Juni 2011 (VK 3-59/11) wird zurückgewiesen.
- OLG Düsseldorf, 13.08.2014 - Verg 13/14
Begriff des öffentlichen Auftrags im Sinne von Art. 1 Abs. 2 lit a der Richtlinie …
Der erkennende Senat habe im Beschluss vom 11.01.2012 (VII-Verg 57/11) Zulassungsverfahren nicht von vornherein für ausgeschlossen gehalten.In Rechtsprechung und Literatur herrscht Einigkeit darüber, dass es sich bei im Wege öffentlicher Ausschreibung vergebenen Arzneimittelrabattverträgen um öffentliche Lieferaufträge in der Form von Rahmenvereinbarungen im Sinne der §§ 99 Abs. 1 GWB, 130a Abs. 8, 69 Abs. 5 SGB V handelt (OLG Düsseldorf, Beschl. v. 11.01.2012, VII-Verg 57/11 - juris Rn. 50;… LSG NRW, Beschl. v. 14.04.2010, L 21 KR 69/09 SFB - juris Rn. 34 f.;… Heise, in: Kulartz/Marx/Portz/Prieß, VOL/A, § 4 EG, Rn. 13;… Jansen, in: Byok/Jäger, Kommentar zum Vergaberecht, 3. Aufl. 2011, Einl.B, Rn. 1833; Byok, Csaki NZS 2008, 402, 404; Jäger, ZWeR 2005, 31, 58 f.).
Ist ein Vertragsschluss jederzeit rechtlich und tatsächlich möglich, entfällt ein Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen, und es findet kein Wettbewerb statt (OLG Düsseldorf, Beschl. v. 11.01.2012, VII-Verg 57/11 - juris Rn. 57;… Beschl. v. 11.01.2012, VII-Verg 67/11 - juris Rn. 61).
Es stellt bereits einen Diskriminierung ermöglichenden Wettbewerbsvorteil von Wirtschaftsteilnehmern dar, wenn die Durchführung eines Zulassungsverfahrens nicht hinreichend publiziert wird, keine eindeutigen und klaren Regeln über den Vertragsschluss und den Vertragsbeitritt festgelegt werden, nur einer von ihnen auf den Inhalt des Vertrags Einfluss nehmen kann und Dritte nur die Wahl zwischen einem Vertragsbeitritt zu den von einem anderen zu dessen Bedingungen bereits ausgehandelten Vertrag oder dem Verzicht auf eine Teilnahme bleibt und Vertragsschlüsse nicht dem in § 23 VOL/A-EG zum Ausdruck gebrachten Rechtsgedanken entsprechend im Nachhinein europaweit bekannt gemacht werden (…OLG Düsseldorf, Beschl. v. 11.01.2012, VII-Verg 67/11 - juris Rn. 60; Beschl. v. 11.01.2012, VII-Verg 57/11 - juris Rn. 57).
Dies fordert auch Art. 32 Richtlinie 2004/18/EG nicht, in dessen Abs. 2 UA 1 Rahmenvereinbarungen, die zu öffentlichen Aufträgen führen sollen, vielmehr allgemein dem Vergaberecht unterstellt werden (OLG Düsseldorf, Beschl. v. 11.01.2012, VII-Verg 57/11 - juris Rn. 54;… Beschl. v. 11.01.2012, VII-Verg 67/11 - juris Rn. 57).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 21.11.2018 - 15 A 861/17
Anspruch eines Apothekers auf Erteilung einer Auskunft über die Höhe eines nach § …
Rn. 125 Vgl. im Hinblick auf einen Rabattvertrag nach § 130a Abs. 8 SGB V: OLG Düsseldorf, Beschlüsse vom 13. August 2014 - VII-Verg 13/14 -, juris Rn. 33, vom 11. Januar 2012 - VII-Verg 57/11 -, juris Rn. 57. - VK Niedersachsen, 06.02.2018 - VgK-42/17
Wer sich nicht rechtzeitig entscheidet, kann sich nicht auf Eilbedürftigkeit …
Selbst wenn einem Bieter im Allgemeinen und der Antragstellerin im Besondern bekannt sein mag oder sein muss, dass das gewählte Vergabeverfahren nur in Ausnahmefällen in Betracht kommt, muss der Vergabeverstoß nach der Rechtsprechung des OLG Celle (OLG Celle, Beschluss vom 24.09.2014, 13 Verg 9/14; a.A. OLG Düsseldorf B. v. 11.01.2012 - Az.: VII-Verg 67/11) für die Rügepräklusion oder hier Verwirkung der Verfahrensrechte so deutlich erkennbar gewesen sein, dass er sich im Einzelfall aufdrängte (…Summa in: juris PK-Vergaberecht, § 107 GWB Rn. 258).
- OLG Düsseldorf, 20.03.2019 - Verg 65/18
Statthaftigkeit eines Vergabenachprüfungsantrags hinsichtlich des Abschlusses von …
Rn. 65 Allerdings hat der Senat in der Vergangenheit in mehreren Entscheidungen (Senatsbeschluss vom 11.01.2012 - VII-Verg 57/11, zitiert nach juris, Tz. 57; Senatsbeschluss vom 11.01.2012 - VII-Verg 67/11, zitiert nach juris, Tz. 60; Senatsbeschluss vom 13.08.2014 - VII-Verg 13/14, zitiert nach juris, Tz. 55) angenommen, dass ein vergaberechtsfreies Zulassungssystem voraussetzt, dass klare Regeln über den Vertragsschluss und -beitritt bestehen. - OLG Düsseldorf, 18.08.2021 - Verg 52/20
Sofortige Beschwerde gegen einen Beschluss der Vergabekammer des Bundes …
Dies gilt gemäß § 69 Abs. 3 SGB V auch für öffentliche Aufträge nach dem SGB V. Ein Nachprüfungsverfahren gemäß §§ 155 ff. GWB ist indes nur dann statthaft, wenn es sich um einen nachprüfbaren Vergabevorgang handelt, mithin ein öffentlicher Auftrag im Sinne von § 103 Abs. 1 bis 4 GWB oder eine Rahmenvereinbarung (Senatsbeschluss vom 11. Januar 2012, VII-Verg 57/11 - juris, Rn. 49 ff.;… Dreher in Immenga/Mestmäcker, Wettbewerbsrecht, 6. Auflage 2021, § 115 GWB Rn. 10 unter Verweis auf BT-Drucks. 18/6281, S. 92) vergeben wird, mit deren Abschluss die Bedingungen für öffentliche Aufträge im Sinne von § 103 Abs. 1 bis 4 GWB festgelegt werden.Ist ein Vertragsschluss jederzeit rechtlich und tatsächlich möglich, entfällt ein Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen, es findet kein Wettbewerb statt (Senatsbeschluss vom 11. Januar 2012, VII-Verg 57/11 - juris, Rn. 57).
- OLG Düsseldorf, 19.02.2020 - Verg 27/17
Sofortige Beschwerde gegen den Beschluss einer Vergabekammer Direktvergabe von …
Ihren Zweck kann eine Rüge dann nicht erfüllen, wenn der öffentliche Auftraggeber eindeutig zu erkennen gibt, dass er unumstößlich an seiner Entscheidung festhält und auch auf eine Rüge unter keinen Umständen von seiner Entscheidung abrücken wird (Senatsbeschlüsse vom 16. August 2019, VII-Verg 56/18, und vom 11. Januar 2012, VII-Verg 67/11; OLG Saarbrücken…, Beschluss vom 27. Juni 2016, 1 Verg 2/16 - juris, Rn. 85 ff.; OLG Stuttgart, Beschluss vom 11. Juli 2000, 2 Verg 5/00, NZBau 2001, 462;… Jaeger in Münchener Kommentar Europäisches und Deutsches Wettbewerbsrecht, 2. Auflage 2018, § 160 GWB Rn. 67;… Hofmann in Müller-Wrede, GWB Vergaberecht, Kommentar, 2016, § 160 Rn. 86 f.). - VK Bund, 06.02.2017 - VK 2-06/17
Open-House Modell bei Indikationspatent; Überprüfbarkeit durch die Vergabekammer
Beschluss vom 11. Januar 2012 - VII Verg 57/11). - VK Bund, 21.01.2015 - VK 2-113/14
Nachprüfungsverfahren: Open-House-Modell
Außerdem seien die vom OLG Düsseldorf in den Entscheidungen vom 11. Januar 2012 (VII-Verg 57/11) und vom 13. August 2014 (VII-Verg 13/14) aufgestellten Anforderungen beachtet worden.Eine individuelle, auf ihre jeweiligen Gegebenheiten zugeschnittene Nachverhandlungsmöglichkeit des vom Auftraggeber vorgegebenen Rabattsatzes war somit gerade der Grund dafür, dass ein Beitrittsdesign, welches eine solche, unter bestimmen vordefinierten Voraussetzungen greifende Nachverhandlungsmöglichkeit beinhaltete, als unzulässig angesehen wurde (vgl. die Beschlüsse des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 11. Januar 2012 - VII-Verg 57/11, 58/11, 59/11, 67/11).
- VK Bund, 23.11.2015 - VK 2-103/15
Nachprüfungsverfahren: De-facto-Vergabe von Verträgen nach § 132d SGB V
Die Rahmenvereinbarung selbst muss nicht die Merkmale eines öffentlichen Auftrags erfüllen; es genügt, wenn die Einzelverträge, die durch die Rahmenvereinbarung inhaltlich festgelegt sind, die Merkmale eines öffentlichen Auftrags erfüllen (§ 4 Abs. 1 VOL/A; grundlegend und ausführlich zur rechtlichen Einordnung von Rahmenvereinbarungen OLG Düsseldorf, Beschluss vom 11. Januar 2012 - Verg 57/11). - VK Bund, 20.02.2014 - VK 1-04/14
Nachprüfungsverfahren: Abschluss einer Rabattvereinbarung
Soweit sich die Ag auf die grundsätzlich gegebene Möglichkeit der Durchführung eines vergaberechtsfreien Zulassungsverfahrens beruft, will die Kammer nicht in Abrede stellen, dass es solche Verfahren außerhalb des Vergaberechts geben mag (zu den Voraussetzungen eines solchen Verfahrens siehe OLG Düsseldorf, Beschluss vom 11. Januar 2012, VII-Verg 57/11). - VK Bund, 13.02.2018 - VK 2-05/18
Hilfsmittelausschreibung: Preis als alleiniges Zuschlagskriterium zulässig bei …
- OLG Karlsruhe, 20.12.2013 - 15 Verg 6/13
Vergabenachprüfungsverfahren: Direktvergabe von Rabattverträgen durch eine …
- OLG Düsseldorf, 07.09.2012 - Verg 20/12
Kostenfreiheiteines Trägers der gesetzlichen Sozialversicherung …
- VK Niedersachsen, 20.06.2016 - VgK-17/16
Prüfung der Übernahme der Krankenbehandlung von nicht krankenversicherten …
- VK Bund, 14.02.2017 - VK 2-04/17
Open-House Modell bei Indikationspatent; Überprüfbarkeit durch die Vergabekammer
- VK Baden-Württemberg, 08.08.2013 - 1 VK 20/13
Vergabenachprüfungsverfahren: Vergabe eines Arzneimittel-Rabattvertrags ohne …
- VK Bund, 24.07.2013 - VK 3-59/13
Nachprüfungsverfahren: Rabattvertrag über einen Wirkstoff
- VK Bund, 01.06.2012 - VK 1-46/12
Vertrag über die Durchführung häuslicher Pflege- und Versorgungsleistungen gemäß …
- OLG Karlsruhe, 12.01.2013 - 15 Verg 6/13
Vergabenachprüfungsverfahren: Vergabe eines Arzneimittel-Rabattvertrags im …
- VK Bund, 01.06.2012 - VK 1-49/12
Versorgung der Versicherten der Antragsgegnerin mit häuslichen Pflege- und …
- OLG Karlsruhe, 20.12.2013 - 15 Verg 8/13
Arneimittelreimport möglich: Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb …
- OLG Karlsruhe, 20.12.2013 - 15 Verg 7/13
Arneimittelreimport möglich: Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb …
- VK Baden-Württemberg, 08.08.2013 - 1 VK 22/13
Rabattvertrag mit Lieferpflicht und Patientenbetreuungsprogramm ist zulässig!
- VK Baden-Württemberg, 08.08.2013 - 1 VK 21/13
Rabattvertrag mit Lieferpflicht und Patientenbetreuungsprogramm ist zulässig!
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Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - VII-Verg 67/11 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Reguvis VergabePortal - Veris
- rechtsportal.de
Rechtsnatur des Abschlusses von Rabattverträgen zwischen gesetzlichen Krankenkassen und Pharmaherstellern
- ibr-online
Zulässigkeit von Rabattverträgen
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Rechtsnatur des Abschlusses von Rabattverträgen zwischen gesetzlichen Krankenkassen und Pharmaherstellern
Verfahrensgang
- VK Bund, 21.05.2011 - VK 3-80/11
- VK Bund, 06.07.2011 - VK 3-80/11
- OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - VII-Verg 67/11
- VK Bund, 21.05.2012 - VK 3-80/11
- OLG Düsseldorf, 07.09.2012 - Verg 19/12
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (8)
- LSG Nordrhein-Westfalen, 14.04.2010 - L 21 KR 69/09
Hilfsmittelverträge dürfen ohne Vergabeverfahren abgeschlossen werden!
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 67/11
Art. 32 Richtlinie 2004/18/EG enthält ein derartiges Merkmal nicht, sondern unterstellt in Abs. 2 UA 1 allgemein Rahmenvereinbarungen, die zu öffentlichen Aufträgen führen sollen, dem Vergaberecht (unklar in diesem Punkt allerdings LSG NRW, Beschluss vom 14.04.2010 - L 21 Kr 69/09 SFB, NZBau 2010, 653).Das Landessozialgericht NRW (Beschluss vom 14.04.2011, NZBau 2010 = VergabeR 2010, 1026 zu Hilfsmittelverträgen nach § 127 Abs. 2 SGB V) hat angenommen, bei einem (rechtlich) gesicherten jederzeitigen Beitrittsrecht eines Dritten entfalle der Charakter des Vertrages als öffentlicher Auftrag.
- OLG Düsseldorf, 20.10.2008 - Verg 46/08
Zulässigkeit vorbeugender Unterlassungsanträge im einstweiligen Rechtsschutz vor …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 67/11
Selbst wenn man davon ausgehen wollte, dass wegen Schutzrechten gegenwärtig objektiv nur die Antragstellerin (bzw. andere konzernangehörige Unternehmen) leistungsfähig sein sollte (was wegen der zumindest rechtlichen Möglichkeit von Parallelimporten nicht zweifelsfrei anzunehmen ist), hat die Antragstellerin keinen Anspruch darauf, dass die Antragsgegnerin von der Ausnahmevorschrift des § 3 Abs. 4 lit. c) EG VOL/A Gebrauch macht, wie die Vergabekammer (BA Bl. 23/24) im Anschluss an die Rechtsprechung des Senats (VergabeR 2009, 173) ausgeführt hat. - OLG Düsseldorf, 24.11.2011 - Verg 62/11
Anforderungen an die Vergabe des Abschlusses von …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 67/11
Rn. 113 Hinsichtlich der in diesem Verfahren nicht angesprochenen Frage, inwieweit bei Pharma-Rabattverträgen mit mehreren Unternehmen Kriterien für die Auswahl des Unternehmens bei den Einzelaufträgen aufgestellt werden müssen, sei auf den Senatsbeschluss vom 24. November 2011 (VII-Verg 62/11) verwiesen.
- EuGH, 10.09.2009 - C-206/08
Eurawasser - Koordinierung der Zuschlagserteilung durch Auftraggeber im Bereich …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 67/11
In der Tat hat der EuGH in seinem Urteil vom 10. September 2009 (C-206/08 - Eurawasser, VergabeR 2010, 48) zum Verhältnis zwischen Dienstleistungsauftrag und Dienstleistungskonzession ausgeführt, EU-Recht schreibe nicht vor, dass Aufträge zwingend in Form - dem Vergaberecht unterliegender - öffentlicher Aufträge zu vergeben seien, wenn eine rechtmäßige Alternative (dort: Dienstleistungskonzession) bestehe. - OLG Düsseldorf, 13.04.2011 - Verg 4/11
Begriff der wettbewerbsbeschränkenden Abrede i.S. von § 19 Abs. 3 lit. f VOL/A …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 67/11
Auch wenn man die Klausel nicht so verstehen wollte, dass einem Konzernunternehmen Vertretungsmacht für sämtliche Konzernunternehmen zugebilligt wird (was letztlich gegen das Verbot eines Vertrages zulasten Dritter verstoßen würde), so verstößt die Klausel in jedem Fall gegen den Grundsatz, dass unter bestimmten Umständen ein Konzernunternehmen auch ohne andere Konzernunternehmen, ja sogar im Wettbewerb mit anderen Konzernunternehmen, sich an einem Vergabeverfahren beteiligen darf (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 13. April 2011 - VII-Verg 4/11, VergabeR 2011, 722 = NZBau 2011, 371 mit Nachweisen aus der Rechtsprechung des EuGH). - OLG Karlsruhe, 06.04.2011 - 15 Verg 3/11
Unterhaltsreinigung - Vergabenachprüfungsverfahren: Maximale Losgröße bei …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 67/11
Auch wenn man die Klausel nicht so verstehen wollte, dass einem Konzernunternehmen Vertretungsmacht für sämtliche Konzernunternehmen zugebilligt wird (was letztlich gegen das Verbot eines Vertrages zulasten Dritter verstoßen würde), so verstößt die Klausel in jedem Fall gegen den Grundsatz, dass unter bestimmten Umständen ein Konzernunternehmen auch ohne andere Konzernunternehmen, ja sogar im Wettbewerb mit anderen Konzernunternehmen, sich an einem Vergabeverfahren beteiligen darf (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 13. April 2011 - VII-Verg 4/11, VergabeR 2011, 722 = NZBau 2011, 371 mit Nachweisen aus der Rechtsprechung des EuGH). - OLG Düsseldorf, 03.08.2011 - Verg 33/11
Begriff des Bieters i.S. von § 101a GWB
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 67/11
Rn. 83 Allerdings ist nach der Rechtsprechung des Senats (s. Beschluss vom 03. August 2011 - VII-Verg 33/11 m.w.N.) die Vorschrift des § 101b Abs. 1 Nr. 2 GWB vor dem Hintergrund des Art. 2d Abs. 1 lit. a) der Rechtsmittelrichtlinie erweiternd dahin auszulegen, dass sie bei Auftragsvergaben "ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union" eingreift. - VK Bund, 06.07.2011 - VK 3-80/11
Rabattverträge gemäß § 130 a Abs. 8 SGB V für ausgewählte Wirkstoffe
Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.01.2012 - Verg 67/11
Die sofortige Beschwerde der Antragsgegnerin gegen den Beschluss der 3. Vergabekammer des Bundes vom 06. Juli 2011 (VK 3-80/11) wird zurückgewiesen.
- OLG Düsseldorf, 14.12.2022 - Verg 11/22
Referenzen sind personen- oder unternehmensgebunden!
Ihren Zweck, dem öffentlichen Auftraggeber die Möglichkeit der Selbstkontrolle und der Korrektur von § 160 GWB Rn. 37; MüKoWettbR/Jaeger, 2. Aufl., § 160 GWB Rn. 3), kann eine Rüge dann nicht erfüllen, wenn der öffentliche Auftraggeber vor Einleitung des Vergabenachprüfungsverfahrens - spätere Äußerungen sind regelmäßig nicht zu berücksichtigen (OLG München, Beschluss vom 19. September 2018, Verg 6/18, BeckRS 2018, 43797) - eindeutig zu erkennen gibt, dass er unumstößlich an seiner Entscheidung festhält und auch auf eine Rüge unter keinen Umständen von seiner Entscheidung abrücken wird (Senatsbeschlüsse vom 16. August 2019, VII-Verg 56/18, NZBau 2020, 249 Rn. 43 - BMBF, und 11. Januar 2012, VII-Verg 67/11, BeckRS 2012, 6486) und sich mit einer sachlich begründeten Rüge der Antragstellerin nicht mehr auseinandersetzen und deren Argumente nicht mehr würdigen will (…Senatsbeschluss vom 1. April 2020, VII-Verg 30/19, NZBau 2020, 739 Rn. 45). - OLG Brandenburg, 28.08.2012 - Verg W 19/11
Öffentlicher Auftrag: Anwendungsbereich des vergaberechtlichen …
Rn. 60 b) Ob die Rüge gegen die Ausschreibung als Dienstleistungskonzession unter den Gegebenheiten des Streitfalls deshalb entbehrlich war, weil eine Beanstandung gegen die Nichteinhaltung der Bestimmungen des Vierten Teils des GWB aufgrund des Hinweises der Bekanntmachung, hieran nicht gebunden zu sein, als von vornherein aussichtslos anzusehen war (vgl. dazu OLG Düsseldorf, Beschluss v. 10.01.2012, Verg 67/11, zitiert nach juris.de), bedarf letztlich keiner Entscheidung. - OLG Düsseldorf, 06.04.2022 - Verg 34/21
Anforderungen an die Schätzung des Auftragswerts als Schwellenwert für die …
Rn. 60 Soweit der Senat in einer Entscheidung zur Vorgängervorschrift § 107 Abs. 3 Satz 2 GWB a. F. die Auffassung vertreten hat, für das am Vergabeverfahren beteiligte Unternehmen gelte § 107 Abs. 3 Satz 2 GWB a. F. i.V.m. § 101b Abs. 1 Nr. 2 GWB a.F. nicht, weil der Gesetzgeber davon ausgegangen sei, dass demjenigen, der infolge Nichtveröffentlichung und Nichtbeteiligung an dem Vergabeverfahren von dem Verfahren keine Kenntnis erlangt hat, eine Rüge nicht zugemutet werden könne, was auf ein Unternehmen, das am Vergabeverfahren beteiligt wurde, nicht zutreffe (Senatsbeschluss vom 11. Januar 2012, VII-Verg 67/11, BeckRS 2012, 6486), hält er daran nicht fest.
- VK Westfalen, 05.08.2015 - VK 2-16/15
Kanalreinigung, Kanaluntersuchung und -dokumentation sind keine Bauarbeiten!
Sie verweist dazu auf die Entscheidung des OLG Düsseldorf vom 11.2.2012, Az.: VII Verg 67/11.Die Antragstellerin habe als erfahrene Bieterin erkennen müssen, dass ein Verfahren oberhalb der Schwellenwerte erforderlich war. - VK Westfalen, 12.03.2020 - VK 1-1/20
Höhe des Auftragswerts bei gemischten Aufträgen?
Die Entscheidungen, die von der Beigeladenen genannt wurden - u.a. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 11.01.2012, Verg 67/11 und OLG Düsseldorf, Beschluss vom 19.12.2007, Verg 51/07- enthalten andere Sachverhalte. - VK Hessen, 06.02.2014 - 69d-VK-54/13
Entscheidung über Aufteilung in Teilaufträge ist sorgfältig zu dokumentieren!
Aufgrund dieses des durch die Teilnahme entstandenen Nähe- und Vertrauensverhältnisses besteht auch nach Teilen der Rechtsprechung und Literatur in solchen nicht förmlichen Vergabeverfahren eine Rügeobliegenheit der Bieter (…vgl. Reidt, in Reidt/Sticklers/Glahs, Vergabrecht, 3. Auflage 2011, § 107 RdNr. 65;… Steiff in Heuvels/Höß/Kuß/Wagner, Vergaberecht, 1. Auflage 2013, § 107 RdNr. 85;… König in Kulartz/Kuß/Portz, Kommentar zum GWB-Vergaberecht, 3. Auflage 2014, § 101b RdNr. 3; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 11. Januar 2012 - Verg 67/11;… Hofmann in Müller-Wrede, Vergaberecht Kommentar, 2. Auflage 2014, § 107 RdNr.39, jeweils mit weiteren Nachweisen). - VK Bund, 20.12.2012 - VK 1-130/12
Nicht fristgerecht umgesetzte Richtlinie ist trotzdem zu beachten!
Aufgrund des bisherigen Verhaltens der Ag, die auf die zahlreichen bisherigen Schreiben der ASt nicht substantiiert reagiert hatte, erscheint eine weitere Rüge vor Stellung des Nachprüfungsantrags entbehrlich (vgl. OLG Düsseldorf, Beschlüsse vom 11. Januar 2012, Vll-Verg 67/11, und vom 29. April 2009, Vll-Verg 76/08). - VK Südbayern, 22.12.2014 - Z3-3-3194-1-51-11/14
Ab wann läuft die 30-Tages-Frist des § 101b Abs. 2 Satz 1 GWB?
Auch sind die Entscheidungen des OLG Brandenburg vom 20.09.2011 - Verg W 11/11 -, des OLG Rostock vom 20.11.2013 - 17 Verg 7/13 - und des OLG Düsseldorf vom 11.01.2012, - Verg 67/11- , die der Verfahrensbevollmächtigte der Beigeladenen in seinem Schriftsatz vom 01.12.2014 anführt, nicht auf die vorliegende Fallgestaltung übertragbar, da bei diesen Fällen Verhandlungen mit mehreren Unternehmen geführt worden sind und die jeweiligen Antragsteller an diesen beteiligt waren, was bei der vorliegenden Vergabe gerade nicht der Fall war. - VK Baden-Württemberg, 24.01.2022 - 1 VK 64/21
Auftragswert von Planerleistungen: HOAI ist kein Maßstab (mehr)!
Die Antragstellerin hatte daher nicht die Möglichkeit, die Entscheidung des Antragsgegners vor Zuschlagserteilung zu rügen."; OLG Rostock, Beschluss vom 06.11.2015, 17 Verg 2/15; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 11.01.2012, Verg 67/11; Dreher/Hoffmann, in: Burgi/Dreher, Beck´scher Vergaberechtskommentar Band 1, 3. Aufl. 2017, § 135 GWB Rn. 34).
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