Rechtsprechung
| BGH, 21.12.1967 - VII ZR 166/63 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Aufhebung eines Vorlegungsbeschlusses und Aussetzungsbeschlusses vor dem Erkenntnis des BVerfG
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BGH, 25.02.1965 - VII ZR 166/63
- BGH, 17.05.1965 - VII ZR 166/63
- BGH, 21.12.1967 - VII ZR 166/63
- BVerfG - 2 BvL 9/65 (Verfahren ohne Entscheidung erledigt)
Papierfundstellen
- BGHZ 49, 213
- NJW 1968, 503
- MDR 1968, 319
Wird zitiert von ... (15) Zitiert selbst (4)
- BGH, 08.10.1953 - III ZR 206/51
Bayerischer Staat gegen bayerischen Landkreis - § 307 ZPO aF, bei Verzicht des …
Auszug aus BGH, 21.12.1967 - VII ZR 166/63
Die Grundsätze, die der Bundesgerichtshof im Urteil BGHZ 10, 333 f [BGH 08.10.1953 - III ZR 206/51]ür ein Anerkenntnisurteil aufgestellt hat, gelten unter entsprechenden Voraussetzungen auch für ein Verzichtsurteil nach § 306 ZPO.Es sind hier die gleichen Grundsätze anzuwenden, wie in der Entscheidung BGHZ 10, 333 [BGH 08.10.1953 - III ZR 206/51].
Allerdings sind gegen die genannte Entscheidung des III. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs Einwände vorgebracht worden (Bötticher in seiner Anm. JZ 1954, 242; Baur JZ 1954, 630, 633; Heyn, NJW 1957, 1140; Knöpfel ZZP 68, 450).
Sie sind aber nach Ansicht des Senats nicht geeignet, die im Urteil BGHZ 10, 333 [BGH 08.10.1953 - III ZR 206/51] genannten Gründe zu entkräften.
Der Bundesgerichtshof hat es in dem Urteil BGHZ 10, 333 [BGH 08.10.1953 - III ZR 206/51] u.a. darauf abgestellt, daß der Kläger kein schutzwürdiges Interesse daran habe, trotz des Anerkenntnisses ein streitiges Sachurteil zu erzielen.
Deswegen hat der Senat die Kosten des Revisionsverfahrens gemäß § 92 ZPO entsprechend verteilt, soweit nicht bereits durch das Urteil vom 25. Februar 1965 darüber entschieden worden ist (vgl. auch BGHZ 10, 333, 339 f) [BGH 08.10.1953 - III ZR 206/51].
- BVerfG, 30.05.1962 - 2 BvR 158/62
FDP-Sendezeit
Auszug aus BGH, 21.12.1967 - VII ZR 166/63
Auch das Bundesverfassungsgericht hat sich in ähnlichen Fällen auf die Feststellung beschränkt, daß die Vorlegung unzulässig oder gegenstandslos geworden ist (u.a. BVerfGE 13, 165; 14, 140) [BVerfG 30.05.1962 - 2 BvR 158/62]. - BVerfG, 10.10.1961 - 2 BvN 1/60
Wegfall der Vorlagefrage durch "Erledigung" des Ausgangsverfahrens
Auszug aus BGH, 21.12.1967 - VII ZR 166/63
Auch das Bundesverfassungsgericht hat sich in ähnlichen Fällen auf die Feststellung beschränkt, daß die Vorlegung unzulässig oder gegenstandslos geworden ist (u.a. BVerfGE 13, 165; 14, 140) [BVerfG 30.05.1962 - 2 BvR 158/62]. - BVerfG, 19.06.1962 - 1 BvL 10/57
Folgen des Wegfalls der Vorlagefrage im Ausgangsverfahren
Auszug aus BGH, 21.12.1967 - VII ZR 166/63
Auch das Bundesverfassungsgericht hat sich in ähnlichen Fällen auf die Feststellung beschränkt, daß die Vorlegung unzulässig oder gegenstandslos geworden ist (u.a. BVerfGE 13, 165; 14, 140) [BVerfG 30.05.1962 - 2 BvR 158/62].
- OLG Jena, 26.01.2024 - 9 U 364/18
Anwaltshaftung, Fehlberatung, Änderung der höchstrichterlichen Rechtsprechung
Rn. 17 Die Klage ist in dieser Höhe ohne Sachprüfung durch Teilverzichtsurteil als unbegründet abzuweisen (§§ 306, 525 Satz 1 ZPO), ohne dass es eines dahingehenden Antrags der Beklagten bedurft hat (vgl. BGH, Urteil vom 21. Dezember 1967 - VII ZR 166/63 -, juris Rn. 18; OLG Nürnberg…, Urteil vom 23. Oktober 1980 - 8 U 137/79 -, juris Rn. 25;… Althammer, in: Stein/Jonas, ZPO, 23. Aufl. 2018, § 306 ZPO Rn. 20;… Musielak, in: Münchener Kommentar zur ZPO, 6. Aufl. 2020, § 306 ZPO Rn. 6). - BGH, 05.07.1993 - II ZR 114/92
Steuerbegünstigte Kreditaufnahme durch Kommanditisten - Rechtsschutzbedürfnis bei …
Die Revision geht offenbar davon aus, der Kläger habe in der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht die prozessuale Erklärung eines bedingten Verzichts abgegeben, und verweist darauf, daß die Beklagte daraufhin ein streitiges Urteil nicht mehr dadurch habe erzwingen können, daß sie keinen Antrag auf Erlaß eines Verzichtsurteils stellte (vgl. BGHZ 49, 213, 216 f.). - BGH, 11.12.1979 - X ZR 49/74
Rechtsnatur eines Verzichts
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- KG, 06.11.2023 - 18 UF 78/22
Festsetzung eines Nachteilsausgleichs bei Geltendmachung des Trennungsunterhalts …
Rn. 73 Der Verzicht auf den Anspruch führt nach § 306 ZPO iVm. § 113 Abs. 1 FamFG bei Vorlage der Voraussetzungen zu einem der Rechtskraft fähigen Urteil, in dem aufgrund des Verzichts ohne weitere Prüfung in der Sache die Klage abgewiesen wird (BGH, Urteil vom 21. Dezember 1967 - VII ZR 166/63 -, BGHZ 49, 213-218, juris Rn. 18).Die Verzichtserklärung ist nicht wirksam, weil sie voraussetzt, daß sie "bei der mündlichen Verhandlung" erklärt wird (BGH, Urteil vom 21. Dezember 1967 - VII ZR 166/63 -, BGHZ 49, 213-218, juris Rn. 13; BGH…, Beschluß vom 28. September 2010 - X ZR 112/07 -, juris Rn. 3;… MüKoZPO/Musielak, 6. Aufl. 2020, ZPO § 306 Rn. 1;… Musielak/Voit/Musielak., 20. Aufl. 2023, ZPO § 306 Rn. 3).
- LG Berlin, 03.11.2022 - 67 S 259/21
Aufhebung einer Verfahrensaussetzung während des noch laufenden Vorlageverfahrens …
Rn. 10 Aus der von der Klägerin herangezogenen Entscheidung des BGH aus dem Jahre 1967 (VII ZR 166/63, BGHZ 49, 213) folgt nicht anderes. - OLG Hamm, 17.10.2007 - 8 U 28/07
Keine Verletzung des öffentlichen Interesses durch Missachtung einer …
Dieser Gesichtspunkt, den der Bundesgerichtshof später auch für das Verzichtsurteil für maßgeblich gehalten hat (BGHZ 49, 213), rechtfertigt hier gleichwohl nicht die Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung, um im Anschluss an den dann seitens des Klägers zu erklärenden Verzicht mit geringerem Aufwand ein Verzichtsurteil zu erlassen.Zwar hat der Bundesgerichtshof in dem Verfahren, das der Entscheidung vom 21. Dezember 1967 (BGHZ 49, 213) zugrunde lag, einen vorangegangenen Aussetzungsbeschluss aufgehoben, um dem Kläger jenes Verfahrens Gelegenheit zu geben, den in Aussicht gestellten Verzicht zu erklären.
- BGH, 18.12.1996 - IV ZR 60/96
Geschäftsbedingungs-Charakter von Versicherungs-Antragsformularen
In diesem Umfang ist das Berufungsurteil aufzuheben und die Klage allein aufgrund des Verzichts ohne sachliche Prüfung abzuweisen (BGHZ 49, 213, 216; 76, 50, 53). - BAG, 29.11.1989 - 4 AZR 413/89
Beantragung eines streitigen Urteils trotz vorherigen Klageverzichts
Demgemäß war die Klage abzuweisen (vgl. BGHZ 49, 213, 216). - BAG, 29.11.1989 - 4 AZR 317/89
Beantragung eines streitigen Urteils trotz vorherigen Klageverzichts
Demgemäß war die Klage abzuweisen (vgl. BGHZ 49, 213, 216). - LG Stuttgart, 25.01.2023 - 49 O 30/22
Voraussetzung für einen wirksamen Verzicht auf den geltend gemachten …
Auch hat der Bundesgerichtshof im Falle der Erklärung eines rechtswirksamen Verzichts dafür gehalten, dass einem Beharren des Beklagten auf einem streitigen Urteil das Rechtsschutzbedürfnis fehlt (BGH, Urt. v. 21.12.1967, VII ZR 166/63, NJW 1968, 503 f.). - BAG, 29.11.1989 - 4 AZR 318/89
Beantragung eines streitigen Urteils trotz vorherigen Klageverzichts
- BAG, 29.11.1989 - 4 AZR 412/89
Beantragung eines streitigen Urteils trotz vorherigen Klageverzichts
- BSG, 27.04.1989 - 11 RAr 33/89
- OLG Nürnberg, 23.10.1980 - 8 U 137/79
Schadensersatz wegen Vornahme einer unerlaubten Handlung; Haftung einer …
- BGH, 13.11.1968 - I ZR 41/65
Durchführung eines Bauvorhabens "Vogelfluglinie" auf der Insel Fehmarn - …
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Rechtsprechung
| BGH, 17.05.1965 - VII ZR 166/63 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Konkrete Normenkontrolle vor dem Bundesverfassungsgericht - Klage auf Vergütung von Erdtransportarbeiten - Verstoß von § 84 Satz 3 Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) in seiner ursprünglichen Fassung gegen Art. 80 Abs. 1 Satz 1 GG - Wirksame Ermächtigung zum Erlass einer ...
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BGH, 25.02.1965 - VII ZR 166/63
- BGH, 17.05.1965 - VII ZR 166/63
- BGH, 21.12.1967 - VII ZR 166/63
- BVerfG - 2 BvL 9/65 (Verfahren ohne Entscheidung erledigt)
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (4)
- BVerfG, 12.11.1958 - 2 BvL 4/56
Preisgesetz
Auszug aus BGH, 17.05.1965 - VII ZR 166/63
Das Preisgesetz ist, da seine ursprünglich befristete Geltungsdauer durch Bundesgesetze verlängert worden ist, in der ihm durch diese Gesetze gegebenen Fassung "nachkonstitutionelles" Recht (BVerfGE 8, 274, 290 f; BGH MDR 1961, 223).Unter den dort genannten Anordnungen sind Rechtsverordnungen zu verstehen (BVerfGE 8, 274, 277, 305;… BGH a.a.O.).
Es könnte gefragt werden, ob nach Art. 129 Abs. 1 GG in Verbindung mit § 4 des 2. Verlängerungsgesetzes zum Preisgesetz vom 21. Januar 1950 (BGBl 1960, 7) der § 2 Preisgesetz verfassungskonform dahin ausgelegt werden könnte, daß die Ermächtigung zum Erlaß von Rechtsverordnungen jetzt nicht mehr der obersten Landesbehörde, sondern der Landesregierung zustände (BVerfGE 8, 274, 331;… BGH a.a.O.).
Nach § 2 Preisgesetz erstreckt sich die den obersten Landesbehörden erteilte Ermächtigung in gleicher Weise auf den Erlaß von Rechtsverordnungen, wie auf den von "Verfügungen", d.h. von Verwaltungsakten (BVerfGE 8, 274, 324, 331;… BGH a.a.O.).
- BVerfG, 10.05.1960 - 2 BvL 76/58
Ermächtigungsadressaten
Auszug aus BGH, 17.05.1965 - VII ZR 166/63
Hiernach kann nur eine Landesregierung, nicht aber ein einzelner Landesminister ermächtigt werden, Rechtsverordnungen zu erlassen (BVerfGE 11, 77).Nachdem das Bundesverfassungsgericht den Beschluß BVerfGE 11, 77 erlassen hatte, hat der Bundesgesetzgeber den § 84 GüKG geändert und die Ermächtigung zum Erlaß von Rechtsverordnungen in einer dem Art. 80 Abs. 1 Satz 1 GG genügenden Weise geregelt (Gesetz vom 27. Dezember 1960, BGBl 1960 I 1084).
- BVerfG, 21.05.1957 - 2 BvL 6/56
Berlin-Vorbehalt I
Auszug aus BGH, 17.05.1965 - VII ZR 166/63
Es braucht nicht darauf eingegangen zu werden, inwieweit Berliner Gerichte den Arte 100 GG anzuwenden haben (vgl. BVerfGE 7, 1, 13 ff) [BVerfG 21.05.1957 - 2 BvL 6/56]. - BGH, 27.10.1960 - VII ZR 111/59
Auszug aus BGH, 17.05.1965 - VII ZR 166/63
Das Preisgesetz ist, da seine ursprünglich befristete Geltungsdauer durch Bundesgesetze verlängert worden ist, in der ihm durch diese Gesetze gegebenen Fassung "nachkonstitutionelles" Recht (BVerfGE 8, 274, 290 f; BGH MDR 1961, 223).
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Rechtsprechung
| BGH, 25.02.1965 - VII ZR 166/63 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Anwendbarkeit des Güterkraftverkehrsgesetz und der hierzu erlassenen Verordnung - Anspruch auf Vergütung nach der Verordnung des Schleswig-Holsteinischen Ministers für Wirtschaft und Verkehr über Festpreise für Nahverkehrsleistungen bei Bauvorhaben - Vereinbarkeit einer ...
Verfahrensgang
- BGH, 25.02.1965 - VII ZR 166/63
- BGH, 17.05.1965 - VII ZR 166/63
- BGH, 21.12.1967 - VII ZR 166/63
- BVerfG - 2 BvL 9/65 (Verfahren ohne Entscheidung erledigt)
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (2)
- BVerfG, 12.11.1958 - 2 BvL 4/56
Preisgesetz
Auszug aus BGH, 25.02.1965 - VII ZR 166/63
Auch dieses Gesetz ist, da seine ursprünglich befristete Geltungsdauer durch Bundesgesetze verlängert worden ist, "nachkonstitutionelles" Recht (BVerfGE 8, 274, 290 f); § 2 dieses Gesetzes ist daher, soweit er den "Obersten Landesbehörden" die Befugnis zum Erlaß von Rechtsverordnungen zuspricht, ebenfalls nichtig. - BVerfG, 10.05.1960 - 2 BvL 76/58
Ermächtigungsadressaten
Auszug aus BGH, 25.02.1965 - VII ZR 166/63
Hiernach kann nur eine Landesregierung, nicht aber ein einzelner Landesminister ermächtigt werden, Rechtsverordnungen zu erlassen (BVerfGE 11, 77).
- BGH, 18.01.1965 - VII ZR 109/63
Geltendmachung einer Werklohnforderung - Anspruch auf Schadensersatz und Zahlung …
Zudem ist in der beim erkennenden Senat anhängigen Sache VII ZR 166/63, in der die Firma M. ihre den abgetretenen Betrag von 8.000 DM übersteigenden Ansprüche gegen die Beklagte geltend macht, im Berufungsurteil als unstreitig angeführt, daß die Straßenverkehrsgenossenschaft die Rechnungen geprüft und Forderungen von insgesamt 36.864,90 DM "festgestellt" hat.
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